Uni-Tübingen

Coronavirus: Hinweise für Beschäftigte

Detaillierte Informationen zur Arbeitsorganisation können Sie dem Hygienekonzept der Universität entnehmen.

Arbeitsorganisation

Arbeiten von zu Hause

Nach dem Willen der Landesregierung soll die Präsenz der Beschäftigten am Arbeitsplatz auf das unabdingbare Maß reduziert werden. Das bedeutet, wo immer möglich, soll weiterhin großzügig Arbeit von zu Hause gewährt werden. Die Universitätsleitung verweist in diesem Zusammenhang auf die bestehenden Dienstvereinbarungen zur fallweisen Arbeit von zu Hause und zur alternierenden Telearbeit. Entsprechende Anträge der Beschäftigten (entsprechend unserer Dienstvereinbarung jeweils immer für bis zu vier Wochen) sind mit dem vorgesehenen Formblatt an die jeweiligen Vorgesetzten zu richten, mit diesen abzustimmen und an die Personalabteilung zur Dokumentation weiterzuleiten. Dies kann per Post oder auch elektronisch erfolgen, letzteres, indem das unterschriebene Formblatt eingescannt oder abfotografiert und an Vorgesetzte und von dort an die Personalabteilung geschickt wird. Die Anträge finden Sie nach Login im Download-Bereich der Personalabteilung unter T -> Telearbeit.

In allen Fällen bittet die Universitätsleitung die Vorgesetzten darum, darauf zu achten, dass der normale Dienstbetrieb durch die Genehmigung von alternierender Telearbeit oder fallweiser Arbeit von zu Hause nicht spürbar beeinträchtigt wird. Beschäftigten, die bei sich oder einer Person im eigenen Haushalt Symptome einer möglichen Covid-19-Erkrankung bemerken, steht die Möglichkeit offen, kurzfristig und bis zur Klärung der Symptome ihre Aufgaben von zu Hause zu erledigen (siehe Dienstvereinbarung Telearbeit – fallweise Arbeit von zu Hause). In diesen Fällen sind die Betroffenen aufgefordert, so bald wie möglich telefonisch ihren Arzt oder ihre Ärztin zu kontaktieren bzw. außerhalb der Sprechzeiten unter der Telefonnummer 116117 ärztlichen Rat einzuholen. In Notfällen, zum Beispiel bei akuter Atemnot, sollten Sie die Notfallnummer 112 anrufen.

Beschäftigte, die in Bereichen tätig sind, in denen Gleitzeit gilt, haben bei der Arbeit zu Hause oder einer Telearbeit zudem die Möglichkeit, sich über das Internet mit dem elektronischen Zeiterfassungssystem zu verbinden und ihre geleisteten Arbeitsstunden dort direkt zu erfassen. Dazu ist es erforderlich, von zu Hause aus eine VPN-Verbindung in das Netzwerk der Universität einzurichten. Die Einrichtung einer VPN-Verbindung ist für alle Beschäftigten eigenhändig möglich. Entsprechende Anleitungen finden Sie auf den Webseiten des ZDV.

Zum Schutz der Beschäftigten bei einer Tätigkeit in der Universität haben die Abteilung Arbeitsschutz und der Betriebsärztliche Dienst ein umfangreiches Hygienekonzept erarbeitet und umgesetzt, das ständigen Aktualisierungen unterliegt. In allen Fällen, in denen die Vorgaben des Hygienekonzepts aufgrund der räumlichen Situation nicht eingehalten werden können, bittet die Universität die Vorgesetzten und die Beschäftigten darum, gemeinsam und vor Ort praxistaugliche Lösungen zu erarbeiten, ohne beim Infektionsschutz Abstriche zu machen. In Zweifelsfällen stehen die Abteilung Arbeitsschutz und der Betriebsärztliche Dienst beratend zur Seite. 

