Alte Geschichte

Dr. Lisa Pilar Eberle

Akademische Rätin a.Z.

Kontakt

Wilhelmstr. 36, Raum 503, 72074 Tübingen

07071 / 29 76077

lisa.eberlespam prevention@uni-tuebingen.de

Sprechstunde

  • nach Vereinbarung

März 2018
Gastdozentur an der Aix Marseille Université (AMU), Historische Fakultät

seit Oktober 2016
Akademische Rätin in Alter Geschichte an der Universität Tübingen

2014-2016
Junior Research Fellow (Postdoc) in den Geisteswissenschaften am St. John’s College, University of Oxford

2013-2014
Stipendiatin

International Max Planck Research School for Comparative Legal History am MPI für Europäische Rechtsgeschichte, Frankfurt a. M.

2008-2014
MA und PhD in The Group for Ancient History and Mediterranean Archaeology (AHMA) an der University of California, Berkeley

Dissertationstitel: „Law, Land, and Territories: The Roman Diaspora and the Making of Provincial Administration“

2004-2008
BA(Hons) in Literatur, Geschichte, Philosophie und Archäologie der klassischen Antike (Literae Humaniores / Classics)

St. Hilda’s College, University of Oxford

Forschung

Forschungsschwerpunkte

  • Politische Ökonomie
  • Archäologie als Quelle für antike Wirtschafts- und Gesellschaftsgeschichte
  • Rechts- und Verwaltungsgeschichte in Rom (300 v. Chr.- 300 n. Chr.)
  • „Gender and empire“ im antiken Rom
  • Widerstand und Kulturgeschichte der Gewalt im römischen Reich
  • Migrationsgeschichte und historische Demographie im Mittelmeerraum (800-500 v. Chr.)

Ich beschäftige mich mit der politischen Ökonomie von antiken Städten und ihren Imperien. Als solches kombiniert meine Forschung Beiträge zur Wirtschaftgeschichte, oft auch auf archäologischen Quellen basierend, mit kritischen Zugängen zu antikem Recht und Rechtstexten.

Zur Zeit konzentriere ich mich auf die Anfänge des römischen Reichs in der mittleren und späten Republik und im frühen Prinzipat, mit speziellem Fokus auf den griechischen Osten. In einer auf meiner Promotion basierenden Monographie untersuche ich die Rolle der römischen imperialen Diaspora — der vielen Römer und Italiker, die in die Provinzen gewandert sind — und ihrer wirtschaftlichen Interessen bei der Herausbildung der Institutionen römischer Provinzialverwaltung. In zwei weiteren Artikeln zu Seidenkleidern in Rom und zur “moral economy” des römischen Schuldenrechts analysiere ich die Verhandlung der Folgen von Roms imperialer Herrschaft in der Stadt selbst.

Darüber hinaus verfolge ich auch zwei langfristig angelegte Projekte zur Territorialisierung von Gesellschaft und Politik im archaischen Griechenland und zur Geschichte der “rule of law” in der rechtlichen Theorie und Praxis in Rom und im römischen Reich.

Projekte

  • (Im)mobile communities: Emigration and its consequences in the ancient Mediterranean, 800-500 BC (Habilitation)
  • SFB 923 „Bedrohte Ordnungen“, Teilprojekt E02 „Viri Absentes“, Projektleitung gemeinsam mit Sebastian Schmidt-Hofner
  • The worlds of Roman governors, gemeinsam mit James Corke Webster (King’s College London), Workshop, gefördert vom King’s Global Partnership Fund
  • Unrest in the Roman empire, a discursive history, Workshop, gemeinsam mit Myles Lavan (St. Andrews University), gefördert von der Fritz Thyssen Stiftung
  • Diasporic Empire. Towards a political economy of Roman provincial administration in the middle and late republic (erstes Buch)

Publikationen

Aufsätze

Im Erscheinen

  • Fiscal semantics in the long second century: Citizenship, taxation, and the constitutio Antoniniana, in: Roman citizenship in the long second century, hg. von Clifford Ando and Myles Lavan, Oxford University Press.
  • Peregrini / Nationes Exterae. Foreigners and the political culture of the Roman Republic, in: The Blackwell Companion to Roman Politial Culture, hg. von Valentina Arena and Jonathan Prag. Wiley-Blackwell.
  • Debt, death and destruction in Roman law and politics during the middle and late Republic, in: Debt. The first 3000 years, hg. von John Weisweiler. Oxford University Press.
  • Wearing Silk, Weaving Silk. Gender and Empire in the Metropole, in: Gender, War and Imperialism in the Roman case, hg. von Hannah Cornwell und Greg Woolf. Cambridge University Press.