Ethnologie

Magister Studienplan

I.
Das Fach Ethnologie
  1. Geschichte
  2. Gegenstand
  3. Positionierung im Fächerkanon
  4. Profil und Schwerpunkte der Lehre an der Universität Tübingen
  5. Ausbildungsziele
  6. Berufspraxis
     
II.
Empfehlungen zur Fächerkombination und Schwerpunktsetzung
     
III.
Das Grundstudium
  1. Ziele
  2. Elemente des Grundstudiums
  2.1 Vorlesung
  2.2 Proseminar
  2.3 Lehrveranstaltungen mit regionalem Schwerpunkt und "regionale Hausarbeit"
  2.4 Sprachstudium
  2.5 Obligatorische und weiterführende Lektüre im Selbststudium
  2.6 Studienberatung
     
IV.
Die Zwischenprüfung
     
V.
Das Hauptstudium
  1. Ziele
  2. Elemente des Hauptstudiums
  2.1 Hauptseminare mit allgemeinem Inhalt
  2.2 Hauptseminare mit regionalem Inhalt
  2.3 Kolloquium für MagistrandInnen
  2.4 Obligatorische Studienberatung
  2.5 Sprachstudium
  2.6 Berufs- und Forschungspraktika
  2.7 Weiterführende Lektüre im Selbststudium und eigenständiges Lernen
     
VI.
Die Magisterprüfung
  1. Ziele
  2. Themen der Magisterprüfung
  2.1 Hauptfachstudierende
  2.2 Nebenfachstudierende
  3. Voraussetzungen der Magisterprüfung
  3.1 Hauptfachstudierende
  3.2 Nebenfachstudierende
     
VII.
Durchführung der Magisterprüfung
  1. Hauptfachstudierende
  2. Nebenfachstudierende

I. Das Fach Ethnologie

1. Geschichte

Ethnologie (oder auch "Völkerkunde") entstand als akademische Disziplin im deutschen Sprachraum in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Forschungsgegenstand der Ethnologie waren die außereuropäischen Gesellschaften. Damit war das Universitäts- fach Ethnologie klar von der Volkskunde abgegrenzt, deren Forschungsbereich Europa umfaßte.

Die Phase der Institutionalisierung des Faches Ethnologie im 19. Jahrhundert vollzog sich in den Industriegesellschaften mit universitärer Tradition und wurde von Pionieren mit Lebens- und Reiseerfahrungen im nicht-europäischen Ausland geprägt - von Kolonialbeamten, Missionaren und Reisenden. Aber das Fach zog auch spekulative Denker an, die Ethnologie "vom Lehnstuhl aus" als theoretische Wissenschaft betrieben und Nachrichten über fremde Lebensformen in Entwürfe über Entwicklung und Veränderung von Kultur einpassten: meist ging es dabei um Ursprünge und Evolution von Kultur oder um Verbreitungsprozesse von Kulturgütern (Diffusion), d.h. letztendlich um den Beweis der Überlegenheit von westlicher Zivilisation oder von "Hochkulturen".

Die allmähliche Herausbildung verschiedener und auch konträrer Schulen der Ethnologie in westlichen Ländern ist jeweils eng mit nationaler Wissen-schaftstradition und Ideengeschichte verbunden. In Frankreich und Großbritannien wurden die historisch rekonstruierenden Richtungen seit Beginn des 20. Jahrhunderts von solchen mit sozialwissenschaftlichen und zugleich ahistorisch-funktionalen Ansätzen abgelöst. In Deutschland dagegen blieb der Forschungsschwerpunkt der Ethnologie überwiegend auf eine historische Fragestellung ausgerichtet. In der Bundesrepublik wurde diese Richtung bis nach dem Zweiten Weltkrieg in ihrer kulturhistorischen Ausprägung fortgeführt, d.h. es ging weiterhin vor allem um das Aufdecken von Diffusionsströmen in ihrem räumlich-zeitlichen Ablauf. In der ehemaligen DDR dagegen war Ethnologie im marxistischen Wissenschaftsparadigma positioniert.

Die Zeit der großen Schulen und nationalen Richtungen ist inzwischen vorbei. Ein internationaler Pluralismus an Theorien- und Methodenangeboten ist heute die Folge. Von diesem internationalen Wissenschaftszusammenhang waren deutsche EthnologInnen während des "Dritten Reiches" und in den Nachkriegsjahren ausgeschlossen, nicht zuletzt als Folge der Mitarbeit namhafter deutscher EthnologInnen bei der Ausarbeitung und Propagierung von nationalsozialistischen Ideen zu Rasse, Volk und Kultur. Heute ist die deutsche Ethnologie wieder in die weltweite Debatte der Ethnologen, Kulturanthropologen und Sozialanthropologen integriert.

Das deutsche Beispiel hat gezeigt, daß Ethnologie leicht für politische Zwecke instrumentalisiert werden kann. Die in den 1960er Jahren proklamierte "Krise der Ethnologie" in westlichen Ländern - mit ein Ergebnis der Einsicht in die Verstrickung von EthnologInnen in koloniale Herrschaftskontexte - und die sich erst seit kurzem vollziehende Loslösung ethnologischer Forschungsziele von der herrschaftssichernden marxistischen Ideologie in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion haben das Verführungspotential der Politiknähe des Faches erneut deutlich gemacht.