Maskenpflicht und Spuckschutz

Maskenpflicht für alle

Das Tragen von medizinischen Mund-Nasen-Schutz („OP-Maske“) oder einer Maske mit höherem Schutzstandard ist aufgrund der Corona-Verordnung des Landes ab sofort für die Zeit der Anwesenheit in der Universität verpflichtend. Wie bisher kann der Mund-Nasen-Schutz am Arbeitsplatz abgenommen werden, sofern ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sicher eingehalten werden kann und die Lüftungsmaßnahmen nach Hygienekonzept sichergestellt sind. Personen mit regelmäßigem Kundenkontakt müssen den Mund-Nasen-Schutz permanent tragen. Die Universität wird allen Beschäftigten, die aktuell in Gebäuden der Universität arbeiten, medizinischen Mund-Nasen-Schutz in ausreichender Stückzahl zur Verfügung stellen. Beschäftigte, die derzeit zu Hause arbeiten, sind von der Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, selbstverständlich befreit.

Die Universitätsleitung bittet nachdrücklich darum, dass der Einsatz von FFP2- und FFP3-Masken Beschäftigten vorbehalten bleibt, bei denen der betriebliche Arbeits- und Gesundheitsschutz im Rahmen einer tätigkeitsbezogenen individuellen Gefährdungsbeurteilung zu dem Ergebnis kommt, dass eine Maske mit erhöhtem Schutzstandard getragen werden muss. Die Vorgesetzten sind gebeten, medizinischen Mund-Nasen-Schutz für ihre Beschäftigten bei der Abteilung Einkauf zu bestellen. Zur Bestellung 

Spuckschutz

Die zentrale Holzwerkstatt bietet in der aktuellen Situation ihre Unterstützung an. Einrichtungen der Universität mit starkem Publikumsverkehr wie zum Beispiel Beratungseinrichtungen, Informations- oder Ausgabeschalter können bei der Holzwerkstatt einen so genannten Spuckschutz bestellen. 

Das Standardmodell besteht aus zwei hölzernen Ständern mit einer Tiefe von 30 cm sowie einer Plexiglasscheibe mit einer Gesamthöhe von ca. 70 cm und Breiten von 75 / 100 / 150 cm. Aber auch individuelle Größen sind möglich. Die Lieferzeit ab Bestellung beträgt etwa zwei Wochen. 

Ein entsprechendes Bestellformular können Sie über den unten stehenden Download-Link herunterladen. Bitte füllen Sie das Formular vollständig aus und senden Sie es per Hauspost oder als Scan per Mail an die zentrale Holzwerkstatt. 

Werkstattauftrag für die Zentrale Holzwerkstatt - Download

Kontakt:
Zentrale Holzwerkstatt
Andreas Lang (Schreinermeister)
andreas.langspam prevention@uni-tuebingen.de   
Auf der Morgenstelle 8, 72076 Tübingen
 Tel. 07071-29 73002 (Büro, A-Bau)
 Tel. 07071-29 76185 (Werkstatt)

Sicherheitsabstand einhalten und Räume regelmäßig lüften

Soweit dies organisatorisch möglich ist, soll ein Arbeitsplatz derzeit nach Möglichkeit nicht von mehreren Mitarbeitenden genutzt werden. Ist dies nicht möglich, zum Beispiel bei Schichtarbeit, Rotationsnutzung, Pkw, Nutzfahrzeugen, Steuerständen, sind die Oberflächen gemeinschaftlich genutzter Arbeitsplätze im Anschluss an die Nutzung durch die Beschäftigten mit handelsüblichen Haushaltsreinigern zu reinigen (Bezug via Dezernat VII, Abt. Einkauf). Dazu gehören insbesondere Oberflächen, mit denen Beschäftigte in Kontakt gekommen sind (durch Tröpfchenabgabe beim Sprechen), z.B. Tischplatte, Schreibtischstuhl und Armlehnen, Schrank- und Türgriffe, IT-Geräte wie Maus und Tastatur, Telefonhörer, Lenkräder, Schalthebel sowie häufig genutzte Werkzeuge und Geräte.

