Uni-Tübingen

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23.09.2019

TAGUNG Wer gestaltet die Stadt? Gesellschaftspolitische Diskussionen im Kontext rechter Konjunkturen 16.11.19, Hotel Silber, Stuttgart

Das Forschungsprojekt „Populismus, Demokratie, Stadt“ und der Stuttgarter Bürgerverin "Die AnStifter" laden zum Austausch ein. Gemeinsam mit Vertreter*innen aus politischer Bildung, Gewerkschaften und zivilgesellschaftlichen Initiativen wird über die Folgen des gegenwärtigen Rechtsrucks für stadtpolitische Debatten und über den Umgang mit rechten Positionen im Alltag diskutiert.

Rechte Protestbewegungen und jüngste Wahlergebnisse zeigen, dass sich der gegenwärtige Rechtsruck sowohl im ländlichen Raum als auch in Städten beobachten lässt. Das an den Universitäten Tübingen und Jena angesiedelte Forschungsprojekt „Populismus, Demokratie, Stadt“ (PODESTA) widmet sich der städtischen Ebene. Es folgt der Annahme, dass gegenwärtige Erfolge der Rechten auch vor dem Hintergrund einer Krise der Demokratie zu verstehen sind. In der Stadt sind damit einerseits Defizite politischer Beteiligung – etwa bei Großbauprojekten oder in der Wohnungs- und Verkehrspolitik – angesprochen, die für rechtspopulistische Elitenkritik vereinnahmt werden können. Andererseits bringt die Vielfalt unterschiedlicher Lebensentwürfe Konflikte um städtisches Zusammenleben mit sich, die mit rechten Deutungsangeboten in fremdenfeindliche Ressentiments umschlagen können und Spaltungen im städtischen Alltag hinterlassen. Das Forschungsprojekt untersucht derartige Konfliktlagen in Stuttgart und Leipzig.

Im Rahmen der gemeinsam mit dem Bürgerprojekt Die AnStifter ausgerichteten Tagung werden bisherige Forschungsergebnisse vorgestellt und von zivilgesellschaftlichen Akteur*innen kommentiert. Zentrales Anliegen ist es, mit der Stuttgarter Stadtgesellschaft ins Gespräch zu kommen. Schließlich sind es gerade zivilgesellschaftliche Initiativen, die in der Stadt für mehr Beteiligung, soziale Gerechtigkeit und Toleranz eintreten. Dabei sind auch sie gefragt, Antworten auf gegenwärtige rechte Konjunkturen zu entwickeln.
Gemeinsam mit Vertreter*innen aus politischer Bildung, Gewerkschaften und zivilgesellschaftlichen Initiativen sollen folgende Fragen erörtert werden: Welche Folgen hat der gegenwärtige Rechtsruck für stadtpolitische Debatten? Wie kann mit rechten Positionen im Alltag umgegangen werden? Wie kann der Forderung nach einem guten Leben in der Stadt entsprochen werden?

Mit: Tom Adler (Fraktionsvorsitzender Die Linke und Bündnis Recht auf Wohnen), Jan Bleckert (Trainer die Stammtischkämpfer*innen, Verdi Fils-Neckar-Alb), Peter Erben (Bürgerinitiative Neckartor), Peter Grohmann (Die AnStifter), Katharina Hajek (Politikwissenschaftlerin Universität Koblenz-Landau), Friederike Hartl (Bildungsreferentin Stadtjugendring Stuttgart), Joachim Stein (Weissenburg Zentrum LSBTTIQ),

Sa, 16. November 10:00 – 16:30, Foyer „Hotel Silber“ (Dorotheenstraße 10, Stuttgart)

Das vollständige Tagungsprogramm kann unter folgendem Link heruntergeladen werden:
podesta-projekt.de/wp-content/uploads/2019/09/Poster_PoDeSta_3.pdf


Eintritt frei.
Um Anmeldung wird gebeten: gisela.mackenroth@izew.uni-tuebingen.de

Veranstaltet von den AnStiftern und dem Forschungsprojekt PODESTA
(IZEW, Universität Tübingen)
www.podesta-projekt.de
www.die-anstifter.de

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