Uni-Tübingen

Studium Generale

 Das Studium Generale findet im Wintersemester nochmals virtuell statt. Die Teilnahme ist wie immer kostenlos und ohne Anmeldung möglich. Für den Besuch einer Reihe können 2 ECTS-Punkte gegen einen individuellen Leistungsnachweis erworben werden, über die Art des Leistungsnachweises entscheiden die jeweiligen Veranstalterin(innen). Alle Termine und Informationen stellen wir zu Beginn des Wintersemesters auf dieser Seite sowie im Programmflyer zur Verfügung. Das Studium Generale startet ab 18.10.2021.

Das Studium Generale ist ein kostenloser Service. Freiwillig, unbezahlt und neben ihren vielfältigen Aufgaben bieten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Tübingen hier öffentliche Abendveranstaltungen während des Semesters an. In den Vorlesungsreihen zu aktuellen und meist fachübergreifenden Themen kommen auch häufig auswärtige Gäste zu Wort.

Das Studium Generale richtet sich an alle interessierten Hörerinnen und Hörer und an Studierende aller Fachrichtungen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Kontakt für die Organisatoren von Studium Generale-Reihen

Antje Karbe
 +49 7071 29-76789
antje.karbespam prevention@uni-tuebingen.de

Julia Dubs
 +49 7071 29-77846
julia.dubsspam prevention@uni-tuebingen.de 

Themenübersicht Wintersemester 21/22

Europas phantastische Held*innen ‒ eine literarische Spurensuche

Organisation: Prof. Dr. Jürgen Wertheimer
jeweils Montag, 20 Uhr c.t.

Alle „Helden“ sind ohnehin Fantasie-Produkte. Fiktionen an denen wir uns orientieren, so als ob es echte Figuren wären. Genau das ist die Grundidee: Dieses halb vergessene „Erbe“ wieder ans Licht zu bringen und zu ordnen. Lässt man die Jahrhunderte im Schnelldurchlauf Revue passieren und begegnet noch einmal jenen Licht- und Schattengestalten, die einem „irgendwie“ bekannt vorkommen, denen es gelungen ist, sich über die Jahrhunderte hinweg im kollektiven Gedächtnis festzusetzen, lässt sich daraus eine andere Geschichte des Kontinents, ein spezifisches europäisches Profil ableiten. Eine Geschichte jenseits der üblichen Herrscherdaten und Epochenschwellen. Auch keine Ideengeschichte im üblichen Sinn. Vielmehr eine Art „Menschliche Komödie“ ‒ bei weitem nicht so umfassend und systematisch wie bei Balzac, aber doch aussagekräftig in Bezug auf das, was Europa ausmacht: Individualität, Autonomie und Diversität. 

Deshalb macht es ‒ besonders in der gegenwärtigen, durchaus kritischen Situation unseres Kontinents ‒ Sinn, sich mittels eines „Who is who“ einen Überblick zu verschaffen. Es fällt auf, dass sich kaum eine heterogenere, eigensinnigere Liste denken lässt als die, die aus diesem Gedankenspiel entsteht. Nicht nur, um in den sechs Vorlesungen möglichst viele Facetten erfassen zu können, werden pro Sitzung zwei Held:innen behandelt.

Studierende können gegen einen Leistungsnachweis 1-3 ECTS-Punkte erwerben. Informationen: juergen.wertheimerspam prevention@uni-tuebingen.de

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Faszination Gehirn ‒ Entwicklung, Plastizität und Krankheit

Organisation: Prof. Dr. Birgit Derntl, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie; Dr. Simone Mayer, Hertie-Institut für klinische Hirnforschung
jeweils Dienstag, 18 Uhr c.t.

