Seminar für Zeitgeschichte der Universität Tübingen

Profil

Das Seminar für Zeitgeschichte repräsentiert die Geschichte des 20. Jahrhunderts vom Ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart. Die regionalen Schwerpunkte betreffen Deutschland und Mitteleuropa, Westeuropa mit Blick auf Frankreich und Großbritannien sowie Nordamerika. Die europäisch-atlantische Dimension der nationalen Geschichte(n) bildet in Forschung und Lehre das charakteristische Kennzeichen unseres Instituts. Gegründet 1962, umfaßt das Seminar für Zeitgeschichte derzeit drei Professuren und eine sehr gut ausgestattete Bibliothek, die mit der Abteilung für Neuere Geschichte eng verzahnt ist.

Lehrstuhl für Neuere Geschichte mit Schwerpunkt Zeitgeschichte

Der Lehrstuhl für Neuere Geschichte mit Schwerpunkt Zeitgeschichte (Prof. Dr. Jan Eckel) behandelt Themen zur deutschen und westeuropäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Das Forschungsinteresse gilt der gegenwartsnahen Zeitgeschichte. Unser methodischer Ansatz zielt auf eine Neue Ideengeschichte, die von den sozialökonomischen und politischen Ordnungen her konzipiert ist. Wir kooperieren mit Kollegen und Instituten in Deutschland, Großbritannien, Israel und den USA sowie mit den Deutschen Historischen Instituten in London, Warschau und Washington. Die wichtigsten Drittmittelgeber sind neben der Deutschen Forschungsgemeinschaft die VolkswagenStiftung, Stiftungen aus der Wirtschaft (Thyssen, Henkel, Fazit) und private Sponsoren.

Professur für Nordamerikanische Geschichte

Die Professur für Nordamerikanische Geschichte (Prof. Dr. Georg Schild) bietet Lehrveranstaltungen zur Geschichte der Vereinigten Staaten und Kanadas vom 17. bis zum 19. Jahrhundert sowie zur Zeitgeschichte an. In allen Veranstaltungen wird Wert auf den Vergleich amerikanischer Ereignisse mit parallelen Entwicklungen in Europa gelegt. In der Forschung stehen die politischen Institutionen der USA sowie die Geschichte der Außen- und Sicherheitspolitik im Mittelpunkt. Studierende, die eine Abschlussarbeit anfertigen wollen, werden ermutigt, sich um ein Stipendium für einen Amerikaaufenthalt zu bewerben. Die Mitarbeiter der Professur für Nordamerikanische Geschichte werden dabei Hilfestellung leisten.

Juniorprofessur für Geschichte Westeuropas mit einem Schwerpunkt in der Zeitgeschichte

Die Juniorprofessur für Geschichte Westeuropas mit einem Schwerpunkt in der Zeitgeschichte (Prof. Dr. Johannes Großmann) befasst sich in Forschung und Lehre mit den großen Themenbereichen der transnationalen und vergleichenden Geschichte des ausgehenden 19. und des 20. Jahrhunderts, vom Hochimperialismus und der Epoche der Weltkriege über den Kalten Krieg und die Europäische Integration bis hin zur Entkolonialisierung. Der geographische Schwerpunkt liegt dabei auf (West-)Deutschland, Frankreich, Großbritannien und der iberischen Halbinsel. Angestrebt wird ein methodenbewusster Zugriff auf transnationale und transregionale Zusammenhänge, der politik-, sozial-, ideen- und kulturgeschichtliche Ansätze in reflektierter Weise miteinander verbindet. Aktuelle Forschungsprojekte widmen sich der Evakuierung von Zivilbevölkerung und der Wohlfahrtspflege im Kontext des Zweiten Weltkriegs sowie der Geschichte des Antikommunismus.