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		<title>Institutsstartseite</title><link>https://uni-tuebingen.de/pt/einrichtungen/verwaltung/stabsstellen/hochschulkommunikation/onlinekommunikation/styleguide/musterseiten/institutsstartseite/</link><description>Der RSS Feed der Universität Tübingen</description><language>en-EN</language><copyright>Universität Tübingen</copyright><pubDate>Sun, 06 Sep 2026 22:21:35 +0200</pubDate><lastBuildDate>Sun, 06 Sep 2026 22:21:35 +0200</lastBuildDate><item><guid isPermaLink="false">news-135408</guid><pubDate>Fri, 04 Sep 2026 10:04:26 +0200</pubDate><title>Brasilien: Schnell noch heiraten aus Angst, das Recht auf gleichgeschlechtliche Ehe zu verlieren</title><link>https://uni-tuebingen.de/pt/news-default/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=135408&amp;cHash=af652e18dd85cc819e8734c124b77e9d</link><description>Zahl lesbischer und schwuler Trauungen stieg nach Wahl Jair Bolsonaros im Jahr 2018 zum Präsidenten vorübergehend sprunghaft an – Stärkster Anstieg vor Amtsantritt in Hochburgen Bolsonaros</description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Wahl Jair Bolsonaros, der sich wiederholt homophob geäußert hatte, im Jahr 2018 zum Präsidenten Brasiliens hat dort die Zahl gleichgeschlechtlicher Trauungen vorübergehend sprunghaft ansteigen lassen. Der Anstieg war in den Städten und Gemeinden besonders hoch, in denen zuvor besonders viele Wählerinnen und Wähler für Bolsonaro gestimmt hatten. Das zeigt eine Studie der Universitäten Tübingen und Valencia sowie der Universität für Wirtschaft und Recht in Oestrich-Winkel, die im <i><span lang="en" dir="ltr">Journal of Population Economics</span></i> erschienen ist.</p><p>„Bereits ein befürchteter Verlust von Rechten kann das Verhalten der Angehörigen von Minderheiten direkt beeinflussen – sogar dann, wenn die Furcht unbegründet ist und sich die Rechtslage wie in Brasilien gar nicht ändern kann“, sagt Mateus Maciel, einer der Autoren der Studie und Doktorand im Bereich Internationale Wirtschaftsbeziehungen und Arbeitsmärkte. Für die Forschenden stellt das kein irrationales Verhalten dar, weil die Betroffenen die Kosten eines möglichen Verlusts auf ihr Recht zu heiraten höher bewerten als die Kosten einer Eheschließung. Es genüge also bereits eine geringe Wahrscheinlichkeit für eine Gesetzesänderung, um die spontanen Eheschließungen auszulösen.</p>]]></content:encoded><category>Pressemitteilungen</category><category>Landingpage-Aktuell</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-135135</guid><pubDate>Mon, 17 Aug 2026 15:07:29 +0200</pubDate><title>Unterhaltungswert im europäischen Fußball trotz Dominanz von Topclubs hoch</title><link>https://uni-tuebingen.de/pt/news-default/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=135135&amp;cHash=e1427361a0499329c1b687d3866391cf</link><description>Studie der Universität Tübingen und der Universität Zürich misst Unterhaltungswert in fünf europäischen Topligen – Spiele mit Topclubs sind oft weniger spannend, liefern aber dennoch Überraschungen</description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Attraktivität von Fußballspielen für Zuschauerinnen und Zuschauer gilt als eine zentrale Voraussetzung für den Erfolg professioneller Sportligen. Entsprechend beschäftigen sich Ligaverantwortliche mit der Frage, wie Wettbewerbe möglichst interessant gestaltet werden können. Aber wie kann man Attraktivität von Spielen und Wettbewerben messen?