Universitätsangehörige müssen ausreichend Abstand (mindestens 1,5 m) zu anderen Personen einhalten. In Situationen, in denen ausgeprägte Aerosolbildung (z.B. längere Redebeiträge) zu erwarten ist, bitten wir Sie, den Abstand zur vortragenden Person auf mindestens 3 Meter zu erhöhen. Wo es nicht möglich ist, den Mindestabstand im Büro oder bei Besprechungen einzuhalten, muss ein Mund-Nase-Schutz getragen werden oder alternative Schutzmaßnahmen durch die Vorgesetzten ergriffen werden (z.B. anderer Arbeitsplatz). Bei Prüfungen in Präsenzform ist ein Sicherheitsabstand von 4 Metern zu wahren.

Bei regelmäßigem Publikumsverkehr, insbesondere dann, wenn die Mindestabstände nicht eingehalten werden können, sind Abtrennungen (Spuckschutz) zu installieren.

Hinweis für Vorgesetzte: Für Büroarbeitsplätze sind die Raumkapazitäten der Einrichtungen so zu nutzen und die Arbeit so zu organisieren, dass Mehrfachbelegung von Räumen vermieden werden kann bzw. ausreichend Schutzabstand gegeben ist.

Räume sind regelmäßig zu lüften:

  • Einzelbüros mindestens alle 60 Minuten Stoßlüften
  • Gemeinsam genutzte Räume mindestens alle 20 Minuten Stoßlüften oder Dauer-Querlüften
  • Lehrveranstaltungen: Sollte ein Corona-Fall auftreten und Lüftungszeiten nicht exakt eingehalten worden sein, muss davon ausgegangen werden, dass alle Teilnehmerinnen und  Teilnehmer einer Lehrveranstaltung in Quarantäne müssen.
  • In Gebäuden und Räumen mit Lüftung steuert das Gebäudemanagement die raumlufttechnischen Anlagen, sodass hier eine maximale Versorgung mit Frischluft sichergestellt ist.
  • Die Nutzung dezentraler Kühlgeräte in Mehrpersonen-Arbeitsräumen widerspricht den o.g. Lüftungsvorgaben. Lüftung hat Vorrang gegenüber Kühlung. Hier muss die Kühlung abgeschaltet werden.
  • Bei Anwesenheit mehrerer Personen in einem Raum widersprechen Ventilatoren der Sicherheitswirkung der Mindestabstände. Der Betrieb von Ventilatoren muss bei Anwesenheit von mehr als einer Person unterbleiben.
  • Zu mobilen Luftfiltern und anderen Maßnahmen (z.B. UV-Strahlen, Ozon) gibt es wegen Sicher-heitsbedenken derzeit keine Befürwortung durch Arbeitssicherheit und betriebsärztlichen Dienst. Zum aktuellen Zeitpunkt ist nach Datenlage eine Lüftung die einzige empfohlene Maßnahme.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Hygienekonzept der Universität.

Schließung von Einrichtungen - Lohnfortzahlung

Wir weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Schließung von einzelnen Einrichtungen der Universität ausschließlich von der Hochschulleitung oder der baden-württembergischen Landesregierung verfügt werden darf. Sollte eine Teilschließung einzelner Einrichtungen oder die Schließung der Universität insgesamt abgeordnet werden müssen, werden die Beamtinnen und Beamten sowie die tariflich Beschäftigten freigestellt, ohne dass es zu Einkommenseinbußen kommt.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Kinderbetreuung und Pflege

Durch die Schließung von Schulen und Kindertagesstätten sind viele Beschäftigte mit dem Problem einer fehlenden Kinderbetreuung konfrontiert. Einige Kommunen, darunter auch die Stadt Tübingen, bieten allerdings berufstätigen Eltern die Möglichkeit einer Notbetreuung an. Entsprechende Anträge sind beim jeweiligen Träger der Einrichtung zu stellen. 