2. Gegenstand

Der Forschungsgegenstand der Ethnologie umfaßt alle Ausdrucksformen von Kultur. Die Verknüpfung dieser Ausdrucksformen führt zu einer ganzheitlichen Betrachtungsweise von kulturellen Phänomenen und macht Ethnologie zu einer integrierenden Disziplin, vergleichbar der Geographie. Damit unterscheidet sich das Fach von jenen Disziplinen, die sich auf einen spezifischen Ausschnitt von Kultur konzentrieren, wie etwa Politikwissenschaft, Soziologie, Wirtschafts-wissenschaft, Religionswissenschaft. Ethnologie ist keine Regionalwissenschaft; sie fragt nach kulturübergreifenden Gemeinsamkeiten, im Gegensatz zu regionalen Disziplinen, wie etwa Sinologie, Indologie, Orientalistik, Romanistik. Gleichwohl spezialisieren sich EthnologInnen in aller Regel auf eine Region, in der sie Feldforschungen durchführen und von der aus sie den Brückenschlag zu allgemeinen Fragen herstellen.

Das Besondere der ethnologischen Arbeitsweise liegt in der Wechselbeziehung zwischen theoretisch-methodischer Kenntnis und Feldforschungspraxis. Während lang andauernder stationärer Aufenthalte in der zu untersuchenden Gesellschaft werden in enger Interaktion und im Dialog mit dort lebenden Menschen ethnologische Daten gewonnen. Feldforschung ist der Ausgangspunkt sowohl für interpretative "dichte Beschreibung" des Partikularen wie auch für die Suche nach dem Universalen von einem analytisch-vergleichenden Ansatz aus. Der Fokus der Feldforschung liegt in der Regel auf der lokalen Ebene - auf den hier wirksamen sozialen Beziehungen, Handlungsstrategien und Denkkategorien. Dabei wird aber immer die Einbettung des Lokalen in übergeordnete zeitliche und räumliche Zusammenhänge und die Verflechtung von internen und externen Wirkfaktoren berücksichtigt.

3. Positionierung im Fächerkanon

Die heutige internationale ethnologische Diskussion ist von einer Pluralität der Forschungsziele geprägt - ein Ergebnis der theoretisch-methodischen Auseinander-setzungen der letzten drei Jahrzehnte. Literaturwissenschaftliche und philosophisch-ideengeschichtliche Schwerpunkte, umweltbezogene sowie entwicklungs-, rechts- und wirtschaftsorientierte Erklärungsansätze haben die Ethnologie in eine enge interdisziplinäre Beziehung zu anderen Fächern gebracht. Vor allem Geschichte und Ethnologie sind in eine neue Beziehung zueinander getreten. Dabei war die wachsende Aufmerksamkeit für die Dynamik sozialer Prozesse, für globale Veränderungen und ethno-nationalistische Konflikte mit ihren vergangenheitsbezogenen Legitimations-entwürfen für die Gegenwart ein entscheidender Stimulus.

Eine Folge der kritischen Diskussion von ethnologischen Ansätzen und Ausgangs-punkten ist auch die Erweiterung des Forschungsradius. Die Erkenntnis heutiger globaler Verflechtung macht die Abtrennung eines genuin außereuropäischen Zusammenhangs als Forschungsbereich der Ethnologie nicht mehr möglich. Gleichzeitig wurde durch diese Einsicht die Wahrnehmung für historisch frühere Wechselbeziehungen und Interaktionen zwischen westlichen und nicht-westlichen Kulturen geschärft und in Forschung mit deutlichem Vergangenheitsbezug umgesetzt. Schließlich wurde die Kategorie des kulturell Fremden als eine Form der Abgrenzung vom kulturell Eigenen erkannt und in Fragestellungen transformiert, welche die eigene Kultur betreffen. Dabei kommt es zu neuen Formen der Zusammenarbeit mit dem Fach Deutsche Volkskunde und zur Herausbildung einer "Europäischen Ethnologie", die ihre Bezüge in beiden Fächern hat.

4. Profil und Schwerpunkte der Lehre an der Universität Tübingen

Das Grundstudium und das Hauptstudium der Ethnologie an der Universität Tübingen sind deutlich in Lehrinhalten und -zielen voneinander abgesetzt. Das Grundstudium ist auf Breite angelegt. Es soll fundierte Grundlagenkenntnisse in den vier entscheidenden Bereichen des Fachs vermitteln - in Theorien und Methoden, in Sozialethnologie, in Wirtschafts- und Politikethnologie sowie in Religionsethnologie. Dieses Grundstudium ist klar gegliedert und wird bestimmt durch regelmäßig von den Studierenden geforderte Leistungsnachweise in obligatorischen Lehrveranstaltungen. Demgegenüber sind die Lehrinhalte und -ziele des Hauptstudiums seit dem Sommersemester 2001 zugespitzt auf soziale und politische Prozesse, unter starker Gewichtung von historischer Veränderung. Dabei wird besonderer Wert auf den methodisch-praktischen Zugang zu diesen Themen gelegt. Diese inhaltliche Zuspitzung gilt sowohl für die allgemeinen wie auch für die regionalen Lehrangebote des Hauptstudiums.

