30.03.2026
Mitmachen, „innere Emigration“ oder Flucht? Jüdische Journalist:innen und Oppositionelle hatten nach der Machtübernahme der Nazis zumeist keine andere Wahl als zu fliehen. Wie haben sie überlebt? Und wie haben sich im Gegensatz dazu nicht-jüdische Journalistinnen und Journalisten mit den Nazis arrangiert, gar Karriere gemacht?
Siegfried Weischenberg, emeritierter Professor für Journalistik, widmet sich in seinem neuen Buch „Schuld und Geheimnis. Bekenntnisse von Legenden der deutsch-jüdischen Publizistik“ den bekannten und weniger bekannten Journalist:innen. Ob Alfred Kerr oder Hilde Spiel, Fritz Sänger oder Elisabeth Noelle – ganz unterschiedliche Verhaltensweisen und Erzählungen über das Erlebte stehen zur Diskussion.
Die Lebenswege und das publizistische Werk wichtiger deutschen Journalist:innen des 20. Jahrhunderts nehmen der Autor Siegfried Weischenberg und die Tübinger Medienwissenschaftlerin Prof. Dr. Martina Thiele zum Anlass, über Antisemitismus, Journalismus als Beruf, Geschlechterverhältnisse, Erinnern und Vergessen zu sprechen. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.