Uni-Tübingen

19.03.2020

Coronavirus: Hinweise zu Fragen der Kinderbetreuung und zum Umgang mit sogenannten Verdachtsfällen

Hinweise für Beschäftigte

Sehr geehrte Damen und Herren, 
liebe Kolleginnen und Kollegen,

Zu der Frage der Kinderbetreuung, die viele von Ihnen beschäftigt, haben wir neue Informationen aus den zuständigen Ministerien, die wir Ihnen gerne weitergeben möchten.

Die baden-württembergische Landesregierung hat die Regelungen für Eltern, die von der Schließung von Schulen und dem Wegfall der Kinderbetreuung betroffen sind, nochmals erweitert. Mittlerweile gilt für tariflich Beschäftigte sowie für Beamtinnen und Beamte, dass sie sich in dringenden Fällen zunächst bis zum 19. April 2020 unter Fortzahlung des Entgelts bzw. der Bezüge vom Dienst befreien lassen können. Dies gilt in der gegebenen Situation allerdings ausschließlich für  Beschäftigte mit Kindern unter 12 Jahren und für Kinder mit Behinderung, die auf Hilfe angewiesen sind. Hierbei ist zu prüfen, ob die Betreuung der Kinder nicht durch andere Personen gewährleistet und ob ggf. zumindest teilweise (trotz Betreuung) Arbeit im Home Office geleistet werden kann.  

Ein formloser Antrag an die Personalabteilung (E-Mail an die jeweilige Sachbearbeitung oder an personalspam prevention@uni-tuebingen.de) ist erforderlich, wenn Beschäftigte wegen notwendiger Kinderbetreuung von dieser erweiterten Regelung Gebrauch machen wollen. Der Antrag muss eine nähere Begründung zur Notwendigkeit der Betreuung und dem Alter der Kinder enthalten. Bitte stimmen Sie sich vorab mit den zuständigen Vorgesetzten ab.  

Weiterhin gilt: Sollte das Kind eines bzw. einer gesetzlich Versicherten selbst erkrankt sein, hat ein Elternteil pro Kalenderjahr den Anspruch auf zehn Tage Beurlaubung und kann „Kinderkrankengeld“ für diese Zeit erhalten. Für privat Versicherte gilt in diesem Fall der tarifliche Anspruch auf Freistellung von vier Tagen. Hierzu benötigt die Personalabteilung eine entsprechende ärztliche Bescheinigung.

Hinweise im Umgang mit sogenannten Verdachtsfällen:

Personen, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in vom Robert-Koch-Institut festgelegten Risikogebieten aufgehalten haben, sollen unnötige Kontakte vermeiden und  sich unverzüglich mit ihren Vorgesetzten in Verbindung setzen. Die aktuelle Liste der Risikogebiete finden Sie hier: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html 

Die betroffenen Beschäftigten bleiben dann von dem Zeitpunkt an gerechnet, an dem sie das Risikogebiet verlassen haben, 14 Tage zu Hause und können im Home Office arbeiten. Falls dies nicht möglich ist, werden sie in dieser Zeit unter Fortzahlung der Bezüge vom Dienst freigestellt.

Soweit ein Angehöriger im selben Haushalt lebt und am Coronavirus erkrankt ist oder dessen verdächtigt ist und nach ärztlichem Urteil eine Ansteckungsgefahr besteht, hat der oder die betroffene Beschäftigte dem Dienst so lange fernzubleiben, bis nach ärztlichem Urteil eine Weiterverbreitung des Coronavirus nicht mehr zu befürchten ist. Ein entsprechendes ärztliches Zeugnis ist beizubringen, bitte per Post oder via Email an  personalspam prevention@uni-tuebingen.de. Soweit es die Aufgaben zulassen, ist von der Möglichkeit, im Home Office zu arbeiten, Gebrauch zu machen. Darüber hinaus erfolgt eine Freistellung. 

Personen, die offiziell als Corona-Verdachtsfall gelten, werden in aller Regel vom Gesundheitsamt ebenfalls für 14 Tage unter Quarantäne gestellt. Beschäftigte, die von dieser Form der Quarantäne betroffen sind, informieren bitte ebenfalls den/die zuständigen Vorgesetzten. Die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden regulär unter Fortzahlung des Entgelts/ihrer Bezüge vom Dienst freigestellt. 

Beschäftigte, die positiv auf das Coronavirus getestet werden, gelten als krank, auch dann, wenn sie keinerlei Krankheitssymptome zeigen. Betroffene sind aufgefordert, ihrer Dienststelle eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zusenden, die in der Regel der Hausarzt ausstellt. Bitte schicken Sie diese per Post oder via Email an  personalspam prevention@uni-tuebingen.de.

Falls Sie im Hinblick auf Ihr individuelles Ansteckungsrisiko unsicher sind, lassen Sie sich bitte vom Gesundheitsamt des Landkreises Tübingen, vom Betriebsärztlichen Dienst oder von Ihrem Hausarzt beraten. Bei arbeitsrechtlichen Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Personalabteilung. 

Mit freundlichen Grüßen
Paul Weipert
(Leiter Dezernat IV, Personal und Innere Dienste)

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