Juristische Fakultät

Aktuelles

Stellenausschreibung Akademische/n Mitarbeiter/in

An der juristischen Fakultät der Universität Tübingen - Lehrstuhl Professor Reichold - ist zum 1. Oktober 2020 eine 50 %-Stelle für eine/einen Akademische/n Mitarbeiter/in zu besetzen. 

Die Vergütung erfolgt nach TV-L E13. Die Stelle ist zunächst auf ein Jahr befristet; ggf. besteht eine Möglichkeit der Verlängerung. Gelegenheit zur Promotion wird geboten.

Aufgabengebiet:Wissenschaftliche Dienstleistungen zur Organisation, Vorbereitung und Durchführung von Forschung und Lehre gemäß § 52 LHG in den Rechtsgebieten allgemeines Zivilrecht und Arbeitsrecht, Betreuung des Schwerpunktbereichs „Arbeit und Soziales im Unternehmen“, Abhalten von Fallbesprechungen im Zivilrecht sowie redaktionelle Tätigkeiten.

Anforderungen:Ein juristisches Staatsexamen mit mindestens der Note „Befriedigend“oder besser, sehr gute EDV-Kenntnisse, Organisationstalent sowie Interesse an arbeits- und zivilrechtlichen Fragestellungen.

Die Universität Tübingen strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in Forschung und Lehre an und fordert deshalb entsprechend qualifizierte Wissenschaftlerinnen auf, sich zu bewerben. Schwerbehinderte Bewerber(innen) werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Die Einstellung erfolgt durch die Zentrale Verwaltung.

Weitere Informationen können Sie dem beigefügten Pdf-Dokument entnehmen.

Neue Plattform Laterna

Die Vorlesungen bei Prof. Dr. Reichold, Dr. iur. Werner Walk und Frau Emde werden nun über Laterna stattfinden. Die zugehörigen Links finden Sie bei Ilias.

Lösung des Probeexamens

Hier finden Sie die Lösung des Probeexamens als PowerPoint.


  • Vortrag von Prof. Hermann Reichold am 12. Februar 2020 in Haltern am See (Könzgen-Haus) zum Thema "Rechtsgrundlagen und Profile kirchlicher Einrichtungen in Europa" auf der 16. Gemeinsamen Fachtagung für Mitarbeitervertretungen und Dienstgeber im Bistum Münster - "Heirat - Scheidung -Kündigung: alles geklärt im kirchlichen Dienst? Loyalitätsobliegenheiten der Arbeitnehmer*innen in Kirche und Caritas auf dem Prüfstand".
  • Abhandlung von Prof. Hermann Reichold in ZFA 2020, 5 - 29 zum Thema "100 Jahre Betriebsverfassung - 'Per Aspera ad Astra': ein Blick zurück auf den Beginn der betrieblichen Mitbestimmung in Deutschland": Der Sozialstaat wurde erstmals in der deutschen Geschichte durch die Weimarer Verfassung von 1919 begründet und ausgestaltet. Nach den Gräueln eines blutigen Weltkriegs und der Abdankung des Kaisers war es vor allem Friedrich Ebert zu verdanken, dass inmitten der revolutionären Wirren um Arbeiter- und Soldatenräte und mordende Freikorps in bis heute hoch beachtlicher Intensität und Dichte die von Hugo Preuß maßgeblich gestaltete Staats- und Wirtschaftsverfassung beraten und am 31.7.1919 mit großer Mehrheit verabschiedet werden konnte. Die Gestaltung der Wirtschafts- und Sozialverfassung im fünften Abschnitt stellte überhaupt ein Novum der Verfassungsgeschichte dar. U.a. wurden Koalitionen und ihre Tarifautonomie erstmals garantiert (Art. 159). Als symbolträchtiges Kernstück des neuen Räte-Artikels (Art. 165) wurde das Betriebsrätegesetz in ebenso großer Intensität etwa ein halbes Jahr lang beraten und schließlich am 18.1.1920 mit großer Mehrheit (215:63) beschlossen. Im Folgenden soll diese erste deutsche Betriebsverfassung in Kurzform rechtshistorisch und rechtsdogmatisch gewürdigt werden. Es wird sich zeigen, dass ihre "öffentlich-rechtliche" Prägung schon während der kurzen Bewährungszeit von gut zwölf Jahren zunehmend "privatrechtliche" Wandlungen erfuhr, an die die nachfolgende Entw icklung des Betriebsverfassungsrechts in der Bundesrepublik anknüpfen konnte.
  • Abhandlung von Prof. Hermann Reichold in der Festschrift "100 Jahre Betriebsverfassungsrecht", hrsgg. von Gräfl/ Lunk/ Oetker/ Trebinger, C.H.Beck 2020, S. 601 - 611, zum Thema "Metamorphosen der Betriebsvereinbarung": Es werden die Metamorphosen der Betriebsvereinbarung, die im Betriebsrätegesetz 1920 als Begriff noch gar nicht bekannt war, über das BetrVG 1952 bis zur heutigen Norm des § 77 BetrVG geschildert. Insgesamt lässt sich von einer einhundertjährigen "Erfolgsgeschichte" der Betriebsvereinbarung sprechen, ohne dass behauptet werden kann, dass alle dogmatischen Rätsel dieser Rechtsfigur als gelöst gelten dürften - zumal das BAG anno 2013 ein neues Rätsel offenbart hat: die AGB-Regelungen "ablösende" Betriebsvereinbarung.
  • Vortrag von Prof. Hermann Reichold am 28. November 2019 in Siegburg zum Thema "Rechtsfolgen des Betriebsübergangs beim Systemwechsel weltlich./.kirchlich" auf dem VIII. Arbeitsrechtlichen Symposion 2019 von DBK und EKD - "Rechtsprechung im Umbruch? Arbeitsrecht in der Dienstgemeinschaft vor neuen Herausforderungen" - im KSI Siegburg (veröffentlicht in ZAT 2019, 170 - 173).