Uni-Tübingen

Coronavirus: Hinweise für Beschäftigte

Detaillierte Informationen zur Arbeitsorganisation können Sie dem Hygienekonzept der Universität entnehmen.

Arbeitsorganisation

Weitgehende Home-Office-Regelung aufgehoben

Spätestens ab dem 1. August 2020 ist an der Universität Tübingen ein permanentes Arbeiten im Home Office die Ausnahme und nicht mehr die Regel. Stattdessen kehrt die Universität im Hinblick auf Home Office zu den Regelungen zurück, die bereits vor Ausbruch der Pandemie galten, und die in der Dienstvereinbarung zur Telearbeit bzw. zur fallweisen Arbeit von zuhause festgeschrieben sind.

Zum Schutz der Beschäftigten bei einer Tätigkeit in der Universität haben die Abteilung Arbeitsschutz und der Betriebsärztliche Dienst ein umfangreiches Infektionsschutzkonzept erarbeitet und umgesetzt, das ständigen Aktualisierungen unterliegt. Daher bittet die Universität alle Beschäftigten, die derzeit noch im Home Office arbeiten, an ihre regulären Büroarbeitsplätze zurückzukehren, soweit die Arbeitsplatzgestaltung nach dem aktuell geltenden Hygienekonzept dies möglich macht. In allen Fällen, in denen die Vorgaben des Hygienekonzepts aufgrund der räumlichen Situation nicht eingehalten werden können, bittet die Universität die Vorgesetzten und die Beschäftigten darum, gemeinsam und vor Ort praxistaugliche Lösungen zu erarbeiten, ohne beim Infektionsschutz Abstriche zu machen. In Zweifelsfällen stehen die Abteilung Arbeitsschutz und der Betriebsärztliche Dienst beratend zur Seite. 

In folgenden Fällen kann auf das Instrument Home Office auch künftig noch zurückgegriffen werden:

  • Fehlende Kinderbetreuung außerhalb der Schul- und Kita-Ferien: Wie Sie wissen, arbeiten Land und Kommunen daran, Kindergärten und Schulen schrittweise wieder zu öffnen. Noch sind die fraglichen Einrichtungen nicht lückenlos geöffnet. In vielen Fällen sind Schulen und Kindertagesstätten aber zumindest zeitweise wieder in Betrieb. Sollte Ihre individuelle Situation eine vollständige Rückkehr an den Arbeitsplatz derzeit nicht ermöglichen, sprechen Sie bitte Ihre Vorgesetzten an und finden Sie Lösungen, wie Kinderbetreuung und Arbeit  in Einklang gebracht werden können. Gleiches gilt für Beschäftigte, die Angehörige pflegen müssen.
  • Risikogruppen: Grundsätzlich sollten alle Arbeitsplätze an der Universität so gestaltet sein, dass das Infektionsrisiko minimiert ist. Dazu trägt ganz wesentlich das Betretungsverbot für Personen bei, die aktuell oder in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einem COVID-19-Patienten haben oder hatten oder die aktuell selbst Symptome eines Atemwegsinfektes oder Fieber, Husten, Gliederschmerzen, Geruchs-/Geschmacksstörung haben. Sofern zwei oder mehr Beschäftigte in einem Raum arbeiten müssen, wird durch das Einhalten des Sicherheitsabstands von 1,5 Metern, die ausreichende Lüftung und ggf. den Einsatz von Spuckschutz das Infektionsrisiko minimiert.  Auch kann über eine wechselnde Nutzung der Arbeitsplätze der Zeitraum, in dem ein Büro durch zwei oder mehr Personen genutzt wird, reduziert werden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zur Risikogruppe für einen schweren Krankheitsverlauf bei COVID-19 zählen, bittet die Universität, das Gespräch über die Gestaltung ihres Arbeitsplatzes mit ihren Vorgesetzten zu suchen. Im Einzelfall berät Sie der Betriebsärztliche Dienst. In den seltenen Fällen, in denen eine sichere Nutzung des Arbeitsplatzes im Hinblick auf den Infektionsschutz nicht realisiert werden kann, bleibt die Möglichkeit, im Home Office zu arbeiten.
  • Steigende Infektionszahlen: Wir alle müssen uns darauf vorbereiten, dass die allgemeine Infektionslage sich spätestens im Herbst oder Winter erneut verschärfen kann. Sollte die Zahl der Neuinfektionen in unserer Region stark steigen, ist die Universität Tübingen in der Lage, schnell zu reagieren. In dieser Situation kann die Hochschule vermehrt Beschäftigte wieder im Home Office einsetzen. Die Universität bittet aber um Verständnis, dass eine entsprechende Entscheidung von der Hochschulleitung getroffen werden muss. Einzelne Fakultäten, Institute oder Abteilungen dürfen einer solchen Entscheidung nicht vorgreifen. 

