Uni-Tübingen

20.12.2021

2G-Regel in Lehrveranstaltungen

Rundmail des Rektors an alle Beschäftigten und Studierenden

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Studierende,

aufgrund einer großen Zahl von Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen der Krankenhäuser gilt seit Ende November die so genannte Alarmstufe II in ganz Baden-Württemberg. Wie Sie wissen, hatte dies zur Folge, dass seit dem 29. November in der Mehrzahl der Lehrveranstaltungen, die an den Hochschulen in Präsenz stattfinden, die so genannte 2G-Regel gilt. Dementsprechend haben seitdem nur noch Studierende, die geimpft oder genesen sind, Zutritt zu den fraglichen Lehrveranstaltungen.

Der baden-württembergische Verwaltungsgerichtshof hat am vergangenen Freitag die 2G-Regel in Lehrveranstaltungen außer Vollzug gesetzt. Die Landesregierung hat in Reaktion darauf am Wochenende eine neue Verordnung zum Studienbetrieb erlassen. Mit dieser Verordnung wird die 2G-Regel in Lehrveranstaltungen erneut in Kraft gesetzt. Ausgenommen von der 2G-Regel sind – wie in den vergangenen Wochen auch – Prüfungen sowie praktische Lehrveranstaltungen wie Laborpraktika oder Präparierkurse, die zwingend in Präsenz stattfinden müssen. Für diese gilt nach wie vor 3G. Zugleich macht das Ministerium den Hochschulen zusätzliche Vorgaben, um sicherzustellen, dass Studierende, die nicht am Präsenzunterricht teilnehmen können, dennoch ihre Lernziele erreichen.

Um eine erfolgreiche Teilnahme zu gewährleisten, können die Lehrenden zum Beispiel:

  • hybride Lehrveranstaltungen anbieten, 
  • eine digitale Aufzeichnung ihrer Lehrveranstaltung in unmittelbarem Anschluss zur Verfügung stellen,
  • den Studierenden vor oder unverzüglich nach der Veranstaltung schriftliche Unterlagen zukommen zu lassen, die den Lehrstoff beinhalten,
  • die genannten Angebote kombinieren, 
  • andere Angebote machen, die im Wesentlichen in gleichwertiger Weise die Studierbarkeit der Studiengänge gewährleisten.

Die Entscheidung darüber, welche Angebote gemacht werden, treffen die Lehrenden in eigener Verantwortung.

Mir ist bewusst, dass mit diesen neuen Vorgaben die Durchführung vieler  Präsenzlehrveranstaltungen nochmals schwieriger geworden ist. Dennoch sollten wir versuchen, soweit möglich an der Präsenzlehre festzuhalten. Ich hatte mit Rundmail vom 03. Dezember bereits darauf hingewiesen, dass wir aufgrund der pandemischen Lage nicht allein vor der Herausforderung stehen, dass ungeimpfte Studierende derzeit nicht an Lehrveranstaltungen in Präsenz teilnehmen dürfen. Aufgrund von Schwangerschaft, schwerwiegenden Vorerkrankungen, Problemen bei der Kinderbetreuung oder Quarantäne sehen sich derzeit auch geimpfte oder genese Studierende in Einzelfällen gezwungen, Präsenzveranstaltungen zu meiden.

In allen Fällen, die eine Präsenzteilnahme erschweren oder unmöglich machen, bitte ich Lehrende und Studierende, wechselseitig das Gespräch zu suchen und eine für beide Seiten befriedigende Lösung zu finden. In Konfliktfällen bitte ich die Studiendekaninnen und Studiendekane zu vermitteln. Wie schon so häufig in der Pandemie ist auch jetzt wieder der Tübinger „spirit of cooperation and commitment“ gefragt, also eine Haltung des Miteinander und des Füreinander. Denn nur gemeinsam können wir diese Krise bewältigen. In wenigen Tagen geht die Universität in die Weihnachtspause. Dies gibt uns allen die Chance, ein paar Tage auszuspannen und neue Kraft und Zuversicht zu tanken.

Mit den besten Wünschen für die anstehenden Festtage und einen guten Start ins Jahr 2022.

Professor Dr. Bernd Engler
(Rektor)

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