Uni-Tübingen

Coronavirus: Hinweise für Beschäftigte

Detaillierte Informationen zur Arbeitsorganisation können Sie dem Hygienekonzept der Universität entnehmen.

Arbeitsorganisation

Arbeiten von zu Hause

Die Beschäftigten haben für den Monat Dezember erneut die Option, von Möglichkeiten wie dem fallweise Arbeiten von zuhause oder der alternierenden Telearbeit Gebrauch zu machen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Anträge zum Ende des Monats November auslaufen, haben die Möglichkeit, neue Anträge zu stellen. Entsprechende Anträge der Beschäftigten sind an die jeweiligen Vorgesetzten zu richten, mit diesen abzustimmen und an die Personalabteilung weiterzuleiten. Die Universitätsleitung bittet darum, alle Anträge, die ausschließlich mit der aktuellen Situation der Pandemie und einer allgemeinen Infektionsabwehr begründet werden, vorerst bis zum 31. Dezember 2020 zu befristen. Diese Regelung wurde mit den zwei Mitgliedern des Personalrats im Krisenstab besprochen. Die Anträge finden Sie nach Login im Download-Bereich der Personalabteilung unter T -> Telearbeit.

In allen Fällen bittet die Universitätsleitung die Vorgesetzten darum, darauf zu achten, dass der normale Dienstbetrieb durch die Genehmigung von alternierender Telearbeit oder fallweiser Arbeit von zu Hause nicht spürbar beeinträchtigt wird. Beschäftigten, die bei sich oder einer Person im eigenen Haushalt Symptome einer möglichen Covid-19-Erkrankung bemerken, steht die Möglichkeit offen, kurzfristig und bis zur Klärung der Symptome ihre Aufgaben von zu Hause zu erledigen (siehe Dienstvereinbarung Telearbeit – fallweise Arbeit von zu Hause). In diesen Fällen sind die Betroffenen aufgefordert, so bald wie möglich telefonisch ihren Arzt oder ihre Ärztin zu kontaktieren bzw. außerhalb der Sprechzeiten unter der Telefonnummer 116117 ärztlichen Rat einzuholen. In Notfällen, zum Beispiel bei akuter Atemnot, sollten Sie die Notfallnummer 112 anrufen.

Beschäftigte, die in Bereichen tätig sind, in denen Gleitzeit gilt, haben bei der Arbeit zu Hause oder einer Telearbeit zudem die Möglichkeit, sich über das Internet mit dem elektronischen Zeiterfassungssystem zu verbinden und ihre geleisteten Arbeitsstunden dort direkt zu erfassen. Dazu ist es erforderlich, von zu Hause aus eine VPN-Verbindung in das Netzwerk der Universität einzurichten. Die Einrichtung einer VPN-Verbindung ist für alle Beschäftigten eigenhändig möglich. Entsprechende Anleitungen finden Sie auf den Webseiten des ZDV.

Zum Schutz der Beschäftigten bei einer Tätigkeit in der Universität haben die Abteilung Arbeitsschutz und der Betriebsärztliche Dienst ein umfangreiches Hygienekonzept erarbeitet und umgesetzt, das ständigen Aktualisierungen unterliegt. In allen Fällen, in denen die Vorgaben des Hygienekonzepts aufgrund der räumlichen Situation nicht eingehalten werden können, bittet die Universität die Vorgesetzten und die Beschäftigten darum, gemeinsam und vor Ort praxistaugliche Lösungen zu erarbeiten, ohne beim Infektionsschutz Abstriche zu machen. In Zweifelsfällen stehen die Abteilung Arbeitsschutz und der Betriebsärztliche Dienst beratend zur Seite. 

Maskenpflicht und Spuckschutz

Maskenpflicht für alle

Das Tragen von Masken ist aufgrund der Corona-Verordnung des Landes ab sofort nicht nur in allen Universitäts-Gebäuden verpflichtend, sondern auch auf Freiflächen direkt davor und auf Wegen zwischen Gebäuden. In Büros muss immer dann eine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann. Nach der neuen Verordnung des Wissenschaftsministeriums muss die Mund-Nase-Bedeckung auch während einer Lehrveranstaltung auf dem Sitzplatz sowie bei Prüfungen getragen werden. Ausnahmen der Maskenpflicht regelt das Hygienekonzept der Universität. Die Maskenpflicht gilt im Übrigen für den gesamten öffentlichen Raum: Wo kein Mindestabstand von 1,5 Metern möglich ist,  (zum Beispiel in Fußgängerzonen und auf Wochenmärkten), ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. 

