Institut für Medienwissenschaft

Lehre

Privatsphäre und Datenschutz in der Corona-Pandemie

In der Lehrredaktion „Post-Corona – Post- Privacy?“ schreiben Bachelorstudierende des Instituts für Medienwissenschaft zu aktuellen Themen der Pandemie. Im Zentrum steht die Frage, inwieweit die Corona-Pandemie das Verständnis von Privatsphäre und Datensicherheit nachhaltig verändert. Die Beiträge der Studierenden werden in Form von Science-Blog Posts verfasst, nachdem die Spezifika dieser speziellen Form des Bloggings erarbeitet sowie die wichtigsten rechtlichen Aspekte und technische Basics geklärt worden sind.

Die Bausteine des Bloggings vermittelt die LV-Leiterin Helena Atteneder in Kooperation mit Bernhard Collini-Nocker von der Universität Salzburg (Computerwissenschaft). Ziel ist der Wissensaustausch, zwischen den beiden Studierendengruppen. Die Salzburger Informatikstudierenden stellen eine virtuelle Maschine (oracle virtual box), also quasi einen simulierten Computer mit vorinstalliertem OS-Betriebssystem, Webserver und WordPress zur Verfügung, der es den Tübinger Studierenden erlaubt, sich die Grundlagen von WordPress in einer sicheren Umgebung („WordPress Sandkiste“) anzueignen. Im Gegenzug erstellen die Tübinger Studierenden einen Leitfaden zur speziellen Form des Science Bloggings, zu Science Storytelling und den rechtlichen Aspekten, der mit den Salzburger KollegInnen geteilt wird. Auf diese Weise lernen die Studierenden sowohl technisches Know-How zum Bloggen kennen wie bspw. verschiedene Formen von Hosting und Grundlagen zu CMS, als auch die relevanten rechtlichen Voraussetzungen und verschiedene stilistische Formen. Zudem können sie das Gelernte direkt umsetzen. Das Ergebnis ist hier zu sehen. Die Beiträge werden im Laufe des Semesters noch weiter ergänzt.


Zoom-Fatigue und ihre Auswirkungen – Studierende forschen zu Corona-Themen

Im Seminar "Einführung in die Methoden der Medienforschung" haben Studierende des 2. Semesters Medienwissenschaft (BA) ein eigenes, empirisches Forschungsprojekt durchgeführt. Aufgabe war es, einen Fragebogen zu entwickeln, der verschiedene Zielgruppen zu den Auswirkungen und Konsequenzen von Zoom-Fatigue befragt. In fünf Gruppen wurde dabei erforscht, welche Auswirkungen häufige Videokonferenzen auf das allgemeine Lernverhalten von Studierenden haben, wie Zoom die private Mediennutzung beeinflusst und auch, ob es möglicherweise zu Folgen für die Gesundheit kommen kann.

Die Untersuchungen sind, abgesehen von der ohnehin hochaktuellen Relevanz, auch deshalb von besonderem Forschungsinteresse, da sie die häufig wenig beachtete Gruppe Zielgruppe der Studierenden beleuchten. Was geschieht in Corona-Zeiten mit den Studierenden? Wie kommen sie mit der aktuellen Situation zurecht, welche negativen Auswirkungen beschäftigen sie?

Diese und andere Fragen haben die Studierenden in den vergangenen Wochen quantitativ-empirisch ergründet. Angeleitet wurden sie dabei von Sascha Thürmann, der seit März 2021 am Lehrstuhl Digitalisierung und gesellschaftliche Verantwortung als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand arbeitet.