Dr. Richard Kühl

Richard Kühl ist Lehrbeauftragter am Seminar für Zeitgeschichte.

Sprechstunde

Nach Vereinbarung


Wissenschaftlicher Werdegang

Richard Kühl, 1978 in Mönchengladbach geboren, studierte Neuere und Neueste Geschichte (einschließlich Landesgeschichte), Politikwissenschaft und Neuere Deutsche Philologie an der Heinrich-Heinrich-Universität Düsseldorf. Magister Artium (M. A.) Univ. Düsseldorf 2008; Promotion in Medizingeschichte (Dr. rer. medic.) RWTH Aachen 2010; Promotion in Geschichte (Dr. phil.) Univ. Düsseldorf 2019.
2008 freier Mitarbeiter an der Max-Weber-Gesamtausgabe der Bayerischen Akademie der Wissenschaften/Arbeitsstelle Düsseldorf, 2008-2010 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der RWTH Aachen, 2011 bis 2020 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Ethik und Geschichte der Medizin der Universität Tübingen, seit 2012 Lehrbeauftragter am Seminar für Zeitgeschichte der Universität Tübingen.


Forschung

Forschungsschwerpunkte

  • Queer History/Geschichte der Sexualforschung

  • Zeitgeschichte der Medizin

  • Mentalitätsgeschichte Erster Weltkrieg/Weimarer Republik

  • Wissenschaften in der Moderne

Abgeschlossene und ehemalige Projekte

START-Projekt

Leitende Aachener Klinikärzte im „Dritten Reich“ (Bearb.)

Fortüne-Projekt

Mentalität, Macht, Perzeption. Ferdinand Sauerbruch (Bearb.)

MUT-Ausstellung

In Fleischhackers Händen (Mitwirk.)

LMWF-BW-Verbundprojekt

Wissenschaftliche evidence und Präventionsentscheidungen im digitalen Zeitalter (Teilprojektleitung)


Publikationen

Buchpublikationen

  • In Fleischhackers Händen. Wissenschaft, Politik und das 20. Jahrhundert. Hrsg. von Jens Kolata, Richard Kühl, Henning Tümmers und Urban Wiesing, Tübingen 2015.

  • NS-„Euthanasie“ und Erinnerung. Vergangenheitsaufarbeitung – Gedenkformen – Betroffenenperspektiven. Hrsg. von Stefanie Westermann, Richard Kühl und Tim Ohnhäuser, Ber­lin 2011.

  • Leitende Aachener Klinikärzte und ihre Rolle im „Dritten Reich“, Kassel 2011.

  • Verfolger und Verfolgte. „Bilder“ ärztlichen Handelns im Nationalsozialismus. Hrsg. von Richard Kühl, Tim Ohnhäuser und Gereon Schäfer, Berlin 2010.

  • Medizin im Dienst der „Erbgesundheit“. Beiträge zur Geschichte der Eugenik und „Rassenhygiene“. Hrsg. von Stefanie Westermann, Richard Kühl und Dominik Groß, Berlin 2009.

Schriftenverzeichnis (in Auswahl)

I. Monographien und Sammelbände

  • „Sexuelle Kriegsfragen“. Der Erste Weltkrieg und die deutsche Sexualwissenschaft, Diss. phil. Univ. Düsseldorf 2019 [Ms. 676 S.; Publikation in Vorb.]

  • In Fleischhackers Händen. Wissenschaft, Politik und das 20. Jahrhundert. Hrsg. von Jens Kolata, Richard Kühl, Henning Tümmers und Urban Wiesing, Tübingen 2015.

  • NS-„Euthanasie“ und Erinnerung. Vergangenheitsaufarbeitung – Gedenkformen – Betroffenenperspektiven. Hrsg. von Stefanie Westermann, Richard Kühl und Tim Ohnhäuser, Berlin 2011.

  • Leitende Aachener Klinikärzte und ihre Rolle im „Dritten Reich“, Kassel 2011.

  • Verfolger und Verfolgte. „Bilder“ ärztlichen Handelns im Nationalsozialismus. Hrsg. von Richard Kühl, Tim Ohnhäuser und Gereon Schäfer, Berlin 2010.

  • Medizin im Dienst der „Erbgesundheit“. Beiträge zur Geschichte der Eugenik und „Rassenhygiene“. Hrsg. von Stefanie Westermann, Richard Kühl und Dominik Groß, Berlin 2009.

II. Aufsätze

  • (Zusammen mit Henning Tümmers) Auf dem Markt. Das bundesdeutsche Krankenhaus – Skizzen zu einer Gegenwartsgeschichte, in: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History [im Erscheinen]

  • (Zusammen mit Karin Engels) Otto Fischer, in: Lern- und Dokumentationszentrum zum Nationalsozialismus (Hg.): Tübinger NS-Akteure [im Erscheinen]

  • „… jedes Wort ein Objekt“. Zwei unbekannte Berichte Leo Hellers über Magnus Hirschfelds Berliner Wirkungsstätten in den Jahren 1918 und 1919, in: Mitteilungen der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft Nr. 61/62 (2018), S. 21-30.

