Die eigentlichen Arbeiten begannen am 27. September mit 18, später 24 Arbeitern und zwei gelernten Maurern aus den Nachbardörfern Samuma und Hattin. Wenn man bedenkt, dass nur die beiden Maurer mit 3-4 Arbeitern den Wiederaufbau des Tempels ausführten, scheint diese Zahl sehr hoch. Doch die Beschaffung der Steine, die in der weiteren Umgebung zusammengesucht werden mussten, und die Herstellung der etwa 5.000 Lehmziegel forderten einen hohen Aufwand an Zeit und Arbeitskraft. Bereits nach der ersten Woche war auch klar, dass wir nur mit zusätzlicher Nachmittagsarbeit unser Arbeitsziel erreichen konnten. Ab dem 2. Oktober wurde die Arbeitszeit auf 6 bis 13 Uhr und 15 bis 18 Uhr festgelegt.
Alle Steinfundamente wurden aus unbehauenen Steinen errichtet, Konglomeratsteine für die Außenfront, weißer Kalkstein im Mauerkern. Alle Steine wurden von Hand fachgerecht gesetzt und mit Lehmschlag verbunden und entsprechen damit den Originalmauern in Material und Bauweise. Kalk oder gar Zement fanden keine Verwendung.
Der Wiederaufbau begann an der Nordmauer, die noch am besten durch Steine in situ zu verfolgen war. Es folgten die Südwand und die Trennwand zwischen Cella und dem Vorraum zwischen den Anten (Abb. 5) und schließlich die Terrassierungsmauern vor der Eingangsfront des Tempels (Abb. 6).