Beschäftigte können eigene Mund-Nase-Bedeckungen verwenden oder die von der Universität zur Verfügung gestellten.

Für Tätigkeiten, bei denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, zum Beispiel im Laborbetrieb, können weiterhin Einmal-Masken beim Einkauf angefordert werden.

Spuckschutz

Die zentrale Holzwerkstatt bietet in der aktuellen Situation ihre Unterstützung an. Einrichtungen der Universität mit starkem Publikumsverkehr wie zum Beispiel Beratungseinrichtungen, Informations- oder Ausgabeschalter können bei der Holzwerkstatt einen so genannten Spuckschutz bestellen. 

Das Standardmodell besteht aus zwei hölzernen Ständern mit einer Tiefe von 30 cm sowie einer Plexiglasscheibe mit einer Gesamthöhe von ca. 70 cm und Breiten von 75 / 100 / 150 cm. Aber auch individuelle Größen sind möglich. Die Lieferzeit ab Bestellung beträgt etwa zwei Wochen. 

Ein entsprechendes Bestellformular können Sie über den unten stehenden Download-Link herunterladen. Bitte füllen Sie das Formular vollständig aus und senden Sie es per Hauspost oder als Scan per Mail an die zentrale Holzwerkstatt. 

Werkstattauftrag für die Zentrale Holzwerkstatt - Download

Kontakt:
Zentrale Holzwerkstatt
Andreas Lang (Schreinermeister)
andreas.langspam prevention@uni-tuebingen.de   
Auf der Morgenstelle 8, 72076 Tübingen
 Tel. 07071-29 73002 (Büro, A-Bau)
 Tel. 07071-29 76185 (Werkstatt)

Sicherheitsabstand einhalten und Räume regelmäßig lüften

Soweit dies organisatorisch möglich ist, soll ein Arbeitsplatz derzeit nach Möglichkeit nicht von mehreren Mitarbeitenden genutzt werden. Ist dies nicht möglich, zum Beispiel bei Schichtarbeit, Rotationsnutzung, Pkw, Nutzfahrzeugen, Steuerständen, sind die Oberflächen gemeinschaftlich genutzter Arbeitsplätze im Anschluss an die Nutzung durch die Beschäftigten mit handelsüblichen Haushaltsreinigern zu reinigen (Bezug via Dezernat VII, Abt. Einkauf). Dazu gehören insbesondere Oberflächen, mit denen Beschäftigte in Kontakt gekommen sind (durch Tröpfchenabgabe beim Sprechen), z.B. Tischplatte, Schreibtischstuhl und Armlehnen, Schrank- und Türgriffe, IT-Geräte wie Maus und Tastatur, Telefonhörer, Lenkräder, Schalthebel sowie häufig genutzte Werkzeuge und Geräte.

Universitätsangehörige müssen ausreichend Abstand (mindestens 1,5 m) zu anderen Personen einhalten. In Situationen, in denen ausgeprägte Aerosolbildung (z.B. längere Redebeiträge) zu erwarten ist, bitten wir Sie, den Abstand zur vortragenden Person auf mindestens 3 Meter zu erhöhen. Wo es nicht möglich ist, den Mindestabstand im Büro oder bei Besprechungen einzuhalten, muss ein Mund-Nase-Schutz getragen werden oder alternative Schutzmaßnahmen durch die Vorgesetzten ergriffen werden (z.B. anderer Arbeitsplatz). 

Bei regelmäßigem Publikumsverkehr, insbesondere dann, wenn die Mindestabstände nicht eingehalten werden können, sind Abtrennungen (Spuckschutz) zu installieren.

Hinweis für Vorgesetzte: Für Büroarbeitsplätze sind die Raumkapazitäten der Einrichtungen so zu nutzen und die Arbeit so zu organisieren, dass Mehrfachbelegung von Räumen vermieden werden kann bzw. ausreichend Schutzabstand gegeben ist.