</p><p>Eine verbreitete Annahme lautet: Je geringer die Leistungsunterschiede zwischen den Teams und je schwieriger der Ausgang eines Spiels vorherzusagen ist, desto attraktiver ist das Spiel. Ob sich der Unterhaltungswert von Fußballspielen tatsächlich über die Vorhersagbarkeit von Ergebnissen erklären lässt, haben Forschende der Universität Tübingen und der Universität Zürich gemeinsam untersucht anhand von Spielen der<span lang="en" dir="ltr"> Premier League</span>, Bundesliga, La Liga, Serie A und Ligue 1. Die Ergebnisse zeigen, dass er sich genauer beschreiben lässt, wenn statt einer einzigen Kennzahl zwei unterschiedliche Aspekte des Zuschauererlebnisses betrachtet werden: Spannung und Überraschung tragen zur Attraktivität eines Spiels bei, fallen jedoch oft unterschiedlich aus. Die Studie ist im <i>European Journal of Operational Research</i> erschienen.</p><h3>Unsicherer Ausgang allein erklärt Attraktivität nur unvollständig</h3><p>„In der Sportökonomik wird häufig angenommen, dass eine größere Unsicherheit über den Spielausgang automatisch attraktivere Wettbewerbe schafft“, sagt Professor Tim Pawlowski vom Institut für Sportwissenschaft der Universität Tübingen. „Die empirischen Ergebnisse dazu sind jedoch uneinheitlich. Deshalb wollten wir genauer verstehen, was den Unterhaltungswert von Fußballspielen ausmacht, auch im Zeitverlauf.“</p><p>Frühere Untersuchungen zeigen, dass Spannung (<i><span lang="en" dir="ltr">Suspense</span></i>) und Überraschung (<i><span lang="en" dir="ltr">Surprise</span></i>) eng mit dem Zuschauerinteresse zusammenhängen. Die Forschenden nutzten deshalb diese beiden Maße für ihre Studie. Ein Spiel ist demnach spannend, wenn während des Spiels mehrere Ergebnisse möglich erscheinen und man möglichst lange nicht weiß, welches eintreten wird. Überraschung beschreibt hingegen ein unerwartetes Ereignis wie beispielsweise der Führungstreffer eines Außenseiters.</p><h3>Leistungsunterschiede bei Teams beeinflussen die Spannung stärker als die Überraschung</h3><p>Um Spannung und Überraschung in realen Fußballspielen bewerten zu können, entwickelten die Forschenden zunächst einen Vergleichsmaßstab. Dazu simulierten sie theoretisch ausgeglichene Begegnungen, in denen beide Mannschaften gleich stark sind und sich lediglich durch den Heimvorteil unterscheiden. Aus diesen Simulationen leiteten sie Referenzwerte ab, die zeigen, wie viel Spannung und Überraschung in einem ausgeglichenen Wettbewerb zu erwarten sind. Anschließend verglichen sie die Werte mit mehr als 25.000 Spielen aus der Premier League, Bundesliga, La Liga, Serie A und Ligue 1.</p><p>Die Simulationen zeigten, dass Spannung und Überraschung auf unterschiedliche Weise zum Unterhaltungswert eines Spiels beitragen. Spiele mit wenigen Toren bleiben häufig länger offen und erzeugen dadurch mehr Spannung. Wenn dagegen viele Tore auf beiden Seiten fallen, nehmen die Möglichkeiten für unerwartete Wendungen zu, wodurch der Überraschungseffekt im gesamten Spiel größer wird. Zudem wirken sich Leistungsunterschiede zwischen Mannschaften deutlich stärker auf die Spannung als auf die Überraschung aus.</p><p>Im Vergleich der Referenzdaten mit realen Spielen zeigte sich, dass die durchschnittliche Spannung vieler Spiele unter den Werten lag, die für theoretisch ausgeglichene Begegnungen zu erwarten wären. Besonders deutlich war dies bei Spielen mit Topclubs. Bei der Überraschung zeigten sich hingegen nur geringe Abweichungen von den Referenzwerten. Unerwartete Spielverläufe und Ergebnisse traten also auch dort regelmäßig auf, wo die Mannschaften unterschiedlich stark waren.</p><h3>Kein einheitlicher Rückgang von Spannung und Überraschung im Spitzenfußball</h3><p>In den vergangenen Jahren kamen verschiedene Studien zu dem Schluss, dass der europäische Profifußball immer unausgeglichener und damit auch unattraktiver wird. Die aktuelle Untersuchung zeichnet ein differenzierteres Bild. Die Forschenden fanden keinen allgemeinen Rückgang von Spannung und Überraschung über alle fünf Topligen hinweg. In manchen Ligen und Vereinen gingen die Werte zurück, in anderen blieben sie stabil oder stiegen sogar an.