Deutsches Seminar

Zusatzqualifikation für Deutsch als Zweitsprache und sprachbildenden Unterricht

Sprachliche Heterogenität in der Schule

 

Projektleitung
Prof. Dr. Doreen Bryant
Deutsches Seminar, Wilhelmstr. 50 / 545, 72074 Tübingen
Kontakt: doreen.bryantspam prevention@uni-tuebingen.de


Koordination und Mentoring
Slavica Stevanović, M.A.
Deutsches Seminar & Tübingen School of Education
Wilhelmstr. 31 / 303, 72074 Tübingen
Kontakt: slavica.stevanovicspam prevention@uni-tuebingen.de


Studentische Hilfskräfte/Beratung
Deutsches Seminar, Wilhelmstr. 50, 72074 Tübingen
Diana Weskott
Kontakt: diana.weskottspam prevention@student.uni-tuebingen.de

 

Zum Hintergrund

Auch an Gymnasien gehören sprachliche und kulturelle Heterogenität längst zum Alltag. Die praxisorientierte Zusatzqualifikation für Deutsch als Zweitsprache und sprachbildenden Unterricht bereitet Lehramtsstudierende auf den Berufsalltag in sprachlich und kulturell heterogenen Schulklassen vor. Die Studierenden erhalten Einblicke in Spracherwerbsprozesse im Kontext von Mehrsprachigkeit und sprachdidaktische Handlungsoptionen, sie lernen individuelle Übergänge von der Vorbereitungsklasse in die Regel­klasse zu gestalten und Fach­themen sprachsensibel und sprachbildend zu vermitteln. Im Rahmen eines Praktikums an einer unserer Kooperationsschulen haben sie Gelegenheit das im Theorieteil der ZQ vermittelte Wissen anzuwenden.

Eingerichtet 2017 mit Drittmitteln aus der Initiative des Stifterverbandes ‚Spracherwerb stärken – Lehramtsstudierende gewinnen‘ unter dem Titel ‚Fachbezogenes Sprachlerncoaching für den gymnasialen Bildungsweg‘, wird die Zusatzqualifikation seit 2019 mit finanzieller Unterstützung der Stiftung Mercator und in fachlicher Kooperation mit ProDaZ mit dem Schwerpunkt 'Sprachliche Heterogenität in der Schule' durchgeführt.

Durchführung der Zusatzqualifikation

Zielgruppe

Wen adressiert die DaZ-ZQ?

Lehramtsstudierende aller Fachgruppen (Philologien, Gesellschaftswissenschaften, Naturwissenschaften, Mathematik …) und einige Gymnasien und Gemeinschaftsschulen (u. a. aus Tübingen, Reutlingen, Rottenburg) sind an der Maßnahme beteiligt. Die Zusatzqualifikation im Umfang von 16 ECTS ist so gestaltet, dass sie ohne Überlastung studienbegleitend absolviert werden kann, weil sie die Studierenden in einem annehmbaren Zeitrahmen einbindet. Die Studierenden wenden im Praxiseinsatz das zuvor in den Vorlesungen und Seminaren vermittelte Wissen an.

Inhalte

Theorie- und Praxisteil

Theorieteil

Lehrveranstaltungen im Umfang von 13 ECTS:

  • 4 reguläre Veranstaltungen à 3 ECTS (z. B. 1 Vorlesung + 3 Seminare oder ersatzweise 2 Vorlesungen + 2 Seminare)
  • 1 Blockseminar (1 ECTS).

Die Veranstaltungen können in nur einem Semester oder über mehrere Semester verteilt besucht werden (je nach Kapazitäten).

Praxisteil

Schulpraxiseinsatz im Umfang von 3 ECTS: Mindestens 10 Doppelstunden (ungefähr einmal pro Woche eine Doppelstunde, je nach Absprache mit der zuständigen Lehrkraft, entspricht ca. drei Monaten) inkl. des Schreibens eines Reflexionsportfolios (Abgabe am Ende der ZQ).

Typischer Ablauf

Lehrangebote (Theorieteil)

Zu Beginn (nur im Sommersemester angeboten):

  • VL: Sprachliche Heterogenität (Bryant, Doreen, Prof., Dr. phil.) (3 ECTS).

Ersatzweise kann auch folgende VL besucht werden:

  • VL: Zweitspracherwerb: Deutsch als Zweitsprache (Bryant, Doreen, Prof., Dr. phil.) (3 ECTS)

Weitere Lehrangebote (Winter- und Sommersemester):

Wahlweise ein Seminar (3 ECTS) aus dem Themenfeld DaZ/Umgang mit sprachlicher Heterogenität: 'Sprachsensibler Unterricht', 'Sprachdiagnostik', 'Unterrichtskommunikation', 'Sprachlerncoaching', 'Sprachförderung in der Sekundarstufe', 'Alphabetisierung' (je nach Angebot, variiert von Semester zu Semester) ...

Blockangebote (1 ECTS): 'Materialgestützte Sprachbildung', 'DaF-/DaZ-Lehrwerksanalyse' (meist nur WS)

Nach dem ersten Theorieinput, folgt in der Regel ab Herbst (ab WS) die Praxisphase.