Räume sind regelmäßig zu lüften:

  • Einzelbüros mindestens alle 60 Minuten Stoßlüften
  • Gemeinsam genutzte Räume mindestens alle 20 Minuten Stoßlüften oder Dauer-Querlüften
  • Lehrveranstaltungen: Sollte ein Corona-Fall auftreten und Lüftungszeiten nicht exakt eingehalten worden sein, muss davon ausgegangen werden, dass alle Teilnehmerinnen und  Teilnehmer einer Lehrveranstaltung in Quarantäne müssen.
  • In Gebäuden und Räumen mit Lüftung steuert das Gebäudemanagement die raumlufttechnischen Anlagen, sodass hier eine maximale Versorgung mit Frischluft sichergestellt ist.
  • Die Nutzung dezentraler Kühlgeräte in Mehrpersonen-Arbeitsräumen widerspricht den o.g. Lüftungsvorgaben. Lüftung hat Vorrang gegenüber Kühlung. Hier muss die Kühlung abgeschaltet werden.
  • Bei Anwesenheit mehrerer Personen in einem Raum widersprechen Ventilatoren der Sicherheitswirkung der Mindestabstände. Der Betrieb von Ventilatoren muss bei Anwesenheit von mehr als einer Person unterbleiben.
  • Zu mobilen Luftfiltern und anderen Maßnahmen (z.B. UV-Strahlen, Ozon) gibt es wegen Sicher-heitsbedenken derzeit keine Befürwortung durch Arbeitssicherheit und betriebsärztlichen Dienst. Zum aktuellen Zeitpunkt ist nach Datenlage eine Lüftung die einzige empfohlene Maßnahme.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Hygienekonzept der Universität.

Schließung von Einrichtungen - Lohnfortzahlung

Wir weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Schließung von einzelnen Einrichtungen der Universität ausschließlich von der Hochschulleitung oder der baden-württembergischen Landesregierung verfügt werden darf. Sollte eine Teilschließung einzelner Einrichtungen oder die Schließung der Universität insgesamt abgeordnet werden müssen, werden die Beamtinnen und Beamten sowie die tariflich Beschäftigten freigestellt, ohne dass es zu Einkommenseinbußen kommt.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Kinderbetreuung und Pflege

Falls Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen eingeschränkt arbeiten, bleibt betroffenen Eltern in dieser Situation die Möglichkeit, von zu Hause zu arbeiten, Überstunden abzubauen, Urlaub zu nehmen oder unbezahlten Sonderurlaub zu beantragen, falls die Kinderbetreuung sich nicht anderweitig organisieren lässt. Tariflich Beschäftigte, die dadurch einen Verdienstausfall erleiden, haben einen gesetzlichen Entschädigungsanspruch auf der Grundlage des Infektionsschutzgesetzes bzw. bei der Pflege von Angehörigen unter Umständen Anspruch auf Pflegeunterstützungsgeld. Zu den Details beraten Sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Personalabteilung oder der Pflegekasse. 

Aufgrund besonderer Belastungen infolge der Corona-Krise konnten sich Beschäftigte mit betreuungsbedürftigen Kindern sowie Beschäftigte mit pflegebedürftigen Angehörigen bisher unter Fortzahlung von Bezügen bzw. Entgelt vom Dienst freistellen lassen. Diese Regelung ist nach einem neuen Erlass der baden-württembergischen Landesregierung zum 29. Mai ausgelaufen und findet künftig nur noch Anwendung in besonderen Härtefällen. 

Publikumsverkehr, Besprechungen, Veranstaltungen und Reisen

Besprechungen, Veranstaltungen, Konferenzen - Online-Tools nutzen

Bitte führen Sie Besprechungen, Tagungen und Konferenzen soweit wie möglich online durch. Auch wenn die Corona-Verordnung des Landes dienstlich notwendige Ansammlungen von mehr als zehn Personen zulässt, bittet die Universitätsleitung alle, auf Besprechungen in Präsenz aus Gründen der Infektionsabwehr wenn möglich zu verzichten. Gleiches gilt bis zum 30. November 2020 für Konferenzen und Tagungen in Präsenz.