Am Institut für Ethnologie der Universität Tübingen werden zwei regionale Schwerpunkte in Lehre und Forschung vertreten: Zentralasien (Professor Hardenberg) und Südasien (Professor Alex). Ein "regionaler Schwerpunkt" ist definiert als ein Bündel von Angeboten: Lehrveranstaltungen, bevorzugte Anschaffung von Literatur, Veranstaltung von Vortragsreihen, Betreuung von Arbeitsgruppen, Exkursionen und Organisation von Praktika. In jedem Semester werden Lehrveranstaltungen in beiden regionalen Schwerpunkten angeboten.

5. Ausbildungsziele

Durch neue Kommunikationsstrukturen und die Globalisierung wirtschaftlicher Prozesse hat sich die Vernetzung von Gesellschaften und Kulturen der Welt verstärkt. Dies führt zur Herausbildung veränderter sozialer Beziehungen, Stile und Machtkonstellationen. Interkulturelle Kompetenz ist ein Schlüssel zum Verständnis und zur Bewältigung dieser komplexen Situation. Das Studium der Ethnologie als einer auslandsorientierten Wissenschaft vermittelt diese Kompetenz durch Einführung in Strukturen und Lebenswelten anderer Gesellschaften und Kulturen. Das Ziel der ethnologischen Ausbildung an der Universität Tübingen ist dabei, theoretisch-methodisch und gleichzeitig regional und sprachlich versierte Ethnologinnen und Ethnologen auszubilden, die soziale Situationen und Interaktionen kompetent analysieren können. Durch Mitarbeit bei Ausstellungsvorbereitungen und Führungen des Museums Schloss Hohentübingen kann die Vermittlung von Wissenschaft für die Öffentlichkeit geübt und damit kommunikative Kompetenz erworben werden.

6. Berufspraxis

Berufsperspektiven für EthnologInnen liegen nach wie vor in der wissenschaftlichen Arbeit an Universitäten, Forschungseinrichtungen und Museen. Ohne Promotion ist keine wissenschaftliche Karriere im Fach Ethnologie möglich. Promotionsvorhaben werden häufig durch Stipendien, durch Einbindung in Forschungsprojekte und Großinstitutionen der Forschung finanziell unterstützt. Auch durch die Anstellung in universitären Instituten und in Museen wird die wissenschaftliche Weiterqualifikation gefördert Die Promotion setzt eine hohe Motivation voraus, da sie in der Regel mit einem mindestens 12monatigen Feldforschungsaufenthalt im Ausland verbunden ist. Sehr gute Sprachkenntnisse sind dazu Voraussetzung.

Für jene EthnologInnen, die mit einem Magistergrad die Universität verlassen und in die Praxis gehen wollen - dies ist inzwischen die Mehrheit -, gibt es heute neue Berufschancen, die sich aus der Intensivierung der multikulturellen Situation und der Zunahme interkultureller und internationaler Kommunikation und Beziehung-en in allen Lebensbereichen ergeben haben. Im Zentrum der außerwissenchaftlichen beruflichen Tätigkeit von EthnologInnen steht dabei häufig die Vermittlung zwischen kulturellen Welten, u.a. in internationalen Organisationen, im Management von multinationalen Unternehmen mit eigener Unternehmenskultur oder bei der Entwicklungskooperation. Da durch globale Verflechtung zunehmend wirtschaftliche und rechtliche Probleme alle Lebensbereiche durchdringen, ist ein Verständnis für Prozesse dieser Art auch für EthnologInnen wichtig geworden.

Berufsqualifizierende Elemente können schon während des Studiums durch eine zielorientierte Kombination von Fächern angelegt werden. Weiter gibt es ein breites Spektrum von Aufbaustudiengängen, die nach dem Magisterstudium für den Einstieg in bestimmte Berufsfelder qualifizieren. Hilfreich für den beruflichen Einstieg sind auch Praktika noch während des Studiums und natürlich Sprachkenntnisse. Gute EDV-Kenntnisse werden heute in jedem Berufszweig als selbstverständlich vorausgesetzt. Auch die Durchdringung regionaler Zusammenhänge kann zu einer zusätzlichen berufsqualifizierenden Kompetenz führen, vor allem dann, wenn sie durch entsprechende Sprachkenntnisse untermauert wird. Gerade die am Institut für Ethnologie angebotenen regionalen Schwerpunkte - Zentral-/Mittelasien sowie Mittelmeerraum/Europa - können diese Kompetenz für vielfältige Berufsfelder eröffnen.