Sicherheitsabstand von 1,5 Metern einhalten - Regeln für Mehrpersonenbüros

Soweit dies organisatorisch möglich ist, soll ein Arbeitsplatz derzeit nach Möglichkeit nicht von mehreren Mitarbeitenden genutzt werden. Ist dies nicht möglich, zum Beispiel bei Schichtarbeit, Rotationsnutzung, Pkw, Nutzfahrzeugen, Steuerständen, sind die Oberflächen gemeinschaftlich genutzter Arbeitsplätze im Anschluss an die Nutzung durch die Beschäftigten mit handelsüblichen Haushaltsreinigern zu reinigen (Bezug via Dezernat VII, Abt. Einkauf). Dazu gehören insbesondere Oberflächen, mit denen Beschäftigte in Kontakt gekommen sind (durch Tröpfchenabgabe beim Sprechen), z.B. Tischplatte, Schreibtischstuhl und Armlehnen, Schrank- und Türgriffe, IT-Geräte wie Maus und Tastatur, Telefonhörer, Lenkräder, Schalthebel sowie häufig genutzte Werkzeuge und Geräte.

Universitätsangehörige müssen ausreichend Abstand (mindestens 1,5 m) zu anderen Personen einhalten. Wo dies durch Maßnahmen der Arbeitsorganisation nicht möglich ist, müssen alternative Schutzmaßnahmen durch die Vorgesetzten ergriffen werden (z.B. anderer Arbeitsplatz, Spuckschutz).

  • Mund-Nase-Schutz wird den Beschäftigten zur Verfügung gestellt, wenn ausnahmsweise aus dienstlichen Gründen eine Unterschreitung des Mindestabstands notwendig ist. Die Einrichtungen bestellen bei Dezernat VII, Abt. Einkauf, über das Formular „Artikelbedarfsanforderung“.
  • In Büroräumen sollte bei gegenüberliegenden Arbeitsplätzen, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, ein Spuckschutz (z.B. eine Plexiglasscheibe)  installiert werden. Verantwortlich hierfür ist der/die Vorgesetzte. Das freiwillige Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung wird empfohlen.

Bei regelmäßigem Publikumsverkehr, insbesondere dann, wenn die Mindestabstände nicht eingehalten werden können, sind Abtrennungen (Spuckschutz) zu installieren.

Hinweis für Vorgesetzte: Für Büroarbeitsplätze sind die Raumkapazitäten der Einrichtungen so zu nutzen und die Arbeit so zu organisieren, dass Mehrfachbelegung von Räumen vermieden werden kann bzw. ausreichend Schutzabstand gegeben ist.

Räume sind (soweit möglich) regelmäßig zu lüften:

  • Einzelbüros mindestens alle 60 Minuten Stoßlüften
  • Gemeinsam genutzte Räume mindestens alle 20 Minuten Stoßlüften oder Dauer-Querlüften
  • In Gebäuden und Räumen mit Lüftung steuert das Gebäudemanagement die raumlufttechnischen Anlagen, sodass hier eine maximale Versorgung mit Frischluft sichergestellt ist.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Hygienekonzept der Universität.

Urlaubsplanung - geplante Erholungsurlaubstage und Gleittage in Anspruch nehmen

Die Universitätsleitung bittet darum, derzeit von Ihnen geplante Erholungsurlaubstage und Gleittage auch in Anspruch zu nehmen. Viele sind aktuell am Arbeitsplatz in einem Maße gefordert, das über das Normale deutlich hinausgeht. Andere haben aufgrund des eingeschränkten Betriebs in den wissenschaftlichen und zentralen Einrichtungen derzeit weniger oder eventuell auch keine Aufgaben. Es ist gerade jetzt außerordentlich wichtig, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität ihre Gesundheit und ihre Arbeitskraft erhalten. Dazu sind Erholungs- und Ruhephasen unerlässlich.

