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		<title>Leute</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/</link><description>Der RSS Feed der Universität Tübingen</description><language>en-EN</language><copyright>Universität Tübingen</copyright><pubDate>Tue, 14 Apr 2026 01:27:38 +0200</pubDate><lastBuildDate>Tue, 14 Apr 2026 01:27:38 +0200</lastBuildDate><item><guid isPermaLink="false">news-130113</guid><pubDate>Thu, 09 Apr 2026 10:17:23 +0200</pubDate><title>Nachwuchspublikationspreis 2026 für Erziehungswissenschaftlerin Dr. Heike Russ</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=130113&amp;cHash=122e04c7f564cb30648814d816156fea</link><description>Auszeichnung für herausragende Publikation in der Schulpädagogik</description><content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Heike Russ, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Tübingen, wurde mit dem Nachwuchspublikationspreis 2026 der Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung (GEBF) in der Kategorie Promovierende ausgezeichnet. Der Preis würdigt herausragende wissenschaftliche Publikationen von Forschenden in frühen Karrierephasen im Bereich der empirischen Bildungsforschung und ist mit 700 Euro dotiert. Die Preisverleihung fand Mitte März im Rahmen des GEBF-Kongresses 2026 in München statt.</p><p>Ausgezeichnet wurde ihre im <i><span lang="en" dir="ltr">Journal of Educational Psychology</span></i> veröffentlichte Publikation über die Kombination der generativen Lernaktivitäten Erklären und Zeichnen in authentischem Physikunterricht. Die groß angelegte Studie umfasste 720 Schüler*innen in 30 Klassen an 11 Schulen (finales N = 590) und zeigte, dass Schüler*innen, die einer fiktiven Mitschülerin mündlich und per Zeichnen Lerninhalte erklärten, ein unmittelbar tieferes konzeptuelles Verständnis entwickelten als Schüler*innen, die lediglich mit einer vorgegebenen Visualisierung erklärten, rein erklärten oder Lerninhalte wiederholten. Gleichzeitig wurde deutlich, wie herausfordernd es ist, solche Effekte langfristig aufrechtzuerhalten. Die Studie entstand im Rahmen der DFG-Forschungsgruppe "<span lang="en" dir="ltr">Lasting Learning</span>" (FOR 5254).</p><p>Der Artikel ist im <span lang="en" dir="ltr">Open Access</span> frei verfügbar:</p><p>Russ, H., Sibley, L., Flegr, S., Kuhn, J., Hoogerheide, V., Scheiter, K., &amp; Lachner, A. (2025). <span lang="en" dir="ltr">Combining non-interactive teaching and drawing fosters conceptual knowledge but not monitoring accuracy from guided inquiry in science learning. </span><i><span lang="en" dir="ltr">Journal of Educational Psychology</span></i><span lang="en" dir="ltr">. Advance online publication.</span><a href="https://dx.doi.org/10.1037/edu0000971" target="_blank" rel="noreferrer">https://dx.doi.org/10.1037/edu0000971</a></p><p class="align-right"><i>Abteilung Schulpädagogik am Institut für Erziehungswissenschaft</i></p><h3>Weitere Informationen:</h3><ul class="ut-list ut-list--link-list"><li><a href="/zh/fakultaeten/wirtschafts-und-sozialwissenschaftliche-fakultaet/faecher/fachbereich-sozialwissenschaften/erziehungswissenschaft/abteilungen/schulpaedagogik/personal/russ-heike-dr/">Webseite von Dr. Heike Russ</a></li><li><a href="https://www.gebf-ev.de/menü/gebf-nachwuchspublikationspreise/" target="_blank" rel="noreferrer">GEBF-Nachwuchspublikationspreis</a></li><li><a href="https://www.psychologie.uni-wuerzburg.de/paepsy/for5254/" target="_blank" rel="noreferrer">DFG-Forschungsgruppe "<span lang="en" dir="ltr">Lasting Learning</span>" (FOR 5254)</a></li></ul>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-129900</guid><pubDate>Tue, 31 Mar 2026 15:05:21 +0200</pubDate><title>Dialog von Tanz und Forschung: Friedemann Vogel erhält Verdienstorden</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=129900&amp;cHash=64b0a4cc35fc8f1163266a22888d6ccd</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Erste Solist des Stuttgarter Ballett, Friedemann Vogel, ist am 27. März 2026 im Neuen Schloss in Stuttgart mit dem Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet worden. Er gilt als einer der bedeutendsten Tänzer seiner Generation und prägt seit über 25 Jahren das Stuttgarter Ballett. Ministerpräsident Winfried Kretschmann würdigte damit Friedemann Vogels herausragende künstlerische Leistungen sowie sein gesellschaftliches Engagement.