Uni-Tübingen

09.03.2021

Corona-Verordnungen erlauben weitere Lockerung

Rundmail an alle Beschäftigten und Studierenden

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Studierende, 

die baden-württembergische Landesregierung hat uns am vergangenen Sonntag eine revidierte, landesweite Corona-Verordnung sowie eine neue Corona-Verordnung zum Studienbetrieb übermittelt. Damit verbunden sind weitere Schritte hin zu einer vorsichtigen Öffnung des Studienbetriebs. Wie Sie sicherlich den Medien entnommen haben, differenziert die Regierung künftig stärker nach dem Infektionsgeschehen vor Ort. Derzeit ist der Landkreis Tübingen mit einer 7-Tage-Inzidenz von unter 50 in einer sehr günstigen Situation. Die Vergangenheit hat allerdings gezeigt, dass sich das Infektionsgeschehen rasch ändern kann. Vor diesem Hintergrund ist für alle Mitglieder unserer Universität weiterhin die strikte Einhaltung der Hygienevorgaben geboten. Vorgesetzte tragen in diesem Kontext eine besondere Verantwortung. 

Bibliotheken in Kürze wieder als Lernräume nutzbar

Die Lernarbeitsplätze in den Bibliotheken dürfen unter bestimmten Voraussetzungen wieder genutzt werden. Die Universitätsbibliothek und die Verantwortlichen für die Teilbibliotheken prüfen derzeit, wie die staatlichen Vorgaben möglichst schnell umgesetzt werden können. Die Ausleihe und Rückgabe von Büchern ist vorerst weiter mit dem aktuellen Verfahren (Ampelsystem) möglich. Weitere Informationen über die Öffnung der Lernarbeitsflächen erhalten Sie in Kürze. Aktuelle Informationen werden zeitnah auf den Webseiten der UB sowie der Teilbibliotheken eingestellt. 
https://uni-tuebingen.de/einrichtungen/universitaetsbibliothek/  

Mehr Präsenzlehre möglich

Mit der neuen Corona-Verordnung zum Studienbetrieb hat die Landesregierung die Möglichkeit eröffnet, mehr Präsenzlehre für Studierende anzubieten, die sich in einer frühen Phase ihres Studiums befinden. Zu dieser Gruppe zählen nach der Definition der Verordnung alle Personen, die ihr Studium ab dem Sommersemester 2020 aufgenommen haben. Zu den Planungen für das Sommersemester 2021 hatten wir Sie bereits am 8. Januar informiert.
 https://uni-tuebingen.de/universitaet/infos-zum-coronavirus/newsfullview-coronavirus/article/lehrplanungen-fuer-das-sommersemester-2021/ 

Beurlaubung von Studierenden im Sommersemester

Studierende, die für das Sommersemester 2021 nachweisen, dass sie wegen der Corona-Pandemie nicht am Lehrangebot teilnehmen können, können aus diesem Grund beurlaubt werden. Der Antrag auf Beurlaubung muss bis spätestens 19.04.2021 vollständig ausgefüllt und unterschrieben an das Studierendensekretariat gesandt werden (per Post oder Scan an studierendensekretariatspam prevention@zv.uni-tuebingen.de). Den Antrag finden Sie hier: https://uni-tuebingen.de/studium/studienorganisation/semester-und-studienplanung/beurlaubung/  

Bitte beachten Sie, dass Studierende, die für das Sommersemester 2021 aufgrund der Corona-Pandemie beurlaubt sind, Prüfungsleistungen erbringen dürfen (aber nicht müssen). Dies gilt auch für digital zu erbringende Studienleistungen. An vollständig digital angebotenen Lehrveranstaltungen, für die keine Beschränkung hinsichtlich der Personenzahl besteht, dürfen im Sommersemester 2021 beurlaubte Studierende ausnahmsweise teilnehmen. Die Universitätsbibliothek und die Dienste der Rechenzentren können ebenso genutzt werden. Der Besuch von Präsenz-Lehrveranstaltungen (z.B. Kurse, Laborpraktika etc.) ist nicht erlaubt. 

Hygieneregeln weiterhin strikt einhalten

Trotz Lockerungen sind die allgemein bekannten Hygieneregeln für alle Beschäftigten und Studierenden weiterhin verbindlich. Wir alle dürfen in dieser Hinsicht mit unseren Anstrengungen nicht nachlassen. Abstand halten, Maske tragen, Hände waschen und Lüften gehören zu den wichtigsten Maßnahmen, um die Corona-Pandemie einzudämmen. Dieses Verhalten ist nach wie vor ein wirksamer Schutz, auch beim Auftreten neuer Virusmutationen.   

