Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters

Interdisciplinary approaches to Gender Archaeology

CIVIS Summer School der Universität Tübingen, 4. bis 9. Juli 2022

Der Kurs bietet den Studierenden die Möglichkeit, sich mit den Forschungsrichtungen der Archäologie und Geschichte zu befassen, die mit der materiellen Kultur der Frau verbunden sind. Es zielt darauf ab, einen ganzheitlichen Ansatz zur Gender-Archäologie mittels verschiedener Disziplinen zu bieten, darunter Forschung zu stabilen Isotopen, Archäo- und Paläogenetik, Proteomik, Residuenanalyse, Didaktik, Museumsstudien, Osteologie und Ergebnisse von Ausgrabungen. 

Über das Programm

Gliederung 

Der Kurs besteht aus fünf Tagen mit Vorlesungen, praktischen Einheiten und Museumsbesuchen, gefolgt von einer eintägigen Exkursion. 
Behandelte Themen sind: 

  • Internationale Perspektiven der Geschlechterarchäologie und Geschlechtergleichstellung in der Wissenschaft 
  • Schwangerschaft, Mutterschaft und Kindheit in früheren Gesellschaften 
  • Weibliche Repräsentation in Kunst und Ikonographie 
  • Rolle der Frau in Bildung und Kulturerbe

Lernergebnisse

Die Studierenden lernen, die Gender-Perspektive in der Archäologie (insbesondere in der Urgeschichte) anzuwenden und diesen Ansatz anhand mehrerer Fallstudien in unterschiedlichen Formaten zu identifizieren. Dazu dienen schriftliche Dokumente, Bilder, Presseformate, wissenschaftliche Berichte und Ausstellungen. Dabei werden nicht nur verschiedene Themen zur Rolle und Wirkung der Frau in der Vergangenheit (Kinderbetreuung, Bestattungspraktiken, Kunst…) in Betracht gezogen, sondern auch, wie sich spezielle Disziplinen in Bezug auf Gender-Forschung entwickelt haben wie in der Archäo- und Paläogenetik zur Identifikation von Frauen oder in der Proteomik zur Untersuchung von Entwöhnungspraktiken und wie diese Ergebnisse in den Museumsausstellungen und Medienberichten vermittelt werden. Dieser Ansatz basiert ebenfalls auf mehreren Fallstudien in verschiedenen Formaten.

Örtlichkeiten der Veranstaltung

4. und 5. Juli: Alte Aula Tübingen, Münzgasse 30, 72070 Tübingen
6. – 8. Juli: Neue Aula, Großer Senat, Geschwister-Scholl-Platz, 72074 Tübingen 
 

Bewerbung

Bewerber*innen müssen ein einseitiges Motivationsschreiben einreichen, in dem sie ihre Forschungsinteressen und ihre Motivation für die Bewerbung für die Summer School darlegen, sowie einen einseitigen Lebenslauf und einen ausgefüllten Bewerbungsfragebogen (verfügbar im Bewerbungsportal). 
Bewerbungen können über folgenden Link eingereicht werden:
https://forms.gle/NyLFKLEyyFMikZde9
Bewerbungsschluss: 30. Januar 2022. 

Die Entscheidung über die Zulassung erfolgt bis zum 15. März 2022 und alle Bewerber*innen zeitnah werden über das Ergebnis informiert.

Gesamtzahl der in die Summer School aufgenommenen internationalen CIVIS-Studenten der CIVIS Partner Universitäten (Aix-Marseille University, Universiad Autónoma de Madrid, Sapienza Universitá di Roma, Université Libre de Bruxelles, Stockholm University). Diese Zahl bezieht sich auf die Anzahl der Stipendien, die CIVIS den Studierenden zur Deckung ihrer Reise- und Aufenthaltskosten anbietet:
40

Weitere Teilnehmer*innen sind willkommen. 

Für alle Fragen schreiben Sie bitte an
genderarchaeologyspam prevention@ifu.uni-tuebingen.de

Eine Führung im Museum Alte Kultur Schloß Hohentübingen ist geplant (https://www.unimuseum.uni-tuebingen.de/de/museen-im-schloss/museum-alte-kulturen.html)

Exkursion
9. Juli: Exkursion ins Ach Tal zu urgeschichtlichen Höhlenfundstellen (Hohle Fels und Geißenklösterle und/oder Sirgenstein) und Urgeschichtliches Museum Blaubeuren, Kirchplatz 10, 89143 Blaubeuren (https://www.urmu.de/de/Home)

Bewertung 
Kurze Beschreibung der Lehrveranstaltungsevaluation 

Während der Summer School: Die Studierenden werden gebeten, eine kurze (ca. 5 Minuten) mündliche Präsentation zu halten, in der die Ergebnisse jeder Nachmittagssitzung der Gruppenarbeit zusammengefasst werden. Nach der Summer School: Die Studierenden werden gebeten, einen Aufsatz (ca. 3000 Wörter) über eines der vorgegebenen Themen zu schreiben, die während des Kurses verteilt und kurz diskutiert werden. Jeder Teil wird von einem Komitee aus teilnehmenden Dozentinnen bewertet.
 


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