Uni-Tübingen

Studiengänge

Geowissenschaften - Bachelor Hauptfach

Eckdaten zum Studiengang

Fakultät
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Abschluss

Bachelor Hauptfach

Zulassungsbeschränkung

nein

Regelstudienzeit

6 Semester

Anfangssemester

WS

Studienform

grundständig

Unterrichtssprache

Nur Deutsch

Profil des Studiengangs

Für detaillierte Informationen siehe die Webseiten des Studiengangs

Der Begriff "Geowissenschaften" fasst die Wissenschaften zusammen, die sich mit dem "System Erde" befassen.

Dazu gehören die Disziplinen Geologie, Mineralogie und Paläontologie, die sich wiederum der Erkenntnisse von Mathematik und Informatik sowie der naturwissenschaftlichen Grundlagenfächer Biologie, Physik und Chemie bedienen und sie als Werkzeug einsetzen.

Alle Fachrichtungen der Geowissenschaften verbindet ein gemeinsames Ziel:

Das Potential, das uns die Erde bietet, ökologisch verträglich zu nutzen und zu erhalten. Dazu ist ein grundlegendes Verständnis der Prozesse, die auf und in der Erde ablaufen und in der Vergangenheit abliefen, ebenso unentbehrlich, wie die Kenntnis der Methoden zur Untersuchung dieser Prozesse. Die Geowissenschaften schaffen dieses essentielle Verständnis, indem sie das "System Erde" erforschen und seine zeitliche Entwicklung entschlüsseln.

Der Bachelorstudiengang Geowissenschaften ist auf 3 Jahre ausgelegt.  Für einen erfolgreichen Studienabschluss müssen Studierende 180 Leistungspunkte aus einem Programm von Pflicht- und Wahlpflichtmodulen erreichen.

In den ersten vier Semestern enthält der Lehrplan ausnahmslos Pflichtmodule.

Module mit mathematisch-naturwissenschaftlicher Ausrichtung umfassen Mathematik, Physik, Chemie und Biologie in einem Umfang von 36 Leistungspunkten. Grundlegende geowissenschaftliche Module (63 Leistungspunkte) sind Minerale und Gesteine, Erdgeschichte, Dynamik der Erde, Paläontologie, Anwendungen und Methoden in der Mineralogie, Geodynamik 1, Sedimente und Stratigraphie, Geoinformatik und Geosystemmodellierung, Geophysics, Geochemie und Data Handling.

Im fünften Semester müssen die Studierenden vier Wahlpflichtmodule wählen (24 Leistungspunkte). Zur Auswahl stehen: Geodynamik 2, Georessourcen, Analytische Methoden, Grundwasserhydrologie, Paläobiologie, Fernerkundung. Um bereits im Bachelorstudiengang eine Vertiefung zu ermöglichen, können bis zu zwei Wahlpflichtmodule aus dem geowissenschaftlichen Masterprogramm bzw. aus dem Bereich Naturwissenschaften belegt werden.

Die Geländeausbildung (14 Leistungspunkte) beinhaltet mindestens 20 Exkursionstage (Gelände 1), sowie einen Kartierkurs und ein stratigraphisches Geländepraktikum. 

Zusätzliche Anforderungen:

  • ein außeruniversitäres Praktikum von zwei Monaten, inkl. einem dazugehörigen Seminar (12 Leistungspunkte)
  • 13 Leistungspunkte aus dem Modul Schlüsselqualifikationen (z.B. moderne Fremdsprachen, Angebote des Career Service)
  • die Bachelorarbeit (zwei Monate) (12 Leistungspunkte) und
  • die mündliche Bachelorprüfung (6 Leistungspunkte)

Weitere Informationen zu den Modulen siehe Modulhandbuch

Der Studiengang ist nicht zulassungsbeschränkt. Deshalb findet kein Auswahlverfahren statt.

Neben der Hochschulzugangsberechtigung (mit internem link zu:  https://uni-tuebingen.de/studium/bewerbung-und-immatrikulation/allgemeine-informationen-zur-bewerbung/hochschulzugangsberechtigung/) gibt es keine formalen Zulassungsvoraussetzungen.

In Baden-Württemberg besteht die Pflicht, mit der Immatrikulation (Einschreibung) in einen grundständigen Studiengang einen Nachweis über die Teilnahme an einem Studienorientierungsverfahren (link https://uni-tuebingen.de/studium/studieninteresse/angebote-fuer-studieninteressierte/studienorientierungsverfahren/ ) zu erbringen.

Die Studien- und Prüfungssprache ist deutsch. Einzelne Lehrveranstaltungen können in Englisch durchgeführt werden. Für das Literaturstudium werden gute Englischkenntnisse erwartet. Deshalb werden Englischkenntnisse vorausgesetzt. Ein formaler Nachweis der Englischkenntnisse ist jedoch nicht erforderlich. Deutschkenntnisse im Umfang von DSH-2 (Testdaf4) werden bei ausländischen Studierenden vorausgesetzt.

Internationale Bewerber/innen *ohne* deutschsprachige Hochschulzugangsberechtigung müssen Deutschkenntnisse gemäß der Immatrikulationsordnung der Universität nachweisen (siehe auch Informationen zum Nachweis der sprachlichen Studierfähigkeit / DSH-Sprachprüfung).

Der Bachelor Geowissenschaften ist ein Kompaktstudiengang, bei dem kein Beifach gewählt werden kann. Es handelt sich um einen sog. „Mono-Bachelor“, d.h. das Studium erfolgt in einem wissenschaftlichen Fach.

Neben wissenschaftlichen Tätigkeiten an Hochschulen und anderen Forschungsein-richtungen, Kommunal-, Landes- und Bundesbehörden sowie an Museen, bestehen für Absolventen weitreichende Beschäftigungsmöglichkeiten u.a. in folgenden Einsatzbereichen:

  • Altlastenuntersuchung  und –sanierung, Deponiebau
  • Bodenschutz und Grundwasser
  • Energiesektor (u.a. Geothermie)
  • Exploration, Abbau und Aufbereitung von mineralischen Rohstoffen und Massenrohstoffen sowie Rohstoffqualitätskontrolle
  • Erkundung von Erdöl- und Erdgaslagerstätten
  • Keramische und Chemische Industrie sowie Hochleistungswerkstoffe

Für die Zulassung zur Promotion ist der Abschluss eines Masterstudienganges erforderlich. Eine Zulassung zur Promotion mit Bachelorabschluss ist nicht möglich.

Einführungsveranstaltungen zum Studienbeginn finden Sie im Campus-Portal. Klicken Sie hier auf „öffentliches Vorlesungsverzeichnis“ und dann „Einführungsveranstaltung zu Studienbeginn“.

Allgemeine Informationen für Studienanfänger sowie Informationen zur Orientierungswoche der Universität finden Sie unter der Seite "Neu in Tübingen? - Studienanfang leicht gemacht!"

Dr. Udo Neumann

Telefon: 07071-29-72600

Email: udo.neumannspam prevention@uni-tuebingen.de

Das aktuell gültige Modulhandbuch finden Sie hier.

Das Institut für Geowissenschaften der Universität Tübingen ist eines der größten in Deutschland. Mit mehr als 20 Professuren in den Bereichen Angewandte Geowissenschaften, Mineralogie/Geodynamik und Paläobiologie ist fast jede geowissenschaftliche Disziplin in Forschung und Lehre vertreten.