08.04.2026
REACT - Jüdische Re-Aktionen auf Antisemitismus in Bildungsinstitutionen
Am IRex ist am 1. März das dreijährige Teilprojekt „Institutioneller Antisemitismus“ gestartet als Teil des Verbundprojekts „REACT - Jüdische Re-Aktionen auf Antisemitismus in Bildungsinstitutionen“.
Das interdisziplinäre Verbundvorhaben untersucht die Reaktionen von Jüdinnen und Juden als Betroffene von Antisemitismus sowie die Bedingungen und Einschränkungen ihrer Partizipation in Bildungsinstitutionen, mit dem Ziel, Antisemitismus in institutionellen Bildungskontexten entgegenzuwirken und jüdische Teilhabe zu fördern.
In vier Teilprojekten werden (1) Jüdinnen und Juden als sichtbare Akteur:innen untersucht, die sich als Schüler:innen, Studierende und Lehrende gegen Antisemitismus artikulieren und organisieren; (2) Bildungseinrichtungen selbst beforscht, zum einen in Hinblick auf institutionelle Praktiken, Wissensbestände und Normen, die Antisemitismus herstellen und aufrechterhalten; und (3) zum anderen institutioneller Antisemitismus in seiner Wirkung als transgenerationale und biografische Erfahrungskategorie im Lebenslauf von Jüdinnen und Juden; sowie (4) Hochschulen als (Aus-)Bildungseinrichtungen daraufhin untersucht, wie jüdische und antisemitismuskritische Bildung in der universitären Lehramtsausbildung religionsbezogener Fächer entwickelt und verankert werden kann. Die Forschungsergebnisse sollen in die evidenzbasierte Entwicklung von Konzepten für eine inklusive und antisemitismuskritische Bildung, Didaktik der Lehre sowie Organisationskultur einfließen, die in Bildungsinstitutionen, die jüdische Bildung sowie in die Jugendarbeit getragen werden.
Gefördert wird der Verbund vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) als Teil des Forschungsnetzwerk Antisemitismus im 21. Jahrhundert (FoNA21).