Aktuelle Lehrveranstaltungen

Sommersemester 2022

Vorlesung: Kirchengeschichte von der Mitte des 3. Jahrhunderts bis zum Ende der Spätantike

Prof. Dr. Thomas Jürgasch

 2 SWS, freitags 8:00 - 10:00 Uhr, Beginn: 22.04.2022

Seminarraum 9

MGP 4.2, LHS 5.2, LEF 9.2, BAHS 5.2.2, BAHS 6.1, NFHS 5.2, IFSt 1

Arbeitsform: Vorlesung mit kolloquialen Elementen.

Leistungsnachweise: Klausur

Literatur: wird zu Beginn der Veranstaltung genannt.

Voraussetzungen: -

Inhalt: Der Zeitraum von der Mitte des dritten Jahrhunderts bis zum Ende der sogenannten ‚Spätantike‘ erweist sich als einer der prägendsten Abschnitte in der Geschichte der Frühen Kirche. Dies betrifft nicht nur die theologischen, sondern auch die weitreichenden politischen und gesellschaftlichen Veränderungen, die diese Zeit für die Kirche mit sich brachte. In der Vorlesung nehmen wir einige zentrale Aspekte dieser Ver-änderungen in den Blick und kontextualisieren sie u.a. auch in Bezug auf Entwicklungen in der pagan-römi-schen Umwelt der Kirche. Dabei fragen wir z.B., wie sich die Inhalte christlicher Theologie ab der Mitte des 3. Jh. gerade im Austausch mit der paganen Philosophie ausdifferenzierten, wie sich die Organisationsstruk-turen der Kirche im Zuge ihrer Ausbreitung ins Römische Reich veränderte und welche weitreichenden Transformationsprozesse sich im Bereich des christlichen Lebens vor allem ab dem 4. Jh. erkennen lassen.

Vorlesung: Patrologie des 4. und 5. Jahrhunderts

Prof. Dr. Thomas Jürgasch

 1 SWS, freitags 12:00 - 13:00 Uhr, Beginn: 22.04.2022

Seminarraum 9

 MGP 4.3, LHS 5.2, LEF 9.2, BAHS 6.1, NFHS 5.2

Arbeitsform: Vorlesung mit kolloquialen Elementen.

Studienleistung: Vor- bzw. Nachbereitung der in der VL behandelten Themen.

Literatur: wird zu Beginn der Veranstaltung genannt.

Voraussetzungen: -

Inhalt: Das vierte und das fünfte Jahrhundert markieren zwei der prägendsten Zeiträume für die Entwicklung der frühen Kirche. Neben gesellschaftlichen und politischen Dimensionen, die i.d.R. mit dem Begriff der „Konstantinischen Wende“ und ihren Folgen verbunden werden, zeugt auch die Geschichte der christlichen Literaturen dieser Zeit u.a. von reger theologischer und pastoraler Produktivität und Aktivität. Im Sinne einer ‚frühchristlichen Literaturwissenschaft‘ wird die Patrologievorlesung einige zentrale Aspekte der literarischen, theologischen und sozialhistorischen Entwicklungen in den Blick nehmen, wie sie sich in den Formen christlicher Literatur des vierten und fünften Jahrhunderts niederschlagen. Dabei werden auch formale Gesichtspunkte frühchristlicher Literaturentwicklungen berücksichtigt werden.

Vorlesung: Patrologie des 1. - 3. Jahrhunderts

Prof. Dr. Felix Thome

 1 SWS, montags 10:00 - 11:00 Uhr, Beginn: 25.04.2022

Seminarraum 11

MOP 2.3, LHS 5.2, LEF 9.2, BAHS 6.1, NFHS 5.2

Arbeitsform: Volesung

Voraussetzungen: -

Studienleistung: Vor- bzw. Nachbereitung der in der VL behandelten Themen

Literatur: wird zu Beginn der Veranstaltung genannt.

Inhalt: Die frühchristliche Literatur der ersten drei Jahrhunderte gibt Zeugnis von vielfältigen Debatten und intensi-ven Formen des Austausches. Dies betrifft zum einen innerchristliche Diskussionen und Auseinandersetzun-gen, in deren Rahmen uns frühe Formen der Verhandlung dessen begegnen, worin „die wahre christliche Lehre“ und „die richtige christliche Praxis“ bestehen. Zum anderen zeugt die frühchristliche Literatur aber auch von einem regen Austausch mit der nichtchristlichen Umwelt.
Hauptsächlich werden behandelt
- die sog. Apostolischen Väter
- die Apologeten des 2. und 3. Jh.
- das frühe antihäretische Schrifttum
- die frühesten Kirchenordnungen
- die Apokryphen des 2. Jh.

