Zentrum für Islamische Theologie (ZITh)

Newsletter 2/2025

Editorial

Liebe Leserinnen,
liebe Leser,

das Jahr neigt sich dem Ende zu, doch wir blicken mit Dankbarkeit auf die vergangenen Monate und voller Zuversicht ins neue Jahr, denn im Zentrum für Islamische Theologie (ZITh) herrschte durchweg ein reges Treiben! In der vorliegenden Ausgabe unseres Newsletters präsentieren wir Ihnen einen Querschnitt durch die Entwicklungen am ZITh. 

In den jüngsten Vorstandswahlen wurde der bisherige Vorstand für eine weitere Amtszeit in seinem Amt bestätigt: Wir möchten hier Prof. Dr. Dr. h.c. Lejla Demiri als geschäftsführende Direktorin des Zentrums, Prof. Dr. Erdal Toprakyaran als stellvertretenden Direktor und Prof. Dr. Ruggero Vimercati Sanseverino als Vorsitzenden der Studienkommission gratulieren.

Die Höhepunkte umfassen die ZDF-Reportage zum Trilateralen Dialogprogramm in Tunesien, den neuen Humboldt-Stipendiaten Dr. Sheridan Polinsky, den Promotionspreis 2025 für Hiroaki Kawanishi sowie die Absolventenfeier 2025 mit Gästen wie Prof. Dr. Enes Karić und Prof. Dr. Timothy Winter und Vittoria Alliata di Villafranca, die über die Zukunft der Islamischen Theologie in Europa reflektierten.

Im Rahmen von Studium und Lehre wurde im Scriptural Reasoning Seminar 2025 zu »Remembrance« der interreligiöse Diskurs unter Beteiligung von Gastwissenschaftlern aus Cambridge, Sarajevo, Berlin und St Andrews gefördert.

Auch die Forschung erlebt derzeit einen beachtlichen Aufschwung: Im Rahmen der aktuellen Publikationsaktivitäten wurde jüngst der vierte Band der Reihe »Tradition and Theology in Islam« sowie die zweite Ausgabe von »Campus der Theologien zu Religionisierung« veröffentlicht. Dr. Serkan Ince absolvierte einen Forschungsaufenthalt in Oxford und den USA. 

Das Tübinger Team der Hadith-Studien nahm im Rahmen des AIWG-Projekts »Mit dem Propheten Muhammad ins Gespräch kommen« am 4. Projekttreffen in Gießen (8.–9. Oktober) mit den Teams aus Gießen und Berlin teil und präsentierte dort Zwischenergebnisse der Forschung, einschließlich Filmaufnahmen. Die in Kooperation mit der Schura Hamburg organisierte Ausstellung »Erzähl mir von deinem Propheten«, die am 10. Oktober in Hamburg stattfand, fungierte als Plattform für einen breiten Dialog über die Rezeption des Propheten Muhammad. Die Ausstellung schloss mit einer Podiumsdiskussion, die sich mit der Darstellung des Propheten Muhammad in den Medien auseinandersetzte.

Ein weiteres Highlight stellte die GAIR-Konferenz »Islamisches Recht als Gegenstand in der Hochschullehre und Praxis« (14.–15. November) am ZITh dar, welche in Kooperation mit der Gesellschaft für Arabisches und Islamisches Recht organisiert wurde. Im Anschluss an die Eröffnung durch Prorektor Prof. Dr. Samuel Wagner wurden in den Panels islamtheologische, rechtswissenschaftliche und hochschuldidaktische Ansätze sowie internationale Vergleiche erörtert.

Darüber hinaus wurden Veranstaltungen wie das »Building Bridges Seminar« zum Thema »Belonging«, die EUARe in Wien, die BRAIS in Cambridge, die Ausbildung von Religionsbeauftragten der DITIB in Straßburg, die Deutsche Islamkonferenz sowie Foren, Workshops zu islamischer Geometrie, eine Studienwoche in Allgäu und Vorträge zu interreligiöser Seelsorge durchgeführt.

Zusammenfassend spiegeln diese Erfolge das anhaltende Bemühen des Zentrums wider, Brücken zu schlagen, und zwar über Disziplinen, Traditionen und Grenzen hinweg.

Viel Vergnügen bei der Lektüre des Newsletters wünschen Ihnen

Dr. Hossam Ouf, Dr. Besnik Sinani und Behzad Zibari
Das Team der Professur für Hadith-Studien und Prophetische Tradition

Nachrichten

Wahlen am ZITh: Vorstand wieder bestätigt

Im Rahmen der Sitzung des Zentrumsrats vom 05.11.2025 wurde der bisherige Vorstand für eine weitere Amtszeit bestätigt.

Das ZITh freut sich, dass Prof. Dr. Dr. h.c. Lejla Demiri weiterhin als Geschäftsführende Direktorin des Zentrums fungiert. Auf ihren Vorschlag hin wurden Prof. Dr. Erdal Toprakyaran als stellvertretender Direktor und Prof. Dr. Ruggero Vimercati-Sanseverino als Vorsitzender der Studienkommission gewählt und bestätigt.

Für die neue Amtszeit, die am 24. November 2025 begonnen hat, wünschen wir dem Vorstand weiterhin viel Erfolg und Gottes Segen.


