Zentrum für Gender- und Diversitätsforschung (ZGD)

Begleitforschung zum Projekt "Gemeinsam zum Studienerfolg: Initiationswege in die Wissenschaft"

Förderung: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Laufzeit: November 2016 - März 2019

 

Beteiligte Wissenschaftlerin

Dr. Halyna Leontiy

 

Abstract

Aufgabe ist die Durchführung einer diversitäts- und genderorientierten Begleitforschung zu den Strukturmaßnahmen im Rahmen des Projektes „Gemeinsam zum Studienerfolg: Initiationswege in die Wissenschaft“.

Das Ziel der Begleitforschung besteht in einer reflexiv-kritischen, ethnographisch ausgerichteten, am Konzept des Kommunikativen Konstruktivismus orientierten Analyse der Kommunikations- und Handlungsabläufe der einzelnen Teilprojekte und deren Studienhilfsmaßnahmen wie den folgenden:

1) Beratung und Mentoring in Form von Erstsemesterberatung als Orientierungshilfe in MINT-Fächern sowie von Mentoring nach erfolgten ersten Studienleistungen in verschiedenen Fächern an der Philosophischen Fakultät und

2) Lehr-/Studienformate zur Frühstärkung der Methodenkompetenz sowie der Mathematikkenntnisse in den Sozialwissenschaften und den MINT-Fächern.

Zum einen sollen dabei die Kommunikations-, Deutungs- und Handlungsmuster, Selbst- und Fremdwahrnehmungen von Lehrenden/Berater*innen einerseits und von Studierenden/Ratsuchenden andererseits mithilfe von narrativen Interviews eruiert werden (Bewusstseinsebene der Subjekte). Zum anderen aber stehen die Lehr- und Beratungssituationen selbst im Fokus der Analyse (Ebene der kommunikativen Handlungspraxis), um Inhalte, Prozesse, kommunikative Stile und Muster mithilfe der Ethno-, Audio- und Videographie zu erforschen. Die Fragen der Rückkopplungseffekte sowie die gendersensible Umsetzung des Diversity-Prinzips (Förderung der individuellen Potentiale über den Ausgleich der Benachteiligung hinaus) stehen stets im Mittelpunkt.

Mithilfe des reflexiv-analytischen Zugangs soll eine kritische Reflexion nicht nur der Endergebnisse, sondern der Vorgehensweise und der Entstehungsprozesse der Strukturmaßnahmen gewährleistet werden.