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18.10.2017

Universität Tübingen vereinbart Zusammenarbeit mit brasilianischer Hochschulagentur

Professor Bernd Engler, Rektor der Universität Tübingen, Professor Abilio A. Baeta Neves, Präsident von CAPES, und Professor Stefan Laufer, Direktor des baden-württembergischen Brasilienzentrums an der Universität Tübingen (von links nach rechts). Foto: Universität Tübingen
Professor Bernd Engler, Rektor der Universität Tübingen, Professor Abilio A. Baeta Neves, Präsident von CAPES, und Professor Stefan Laufer, Direktor des baden-württembergischen Brasilienzentrums an der Universität Tübingen (von links nach rechts). Foto: Universität Tübingen

Die Universität Tübingen und die staatliche brasilianische Hochschulagentur CAPES steuern auf eine umfassende und enge Zusammenarbeit bei Forschung und Lehre sowie dem Austausch von Gastwissenschaftlern und Studierenden zu. Der Präsident von CAPES, Professor Abilio A. Baeta Neves und der Rektor der Tübinger Universität, Professor Bernd Engler, unterzeichneten am 5. Oktober eine Rahmenvereinbarung, in der beide Seiten gemeinsame Ziele definieren. Die Vereinbarung wurde vom baden-württembergischen Brasilienzentrum an der Universität Tübingen vorbereitet und von dessen Direktor, Professor Stefan Laufer, maßgeblich beeinflusst.

CAPES und die Universität Tübingen wollen künftig gemeinsame Forschungsprogramme und -projekte auflegen sowie brasilianische Gastprofessuren an der Universität Tübingen einrichten. Darüber hinaus plant die brasilianische Hochschulagentur die Schaffung einer Exzellenzinitiative nach deutschem Vorbild. Bei der Vorbereitung und Umsetzung eines solchen Programms soll die Tübinger Universität beratend tätig sein. Tübingen zählt seit 2012 zum Kreis der deutschen Exzellenzuniversitäten.

Als ein erster Schwerpunkt der Zusammenarbeit wurde bereits die gemeinsame Entwicklung neuer Arzneistoffe in den Blick genommen. Auf diesem Feld sollen das Tübingen Center for Academic Drug Discovery & Development (TüCADD) und das Interfakultäre Zentrum für Pharmakogenomik und Pharmaforschung (IZEPHA) in Stuttgart und Tübingen künftig mit brasilianischen Forschungslaboren kooperieren.

Die Rahmenvereinbarung hat eine Laufzeit von zunächst fünf Jahren und kann danach verlängert werden. Konkrete Verträge zu den einzelnen Programmen und Projekten sollen nun in gesonderten Gesprächen ausgehandelt werden. Dazu wurde die Einsetzung eines Leitungsgremiums beschlossen.

Die Zusammenarbeit mit Brasilien bildet seit vielen Jahren ein Schwerpunkt an der Universität Tübingen. So betreibt die Universität seit 2000 das baden-württembergische Brasilien-Zentrum, das sich insbesondere um die Kooperation mit Hochschulen im brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul kümmert. Darüber hinaus betreibt die Tübinger Universität eine eigene Forschungsstation in Pró-Mata (Rio Grande do Sul).

Die brasilianische Förderagentur für Hochschulbildung (Coordenação de Aperfeiçoamento de Pessoal de Nível Superior - CAPES) wurde 1951 als national tätige Förderorganisation des Bildungsministeriums für den Hochschulbereich geschaffen. CAPES ist vor allem für die Förderung von fortgeschrittenen Masterstudierenden, Doktoranden und Postdocs zuständig. Zu den Aufgaben der Agentur zählt zudem die internationale Zusammenarbeit im Hochschulbereich.

Karl G. Rijkhoek

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