Philosophische Fakultät

Herzlich willkommen an der Philosophischen Fakultät

Zum Sommersemester 2020 begrüßen wir herzlich:

Professorin Dr. Martina Thiele

Professur für Medienwissenschaft mit Schwerpunkt Digitalisierung und Gesellschaftliche Verantwortung

Dr. Martina Thiele hat zum Sommersemester 2020 den Ruf auf die Professur für Medienwissenschaft mit Schwerpunkt Digitalisierung und Gesellschaftliche Verantwortung an der Philosophischen Fakultät angenommen. 

Sie studierte an der Georg-August-Universität Göttingen Slavische Philologie, Publizistik- und Kommunikationswissenschaft sowie Politikwissenschaft und Germanistik. Am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig und promovierte mit einer Arbeit zu „Publizistischen Kontroversen über den Holocaust im Film“. 2001 wechselte sie ans Dortmunder Institut für Journalistik und arbeitete als wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Schwerpunktprogramm „Lesesozialisation bei Informationsmedien“. Nebenbei war sie journalistisch und beratend tätig, unter anderem für das Mediaconsulting Team.

Von 2003 bis 2020 forschte und lehrte Martina Thiele am Fachbereich Kommunikationswissenschaft der Paris-Lodron-Universität Salzburg (PLUS). Zu ihren Schwerpunkten in Forschung und Lehre zählten Kommunikationstheorien, Mediensysteme im internationalen Vergleich, Kommunikations- und Mediengeschichte, Öffentlichkeiten sowie soziale Ungleichheit in und durch Medien. Professorin Thiele ist Mitherausgeberin der Zeitschrift „Journalistik“. Ihre Habilitationsschrift „Medien und Stereotype. Konturen eines Forschungsfeldes“ erschien 2015 in der Reihe Critical Media Studies des transcript-Verlages.

Professorin Thiele war seit 2010 Mitglied und später Vorsitzende des Interdisziplinären Expert*innenrates Gender Studies an der Universität Salzburg. Seit 2015 führt sie regelmäßig Studien im Auftrag der ORF-Mediaforschung und ORF-Gleichstellungskommission durch. Sie beantragte und leitete von 2016 bis 2020 die vom Land Salzburg geförderte Doctorate School geschlecht_transkulturell. Das Angebot einer Professur für Gender Studies an der PLUS erreichte sie zur selben Zeit wie der Ruf aus Tübingen. Seit Mai 2020 lehrt und forscht Martina Thiele am Tübinger Institut für Medienwissenschaft.

Text: Dr. Karl Guido Rijkhoek

Professorin Dr. Regula Forster

Professur für Islamische Geschichte und Kultur (Philosophische Fakultät)

Dr. Regula Forster wurde zum Sommersemester 2020 auf die Professur für Islamische Geschichte und Kultur an der Philosophischen Fakultät berufen.

Forster studierte Germanistik, Arabistik und Philosophie an den Universitäten Zürich, Tübingen und Birzeit. Nach ihrem Studium arbeitete sie als wissenschaftliche Assistentin am Deutschen Seminar der Universität Zürich. Von 2007 bis 2008 forschte Forster an der Universität Oxford (St Edmund Hall), gefördert wurde sie in dieser Zeit durch ein Stipendium für fortgeschrittene Forschende des Schweizerischen Nationalfonds. Im Anschluss wurde sie auf eine Juniorprofessur für Arabistik an der Freien Universität Berlin berufen, dort lehrte und forschte sie von 2008 bis 2016. Forster wurde 2015 im Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften an der Freien Universität Berlin habilitiert und erhielt die venia legendi für Arabistik und Islamwissenschaft. Ihre Habilitationsschrift verfasste sie über das Thema „Wissensvermittlung im Gespräch. Eine Studie zu klassisch-arabischen Dialogen“.

