Institut für Medienwissenschaft

30.03.2026

Tübinger Mediendozentur 2026

Der ZDF-Journalist Elmar Theveßen übernimmt die 21. Tübinger Mediendozentur und analysiert Donald Trumps Angriff auf die Demokratie

Der preisgekrönte Journalist und Bestsellerautor, dem es immer wieder gelingt, in Filmen und Büchern die großen Linien geopolitischer Entwicklungen nachzuzeichnen, übernimmt die 21. Tübinger Mediendozentur. Seine Rede im Festsaal der Universität (Neue Aula, Geschwister-Scholl-Platz) am steht unter dem Titel: „Die neue Weltunordnung. Donald Trump und der Angriff auf die Demokratie.“

Theveßen spricht hier über die allmähliche Auflösung einer regelgeleiteten und wertebasierten Weltordnung und die Drift in Richtung eines neuen Autoritarismus in den USA. Gezeigt wird, wie es dem US-Präsidenten gelungen ist, sich eine zweite Amtszeit zu sichern und mit welchen Mitteln und Methoden er nun versucht, seine Macht immer weiter auszubauen. Deutlich wird dabei auch, dass der US-Präsident im Verbund mit parteiischen Medien und einigen wenigen, einflussreichen Plattform-Unternehmern einen gesellschaftspolitisch noch nicht wirklich verstandenen Großangriff auf den unabhängigen Journalismus begonnen hat. Es ist, wie Elmar Theveßen deutlich macht, ein Angriff, der geeignet ist, die Presse- und Meinungsfreiheit auszuhöhlen und den Marktplatz der Ideen, diesen verletzlichen Kosmos von Diskurs und Argument, zu zerstören. „In allen Bereichen“, so Theveßens vernichtende Bilanz, „geht es um Erpressung, Nötigung und Einschüchterung. In der aktuellen Situation braucht es ein entschlossenes und geschlossenes Europa, das die Stärken der liberalen Demokratie gegen die Allmachtsphantasien autoritärer Anführer vom Schlage eines Donald Trump verteidigt.“

Die thematische Einführung zur 21. Tübinger Mediendozentur, die inzwischen zu den größten Veranstaltungen der Universität gehört (bis zu 200.000 Menschen sehen sich einzelne Vorträge auf YouTube an, mehr als 1.000 Menschen sind regelhaft im Festsaal vor Ort), übernimmt derMedienwissenschaftler Bernhard Pörksen. Die anschließende Diskussion moderiert die stellvertretende Tübinger SWR-Studioleiterin Sandra Müller. 

Alle Interessierten sind herzlich willkommen, der Eintritt ist frei. Eine Platzreservierung ist nicht möglich. Die Ausgabe der Eintrittskarten erfolgt vor dem Festsaal ab 17.00 Uhr, der Einlass startet um 17.30 Uhr. 

Bitte beachten Sie: Pro Person kann nur eine Eintrittskarte vergeben werden. Wir bitten darum, Rucksäcke und größere Taschen an der Garderobe im Foyer abzugeben. 

Journalisten können sich unter dieser E-Mail-Adresse akkreditieren: presse@uni-tuebingen.de. 

Die Rede wird auch in mehrere Hörsäle im Kupferbau übertragen und kann im Livestream verfolgt werden: https://tinyurl.com/4f836s3h 

Zur Tübinger Mediendozentur: Die Tübinger Mediendozentur ist eine Kooperation der Universität Tübingen, des Instituts für Medienwissenschaft und
des SWR Studios Tübingen. Seit 2003 kamen für die Mediendozentur unter anderem Claus Kleber, Maybrit Illner, Giovanni di Lorenzo, Alice Schwarzer,
Georg Mascolo, Doris Dörrie, Sascha Lobo, Luisa Neubauer, Juli Zeh und Harald Lesch nach Tübingen.

Zur Person: Elmar Theveßen, Jahrgang 1967, studierte Politische Wissenschaft, Geschichte und Germanistik in Bonn. Nach verschiedenen journalisti-
schen Stationen, u. a. 1995-2001 als ZDF-Korrespondent für Nordamerika im Studio Washington und 2007-2019 als stellvertretender Chefredakteur des ZDF, ist er seit März 2019 Leiter des ZDF-Studios Washington. Zuletzt von ihm erschienen: Deadline. Wie das System Trump die Demokratie aushöhlt und uns alle gefährdet.