ZDF-Reportage zum Trilateralen Dialogprogramm in Tunesien

Von der Studienreise mit dem Titel „Trilaterales Dialogprogramm: St. Augustin als regionaler Ausgangspunkt für einen Deutsch-Tunesisch-Algerischen Austausch“ vom 11. – 22. September 2024, geplant und durchgeführt von Prof. Dr. Mouez Khalfaoui (ZITh), Prof. Dr. Volker Henning Drecoll (Evangelisch-Theologische Fakultät Tübingen) und der Konrad-Adenauer-Stiftung, sind nun Eindrücke in einem Kurzfilm von Forum am Freitag zu sehen.
 
Den Link zum Film finden Sie hier.


Neuer Humboldt-Forschungsstipendiat

Seit September 2025 ist Dr. Sheridan Polinsky als Humboldt Research Fellow Teil des Teams des Lehrstuhls für Islamische Glaubenslehre. Im Rahmen seines von der Alexander-von-Humboldt-Stiftung geförderten und von Prof. Dr. Dr. h.c. Lejla Demiri betreuten Postdoc-Projekts arbeitet er an einer kommentierten englischen Übersetzung der theologischen Hauptschrift des Māturīditen Abū l-Muʿīn al-Nasafī (gest. 508/1114), der „Tabṣirat al-adilla fī uṣūl al-dīn“.

Dr. Polinsky absolvierte ein Bachelorstudium in Philosophie, ein Masterstudium in Religions- und Kulturwissenschaften sowie eine Promotion in Religionswissenschaft an der Concordia University in Montréal, Kanada. Seine Dissertation, die kürzlich bei De Gruyter veröffentlicht wurde, widmet sich dem Leben und Denken des ägyptischen Sufis Ibn Mughayzil (fl. 895/1490). 

Wir heißen Dr. Polinsky herzlich willkommen!


Promotionspreis 2025

Im Rahmen der Zentralen Promotionsfeier am 19. Juli 2025 und auf Vorschlag des Zentrums für Islamische Theologie (ZITh) wurde Hiroaki Kawanishi in Würdigung seiner herausragenden Dissertation mit dem Promotionspreis 2025 der Eberhard Karls Universität Tübingen ausgezeichnet. In seiner Dissertation hat sich Hiroaki Kawanishi mit dem theologisch-mystischen Werk des osmanisch-damaszenischen Gelehrten ʿAbd al-Ghanī al-Nābulusī (17. Jahrhundert) beschäftigt. Ziel der Arbeit war es, dessen Versuch zu analysieren, spekulative Theologie (kalām) und islamische Mystik (taṣawwuf) in ein kohärentes theologisches System zu überführen.

Hiroaki Kawanishi betonte, dass diese Forschungsarbeit ohne die umfassende Unterstützung seiner Erstbetreuerin, Prof. Dr. Dr. h.c. Lejla Demiri, sowie seines Zweitbetreuers, Dr. Tim J. Winter, nicht möglich gewesen wäre. Darüber hinaus zeigte er sich dankbar für die Förderung durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), der das Dissertationsprojekt finanziell unterstützt hat. 

Im Anschluss an diese Auszeichnung will er seine wissenschaftliche Arbeit im Bereich der islamischen Theologie und Geistesgeschichte weiter vertiefen.


Absolventenfeier 2025

Am 27. Juni 2025 fand die diesjährige Absolventenfeier unseres Zentrums statt. Über mehrere Jahrgänge hinweg versammelten sich Absolventinnen und Absolventen sowie ihre Angehörigen, um ihre erfolgreichen Studienabschlüsse gemeinsam zu feiern. Bei festlicher Atmosphäre gratulierte die Leitung des Zentrums den Absolventinnen und Absolventen zu ihren beeindruckenden Leistungen. Die Veranstaltung bot die Gelegenheit zum Austausch, Netzwerken und Ausblick auf die zukünftigen Wege. 

Wir gratulieren allen Absolventinnen und Absolventen herzlich und wünschen ihnen für ihre berufliche und persönliche Zukunft viel Erfolg!

Zum studentischen Bericht

Studium und Lehre

Scriptural Reasoning Seminar 2025: „Remembrance: Jewish, Christian and Muslim Perspectives“

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums von Scriptural Reasoning (SR) in Tübingen fand das SR-Seminar im Sommersemester 2025 vom 23. Juni bis 4. Juli statt. Das Hauptthema des diesjährigen SR war „Remembrance: Jewish, Christian and Muslim Perspectives“. In Übereinstimmung mit diesem Thema beschäftigten sich die Teilnehmenden mit einer genauen Lektüre von Schriftstellen, die sorgfältig ausgewählt wurden. 

