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16.05.2017

LFK-Medienpreis 2017 für von Tübinger Medienwissenschaftlern produzierten Dokumentarfilm

Masterprojekt „Zwischenwelten“ ausgezeichnet

Preisverleihung mit Nadja Büchler (rechts) und Benjamin Dornis. Foto: © LFK - Landesanstalt für Kommunikation
Preisverleihung mit Nadja Büchler (rechts) und Benjamin Dornis. Foto: © LFK - Landesanstalt für Kommunikation

Drei Tübinger Medienwissenschaftler arbeiteten für ihr Masterprojekt „ZwischenWelten – Wie Krieg Kinder zeichnet“ mit Kindern, die aus Kriegs- und Krisengebieten nach Baden-Württemberg geflohen sind. Das Ergebnis ist ein außergewöhnlicher Dokumentarfilm, der die jungen Geflüchteten selbst zu Wort kommen lässt – und Flüchtlingsschicksalen ein Gesicht gibt. Jetzt sind Nadja Büchler, Benjamin Dornis, Dr. Nicole Rieber für diesen Film mit dem LFK-Medienpreis 2017 der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg in der Kategorie „Fernsehen - Hochschulen und Ausbildungseinrichtungen“ ausgezeichnet worden.


„Wir wollten nicht interpretieren, sondern die Kinder erzählen lassen. Wir sind bis zur Grenze gegangen, aber nicht weiter“, erklärt Nicole Rieber, die vor ihrem Studium der Medienwissenschaft schon eine Promotion in Psychologie abgeschlossen hat. Sie hat für den Film die Interviews geführt. Auf die Idee, eine Filmproduktion als Masterarbeit zu wählen, kam sie über ihre Kommilitonen Dornis und Büchler. Beide hatten Filmerfahrung und bereits früher zusammengearbeitet.

In der Jurybegründung der LFK heißt es:

Dieser herausragende Beitrag packt den Zuschauer gleich zu Beginn mit verstörenden Handy-Kriegsvideoaufnahmen und O-Tönen des jugendlichen Flüchtlings zu seiner Heimat und dem Leben im Krieg. Diese Kinderperspektive wird beibehalten und berührt durch die authentischen, persönlichen Berichte der Geflüchteten. Die Jury hat sehr beeindruckt, wie es den Autoren gelungen ist, die traumatisierten Kinder mit viel Respekt und Feingefühl zum Sprechen zu bringen. Eine großartige Gesamtleistung, sowohl was die Recherche, die Herangehensweise, die Auswahl der Interviewpartner und die journalistische und handwerkliche Umsetzung betrifft. Auch die crossmediale Aufbereitung (Radio, Print, Crowdfunding, eigenes Logo) überzeugen.

Maximilian von Platen

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