Uni-Tübingen

Aktuelles

Internationale Konferenz des Teilprojektes C 04

Speaking to God and the World

 

Datum: 25. - 27. März 2021
Veranstaltungsort: Online
Organisation Ruth Conrad, Roland Hardenberg, Matthias Mader, Max Stille

Programm (Flyer)


VolkswagenStiftung: Opus Magnum für Renate Dürr

Herzlichen Glückwunsch!

Prof. Dr. Renate Dürr (Teilprojekt C 05) erhielt im Januar 2021 die Opus Magnum Förderung der VolkswagenStiftung. 


Die Wikinger: Ein Mythos zwischen Pop- und Erinnerungskultur

Neue Ausstellung im Virtuellen Museum

Die Wikinger sind in der Popkultur allgegenwärtig. So werden die Meisten einen Wikinger erkennen – etwa an einem Hörnerhelm – oder auch ein Wikingerschiff identifizieren können: Die lang-schmale Form, die Schilde an der Reling, Ruder sowie Segel, oft rot-weiß gestreift, und der an der Vorderseite des Schiffes angebrachte Drachenkopf (am Steven) – das sind die typischen Merkmale. Mit diesen Bildern wird oft die Vorstellung von Entdeckern, Plünderern und Eroberern transportiert, die auf ihren Kriegsschiffen die Welt heimsuchten. Diese Darstellungsweise erzählt jedoch mehr über unsere Geschichtsbilder als über historische Realitäten. Aber woher stammen diese Klischees und wie authentisch sind sie? Darum geht es in dieser Ausstellung, die den Wikingermythos als Marke, als Sehnsuchtsort und als Identitätsstifter darstellt.

Zur Ausstellung: https://museum-ressourcenkulturen.de/ausstellung/


Veröffentlichung in der SFB 1070 Buchreihe: RessourcenKulturen 11

Waters. Conference proceedings for “Waters as a Resource” von Sandra Teuber, Anke Scholz, Thomas Scholten und Martin Bartelheim (Hrsg.):

This volume contains the conference contributions of scientists of the SFB 1070 presented at the conference “Waters as a Resource”, which was organized in cooperation with DEGUWA (Deutsche Gesellschaft zur Förderung der Unterwasserarchäologie e.V.) and took place in Tübingen from March 15th to 18th 2018.
The conference proceedings focus on different resources provided by waters or on the ResourceComplexes connected to them. After a brief reflection on theories and methods used within the SFB 1070 to study and understand resources, conceptions of water bodies in cultural anthropology and archaeology are compared using the examples of the Guadalquivir and Syr Darya Rivers. The third contribution investigates water management on islands and its influences on the identity of the islanders. The fourth chapter shows how seclusion on islands can be an important resource for island communities in the Strait of Sicily. Waters as means for identity formation in medieval monasteries is the focus of the fifth chapter, which is followed by a contribution that investigates the impact of maritime food sources on Viking Life.  The last study analyses Greek settlements in the Black Sea. All contributions illustrate how a new perspective on resources opens up new possibilities for interpretation.

Der Band ist in gedruckter Form (Email an unispam prevention@pro-business.de) und als Open Access Download verfügbar.


Bewegte Dinge?

Weit entfernte Regionen werden seit Beginn der Menschheitsgeschichte durch Handel miteinander verbunden. Handel ist dabei selten nur einfacher Austausch materieller Güter (Rohstoffe, Nahrung, Werkzeug). Er beinhaltet gleichzeitig den Transfer von Wissen, Praktiken und Technologien (immaterieller Ressourcen). Archäologen, Geographen und Anthropologen können die Komplexität dieser Austauschbeziehungen anhand von Gegenständen nachvollziehen. Die folgenden Objekte aus Wirtschaft, Kultur und Ernährung zeigen welchen Einfluss Handel auf die Entwicklung von gesellschaftlichen Strukturen hat und wie die Mobilität von Gütern und Menschen durch die Zeit verfolgt werden kann.