</p><p>Hervorgehoben wurde dabei auch Friedemann Vogels Wirken an der Universität Tübingen: Als assoziiertes Mitglied des Sonderforschungsbereichs Andere Ästhetik bringt Friedemann Vogel seine Erfahrungen aus der künstlerischen Praxis in Performances, Ausstellungen und Lehrveranstaltungen in die Forschung ein: Was bedeutet es, Kunst zu schaffen? Sein Erfahrungswissen eröffnet neue Perspektiven auf Fragen der Ästhetikforschung und bereichert den interdisziplinären Dialog.</p><p>Der Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg wird seit 1975 jährlich vom Ministerpräsidenten für herausragende Verdienste um das Land Baden-Württemberg verliehen, insbesondere im politischen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Bereich.</p><p class="align-right"><i>Dr. Franziska Hammer</i><br><i>SFB Andere Ästhetik</i><br><i>Wissenschaftskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit</i><br><a href="#" data-mailto-token="ocknvq,htcpbkumc0jcoogtBwpk/vwgdkpigp0fg" data-mailto-vector="2"><i>franziska.hammer<span style="display:none">spam prevention</span>@uni-tuebingen.de</i></a><i>&nbsp;</i></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-129876</guid><pubDate>Tue, 31 Mar 2026 11:12:53 +0200</pubDate><title>Landesverdienstorden für Nisar Peter Malek </title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=129876&amp;cHash=1876ead726f771ab204d7ba18a40db7e</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Professor Nisar Peter Malek, Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin I am Universitätsklinikum Tübingen, ist mit dem Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet worden. Ministerpräsident Winfried Kretschmann überreichte den Orden am 27. März 2026 im Rahmen eines Festakts im Neuen Schloss Stuttgart.</p><p>Professor Malek habe durch seine umfangreichen und innovativen Arbeiten die Krebsforschung national wie international maßgeblich geprägt, so das Staatsministerium Baden-Württemberg. Mit seiner Forschung habe er das wissenschaftliche Verständnis verschiedener Tumorarten vertieft und zugleich den Weg für neue Therapie- und Diagnostikverfahren bereitet.</p><p>Hervorgehoben wurde im Rahmen der Auszeichnung Maleks Rolle als Gründer der ZPM-Initiative, die seit 2015 die Aktivitäten zur Personalisierten Medizin der Universitätsklinika Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm bündelt. Dadurch erhalten Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittener Krebserkrankung landesweit Zugang zu molekularer Diagnostik und innovativen Behandlungsmöglichkeiten.</p><p>Als Sprecher des „Forum Gesundheitsstandort Baden-Württemberg“, das vom Ministerpräsidenten ins Leben gerufen wurde, trage Malek maßgeblich zur Weiterentwicklung des Landes als Standort für innovative medizinische Forschung und Versorgung bei.</p><p>Der Verdienstorden des Landes Baden‑Württemberg wird vom Ministerpräsidenten für herausragende Verdienste um das Land verliehen. Er wird in der Regel einmal jährlich bei einem Festakt vergeben und ist auf tausend lebende Ordensträgerinnen und ‑träger begrenzt. Seit 1975 wurde der Landesorden insgesamt an 2.103 Personen verliehen. Alle Gruppen der Bevölkerung und alle Gebiete des Landes sollen möglichst gleichmäßig berücksichtigt werden.