Uni-Tübingen

B4: Handelnde Personifikationen als ästhetische Reflexionsfigur in der Literatur und Kunst des Mittelalters

Das interdisziplinäre Teilprojekt B4 untersucht die in der Literatur und den Bildkünsten des Mittelalters häufig begegnende Personifikation als Handlungsträgerin. Als ein Phänomen der Sprache und der Imagination besetzt die Personifikation eine intermediale Schnittstelle und öffnet sich aus dieser Position heraus zur Reflexion poetologischer und bildkünstlerischer Aspekte. Die These ist, dass gerade handelnde Personifikationen ein darstellerisches Potential entfalten, das oftmals einen spezifisch ästhetischen Sinnüberschuss erzeugt. Ziel ist es, die Personifikation auf ihre Leistungsfähigkeit als Reflexionsfigur im Rahmen einer vormodernen Ästhetik hin zu befragen.


Team

Projektleitung:

Prof. Dr. Sandra Linden
Dr. Daniela Wagner

Projektmitarbeiterinnen:

Katharina Bauer
Julia Fischer

 
Hilfskräfte:

Sina Bahlke
Nina Laura Luz
Melina Schmidt
Anna Katharina Turba
Lisa Marie Weinberger
Lisa Eberhardt

 


Aktivitäten

Veranstaltungen

2020

Workshop mit Dr. Heike Schlie (Salzburg): Körper und Affekt der Personifikation im Bildvollzug, Universität Tübingen, 11.02.2021. (digital)

Workshop mit Prof. Dr. Caroline Emmelius (HU Berlin): Bild und Klang: Sinnliche Schichtungen im Fließenden Licht, 24.11.2020, 10–12 Uhr. (digital) (coronabedingt digitale Umsetzung und neuer Termin).

Präsentation: Fischer, J.: Handelnde Personifikationen als ästhetische Reflexionsfigur in der Literatur des Mittelalters, Projektbereichstreffen des SFB 1391 Andere Ästhetik, Universität Tübingen, 29.06.2020. (digital)

Präsentation: Bauer, K.: Das personifizierte Fleisch in der Bible moralisée, Codex 2554: Überlegungen zu Körper und Handeln eines personifizierten Abstraktums, Projektbereichstreffen des SFB 1391 Andere Ästhetik, Universität Tübingen, 29.06.2020. (digital)

Online-Workshop mit Mariam Hammami: "Abstraktum, rhetorische Figur, Körper. Zur Beschaffenheit der Personifikation". 02.07.2020, 14–17 Uhr.

Vortrag von Prof. Dr. Caroline Emmelius: Vortrag frovwe minne und amor: "Reflexionsfiguren einer theologischen Ästhetik bei Mechthild von Magdeburg und Mechthild von Hackeborn". 20.05.2020, 10–12 Uhr, Raum 037 (Brechtbau).

 

2019

Online-Vortrag von Prof. Dr. Henrike Lähnemann: "Willkommen Ostertag! Personifikation in den Medinger Andachtsbüchern". 23.04.2020, 18–20 Uhr.

Vortrag von Dr. Christoph Schanze: "Walther und Frau Bohne. persona und Personifikation“. 06.11.2019, 18–20 Uhr, Raum 315 (Brechtbau).

Publikationen

2019

Linden, S.: Frau Kunst vor Gericht. Die Personifikation als Mittel ästhetischer Reflexion in Konrads von Würzburg Klage der Kunst, in: Annette Gerok-Reiter / Anja Wolkenhauer / Jörg Robert / Stefanie Gropper (Hgg.): Ästhetische Reflexionsfiguren in der Vormoderne, Heidelberg 2019 (Germanisch-Romanische Monatsschrift; Beiheft 88), S. 271–301.

Linden, S.: Du solt si erlúhten und leren (VII,8). Zur Wechselwirkung von Alterssignatur und Lehrautorität im siebten Buch des Fließenden Lichts, in: Caroline Emmelius / Balázs J. Nemes (Hgg.): Mechthild und das Fließende Licht der Gottheit im Kontext. Eine Spurensuche in religiösen Netzwerken und literarischen Diskursen im mitteldeutschen Raum des 13.–15. Jahrhunderts, Berlin 2019 (Beihefte zur Zeitschrift für Deutsche Philologie 17), S. 191–210.

Lehre

SoSe 2020:

Linden, S. / Wagner, D.: Ästhetische Reflexion in Kunst und Literatur des Mittelalters (Interdisziplinäres Haupt-/Oberseminar, Mo 10–12)

WiSe 2018/19:

Linden, S. / Wagner, D.: Eigentlich / Uneigentlich. Die Personifikation in Mittelalter und Früher Neuzeit (Interdisziplinäres Haupt-/Oberseminar, Do 12–14)