Zur Ausstellung: https://museum-ressourcenkulturen.de/ausstellung/


Veröffentlichung in der SFB 1070 Buchreihe: RessourcenKulturen 10

Ur- und frühgeschichtliche Siedlungsdynamiken zwischen Gunst- und Ungunsträumen in Südwestdeutschland. Landschaftsarchäologische Untersuchungen zur Baar und den angrenzenden Naturräumen des Schwarzwaldes und der Schwäbischen Alb von Jan Johannes Miera:

Die Untersuchung von Mensch-Umwelt-Beziehungen gehört zu den Schwerpunkten der siedlungs- und landschaftsarchäologischen Forschung. Ur- und frühgeschichtliche Siedlungsdynamiken zwischen Gunst- und Ungunsträumen werfen eine Reihe von Fragen hinsichtlich der auslösenden Faktoren für die Erschließung und Wahrnehmung bzw. Nutzung von Landschaften mit unterschiedlichen agrarwirtschaftlichen Voraussetzungen auf. Im Fokus der vorliegenden Arbeit stehen eine theoretische und methodische Auseinandersetzung mit diesem Themenkomplex innerhalb der deutschsprachigen Prähistorischen Archäologie sowie eine Untersuchung von ur- und frühgeschichtlichen Siedlungsdynamiken anhand eines Fallbeispiels aus dem südwestdeutschen Raum. Ausgehend von einer archäologischen Quellenkritik werden mittels Geographischer Informationssysteme (GIS) Veränderungen in der Landnutzung auf der Baar und in angrenzenden Naturräumen der Südostabdachung des Mittleren Schwarzwaldes sowie der Schwäbischen Alb erfasst und mit Erkenntnissen aus anderen Untersuchungsregionen diskutiert. Die Datenbasis umfasst 1826 Fundstellen aus der Zeit vom Paläolithikum bis zum Ende des Hochmittelalters und wird durch AMS-Radiokarbondatierungen von Holzkohleproben und OSL-Datierungen von Sedimentproben aus Kolluvien ergänzt. Die Synthese dieser archäologischen und bodenkundlichen Daten ermöglicht es, die wechselnde Erschließung und Konzeptualisierung der Baar, des Schwarzwaldes und der Schwäbischen Alb zu erfassen. Durch die Berücksichtigung von theoretischen Ansätzen aus der Anthropologie und Geographie werden alternative Perspektiven für den archäologischen Umgang mit Gunst- und Ungunsträumen aufgezeigt.


Der Band ist in gedruckter Form (Email an unispam prevention@pro-business.de) und als Open Access Download verfügbar.


Tagungsanmeldung

Burg - Adel - Landschaft
Burgen als landschaftsprägende Ressourcen im Mittelalter
Datum 22. - 23. Oktober 2020
Veranstaltungsort Online

Organisation

Projektleitung

Jonas Froehlich

Prof. Dr. Sigrid Hirbodian, Prof. Dr. Rainer Schreg

Anmeldung bis spätestens 19.10.2020 an sekretariat.ifglspam prevention@ifgl.uni-tuebingen.de

Flyer
Programm


Charity for and by the Poor

Publikation von Dr. Laura Dierksmeier

Als Spanien im Laufe des 16. Jahrhundert Lateinamerika kolonisierte, verfolgten spanische Missionare unterschiedliche Strategien, um die einheimische Bevölkerung zum katholischen Glauben zu bekehren. Dazu gehörte das Gründen von Schulen, Chören und karitativen Bruderschaften.

In ihrer Studie untersucht Laura Dierksmeier, wie die Franziskaner in Mexiko umfassendes Netzwerk aus lokalen Bruderschaften und zugehörigen sozialen Einrichtungen aufbauten. Sie zeigt auf, wie die franziskanische Missionsanweisung, die Werke der Barmherzigkeit durch Akte der Wohltätigkeit zu verwirklichen, nicht nur die Ziele, die Verwaltung und die Arbeit der einheimischen Bruderschaften inspirierte, sondern auch ihre Krankenhaus- und Waisenversorgung sowie ihre Beiträge zur moralischen Ökonomie: zum Beispiel durch die Freilassung von Schuldgefangenen und den Geldverleih an Arme.

Durch eine Analyse von Dokumenten der Bruderschaften sowie von Rechtsstreitigkeiten, Testamenten, Missionskorrespondenz und Pfarrakten argumentiert Dierksmeier, dass die Bruderschaften zu einer wesentlichen Institution wurden, um die Bevölkerung während Epidemien zu unterstützen, die verschiedenen einheimischen Klassen des ehemaligen Aztekenreiches gesellschaftlich zu integrieren und die indigene Selbstverwaltung innerhalb religiöser Kreise zu stärken.

