Uni-Tübingen

20.05.2020

Homeoffice für Beschäftigte

Rundmail des Rektors

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

die am heutigen Mittwoch versandte Rundmail des Personalrats zum Thema Home Office enthält Behauptungen und Vorhaltungen, die seitens der Universitätsleitung nicht unwidersprochen bleiben können. Der Personalrat bezieht sich in seiner Kritik auf die Rundmail des Rektorats vom 5. Mai. In dieser Rundmail habe ich zu verschiedenen aktuellen Entwicklungen informiert, unter anderem zum Thema Home Office.

https://uni-tuebingen.de/de/174363?tx_news_pi1%5Bnews%5D=51723

In seiner nun vorgetragenen Kritik unterschlägt oder verfälscht der Personalrat vier wesentliche Tatsachen:

1. Der Absatz zum Thema Home Office, über den der Personalrat sich jetzt mit zweiwöchiger Verspätung empört, war mit der Personalratsvorsitzenden einvernehmlich abgestimmt. Die Darstellung, die Hochschulleitung habe hier auf einem bestimmten Wortlaut bestanden, ist falsch.

2. Die am 5. Mai verkündete Regelung zum Home Office eröffnet ausdrücklich für die Beschäftigten mit Gleitzeitregelung die Option, bei Bedarf und in Abstimmung mit den Vorgesetzten mehr zu arbeiten als die tägliche Regelarbeitszeit vorsieht. Die Universität Tübingen respektiert und schätzt, dass in der Corona-Krise von vielen Beschäftigten Leistungen über das tägliche Soll hinaus erbracht werden, sofern dies dienstlich erforderlich ist.

3. Von Anfang an war geplant, den Personalrat an dieser Regelung auch formal zu beteiligen. Dass dies geschehen würde, wurde ebenfalls in der Rundmail vom 5. Mai angekündigt. Die entsprechende Formulierung wurde auf den persönlichen Wunsch der Personalratsvorsitzenden in den Text der Rundmail aufgenommen. Der Vorwurf, der Personalrat sei von der Mail „überrascht“ worden, geht damit vollkommen ins Leere.

4. Der Personalrat verknüpft in seiner Mail in irreführender Weise die Themen Home Office und Überstunden mit den unbestreitbaren zusätzlichen Belastungen, die für die Lehrenden aus der Digitalisierung von mehreren Tausend Lehrveranstaltungen resultieren. Die Vorgaben in der Rundmail vom 5. Mai zum Thema Home Office konnten und können aber auf die Lehrenden keine Anwendung finden, da diese Gruppe der Beschäftigten in ihrer übergroßen Mehrheit nicht an der Gleitzeitregelung teilhat.

Da wir bisher keine Dienstvereinbarung für das Home Office haben, sondern nur zur Telearbeit, die aber nicht die ausschließliche Arbeit zu Hause regelt, gelten nach der schlussendlichen Ablehnung durch den Personalrat weiterhin die bisherigen Regelungen zur gleitenden Arbeitszeit.

Erlauben Sie mir zum Abschluss eine persönliche Bemerkung: Die Corona-Krise führt zu erheblichen Belastungen in allen Teilen der Gesellschaft. Ganz besonders belastet sind derzeit Familien mit Kindern, Menschen mit pflegebedürftigen Angehörigen und Angehörige von Risikogruppen. Das Land Baden-Württemberg als unser Arbeitgeber nimmt die Verantwortung für seine Beschäftigten auch und gerade in der Corona-Pandemie in vorbildlicher Weise wahr. Auch wir als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes tragen in der Corona-Pandemie eine Verantwortung gegenüber diesem Land. Ich möchte hiermit Ihnen allen danken, die Sie in vorbildlicher Weise dieser Verantwortung gerecht werden.

Mit besten Grüßen

Professor Dr. Bernd Engler
(Rektor)

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