</p><p class="align-right"><i>Nach einer Pressemitteilung des Staatsministeriums Baden-Württemberg</i></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-129597</guid><pubDate>Mon, 23 Mar 2026 15:19:45 +0100</pubDate><title>Staufermedaille für Tübinger Sprachwissenschaftler</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=129597&amp;cHash=dd98e04dc7517e958faf78dd48dfa4ba</link><description>Emeritus Hubert Klausmann für Verdienste um südwestdeutsche Dialekte ausgezeichnet</description><content:encoded><![CDATA[<p>Professor Dr. Hubert Klausmann, Emeritus des Ludwig-Uhland-Instituts für Empirische Kulturwissenschaft (LUI) der Universität Tübingen, hat die Staufermedaille in Gold des Landes Baden-Württemberg erhalten. Ministerpräsident Winfried Kretschmann würdigte damit Klausmanns Einsatz für die Dokumentation, Erforschung und Pflege der Dialekte, insbesondere die Dialekte Südwestdeutschlands. Die Staufermedaille ist eine persönliche Auszeichnung des Ministerpräsidenten für Verdienste um das Land, seine Bevölkerung und das Gemeinwohl, die mit einem außerordentlichen Engagement einhergehen.</p><h3>Dokumentation sprachlicher Vielfalt und Originalität</h3><p>„Professor Dr. Hubert Klausmann ist <i>der </i>Sprachforscher, wenn es um Dialekt in Baden-Württemberg geht“, sagte Ministerpräsident Kretschmann bei der Verleihung am 18. März 2026 in der Villa Reitzenstein. „Er ‚schaut den Menschen im Land aufs Maul‘ und sammelt, dokumentiert und wertet seit Jahrzehnten aus, wo und wie im Land ‚gschwätzt‘ wird. Er hat einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, die sprachliche Vielfalt und Originalität bei uns in Baden-Württemberg zu dokumentieren“, so Kretschmann. Dabei habe Klausmann immer wieder deutlich gemacht: Dialekt oder regional eingefärbt zu sprechen, sei völlig normal. Vor allem das Alemannische in Baden-Württemberg, in Vorarlberg, Liechtenstein und Bayern, später dann die bis dahin weniger erforschten vor allem fränkischen Dialekte im Norden Baden-Württembergs, aber auch die Familiennamen im Land hätten sein großes wissenschaftliches Interesse geweckt. Er habe dazu umfangreich publiziert und Vorträge gehalten. Hervorzuheben sei der von der Tübinger Arbeitsstelle „Sprache in Südwestdeutschland online veröffentlichte:„Sprechende Sprachatlas von Baden-Württemberg“. Der Ministerpräsident betonte: „Durch seine Art, Menschen mitzunehmen und für sein Fach zu begeistern, macht Professor Klausmann Forschungsergebnisse einem breiten, nichtakademischen Publikum verständlich.“</p><p>Der hauptberufliche Lehrer Hubert Klausmann hat sich im Jahr 2000 an der Universität Bayreuth habilitiert. Ab 2009 war er in Teilabordnung am Tübinger LUI tätig, wo er 2014 zum außerplanmäßigen Professor für volkskundliche Dialektologie ernannte wurde und die wissenschaftliche Leitung der Arbeitsstelle „Sprache in Südwestdeutschland“ übernahm. Im April 2025 stellte Klausmann zusammen mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann eine Dialektstrategie für Baden-Württemberg vor. Zudem ist er Mitglied im Beraterkreis Dialekt der Landesregierung.</p><h3>Digitalisierung historischer Stimmaufnahmen aus dem Alltag</h3><p>Mit dem Projekt „Sprachalltag II“ widmete sich Professor Klausmann der Digitalisierung des:Arno-Ruoff-Archivs. Das Archiv beherbergt weit über 1.000 historische Tonbandaufnahmen sowie deren Transkripte. Die Aufnahmen stammen aus den 1950er-Jahren und konservieren die Stimmen von Sprechenden aus über 500 Orten in Baden-Württemberg, in Bayerisch-Schwaben, Vorarlberg und Liechtenstein. Ziel war unter anderem die Online-Veröffentlichung von fünf Bänden eines Sprachatlasses sowie eines digitalen, „sprechenden“ Sprachatlasses von Baden-Württemberg. „Es ist faszinierend, dort nachzuhören oder nachzuschlagen, welche Ausdrücke und Wörter es bei uns im Land für ein und dieselbe Sache gibt“, unterstrich der Ministerpräsident.