Die von den Franziskanern gegründeten Bruderschaften bauten soziale Strukturen auf, in denen die Armen nicht nur Empfänger von Unterstützung, sondern durch ihre freiwillige Teilnahme auch selbstermächtigte Akteure der Gemeinschaftspflege sein konnten; daher der Titel der Arbeit: Charity for and by the Poor.

Link zum Buch

Pressemitteilung (29.07.2020)


Pressemitteilung: Museumsbesuch auf dem Sofa

Im virtuellen Museum des Sonderforschungsbereichs RessourcenKulturen reisen Besucher um die Welt und durch die Zeit

29.04.2020

Was haben über 3000 Jahre alte Kunstgegenstände aus der Königsgruft von Qaṭna im heutigen Syrien, der ca. 1000 Jahre alte Wall im nordeuropäischen Haithabu und die mittelalterlichen Burgen Staufeneck und Ramsberg im Filstal gemeinsam? Sie alle repräsentieren Macht. Und sie alle sind Teil der Ausstellung „Symbole der Macht - (Un)sichtbare Repräsentation“ im virtuellen Museum des Sonderforschungsbereichs RessourcenKulturen an der Universität Tübingen, das seit März online zu besichtigen ist.  
 
Drei „Räume“ erwarten die Besucher: Man kann durch die Ausstellung schlendern, sich interessante Objekte, wie Donut-Steine aus dem Iran, antike Zisternen auf Mittelmeerinseln und Wikingerkatzen in der Schausammlung ansehen oder man klickt sich durch die vielen Projekte im Depot, in denen der Sonderforschungsbereich aktiv ist. An einer Timeline entlang können Projekte von der Altsteinzeit bis in die Gegenwart durchwandert werden, an denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Archäologie, Ethnologie, Geschichts- und Geowissenschaft, sowie vielen Fachrichtungen mehr, interdisziplinär arbeiten.
 
„Die Idee für das Museum entstand vor etwa zwei Jahren“, sagt Professor Thomas Thiemeyer, der die Projektgruppe rund um das virtuelle Museum geleitet hat. „Wir möchten nicht nur das Fachpublikum ansprechen, sondern einer breiteren Öffentlichkeit zeigen, wie Wissenschaft arbeitet und wie wir über die Analyse von Fundstücken, die zum Teil tausende Jahre alt sind, zu neuen Erkenntnissen kommen, die auch heute relevant sind.“ „Es war natürlich auch eine Herausforderung, mit den über 60 Mitgliedern unseres Sonderforschungsbereichs an einem gemeinsamen Projekt zu arbeiten“, meint Dr. Sandra Teuber, die wissenschaftliche Koordinatorin des SFB 1070 und ergänzt: „Das Beeindruckende war aber, dass wirklich alle sich mit Ihren Ideen, Fotos, Videos und Texten eingebracht haben, und das neben ihrer eigentlichen Forschung.“
 
Das virtuelle Museum des Sonderforschungsbereichs 1070 RessourcenKulturen macht den  Museumsbesuch von zu Hause aus möglich und ist damit gerade jetzt der richtige „Besuchertipp“.

 

Zum Museum: https://museum-ressourcenkulturen.de  
Zur Pressemitteilung klicken Sie bitte: hier
Download: 2020-04-29_Virtuelles_Museum_SFB


News from Paola and her team

We are still in Duhok, Iraqi Kurdistan. We came here 6 weeks ago for our last study season (Project B07). The airport is closed at the moment, but we hope it will be re-opened by the end of the month, so that we can fly safely home as soon as possible.

We are all well, we try to make the best use of the time we have left here.


Mesa Redonda & Siete Arroyos Fieldwork

The A02 team spent some time at Mesa Redonda and Siete Arroyos (Villaverde, Spain) doing fieldwork, prior to the Covid-19 shut down in Spain and the new measures taken in Germany. We are happy that they returned to Germany safely and are now working remotely from home. Still, we are looking forward too hear about their results and stories from the field!


Das S-Projekt des SFB 1070 RessourcenKulturen unterstützt Folding@home

Folding@home ist ein globales Projet zur Erforschung von Mechanismen der Proteinfaltung. Dies ist für viele medizinische Themen wie Alzheimer, Krebs und aktuell das Corona-Virus von großer Wichtigkeit. Mit den starken Workstations des SFB 1070 für das maschinelle Lernen wird damit ein Beitrag zur Datenanalyse im Großrechnerverbund geleistet.