Praxisphase

Praxiseinsatz an einer der Kooperationsschulen (u. a. in Tübingen, Reutlingen, Rottenburg, Bad Urach ..., 3 ECTS). In der Regel von ca. Oktober bis Ende des Schuljahres (je nach Absprache mit der Schule).

Lehrangebote im aktuellen Semester

Lehrangebote (Theorieteil)
Vorlesungen (je 3 ECTS)

Ersatzweise kann auch folgende VL besucht werden:

Seminarangebote (je 3 ECTS)
Blockangebote (je 1 ECTS): Kooperationsseminare mit dem ProDaZ (Universität Duisburg-Essen)
  • 30.09.21: Sprachbildung in philologischen Fächern (Dr. Erkan Gürsoy, Stefanie Jahn)
  • 04.10.21: Sprachbildung in gesellschaftswissenschaftlichen Fächern (Denise Büttner, Claudia Forkarth)
  • 07.10.21: Sprachliche Bildung in  naturwissenschaftlichen Fächern und Sport (Dr. Erkan Gürsoy, N.N.)

 

Bewerbungsmodalitäten

Die Zusatzqualifikation startet jeweils zum Sommersemester. Bewerbungen mit Motivationsschreiben (ca. 1 A4-Seite) und Kurzlebenslauf schicken Sie bitte an slavica.stevanovicspam prevention@uni-tuebingen.de.
Einreichung von Bewerbungsunterlagen erst nach Bewerbungsaufruf (ein Bewerbungsaufruf pro Jahr in der Regel per Rundmail der Uni-Tübingen ca. Anfang Februar bis Ende März [Bewerbungsschluss]). Für allgemeine Ablauffragen wenden Sie sich zunächst an die studentische Hilfskraft (Kontaktmöglichkeit und Sprechzeiten s. oben).

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Wann kann man sich für die Teilnahme an der DaZ-Zusatzqualifikation bewerben?

Die Einreichung von Bewerbungsunterlagen empfehlen wir erst nach Bewerbungsaufruf (ein Bewerbungsaufruf pro Jahr in der Regel per Rundmail der Universität Tübingen (ungefähr Anfang Februar bis Ende März [Bewerbungsschluss]).

Wie kann man sich bewerben?

Bewerbungen mit Motivationsschreiben (ca. eine A4-Seite) und Kurzlebenslauf schicken Sie bitte an slavica.stevanovicspam prevention@uni-tuebingen.de (am besten in einem Dokument).

Für welche Studiengänge ist die ZQ vorgesehen?

Die DaZ-ZQ richtet sich an Lehramtsstudierende aller Fachgruppen (Philologien, Gesellschaftswissenschaften, Naturwissenschaften, Mathematik …).

Ab welchem Semester kann man sich für die ZQ bewerben?
Mit der ZQ kann man schon im Bachelor-Studiengang beginnen, besonders empfehlenswert ist der ZQ-Beginn am Anfang des M.Ed.

An welcher Schule wird die Praxisphase absolviert?
Wir haben einige Kooperationsschulen in Tübingen, Reutlingen, Rottenburg, sind aber offen auch für andere Vorschläge (z. B. Schulen mit VKL in der Nähe des Wohnortes). Dabei soll es sich um eine staatliche Schule handeln.

Kann man die Praxisphase der ZQ mit dem Praktikumssemester im M.Ed. kombinieren?
Prinzipiell ja, wenn es sich vereinbaren lässt und die Schule eine VKL, VAB oder Förderklasse und ähnliche Förderangebote hat.

Muss man am Ende der ZQ eine schriftliche Hausarbeit verfassen?

Als Reflexionsmöglichkeit der Theorie-Praxis-Verzahnung und der Praxisphase wird am Ende der ZQ ein Portfolio verfasst.

Kann man die vor Beginn der ZQ absolvierten praktischen Erfahrungen für die ZQ anerkennen lassen?
Nein, denn während der Praxisphase im Rahmen der ZQ wird ein Portfolio verfasst und darin die aktuelle Praxiserfahrung und die Verzahnung der Theorie mit der Praxis reflektiert.

Kann man Veranstaltungen, die man im Rahmen der ZQ besucht, auch für das Studium anerkennen lassen?
Ja, die Vl 'Sprachliche Heterogenität' kann man auch im M. Ed. Modul 3 (BWS-ME3b) anrechnen lassen; die Seminare 'Sprachsensibler Fachunterricht' und 'Sprachstandsdiagnostik' können im M. Ed. Wahlpflichtmodul BWS Vertiefung angerechnet werden: ME-BWS-H-M6 für die neue PO 2020 und ME-BWS-H-M5 für die PO 2018.

Ich nehme an der ZQ teil und kann mich aufgrund meines Studiengangs nicht direkt über ALMA für Veranstaltungen anmelden. Wie gehe ich vor?
Wenn Sie Veranstaltungen nur für die ZQ besuchen, müssen Sie sich nicht über ALMA anmelden. Zugang zu den Seminaren und Seminarunterlagen auf ILIAS bekommen Sie, indem Sie sich bei den Dozierenden per E-Mail melden bzw. über Fr. Stevanovic (für Sammelanmeldungen für die Vorlesungen bzw. Seminare von Fr. Bryant): slavica.stevanovicspam prevention@uni-tuebingen.de