Betroffenen Beschäftigten mit Betreuungsaufgaben stehen nach wie vor verschiedene Möglichkeiten offen. Die Universität verweist in diesem Zusammenhang nochmals auf die bestehenden Dienstvereinbarungen zur fallweisen Arbeit von zu Hause und zur alternierenden Telearbeit. Entsprechende Anträge der Beschäftigten (entsprechend unserer Dienstvereinbarung jeweils immer für bis zu vier Wochen) sind mit dem vorgesehenen Formblatt an die jeweiligen Vorgesetzten zu richten, mit diesen abzustimmen und an die Personalabteilung zur Dokumentation weiterzuleiten. Dies kann per Post oder auch elektronisch erfolgen, letzteres, indem das unterschriebene Formblatt eingescannt oder abfotografiert und an Vorgesetzte und von dort an die Personalabteilung geschickt wird. 

Darüber hinaus können Beschäftigte vorhandenes Arbeitszeitguthaben oder noch vorhandenen Urlaub in Anspruch nehmen. Die Landesregierung weist zudem auf die Möglichkeit hin, Sonderurlaub zu nehmen. Tariflich Beschäftigte, die „ihre Kinder notwendigerweise selbst betreuen müssen und dadurch einen Verdienstausfall erleiden, haben nach Maßgabe des § 56 Abs. 1a IfSG einen gesetzlichen Entschädigungsanspruch. Diese Entschädigung beträgt derzeit 67 % des entstandenen Verdienstausfalls, maximal 2.016 € pro Monat für bisher maximal 6 Wochen. Bevor der Entschädigungsanspruch geltend gemacht werden kann, sind vorrangig positive Arbeitszeitguthaben und Alturlaub aus dem Jahr 2019 und früher in Anspruch zu nehmen. Für die Zeit, in der ohnehin Schulen oder Betreuungseinrichtungen geschlossen sind (reguläre Schul- oder Kitaferien), ist gesetzlich keine Entschädigung vorgesehen.“ Für Beamtinnen und Beamte gilt ein solcher Entschädigungsanspruch nicht.

Beschäftigten, die nicht über positive Arbeitszeitguthaben verfügen, kann darüber hinaus bei Vorliegen besonderer Umstände im Einzelfall Sonderurlaub unter Fortzahlung der Bezüge bzw. in besonderen Härtefällen eine Freistellung unter Fortzahlung des Entgelts bewilligt werden. Dies sind beispielsweise Alleinerziehende ohne Betreuungsmöglichkeit für Kinder oder pflegebedürftige Angehörige. Bei entsprechenden Anträgen ist eine Freistellung für jene Tage ausgeschlossen, an denen Schulen und Kitas regulär, also ferienbedingt, geschlossen wären. Beschäftigte, die auf diese Härtefallregelung zurückgreifen müssen, wenden sich bitte an ihre Personalsachbearbeiterin oder ihren Personalsachbearbeiter.

Kinderkrankengeld

Neu ist: Die Bundesregierung hat die Bezugsdauer des sogenannten Kinderkrankengelds für tariflich Beschäftigte in der gesetzlichen Krankenversicherung für das Jahr 2021 erheblich ausgeweitet. Kinderkrankentage und Kinderkrankengeld können von dieser Beschäftigtengruppe beantragt werden, wenn das eigene Kind wegen Erkrankung zu Hause ist und betreut werden muss. Aufgrund der Pandemie können Kinderkrankentage und Kinderkrankengeld aktuell auch wegen einer fehlenden Kinderbetreuung beantragt werden. Eltern können Kinderkrankengeld bei ihrer gesetzlichen Krankenkasse beantragen. Der Arbeitgeber stellt für die Dauer der Kinderkrankentage die Zahlung des Entgelts ein. Bitte informieren Sie dementsprechend Ihre Vorgesetzten und die Personalabteilung formlos per Email, falls Sie Kinderkrankentage und Kinderkrankengeld beantragen.

Elternteile, die bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, können im Jahr 2021 je gesetzlich krankenversichertem Kind 20 statt 10 Arbeitstage Kinderkrankengeld beantragen. Bei mehreren Kindern hat jeder Elternteil insgesamt einen Anspruch auf maximal 45 Arbeitstage. Für Alleinerziehende erhöht sich der Anspruch um 20 auf 40 Arbeitstage pro Kind. Bei mehreren Kindern haben Alleinerziehende insgesamt einen Anspruch auf maximal 90 Arbeitstage. Für privat Krankenversicherte besteht die Möglichkeit einer Entschädigung für Verdienstausfall nach § 56 Infektionsschutzgesetz.