</p><p class="align-right"><i>Nach einer Pressemitteilung des Landes</i></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-129504</guid><pubDate>Thu, 19 Mar 2026 16:15:27 +0100</pubDate><title>Sabine Volk erhält Marie-Skłodowska-Curie-Postdoktorandenstipendium und Rising Star Award</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=129504&amp;cHash=362504b58845da9db0ea1110fe34bcd9</link><description>Auszeichnung und Forschungsförderung für Wissenschaftlerin am Institut für Rechtsextremismusforschung</description><content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Sabine Volk, Postdoktorandin am Institut für Rechtsextremismusforschung (IRex) der Universität Tübingen, hat im renommierten Marie-Skłodowska-Curie-Programm (MSCA) der Europäischen Union ein Postdoktorandenstipendien erhalten. Die Förderung ermöglicht es der Wissenschaftlerin, zwei Jahre an der Universität Helsinki zu forschen. Für ihre wissenschaftlichen Leistungen wurde Volk zudem mit dem <span lang="en" dir="ltr">Rising Star Award</span> 2025 des <span lang="en" dir="ltr">European Consortium for Political Research</span> (ECPR) ausgezeichnet. Volk arbeitet derzeit am IRex in der Forschungsgruppe von Professorin Dr. Léonie de Jonge, die sich mit politischen Akteuren und Ideologien beschäftigt.</p><h3><span lang="en" dir="ltr">MSCA Postdoctoral Fellowship</span></h3><p>Das MSCA <span lang="en" dir="ltr">Postdoctoral Fellowship</span> will exzellente Forschung stärken und richtet sich an Promovierte, die ihre Karriere im Ausland weiterentwickeln möchten. Sabine Volk erhält die Förderung für ihr Projekt „<span lang="en" dir="ltr">The Translocal Far Right in Europe: Exploring the Mobilization Against ‘Gender’</span>“ (REXGEN). Im Rahmen von REXGEN wird Volk die Mobilisierung der extremen Rechten gegen Geschlechtergleichstellung und Diversität in Europa untersuchen. Die zunehmende Welle des sogenannten Anti-Gender-Aktivismus bedroht demokratische Werte und soziale Inklusion, doch die Dynamiken bleiben bislang wenig erforscht. Mit einem vergleichenden Ansatz will Volk herausfinden, wie rechtsextreme Bewegungen lokal und transnational gegen Geschlechtergleichstellung und sexuelle Diversität agieren. Mithilfe verschiedener Forschungsmethoden wird sie analysieren, wie diese Gruppen ihren Aktivismus einordnen und in den Mainstream gelangen. Ziel des Projekts ist es, Erkenntnisse über diese Form der rechtsextremen Mobilisierung zu gewinnen und politischen Entscheiderinnen und Entscheidern, der Zivilgesellschaft und der Forschung zur Bekämpfung der extremen Rechten in Europa wichtige Hinweise zu geben. Sabine Volk wird ab April 2026 am „<span lang="en" dir="ltr">Hub on Emotions, Populism and Polarisation</span>“ (HEPP) der Universität Helsinki unter der Betreuung von Professorin Dr. Emilia Palonen forschen. Während des zweijährigen Aufenthalts in Finnland bleibt sie dem Tübinger IRex als assoziierte Wissenschaftlerin verbunden.</p><h3>ECPR <span lang="en" dir="ltr">Rising Star Award</span></h3><p>Der ECPR <span lang="en" dir="ltr">Rising Star Award</span> würdigt die Leistungen herausragender Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler und ermöglicht ihnen, ihr Netzwerk und ihre Kompetenzen weiter auszubauen. In ihrer Laudatio hob die Jury Sabine Volks außergewöhnliche wissenschaftlichen Leistungen, ihr tiefes gesellschaftliches Engagement und ihren unermüdlichen Einsatz für die Politikwissenschaft hervor. „Ihre Karriere ist geprägt von intellektuellem Engagement, innovativer Forschung und einem kooperativen Geist, der die Disziplin bereichert. Ihre wissenschaftlichen Arbeiten zeichnen sich durch Tiefe und Aktualität aus.“ Der <span lang="en" dir="ltr">Rising Star Award</span> wird jährlich vom ECPR auf Grundlage von Nominierungen vergeben. Preisträgerinnen und Preisträger erhalten ein Jahr lang kostenfreien Zugang zu ausgewählten Veranstaltungen des ECPR.