In diesem Zusammenhang bitte ich alle Beschäftigten, darauf zu achten, dass in Büros, die zeitgleich von zwei Personen besetzt sind, Masken getragen werden. Der Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern ist dabei einzuhalten. Ein Arbeiten ohne Maske ist nur möglich, wenn jeder Person im Raum mindestens zehn Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen. Alle Vorgesetzten sind verpflichtet, Alternativen zu prüfen, sofern derzeit mehrere Personen in einem Raum arbeiten: Soweit es dienstlich möglich ist, soll nach wie vor allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Option eröffnet werden, zu Hause zu arbeiten. Auch ein zeitversetztes Arbeiten im gemeinsamen Büro oder die Nutzung von derzeit freien Büroflächen, gegebenenfalls auch in benachbarten Abteilungen, können die Situation entspannen. 

Schwangere und Beschäftigte, bei denen aufgrund ärztlicher Bescheinigung die Behandlung einer Erkrankung mit COVID-19 aufgrund persönlicher Voraussetzungen nicht oder nur eingeschränkt möglich ist oder bei denen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer Erkrankung mit COVID-19 vorliegt, dürfen nach wie vor nicht für Tätigkeiten mit vermehrtem Personenkontakt und nicht für Tätigkeiten eingesetzt werden, bei denen der Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann. Im Einzelfall ist eine betriebsärztliche Beratung möglich. 

Ich bitte nochmals mit Nachdruck darum, dienstlich erforderliche Besprechungen in Präsenz auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Die Universität verfügt inzwischen flächendeckend über die technischen Voraussetzungen, auch größere Besprechungen digital durchzuführen. Vorgesetzte sind aufgefordert, mit gutem Beispiel voranzugehen. Stellen Sie bitte sicher, dass in Ihrem Verantwortungsbereich Treffen in Präsenz nur dann stattfinden, wenn sie unerlässlich notwendig sind. Bitte weisen Sie auch Ihr Team darauf hin, dass die Hygieneregeln ebenso in den Pausen gelten und auch in Pausenräumen nur eine Person pro zehn Quadratmeter gestattet ist. 

Dienstreisen und Tagungen

In Anbetracht der aktuellen Infektionslage, ist es nach wie vor unabdingbar, möglichst wenig zu reisen. Beachten Sie bitte, dass nicht nur Dienstreisen ins Ausland der vorherigen Zustimmung des Rektorats bedürfen, sondern auch die Durchführung von Tagungen in externen Gästehäusern, Hotels und Ähnlichem. Da die weitere Entwicklung der Pandemie derzeit nicht abzuschätzen ist, können Dienstreisen für das Sommersemester und die Zeit danach noch nicht genehmigt werden. Sollten Sie dennoch gezwungen sein, jetzt bereits Reisen und Unterkunft zu buchen, beachten Sie bitte Folgendes:

  • Reisen und Unterkünfte sind so zu buchen, dass ggf. eine kostenfreie Stornierung möglich ist. Eventuelle anfallende Kosten müssen privat getragen werden.
  • Reichen Sie Reiseanträge mit mindestens vier Wochen Vorlauf ein. Eine kurzfristige Bearbeitung durch das Rektorat ist künftig nicht mehr möglich. 
  • Überprüfen Sie, ob an Ihrem Reiseort eine ausreichende medizinische Betreuung gewährleistet ist.

Rückrufaktion für Masken der Landesregierung

Wie Sie vermutlich den Medien entnommen haben, sah sich die Landesregierung gezwungen, eine Rückrufaktion für medizinische Masken zu starten, die an unterschiedliche Landeseinrichtungen ausgeliefert worden waren. In diesem Zusammenhang gab es für uns eine gute Nachricht: Die Universität Tübingen ist von dieser Rückrufaktion nicht betroffen.  

Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorüber. Die Infektionszahlen sind bundesweit nach wie vor zu hoch. Noch immer haben Hunderte von Familien in Deutschland Woche für Woche Todesopfer zu beklagen. Wir alle sind in der Pflicht, in dieser Situation vorsichtig und wachsam zu bleiben. Vor diesem Hintergrund macht die Entwicklung der letzten Wochen im Landkreis Tübingen Mut. Wir sollten jedoch alles dafür tun, diesen gemeinsamen Erfolg nicht zu verspielen. 

Herzlichen Dank für Ihre Mitarbeit. Lassen Sie uns trotz Allem mit Zuversicht und Tatkraft in das Sommersemester 2021 gehen und bleiben Sie gesund!   

Mit freundlichen Grüßen
Professor Dr. Bernd Engler
(Rektor)
 

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