II. Empfehlungen zur Fächerkombination und Schwerpunktsetzung

Ethnologie kann an der Universität Tübingen studiert werden als Hauptfach mit zwei Nebenfächern; als eines von zwei Hauptfächern; als erstes oder zweites Nebenfach. Ein Fachwechsel von Ethnologie als Nebenfach zu Ethnologie als Hauptfach kann grundsätzlich nur vollzogen werden, wenn ein persönliches Gespräch mit Professor Hardenberg vorausgegangen ist.

Es gibt bei der Planung des Studiums und bei der Wahl von Studienfachkombinationen wichtige Gesichtspunkte, die bedacht werden sollten. Hauptfachstudierenden der Ethnologie sollten sich dabei von ihren Interessen, von einem eventuell bereits bestehenden Berufswunsch, aber genauso auch von der kritischen Einschätzung der eigenen Fähigkeiten und Begabungen her entscheiden. Aber auch andere Gesichts-punkte können in die Wahl der Fächerkombination wie überhaupt in die Studienplanung einbezogen werden: Auch wenn Ethnologie sich heute in Forschung wie Praxis auf die eigene, westliche Gesellschaft beziehen kann, so gilt dennoch, dass Ethnologie einen zuallererst außereuropäischen Bezug besitzt. Dieser außereuropäische Bezug trifft überwiegend auch für die multikulturellen Forschungs- und Arbeitsfelder in Deutschland bzw. im westlichen Kontext zu.

Ganz allgemein ist eine regionale Spezialisierung, verbunden mit entsprechendem Spracherwerb, sinnvoll. Ethnologische Methoden und Theorien lassen sich besser verstehen, wenn sie an einem gut beherrschten regionalen Beispiel, verbunden mit sprachlichen Kenntnissen und damit Zugang zu entsprechender Literatur, durchgespielt werden können. Die Kombination von Ethnologie mit Geschichtswissenschaft oder mit einer Philologie, durch die auch kulturelle und historische Inhalte der jeweiligen Region erschlossen werden, ist daher sinnvoll. Es bietet sich an der Universität Tübingen vor allem Slavistik, Romanistik, Orientalistik und Ostasienwissenschaften (Sinologie und Japanologie) als zweites Hauptfach gegebenenfalls auch als Nebenfach an.

III. Das Grundstudium

1. Ziele

Das Grundstudium der Ethnologie an der Universität Tübingen ist breit angelegt. Ziel ist es zum einen, den Studierenden umfangreiche Grundlagenkenntnisse über die vier wesentlichen Hauptbereiche der Ethnologie zu vermitteln und sie zu befähigen, diese Kenntnisse unter einer ganzheitlichen Perspektive miteinander zu verbinden. Zum anderen sollen durch kontinuierliches Lesen ethnologischer Texte ein Gespür für theoretische und methodische Argumentationslinien geschult und Interpretations-, Analyse- und Kritikfähigkeiten entwickelt werden. Diese ethnologischen Texte sind überwiegend in englischer Sprache. Ohne bereits bei Studienbeginn vorhandene gute Englischkenntnisse ist das Studium der Ethnologie nicht möglich. Ein immer wichtiger werdendes Ziel im Grundstudium für die Studierenden ist es aber auch, das in Tübingen angebotene und am internationalen Niveau orientierte Lernpensum so erfolgreich zu meistern, dass gegebenenfalls die problemlose Integration während eines Auslandsstudienjahres an einer ausländischen Universität nach der Zwischenprüfung gelingen kann. Insgesamt lassen sich die Ziele des Grundstudiums weiter optimieren, je intensiver sich die Studierenden weiterführende Literatur im Selbststudium aneignen.

Für die Studierenden im Hauptfach Ethnologie liegt das Ziel des Grundstudiums zusätzlich in der gelungenen Verbindung von allgemeinem, theoretisch-methodischem Wissen mit spezifisch regionalem Wissen. Die regionale Konzentration, die in der Regel spätestens ab dem dritten Semester begonnen werden sollte, wird sinnvoll verstärkt durch das Erlernen einer im gewählten regionalen Kontext gesprochenen Sprache. Durch diese Verbindung des Allgemeinen mit dem Regional-Spezifischen kann bereits ab der Mitte des Grundstudiums die fruchtbare Wechselwirkung zwischen theoretisch-methodischen und regionalen Kenntnissen greifen.

2. Elemente des Grundstudiums

2.1 Vorlesung

In jedem Semester wird eine zweistündige Einführungsvorlesung angeboten. Der Turnus umfaßt vier Semester. Der Einstieg ist in jedem Semester möglich. Die Bereiche der vier Vorlesungen sind:

a) Einführung in die ethnologischen Theorien und Methoden
b) Einführung in die Sozialethnologie
c) Einführung in die Wirtschafts- und Politikethnologie
d) Einführung in die Religionsethnologie.

