Schwimmen lernen ist eines der Entwicklungsziele im Kindesalter, über dessen Relevanz ein breiter gesellschaftlicher Konsens herrscht. Neben der Erschließung wichtiger Partizipationsmöglichkeiten in Bewegungs- und Lebenswelten am und im Wasser, stellt die Entwicklung und der Erhalt der Schwimmfähigkeit eine wichtige Entwicklungs- und Gesundheitsressource dar. Diese kann mitunter lebensrettend sein – bei Nichtschwimmern besteht ein erhöhtes Risiko für Badeunfälle und einen Ertrinkungstod.
Aktuelle Umfragen und Beobachtungen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) machen darauf aufmerksam, dass ein erheblicher Anteil von Kindern nicht mehr sicher schwimmen kann. Dabei gibt es Anzeichen, dass dieser Anteil in den letzten Jahren zugenommen hat – insbesondere im vorschulischen Bereich wird ein Mangel an Angeboten konstatiert. Es besteht daher ein großer Handlungsbedarf für eine möglichst frühe Förderung des Schwimmenlernens im Kindesalter.
Die Stiftung Kinderland Baden-Württemberg und die Wiedeking Stiftung haben angesichts dieser Situationsbeschreibung eine Förderausschreibung für innovative Projekte vorgenommen, welche auf die Förderung der Schwimmfähigkeit von Kindern im Vorschulalter ausgerichtet sind. Im Programm werden zehn Einzelprojekte mit unterschiedlichen Schwerpunkten gefördert. Übergeordnet erfolgt eine wissenschaftliche Begleitung und Evaluation durch das Interfakultäre Forschungsinstitut für Sport und körperliche Aktivität der Universität Tübingen.