2016 erhielt Forster eine Förderungsprofessur des Schweizerischen Nationalfonds, seitdem leitet sie an der Universität Zürich ein Projekt zum Thema „Zwischen Religion und Alchemie“. Das Projekt untersucht das Leben des marokkanischen Gelehrten und Alchemisten Ibn Arfaʿ Raʾs, seine Werke und ihre breite Rezeption in der arabisch-islamischen Welt. Im Zentrum steht die Frage, wie traditionelle religiöse Gelehrsamkeit in der arabisch-islamischen Welt mit einer Geheimwissenschaft wie der Alchemie zu vereinbaren war. 2018 wurde sie erneut auf eine Professur für Arabistik an der Freien Universität Berlin berufen. 

Zu Forsters Forschungsinteressen zählen die Geschichte und Kultur der vormodernen arabischen Welt, die Natur- und Geheimwissenschaften insbesondere die Alchemie, der Dialog als literarische Form und die wissensvermittelnde Literatur. Zudem forscht sie zum Koran und dessen Interpretation sowie zum west-östlichen Kulturkontakt.

Text: Alisa Koch

Zum Wintersemester 2019/20 begrüßen wir herzlich:

Jun.-Prof. Dr. James Griffiths

Juniorprofessur für Linguistik des Englischen (Philosophische Fakultät)

Dr. James Griffiths (geb. 1985) wurde zum Wintersemester 2019/2020 auf die Juniorprofessur für Linguistik des Englischen an der Philosophischen Fakultät berufen. Er studierte Philosophie und Linguistik an der University of Sheffield in England und an der Universität Leiden in den Niederlanden. 2015 wurde er in Linguistik an der Universität Groningen in den Niederlanden am Zentrum für Sprache und Kognition promoviert. Von 2016 bis 2018 arbeitete er als Postdoktorand an der Universität Konstanz. Anschließend lehrte er dort englische Linguistik und forschte als Associated Research Fellow am Zukunftskolleg der Universität Konstanz. Zuletzt war er Dozent an der Universität Leiden für die Studiengänge Linguistik sowie Englische Sprache und Kultur.

Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich von Syntax und Spracherwerb. Griffiths untersucht die Wirkung von Diskursstruktur auf Grammatikalität und die Variation von Wortreihenfolge zwischen und innerhalb von Sprachen. 

Text: Alisa Koch

Zum Sommersemester 2019 begrüßen wir herzlich:

Jun.-Prof. Dr. Christina Brauner

Dr. Christina Brauner (geb. 1989) wurde zum Sommersemester 2019 auf die Juniorprofessur für Globalgeschichte des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit an der Philosophischen Fakultät berufen. Sie studierte Geschichte und Philosophie an der Universität Münster und promovierte 2014 mit einer Arbeit über europäisch-afrikanische Beziehungen und Verflechtungsprozesse an der Gold- und Sklavenküste im 17. und 18. Jahrhundert. Bevor sie nach Tübingen berufen wurde, arbeitete sie an der Universität Münster, der Universität Bielefeld sowie zuletzt an der Humboldt-Universität zu Berlin und forschte als Gastwissenschaftlerin an der Princeton University und am University College London.

In ihrem aktuellen Buchprojekt untersucht sie Praktiken der Werbung zwischen dem 15. und dem 18. Jahrhundert. Sie rekonstruiert, wie Dinge bewertet, beworben und verkauft wurden und was Menschen zu Konkurrenten machte, und nimmt so Märkte als soziale Handlungsräume in den Blick. Das Projekt zielt auch darauf, gängige Gegenüberstellungen von "moderner" und "vormoderner" Ökonomie zu hinterfragen, die bis heute unser Denken über Märkte und mögliche Alternativen bestimmen.

Daneben leitet sie im Bielefelder SFB 1288 "Praktiken des Vergleichens" ein Projekt zur Rechtsprechung in frühneuzeitlichen Kontaktzonen und arbeitet im Rahmen des DFG-Netzwerks "Versprechen der Märkte" an einer Monographie zur Wirtschaftskulturgeschichte der Frühen Neuzeit mit. Weitere Forschungsinteressen sind die Geschichte des Völkerrechts und der Außenbeziehungen, die religiöse Polemik sowie die Geschichtstheorie. Foto: Friedhelm Albrecht / Universität Tübingen