2.2 Proseminar

Parallel zu den vier Vorlesungen werden vier zweistündige Proseminare angeboten. In ihnen wird der Stoff der Vorlesungen durch die Lektüre und Analyse von Texten (pro Woche ca. 60 Seiten englischsprachiger Text) vertieft. Die Teilnahme an diesen Proseminaren ist obligatorisch. Durch mehrere schriftliche und benotete Hausarbeiten zum Unterrichtsstoff der Proseminare während des Semesters wird am Ende des Semesters ein Schein erworben. Die Note wird aus dem Durchschnitt der Einzelnoten errechnet. Der Schein darf, um die erfolgreiche Teilnahme nachzuweisen, nicht schlechter als mit "ausreichend" (Note 4) benotet sein. Für die Anmeldung zur Zwischenprüfung müssen Scheine von allen vier Proseminaren vorliegen. Dies gilt für Hauptfach- wie für Nebenfachstudierende. Bei begründetem Fehlen durch anderweitige Studienverpflichtungen kann nach Absprache für eines aus den vier obligatorischen Proseminaren der Schein durch Vorlage aller im Seminar verlangten schriftlichen Leistungen sowie durch eine halbstündige mündliche Prüfung erworben werden. Der Durchschnitt der Noten der schriftlichen Leistungen sowie der Prüfung bildet die Gesamtnote. Die Gesamtnote darf nicht schlechter als "ausreichend" (Note 4) sein.

2.3 Lehrveranstaltungen mit regionalem Schwerpunkt und regionale Hausarbeit

Die Anbindung von allgemeinem Grundlagenwissen an regional-spezifische Kenntnisse erleichtert gerade im Grundstudium das Verstehen von ethnologischen Sachverhalten und Zusammenhängen. Dieser Brückenschlag wird am Institut für Ethnologie im Rahmen von regionalen Lehrveranstaltungen sowohl für das Grund- wie für das Hauptstudium hergestellt. Der Besuch von zwei dieser regionalen Lehrveranstaltungen wird, auch in Zusammenhang mit den Anforderungen der Zwischenprüfung, nachdrücklich empfohlen. Darüber hinaus ist es notwendig, regional-spezifisches Wissen im Selbststudium zu erarbeiten. Die geglückte Verbindung von allgemeinem Grundlagenwissen und regional-spezifischem Wissen wird in einer "regionalen Hausarbeit" ( ca. fünf Seiten) nachgewiesen, die zur Zwischenprüfung vorgelegt wird. Als Vorbereitung für diese Hausarbeit ist die langfristige und intensive Einarbeitung in einen größeren regionalen Schwerpunkt und in einen in der gewählten Schwerpunktregion liegenden modernen Nationalstaat gefordert. Von diesem breiten Kenntnisstand aus wird ein aktuelles Problem in der "regionalen Hausarbeit" analysiert. Die frühzeitige Absprache des Themas in einer Sprechstunde wird angeraten.

2.4 Sprachstudium

Ethnologie läßt sich nicht ohne Sprachkenntnisse betreiben - fremde Kultur wird wesentlich auch über den Zugang zu einer fremden Sprache verstehbar. Studierende mit Ethnologie als Hauptfach müssen daher bis zur Zwischenprüfung einen sechs Semesterwochenstunden umfassenden Sprachkurs absolviert haben. Diese Fremd-sprache sollte aus dem Bereich der beiden regionalen Schwerpunkte des Instituts gewählt werden. Es wird sich dabei in der Regel daher um Russisch, eine iranische oder Turksprache (Zentral-/Mittelasien) bzw. um regionalspezifische Sprachen des Mittelmeerraumes handeln. Englisch und Französisch sind ausgeschlossen. Wird eine Philologie als zweites Hauptfach oder als Nebenfach studiert und mit mindestens einem sechs Semesterwochenstunden umfassenden Sprachkurs im Grundstudium belegt, so ist der geforderte Spracherwerb damit nachgewiesen. Englisch und Französisch sind auch hier ausgeschlossen. Für die individuelle Beratung in bezug auf die Wahl von Sprache (und Region) steht Frau Dr. Klocke-Daffa in der Sprechstunde zur Verfügung. Das Sprachstudium kann an der Universität Tübingen, an einer anderen deutschen oder einer ausländischen Universität absolviert werden, sowohl studienbegleitend wie auch en bloc. Ein Sprachstudium an einer außeruniversitären Institution muß vorab mit einem der Professoren abgesprochen werden. In allen Fällen ist ein benoteter Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme vorzulegen.

2.5 Obligatorische und weiterführende Lektüre im Selbststudium

Im Lauf der vier Semester des Grundstudiums ist es für die Studierenden obligatorisch, acht ethnographische Monographien (basierend auf Langzeitfeldforschung) eigener Wahl aus mindestens zwei Kontinentalräumen zu lesen. (Europa, Nordamerika, Meso- bzw. Südamerika (zusammen 1 Raum), Afrika, Vorderasien, Zentralasien, Sibirien, Südasien, Ostasien, Südost-Asien, Ozeanien, Australien). Eine Liste der gelesenen Monographien wird bei der Anmeldung zur Zwischenprüfung mit eingereicht. Die Lektüre von weiterführender Fachliteratur zu ausgewählten allgemeinen Themen ist für die Vertiefung der Lehrinhalte von Vorlesungen und Proseminaren unverzichtbar. Es wird daher davon ausgegangen, dass sich die Studierenden ethnologisches Wissen zusätzlich durch wissenschaftliche (nicht populäre) Lektüre der eigenen Wahl erwerben. Eine Liste dieser fakultativ erarbeiteten Literatur wird bei der Anmeldung zur Zwischenprüfung mit eingereicht.

