04.07.2025
Bericht zum 60. Kolloquium der südwestdeutschen und schweizerischen Kriminologischen Institute und Lehrstühle (SWK)
Das diesjährige Kolloquium der südwestdeutschen und schweizerischen Kriminologischen Institute und Lehrstühle (SWK) fand vom 26.06. bis zum 28.06. in der Schweiz, im schönen St. Gallen, statt. Das Tübinger Institut für Kriminologie wurde auch in diesem Jahr durch mehrere Beiträge vertreten.
Florian Rebmann eröffnete am ersten Tag das Programm des SWK mit einem Vortrag über „Falltypen von Partnerinnentötungen - Ergebnisse einer Aktenanalyse“ aus dem Forschungsprojekt zu Femiziden in Deutschland, an dem er derzeit mit Kolleginnen und Kollegen des IfK und dem KfN forscht. Es folgte der Vortrag „Interpersonale Gewalt im deutschen Leistungsturnen“ von Dr. Thaya Vester, die aktuell im Rahmen eines interdisziplinären Forschungsverbunds ein Projekt über Missstände im Turnsport konzipiert; im Anschluss sprach Simon Schlicksupp über „Politisches Strafrecht im Hellfeld-Kriminalistische Längsschnitte ausgewählter Staatsschutztatbestände“, der mit seinem Beitrag einen Einblick in sein fortgeschrittenes Dissertationsvorhaben gewährte. Der Tagungstag endete dann für alle mit einer beeindruckenden Besichtigung der Stiftsbibliothek St. Gallen und einem gemütlichen Miteinander am Abend.
Auch am Samstag kamen nochmals Institutsangehörige zu Wort, zunächst Lukas Häberle, der mit seinem Beitrag über „Ambulante Zwangsbehandlungen im Kontext des Maßregelvollzugsrechts“ seine angestrebte Dissertation vorstellte. Den Abschluss der Tagung lieferte Sarah Schreier, die als Teammitglied des Fachinformationsdienstes (FID) mit ihrem Vortrag „Kriminologische Erfolgsgeschichte Made in Germany: KrimDok als Besonderheit der deutschsprachigen Kriminologie“ das umfassende Angebot der Tübinger Datenbank vorstellte.
Auch in diesem Jahr stießen die Beiträge bei den Zuhörenden auf großes Interesse und regten spannende Diskussionen an. Insgesamt bot die Tagung der Teilnehmerschaft ein vielfältiges und gehaltvolles Programm und auch der soziale Austausch sowie die kulinarische Verpflegung kamen nicht zu kurz.