Zudem muss aus organisatorischen Gründen vermieden werden, dass nach Aufhebung der aktuellen Reisebeschränkungen und einem möglichen Beginn des Studienbetriebs alle Beschäftigten umgehend in den Urlaub gehen wollen. Daher bittet die Universitätsleitung alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, eine Urlaubsplanung für das Gesamtjahr zu machen und diese mit ihren Vorgesetzten sowie ihren Vertreterinnen und Vertretern abzustimmen. Bitte beachten Sie dabei auch, dass noch vorhandene Urlaubsansprüche aus 2019 bis zum 30. September 2020 in Anspruch zu nehmen sind.

Schließung von Einrichtungen - Lohnfortzahlung

Wir weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Schließung von einzelnen Einrichtungen der Universität ausschließlich von der Hochschulleitung oder der baden-württembergischen Landesregierung verfügt werden darf. Sollte eine Teilschließung einzelner Einrichtungen oder die Schließung der Universität insgesamt abgeordnet werden müssen, werden die Beamtinnen und Beamten sowie die tariflich Beschäftigten freigestellt, ohne dass es zu Einkommenseinbußen kommt.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Kinderbetreuung und Pflege

Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen arbeiten weiterhin eingeschränkt. Betroffenen Eltern bleibt in dieser Situation die Möglichkeit, im Home Office zu arbeiten, Überstunden abzubauen, Urlaub zu nehmen oder unbezahlten Sonderurlaub zu beantragen, falls die Kinderbetreuung sich nicht anderweitig organisieren lässt. Tariflich Beschäftigte, die dadurch einen Verdienstausfall erleiden, haben einen gesetzlichen Entschädigungsanspruch auf der Grundlage des Infektionsschutzgesetzes bzw. bei der Pflege von Angehörigen unter Umständen Anspruch auf Pflegeunterstützungsgeld. Zu den Details beraten Sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Personalabteilung oder der Pflegekasse. 

Aufgrund besonderer Belastungen infolge der Corona-Krise konnten sich Beschäftigte mit betreuungsbedürftigen Kindern sowie Beschäftigte mit pflegebedürftigen Angehörigen bisher unter Fortzahlung von Bezügen bzw. Entgelt vom Dienst freistellen lassen. Diese Regelung ist nach einem neuen Erlass der baden-württembergischen Landesregierung zum 29. Mai ausgelaufen und findet künftig nur noch Anwendung in besonderen Härtefällen. 

Lehre

Informationen zu Präsenz-Veranstaltungen, Laborpraktika, Prüfungen und Exkursionen entnehmen Sie bitte dem Hygienekonzept der Universität.

Informationen zur Durchführung digitaler Lehrveranstaltungen finden Sie auf der Seite "Digitale Lehre".

Publikumsverkehr, Besprechungen, Veranstaltungen und Reisen

Persönliche Besprechungen vermeiden - Telefonkonferenzen nutzen

Bitte führen Sie Besprechungen möglichst am Telefon durch. Unser Telefonsystem erlaubt die Durchführung von Telefonkonferenzen mit bis zu sechs Teilnehmenden. Auch Kolleginnen oder Kollegen im Homeoffice oder andere Externe können zugeschaltet werden. Eine Anleitung finden Sie auf der Webseite des tba (https://www.tba-ukt.de/wp-content/uploads/Anleitung-Telefonkonferenz-mit-TK-Anlage.pdf). Das ZDV hat zudem eine Reihe von weiteren technischen Hilfsmitteln zusammengestellt, die Ihnen helfen sollen, die tägliche Arbeit, aber auch die absehbaren Herausforderungen in der akademischen Lehre zu bewältigen. Alle wichtigen Informationen dazu finden Sie hier: https://uni-tuebingen.de/de/174405.

Sollte sich eine Besprechung mit persönlicher Anwesenheit der Beteiligten nicht vermeiden lassen, achten Sie bitte darauf, dass das Gespräch möglichst kurz ist und zudem ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Teilnehmenden eingehalten wird. Zusammenkünfte von mehr als 20 Personen sind verboten.