Das SR empfing vier internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler: Dr. Tim J. Winter (University of Cambridge) und Prof. Enes Karić (University of Sarajevo) für islamische Schriften; Dr. Silvana Kandel Lamdan (Humboldt-Universität) für hebräische Texte; und Rev. Katrin Bosse (University of St Andrews) für die christliche Sitzung. Mehr

Forschung

Gastforscher am ZITh

Im Rahmen seines von TÜBİTAK (The Scientific and Technological Research Council of Turkey) geförderten Programms „2214-A International Research Fellowship for PhD Students" war Emrullah Kurt von Februar bis November 2025 als Gastforscher am ZITh tätig, betreut von Prof. Dr. Dr. h.c. Lejla Demiri. In seinem Promotionsprojekt mit dem Titel „Die Tradition des Karrāmiyya-Tafsīr und Sūrābādīs Tafsīr al-Tafāsīr“ untersucht er die exegetische Schule der Karrāmiyya, die in der Geschichte des islamischen Denkens ein eigenständiges theologisches Paradigma bildete. Anhand zentraler Quellen, insbesondere des persisch verfassten „Tafsīr al-Tafāsīr“ von Abū BakrʿAtīq ibn Muḥammad al-Sūrābādī (Nīshāpūr, 5./11. Jh.), analysiert Kurt, ob die Karrāmiyya tatsächlich anthropomorphe Vorstellungen vertrat, wie ihre Gegner behaupteten, und inwiefern asketische Praktiken ihre hermeneutische Methodik beeinflussten. 

Mit seiner Forschung leistet er einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Tafsīr-Geschichte und eröffnet neue Perspektiven auf die Beziehung zwischen Theologie, Exegese und spiritueller Praxis im klassischen Islam.


Lebensweltliche Alltagspragmatik und islamische Normativität: Muslimische Geflüchtete in Deutschland

Im Juni 2025 ist die Dissertation von Dr. Abdelghafar Salim, Post-Doc am Lehrstuhl für Islamisches Recht am ZITh, unter dem Titel „Lebensweltliche Alltagspragmatik und islamische Normativität: Muslimische Geflüchtete in der Ergon-Reihe „Recht, Gesellschaft und Islam | Law, Society, and Islam“ erschienen.

Das Buch greift zentrale gesellschaftliche Entwicklungen wie Migration und demographischen Wandel in Deutschland auf. Basierend auf ethnografischer Forschung richtet es den Blick auf Musliminnen und Muslime in den neuen Bundesländern, ihre religiösen Praktiken, ihr Verhältnis zur Religion und ihre normativen Aushandlungsprozesse. Es möchte zu einer Perspektivenerweiterung und einer gesamtgesellschaftlich inklusiveren Diskussionskultur beitragen.

Die Publikation steht als frei zugängliche open access-Version zur Verfügung.

Der Ergon-Verlag hat zudem mit Dr. Abdelghafar über sein neues Werk ein Interview geführt.

Zum Interview


Theology and Tradition in Islam

In der Buchreihe „Tradition and Theology in Islam. Studies in Prophecy, Transmission and Spirituality“ ist der vierte Band „Die arabischen Völker und ihre Propheten. Transformation, Funktionswandel und Theologisierung narrativer Strukturen" von Dr. Marianus Hundhammer (Universität Erlangen-Nürnberg) erschienen. 

Das Buch stellt die erste Monografie dar, die sich ausschließlich den im Koran erwähnten arabischen Propheten widmet. Es werden sowohl die historischen Hintergründe und Quellen als auch die exegetische Literatur und die Rezeptionsgeschichte dieser Figuren in der islamischen Geistesgeschichte beschrieben und analysiert. Die Monografie stellt damit einen wertvollen Beitrag zum Verständnis der islamischen Prophetologie dar.


Zeitschrift Campus der Theologien

Die zweite Ausgabe der interreligiösen Zeitschrift Campus der Theologien – Theologische Studien und Kritik ist unter dem Titel „Patterns of Religionization. A Critical Discussion of a New Perspective on Interreligious Research - with a Response from Marianne Moyaert“ erschienen. Herausgegeben wurde sie von den ehemaligen wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen am Lehrstuhl für Islamische Glaubenslehre am ZITh, Lea Schlenker und Dr. Amina Nawaz, sowie von Dr. Sebastian Pittl von der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen.

Die Beiträge dieses Heftes setzen sich aus verschiedenen disziplinären, konfessionellen, religiösen und kulturellen Perspektiven kritisch mit dem Erbe dieser christlichen „Religionisierungsmuster“ auseinander. Sie tun dies im Dialog mit Prof. Dr. Marianne Moyaerts Untersuchung „Christian Imaginations of the Religious Other: A History of Religionization“ (Wiley Blackwell, 2024). Mehr

Forschungsaufenthalt in Oxford und in den USA

Vom 11. bis 18. Oktober 2025 war Dr. Serkan Ince zu Gast am Centre for Muslim-Christian Studies (CMCS) in Oxford. Im Rahmen eines Workshops stellte er zentrale Ergebnisse seines Forschungsprojekts über die Khuṭbas der Nile Mission Press vor und diskutierte mit Prof. David Thomas, Dr. John Chesworth, Dr. Martin Whittingham und Dr. Richard McCallum die theologische und hermeneutische Bedeutung dieser Texte im Kontext einer intertheologischen Hermeneutik und der Missionsgeschichte. Mehr

Veranstaltungen

Viele Wohnungen – Seelsorge interreligiös

Religionsdiversität ist in Deutschland vielerorts Realität. Eine wichtige Zukunftsfrage ist, wie gesellschaftliche Spezialbereiche, die bislang monoreligiös organisiert waren, wie z.B. Seelsorge, damit umgehen. Die Deutsche Gesellschaft für Pastoralpsychologie (DGfP) hat sich am 28. bis 30. April auf ihrem Jahreskongress 2025 mit dieser Frage beschäftigt. Unter dem Titel „Viele Wohnungen - Seelsorge interreligiös“ haben muslimische Referierende ihre seelsorglichen Arbeitsbereiche den Mitgliedern der DGfP vorgestellt. Dr. Mahmoud Abdallah hat dieses Thema aus islamischer Sicht diskutiert. In einem Workshop und einer Podiumsdiskussion stellte Dr. Abdallah den Masterstudiengang des ZITh „Islamische Praktische Theologie für Seelsorge und Soziale Arbeit“ vor und zeigte das Potenzial für interreligiöse Zusammenarbeit. In der Folge wirkte Dr. Abdallah an einer Publikation zum Thema mit, die bei WzM erscheinen wird.