Weitere Informationen zu Kinderkrankengeld und Kinderkrankentagen finden Sie auf der Homepage des Bundesgesundheitsministeriums: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/pressemitteilungen/2021/1-quartal/anspruch-auf-kinderkrankengeld/faqs-kinderkrankengeld.html 

Publikumsverkehr, Besprechungen, Veranstaltungen und Reisen

Besprechungen, Veranstaltungen, Konferenzen - Online-Tools nutzen

Bitte führen Sie Besprechungen, Tagungen und Konferenzen soweit wie möglich online durch. Auch wenn die Corona-Verordnung des Landes dienstlich notwendige Ansammlungen zulässt, bittet die Universitätsleitung alle, auf Besprechungen in Präsenz aus Gründen der Infektionsabwehr wenn möglich zu verzichten.Gleiches gilt bis zum Ende des Wintersemesters (31. März 2021) für Konferenzen und Tagungen in Präsenz.  

Alle Beschäftigten haben inzwischen die Option, beim Zentrum für Datenverarbeitung (ZDV) eine eigene Zoom-Lizenz zu beantragen. So können schnell, einfach und zuverlässig Videokonferenzen eingerichtet werden.  Lehrende können eine Lizenz erhalten, mit der Lehrveranstaltungen mit über 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern möglich sind. Das ZDV wird zum Wintersemester 2020/21 auch BigBlueButton anbieten. Hier erfolgt der Betrieb über eigene Server und ist damit auch für Prüfungen einsetzbar. Alle Daten liegen ausschließlich auf Servern der Universität. Dieser Dienst ist auch direkt in die Lernplattformen Ilias und Moodle integriert. Alle wichtigen Informationen dazu finden Sie hier: https://uni-tuebingen.de/de/174405.

Sollte sich eine Besprechung mit persönlicher Anwesenheit der Beteiligten nicht vermeiden lassen, achten Sie bitte darauf, dass das Gespräch möglichst kurz ist und zudem ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Teilnehmenden eingehalten wird. Situationen, in denen ausgeprägte Aerosolbildung (z.B. längere Redebeiträge) zu erwarten ist, bitten wir Sie, den Abstand zur vortragenden Person auf mindestens 3 Meter zu erhöhen. Wo es nicht möglich ist, den Mindestabstand im Büro oder bei Besprechungen einzuhalten, muss ein Mund-Nase-Schutz getragen werden.

Daten der Besucherinnen und Besucher müssen in allen Bereichen mit Studienbetrieb erfasst werden

Die aktuelle Corona-Verordnung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst schreibt vor, dass in allen Bereichen mit Studienbetrieb die Daten der Besucherinnen und Besuchern erfasst werden müssen. Dies betrifft neben Veranstaltungsräumen und Bibliotheken auch Einrichtungen wie z.B. das Studierendensekretariat, Prüfungsämter oder die Studienberatung. Bitte nutzen Sie für die Datenerfassung den Erhebungs- bzw Teilnehmendenbogen für Kontaktdaten (Anlage J.2 im Hygienekonzept) oder eine andere geeignete Form der Datenerhebung. Um eine Nachverfolgung durch das Gesundheitsamt zu ermöglichen, müssen folgende Daten von den Besucherinnen und Besuchern erhoben werden:

  • Vor- und Nachname
  • Anschrift
  • Datum und Zeitraum der Anwesenheit
  • sowie die Telefonnummer.

Bei Studierenden kann statt der Anschrift auch die Matrikelnummer erfasst werden. Die für die genannten Bereiche verantwortlichen Führungskräfte bittet die Universitätsleitung, dafür Sorge zu tragen, dass die erhobenen Daten sicher aufbewahrt und nach vier Wochen vernichtet werden. Versorgungs- und Verwaltungseinrichtungen, die nicht primär für den Studienbetrieb zuständig sind, bleiben von der Pflicht zur Datenerfassung ausgenommen.   