  • Wie umgehen mit den „großen“ Ärzten? Entwicklungslinien und Perspektiven der medizinhistorischen Biographik, in: Paul Thomes/Christiane Katz (Hg.): Von der Narration zur Methode. Neue Impulse in der historischen Biographieforschung, Aachen 2016, S. 109-148.

  • (Zusammen mit Jens Kolata) Wilhelm Gieseler und das Rassenkundliche Institut (1934-1945), in: Ernst Seidl (Hg.): Forschung – Lehre – Unrecht. Die Universität Tübingen im Nationalsozialismus, Tübingen 2015, S. 107-111.

  • (Zusammen mit Jens Kolata) Zwischen Hörsaal und Gerichtssaal. Hans Fleischhackers zweite Karriere nach 1945, in: Jens Kolata et al. (Hg.): In Fleischhackers Händen. Wissenschaft, Politik und das 20. Jahrhundert, Tübingen 2015, S. 225-250.

  • Art. „Ernst Jünger“, in: Ute Daniel et al. (Ed.): 1914-1918-online. International Encylcopedia of the First World War. URL: www.1914-1918-online.com; DOI: 10.15463/ie1418.10295 (2014).

  • An der „inneren Front“. Die Universität Tübingen im Ersten Weltkrieg, in: Tübinger Blätter, Jg. 100 (2014), S. 84-86.

  • Die Physik des Sexuellen. Personalbibliographie Isaak (Ike) Spier(-Irving). Mit einer bioergographischen Skizze, in: Ludger M. Hermanns/Albrecht Hirschmüller (Hg.): Vom Sam­meln, Bedenken und Deuten in Geschichte, Kunst und Psychoanalyse, Stuttgart 2013, S. 83-91.

  • 1933 und die Folgen für das Fach Sexualwissenschaft, in: Ärzteblatt Baden-Württemberg, Jg. 68 (2013), S. 330-333.

  • „Dem da hab ich in den Kopf geschossen“. Janus Metz in Armadillo, in: Portal Militär­ge­schichte (2012).

  • (Zusammen mit Stefanie Westermann und Tim Ohnhäuser) „Euthanasie“-Verbrechen und Erinnerung, in: Stefanie Westermann et al. (Hg.): NS-Euthanasie und Erinnerung. Vergangenheitsaufarbeitung – Gedenkformen – Betroffenenperspektiven, Berlin 2011, S. 7-15.

  • (Zusammen mit Anke Hoffstadt) Der lästige Wiedergänger und die „toten Helden“. Zur Ikonisierung Paul Schulz’ als Held und Märtyrer der frühen nationalsozialistischen „Bewegung“, in: Dominik Groß/Christoph Schweikardt (Hg.): Die Realität des Todes. Zum gegenwärtigen Wandel von Totenbildern und Erinnerungskulturen, Frankfurt am Main/New York 2010, S. 261-299.

  • (Zusammen mit Anke Hoffstadt) Das Blut des Kriegers. Ernst Jüngers „Vermessung der Todeslandschaft“ und die moderne Gewaltforschung, in: Christine Knust (Hg.): Blut. Die Kraft des ganz besonderen Saftes in Medizin, Literatur, Geschichte und Kultur, Kassel 2010, S. 81-100.

  • Die Gräuel an den Leichen der nationalsozialistischen Konzentrations- und Ver­nich­tungslager. Forschung und Erinnerung, in: Dominik Groß/Jasmin Grande (Hg.): Objekt Leiche. Technisierung, Ökonomisierung und Inszenierung toter Körper, Frank­furt am Main/New York 2010, S. 361-386.

  • Vom „Schund und Schmutz“ zum „Zeitalter der Zärtlichkeit“? Populäre sexuelle Aufklärungsliteratur nach der Zerschlagung der „jüdischen“ Sexualwissenschaft 1933, in: Richard Kühl et al. (Hg.): Verfolger und Verfolgte. „Bilder“ ärztlichen Handelns im Nationalsozialismus, Berlin 2010, S. 111-173.

  • (Zusammen mit Tim Ohnhäuser und Stefanie Westermann) Bilder ärztlichen Han­delns im Nationalsozialismus. Eine Umfrage unter Medizinstudierenden heute, in: ebd., S. 261-282.

  • „…Aber in unserem Buch, Herr Sanitätsrat!“ Fragen an Magnus Hirschfelds Publikationspraxis 1929/30, in: Mitteilungen der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft Nr. 41/42 (2009), S. 32-42.

  • (Zusammen mit Stefanie Westermann) „Entsterilisierung“. Diskussion und Praxis der Refertilisierung von Zwangssterilisierten nach 1945, in: Stefanie Westermann et al. (Hg.): Medizin im Dienst der „Erbgesundheit“. Beiträge zur Geschichte der Eugenik und „Rassenhygiene“, Berlin 2009, S. 199-212.