Workshop zu den Khuṭbas der Nile Mission Press

Vom 2. bis 6. Juni 2025 war Dr. Carsten Walbiner (Programmdirektor am DAAD) zu Gast am ZITh. Der renommierte Islamwissenschaftler folgte der Einladung von Dr. Serkan Ince, der den mehrtägigen Workshop im Rahmen seines Forschungsprojekts zu den Khuṭbas der Nile Mission Press organisierte. Der Workshop diente dem intensiven Austausch über die intertheologische Entwicklung im frühen 20. Jahrhundert, die christlichen Khuṭbas des Missionars Arthur T. Upson sowie deren Rezeption und Bewertung durch osmanische Gelehrte. Gemeinsam werteten Dr. Walbiner und Dr. Ince umfangreiches Quellenmaterial aus.

Die Gespräche konzentrierten sich insbesondere auf die arabischsprachige Missionsliteratur jener Zeit, ihre rhetorischen und theologischen Ansätze sowie auf die methodischen Herausforderungen einer intertextuellen Forschung in diesem Bereich. Dr. Walbiner brachte dabei seine profunde Kenntnis der religiösen Publizistik des kolonialen Ägypten ein. Der Workshop eröffnete neue Perspektiven auf die hermeneutische und kulturgeschichtliche Bedeutung der Khuṭbas und legte den Grundstein für eine weitere Forschungskooperation zwischen Dr. Ince und Dr. Walbiner.


Building Bridges Seminar 2025 in Tübingen

Vom 10. bis 14. Juni 2025 fand am ZITh das 23. Building Bridges Seminar statt, eine traditionsreiche, international renommierte Plattform für die christlich-muslimische theologische Begegnung. Unter der Leitung von Prof. Dr. Daniel A. Madigan, SJ (Georgetown University) und auf Einladung von Prof. Dr. Dr. h.c. Lejla Demiri versammelten sich 34 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus achtzehn Ländern, um sich fünf Tage lang mit dem Thema „Belonging: Christian and Muslim Perspectives“ auseinanderzusetzen. 

Das Seminar, das u. a. vom Universitätsbund Tübingen bezuschusst wurde, wurde zum zweiten Mal in Deutschland ausgerichtet. Den Auftakt bildete eine öffentliche Veranstaltung in der Alten Aula, die zahlreiche Besucherinnen und Besucher anzog und den Rahmen für den interreligiösen Austausch eröffnete. Mehr


Interreligiöser Dialog an der Universität Graz

An einem Abendvortrag am 11. Juni 2025 diskutierte Dr. Mahmoud Abdallah mit Studierenden und Dozierenden der Universität Graz die Reformfähigkeit des Islam. In seinem Vortrag „Ist der Islam demokratie- und reformfähig“ zeigte Dr. Abdallah anhand von unterschiedlichen Stationen der islamischen Geschichte die unterschiedliche Wahrnehmung der Reform- und Erneuerungsidee und legte nah, warum der Islam demokratiefähig und für neue Ideen und Entwicklung durchgehend offen war und ist. Die Veranstaltung fand an der theologischen Fakultät statt.


Konferenz: „(Be)Coming Home and (Re)Building Community in the Face of Displacement“

Dr. Mahmoud Abdallah nahm vom 13. bis 16. Juni 2025 an der Tagung der International Academy of Practical Theology (IAPT) mit dem Titel „(Be)Coming Home and (Re)Building Community in the Face of Displacement“ teil, die in Saskatoon, Kanada, stattfand.

In seinem Vortrag „Islamic Spiritual Care for Refugees: Experiences, Perspectives, and Challenges“ befasste er sich mit der Frage der Seelsorge für muslimische Flüchtlinge und ihrem Beitrag zu mittel- und langfristigen Integrationsprozessen. Mehr


Neue De Gruyter-Reihe präsentiert

Am 26. Juni 2025 wurde die De Gruyter Buchreihe „Studies in Prophecy, Transmission and Spirituality. Theology and Tradition in Islam“ vorgestellt. Die  Autorinnen und Autoren gaben dabei spannende Einblicke in ihre Werke: Luca Patrizi (Universität Turin) stellte sein Buch „In the Presence of the King: Intermediation and Intercession in Islam“  vor, Dr. Hossam Ouf (ZITh) präsentierte „Hadithüberlieferung und Konfessionalität: Al-Buḫārīs al- Ǧāmiʿ aṣ-ṣaḥīḥ und al-Kulaynīs al-Kāfī in den sunnitischen und zwölferschiitischen Hadithwissenschaften“ und Prof. Dr. Francesco Chiabotti (INALCO, Paris) sprach über die Festschrift „Sainteté et héritage prophétique en Islam: Études sur Ibn al-ʿArabī et l'histoire de la sainteté dédiées à la mémoire de Michel Chodkiewicz“, die er gemeinsam mit Denis Gril herausgegeben hat.

