25.11.2025
Das war der Neckarthon 2025!
Vom 14. bis 16. November fand in der Westspitze Tübingen zum zweiten Mal der Neckarthon statt – ein ganzes Wochenende, an dem kreative Köpfe aus unterschiedlichsten Disziplinen zusammenkamen, um in nur 48 Stunden innovative Lösungen für reale Herausforderungen zu entwickeln. Organisiert wurde das Event vom Startup Center der Universität Tübingen und der Cowork Group. Rund 60 Teilnehmende waren dabei und bildeten am Ende elf engagierte Teams, die sich vier Challenges regionaler Unternehmen stellten.
Vier Challenges, vier Zukunftsthemen
In diesem Jahr brachten vier Challenge-Geber ihre Fragestellungen ein:
Idemki – Institut für politische Teilhabe und KI
Die Challenge drehte sich um politische Teilhabe und die Frage, wie man Menschen wieder stärker für demokratische Prozesse gewinnen kann, ohne dabei Parteien ins Spiel zu bringen. Im Mittelpunkt stand die Idee, neue Formen des offenen und neutralen Dialogs zu schaffen, die den Austausch fördern, Barrieren abbauen und politische Teilhabe attraktiver machen. Vielmehr ging es darum, kreative und niederschwellige Wege zu finden, wie Beteiligung in einer vielfältigen Gesellschaft neu gedacht und gestärkt werden kann.
Lab Automation Network
Die Challenge bestand darin, Laborprozesse weiter zu automatisieren. Ein zentraler Teil der Arbeit findet bisher im direkten Austausch mit Kundinnen und Kunden statt und lässt sich nicht einfach automatisieren. Das Ziel war daher, Lösungen zu entwickeln, die den Kundenkontakt strukturierter, effizienter und digital unterstützter gestalten. Im Fokus stand insbesondere, Kundenanforderungen präzise zu erfassen, zu dokumentieren und verlässlich in die internen Laborprozesse zu überführen. So sollte ein reibungsloser Übergang zwischen individuellen Kundenbedürfnissen und automatisierten Abläufen geschaffen werden.
Puzzle ITC
Im Rahmen der Challenge ging es darum, Beschäftigte im sozialen Bereich zu entlasten. Der Fokus lag darauf, ihre Arbeit mit Menschen nicht durch zeitaufwendige Verwaltungs- und Dokumentationsaufgaben zu beeinträchtigen. Ziel war es, Lösungen zu finden, die die Dokumentation vereinfachen, automatisieren oder smarter gestalten, damit Beschäftigte im sozialen Bereich sich auf die direkte Unterstützung der Menschen, die sie begleiten, konzentrieren können.
Sauter GmbH
Ein zentrales Problem war, dass wichtiges Wissen und relevante Informationen oft personenabhängig sind und dadurch verloren gehen können, etwa wenn jemand das Unternehmen verlässt oder kurzfristig nicht verfügbar ist. Ziel war es daher, eine Lösung zu schaffen, die alle entscheidenden Informationen an einem zentralen Ort bündelt, transparent zugänglich macht und den internen Wissensfluss verbessert. So sollten Abläufe stabiler, effizienter und weniger abhängig von einzelnen Personen werden.
Ein Wochenende voller Kreativität
Beim Neckarthon arbeiteten interdisziplinäre Teams zusammen, deren Mitglieder sich zum Großteil vorher nicht kannten. Sie hatten nur 48 Stunden Zeit, um sich zusammenzufinden und gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Wie man in der Abschlusspräsentation gesehen hat, funktioniert das nicht nur, es sind dabei sogar wirklich handfeste Ergebnisse entstanden. Die Projekte zeigen, was möglich ist, wenn unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen.
Die Jury, bestehend aus Dr. Gundula Schäfer-Vogel, Bürgermeisterin für Soziales, Ordnung und Kultur, Dr. Peter Gehler, Professor für Machine Learning, Engineering and Technology Transfer am Tübinger Centrum für AI und Thorsten Flink, Geschäftsführer der WIT Wirtschaftsförderungsgesellschaft Tübingen prämierten am Sonntag die Gewinner-Teams.
Die Gewinner des Neckarthon 2025
Preis für Innovation: Team „Der Berg ruft“
Das Team „Der Berg ruft“ hat sich der Challenge von Idemki angenommen und als Lösung eine App entwickelt, die Menschen einen einfachen Zugang zu einer Übersicht politischer Veranstaltungen in ihrer Nähe bietet. Mithilfe von KI werden die Inhalte auf die individuellen Interessen der Nutzenden abgestimmt, sodass die passenden Angebote schnell gefunden werden können.
Preis für den besten Pitch: „Team 404manualworknotfound“
Das Team „404manualworknotfound“ hatte für Lab Automation einen Chatbot entwickelt, über den Kundinnen und Kunden zuerst ihre Automatisierungswünsche eingeben. Der Chatbot stellt dann gezielt Rückfragen, bis am Ende ein klarer, ausführlicher Report entsteht. Erst danach startet die Zusammenarbeit mit Lab Automation. Die Mitarbeitenden bekommen so einen kompakten Überblick über die Problemstellung und können auf dieser Grundlage direkt starten.
Preis für die größte Realisierbarkeit und Publikumspreis: Team „Merkzeug“
Das Team „Merkzeug“ bearbeitete die Challenge der Sauter GmbH und baute eine Plattform, auf der Daten und Wissen systematisch abgelegt werden können. Dem Team gelang es besonders gut, die Idee auf unterhaltsame und überzeugende Weise auf der Bühne vorzustellen.
Im Anschluss an die Preisverleihung fand der Neckarthon bei Gesprächen und Networking einen entspannten Ausklang. Teilnehmende, Coaches und die Challenge-gebenden Unternehmen verbrachten gemeinsam ein inspirierendes Wochenende, das verbindet und neue Perspektiven eröffnet: Für einige Teams geht die Zusammenarbeit weiter – gemeinsam mit ihren Challenge-Gebern werden sie weiter an ihren Ergebnissen tüfteln. Man darf gespannt sein, was daraus noch entsteht. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden, der Jury, den Vertretern der Challenge Geber und beim gesamten Team für ein erfülltes Wochenende!
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