Alle Beratungs- und Serviceeinrichtungen an der Universität müssen – soweit nicht bereits geschehen – ihre Dienstleistungen auf telefonischen und Online-Service umstellen. In Einzelfällen sind begründete Ausnahmen möglich.

Reisen

Bitte beachten Sie die Hinweise zu Dienstreisen.

Veranstaltungen und Zusammenkünfte

Gemäß dem Hygienekonzept der Universität (vgl. D.5) sind Zusammenkünfte von bis zu 20 Personen ohne vorheriges Zustimmungsverfahren zulässig, soweit die Vorgaben des Hygienekonzepts eingehalten werden. Dies gilt für Präsenztermine wie zum Beispiel Besprechungen oder Gremiensitzungen.

Die Regelungen zu Lehrveranstaltungen im Wintersemester finden Sie hier: https://uni-tuebingen.de/universitaet/infos-zum-coronavirus/newsfullview-coronavirus/article/vorbereitung-auf-das-wintersemester-202021/. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Hygienekonzept der Universität, Teil E. ff.

Konferenzen, Tagungen und andere öffentliche Veranstaltungen mit externen Gästen dürfen bis zum 30. September 2020 nicht stattfinden, soweit mehr als 20 Personen teilnehmen und soweit keine Zulassung durch das Rektorat erfolgt ist.

Ich muss eine Veranstaltung absagen. Wer haftet für die Kosten
Für Kosten haften erstmal die (externen) Veranstalter. Bei hauseigenen Veranstaltungen kann ein Antrag an das Finanzdezernat gestellt werden, dieser wird einer Einzelfallprüfung unterzogen. Das Formular kann hier angefragt werden: finanzenspam prevention@zv.uni-tuebingen.de.    

Mund-Nase-Schutz und Spuckschutz

Mund-Nase-Schutz

Die Universität hat einfachen Mund-Nase-Schutz für Beschäftigte beschafft, die am Arbeitsplatz in direkten Kontakt mit vielen Menschen kommen. Die Vorgesetzten der betroffenen Beschäftigten sollten eine entsprechende Beurteilung der Gesamtsituation am Arbeitsplatz vornehmen, bevor Alltagsmasken bestellt werden. Weitere Informationen unter https://uni-tuebingen.de/de/176862.

Spuckschutz

Die zentrale Holzwerkstatt bietet in der aktuellen Situation ihre Unterstützung an. Einrichtungen der Universität mit starkem Publikumsverkehr wie zum Beispiel Beratungseinrichtungen, Informations- oder Ausgabeschalter können bei der Holzwerkstatt einen so genannten Spuckschutz bestellen. 

Das Standardmodell besteht aus zwei hölzernen Ständern mit einer Tiefe von 30 cm sowie einer Plexiglasscheibe mit einer Gesamthöhe von ca. 70 cm und Breiten von 75 / 100 / 150 cm. Aber auch individuelle Größen sind möglich. Die Lieferzeit ab Bestellung beträgt etwa zwei Wochen. 

Ein entsprechendes Bestellformular können Sie über den unten stehenden Download-Link herunterladen. Bitte füllen Sie das Formular vollständig aus und senden Sie es per Hauspost oder als Scan per Mail an die zentrale Holzwerkstatt. 

Werkstattauftrag für die Zentrale Holzwerkstatt - Download

Kontakt:
Zentrale Holzwerkstatt
Andreas Lang (Schreinermeister)
andreas.langspam prevention@uni-tuebingen.de   
Auf der Morgenstelle 8, 72076 Tübingen
 Tel. 07071-29 73002 (Büro, A-Bau)
 Tel. 07071-29 76185 (Werkstatt)