Die Aufzeichnungen der Veranstaltung finden Sie hier


Annual Conference of the British Association for Islamic Studies, University of Cambridge

Vom 30. Juni bis 1. Juli 2025 nahm Prof. Dr. Mouez Khalfaoui an der Jahreskonferenz der British Association for Islamic Studies (BRAIS) in der Old Divinity School, St John’s College an der University Cambridge, teil. Er hielt einen Vortrag zum Thema „Islamic Legal Debate over Child Marriage: Revisiting Marginalised Opinions” im Panel von Prof. Justin Jones (University of Oxford) unter dem Titel „Children’s Rights and the Protection of the Child in Islamic Law: Perspectives from the Qur’an and Fiqh“.

Die Vortragenden des Panels vertraten eine klar progressive Perspektive auf Fragen des Kinderschutzes im islamischen Recht. Entsprechend offen und konstruktiv verlief die anschließende Diskussion, in der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer insbesondere nach konkreten Möglichkeiten der Umsetzung neuer progressiver Ansätze fragten. Mehr


Beitrag zur DEGITS-Ringvorlesung: „Was uns der Hadith heute noch zu sagen hat“

In der Ringvorlesung der DEGITS (Deutsche Gesellschaft für Islamisch-Theologische Studien), in welcher der Forschungstand und aktuelle Fragestellungen der verschiedenen Fachbereiche der Islamischen Theologie vorgestellt wurden, hielt Prof. Dr. Ruggero Vimercati Sanseverino am 02. Juli 2025 einen Vortrag über die theologischen Hadith-Studien mit dem Titel „Was uns der Hadith heute noch zu sagen hat“. In dem Vortrag ging es um Überlegungen, wie die theologischen Hadith-Studien dazu beitragen könnten, die Hadithforschung und -debatte aus der Polarisierung zwischen Hadith-Positivismus und Hadith-Skeptizismus, zwischen normativem Tunnelblick und Authentizitätsobsession zu befreien und den Hadith als sinnstiftende Ressource für das muslimische Leben und Denken erschließbar zu machen. Der Begriff des Zeugnisses, der sowohl neue epistemologische als auch hermeneutische Perspektiven auf den Hadith eröffnet, stellt daher für eine theologische Hadithforschung, so Vimercati Sanseverino, einen unverzichtbaren Schlüsselbegriff dar. 


European Academy of Religion (EuARe) 2025 in Wien

Prof. Dr. Dr. h.c. Lejla Demiri und zahlreiche Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler des ZITh nahmen in diesem Jahr an der achten Jahreskonferenz der Europäischen Akademie der Religion (EuARe) teil. Die Konferenz stand unter dem Motto „Religion and Socio-Cultural Transformation: European Perspectives and Beyond“ und fand vom 8. bis 12. Juli 2025 an der Universität Wien statt. Mehr


Annual Conference of the International Association for Spiritual Care: „Spiritual Care as Resistance“

Dr. Mahmoud Abdallah nahm vom 20. bis 22. Juli 2025 an der Annual Conference „Spiritual Care as Resistance“ der International Association for Spiritual Care (IASC) teil. Die Tagung fand in Chicago in Zusammenarbeit mit der University of Chicago Divinity School und der Catholic Theological Union teil. 

In seinem Beitrag „From Tradition to Practice and Back: An Islamic Perspective on Spiritual Care as Resistance“ erklärte Dr. Abdallah das Potenzial der islamischen Tradition zur Herstellung, Stärkung und Verbesserung von Resilienz. Am Beispiel vom Geduldkonzept von al-Ghazālī ging er zudem der Frage der Anschlussfähigkeit an Ansätze der modernen Humanwissenschaften nach.

Bei der Buchbesprechung „Was ist Spiritual Care?“ diskutierte Abdallah mit Vertreterinnen und Vertreter der jüdischen, christlichen und humanen Tradition diese Farge. 
In seinem wissenschaftlichen Beitrag „What Is Spiritual Care? An Islamic Perspective“ welcher im Sammelband „What is Spiritual Care? Perspectives from Different Professions and Religious Traditions" erschienen ist, bietet Dr. Abdallah einen ausführlichen Einblick in die Diskussion. Den Vortrag von Dr. Abdallah ist unter diesem Link nachzuhören.

Einen Bericht zu der Tagung finden Sie hier.


Deutsche Islam Konferenz 2025

Als Keynote Speaker wirkte Dr. Mahmoud Abdallah an der diesjährigen Tagung der Deutschen Islam Konferenz mit. Die Tagung „Den Menschen sehen, begleiten, stützen – Islamische Seelsorge in Militär, Gefängnis und Krankenhaus“ fand am 17. September 2025 in Nürnberg statt. In seiner Keynote „Zur Bedeutung und dem aktuellen Stand der islamischen Seelsorge in Deutschland“ stellte Dr. Abdallah den aktuellen Stand der Anstaltsseelsorge in Forschung und Praxis vor. Er zeigte, dass die theologische Fundierung des Fachs zunächst unproblematisch ist; und die Herausforderung eher in der Herstellung von Standards, Gründung von Dachverbänden für Islamische Seelsorge und Sicherung von Qualitäten liegt. Dafür ergeben sich Konsequenzen für die religiösen Gemeinschaften, für Politik und für die Forschung. 