  • (Zusammen mit Klaus Bildstein und Dominik Groß) „Betreff meines ärztlichen Gutachtens gebe ich die eidestattliche Versicherung ab, dasselbe nach bestem Wissen erstattet zu haben“. Eugenisch-psychiatrische Anträge an Erbgesundheitsgerichte am Beispiel des Alexianerkrankenhauses Aachen (1934-1939), in: ebd., S. 39-54.

  • (Zusammen mit Tim Ohnhäuser und Stefanie Westermann) Mangelnde Grundkenntnisse. Umfrage zum Nationalsozialismus, in: Deutsches Ärzteblatt, Jg. 106 (2009), S. A1979-1980.

  • 23 Beiträge in: Volkmar Sigusch/Günter Grau (Hg.): Personenlexikon der Sexualforschung, Frankfurt am Main/New York 2009.

  • (Zusammen mit Anke Hoffstadt) Dead Man Walking. Der „Fememörder“ Paul Schulz und seine „Erschießung am 30. Juni 1934“, in: Historical Social Research, Jg. 34/4 (2009), S. 273-285.

  • Zur Wirkung und Wahrnehmung von Magnus Hirschfelds „Sittengeschichte des Weltkrieges“ (1930-1933), in: Mitteilungen der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft, Nr. 39/40 (2008), S. 23-35.

III. Neuere Buchbesprechungen

  • Rezension von: Katharina Trittel, Hermann Rein und die Flugmedizin. Erkenntnisstreben und Entgrenzung, Paderborn u.a. 2018, in: Sehepunkte, Jg. 19 (2019), Nr. 5 [15.04.2019]  URL: http://www.sehepunkte.de/2019/04/32235.html.

  • Rezension von: Manfred Herzer, Magnus Hirschfeld und seine Zeit, Berlin/Boston 2017, in: Mitteilungen der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft Nr. 61/62 (2018).

  • Rezension von: Wolfgang König, Das Kondom. Zur Geschichte der Sexualität vom Kaiserreich bis in die Gegenwart, Stuttgart 2016, in: Vierteljahresschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Jg. 104 (2017), S. 466-467.

  • Rezension von: Julien Reitzenstein, Himmlers Forscher. Wehrwissenschaft und Me­di­zin­ver­brechen im „Ahnenerbe“ der SS, Paderborn 2014, in: Vierteljahresschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Jg. 102 (2015), S. 385-386.

  • Rezension von: Magnus Hirschfeld, Testament Heft II. Hrsg. von Ralf Dose, Berlin 2013, in: Lu­zifer-Amor, Jg. 27, Nr. 54 (2014), S. 190-191.

  • Rezension von: Regina Wecker et al., Eugenik und Sexualität. Die Regulierung re­pro­duk­ti­ven Verhaltens in der Schweiz, 1900-1960, Zürich 2013, in: Gesnerus, Jg. 70 (2013), S. 369-371.


Lehre

Wintersemester 2020/2021

Übung

Die Welt im Jahr 2000. Vorstellungen von Zukunft im 20. Jahrhundert

 Donnerstag, 18.30 - 19.30 Uhr

 Digital (via Zoom)

 Beginn: 05.11.2020

Weitere Informationen zu der Lehrveranstaltung erhalten Sie hier.

Sommersemester 2020

Übung

LGBT* History. Eine Einführung.

 Donnerstag, 10 - 12 Uhr

 Hegelbau, Raum 505

 Beginn: 23.04.2020

Weitere Informationen zu der Lehrveranstaltung erhalten Sie hier.

Wintersemester 2019/2020

Übung

Hitler

 Mittwoch, 16 - 18 Uhr

 Hegelbau, Raum 505

Beginn: 16.10.2019

Sommersemester 2019

Übung

Kulturelle Moderne in Europa (1890 - 1930)

Wintersemester 2018/2019

Übung

Der Erste Weltkrieg in der Kontroverse

Sommersemester 2018

Übung

Die Wissenschaften im Nationalsozialismus

Wintersemester 2017/2018

Übung

Kulturgeschichte der Weimarer Republik

Sommersemester 2017

Übung

Entgrenzte Gewalt - Forschungen zur Gewaltgeschichte der Weltkriege

Wintersemester 2016/2017

Übung

"Jetzt zieht Leutnant Jünger seinen Mantel aus". Kriegs- und Männlichkeitsbilder im "soldatischen Nationalismus" der Zwischenkriegszeit.

Sommersemester 2016

Übung

München 1918 - 1923

Wintersemester 2015/2016

Übung

Sexualität in der Wissenschaftsgeschichte

Wintersemester 2014/2015

Übung

Kriegsfuturistik im 20. Jahrhundert

Sommersemester 2014

Übung

Die sexuelle Moderne. Europa 1850 - 1990

Wintersemester 2013/2014

Übung

Kriegsausbruch 1914

Sommersemester 2013

Übung

Critische Pfeile. Queer history

Wintersemester 2012/2013

Übung

Der Krieg in den Köpfen. Nachwirkungen des Ersten Weltkriegs in Deutschland