Rolf Frankenberger ist wissenschaftlicher Geschäftsführer des Instituts für Rechtsextremismusforschung (IRex) und leitet den Arbeitsbereich Lokale politische Kulturen. Er untersucht, unter welchen politischen und gesellschaftlichen Bedingungen extrem rechte Bewegungen, Parteien und Akteurinnen und Akteure agieren. Sein besonderes Augenmerk liegt auf räumlichen und kulturellen Faktoren sowie den Strategien, mit denen extrem rechte Gruppen soziale Räume für ihre Mobilisierung nutzen. Aus dieser Forschung heraus wirkt er in die Gesellschaft: Durch Interviews, Hintergrundgespräche, Publikationen sowie eine Vielzahl an Vorträgen und Workshops bringt er seine Analysen und Befunde in verschiedenste gesellschaftliche Bereiche ein – von lokalen Initiativen über Bildungsinstitutionen bis hin zur Landespolitik. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag zum Verständnis eines Phänomens, das demokratische Gesellschaften zunehmend bedroht. „Wir würdigen insbesondere Rolf Frankenbergers unermüdliche Bereitschaft, den Dialog mit sehr unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen zu suchen. Er vermittelt komplexe Zusammenhänge verständlich, ausgewogen und adressatengerecht“, sagt Juryvorsitzende Monique Scheer.
Zur Pressemitteilung der Universität Tübingen