Agnès Dubler

Agnès Dubler ist seit 2015 Doktorandin am Seminar für Zeitgeschichte.


Wissenschaftlicher Werdegang

2015
Promotion bei Prof. Dr. Johannes Großmann, Seminar für Zeitgeschichte, Universität Tübingen

2014
Erstes Staatsexamen in Geschichte und Französisch

2006 - 2014
Studium der Fächer Geschichte und Französisch an der Universität Tübingen und der Université d‘Aix-Marseille

2009 - 2013
Hiwi und Tutorin am Seminar für Zeitgeschichte, Universität Tübingen

Stipendien und Auszeichnungen

Seit September 2016
Promotionsstipendiatin des Cusanuswerks

März 2016
Preis für Internationale Geschichte der Twenty-First Annual James A. Barnes Graduate Student Conference, Temple University, Philadelphia


Forschung

Forschungsschwerpunkte

  • Geschichte des Antikommunismus in den 1960er und 1970er Jahren

  • Verflechtungsgeschichte: Asien, Europa, USA, Lateinamerika

  • Global- und Kulturgeschichte, bes. zum Kalten Krieg

  • Organisationsgeschichte

Aktuelle Projekte

Dissertationsprojekt:

Wider die Entspannung. Die Herausbildung einer globalen antikommunistischen Gemeinschaft in den „langen“ 1960er Jahren.

Betreuer: Prof. Dr. Johannes Großmann

Das Forschungsprojekt verbindet in einer transnationalen und globalen Perspektive die Geschichte des Kalten Krieges und der Globalisierung während der „langen“ 1960er Jahre (1955-1980). Das Thema der Dissertation sind die bisher kaum erforschten transnationalen Verflechtungen antikommunistischer Akteure und Organisationen aus Asien, Westeuropa, Nordamerika und Lateinamerika. Ausgehend von der Vorgeschichte und Etablierung der 1966 gegründeten World anti-Communist League (WACL), einem globalen Dachverband antikommunistischer Gruppierungen, soll die Entstehung einer antikommunistischen global community von Entspannungsgegnern in den „langen“ 1960er Jahren untersucht werden. Im Zentrum der Arbeit steht die Frage, wie Antikommunisten aus verschiedenen Teilen der Welt im Laufe der 1960er und 1970er Jahre zu einer eigenen Sprache kamen und sich der Antikommunismus durch den transkulturellen Austausch antikommunistischer Akteure in dem Zeitraum weiterentwickelte. Indem sie einen Schwerpunkt auf die transnationale Annäherung antikommunistischer Kulturen und Regime während der „langen“ 1960er Jahre legt und eine Erklärung zur Rückkehr antikommunistischer Rhetoriken und Praktiken in den USA und westeuropäischen Staaten seit den späten 1970er Jahren bietet, schließt die Geschichte der World anti-Communist League eine Forschungslücke.