Uni-Tübingen

Bedrohte Ordnungen - Krisen anders denken

Brexit, Migration oder doch die Klimakrise? Im Podcast „Bedrohte Ordnungen“ fragen nach wir den vermeintlichen und echten Problemen von Gesellschaften nach. Was bedroht uns? Was brauchen wir? Wer sind wir überhaupt und was tun wir jetzt? Wir beschäftigen uns mit gesellschaftlichem Wandel und damit, wie Menschen mit Bedrohungen umgehen, sei es bei der Belagerung Konstantinopels, Naturkatstrophen im Mittelalter, Börsencrashs im 18. Jahrhundert, oder Terroranschlägen in den USA. Im Gespräch mit Wissenschaftler*innen der Uni Tübingen geht Moderatorin Pia Fruth diesen und anderen Fragen auf den Grund.

Den Podcast findet ihr auf Spotify: Bedrohte Ordnungen - Krisen anders denken"


Folge #02: Ein neues Zeitalter der Pandemien? (Gäste: PD Dr. Henning Tümmers, Dr. Daniel Becker)

Die Corona-Pandemie hat die Welt fest im Griff. Menschen und ganze Gesellschaften fühlen sich unmittelbar von Krankheit und Krise bedroht. Eine Sehnsucht nach Orientierung in dieser unübersichtlichen Situation ist greifbar. Vergleiche mit historischen Pandemien, etwa der Spanischen Grippe, sind allgegenwärtig und bringen scheinbar Ordnung in das Chaos. Mit solchen Vergleichen müsse man jedoch äußerst vorsichtig sein, meinen die beiden Medizinhistoriker Henning Tümmers und Daniel Becker. Im Gespräch erklären sie, warum einerseits jede Pandemie/Epidemie ein Individuum ist und sich andererseits dennoch ähnliche Verhaltensmuster im Umgang mit Krankheitsausbrüchen erkennen lassen.

Credits:
  • Moderation: Dr. Pia Fruth
  • Gäste: PD Dr. Henning Tümmers, Dr. Daniel Becker
  • Sprecher: Oliver Lichtwald, Thorsten Zachary, Samuel Zink
  • Produktion: Gülce Bengi, Thorsten Zachary, Roman Krawielicki
  • Schnitt und Recherche: Gülce Bengi
  • Leitung Tontechnik: Klaus Klein
  • Jingle: Floh Baumann, Meike Hebich, Denis Kratzer

Folge #01: Brexit, Britishness und Bedrohte Ordnung (Gast: Prof. Dr. Ewald Frie)

Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union scheint wie ein nicht enden wollendes Drama. Nach mehr als drei Jahren des Verhandelns hat das britische Parlament vorläufig einem Austrittsabkommen zugestimmt. Geeint wirkt das Land dadurch jedoch nicht. Die Gräben sind tiefer geworden und die Spaltung der Gesellschaft scheint unvermindert. Warum die Einigung im Parlament so schwer war und warum der Untergang des British Empire dabei eine grundlegende Rolle spielt, das erklärt Historiker Ewald Frie, der seit mehreren Jahren an der Uni Tübingen ein Forschungsteam zum Zerfall des britischen Imperiums leitet.

Credits:
  • Moderation: Dr. Pia Fruth
  • Gast: Prof. Dr. Ewald Frie
  • Sprecher: Oliver Lichtwald, Thorsten Zachary, Samuel Zink
  • Idee, Format und Produktion: Meike Hebich mit Unterstützung von Roman Krawielicki und Thorsten Zachary
  • Aufnahmeleitung, Schnitt und Recherche: Meike Hebich
  • Leitung Tontechnik: Klaus Klein
  • Jingle: Floh Baumann, Meike Hebich, Denis Kratzer
  • Bachelorprojekt betreut von Dr. Erwin Feyersinger