Das Gehirn, eine der faszinierendsten Strukturen in der Natur, unterliegt schon im Mutterleib schnellen und komplexen Veränderungen, die auch weitreichende Effekte über die gesamte Lebensspanne hinweg haben. Entgegen der lange gehegten Annahme, unser Gehirn unterliege im Erwachsenenalter keinen gravierenden Modifikationen – mit Ausnahme alters- und krankheitsbezogener Veränderungen – gibt es mittlerweile stichhaltige Nachweise, dass unser Gehirn ein Leben lang plastisch ist. So verändern zum Beispiel Lernprozesse unser Gehirn oder auch eine Schwangerschaft den Aufbau des Gehirns von Müttern. Die jüngsten technischen Entwicklungen in den Neurowissenschaften haben die Grundlagenforschung und die klinischen Neurowissenschaften näher zusammengebracht, da die Lebensgeschichte die Anfälligkeit und das Fortschreiten von Krankheiten im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter beeinflussen kann. 

Mehrere Forschungsgruppen, die sich für verschiedene Aspekte der Entwicklung und Plastizität des Gehirns interessieren, stellen im Rahmen des Studium Generale einen historischen Abriss zur Gehirnforschung sowie aktuelle Befunde zur Entwicklung dieses komplexen Organs vor. Dabei geht es um Fragen wie „Wie und wann entwickelt sich unser Gehirn?“, „Was sind förderliche versus hinderliche Faktoren für die Gehirnentwicklung?“, „Was machen psychische Erkrankungen mit unserem Gehirn?“ oder „Was hat eigentlich Ernährung mit der Gehirnentwicklung zu tun?“

Bei dieser Veranstaltung können Sie durch eine Multiple-Choice Prüfung am Ende des Semesters 2 ECTS Punkte erhalten. 

Kontakt: birgit.derntlspam prevention@med.uni-tuebingen.de 

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Kenncode: 353467

Wie sich Leistung bewerten lässt. Relativität und Normativität von Beurteilungen

Organisation: Britta Eiben-Zach und Prof. Dr. Carolin Führer im Namen der Special Interest Group Relativität, Normativität und Orientierung der Tübingen School of Education
jeweils Mittwoch, 18 Uhr c.t.

Bewertungen und Beurteilungen sind im schulischen Alltag omnipräsent. Aber wie sicher können – und wollen – wir uns der Verfahren und (Qualitäts-)Maßstäbe sein, die dabei zum Einsatz kommen? An welchen Bezugsnormen soll sich schulische Leistungsbewertung orientieren, um ihre unterschiedlichen Funktionen zu erfüllen? Und wie „relativ“ darf Bewertung werden, um – in einem verstärkt diversitätssensiblen und inklusiven Unterricht – den individuellen Voraussetzungen von Schüler*innen gerecht zu werden? Schließlich: Wie verhält es sich mit den Fächern, in denen es auch um Wert- oder Geschmacksurteile geht und deren Gegenstände sich gerade nicht „objektiv“ betrachten lassen?

Mit diesen Fragen beleuchtet die Ringvorlesung Kernprobleme des Unterrichtsalltags unterschiedlichster Fächer. Sie verbindet erziehungswissenschaftliche, bildungswissenschaftliche und fachdidaktische Perspektiven und erhellt damit das Problemfeld der Relativität und Normativität schulischer Leistungsbewertung in interdisziplinärer Perspektive. Weiter fragt die Vorlesung, wie sich den skizzierten Herausforderungen begegnen lässt. In den Blick genommen werden Potenziale innovativer Bewertungsformen, die sich nicht zuletzt digitale Formate zunutze machen.

Anmerkung zur Anrechnung für Studierende
Studierende können mit Besuch der Ring-VL 3 ECTS-Punkte erwerben, die u. a. für  folgende Module angerechnet werden können: DEU-ME-BL-5, BWSME6, BWS-ME6, BWS-MBL3, BWSME6, VOR-BWS-MBL3, M5 (Vertiefung BWS). 

Voraussetzung hierfür ist die Teilnahme an einem unbenoteten Online-Test zum Semesterende. Studierende, die an diesem Test teilnehmen möchten, melden sich bitte in folgendem ILIAS-Kurs an: Wintersemester 2021-22 -> 5 Philosophische Fakultät -> Germanistik -> Fachdidaktik Deutsch -> Wie sich Leistung bewerten lässt. Relativität und Normativität von Beurteilungen (Ring-VL).
Das Passwort wird im Rahmen der Ring-VL bekannt gegeben. Bei Fragen speziell zur Anmeldung in ILIAS wenden Sie sich bitte an britta.eiben-zachspam prevention@uni-tuebingen.de.