Alle Beschäftigten haben inzwischen die Option, beim Zentrum für Datenverarbeitung (ZDV) eine eigene Zoom-Lizenz zu beantragen. So können schnell, einfach und zuverlässig Videokonferenzen eingerichtet werden.  Lehrende können eine Lizenz erhalten, mit der Lehrveranstaltungen mit über 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern möglich sind. Das ZDV wird zum Wintersemester 2020/21 auch BigBlueButton anbieten. Hier erfolgt der Betrieb über eigene Server und ist damit auch für Prüfungen einsetzbar. Alle Daten liegen ausschließlich auf Servern der Universität. Dieser Dienst ist auch direkt in die Lernplattformen Ilias und Moodle integriert. Alle wichtigen Informationen dazu finden Sie hier: https://uni-tuebingen.de/de/174405.

Sollte sich eine Besprechung mit persönlicher Anwesenheit der Beteiligten nicht vermeiden lassen, achten Sie bitte darauf, dass das Gespräch möglichst kurz ist und zudem ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Teilnehmenden eingehalten wird. Situationen, in denen ausgeprägte Aerosolbildung (z.B. längere Redebeiträge) zu erwarten ist, bitten wir Sie, den Abstand zur vortragenden Person auf mindestens 3 Meter zu erhöhen. Wo es nicht möglich ist, den Mindestabstand im Büro oder bei Besprechungen einzuhalten, muss ein Mund-Nase-Schutz getragen werden.

Reisen

Bitte beachten Sie die Hinweise zu Dienstreisen und Exkursionen.

Hinweise zu privaten Reisen:

Auf private Reisen soll aktuell verzichtet werden, innerhalb Deutschlands sind Übernachtungsangebote zu touristischen Zwecken untersagt. Für Reisen ins Ausland gelten die Reisewarnungen der Auswärtigen Amts und die Liste der Risikogebiete des Robert Koch-Instituts sowie die Verordnung Einreise und Quarantäne des Sozialministeriums.

Bitte beachten Sie Folgendes: Beschäftigte, die sich in Quarantäne begeben müssen, sind nach den Vorgaben der baden-württembergischen Landesregierung verpflichtet, ihre Arbeit von zu Hause zu erledigen, soweit das technisch und organisatorisch möglich ist. Betroffene setzen sich bitte möglichst frühzeitig mit ihren Vorgesetzten in Verbindung.   

Beratung durch das Gesundheitsamt

Rückkehrende aus dem Ausland können sich im Hinblick auf medizinische Fragen vom Gesundheitsamt Tübingen beraten lassen. https://www.kreis-tuebingen.de/corona.html 

Bei Symptomen Kontakt zum Hausarzt / zur Hausärztin aufnehmen

Falls sich typische Erkältungs- oder Grippesymptome einstellen, sollten sich Rückkehrende aus dem Ausland zunächst nach telefonischer Voranmeldung und mit Hinweis auf die zurückliegende Reise mit ihrem Hausarzt bzw. ihrer Hausärztin oder dem kassenärztlichen Bereitschaftsdienst ( Telefon 116117) beraten. 

Beratung durch den Betriebsärztlichen Dienst

Der Betriebsärztliche Dienst steht Ihnen zudem beratend zur Verfügung,   +49 7071 29-87092, täglich 8.30-13.30 Uhr.

Gesundheit

Beschäftigte, die zu einer Risikogruppe gehören

Grundsätzlich sollten alle Arbeitsplätze an der Universität so gestaltet sein, dass das Infektionsrisiko minimiert ist. Dazu trägt ganz wesentlich das Betretungsverbot für Personen bei, die aktuell oder in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einem COVID-19-Patienten haben oder hatten oder die aktuell selbst Symptome eines Atemwegsinfektes oder Fieber, Husten, Schnupfen, Geruchs-/Geschmacksstörung haben. Sofern zwei oder mehr Beschäftigte in einem Raum arbeiten müssen, wird durch das Einhalten des Sicherheitsabstands von 1,5 Metern bzw. bei längeren Redebeiträgen ein Abstand von 3 Metern zum Redner, die ausreichende Lüftung und ggf. den Einsatz von Spuckschutz das Infektionsrisiko minimiert.  Auch kann über eine wechselnde Nutzung der Arbeitsplätze der Zeitraum, in dem ein Büro durch zwei oder mehr Personen genutzt wird, reduziert werden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zur Risikogruppe für einen schweren Krankheitsverlauf bei COVID-19 zählen, bittet die Universität, das Gespräch über die Gestaltung ihres Arbeitsplatzes mit ihren Vorgesetzten zu suchen. In den seltenen Fällen, in denen eine sichere Nutzung des Arbeitsplatzes im Hinblick auf den Infektionsschutz nicht realisiert werden kann, bleibt die Möglichkeit, von zu Hause zu arbeiten.