Vortrag über das sinnstiftende Potenzial des Hadith im säkularen Kontext

Prof. Dr. Ruggero Vimercati Sanseverino hielt am 18. September 2025 in Straßburg im Rahmen eines Lehrgangs zur Ausbildung von Religionsbeauftragten der DITIB (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V.) einen Vortrag zum Thema „Hadith als überliefertes Zeugnis prophetischer Verkündigung - Das sinnstiftende Potenzial des Hadith im säkularen Kontext erschließen“. Die 38 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hörten, wie der Zeugnischarakter des Hadith eine unmittelbare Erfahrung der prophetischen Persönlichkeit und Verkündigung zugänglich macht und auf diese Weise ungeahnte Möglichkeiten für muslimisches Leben und Denken unter den Bedingungen moderner Lebenswelten bietet.


20 Jahre Christlich-Islamisches Forum in Rheinland-Pfalz

Prof. Dr.  Erdal Toprakyaran nahm am 19. September in Neustadt an der Weinstraße an der Jubiläumsfeier des Christlich-Islamischen Forums in Rheinland-Pfalz teil. Dort führte er ein Dialoggespräch mit Pfarrerin Anja Behrens zum Thema „Spiritualität in einer säkularen Gesellschaft“.


Studienwoche: „Interreligiöse Beziehungen im europäischen Kontext“

Vom 28. September bis 3. Oktober 2025 nahm Monzer Haidar, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Islamisches Recht, gemeinsam mit den Studierenden des ZITh, Oumaima Soukrat, Valentin Florus, Tuba Rahmann Abdul sowie Janka Reusch (Evangelische Theologie), an der diesjährigen Studienwoche „Christlich-islamische Beziehungen im europäischen Kontext“ teil.

Die von der Eugen-Biser-Stiftung geförderte und von der Akademie der Diözese Hohenheim-Rottenburg organisierte Veranstaltung widmete sich dem interreligiösen Dialog im europäischen Raum und stellte den Austausch zwischen den abrahamitischen Religionen in den Mittelpunkt. In diesem Jahr bereicherte zudem die jüdische Perspektive die Diskussion und eröffnete neue Blickwinkel auf gemeinsame Herausforderungen und Chancen. Mehr


Konferenz: „The Role of Muslim Scholars and Intellectuals in Europe“

Am 3. und 4. Oktober 2025 hielt Dr. Besnik Sinani auf der Konferenz „The Role of Muslim Scholars and Intellectuals in Europe”, die vom Center for Advanced Studies in Sarajevo organisiert und an der Fakultät für Islamische Studien in Pristina und Kosovo abgehalten wurde, einen Vortrag zum Thema „Postcoloniality and the Muslim Self: Rethinking the Prophetic Narrative in a Post-Christian Europe“.


Reutlinger Forum für Theologie und Soziale Arbeit

Prof. Dr. Erdal Toprakyaran hielt am 8. Oktober einen Vortrag auf dem Reutlinger Forum für Theologie und Soziale Arbeit der Theologischen Hochschule Reutlingen. Der Vortrag hatte den Titel „Orientierung am Orient? Abrahamitisch-muslimische Spiritualität in Krisenzeiten.


Das 4. Treffen der AIWG-Forschungsgruppe „Mit dem Propheten Muhammad ins Gespräch kommen“

Am 8. und 9. Oktober 2025 kam die AIWG Longterm-Forschungsgruppe „Mit dem Propheten Muhammad ins Gespräch kommen? Der Hadith zwischen Lebensbedeutsamkeit und Diskrepanz in Geschichte, Theologie und Pädagogik“ in Gießen zusammen. Im Mittelpunkt standen die Zwischenergebnisse der laufenden Forschungsarbeiten: die methodische Analyse des Hadith als „offenen“, dialogischen Text, der eine Vielfalt an Interpretationen ermöglicht; die Charakterisierung der Sīra-Literatur im Zusammenhang mit den Arbeiten des Hadithgelehrten al-Albānī; Untersuchungen zu den historischen Kontexten und Bedeutungsverschiebungen von Hadithen sowie zur Relevanz der asbāb al-wurūd für die Hadithinterpretation; ebenso Befunde zum Eingang der Hadithe in Schulbücher.

Parallel dazu fanden Filmaufnahmen mit der Forschungsgruppe statt, die in Kürze verfügbar sein werden.


Die Ausstellung „Erzähl mir von deinem Propheten“ im Rahmen der AIWG-Forschung „Mit dem Propheten Muhammad ins Gespräch kommen“

Am 10.10.2025 fand in Hamburg die von der AIWG Longterm-Forschungsgruppe „Mit dem Propheten ins Gespräch kommen?“ organisierte Ausstellung „Erzähl mir von deinem Propheten“ mit anschließender Podiumsdiskussion im Rahmen der Islamwochen 2025 und in Kooperation mit der Schura Hamburg statt.

Die Ausstellung lud zum Dialog zwischen Generationen ein, eröffnete spannende Einblicke in die Prophetenrezeption junger Menschen und zeigte, welche Aussprüche, Weisheiten und Verhaltensweisen des Propheten Mohammed sie heute besonders ansprechen. Im Anschluss an die Ausstellungsbesichtigung diskutieren Expertinnen und Experten aus Bildung, Gemeinde und Gesellschaft auf dem Podium über das Thema „Prophetenbilder zwischen Tradition und Gegenwart“.