Gesundheit

Beschäftigte, die zu einer Risikogruppe gehören

Grundsätzlich sollten alle Arbeitsplätze an der Universität so gestaltet sein, dass das Infektionsrisiko minimiert ist. Dazu trägt ganz wesentlich das Betretungsverbot für Personen bei, die aktuell oder in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einem COVID-19-Patienten haben oder hatten oder die aktuell selbst Symptome eines Atemwegsinfektes oder Fieber, Husten, Gliederschmerzen, Geruchs-/Geschmacksstörung haben. Sofern zwei oder mehr Beschäftigte in einem Raum arbeiten müssen, wird durch das Einhalten des Sicherheitsabstands von 1,5 Metern, die ausreichende Lüftung und ggf. den Einsatz von Spuckschutz das Infektionsrisiko minimiert.  Auch kann über eine wechselnde Nutzung der Arbeitsplätze der Zeitraum, in dem ein Büro durch zwei oder mehr Personen genutzt wird, reduziert werden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zur Risikogruppe für einen schweren Krankheitsverlauf bei COVID-19 zählen, bittet die Universität, das Gespräch über die Gestaltung ihres Arbeitsplatzes mit ihren Vorgesetzten zu suchen. In den seltenen Fällen, in denen eine sichere Nutzung des Arbeitsplatzes im Hinblick auf den Infektionsschutz nicht realisiert werden kann, bleibt die Möglichkeit, im Home Office zu arbeiten.

Zur Beratung Ihrer individuellen Situation können Sie sich gerne mit dem Betriebsärztlichen Dienst telefonisch unter +49 7071 29-87092 in Verbindung setzen bezüglich Ihrer Tätigkeit und etwaiger Gestaltungsmöglichkeiten des Arbeitsplatzes. Krankschreibungen durch (Haus-)Ärzte bleiben davon unberührt. 

Bezüglich der Bewertung von Risikogruppen gibt es von der Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) eine aktuelle S1-Handlungsempfehlung (Stand 27.03.2020).
In dieser wird ausgeführt, dass folgende Begleiterkrankungen das größte Komplikationsrisiko einer COVID-19-Erkrankung markieren:

  1. Herz-Kreislauf-Erkrankungen (inklusive Hypertonie (krankhaft hoher Blutdruck))
  2. Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  3. COPD/Raucher
  4. Immunsuppression

Nach den wenigen vorliegenden Daten ist Alter alleine (also ohne Vorerkrankungen) ein moderater Risikofaktor ab ca. 60 Jahren.

Beschäftigte, die schwanger sind

Schwangere haben nach aktuellem Kenntnisstand grundsätzlich kein höheres Risiko als die Allgemeinbevölkerung, sich mit dem neuartigen Corona-Virus zu infizieren, oder für einen schwereren Verlauf. Generell reduzieren die an der Universität umgesetzten allgemeinen Maßnahmen (Betretungsverbote, Abstandsregelung etc.) das Infektionsrisiko. Falls zukünftig in einzelnen Bereichen Publikumsverkehr zugelassen wird, muss vor dieser Änderung der Arbeitsbedingungen der Schwangeren die Gefährdungsbeurteilung nach dem Mutterschutzgesetz aktualisiert werden. Hierzu wenden sich Schwangere und Vorgesetzte bitte an den Betriebsärztlichen Dienst, um sich über ein etwaiges Beschäftigungsverbot beraten zu lassen. Stillende Frauen sind hiervon nicht betroffen.

Bei einer nachgewiesenen Infektion einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters mit dem neuartigen Corona-Virus im Arbeitsumfeld einer Schwangeren ist durch den Arbeitgeber ein Beschäftigungsverbot für die Schwangere bis zum 14. Tag nach dem Erkrankungsfall auszusprechen. Aktuell (Stand 16.4.2020) ist diese Konstellation an der Universität z.B. denkbar, wenn mehrere Personen unter Wahrung der Abstandsregelungen (einschließlich Schichtdienst) in einem Raum arbeiten und bei einer dieser Personen die Infektion nachgewiesen wird.

Für Schwangere im Arbeitsumfeld einer Verdachtsperson ist für die Dauer der Abklärung ein Beschäftigungsverbot auszusprechen. Bestätigt sich der Verdacht auf eine Infektion nicht, kann die Schwangere weiterbeschäftigt werden. 

Der Betriebsärztliche Dienst und die Abteilung Arbeitssicherheit der Universität stehen in enger Abstimmung mit dem zuständigen Regierungspräsidium Tübingen, um bei sich zukünftig ändernden Rahmenbedingungen (z.B. Lockerungen des Kontaktverbotes für die Allgemeinbevölkerung) die Schutzmaßnahmen für Schwangere im Verlauf anpassen zu können.