Zur Beratung Ihrer individuellen Situation können Sie sich gerne mit dem Betriebsärztlichen Dienst telefonisch unter +49 7071 29-87092 in Verbindung setzen bezüglich Ihrer Tätigkeit und etwaiger Gestaltungsmöglichkeiten des Arbeitsplatzes. Krankschreibungen durch (Haus-)Ärzte bleiben davon unberührt. 

Bezüglich der Bewertung von Risikogruppen gibt es von der Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) eine aktuelle S1-Handlungsempfehlung (Stand 27.03.2020).
In dieser wird ausgeführt, dass folgende Begleiterkrankungen das größte Komplikationsrisiko einer COVID-19-Erkrankung markieren:

  1. Herz-Kreislauf-Erkrankungen (inklusive Hypertonie (krankhaft hoher Blutdruck))
  2. Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  3. COPD/Raucher
  4. Immunsuppression

Nach den wenigen vorliegenden Daten ist Alter alleine (also ohne Vorerkrankungen) ein moderater Risikofaktor ab ca. 60 Jahren.

Beschäftigte, die schwanger sind

Schwangere haben nach aktuellem Kenntnisstand grundsätzlich kein höheres Risiko als die Allgemeinbevölkerung, sich mit dem Corona-Virus zu infizieren, oder für einen schwereren Verlauf. Generell reduzieren die an der Universität umgesetzten allgemeinen Maßnahmen (Betretungsverbote, Abstandsregelung etc.) das Infektionsrisiko. Falls zukünftig in einzelnen Bereichen Publikumsverkehr zugelassen wird, muss vor dieser Änderung der Arbeitsbedingungen der Schwangeren die Gefährdungsbeurteilung nach dem Mutterschutzgesetz aktualisiert werden. Hierzu wenden sich Schwangere und Vorgesetzte bitte an den Betriebsärztlichen Dienst, um sich über ein etwaiges Beschäftigungsverbot beraten zu lassen. Stillende Frauen sind hiervon nicht betroffen.

Bei einer nachgewiesenen Infektion einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters mit dem Corona-Virus im Arbeitsumfeld einer Schwangeren ist durch den Arbeitgeber ein Beschäftigungsverbot für die Schwangere bis zum 14. Tag nach dem Erkrankungsfall auszusprechen. Aktuell ist diese Konstellation an der Universität z.B. denkbar, wenn mehrere Personen unter Wahrung der Abstandsregelungen (einschließlich Schichtdienst) in einem Raum arbeiten und bei einer dieser Personen die Infektion nachgewiesen wird.

Für Schwangere im Arbeitsumfeld einer Verdachtsperson ist für die Dauer der Abklärung ein Beschäftigungsverbot auszusprechen. Bestätigt sich der Verdacht auf eine Infektion nicht, kann die Schwangere weiterbeschäftigt werden. 

Der Betriebsärztliche Dienst steht in enger Abstimmung mit dem zuständigen Regierungspräsidium Tübingen, um bei sich zukünftig ändernden Rahmenbedingungen (z.B. Lockerungen des Kontaktverbotes für die Allgemeinbevölkerung) die Schutzmaßnahmen für Schwangere im Verlauf anpassen zu können.

Verdacht einer Corona-Erkrankung

Beschäftigten, die bei sich oder einer Person im eigenen Haushalt Symptome einer möglichen Covid-19-Erkrankung bemerken, steht die Möglichkeit offen, kurzfristig und bis zur Klärung der Symptome ihre Aufgaben von zu Hause zu erledigen (siehe Dienstvereinbarung Telearbeit – fallweise Arbeit von zu Hause). In diesen Fällen sind die Betroffenen aufgefordert, so bald wie möglich telefonisch ihren Arzt oder ihre Ärztin zu kontaktieren bzw. außerhalb der Sprechzeiten unter der Telefonnummer 116117 ärztlichen Rat einzuholen. In Notfällen, zum Beispiel bei akuter Atemnot, sollten Sie die Notfallnummer 112 anrufen.

