Uni-Tübingen

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09.11.2015

Symposium „Historische und kulturelle Narrative“

12. November, 18.00 Uhr

Als im vergangenen Jahr während der Euromajdan-Revolution in der Ukraine an vielen Orten die Lenin-Denkmäler fielen, wurde das von einem Teil der Bevölkerung als längst überfällige Abwendung vom sowjetischen Erbe begrüßt, andere hingegen sprachen von Akten des Vandalismus und fühlten sich um ihre Erinnerung beraubt. Nicht erst der Sturz der Lenin-Denkmäler zeigt, dass der Kampf um Symbole und Deutungen historischer Ereignisse im östlichen Europa erbittert, ja teilweise sogar mit Gewalt geführt wird.


Wir laden Sie recht herzlich ein zur Eröffnung des Symposiums


„Historische und kulturelle Narrative. Konkurrenzen und Verflechtungen im östlichen Europa“

am Donnerstag, den 12. November, 18.00 Uhr,
im Pfleghofsaal, Schulberg 2


Es sprechen die Kiewer Literaturwissenschaftlerin Dr. Tamara Hundorova zum Thema „Generations in Contemporary Ukrainian Literature“ und die Moskauer Historikern Prof. Dr. Irina Savelieva über „Professional History and Public History: Goals and Means in Historical Narratives“. Die Vorträge finden in englischer Sprache statt.


Anschließend freuen wir uns, mit Ihnen bei einem Empfang ins Gespräch zu kommen.
Am Freitag, den 13. November, findet im Rahmen des dreitägigen Symposiums eine Podiumsdiskussion zum Thema „Kosaken, Krieg und Krim-Mythos. Erinnerungskulturen und Geschichtspolitiken in Russland, der Ukraine und Belarus“ statt, in der die Historiker Dr. Alexej Bratochkin (Minsk), Prof. Dr. Tanja Penter (Heidelberg), Prof. Dr. Guido Hausmann (München) und der Literaturwissenschaftler Dr. Roman Dubasevych (Greifswald) über historische Ereignisse, Symbole und deren heutige Interpretation und Instrumentalisierung sprechen. Die Veranstaltung beginnt 19.00 Uhr im Hörsaal 23 des Kupferbaus, Hölderlinstraße 5.

Wir laden Sie zu beiden Veranstaltungen herzlich ein und freuen uns auf Ihr Kommen. Das Symposium ist eine Kooperation mit dem Institut für Osteuropäische Geschichte und Landeskunde und wird vom Auswärtigen Amt gefördert.

Prof. Dr. Schamma Schahadat Prof. Dr. Klaus Gestwa

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