2.6 Studienberatung

Studierende im Grundstudium müssen sich zum Ende des zweiten Fachsemesters über den bisherigen Verlauf des Ethnologiestudiums beraten lassen. Dieses Beratungs-gespräch ist obligatorisch, sowohl für Hauptfach- wie für Nebenfachstudierende; es wird bescheinigt. Dieser Schein muß zur Zwischenprüfung vorgelegt werden. Das obligatorische Beratungsgespräch kann nur mit einem der beiden Professoren geführt werden.

IV. Zwischenprüfung

Das Grundstudium der Ethnologie wird mit der Zwischenprüfung abgeschlossen. In einem ca. halbstündigen Prüfungsgespräch sind Kenntnisse über den Stoff der vier Grundvorlesungen sowie der vier begleitenden Proseminare nachzuweisen. Dies gilt für Hauptfach- wie für Nebenfachstudierende. Mit dieser Anforderung, die sich auf alle vier Grundbereiche der Ethnologie bezieht, wird während der Vorbereitung für die Zwischenprüfung bei den Studierenden eine Vernetzung der separaten Wissens-bestände und damit die Fähigkeit zu holistischem Denken gefördert. Zwischenprüfungen finden zu Beginn und Ende jedes Semesters statt. Die Anmeldung erfolgt im Sekretariat des Instituts. Vierzehn Tage vor dem Termin der Zwischenprüfung sind im Sekretariat einzureichen:

a) Nachweise über die erfolgreiche Teilnahme an den vier obligatorischen begleitenden Proseminaren der vier Einführungsvorlesungen

b) Nachweis über die obligatorische Studienberatung am Ende des zweiten Fachsemesters

c) regionale Hausarbeit

d) eine Liste der obligatorisch gelesenen acht Monographien

e) eine Liste der fakultativ gelesenen Fachliteratur zu ausgewählten allgemeinen Themen

f) von Hauptfachstudierenden: Nachweis über das erfolgreich absolvierte Sprachstudium

g) das ausgefüllte Formblatt "Zwischenprüfung - Leistungsnachweise", das im Sekretariat erhältlich ist.

Wird die mündlichen Prüfungsleistung schlechter als "ausreichend" (Note 4) benotet, gilt dies als "nicht bestanden". Die Zwischenprüfung kann einmal wiederholt werden.
Hinweise:

V. Das Hauptstudium

1. Ziele

Ziel des Hauptstudiums ist es, die Studierenden sowohl zur wissenschaftlichen Bearbeitung von Forschungsfragen zu befähigen wie auch für eine berufliche Praxis zu qualifizieren. Das Hauptstudium baut insofern auf dem Grundstudium auf: Die Studierenden können nach Ablegen der Zwischenprüfung auf ein breites und fundiertes Wissen in den wesentlichen Bereichen der Ethnologie sowie auf erste regional-spezifische Kenntnisse mit Spracherwerb und auf Erfahrungen in der Zusammen-führung von theoretisch-methodischem mit regionalem Wissen zurückgreifen. Auf dieser breiten Grundlage aufbauend wird das Studium der Ethnologie an der Universität Tübingen im Hauptstudium gezielt auf Themen der Sozial- und Politikethnologie mit besonderer Berücksichtigung historischer Veränderungsprozesse verengt. Dies gilt sowohl für nicht-regionale allgemeine Hauptseminare wie für regionale Hauptseminare, in denen allgemeine Probleme konkretisiert und regional verankert werden. Die in jedem Semester angebotenen Lehrveranstaltungen zu diesem Themenausschnitt erleichtern eine langfristige Studien- und Prüfungsplanung. Diese inhaltliche Verengung führt zur Konzentration auf solche Probleme, die innerhalb von Prozessen globaler Durch-dringung und Hybridisierung sowie (Ethno-)Nationalisierung und Ethnizität besondere Aktualität besitzen. Ihre Analyse soll durch Lehrveranstaltungen mit praktischen Übungen auch methodisch eingeübt werden.

Von dieser Zuspitzung auf sozial- und politikethnologische Fragestellungen her bieten sich auch die beiden am Institut angebotenen regionalen Schwerpunkte - Zentral-/ Mittelasien und Mittelmeerraum/Europa - besonders gut für vergleichende Arbeit an. Dies geschieht in der Regel in MagistrandInnen-/DoktorandInnen-Kolloquien sowie in allgemein methodisch und theoretisch ausgerichteten Seminaren und Vortrags-veranstaltungen.

2. Elemente des Hauptstudiums

2.1 Hauptseminare mit allgemeinem Inhalt

Lehrveranstaltungen aus Sozial- und Politikethnologie finden jedes Semester statt. Dazu gehören vor allem Seminare zu Methode und Theorie des Faches. In diesen Seminaren können die Studierenden aktuelle internationale Fachdiskussionen rezipieren. Metho-denpraktische Übungen begleiten einige dieser Seminare.