Reisen

Bitte beachten Sie die Hinweise zu Dienstreisen und Exkursionen.

Hinweise zu privaten Reisen:

Auf private Reisen soll aktuell verzichtet werden, innerhalb Deutschlands sind Übernachtungsangebote zu touristischen Zwecken untersagt. Für Reisen ins Ausland gelten die Reisewarnungen der Auswärtigen Amts und die Liste der Risikogebiete des Robert Koch-Instituts sowie die Verordnung Einreise und Quarantäne des Sozialministeriums.

Bitte beachten Sie Folgendes: Beschäftigte, die sich in Quarantäne begeben müssen, sind nach den Vorgaben der baden-württembergischen Landesregierung verpflichtet, ihre Arbeit von zu Hause zu erledigen, soweit das technisch und organisatorisch möglich ist. Betroffene setzen sich bitte möglichst frühzeitig mit ihren Vorgesetzten in Verbindung.   

Beratung durch das Gesundheitsamt

Rückkehrende aus dem Ausland können sich im Hinblick auf medizinische Fragen vom Gesundheitsamt Tübingen beraten lassen. https://www.kreis-tuebingen.de/corona.html 

Bei Symptomen Kontakt zum Hausarzt / zur Hausärztin aufnehmen

Falls sich typische Erkältungs- oder Grippesymptome einstellen, sollten sich Rückkehrende aus dem Ausland zunächst nach telefonischer Voranmeldung und mit Hinweis auf die zurückliegende Reise mit ihrem Hausarzt bzw. ihrer Hausärztin oder dem kassenärztlichen Bereitschaftsdienst ( Telefon 116117) beraten. 

Beratung durch den Betriebsärztlichen Dienst

Der Betriebsärztliche Dienst steht Ihnen zudem beratend zur Verfügung,   +49 7071 29-87092, täglich 8.30-13.30 Uhr.

Gesundheit

Beschäftigte, die zu einer Risikogruppe gehören

Grundsätzlich sollten alle Arbeitsplätze an der Universität so gestaltet sein, dass das Infektionsrisiko minimiert ist. Dazu trägt ganz wesentlich das Betretungsverbot für Personen bei, die aktuell oder in den letzten 10 Tagen Kontakt zu einem COVID-19-Patienten haben oder hatten oder die aktuell selbst Symptome eines Atemwegsinfektes oder Fieber, Husten, Schnupfen, Geruchs-/Geschmacksstörung haben. Sofern zwei oder mehr Beschäftigte in einem Raum arbeiten müssen, wird durch das Einhalten des Sicherheitsabstands von 1,5 Metern bzw. bei längeren Redebeiträgen ein Abstand von 3 Metern zum Redner, die ausreichende Lüftung und ggf. den Einsatz von Spuckschutz das Infektionsrisiko minimiert.  Auch kann über eine wechselnde Nutzung der Arbeitsplätze der Zeitraum, in dem ein Büro durch zwei oder mehr Personen genutzt wird, reduziert werden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zur Risikogruppe für einen schweren Krankheitsverlauf bei COVID-19 zählen, bittet die Universität, das Gespräch über die Gestaltung ihres Arbeitsplatzes mit ihren Vorgesetzten zu suchen. Beschäftigte, bei denen aufgrund ärztlicher Bescheinigung die Behandlung einer Erkrankung mit COVID-19 aufgrund persönlicher Voraussetzungen nicht oder nur eingeschränkt möglich ist oder ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer Erkrankung mit COVID-19 vorliegt, dürfen nicht für Tätigkeiten mit vermehrtem Personenkontakt und nicht für Tätigkeiten eingesetzt werden, bei denen der Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann. Die jeweiligen Vorgesetzten haben diese Vorgabe der Corona-Verordnung des Landes zu beachten. Dann bleibt die Möglichkeit, von zu Hause zu arbeiten.