</p><p class="align-right"><i>IRex/Hochschulkommunikation</i></p><h3>Weitere Informationen:</h3><ul><li><a href="/zh/fakultaeten/wirtschafts-und-sozialwissenschaftliche-fakultaet/faecher/fachbereich-sozialwissenschaften/rechtsextremismusforschung/institut/team/sabine-volk/">Webseite von Sabine Volk</a></li><li><a href="https://ecpr.eu/news/news/details/911" target="_blank" rel="noreferrer">Meldung des ECPR zum Rising Star Award</a></li></ul>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-129468</guid><pubDate>Wed, 18 Mar 2026 14:50:21 +0100</pubDate><title>Tübinger Alumna Lyndal Roper erhält renommierten Holberg-Preis</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=129468&amp;cHash=ff807d9e921d8a2090b28dc1a042c556</link><description>Australische Historikerin studierte Ende der 1970er-Jahre Theologie und Geschichte in Tübingen</description><content:encoded><![CDATA[<p>Die australische Historikerin Lyndal Roper wird mit einem der weltweit bedeutendsten Forschungspreise in den Geistes- und Sozialwissenschaften, der Rechtswissenschaft und der Theologie geehrt: Der von der Universität Bergen verliehene Holberg-Preis ist mit umgerechnet 535.000 Euro dotiert, die Preisverleihung findet am 4. Juni bei einer feierlichen Zeremonie an der Universität Bergen in Norwegen statt.</p><p>Roper ist emeritierte Inhaberin des Regius Chair of History an der Universität Oxford. <strong>Ende der 1970er-Jahre studierte Lyndal Roper zwei Jahre lang an der Universität Tübingen Theologie und Geschichte</strong>, gefördert unter anderem mit einem Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes DAAD.&nbsp;</p><p>Lyndal Roper zählt zu den weltweit führenden Wissenschaftler:innen auf dem Gebiet der europäischen Geschichte der Frühen Neuzeit. Ihre bahnbrechenden Studien haben unser Verständnis der Hexenverfolgungen, des Deutschen Bauernkriegs (1524–1525) sowie des Lebens und Denkens Martin Luthers neu geprägt und aufgezeigt, wie Geschlecht, Körper, Psyche und Macht in den sozialen und religiösen Konflikten des 16. Jahrhunderts zusammengewirkt haben. Ihre Arbeiten sind für ihre methodische Innovationskraft und ihren interdisziplinären Ansatz weithin anerkannt.</p><p>Eines von Ropers Hauptwerken ist Oedipus and the Devil (1994; dt. Ausgabe Ödipus und der Teufel. Körper und Psyche in der frühen Neuzeit, 1995). Darin entwickelt Roper ein neues Verständnis von Geschlecht und Kultur, indem sie betont, dass Körper und Psyche nicht von historischen Erfahrungen getrennt werden können. Das Buch beleuchtet die psychologischen Kräfte an der Schnittstelle von Körper, Magie, Religion und Sexualität und untersucht Männlichkeit, Brutalität und Ehrenvorstellungen im frühneuzeitlichen Europa. Roper zeigt, wie Männlichkeit im 16. Jahrhundert politisch instrumentalisiert wurde und wie Gewalt, Alkoholkonsum, Sexualverhalten und soziale Disziplinierung die protestantische Identität mitgeprägt haben.</p><p>Ropers Forschung eröffnet auch eine neue Perspektive auf Martin Luther, die zentrale Gestalt der Reformation. Sie zeigt, wie Luthers Sprache, Selbstdarstellung, Körpererfahrung und Ausdruck sowohl seine Theologie als auch seine öffentliche Führungsrolle prägten. In Werken wie Der feiste Doktor – Luther, sein Körper und seine Biographen (2012), Martin Luther: Renegade and Prophet (2016; dt. Ausgabe: Der Mensch Martin Luther – Die Biographie, 2016) und Living I Was Your Plague: Martin Luther’s World and Legacy (2021; dt. Ausgabe: Im Leben war ich Eure Plage. Luthers Welt und sein Vermächtnis, 2022) untersucht Roper, wie alles an Luther, von seiner derben Sprache bis hin zu seiner Autoritätsausstrahlung, zu den politischen und religiösen Umwälzungen des 16. Jahrhunderts beitrug. Luther erscheint somit nicht nur als Reformator, sondern als historische Persönlichkeit, die von den Konflikten, kulturellen Annahmen und psychologischen Spannungen seiner Zeit geprägt war.</p><p>Ropers jüngste große Studie, Summer of Fire and Blood: The German Peasants’ War (2025; dt. Ausgabe: Für die Freiheit. Der Bauernkrieg 1525, 2024), wurde 2025 mit dem Cundill History Prize ausgezeichnet. Das Buch ist die erste große englischsprachige Darstellung des Bauernkrieges – des größten Volksaufstandes in Europa vor der Französischen Revolution – seit über einer Generation.