2.2 Hauptseminare mit regionalem Inhalt

Zu den beiden regionalen Schwerpunkten, die am Institut für Ethnologie der Universität Tübingen vertreten werden, findet in jedem Semester jeweils ein Hauptseminar statt.

2.3 Kolloquium für MagistrandInnen

Ein Kolloquium für MagistrandInnen begleitet die gesamte Phase des Magistererwerbs. Diese Phase beginnt mit der zielorientierten Besprechung eines möglichen Magister-themas in einer Sprechstunde und geht bis zum Ablegen der Magisterprüfungen in Ethnologie. Ein Kolloquium mit jeweils zwei Wochenstunden wird von den beiden Professoren des Instituts angeboten. Für die TeilnehmerInnen ist es verpflichtend, mindestens zweimal ihre Magisterarbeit hier zur Diskussion zu stellen.

In diesen Kolloquien sollen aber auch andere Themen, die in Zusammenhang mit der Magisterarbeit stehen, behandelt werden: Probleme bei der Themafindung, Literatur-recherche und Schreiben, Wahl von Prüfungsthemen und Strategien der Prüfungs-vorbereitung. Es können auch wissenschaftliche Themen behandelt werden, die für fortgeschrittene Hauptfachstudierende von Relevanz sind. Teil der Kolloquien können auch wissenschaftliche Diskussionen oder Vorträge sein, die vom Institut für Ethnologie veranstaltet und entsprechend ausgewiesen werden. Die Teilnahme an einem dieser Kolloquien ist während der gesamten Magisterphase für MagistrandInnen im Hauptfach Ethnologie obligatorisch. Die regelmäßige Teilnahme an einem der beiden Kolloquien für MagistrandInnen wird durch einen einzigen Schein bestätigt. Er muß mit Beginn der Magisterprüfungen vorliegen.

2.4 Obligatorische Studienberatungen

Obligatorische Studienberatungen für MagisterkandidatInnen finden statt: zu Beginn und Ende des Semesters, in dem die Themafindung für die Magisterarbeit abgeschlossen wird; zu Beginn und Ende des Semesters, in dem nach Anmeldung des Themas die schriftliche Hausarbeit überwiegend verfaßt wird. Über diese vier obligatorischen Studienberatungen wird ein Schein ausgestellt. Er muß bis zum Tag der Magisterklausur vorliegen.

Das Aufsuchen einer Sprechstunde zur Studienberatung ist bei Überschreitung einer Studiendauer von acht Fachsemestern ohne Themafindung für die Magisterarbeit obligatorisch.

2.5 Sprachstudium

Auch im Hauptstudium muß von Hauptfachstudierenden ein sechs Semesterwochen-stunden umfassendes Sprachstudium absolviert werden. Es ist empfehlenswert, das im Grundstudium begonnene Sprachstudium fortzusetzen. Als Nachweis über die erfolgreiche Absolvierung des Sprachstudiums gelten die Bedingungen unter III 2.4.

2.6 Berufs- und Forschungspraktika

Praktika während des Studiums haben in den letzten Jahren eine zunehmend berufsqualifizierende Bedeutung erhalten. Dies gilt vor allem dann, wenn diese Praktika im internationalen Kontext und bei angesehenen Institutionen absolviert werden. Es können auch Praktika bei Institutionen von Forschung und Lehre des Faches durchgeführt werden. Das Institut fördert, betreut und organisiert diese Praktika nach Vermögen. Ein Praktikum während des Hauptstudiums kann einen Schein in einem Hauptseminar ersetzen, wenn es mindestens sechs Wochen (ganztägig) umfaßt und wenn rechtzeitig vor Antritt des Praktikums in einer Sprechstunde mit einem der Professoren über einen geeigneten Nachweis für die erfolgreiche Absolvierung des Praktikums Einigkeit erzielt wurde.

2.7 Weiterführende Lektüre im Selbststudium und eigenständiges Lernen

Auch im Hauptstudium wird von den Studierenden erwartet, daß sie selbständig ihren Wissenstand erweitern; dies gilt für Theorien und Methoden ebenso wie in bezug auf ethnographische Kenntnisse. Diese selbstgewählten Interessenschwerpunkte bilden zusammen mit den Inhalten von Seminaren und Vorlesungen einen Fundus, aus dem Themen für die schriftliche und mündliche Prüfung erwachsen können.

VI. Die Magisterprüfung

1. Ziele der Magisterprüfung

In der Magisterprüfung im Hauptfach Ethnologie ist die Fähigkeit nachzuweisen, selbständig ethnologische Sachverhalte im Rückgriff auf Methoden und Theorien des Fachs zu beschreiben und zu analysieren.