Weiterhin gilt: Sollte das Kind eines bzw. einer gesetzlich Versicherten selbst erkrankt sein, hat ein Elternteil pro Kalenderjahr den Anspruch auf zehn Tage Beurlaubung und kann „Kinderkrankengeld“ für diese Zeit erhalten. Für privat Versicherte gilt in diesem Fall der tarifliche Anspruch auf Freistellung von vier Tagen. Hierzu benötigt die Personalabteilung eine entsprechende ärztliche Bescheinigung.

Weitere medizinische Informationen

Wenn Sie am Coronavirus erkrankt sind

Beschäftigte, die positiv auf das Coronavirus getestet werden, gelten als krank, auch dann, wenn sie keinerlei Krankheitssymptome zeigen. Betroffene sind aufgefordert, ihrer Dienststelle eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zusenden, die in der Regel der Hausarzt ausstellt. Bitte schicken Sie diese per Post oder via Email an personalspam prevention@uni-tuebingen.de.

Wenn Sie mit Corona infiziert sind und der Verdacht besteht, dass Sie sich am Arbeitsplatz oder in einer Lehrveranstaltung angesteckt haben, sollten Sie eine elektronische Unfallmeldung an die UKBW übermitteln: https://www.ukbw.de/informationen-service/coronavirus-information-und-unterstuetzung/ (dort weiter unter: Versicherungsschutz bei Corona-Infektionen (SARS-CoV-2)). In diesem Fall können Beschäftigte Leistungsansprüche aus der gesetzlichen Unfallversicherung in Anspruch nehmen. Für die Verbesserung des Infektionsschutzes an der Universität wäre es hilfreich, wenn Sie den betriebsärztlichen Dienst über solche Meldungen informieren. Dieser kann Sie dann auch zusätzlich beraten.

Wenn ein Corona-Fall in Ihrem Umfeld an der Universität auftritt, besteht die Möglichkeit, dass Sie sich beim Gesundheitsamt Tübingen beraten lassen, Hotline:  07071/207-3600, Montag-Freitag, 8.30 -16.00 . Bitte informieren Sie im Fall einer solchen Beratung auf freiwilliger Basis auch den Betriebsärztlichen Dienst, E-Mail ambulanz.arbeitsmedizinspam prevention@med.uni-tuebingen.de.

Nachverfolgungen von Corona-Fällen übernimmt alleine das Gesundheitsamt, Universitätsangehörige sind hierzu weder berechtigt noch verpflichtet.

Weitere medizinische Informationen

Oberflächendesinfektion des Arbeitsplatzes bei Krankheit

Wird eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter mit Krankheitssymptomen wie Husten, Schnupfen oder Fieber nach Hause geschickt, empfiehlt der Betriebsärztliche Dienst eine sofortige Oberflächendesinfektion des Arbeitsplatzes des oder der Betroffenen. Diese Maßnahmen sollten aus Präventivgründen ebenfalls für Arbeitsplätze angewendet werden, an denen sich die oder der Betroffene bis 48 Stunden vor Krankheitsbeginn regelmäßig aufgehalten hat.

Es kann mitunter längere Zeit dauern, bis eindeutig klar ist, ob eine Person mit Coronaviren infiziert ist. Nicht alle Betroffenen werden auch getestet. Aus Gründen der Fürsorge ist daher eine Oberflächendesinfektion dringend geboten. Die jeweiligen Vorgesetzten sind aufgefordert, sich per Mail unter reinigungspam prevention@zv.uni-tuebingen.de zu melden, damit entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden können.

Psychologische Beratung bei Belastungssituationen in der Corona-Krise

Bei Belastungssituationen und Konflikten in der Corona-Krise berät Sie die Psycho-Soziale Beratungsstelle für Beschäftigte. Die Beratung erfolgt bis auf Weiteres telefonisch oder als Videoschaltung über DFN.conf. Sie erreichen die Beratungsstelle Mo bis Fr von 9:00-12:00 Uhr,  Tel. 07071-2977563. Darüber hinaus können Sie jederzeit über die Email-Adresse der Beratungsstelle Gesprächstermine vereinbaren: karla.polen-beerspam prevention@uni-tuebingen.de .

Hinweise für Forschende: U.a. zur Drittmittelförderung