Kolloquium zur Vorlesung: Patrologie des 1.-3. Jahrhunderts

Prof. Dr. Felix Thome

1 SWS, montags 11:00-12:00 Uhr, Beginn: 25.04.2022

Seminarraum 11

MOP 2.4, LHS 5.2, LEF 9.2, BAHS 6.1, NFHS 5.2

Inhalt:Im Kolloquium werden ergänzend zur Vorlesung ausgewählte Stellen aus den in der Vorlesung besprochenen theologischen Werken der frühchristlichen Zeit gelesen und besprochen.

Arbeitsform: Lektüre und Interpretation von Texten unter Berücksichtigung des griechischen bzw. lateinischen Originals.

Grundkurs: Rom, Konstantinopel und Alexandria. Eine Reise zu den Metropolen der Alten Kirche

Stefan Metz

 2 SWS, donnerstags 14:00 - 16:00 Uhr, Beginn: 21.04.2022, Block: 06.-07.05.2022 (Freitag, 14-18 Uhr
Samstag, 9-13 Uhr)

Seminarraum 3

 MOP 2.1, LOS 2.1, BOS 1.2, LEF 2.1, BAOS 2.1, NFOS 1.2, IFSt 1

Literaturangaben/Material zur Vorbereitung: wird im Seminar bekannt gegeben.

Arbeitsformen: Seminar mit interaktiven Arbeitsformen (ebenfalls verpflichtender Teil des GK: Kooperatives Blockwochenende zur Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten, zusammen mit dem GK MNKG. Dieses findet am Freitag, 06. Mai von 14-18 Uhr und am Samstag 07. Mai von 9-13 Uhr statt).

Studienleistung: Aktive und regelmäßige Teilnahme (max. 2 Fehlzeiten). Bearbeitung der seminarbegleitenden Lektüren und Aufgaben.

Prüfungsleistung: Hausarbeit als PL in MOP 2, LOS 2, BAOS 2 (gemäß Modulhandbüchern) möglich.

Voraussetzungen: -

Inhalt: Das frühe Christentum gilt als eine Religion der Städte. Von dort ging die Verkündigung aus, und wesentliche theologische Entwicklungen nahmen dort ihren Anfang. Dass diese Entwicklung(en) keineswegs einheitlich waren, sondern je nach Zeit und Ort unterschiedlichste Ausprägungen annehmen konnte, soll in diesem Grundkurs erarbeitet werden. Für den Zeitraum von den Anfängen der Kirche bis zum Beginn des 4. Jahrhunderts ‚reisen‘ wir zuerst exemplarisch nach Rom, zu einer Zeit als das Christentum noch als eine jüdische Sekte angesehen wurde (1.Jh.). Im Karthago zur Zeit Tertullians (2./3. Jh.) betrachten wir das nordafrikanische Christentum in seiner Auseinandersetzung um Inkulturation und Abgrenzung zur römischen Kultur. Abschließend besuchen Origenes in Alexandria (Mitte 3. Jh.), das als intellektuelles Zentrum seiner Zeit für eine intensive Auseinandersetzung des Christentums mit der zeitgenössischen Philosophie steht. Wie bei jeder Reise gilt es dabei, den Blick für Fremdes aber auch Vertrautes zu schärfen und aus der exemplarischen Vielfalt der drei Metropolen der Alten Kirche ein Gespür für die Wechselhaftigkeit und Zeitgebundenheit historischer und theologischer Entwicklungen zu gewinnen.
Grundlage unserer Arbeit wird dabei die Analyse und Diskussion von (spät-)antiken Quellentexten und die Auseinandersetzung mit Forschungsliteratur sein.
Zugleich dient uns das Thema des Seminars, um daran die Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens zu erörtern.

 

Hauptseminar: Liturgiewissenschaft/Alte Kirchengeschichte: Rom: Upstairs – Downstairs. Die sakrale Topographie der „Ewigen Stadt“ von den Katakomben zur Kuppel von Sankt Peter

Stefan Metz

20.05.; 13-18 Uhr (Block)
06.-10.06.2022 (Exkursion nach Rom)
15.-16.07.2022 (Block)

Seminarraum 9

MGP 9.2, MVP 5.1, MVP 7.2, LHS 5.1.1, LHS 5.2, LMS 4.1, BMS 4.1, LEF 9.1.1, LEF 9.2, LEF 14.1, BAHS 5.5.1, BAHS 6.1, NFHS 5.1.1 NFHS 5.2, IFSt 1

Literatur: Wird in der Vorbesprechung bekannt gegeben.

