Uni-Tübingen

Aktuell

09.04.2019

Kommission der Universität Tübingen untersucht mutmaßliches Fehlverhalten

Studie zur Kommunikation mit vollständig gelähmten Patienten wird überprüft


Die Kommission zur Untersuchung von Fehlverhalten in der Wissenschaft an der Universität Tübingen prüft derzeit eine Studie des Hirnforschers Professor Niels Birbaumer, die im Januar 2017 im Fachmagazin PLOS Biology erschienen ist. Ein Sprecher der Universität Tübingen bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Bericht der Süddeutschen Zeitung. Die Studie dreht sich um die Frage, ob eine Kommunikation mit vollständig gelähmten Patienten, die an der Hirnkrankheit ALS leiden, über eine Schnittstelle zwischen dem Gehirn der Patienten und einem Computer möglich ist. Die Studie bejaht diese Frage.

Ein Hinweisgeber hat sich im April 2018 wegen Zweifeln an der in PLOS Biology veröffentlichten Studie an eine Vertrauensperson der medizinischen Fakultät der Universität Tübingen gewandt. Die Vertrauensperson hat die Vorwürfe über mehrere Monate eingehend untersucht und einen Prüfbericht gefertigt. Dieser Prüfbericht wurde am 22. November 2018 der universitären Kommission zur Untersuchung von Fehlverhalten in der Wissenschaft übergeben. Die Kommission leitete daraufhin am 16. Januar 2019 ein förmliches Verfahren ein. Die Arbeit der Kommission dauert derzeit an. Die Kommission hat die Möglichkeit, das Verfahren einzustellen oder einen Beschluss zu fassen, in dem sie Empfehlungen für das weitere Vorgehen in der Sache gibt. Dieser Beschluss wird dem betroffenen Wissenschaftler sowie dem Rektorat der Universität zugestellt. Das Rektorat entscheidet dann über das weitere Vorgehen.

Kontakt:

Dr. Karl G. Rijkhoek
Universität Tübingen
Hochschulkommunikation
+49 7071 29-76788
karl.rijkhoekspam prevention@uni-tuebingen.de

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