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18.10.2018

Standortübergreifend und digital: Universität Tübingen verleiht Lehrpreis für innovatives Seminarformat

Sonderpreis für herausragendes studentisches Engagement geht an die Initiative „Week of Links“

Gruppenfoto: Alexander Kobusch, Natalie Pawlowski und Dr. Thomas Nielebock erhalten von Prorektorin Prof. Dr. Karin Amos den Lehrpreis
Von links: Alexander Kobusch, Natalie Pawlowski und Dr. Thomas Nielebock erhielten von Prorektorin Prof. Dr. Karin Amos (2. von links) den Lehrpreis für ein Seminarformat, das per Videokonferenztechnik und Lernplattform an acht deutschen Universitäten stattfand.

Der Lehrpreis der Universität Tübingen geht in diesem Jahr an Dr. Thomas Nielebock, Alexander Kobusch und Natalie Pawlowski vom Institut für Politikwissenschaft. Das Team wird für ein innovatives Seminarformat ausgezeichnet, das per Videokonferenztechnik und Lernplattform standortübergreifend stattfindet. Für das Projekt kooperieren acht deutsche Universitäten miteinander. Es richtet sich an Studierende, die an der Schnittstelle von Friedens- und Konfliktforschung und Europaforschung interessiert sind. Darüber hinaus verleiht die Universität den Sonderpreis für herausragendes studentisches Engagement an die Initiative „Week of Links“, die jährlich eine Akademie für Nachhaltige Entwicklung organisiert: Studienanfänger aller Fachrichtungen setzen sich hier mit sozialen, ökologischen und ökonomischen Fragen zur Nachhaltigkeit auseinander. 

Die Preise werden am Donnerstag, den 18. Oktober, ab 17 Uhr im Hörsaalzentrum Morgenstelle, Hörsaal 6 von Professorin Karin Amos, Prorektorin für Studierende, Studium und Lehre, übergeben. Die Verleihung ist Teil der Erstsemesterbegrüßung am Dies Universitatis, die jährlich zu Beginn des Wintersemesters stattfindet. Beim anschließenden Markt der Möglichkeiten können sich neue Studierende über studentische Projekte und Initiativen in Tübingen informieren. 

Informationen zum Lehrpreis:
In den Ringseminaren „Gefährdungen des Friedens in Europa?“ (Sommersemester 2017) und „Der Security-Migration-Development-Nexus” (Sommersemester 2018) setzten sich Studierende mit aktuellen Krisenereignissen wie beispielsweise Rechtsnationalismus, der Finanzkrise, dem Brexit (2017) sowie der Migrationskrise und den EU-Beziehungen zu Afrika (2018) auseinander. Die Krisenauswirkungen auf den Frieden in Europa und die Handlungsstrategien der EU im globalen Kontext standen dabei im Fokus. Internationale Expertinnen und Experten erstellten in Vorbereitung auf die Sitzungen Vortragsvideos. Die Studierenden bereiteten in standortübergreifenden Arbeitsgruppen Kommentare und Fragen vor, die dann in wöchentlichen Videokonferenzen mit allen Standorten und den jeweiligen Referentinnen und Referenten diskutiert wurden. Zudem sammelten die Studierenden auf der Lernplattform ILIAS gemeinsam Arbeitsmaterialien (mehr als 7500 Zugriffe) und initiierten die öffentliche e-Learning-Plattform „Frieden in Europa“ (www.elearning-europa.politik.uni-freiburg.de).

„Das Seminar zeigt beispielhaft, welche beeindruckenden Möglichkeiten die Digitalisierung der Lehre eröffnet“, sagte Professorin Karin Amos. „Zudem ermöglicht die Kooperation verschiedener Hochschulstandorte vielfältige Zugänge zu hochaktuellen und gesellschaftlich relevanten Themen, die eine einzelne Universität nicht bieten könnte.“ 

Kontakt: 

Alexander Kobusch 
Universität Tübingen
Institut für Politikwissenschaft
Telefon +49 29-78365
alexander.kobusch@ifp.uni-tuebingen.de

Informationen zum Sonderpreis für herausragendes studentisches Engagement:

In der Initiative „Week of Links“ wollen Studierende und Promovierende verschiedener Fachbereiche ihre Kommilitonen für Themen der sozialen, ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit sensibilisieren und für ein Engagement in diesen Bereichen zu begeistern. Seit 2014 veranstalten sie jeweils zu Semesterbeginn eine Projektwoche an der Universität Tübingen, die allen Interessierten offen steht: In Workshops werden Themen wie der Klimawandel, soziale Ungleichheit, die Wirtschafts- und Finanzkrise, globale Armut oder die Ausbeutung natürlicher Ressourcen diskutiert. Junge Forschende stellen ihre Projekte vor, auf dem Programm stehen zudem Vorträge, Podiumsdiskussionen, Exkursionen und Formate wie der Poetry Slam. 

Für die Projektwoche sind die Studierenden ehrenamtlich im Einsatz, finanziell wird sie von Universität Tübingen und weiteren Sponsoren unterstützt. Die „Week of Links“ konnte in jedem Jahr steigende Anmeldezahlen verzeichnen und hat bislang rund 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erreicht. Neben dem ursprünglichen Format im Wintersemester findet inzwischen auch eine Sommer-Edition der „Week of Links“ statt.

Kontakt:

Moritz Koch
Week of Links
moritz.koch@gmx.de

weekoflinks.org/ 

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