Uni-Tübingen

11.03.2020

Schutzvorkehrungen für Beschäftigte und Studierende

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

Zur Abwehr der sich in Deutschland ausbreitenden Corona-Infektionen hat die Universität Tübingen die Schutzvorkehrungen für Beschäftigte und Studierende ausgeweitet. Damit wollen wir einen Beitrag leisten, um die Ausbreitung des Corona-Virus in der Bevölkerung zu verzögern. Die nachfolgenden Maßnahmen dienen gleichermaßen dazu, die Gesundheit aller Hochschulangehörigen zu schützen und den Universitätsbetrieb in den wichtigsten Bereichen aufrechtzuerhalten.

  • Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat in den vergangenen Wochen eine  wachsende Zahl von Regionen zu Risikogebieten bzw. besonders betroffenen Gebieten erklärt. Bitte informieren Sie sich über die Webseite des RKI https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html 
    oder über die Medien regelmäßig zur aktuellen Lage, insbesondere nach der Rückkehr von Reisen. 
  • Beschäftigte und Studierende, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, werden entsprechend der aktuellen Empfehlung des baden württembergischen Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst dringend gebeten, unnötige unmittelbare soziale Kontakte zu vermeiden und nach Möglichkeit zuhause zu arbeiten. Falls sich typische Erkältungs- oder Grippesymptome einstellen, sollten Sie sich zunächst nach telefonischer  Voranmeldung und mit Hinweis auf die zurückliegende Reise mit Ihrem Hausarzt bzw. Ihrer Hausärztin beraten. Bitte setzen Sie sich nachfolgend mit der Universität telefonisch in Verbindung –Studierende mit der Studierendenverwaltung, Beschäftigte mit ihren Vorgesetzten.
  • Die Vorgesetzten sind aufgefordert, soweit aus dienstlichen Gründen vertretbar, mit Rückkehrenden aus Risikogebieten flexible und eigenständige Arbeitsformen zu vereinbaren, wie beispielsweise Homeoffice. Sollte dies nicht möglich sein, bleiben diese Personen in Absprache mit ihren Vorgesetzten von dem Zeitpunkt an gerechnet, an dem sie das Risikogebiet verlassen haben, 14 Tage zuhause.
  • Dienstreisen und Exkursionen in vom RKI zum Risikogebiet oder besonders betroffenem Gebiet erklärte Regionen sind ab sofort untersagt. Sämtliche bereits erteilte Dienstreisegenehmigungen, die zu einem Aufenthalt in einer entsprechenden Region führen würden, müssen von den Vorgesetzten widerrufen werden.
  • Auch Dienstreisen oder Exkursionen, die nicht in Risikogebiete oder ein besonders betroffenes Gebiet führen, müssen bis auf weiteres auf ein unabwendbar notwendiges Maß beschränkt bleiben.
  • Beschäftigte, die typische Erkältungs- und Grippesymptome zeigen, sind aufgefordert, zuhause zu bleiben. Die Regelungen zu krankheitsbedingter Abwesenheit gelten unverändert. Ab sofort können Patienten mit leichten Erkrankungen der oberen Atemwege nach telefonischer Rücksprache mit ihrem Arzt eine Bescheinigung auf Arbeitsunfähigkeit (AU) bis maximal sieben Tage ausgestellt bekommen. Sie müssen dafür nicht die Arztpraxen aufsuchen.
  • Alle Beschäftigten der Universität sind aufgerufen, auch Besprechungen, Veranstaltungen und sonstige Termine auf das absolut notwendige Maß zu reduzieren. Bitte versuchen Sie, technische Möglichkeiten wie Telefon- oder Videokonferenzen verstärkt einzusetzen. 
  • Vorlesungen und Seminare des nahenden Sommersemesters gelten grundsätzlich als notwendig und werden nach heutigem Stand (11.03.2020) regulär stattfinden. Wir weisen vorsorglich darauf hin, dass sich die Einschätzung der Lage durch die staatlichen Gesundheitsbehörden in den kommenden Wochen ändern kann. Bitte informieren Sie sich regelmäßig auf den Infoseiten der Universität zum Thema Corona-Virus.
  • Falls Sie für die kommenden Wochen eine Tagung, einen Kongress oder andere Termine mit externer Beteiligung in Tübingen geplant haben, prüfen Sie bitte die Möglichkeit einer Absage. Hierbei sind stets die finanziellen Folgen zu prüfen. Die Stornierung von Tagungsräumen, Hotels und Reisen kann zu Regressforderungen in erheblicher Höhe führen. In Zweifelsfällen wenden Sie sich bitte an das Dezernat Finanzen.
  • Beschäftigte, die aufgrund chronischer Erkrankung oder anderer Ursachen unter einem geschwächten Immunsystem leiden, sind aufgefordert, das Gespräch mit ihren Vorgesetzten zu suchen. Ziel muss es in solchen Fällen sein, den Betroffenen vorübergehend die Möglichkeit zur Arbeit im Homeoffice einzuräumen. Soweit Homeoffice nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich sein sollte, ist auch die Möglichkeit der Freistellung unter Fortzahlung der Bezüge zu prüfen. In Zweifelsfällen wenden Sie sich bitte an die Personalabteilung.
  • Sollte die Kita oder Schule ihres Kindes aufgrund von Coronavirus Erkrankungen schließen, müssen die Beschäftigten für die Betreuung ihres Kindes selbst Sorge tragen (z. B. Betreuung des Kindes durch den anderen Elternteil). Kann die erforderliche Kinderbetreuung nicht sichergestellt werden, haben die Beschäftigten die Möglichkeit, Erholungsurlaub oder Zeitguthaben einzusetzen oder auch unbezahlten Urlaub zu nehmen. Sollte das Kind eines gesetzlich Versicherten selbst erkrankt sein, hat ein Elternteil pro Kalenderjahr den Anspruch auf zehn Tage Beurlaubung und kann „Kinderkrankengeld“ für diese Zeit erhalten. Für privat Versicherte gilt in diesem Fall der tarifliche Anspruch auf Freistellung von vier Tagen. Auf der Grundlage der Dienstvereinbarung zur Telearbeit besteht für betroffene Eltern zudem die Möglichkeit, stundenweise von zuhause aus zu arbeiten, wenn die notwendigen Voraussetzungen dafür gegeben sind. Eine Abstimmung zwischen den Betroffenen und ihren Vorgesetzten ist zwingend erforderlich.

Bei allgemeinen Fragen in Zusammenhang mit dem Corona-Virus beraten Sie unser Betriebsärztlicher Dienst sowie das Gesundheitsamt des Landkreises Tübingen.

Betriebsärztlicher Dienst der Universität Tübingen
Email: ambulanz.arbeitsmedizinspam prevention@med.uni-tuebingen.de 
Telefon:  +49 7071 29-87092, jeweils montags bis freitags 8.30 bis 13.30 Uhr
 
Gesundheitsamt Tübingen
Hotline:  07071/207-3600, jeweils montags-freitags 8.00 bis18.00 Uhr
 
Prof. Dr. Bernd Engler (Rektor)

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