&nbsp;</p><p>Zur Zielsetzung ihrer Forschung sagt die Preisträgerin: „Im Laufe meiner Karriere habe ich versucht, Geschichte von unten zu schreiben, das heißt, ich wollte eine Geschichte, die die Stimmen gewöhnlicher Menschen aller Art, Hautfarben und Klassen und insbesondere von Frauen einbezieht. Ich wollte neue historische Narrative, die sich nicht um große Männer und gewaltige Ereignisse drehten.“</p><p>„Hier glaube ich, dass mir meine Erfahrung als Mutter bewusst gemacht hat, wie wichtig dasjenige ist, was sich nicht in Worte fassen lässt, und dass Kommunikation nicht immer Sprache voraussetzt“, fährt sie fort. „Und ich wollte Geschlecht ins Zentrum der Geschichtsschreibung stellen. Ich wollte die körperlichen Erfahrungen der Menschen in die Geschichte einbringen und auch die unbewussten Motivationen der Menschen in den Blick nehmen.“</p><p>Die Vorsitzende des Holberg-Komitees, Prof. Ann Phoenix erklärt: „Lyndal Roper gehört zu den bedeutendsten Wissenschaftlerinnen auf dem Gebiet der Geschichte der Frühen Neuzeit und sie ist eine außergewöhnlich originelle Historikerin. Ihre Forschung stellt bisherige Annahmen über die Frühe Neuzeit infrage. Professor Roper ist eine höchst verdiente Trägerin des Holberg-Preises 2026.“</p><h3>Über die Preisträgerin</h3><p>Lyndal Roper war die erste Frau und die erste Australierin, die auf den Regius Chair of History an der Universität Oxford berufen wurde, eine Position, die sie seit 2011 innehat. Sie war Professorin am Royal Holloway, Universität London, und lehrte außerdem am King's College London, wo sie 1985 ihren Doktortitel erwarb. Roper war 1999 Mitbegründerin des Bedford Centre for the History of Women and Gender. Der Regius-Preis in Oxford wurde in Anerkennung ihrer Mentorentätigkeit für jüngere Wissenschaftler und ihrer dynamischen Lehre ins Leben gerufen. Roper ist Mitglied der British Academy, der Australian Academy of the Humanities und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Im Jahr 2016 wurde ihr für ihr Lebenswerk in der Geschichtswissenschaft der Gerda-Henkel-Preis verliehen.</p><h3>Über den Holberg-Preis</h3><p>Der 2003 vom norwegischen Parlament ins Leben gerufene Holberg-Preis ist einer der größten, jährlich vergebenen internationalen Forschungspreise, verliehen für herausragende Beiträge zur Forschung in den Geistes- und Sozialwissenschaften, der Rechtswissenschaft und in der Theologie. Der Preis wird von der norwegischen Regierung durch eine direkte Mittelzuweisung seitens des Ministeriums für Bildung und Forschung an die Universität Bergen finanziert.&nbsp;</p><p>Zu den bisherigen Preisträgern gehören Jürgen Habermas, Manuel Castells, Onora O'Neill, Cass Sunstein, Paul Gilroy, Sheila Jasanoff, Achille Mbembe und Gayatri Chakravorty Spivak.</p><p class="align-right">Pressemitteilung Holberg-Preis, Universität Bergen</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-129363</guid><pubDate>Fri, 13 Mar 2026 11:40:45 +0100</pubDate><title>Karin Amos als Prorektorin bestätigt</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=129363&amp;cHash=8e002eca140e1fcd6e6dd5ac307465ec</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Professorin Karin Amos bleibt Prorektorin für Studium und Lehre. Der Senat der Universität Tübingen hat sie am gestrigen Donnerstag mit 33 von 35 Stimmen im Amt bestätigt. Gegenkandidatinnen oder Gegenkandidaten stellten sich nicht zur Wahl. Ihre damit vierte Amtszeit beginnt am 1. Oktober 2026 und ist an die aktuelle Amtszeit der Rektorin, Professorin Dr. Karla Pollmann, gebunden.&nbsp;<br>„Unser Ziel ist es, den Schwung des Erfolgs in der Exzellenzstrategie für die Weiterentwicklung einer zeitgemäßen, forschungsbasierten und gesellschaftsrelevanten Lehre zu nutzen“, sagte Karin Amos mit Blick auf ihre nach zwei Jahren endende Amtszeit und fügte hinzu: „Ich möchte 2028 eine zukunftsfähige, agile Lehrkultur in die nächsten Hände übergeben.