Achtung: Am 10.11.21 muss die Ringvorlesung leider ausfallen.
Der Vortrag von Prof. Dr. Sabine Reh zum Thema „Erfragen, bewerten und beurteilen – Longue Durée didaktischer Praktiken“ wird aufgezeichnet und ab dem 8.12.2021 im ILIAS-Kurs zur Verfügung gestellt. Die Diskussion zum Vortrag findet am 22.12.2021 um 18.15–18.45 Uhr als Video-Konferenz unter dem regulären Zoom-Link statt. 
 

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Zwillingsforschung

Organisation: Prof. Dr. Paul Enck, Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinikum Tübingen
jeweils Mittwoch, 20 Uhr c.t.

wichtiger Hinweis: Die Reihe Zwillingsforschung konnte wegen technischer Probleme nicht wie geplant am 20.10. starten. Der Vortrag von Prof. Paul Enck ist deshalb als PDF auf der Seite www.zwillingsgesundheit.de erhältlich.

Zwillingsforschung hat eine lange wissenschaftliche Tradition, ist allerdings in Deutschland durch den Missbrauch zur Zeit des Nationalsozialismus („Rassenhygiene“) nach dem 2.Weltkrieg nicht in dem Maße weiterentwickelt worden wie in nahezu allen anderen Ländern weltweit. Mit der Entschlüsselung des humanen Genoms vor etwa zehn Jahren stellt sich die Frage, ob Zwillingsforschung eigentlich noch zeitgemäß ist. In der Ringvorlesung wird diese Frage durch Expertinnen und Experten unterschiedlicher Disziplinen zu beantworten versucht. Ziel ist es, neben der Information über aktuelle weltweite Zwillingsforschung auch darauf aufmerksam zu machen, welche Studien in der Tübinger Zwillingskohorte "TwinHealth" geplant sind.

Studierende können gegen einen Leistungsnachweis 2 ECTS-Punkte erwerben. Informationen: paul.enckspam prevention@uni-tuebingen.de 

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Kenncode: 842431

Zukunftsfähig und global gerecht? Nachhaltige Entwicklung als Herausforderung für die Wirtschaftswissenschaft

Organisation: Fachbereich Wirtschaftswissenschaft & Beirat/Kompetenzzentrum für Nachhaltige Entwicklung: Prof. Dr. Taiga Brahm, Dr. Diana Grundmann, Prof. Dr. Thomas Potthast, Martin Priebe, Arno Schmidt
jeweils Donnerstag, 18 Uhr c.t.

Nachhaltige Entwicklung zielt auf ein „gutes Leben“ für alle Menschen – weltweit und in Zukunft. Hiermit sind unmittelbar Fragen des Wirtschaftens verknüpft: Wie lassen sich negative Folgen etwa des Klimawandels und soziale Ungleichheit reduzieren? Wie können soziale und ökologische Prinzipien im besten Sinne mit unserer Wohlfahrtsökonomie verknüpft werden? (Wie) lassen sich Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch entkoppeln? In jedem Fall gilt: Nachhaltige Entwicklung kann nur gelingen, wenn die ökonomischen, die ökologischen und die sozial-kulturellen Dimensionen zusammen gedacht und bearbeitet werden.

Aktuell wird angesichts von negativen Auswirkungen einer exzessiven Wachstums-Ökonomie und Green New Deal viel über Grünes Wachstum, Suffizienz und Postwachstum diskutiert. Das betrifft unmittelbar auch die Wirtschaftswissenschaft an Hochschulen und Universitäten. Fragen der Nachhaltigkeit in Forschung und Lehre werden erkennbar eine immer größere Rolle spielen.

Diese Ringvorlesung schafft einen Gesprächs- und Reflexionsraum, in dem die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen einer auf Nachhaltige Entwicklung ausgerichteten Wirtschaftswissenschaft ausgelotet werden.

Studierende können gegen einen Leistungsnachweis (Essay) 2 ECTS-Punkte erwerben. Informationen: nachhaltigspam prevention@uni-tuebingen.de

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