Center for Interdisciplinary and Intercultural Studies

Prof. Dr. Olaf Blanke

Olaf Blanke zählt zu den Pionieren der neurowissenschaftlichen Erforschung des menschlichen Selbsbewusstseins sowie der Subjektivität. Bei seiner Forschung nutzt Blanke eine breite Palette an Methoden, von der Neuropsychologie und Elektrophysiologie bis zu bildgebenden Verfahren. Im Zentrum seiner Arbeit steht die Entwicklung einer empirisch basierten neurowissenschaftlichen Theorie des Selbstbewusstseins und der Subjektivität. Darüber hinaus arbeitet Blanke zum Gleichgewichtssinn und der Körperwahrnehmung sowie deren möglichen technischen Anwendungen, etwa in der Robotertechnik, der neurologischen Rehabilitation oder auch der virtuellen Realität.

Olaf Blanke ist Direktor des Labors für Kognitive Neurowissenschaft an der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne und beratender Neurologe an der Universitätsklinik Genf. Er studierte Medizin in Münster, Berlin und Paris.

Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen gehören: Stimulating illusory own-body perceptions. Nature 419 (Blanke et al.; 2002), Out-of-body experience and autoscopy of neurological origin. Brain 127 ( Blanke et al.; 2004), sowie Full-body illusions and minimal phenomenal selfhood. Trends in Cognitive Science 13 (zusammen mit Thomas Metzinger; 2009).