Studienleistung: Aktive Teilnahme an Vor- und Nachbereitungsseminar sowie der Exkursion; Übernahme eines Impulsreferats

Prüfungsleistung: Hausarbeit oder vergleichbare Leistung gemäß Modulhandbüchern

Voraussetzungen: Abgeschlossene Orientierungsphase und 2G (Aufgrund der Reise)
Bemerkung: Mit der Teilnahme an der Vorbesprechung ist noch nicht die Teilnahme an der Exkursion zugesagt!

Inhalt: Æterna urbs! Keine andere Stadt bietet eine vergleichbare Möglichkeit, die Entwicklungen christlich-sakraler Räume über einen jahrhundertelangen Zeitraum zu studieren. Der Wandel der sakralen Topographie reflektiert auch die Entwicklung von der Position der Christen als Beherrschte – downstairs – in den Versammlungen der Katakomben zum (topographischen) Herrscher Roms – upstairs. In jüngster Zeit sind auf kirchliche Initiativen auch Bauten entstanden, die für verschiedene Positionierungen in der modernisierten, pluralen städtischen wie globalen Kontexten stehen, so z.B. die Millenniumskirche in Tre Tor Teste oder die Lebendige Kapelle im städtischen Botanischen Garten. Solche Bauten wollen Präsenz in aktuellen politisch-gesellschaftlichen Transformationsprozessen schaffen.
Die Exkursion der Lehrstühle Liturgiewissenschaft und Alte Kirchengeschichte führt zu den sakralen Orten Roms, die die wechselvolle Geschichte der römischen Christen und ihres Einflusses über die urbs hinaus bis in die Gegenwart hinein illustrieren. Dabei geht es immer auch darum, Bauten und deren Entwicklung von den Rahmenbedingungen der jeweiligen Zeit her zu betrachten.
Upstairs befindet sich St. Peter mit seiner eindrucksvollen Kuppel. Konzipiert als Darstellung des Himmels, zeigt sich hier exemplarisch der Machtanspruch des frühneuzeitlichen Papsttums. Mit seiner Architektur und seiner Ausstattung möchte der Petersdom dem Besucher die ganze Kraft des Katholizismus in Zeiten von Anfragen durch Reformation und Naturwissenschaft entgegenhalten. Downstairs geht es in die Katakomben Roms. Hier zeigen sich die Traditionen der frühen Christen Roms. Anhand der Bestattungen der frühen Christen zeigt sich deren Entwicklung von einer Minderheit ohne eigene Grabstätten hin zur selbstbewussten Gruppe mit eigenen Nekropolen. In diesem Spannungsfeld von eigenen, dezidiert christlichen Katakomben, deren Ausstattung sich aber in großen Teilen an nicht-christlichen Vorbildern orientiert, zeigt sich das Ineinander von Abgrenzung und Kontinuität bei der Herausbildung christlicher Identität(en). Auf dem Ground Floor besuchen wir die Living Chapel. Anders als in den christlichen Katakomben symbolisiert sie einen Prozess der Öffnung und des Dialogs auf die Gesellschaft hin.

 

Interdisziplinäres Kolloquium: Ekklesiologie

Anuth/Eisele/Holzem/Jürgasch/Rahner

1 SWS, donnerstags 12:00-13:00 Uhr, Beginn: 21.04.2022

Seminarraum 9

MGP 4.7, LHS 5.2, LEF 9.2, BAHS 6.1, NFHS 5.2, IFSt. 8.3

Inhalt:Wie betrachten/erleben/verstehen wir die Kirche?
Antworten auf diese Frage haben eine persönliche Seite: Warum bin ich gern Mitglied dieser Kirche? Wo schäme ich mich für sie? Was fasziniert und was nervt mich? Was wäre meine Vision von Kirche?
Und unsere Antworten haben eine theologisch-akademische Seite: Wie und warum ist das, was ist, geworden? Wie ist es in rechtliche Formen gegossen und welchen Spielraum lassen diese? Wie lässt sich unser Nachdenken über die Kirche biblisch begründen und dogmatisch modellieren?
Ausgehend von der persönlichen Seite – von Ihren Identifikationen und Anfragen – will das Kolloquium Neues Testament, Kirchengeschichte, Dogmatik und Kirchenrecht ins Gespräch bringen. Also bitten wir alle Studierenden, schon zur ersten Sitzung Themenvorschläge im Kopf zu haben, zu denen gearbeitet werden soll.

