27.08.2025
Können individuelle Ressourcen wie Zielstrebigkeit und Anpassungsfähigkeit strukturelle Hürden ausgleichen? Der Artikel in Journal of Adolescence verbindet strukturelle regionale Merkmale mit der Persönlichkeit und verfolgt somit einen interdisziplinären Ansatz an der Schnittstelle von Psychologie und Soziologie. Die Forscherinnen analysierten Daten aus dem Nationalen Bildungspanel (NEPS) und betrachteten dabei vier Erfolgsindikatoren:
Das Ergebnis:
Jugendliche, die sowohl hartnäckig ihre Ziele verfolgen als auch flexibel auf Veränderungen reagieren können, haben in Regionen mit guten Arbeitsmarktaussichten besonders gute Chancen. In Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit kann diese Kombination jedoch sogar hinderlich sein. Die Autorinnen empfehlen daher, Förderprogramme differenzierter zu gestalten: Zielstrebigkeit allein reicht nicht – sie muss zum regionalen Kontext passen.
Theuer, N.; Weßling, K., (2025): Successful School-to-Training Transitions—Can Individual Goal-Striving Resources Compensate for Structural Obstacles in the Local Context? Journal of Adolescence. https://doi.org/10.1002/jad.70037
Rebecca Beiter
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