Zur Beratung Ihrer individuellen Situation können Sie sich gerne mit dem Betriebsärztlichen Dienst telefonisch unter +49 7071 29-87092 in Verbindung setzen bezüglich Ihrer Tätigkeit und etwaiger Gestaltungsmöglichkeiten des Arbeitsplatzes. Krankschreibungen durch (Haus-)Ärzte bleiben davon unberührt. 

Bezüglich der Bewertung von Risikogruppen gibt es von der Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) eine aktuelle S1-Handlungsempfehlung (Stand 27.03.2020).
In dieser wird ausgeführt, dass folgende Begleiterkrankungen das größte Komplikationsrisiko einer COVID-19-Erkrankung markieren:

  1. Herz-Kreislauf-Erkrankungen (inklusive Hypertonie (krankhaft hoher Blutdruck))
  2. Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  3. COPD/Raucher
  4. Immunsuppression

Nach den wenigen vorliegenden Daten ist Alter alleine (also ohne Vorerkrankungen) ein moderater Risikofaktor ab ca. 60 Jahren.

Beschäftigte, die schwanger sind

Schwangere haben nach aktuellem Kenntnisstand grundsätzlich kein höheres Risiko als die Allgemeinbevölkerung, sich mit dem Corona-Virus zu infizieren, oder für einen schwereren Verlauf. Generell reduzieren die an der Universität umgesetzten allgemeinen Maßnahmen (Betretungsverbote, Abstandsregelung etc.) das Infektionsrisiko. Falls zukünftig in einzelnen Bereichen Publikumsverkehr zugelassen wird, muss vor dieser Änderung der Arbeitsbedingungen der Schwangeren die Gefährdungsbeurteilung nach dem Mutterschutzgesetz aktualisiert werden. Hierzu wenden sich Schwangere und Vorgesetzte bitte an den Betriebsärztlichen Dienst, um sich über ein etwaiges Beschäftigungsverbot beraten zu lassen. Stillende Frauen sind hiervon nicht betroffen.

Bei einer nachgewiesenen Infektion einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters mit dem Corona-Virus im Arbeitsumfeld einer Schwangeren ist durch den Arbeitgeber ein Beschäftigungsverbot für die Schwangere bis zum 14. Tag nach dem Erkrankungsfall auszusprechen. Aktuell ist diese Konstellation an der Universität z.B. denkbar, wenn mehrere Personen unter Wahrung der Abstandsregelungen (einschließlich Schichtdienst) in einem Raum arbeiten und bei einer dieser Personen die Infektion nachgewiesen wird.

Für Schwangere im Arbeitsumfeld einer Verdachtsperson ist für die Dauer der Abklärung ein Beschäftigungsverbot auszusprechen. Bestätigt sich der Verdacht auf eine Infektion nicht, kann die Schwangere weiterbeschäftigt werden. 

Der Betriebsärztliche Dienst steht in enger Abstimmung mit dem zuständigen Regierungspräsidium Tübingen, um bei sich zukünftig ändernden Rahmenbedingungen (z.B. Lockerungen des Kontaktverbotes für die Allgemeinbevölkerung) die Schutzmaßnahmen für Schwangere im Verlauf anpassen zu können.

Verdacht einer Corona-Erkrankung

Beschäftigten, die bei sich oder einer Person im eigenen Haushalt Symptome einer möglichen Covid-19-Erkrankung bemerken, steht die Möglichkeit offen, kurzfristig und bis zur Klärung der Symptome ihre Aufgaben von zu Hause zu erledigen (siehe Dienstvereinbarung Telearbeit – fallweise Arbeit von zu Hause). In diesen Fällen sind die Betroffenen aufgefordert, so bald wie möglich telefonisch ihren Arzt oder ihre Ärztin zu kontaktieren bzw. außerhalb der Sprechzeiten unter der Telefonnummer 116117 ärztlichen Rat einzuholen. In Notfällen, zum Beispiel bei akuter Atemnot, sollten Sie die Notfallnummer 112 anrufen.

