Tübingen School of Education (TüSE)

TPACK 4.0 – interdisziplinäre, praxisorientierte und forschungsbasierte Förderung mediendidaktischer Kompetenzen von Lehrkräften

Aktuelles

Neuerscheinung: Förderung von fachspezifischem mediendidaktischen Wissen (TPACK) im Lehramt: Innerhalb des Projekts TPACK 4.0 wurde in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit fünf Fachdidaktiken der Universität Tübingen ein Konzept zur Förderung von fachspezifischem mediendidaktischen Wissen (TPACK) im Lehramt entwickelt und beforscht. Die Ergebnisse der Begleitforschung sind kürzlich in der Fachzeitschrift „Computers & Education“ erschienen. Für diese Studie wurden fachspezifische Lernmodule zum Einsatz digitaler Medien im Fachunterricht entwickelt und in fachdidaktische Lehrveranstaltungen implementiert. Die Begleitforschung zeigt, dass die Studierenden durch die Teilnahme an den Lernmodulen sowohl mehr fachspezifisches mediendidaktisches Wissen erwarben als auch eine höhere Selbstwirksamkeit entwickelten, digitale Medien einzusetzen. Die Ergebnisse unterstreichen die Wirksamkeit einer adäquaten Unterstützung für die Entwicklung von TPACK sowie der Motivation gegenüber dem Einsatz digitaler Medien im Fachunterricht von angehenden Lehrern. Mehr Informationen können direkt hier abgerufen werden: https://doi.org/10.1016/j.compedu.2021.104304 (freier Zugang bis 1. 10.2021: https://authors.elsevier.com/a/1dZMx1HucdORbI).

Kurzbeschreibung

Im Projekt TPACK 4.0 wird eine integrierte und standortübergreifende Medienbildung von Lehrkräften in der ersten Phase der Lehrerbildung etabliert, um Lehrkräfte fit für die didaktisch sinnvolle Nutzung digitaler Medien im fachbezogenen Unterricht zu machen. Ansatzpunkt ist hierbei die Förderung von sog. Technological Pedagogical Content Knowledge (TPACK), welche im Lehramtsstudium bislang eher eine untergeordnete Rolle spielt. TPACK beschreibt Wissen über didaktische Funktionen und Einsatzmöglichkeiten digitaler Medien zur Erreichung inhaltsspezifischer Lehrziele und Kompetenzen bzgl. der fachspezifischen Gestaltung digitaler Unterrichtsszenarien.

Die Pädagogische Hochschule Weingarten und die Tübingen School of Education entwickeln dazu ein fachübergreifendes mediendidaktisches Modul, welches in zentrale Fachdidaktiken der großen Lehramtsfächer der beiden Hochschulen für die Sekundarstufe implementiert wird. Durch eine intelligente Verzahnung von Theorie und Praxis in der Medienbildung werden angehende Lehrkräfte fit für die Nutzung digitaler Medien im Fachunterricht gemacht. Auf didaktischer Ebene wird hierzu die Inverted Classroom Methode genutzt, in der die üblichen Lernaktivitäten (Wissensvermittlung, Praxisphasen) innerhalb und außerhalb von Veranstaltungen umgedreht werden. Die Wissensvermittlung der medienpädagogischen/mediendidaktischen Theorien erfolgt flexibel, ortsunabhängig und selbst-reguliert in computergestützten individuellen Selbststudiumsphasen. Die schrittweise Annäherung an die medienbasierte Unterrichtspraxis erfolgt durch geleitete Praxisphasen in Lehr-Lern-Laboren. Bei erfolgreicher Absolvierung des Moduls können Studierende ein zusätzliches mediendidaktisches Zertifikat erwerben.

Förderung

Förderprogramm zur Entwicklung innovativer Strukturen, Formate und Lehrinhalte bzw. -angebote in der Lehrerbildung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

Zeitraum

01.11.2018 - 30.11.2022

Beteiligte

a) Universität Tübingen, Tübingen School of Education, Leibniz-Institut für Wissensmedien)
Leitung: Prof. Dr. Andreas Lachner (Institut für Erziehungswissenschaft)

b) Pädagogische Hochschule Weingarten
Leitung: Prof. Dr. Karin Schweizer (Pädagogische Psychologie; Prorektorin für Forschung und Weiterbildung)

Kontakt

Prof. Dr. Andreas Lachner