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08.01.2020

Bauarbeiten für neues Institut für Malignom-, Metabolom und Mikrobiomforschung (M3) auf dem Tübinger Schnarrenberg beginnen

Auf dem Schnarrenberg beginnen nun die Bauarbeiten für das Institut für integrative Malignom-, Metabolom und Mikrobiomforschung (M3) des Universitätsklinikums Tübingen.

Modellabbildung des künftigen M3-Forschungsinstitut
Das künftige M3-Forschungsinstitut soll auf dem Gelände des Universitätsklinikums auf dem Tübinger Schnarrenberg entstehen. Das Gebäude soll seinen Platz finden in unmittelbarer Nähe zu den Forschungsgebäuden der Neurowissenschaft und zur Medizinischen Universitätsklinik.

Das neue M3 Institutsgebäude wird am Rande des Tübinger Schnarrenbergs, in unmittelbarer Nähe zu den Forschungsgebäuden der Neurologie entstehen. Das Ministerium für Finanzen hat dafür nun die Baufreigabe erteilt. Mit dem M3 verfolgt die Universität einen neuartigen wissenschaftlichen Ansatz. Hier soll Tumorforschung (Malignom) mit einer Vielzahl von Stoffwechselprodukten (Metabolom) und den im Menschen lebenden Mikroorganismen (Mikrobiom) verknüpft werden. Durch diese miteinander verbundenen Systeme sollen innovative Therapiekonzepte zur Behandlung von Tumorerkrankungen entwickelt werden. Neben Experten aus der Krebsforschung werden an dem künftigen Institut Fachleute aus der Infektions- und Diabetesforschung, Bioinformatiker, Systembiologen und Pharmakologen beteiligt sein. 

„Der Neubau M3 entsteht auf dem kliniknahen Forschungscampus. Auf dem Schnarrenberg kann auch künftig patientennah geforscht werden. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bekommen mit dem neuen Institut eine moderne Infrastruktur, um innovative Therapien entwickeln zu können“, sagte Finanzministerin Edith Sitzmann.
„Wir erleben eine Dynamik in der Medizinforschung, die mich begeistert. Sie wird getragen von exzellenten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Wir erwarten aus ihren Forschungsvorhaben neue Therapien. Unsere Aufgabe ist es, deren Arbeit bestmöglich zu unterstützen. Der Neubau M3 zeigt erneut, dass das Land Baden-Württemberg diese Verpflichtung sehr ernst nimmt“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.

In dem fünfgeschossigen Neubau mit rund 4.200 Quadratmetern Fläche werden unter anderem zentrale Forschungseinrichtungen, Labore und Büros untergebracht. Das neue Institut wird mit regenerativ erzeugter Fernwärme beheizt und verfügt über einen hohen baulichen Wärmeschutz. Zudem wird auf dem Dach eine Photovoltaikanlage mit einer elektrischen Leistung von 51 kWp installiert. Ein technisches Monitoring soll dazu beitragen, die Anlage zu optimieren, den Energieverbrauch zu minimieren und dabei den Nutzerkomfort sicherzustellen.

Der Neubau für rund 41 Millionen Euro soll voraussichtlich im Herbst 2022 fertig sein. Jeweils 25 Prozent investieren die Medizinische Fakultät der Universität Tübingen und das Land. Die andere Hälfte der Kosten übernimmt der Bund aus Bundesmitteln. Der Bund hat das Projekt in sein Programm zur Förderung überregionaler Forschungsgebäude aufgenommen.

Aus einer Pressemitteilung vom Ministerium für Finanzen Baden-Württemberg

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