Uni-Tübingen

Angebote von Studierenden

An der Universität Tübingen gib es eine Reihe von Angeboten, die im Rahmen des Welcome-Programms des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) „Studierende engagieren sich für Flüchtlinge“ gefördert werden. Einige Angebote der Studierenden sind dauerhaft, andere werden nur einmalig angeboten.

Buddy-Programm für geflüchtete Menschen

Das Buddy-Programm ist Teil des Refugee-Programms der Universität Tübingen.

Refugee Law Clinic

Die Refugee Law Clinic „Human Rights Law in Practice" ist eine Initiative der studentischen Rechtsberatung Law&Legal in Kooperation mit der Universität Tübingen, in der Studierende der Rechtswissenschaften ehrenamtlich Rechtsberatung für geflüchtete Menschen anbieten.
Die Refugee Law Clinic bietet eine intensive Einzelvorbereitung für die Anhörung beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Hilfe bei Rechtsfragen wie unter anderem Familiennachzug, Statusfragen, Behördenkontakten oder auch bei der Suche nach geeigneten Anwälten.

Kontakt:

Über das Formular auf der Homepage www.rlc-tuebingen.de
E-Mail: tuebingenspam prevention@lawandlegal.de

Sprachtandem für Geflüchtete

Seit Ende 2015 besteht an der Abteilung Orient- und Islamwissenschaft das Sprachtandemprojekt für Geflüchtete. Deutschsprachige Studierende mit Interesse am Spracherwerb aus den Herkunftsländern der studierfähigen geflüchteten Personen (zunächst primär Arabisch) werden mit diesen zusammengeführt. Dabei steht die mündliche Aktivierung von Sprachkenntnissen durch interaktiven und gleichgestellten Sprachaustausch im Zentrum. Flüchtlinge können hier ihre Deutschkenntnisse einüben und verbessern, zudem machen sie die Erfahrung, dass ihre eigenen Sprachkenntnisse und ihr regionales Wissen bei den Studierenden hochgeschätzte Kompetenzen sind. Dabei fungieren sie in einer aktiven, gleichwertigen und gleichgestellten Rolle auch als "LehrerInnen" ihrer eigenen Muttersprache. Die Maßnahme zielt auf eine nachhaltige Vernetzung studierfähiger Flüchtlinge und deutschsprachiger Studierender und wird durch eine Reihe strukturierender Maßnahmen begleitet, um einen regelmäßigen Kommunikationsfluss sicherzustellen und über den Sprachaustausch hinaus interkulturelle Aspekte zu vermitteln.

Arabisch für den medizinischen Bereich – ein interkultureller Dialogleitfaden (AmBiD)

„Arabisch für den medizinischen Bereich – ein interkultureller Dialogleitfaden“ (AmBiD) ist eine Kooperation der Abteilung für Orient- und Islamwissenschaft (Professorin Heidrun Eichner) mit der Ethnologie (Professorin Gabriele Alex) und der Psychiatrie und Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter (Professor Tobias Renner). Die Kooperation ist im Rahmen des vom DAAD geförderten Programmes „Welcome – Studierende engagieren sich für Flüchtlinge“ entstanden. Das Projekt ist eine Ausweitung des Sprachtandem-Projekts für Geflüchtete an der Abteilung Orient- und Islamwissenschaft.

Das Projekt AmBiD möchte besonders auf die neuen Herausforderungen im Kontext von medizinischen Berufen eingehen und richtet sich daher insbesondere an Studierende der medizinischen Fakultät, steht jedoch allen Personen offen, die im medizinischen Bereich tätig sind oder es werden wollen.

Das Projekt besteht aus zwei Modulen: „Arabisch für den Klinikalltag“ und „Interkulturalität im Klinikalltag“. Die Module können sowohl zusammen als auch getrennt belegt werden.

Rahmenprogramm

In einem auf Austausch und Vernetzung ausgerichteten Rahmenprogramm werden in regelmäßigen Abständen strukturgebende gemeinsame Veranstaltungen organisiert. Bei Tandemstammtischen und Ausflügen (u.a. zu medizinhistorischen Orten in der Umgebung), die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Programms begleitet werden, wird das multikulturelle Gruppen- und Zugehörigkeitsgefühl gestärkt. Ferner wird durch Sprechstundentermine die Qualität des Programms und dessen Nachhaltigkeit gewährleistet.

Kontakt und Anmeldung

Nora Ateia, M.A.
Abteilung für Orient- und Islamwissenschaft
Wilhelmstr. 113, 72074 Tübingen
Raum 103
nora.ateiaspam prevention@uni-tuebingen.de
Tel.: +49 7071 29-76705

Studiengrundlagen Mathematik

Im Rahmen des Refugee Programms der Universität werden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sprachliche, kulturelle und fachliche Kurse angeboten, um die Voraussetzungen für ein Hochschulstudium zu schaffen. Dabei stellt die Reaktivierung bzw. Schaffung der grundlegenden Mathematikkenntnisse für viele Studiengänge eine wichtige Komponente dar. Der Erwerb von Mathematikkenntnissen ist besonders von Bedeutung mit Blick auf die Voraussetzungen eines naturwissenschaftlichen, technischen, psychologischen oder medizinischen Studiums. In dieser Initiative vermitteln daher Studierende der Mathematik den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Refugee Programms die für den Einstieg in vielen Studiengängen nötigen Mathematikkenntnisse in wöchentlich stattfindenden Unterrichtseinheiten eigenständig. 
 
Kontakt über das Refugee Programm oder den Leiter der Initiative, Juniorprofessor Dr. Johannes Rau