Vortragsreihe: „Zwischen Dialog, Konflikt und Geschwisterlichkeit: Jüdische und Muslimische Perspektiven auf den ‚Anderen’“

Die Beziehung zwischen Judentum und Islam ist seit jeher geprägt von tiefgreifenden theologischen, kulturellen und historischen Wechselwirkungen. Beide Traditionen teilen zahlreiche Gemeinsamkeiten, unterscheiden sich jedoch auch in wesentlichen Fragen – eine Spannung, die im Laufe der Jahrhunderte zu fruchtbarem Austausch, aber auch zu Konflikten geführt hat.

In diesem Semester setzte Dr. Mahmoud Abdallah die Veranstaltungsreihe „Zwischen Dialog, Konflikt und Geschwisterlichkeit: Jüdische und Muslimische Perspektiven auf den ‚Anderen’“ fort. Dr. Abdallah möchte in Zusammenarbeit mit Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens diese komplexen Dynamiken in den Blick nehmen. Am 19. Oktober 2025 fand die 5. Veranstaltung zu „Moderne Herausforderungen in der Diaspora und im Nahen Osten“ statt.


60 Jahre Nostra Aetate: Prof. Dr. Dr. h.c. Demiri als Referentin in Rom und Augsburg

Anlässlich des 60. Jahrestages der Erklärung Nostra Aetate des Zweiten Vatikanischen Konzils, die das Verhältnis der Katholischen Kirche zu anderen Religionen, darunter auch zum Islam, grundlegen neu bestimmt hat, war Prof. Dr. Dr. h. c. Lejla Demiri als Referentin bei zwei internationalen Konferenzen eingeladen.

Am 28. Oktober 2025 sprach sie an ihrer Alma Mater, der Päpstlichen Universtität Gregoriana in Rom, im Rahmen der Konferenz „Towards the Future: Re-Thinking Nostra Aetate Today". In ihrem Vortrag beleuchtete Prof. Dr. Dr. h. c. die Rezeption des Dokuments aus muslimischer Perspektive. Die von dem Gregorian Center for Interreligious Studies und dem Cardinal Bea Center for Jewish Studies organisierte Tagung versammelte Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Weltreligionen zum Dialog mit katholischen Fachleuten. Im Rahmen der Konferenz fand zudem eine Feier im Beisein von Papst Leo XIV. statt.

Einen Monat später, am 27. November 2025, hielt Prof. Dr. Dr. h. c. Lejla Demiri einen weiteren Vortrag bei der Tagung „Nostra Aetate 60 Years On: Persepectives on Catholic-Muslim Dialogue" in Augsburg. Auf Einladung der Section for Interreligious Dialogue of the Council of European Bishops (CCEE) und der Deutschen Bischofskonferenz sprach sie zum Thema „Christian-Muslim Dialogue in Germany: A Muslim Perspective". Die Tagung widmete sich insbesondere einem neuen Dokument der Deutschen Bischofskonferenz zu den christlich-muslimischen Beziehungen in Deutschland.


Konferenz: „Islamisches Recht als Gegenstand in der Hochschullehre und Praxis“

Am 14. und 15. November 2025 fand am ZITh die gemeinsam vom Lehrstuhl für Islamisches Recht und der Gesellschaft für Arabisches und Islamisches Recht (GAIR) organisierte Tagung „Islamisches Recht als Gegenstand in der Hochschullehre und Praxis“ statt. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Samuel Wagner, Prorektor der Universität Tübingen.

Ziel war es, die aktuellen didaktischen, methodischen und praxisbezogenen Ansätze der islamrechtlichen Lehre sichtbar zu machen und ihre Bedeutung für unterschiedliche Arbeitsfelder zu diskutieren. Dabei rückten sowohl Herausforderungen als auch neue Entwicklungsmöglichkeiten in den Blick. Mehr

Studierende und Fachschaft

Workshop zur islamischen Geometrie

Am 25. April 2025 zum Start des Sommersemesters organisierte die Fachschaft FAITH ein Workshop zur islamischen Geometrie. Die Teilnehmenden erhielten spannende Einblicke in die Geschichte und Struktur dieser Kunstform und konnten anschließend eigene geometrische Muster entwerfen. Die kreative Arbeit war bereichernd und gleichzeitig ein bisschen herausfordernd.


Stocherkahnfahrt in Tübingen

Ein Highlight im Frühling war unsere Stocherkahnfahrt am 12. Mai 2025 – ein echtes Tübinger Kulturerlebnis. Gemeinsam genossen wir die Sonne, gute Gespräche und den entspannten Start ins Semester auf dem Neckar.


Fachschaftstreffen mit Münster und Osnabrück

Ein besonderes Ereignis war das gemeinsame Fachschaftstreffen am 29. und 30. Mai 2025 mit den Zentren für Islamische Theologie aus Münster und Osnabrück. Der Austausch über gemeinsame Erfahrungen, Herausforderungen und Perspektiven war sehr bereichernd und hat neue Impulse für die zukünftige Zusammenarbeit gesetzt.


Girls’ Day: Tote-ally Creative

Beim Girls’ Day am 16. Juni 2025 bemalten wir gemeinsam mit den Teilnehmenden Tote Bags. Die Aktion bot Raum für Austausch, Kreativität und viele bunte Ergebnisse, die sich sehen lassen konnten.