“</p><p>Karin Amos ist Professorin für Allgemeine Pädagogik an der Universität Tübingen. Die Erziehungswissenschaftlerin hat Englisch und Geschichte für das Lehramt an Gymnasien studiert. Nach Stationen in Oakland, Kalifornien, Wien und Frankfurt am Main ist sie seit 2006 Professorin in Tübingen. Seit 2013 ist sie als Prorektorin für den Bereich Studierende, Studium und Lehre zuständig – ein Amt das sie halbamtlich, also neben der eigentlichen Tätigkeit als Professorin, wahrnimmt.</p><p>In ihrer bisherigen Amtszeit als Prorektorin begleitete sie vielfältige Themen, darunter die Umstellung der Lehramtsstudiengänge auf das Bachelor- und Master-System, den Aufbau der „Tübingen School of Education“, die unlängst ihr zehnjähriges Bestehen feierte sowie den Ausbau digitaler Lehrangebote.</p><p>Die weitere Digitalisierung der Lehre – auch mit Blick auf Entwicklung und Anwendung künstlicher Intelligenz – bleibe in den kommenden Jahren eine zentrale Herausforderung, sagte Karin Amos im Senat. Als weitere Aufgaben nannte sie die Internationalisierung der Lehre, vor allem im Rahmen der europäischen Universitätsallianz CIVIS und des Global Awareness Education Programms der Universität.&nbsp;</p><p>„Es freut mich, dass Karin Amos für weitere zwei Jahre dem Rektorat angehören wird“, sagt Rektorin Karla Pollmann. „Ihr Blick für notwendige Veränderungen ebenso wie ihr Talent, Menschen für gemeinsame Ziele zu gewinnen, stärkt unsere Universität dort, wo sich die Verantwortung für Studierende, Lehrende und gesellschaftliche Zukunftsfragen bündelt. Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, dass unsere Universität gerade auch in Bezug auf Lehre und Studium weiter ein Ort bleibt, an dem wissenschaftliche Exzellenz und gesellschaftliche Orientierung miteinander wachsen.“</p><p class="align-right">Michael Pfeiffer</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Studium</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-129303</guid><pubDate>Thu, 12 Mar 2026 10:52:37 +0100</pubDate><title>Innovationspreis für Tübinger Zahnärztinnen: Komplexe Behandlungsfälle interdisziplinär planen</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=129303&amp;cHash=9b89b8ccc1366dd68564cfd03404dfab</link><description>Kurt-Kaltenbach-Stiftung prämiert wegweisendes Projekt in der zahnmedizinischen Ausbildung</description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Kurt-Kaltenbach-Stiftung hat drei herausragende Projekte, die die zahnmedizinische Ausbildung in Deutschland verbessern, mit ihren<span lang="en" dir="ltr"> Dental Education Awards </span>prämiert.</p><p>Dabei ging ein Innovationspreis an Dr. Andrea Klink und Dr. Jana Ripperger von der Universität Tübingen. Die prämierte Arbeit der beiden Zahnärztinnen unter dem Titel „Interdisziplinäre Behandlungsplanung komplexer Patientenfälle – eine Zusammenarbeit zwischen Zahnerhaltung und Prothetik zur Integration klinischer Behandlungskurse (Lehr- und Lernmodul ‚Diagnostik und Behandlungsplanung II‘)“ umfasst ein zweisemestriges Lehrformat, das Studierende systematisch auf komplexe Patientenbehandlungen vorbereitet. Vorlesungen, eine intensive Vorbereitungsphase und ein praxisorientiertes Praktikum greifen ineinander. Innovative Formate wie Lernteam-Coaching, OSCE-Prüfungen, Skills-Stations und der Einsatz von Schauspielpatienten schaffen realistische Lernumgebungen und stärken klinische Entscheidungskompetenzen. Besonderes Gewicht erhält die evidenzbasierte Analyse neuer digitaler Technologien und Materialien – ein Aspekt, der in Curricula häufig fehlt. Eine kontinuierliche Evaluation sichert die langfristige Wirksamkeit des Konzepts. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert, die Preisverleihung fand Ende Oktober 2025 im Rahmen der Gemeinschaftstagung der zahnmedizinischen Fachgesellschaften (DGZMK) / Deutscher Zahnärztetag statt.