Weiterhin gilt: Sollte das Kind eines bzw. einer gesetzlich Versicherten selbst erkrankt sein, hat ein Elternteil pro Kalenderjahr den Anspruch auf zehn Tage Beurlaubung und kann „Kinderkrankengeld“ für diese Zeit erhalten. Für privat Versicherte gilt in diesem Fall der tarifliche Anspruch auf Freistellung von vier Tagen. Hierzu benötigt die Personalabteilung eine entsprechende ärztliche Bescheinigung.

Weitere medizinische Informationen

Wenn Sie am Coronavirus erkrankt sind

Beschäftigte, die positiv auf das Coronavirus getestet werden, gelten als krank, auch dann, wenn sie keinerlei Krankheitssymptome zeigen. Betroffene sind aufgefordert, ihrer Dienststelle eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zusenden, die in der Regel der Hausarzt ausstellt. Bitte schicken Sie diese per Post oder via Email an personalspam prevention@uni-tuebingen.de.

Wenn Sie mit Corona infiziert sind und der Verdacht besteht, dass Sie sich am Arbeitsplatz oder in einer Lehrveranstaltung angesteckt haben, sollten Sie eine elektronische Unfallmeldung an die UKBW übermitteln: https://www.ukbw.de/informationen-service/coronavirus-information-und-unterstuetzung/ (dort weiter unter: Versicherungsschutz bei Corona-Infektionen (SARS-CoV-2)). In diesem Fall können Beschäftigte Leistungsansprüche aus der gesetzlichen Unfallversicherung in Anspruch nehmen. Für die Verbesserung des Infektionsschutzes an der Universität wäre es hilfreich, wenn Sie den betriebsärztlichen Dienst über solche Meldungen informieren. Dieser kann Sie dann auch zusätzlich beraten.

Wenn ein Corona-Fall in Ihrem Umfeld an der Universität auftritt, besteht die Möglichkeit, dass Sie sich beim Gesundheitsamt Tübingen beraten lassen, Hotline:  07071/207-3600, Montag-Freitag, 8.30 -16.00 . Bitte informieren Sie im Fall einer solchen Beratung auf freiwilliger Basis auch den Betriebsärztlichen Dienst, E-Mail ambulanz.arbeitsmedizinspam prevention@med.uni-tuebingen.de.

Nachverfolgungen von Corona-Fällen übernimmt alleine das Gesundheitsamt, Universitätsangehörige sind hierzu weder berechtigt noch verpflichtet.

Weitere medizinische Informationen

Oberflächendesinfektion des Arbeitsplatzes bei Krankheit

Wird eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter mit Krankheitssymptomen wie Husten, Schnupfen oder Fieber nach Hause geschickt, empfiehlt der Betriebsärztliche Dienst eine sofortige Oberflächendesinfektion des Arbeitsplatzes des oder der Betroffenen. Diese Maßnahmen sollten aus Präventivgründen ebenfalls für Arbeitsplätze angewendet werden, an denen sich die oder der Betroffene bis 48 Stunden vor Krankheitsbeginn regelmäßig aufgehalten hat.

Es kann mitunter längere Zeit dauern, bis eindeutig klar ist, ob eine Person mit Coronaviren infiziert ist. Nicht alle Betroffenen werden auch getestet. Aus Gründen der Fürsorge ist daher eine Oberflächendesinfektion dringend geboten. Die jeweiligen Vorgesetzten sind aufgefordert, sich per Mail unter reinigungspam prevention@zv.uni-tuebingen.de zu melden, damit entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden können.

Psychologische Beratung bei Belastungssituationen in der Corona-Krise

Bei Belastungssituationen und Konflikten in der Corona-Krise berät Sie die Psycho-Soziale Beratungsstelle für Beschäftigte. Die Beratung erfolgt bis auf Weiteres telefonisch oder als Videoschaltung über DFN.conf. Sie erreichen die Beratungsstelle Mo bis Fr von 9:00-12:00 Uhr,  Tel. 07071-2977563. Darüber hinaus können Sie jederzeit über die Email-Adresse der Beratungsstelle Gesprächstermine vereinbaren: karla.polen-beerspam prevention@uni-tuebingen.de .

Hinweise für Forschende: U.a. zur Drittmittelförderung