Theo-Speed-Meeting

Am 30. Juni 2025 zum Semesterende organisierten wir ein gemeinsames Kennenlernen mit den Fachschaften der evangelischen und katholischen Theologie. In lockerer Atmosphäre entstanden viele neue Kontakte – begleitet von Spielen, Snacks und guter Stimmung.


Vortrag zur Mündigkeit

Am 16. Juli 2025 fand im Rahmen der Vortragsreihe „Mündigkeit“ ein spannender Vortrag zur rechtlichen Perspektive auf das Thema statt. Die Diskussion bot neue Einsichten und Anknüpfungspunkte für das theologische Verständnis von Verantwortung und Entscheidungsfähigkeit.


EduKeyf – Gesprächsrunden mit Dozierenden

Über das Sommersemester 2025 verteilt fanden wieder EduKeyfs statt – Gesprächskreise, bei denen Studierende mit Dozierenden in einen offenen Austausch treten konnten. Themen reichten von Studienorganisation bis zu persönlichen Werdegängen.

Internationales

Erasmus+ Mobilität am ZITh – Sommersemester 2025

Das Sommersemester 2025 brachte für das ZITh eine erfreuliche Zahl an internationalen Gästen, die im Rahmen von Erasmus+ nach Tübingen kamen. Insgesamt konnten wir neun Incoming-Studierende begrüßen, die sich für ein Studium oder Forschungsaufenthalt am ZITh entschieden haben.

Im Rahmen des regulären Erasmus+ Programms (Erasmus mit Programmländern) nahmen vier Studierende aus der Türkei ihr Studium in Tübingen auf: Drei Bachelor-Studierende von der Marmara Universität in Istanbul sowie eine Master-Studentin von der Universität Istanbul. Sie bereicherten mit ihren Perspektiven das studentische Leben und den fachlichen Austausch innerhalb unseres Zentrums. Mehr

Stellenausschreibungen

Akademische/r Mitarbeiter/in (m/w/d, E 13 TV-L, 100%), Islamische Religionspädagogik

Bewerbungsfrist: 09.01.2026

Am Zentrum für Islamische Theologie (ZITh) der Universität Tübingen ist zum 1. April 2026 die Stelle einer/s

Akademischen Mitarbeiterin/ Mitarbeiters (m/w/d, E 13 TV-L, 100%)

sachgrundlos befristet für die Dauer von zwei Jahren zu besetzen. Mehr

Ehemalige Mitarbeitende

Reading Literature as Theology in Islam

Wir freuen uns, eine neue Veröffentlichung von Dr. phil. habil. Claire Gallien bekannt zu machen, die gemeinsam mit ihrem Kollegen Easa Saad von der Universität Oxford eine Sonderausgabe für „Open Theology“ (De Gruyter) herausgegeben hat.

Der Band mit dem Titel „Reading Literature as Theology in Islam“ bringt führende internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen und reflektiert über die Rolle der Literatur als wichtige Form theologischer Reflexion in der islamischen Geistesgeschichte.

Traditionell konzentriert sich die Theologieforschung auf „ʿIlm al-kalām“ mit seinem rationalistischen Rahmen. Diese Ausgabe hinterfragt diese enge Sichtweise und zeigt, wie Imagination, Poetik und Erzählkunst seit langem eigenständige theologische Ausdrucksformen sind. Mehr

Publikationen

Neue Publikationen

Abdallah, Mahmoud (2025): Islamische Militärseelsorge in Deutschland zwischen Kriegs- und Friedensethik. Bestandsaufnahme und grundlegende Überlegungen zu einem neuen Forschungs- und Berufsfeld“, in: International Journal of Practical Theology (IJPT) 29 (2), S. 287-306.

Abdallah, Mahmoud (2025): What Is Spiritual Care? An Islamic Perspective“, in: Pamela Cooper White et al. (Hg.), What is Spiritual Care? Perspectives from Different Professions and Religious Traditions, With an Epilogue von Ivone Gebara. Oregon: Wipf and Stock, S. 99-112.

Khalfaoui, Mouez (2025): „Future of Shari'ah in Muslim Majority States and Beyond: A Critical Overview of the Recent Literature“, in: Legal Transformation in Muslim Societies Vol.1, Issue 2, S. 1-13.

Khalfaoui, Mouez (2025): Islam and Freedom of Belief: The Challenge of Female Apostasy“, in: Hawwa, Brill, Vol. 23, Issue 2, S. 239-254.

Khalfaoui, Mouez (2025): La loi de Dieu face au droit civil, le défi des norms religieuses dans la sphère publique“, in: Francis Messner (Hg.): L'Ouvrage collectif. La loi de Dieu est-elle supérieure à la loi des hommes? Paris: Éditions du Cerf, S. 101-122.

Toprakyaran, Erdal (2025): Islamische Mystik als gesellschaftskritische Kraft der Gegenwart“, in: Neuer Humanismus für die Eine Welt. Fromm Forum 30, S. 54-77. online

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Zentrumsvorstand: Prof. Dr. Erdal Toprakyaran, Pof. Dr. Ruggero Vimercati Sanseverino

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Zentrum für Islamische Theologie
Liebermeisterstraße 18
72076 Tübingen

 

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