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17.05.2017

Humboldt-Professur an Largus T. Angenent verliehen

Hohe Auszeichnung für Umweltwissenschaftler

Präsident der Humboldt-Stiftung Prof. Dr. Helmut Schwarz, Prorektorin für Internationales der Eberhard Karls Universität Tübingen Prof. Dr. Monique Scheer, Preisträger Prof. Dr. T. Angenent, Bundesministerin für Bildung und Forschung Johanna Wanka. Bildrechte: Humboldt-Stiftung/David Ausserhofer
Präsident der Humboldt-Stiftung Prof. Dr. Helmut Schwarz, Prorektorin für Internationales der Eberhard Karls Universität Tübingen Prof. Dr. Monique Scheer, Preisträger Prof. Dr. T. Angenent, Bundesministerin für Bildung und Forschung Johanna Wanka. Bildrechte: Humboldt-Stiftung/David Ausserhofer

Der Umweltwissenschaftler und Mikrobiologe Professor Largus T. Angenent ist mit dem höchstdotierten deutschen Forschungspreis ausgezeichnet worden. Bundesforschungsministerin Professorin Johanna Wanka verlieh Angenent am Dienstagabend in Berlin eine mit fünf Millionen Euro dotierte Humboldt-Professur. Auf der Grundlage dieser Förderung ist Angenent vor kurzem von der Cornell University in Ithaca, New York, auf einen Lehrstuhl für Umweltbiotechnologie an der Universität Tübingen gewechselt.

In der Umweltverfahrenstechnik forschte er als einer der ersten Wissenschaftler an der Speicherung von Strom aus regenerierbaren Quellen mithilfe von Mikroben. Dabei wird der wetterabhängig produzierte überschüssige Strom zum Beispiel von Windkraft- oder Fotovoltaik-Anlagen zur Herstellung von Wasserstoffgas genutzt, das Mikroben zu Methan umsetzen – einem Gas, das sich speichern lässt. Seine weiteren Interessensgebiete sind die Herstellung löslicher biochemischer Stoffe aus Abfallstoffen und die Kohlenstoffrückgewinnung aus der industriellen Produktion. Neben diesen angewandten Fragestellungen betreibt Angenent jedoch auch Grundlagenforschung, um die Biochemie und Energetik einschlägiger mikrobieller Stoffwechselwege besser zu verstehen.

Bundesministerin für Bildung und Forschung Johanna Wanka, Generalsekretär der Humboldt-Stiftung Dr. Enno Aufderheide, Präsident der Humboldt-Stiftung Helmut Schwarz, Humboldt-Preisträger 2017 und Laudatoren. Bildrechte: Humboldt-Stiftung/Michael Fahrig

Angenent wurde in den Niederlanden geboren. Er studierte an der Universität Wageningen Umweltwissenschaften und Mikrobiologie. 1998 erhielt er einen Ph.D. in Umweltingenieurwissenschaften der Iowa State University, USA. Von 1998 bis 2008 war Angenent auf verschiedenen Positionen seiner wissenschaftlichen Karriere an der University of Illinois, der University of Colorado Boulder und an der Washington University in St. Louis tätig. Seit 2008 war er Professor an der Cornell University.

Die Humboldt-Professur dient dazu, internationale Spitzenforscher nach Deutschland zu holen. Die Preisträger werden von Universitäten nominiert und von einem Ausschuss der Humboldt-Stiftung gewählt. An der Universität Tübingen ist Angenent nach dem Linguisten Harald Baayen und der Pflanzengenetikerin Marja Timmermans der dritte Humboldt-Professor.

Karl G. Rijkhoek

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