Arbeitsform: Kolloquium mit ausgewählter Quellen- und Textlektüre

Voraussetzungen: abgeschlossene Orientierungsphase

 Die KKVV-Version der Lehrstuhlveranstaltungen vom Sommersemester 2022 kann hier eingesehen werden.

Wintersemester 2021/22

Vorlesung: Kirchengeschichte des 1.-3. Jahrhunderts

Prof. Dr. Thomas Jürgasch

 2 SWS, donnerstags 8:00 - 10:00 Uhr, Beginn: 21.10.2021

 siehe Aushang / Alma 

 MOP 2.2, LOS 2.2, BOS 1.5, BAOS 2.2, NFOS 1.5

Arbeitsform: Vorlesung mit kolloquialen Elementen.

Studienleistung: Vor- bzw. Nachbereitung der in der VL behandelten Themen.

Literatur: wird zu Beginn der Veranstaltung genannt.

Voraussetzungen: -

Inhalt: Die ersten drei Jahrhunderte haben sich als extrem prägend für die Entwicklung von Formen christlichen Glaubens und Lebens und der theologischen Reflexionen auf diese erwiesen. In der Vorlesung werden wir beispielhaft auf einige wichtige Aspekte dieser frühchristlichen Entwicklungen eingehen. So werden uns u.a. die Herausbildung von Ämter- und Gemeindestrukturen in den frühen Kirchen, das Verhältnis der frühen Christ*innen zum Römischen Staat oder auch die für die konkrete Lebenspraxis wichtige christlich-theologische Einschätzung des Verhältnisses von Leib und Seele beschäftigen. Im Bereich der frühchristlichen Theologiegeschichte werden wir uns zudem mit Themen wie der Herausbildung der Konzeptionen von Orthodoxie und Häresie und der Entwicklung des frühchristlichen Kanons auseinandersetzen.

Vorlesung: Altchristliche Konziliengeschichte des 4. und 5. Jahrhunderts

Prof. Dr. Felix Thome

 1 SWS, donnerstags 8:00 - 9:00 Uhr, Beginn: 21.10.2021

Hörsaal 10, Neue Aula

 MGP 3.4, LHS 1.3, LEF 5.3, BAHS 1.3, NFHS 1.3

Arbeitsform: Vorlesung mit kolloquialen Elementen.

Literatur: wird zu Beginn der Veranstaltung genannt.

Voraussetzungen: -

Inhalt: Die Vorlesung befasst sich mit den Anfängen des Synodalwesens und den Ökumenischen Konzilien der Alten Kirche sowie ihrem theologiegeschichtlichen und religionspolitischen Umfeld. Zur Darstellung kommen zunächst die Entwicklung der Konzilsidee und sodann die Konzilien von Nicaea (325) und seine Rezeptionsgeschichte im 4. Jh. bis zum Konzil von Konstantinopel (381), sowie die beiden großen Reichskonzilien des 5. Jhs: Ephesus (431) und Chalkedon (451).

Interdisziplinäres Kolloquium: Christologie

Eisele, Pittl, Rahner, Thome

 1 SWS, donnerstags 12:00 - 13:00 Uhr, Beginn: 21.10.2021

Theologicum, SR 9

 MGP 3.6, LHS 5.2, LEF 9.2, BAHS 6.1, NFHS 5.2

Arbeitsform: Kolloquium

Voraussetzungen: -

Inhalt: Das Kolloquium dient dazu, die Lehrveranstaltungen in dem Modul „Christologie“ (MGP 3) interdisziplinär zu vernetzen und so die interdisziplinäre Modulprüfung vorzubereiten. 

Hauptseminar: Der Roman Barlaam und Josaphat als Zeugnis eines interreligiösen Kulturtransfers

Prof. Dr. Thomas Jürgasch

 2 SWS, donnerstags 14:00 - 16:00 Uhr, Beginn: 21.10.2021

 siehe Aushang / Alma

 MGP 9.2, MVP 7.2, LHS 5.1.1, LHS 5.2, LEF 9.1.1, LEF9.2, LEF 14.1, LMS 4.1, BMS 4.1, IFSt 1

Arbeitsform: Seminar.