</p><p>Die Forschenden sehen in Spannung und Überraschung eine Möglichkeit, die Attraktivität von Fußballspielen differenzierter zu bewerten. Die Ergebnisse könnten dazu beitragen, die Folgen von Wettbewerbsreformen künftig genauer einzuschätzen.</p>]]></content:encoded><category>Pressemitteilungen</category><category>Landingpage-Aktuell</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-135093</guid><pubDate>Fri, 14 Aug 2026 17:00:00 +0200</pubDate><title>Alte DNA lässt Dynamik der frühen Besiedlung pazifischer Inseln erkennen</title><link>https://uni-tuebingen.de/pt/news-default/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=135093&amp;cHash=10e0b7fd4512a859a5c26a1b2e7d0b93</link><description>Team des Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen untersucht Wanderungen der Menschen der vergangenen 3.000 Jahre im Südpazifik</description><content:encoded><![CDATA[<p>Neue genetische Untersuchungen an alten menschlichen Skeletten aus dem Südpazifik werfen Licht auf die komplexe Besiedlungsgeschichte der weitläufigen Region in den vergangenen 3.000 Jahren. Mit Inselstaaten wie Vanuatu, Fidschi und Tonga ist die Region Heimat von Gesellschaften mit einer ungewöhnlich großen Diversität in Sprache und Kultur. Unter der Leitung von Professor Cosimo Posth vom Senckenberg <span lang="en" dir="ltr">Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment</span> an der Universität Tübingen zeichnete ein internationales Team mit interdisziplinären Forschungsgruppen aus dem Südwestpazifik und Europa die großen Wanderungen der Menschen nach, die die Entstehung der kulturellen Diversität auf den Inseln im Südpazifik beeinflussten. Das Team konnte die zeitlichen Abläufe der Wanderungsbewegungen genauer als bisher datieren. Die neue Studie wurde in der Fachzeitschrift <i>Cell</i> veröffentlicht.</p><p>In der Studie wurde ein Bereich im Südpazifik untersucht, der die großen Inselgruppen Vanuatu, Neukaledonien, Fidschi und Polynesien umfasst. Polynesien ist die Inselregion, die auf der Landkarte im Pazifik ein Dreieck aufspannt zwischen Neuseeland im Süden, Hawaii im Norden und der Osterinsel im Osten. Das Untersuchungsgebiet umfasste insgesamt mehr als 30 Millionen Quadratkilometer. Mit mehr als 200 Sprachen ist der Südpazifik Heimat von Inselgesellschaften, die durch das frühere Zusammentreffen hochdiverser Gruppen entstanden und eines der kulturell und sprachlich vielfältigsten Meeresgebiete auf der Erde bilden. „In diese Region gelangten Menschen erstmals durch eine der großen Ausbreitungswellen in Richtung des offenen Ozeans, die vor rund 5.000 Jahren in Südostasien begannen. Die zuvor unbewohnten Archipele Vanuatu, Fidschi und Tonga erreichten die Menschen bereits vor 3.000 Jahren“, berichtet die Erstautorin der Studie, Dr. Michal Feldman aus Posths Arbeitsgruppe.</p><h3>Erste alte menschliche Genome aus Fidschi</h3><p>„Während die ersten Siedler von südpazifischen Inseln ursprünglich aus einer süd-ostasiatischen Population stammten, haben die meisten heutigen Bewohner der Region verwandtschaftliche Beziehungen sowohl in Südostasien als auch zu Gruppen, die mit Papua verbunden sind und durch spätere Wanderungsbewegungen aus dem westlichen Ozeanien hinzukamen“, sagt Michal Feldman. „Die geografische Ausdehnung der Verbreitung der mit Papua verbundenen Menschengruppen und die zeitlichen Abläufe waren bisher nicht gut bekannt, vor allem weil Informationen aus Schlüsselregionen entlang der Ausbreitungsrouten fehlten, wie etwa aus Fidschi.“</p><p>Um die Abläufe genauer nachzuvollziehen, erhob das Forschungsteam neue genomische Daten aus menschlichen Knochen von 72 Individuen aus den vergangenen 3.000 Jahren. Die Überreste wurden aus archäologischen Fundstätten auf den Salomonen, Vanuatu, Tonga und Fidschi ausgegra</p>]]></content:encoded><category>Pressemitteilungen</category><category>Landingpage-Aktuell</category></item>
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