Institut für Sportwissenschaft

24.07.2025

Sport und Bewegung an der Fasanenhofschule in Stuttgart

Prof. Dr. Yolanda Demetriou beteiligt sich an Blitzlichtrunde mit Ministerin Theresa Schopper

Am 9. Juli besuchte Kultus- und Sportministerin Theresa Schopper die Fasanenhofschule in Stuttgart. Dabei wurde die Schule erneut als sport- und bewegungserzieherische Grundschule zertifiziert. Im Rahmen dieses Programms werden finanzielle Mittel, Materialien und Fortbildungen bereitgestellt, um Bewegung, Spiel und Sport niedrigschwellig in den Schulalltag zu integrieren. Programme wie ‚Rudis bewegtes Schulhaus‘ oder ‚Fit für Lernen und Leben‘ bieten im Infopool ‚Schule BeWegt‘ online leicht zugängliche, praxisnahe Materialien zur Bewegungsförderung im Unterricht. Auf Wunsch kommen qualifizierte Fortbildner:innen vom Fachbereich Schulsport und Schulsportentwicklung am Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) direkt an die Schulen, um Lehrkräfte gezielt zu unterstützen.

Das Kultusministerium fördert mit etwa 6,3 Millionen Euro jährlich über verschiedene Programme Bewegung im Schul- und Kindergartenalltag. In einer Blitzlichtrunde betonten Ministerin Theresa Schopper, Frau Bürgermeisterin Isabel Fezer (Stadt Stuttgart), Thomas Krombacher (Gemeinschaftserlebnis Sport), Yasmin Baur-Fettah (ZSL), Tanja Hund (Leiterin des Sachgebiets Bildungseinrichtungen bei der UKBW), Alexander Kölle (Fachbereich Gesundheitsförderung bei der AOK BW) sowie Prof. Dr. Yolanda Demetriou (IfS an der Universität Tübingen) die zentrale Bedeutung von Sport und Bewegung für Kinder und Jugendliche. Die Ministerin fügte hinzu: „Es ist wichtig, dass wir solche und andere alltägliche Bewegungsangebote an unseren Schulen etablieren, denn dort erreichen wir alle Kinder und Jugendlichen. Sie profitieren gesundheitlich und kognitiv davon, mit dem richtigen Ansatz können dabei auch die schulischen Leistungen ansteigen. Ich möchte daher unsere Lehrkräfte ausdrücklich animieren, den Lern- und Lebensraum Schule zu einem bewegten Raum zu machen.“

Prof. Dr. Yolanda Demetriou betonte die Notwendigkeit, Sport und Bewegung regelmäßig in den Schulalltag zu integrieren: „Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist körperliche Inaktivität weltweit der viertgrößte Risikofaktor für einen frühzeitigen Tod. Leider erreichen die WHO-Empfehlungen von täglich 60 Minuten Bewegung, die notwendig sind, um Gesundheitseffekte zu erzielen, nur etwa 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland.“ Sie ergänzte: „Im Bewegungszeugnis, in dem wir das Bewegungsverhalten der Kinder und Jugendlichen untersuchen, erhalten sie für ihre körperliche Aktivität die Note 4 – sie sind also knapp versetzungsgefährdet.“
 

 

 

 

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