2. Themen der Magisterprüfung

2.1 Hauptfachstudierende

Die Klausurarbeit und die mündliche Prüfung im Hauptfach Ethnologie können sich auf folgende Bereiche beziehen:

2.2 Nebenfachstudierende

Die Klausurarbeit und die mündliche Prüfung im Nebenfach Ethnologie können sich auf die unter VI 2.1 genannten Bereiche beziehen. Regionalspezifische Prüfungsthemen können grundsätzlich nur Teil von übergreifenden allgemeinen Fragestellungen der genannten Bereiche sein.

3. Voraussetzungen der Magisterprüfung

3.1 Hauptfachstudierende

Bei der Anmeldung zur Prüfung im Hauptfach Ethnologie sind folgende Nachweise vorzulegen:

a) Zeugnis der bestandenen Zwischenprüfung
b) Schein über die Teilnahme an einem MagistrandInnenkolloquium mit Bescheinigung über die zweimalige Vorstellung des Themas der schriftlichen Hausarbeit in diesem Kolloquium
c) Schein über den Besuch der obligatorischen Sprechstunden im Rahmen der Anfertigung einer Magisterarbeit
d) Nachweis des Hauptstudiums durch Vorlage von sechs benoteten Scheinen aus Hauptseminaren. Die benoteten Scheine aus Hauptseminaren sind wie folgt zu erbringen: drei Scheine aus Hauptseminaren ohne regional-spezifische Thematik, drei Scheine aus Hauptseminaren über die beiden am Institut vertretenen regionalen Schwerpunkte Zentral-/Mittelasien sowie Mittelmeerraum/Europa
e) Nachweis des erfolgreich absolvierten obligatorischen Sprachstudiums.

Für die erfolgreiche Absolvierung eines Praktikums kann ein Hauptseminarschein ausgestellt werden; vgl. zu den Bedingungen V 2.6.

3.2 Nebenfachstudierende

Bei der Anmeldung zur Prüfung im Nebenfach Ethnologie sind folgende Nachweise vorzulegen:

a) Zeugnis der bestandenen Zwischenprüfung
b) Nachweis des Hauptstudiums durch Vorlage von zwei benoteten Scheinen aus Hauptseminaren.

VII. Durchführung der Magisterprüfung

Für die Prüfung im Haupt- wie im Nebenfach Ethnologie gelten die in §§ 22-31 aufgeführten Bestimmungen des allgemeinen Teils der Magisterprüfungsordnung der Universität Tübingen für die Magisterstudiengänge der Fakultät für Kulturwissenschaften.

1. Hauptfachstudierende

Die Magisterprüfung im Hauptfach setzt sich zusammen aus:

 

a) der Anfertigung und Beurteilung einer schriftlichen Hausarbeit
b) der Anfertigung und Beurteilung einer vierstündigen Klausurarbeit
c) einer einstündigen mündlichenPrüfung.

Die schriftliche Hausarbeit soll mindestens sechzig, höchstens hundert Seiten umfassen. In dieser Hausarbeit kann ein Thema der ethnologischen Fachdiskussion auf der Theorie- und Methodenebene bearbeitet oder ein Thema mit regional-spezifischem Inhalt in einen allgemein-ethnologischen Theorie- und Methoden-zusammenhang gestellt werden.

Für die schriftliche Klausur und die mündliche Prüfung im Hauptfach Ethnologie werden insgesamt drei Themen aus drei verschiedenen der oben unter VI 2.1 für die Prüfung genannten Bereiche von den Lehrenden in Absprache mit den PrüfungskandidatInnen gewählt. Die Prüfungsthemen dürfen sich inhaltlich nicht mit dem Thema der schriftlichen Hausarbeit überschneiden.

Prüfungsfragen zu diesen drei gewählten Themen werden für die Klausurarbeit zur Auswahl gestellt. Vom Kandidaten/von der Kandidatin wird eines der Themen ausgewählt und in der Klausur bearbeitet. Die beiden für die Klausurarbeit angebotenen und nicht gewählten Themen werden zum Gegenstand der mündlichen Prüfung. Die mündliche Prüfung dauert eine Stunde.

2. Nebenfachstudierende

Die Magisterprüfung im Nebenfach setzt sich zusammen aus:

a) der Anfertigung und Beurteilung einer vierstündigen Klausurarbeit
b) einer halbstündigen mündlichen Prüfung.

Für die schriftliche Klausur und die mündliche Prüfung im Nebenfach Ethnologie werden insgesamt drei Themen aus drei verschiedenen der oben unter VI 2.1 für die Prüfung genannten Bereiche von den Lehrenden in Absprache mit den PrüfungskandidatInnen gewählt. Die Prüfungsthemen dürfen sich inhaltlich nicht mit dem Thema der schriftlichen Hausarbeit überschneiden. Prüfungsfragen zu diesen drei gewählten Themen werden für die Klausurarbeit zur Auswahl gestellt. Vom Kandidaten/von der Kandidatin wird eines der Themen ausgewählt und in der Klausur bearbeitet. Die beiden für die Klausurarbeit angebotenen und nicht gewählten Themen werden zum Gegenstand der mündlichen Prüfung.

Tübingen, den 15.10. 2001

Prof. Dr. Irmtraud Stellrecht
Prof. Dr. Thomas Hauschild

Erweitert am 16.11.2004