Studienleistung: Vor- und Nachbereitung der im Seminar zu behandelnden Texten und Themen.

Literatur: wird zu Beginn des Semesters bekanntgegeben.

Voraussetzungen: -

InhaltBarlaam und Josaphat ist ein auf der Buddha Legende basierender Roman, der beispielhaft den Lebensweg eines jungen Mannes beschreibt, der eine religiöse Entwicklung durchläuft. Als Variation der legendarisch ausgeschmückten Lebensgeschichte des Buddha gelangt der Roman durch manichäische Vermittlung in den Nahen Osten, wo er vom 8.-11. Jahrhundert in verschiedene Sprachen und religiös-kulturelle Kontexte übersetzt wird. Über verschiedene weitere Stationen wird der Roman schließlich auch in den Westen vermittelt, wo er in einen christlichen Kontext übertragen wird und die Lebensgeschichte des Königssohns Josaphat und dessen Weg zur Annahme des Christentums beschreibt. Anhand des Romans, der in der Folge eine nachhaltige Wirkungsgeschichte im christlichen Mittelalter entfalten sollte, werden im Seminar einige zentrale Themen des interreligiösen Dialogs und Kulturtransfers in der Spätantike und im frühen Mittelalter erörtert werden. 

 

Grundkurs: „Jagen, Baden, Spielen, Lachen – Das ist das Leben!“ Die Lebensführung der frühen Christen zwischen Welt und Gott (mit einer Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten)

Stefan Metz

 2 SWS, donnerstags 14:00 - 16:00 Uhr, Beginn: 21.10.2021, Block: 05.-06.11.2021

 siehe Aushang / Alma

 MOP 2.1, LOS 2.1, LEF 2.1, BOS 1.1, BAOS 2.1, NFOS 1.2

Literatur: wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben.

Arbeitsformen: Seminar mit interaktiven Arbeitsformen (ebenfalls verpflichtender Teil des GK: Kooperatives Blockwochenende zur Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten, zusammen mit dem GK MNKG. Dieses findet am Freitag, 05. Nov. von 14-18 Uhr und am Samstag 06. Nov. von 9-12 Uhr statt).

Studienleistung: Aktive und regelmäßige Teilnahme (max. 2 Fehlzeiten). Bearbeitung der seminarbegleitenden Lektüren und Aufgaben.

Prüfungsleistung: Hausarbeit als PL in MOP 2, LOS 2, BAOS 2 (gemäß Modulhandbüchern) möglich.

Voraussetzungen: -

Inhalt: „Jagen, Baden, Spielen, Lachen – Das ist das Leben“ – Diese Inschrift eines römischen Spielebretts auf dem Bodenbelag des Forums von Timgad in Nordafrika verweist auf ein der Welt zugewandtes Lebensgefühl. Die frühen Christ:innen sahen sich zwar als „auf der Erde lebend“ aber darüber hinaus zugleich als „Bürger des Himmels“ (An Diognet 5). Dieser Zwiespalt zog Auseinandersetzungen nach sich, wie Christusgläubige das Verhältnis von Leben in der Welt und Zugehörigkeit zu Gott in ihrer konkreten Lebenssituation ausgestalten sollten. Wie gestaltete sich das Gemeindeleben der Christ:innen? Wieviel Teilnahme am öffentlichen Alltagsleben der römischen Gesellschaft war gestattet? Wie lebte man als Christ:in (idealerweise) in einem Umfeld voller Götzen? Was entgegnete man philosophischen Einwürfen, die materialistischen und weltliche Positionen vertreten?

Diese Fragen, in denen sich die Spannung zwischen den Anforderungen der Mehrheitskultur und der christlichen Minderheit spiegeln, stellen den thematischen Rahmen für unseren Grundkurs dar. Bei der Bearbeitung dieser Fragen werden neben Abgrenzungstendenzen auch die vielfältigen Interaktionen und Beeinflussungen zwischen den Christ:innen des römischen Reichs und ihrem nicht-christlichen Umfeld deutlich.

Grundlage unserer Arbeit wird dabei die Analyse und Diskussion von (spät-)antiken Quellentexten und die Auseinandersetzung mit Forschungsliteratur sein.

Zugleich dient uns das Thema des Seminars, um daran die Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens zu erörtern.

 

 Die KKVV-Version der Lehrstuhlveranstaltungen vom Wintersemester 2021/22 kann hier eingesehen werden.