Uni-Tübingen

26.04.2021

Neue Informationen zu Präsenzlehre und Homeoffice

Rundmail des Rektors an alle Beschäftigten und Studierenden (außer Medizin)

Sehr geehrte Damen und Herren, 
liebe Studierende,

die Auswirkungen des in der vergangenen Woche novellierten Infektionsschutzgesetzes auf die Hochschulen sind nach wie vor nicht vollständig geklärt. Die Wissenschaftsminister der Länder haben sich daher am vergangenen Freitag an die Bundesregierung mit der Bitte um Klarstellung gewandt. https://mwk.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse-und-oeffentlichkeitsarbeit/pressemitteilung/pid/laender-fordern-vom-bund-klarstellungen-bei-corona-notbremse/

Der baden-württembergischen Landesrektorenkonferenz liegen zudem Informationen vor, wonach die Hochschulen in absehbarer Zeit aus der Geltung des Infektionsschutzgesetzes wieder ausgenommen werden sollen. In dieser rechtlich unübersichtlichen Situation hat das Rektorat der Universität Tübingen beschlossen, die für das Sommersemester 2021 geltenden Rahmenbedingungen für Studium und Lehre weitgehend unverändert zu belassen.

Das bedeutet, dass auch im laufenden Semester ein Großteil der Lehrveranstaltungen digital durchgeführt werden muss. Für den Studienerfolg wesentliche und durch elektronische Formate nicht ersetzbare Veranstaltungen können vorerst aber weiterhin in Präsenz stattfinden. Dies betrifft jedenfalls Laborkurse und andere Lehrveranstaltungen mit hohem Praxisanteil sowie Prüfungen und Zulassungsverfahren. Auch die Universitätsbibliothek sowie die Teilbibliotheken bleiben geöffnet.

Dagegen müssen Lehrveranstaltungen für Studierende des ersten bis dritten Fachsemesters vorerst auf digitale Formate umgestellt werden, sofern es sich nicht um Veranstaltungen mit hohem Praxisanteil handelt (wie zum Beispiel Laborkurse). Die Vorgaben des Landes Baden-Württemberg hatten hier in den vergangenen Wochen größere Spielräume eröffnet. Endgültige Klarheit wird die Universität erst dann haben, wenn eine an das Infektionsschutzgesetz angepasste Neufassung der baden-württembergischen Corona-Verordnung zum Studienbetrieb vorliegt.

Die Erfahrungen der vergangenen zwölf Monate haben gezeigt, dass die deutschen Universitäten keine Treiber der Corona-Pandemie sind. Damit das so bleibt, sind wir alle dazu aufgerufen, die bekannten Hygieneregeln weiterhin strikt einzuhalten. Um den Infektionsschutz im privaten wie im beruflichen Umfeld weiter zu verbessern, können sich Beschäftigte der Universität seit dem 19. April zweimal wöchentlich kostenlos und ohne Anmeldung in der Neuen Aula oder dem Hörsaalzentrum Morgenstelle testen lassen. Dieses Angebot steht auch den Studierenden offen und sollte vor allem von Personen genutzt werden, die regelmäßig an Präsenzlehrveranstaltungen teilnehmen oder die Bibliotheken der Universität aufsuchen. Die Teilnahme an den Corona-Schnelltests ist für Beschäftigte und Studierende freiwillig. Für Beschäftigte sind die Tests in der Arbeitszeit möglich, Vorgesetzte sollen über entsprechende Abwesenheiten geeignet informiert werden, sofern keine elektronische Zeiterfassung („Dienstgang“) möglich ist. 

Neues Gesetz ändert Regeln zum Homeoffice

Die Universität Tübingen bietet ihren Beschäftigten in vielen Fällen bereits seit Dezember 2020 das Angebot, ihrer Tätigkeit auch von zu Hause aus nachzugehen. Die Universität folgt damit Vorgaben des Landes Baden-Württemberg. Mit der Novelle des Infektionsschutzgesetzes verpflichtet der Bund nun einerseits die Arbeitgeber, ihren Beschäftigten im Fall von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten anzubieten, diese Tätigkeiten in deren Wohnung auszuüben, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen. Zum anderen werden die ArbeitnehmerInnen dazu verpflichtet, entsprechende Angebote des Arbeitgebers auch anzunehmen. Allerdings dürfen die Beschäftigten das Angebot zu Hause zu arbeiten ablehnen, wenn sie daran beispielweise aufgrund räumlicher Enge, Störungen durch Dritte oder eine unzureichende technische Ausstattung gehindert sind. Eine einfache Mitteilung an die Vorgesetzten, dass das Arbeiten von zu Hause aus nicht möglich ist, reicht in diesen Fällen aus. Anträge auf fallweise Arbeit von zu Hause stellen Sie bitte weiterhin mithilfe des bekannten Formulars bei ihren Vorgesetzten.

Ich hoffe, dass die im novellierten Infektionsschutzgesetz vorgesehenen neuen Einschränkungen Ihnen keine nicht zu bewältigenden Beschwernisse in Forschung und Lehre bereiten. Leider zwingt uns das Pandemiegeschehen immer wieder, unsere Entscheidungen zu revidieren und an die gegebenen Rahmenbedingungen anzupassen. Danke für Ihr Verständnis und Ihr großartiges Engagement!
Mit besten Grüßen – und bleiben Sie weiterhin zuversichtlich und vor allem auch gesund!

Professor Dr. Bernd Engler
(Rektor)

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