Wenn Angehörige am Coronavirus erkrankt sind oder der Verdacht einer Erkrankung besteht

Soweit ein Angehöriger im selben Haushalt lebt und am Coronavirus erkrankt ist oder dessen verdächtigt ist und nach ärztlichem Urteil eine Ansteckungsgefahr besteht, hat der oder die betroffene Beschäftigte dem Dienst so lange fernzubleiben, bis nach ärztlichem Urteil eine Weiterverbreitung des Coronavirus nicht mehr zu befürchten ist. Ein entsprechendes ärztliches Zeugnis ist beizubringen, bitte per Post oder via Email an personalspam prevention@uni-tuebingen.de.Soweit es die Aufgaben zulassen, ist von der Möglichkeit, im Home Office zu arbeiten, Gebrauch zu machen. Darüber hinaus erfolgt eine Freistellung. 

Weiterhin gilt: Sollte das Kind eines bzw. einer gesetzlich Versicherten selbst erkrankt sein, hat ein Elternteil pro Kalenderjahr den Anspruch auf zehn Tage Beurlaubung und kann „Kinderkrankengeld“ für diese Zeit erhalten. Für privat Versicherte gilt in diesem Fall der tarifliche Anspruch auf Freistellung von vier Tagen. Hierzu benötigt die Personalabteilung eine entsprechende ärztliche Bescheinigung.

Weitere medizinische Informationen

Wenn Sie selbst offiziell als Corona-Verdachtsfall gelten

Personen, die offiziell als Corona-Verdachtsfall gelten, werden in aller Regel vom Gesundheitsamt ebenfalls für 14 Tage unter Quarantäne gestellt. Beschäftigte, die von dieser Form der Quarantäne betroffen sind, informieren bitte ebenfalls den/die zuständigen Vorgesetzten. Die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden regulär unter Fortzahlung des Entgelts/ihrer Bezüge vom Dienst freigestellt. 

Weitere medizinische Informationen

Wenn Sie am Coronavirus erkrankt sind

Beschäftigte, die positiv auf das Coronavirus getestet werden, gelten als krank, auch dann, wenn sie keinerlei Krankheitssymptome zeigen. Betroffene sind aufgefordert, ihrer Dienststelle eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zusenden, die in der Regel der Hausarzt ausstellt. Bitte schicken Sie diese per Post oder via Email an personalspam prevention@uni-tuebingen.de.

Weitere medizinische Informationen

Oberflächendesinfektion des Arbeitsplatzes bei Krankheit

Wird eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter mit Krankheitssymptomen wie Husten, Schnupfen oder Fieber nach Hause geschickt, empfiehlt der Betriebsärztliche Dienst eine sofortige Oberflächendesinfektion des Arbeitsplatzes des oder der Betroffenen. Diese Maßnahmen sollten aus Präventivgründen ebenfalls für Arbeitsplätze angewendet werden, an denen sich die oder der Betroffene bis 48 Stunden vor Krankheitsbeginn regelmäßig aufgehalten hat.

Angesichts der derzeit schnell steigenden Zahl von Fällen kann es mitunter längere Zeit dauern, bis eindeutig klar ist, ob eine Person mit Coronaviren infiziert ist. Nicht alle Betroffenen werden auch getestet. Aus Gründen der Fürsorge ist daher eine Oberflächendesinfektion dringend geboten. Die jeweiligen Vorgesetzten sind aufgefordert, sich per Mail unter reinigungspam prevention@zv.uni-tuebingen.de zu melden, damit entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden können.

Psychologische Beratung bei Belastungssituationen in der Corona-Krise

Bei Belastungssituationen und Konflikten in der Corona-Krise berät Sie die Psycho-Soziale Beratungsstelle für Beschäftigte. Die Beratung erfolgt bis auf Weiteres ausschließlich telefonisch. Sie erreichen die Beratungsstelle Mo bis Fr von 9:00-12:00 Uhr,  Tel. 07071-2977563. Darüber hinaus können Sie jederzeit über die Email-Adresse der Beratungsstelle Gesprächstermine vereinbaren: karla.polen-beerspam prevention@uni-tuebingen.

Informationen und Angebote für Lehrende zur guten Gestaltung der digitalen Lehre im SoSe 2020.

Hinweise für Forschende: U.a. zur Drittmittelförderung