</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Studium</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-129012</guid><pubDate>Mon, 09 Mar 2026 16:00:50 +0100</pubDate><title>Prof. Dr. Gabriele Abels als „Frau Europas 2026“ ausgezeichnet</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=129012&amp;cHash=82da3fd4ec1e61d4df94ff317965582c</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Europäische Bewegung Deutschland (EBD) hat zum 35. Mal den Preis „Frauen Europas“ verliehen: Preisträgerinnen 2026 sind die Tübinger Politikwissenschaftlerin Professorin Dr. Gabriele Abels sowie die Demokratieaktivistin Ina Rumiantseva. Damit würdigt die EBD zwei Frauen, die auf unterschiedliche Weise für die europäische Integration stehen: Für ihre Erweiterung durch gelebte Solidarität über Grenzen hinweg und für ihre Vertiefung durch wissenschaftliche Reflexion, Bildung und gesellschaftliches Engagement.</p><p>Die feierliche Preisverleihung findet am 4. Mai 2026 im Europäischen Haus in Berlin statt, in Kooperation mit der Vertretung der Europäischen Kommission.</p><p>Prof. Dr. Gabriele Abels steht für die Vertiefung der europäischen Integration durch Forschung, Lehre und gesellschaftlichen Dialog. Seit 2007 ist sie Professorin für Vergleichende Politikwissenschaft und Europäische Integration an der Universität Tübingen und seit 2011 Jean-Monnet-Professorin. Sie ist zudem Sprecherin des Europäischen Zentrums für Föderalismus-Forschung. Mit der Entwicklung des Masterstudiengangs „Demokratie und Regieren in Europa“ und ihrem kontinuierlichen Engagement in wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Netzwerken trägt sie dazu bei, junge Generationen für Europa zu begeistern und Debatten über Demokratie, Gleichberechtigung und die institutionelle Entwicklung der Europäischen Union zu prägen.</p><p>Über die wissenschaftliche Arbeit hinaus engagiert sich Abels ehrenamtlich für Europa, unter anderem als Sprecherin des Europäischen Zentrums für Föderalismusforschung, Kreisvorsitzende der Europa-Union Tübingen, Vertrauensdozentin der Heinrich-Böll-Stiftung, ehrenamtliche Richterin am Verfassungsgerichtshof Baden-Württemberg sowie als Kooperationspartnerin für zahlreiche lokale und regionale zivilgesellschaftliche Initiativen. In diesen Rollen fördert sie den Transfer zwischen Wissenschaft und Gesellschaft und stärkt insbesondere den generationsübergreifenden Dialog über die Zukunft Europas.</p><p>„Der Preis macht deutlich: ohne Frauen ist kein Europa zu machen. Die Auszeichnung ist für mich eine sehr große Ehre und Ansporn“, unterstreicht Gabriele Abels.</p><p>Nominiert wurde Abels von den Jungen Europäischen Föderalist:innen Deutschland mit Unterstützung der Europa-Union Deutschland. <i>„Mit ihrer hochkarätigen Forschung an der Schnittstelle von Gleichstellung, Europa und Föderalismus leistet Prof. Dr. Abels einen bedeutenden Beitrag zur Europäischen Einigung. Durch ihr vielfältiges ehrenamtliches Engagement trägt sie diese Ideen in die junge Generation und schlägt dabei wertvolle Brücken zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und der Zukunft Europas.“ </i>- <strong>Melanie Thut</strong>, Bundesvorsitzende Junge Europäische Föderalist:innen Deutschland e.V.</p><p>Abels Mitpreisträgerin Ina Rumiantseva wurde von Dr. Irina Grouchevaia, Preisträgerin 2011, vorgeschlagen. Seit 2020 setzt sich <strong>Rumiantseva</strong> für <strong>Demokratie und Menschenrechte in Belarus sowie für die Unterstützung politischer Gefangener und ihrer Angehörigen</strong> ein. Sie wird außerdem für ihr Engagement als treibende Kraft in der Belarussischen Gemeinschaft RAZAM e.V. und als Gründerin der Taskforce Belarus e.V. geehrt.</p><p><a href="/zh/fakultaeten/wirtschafts-und-sozialwissenschaftliche-fakultaet/faecher/fachbereich-sozialwissenschaften/politikwissenschaft/institut/lehrende/comparative-politics-and-european-integration-professor-abels/team/prof-dr-gabriele-abels/"><strong>Homepage Gabriele Abels</strong></a></p><p class="align-right"><i>Nach einer Pressemitteilung der Europäischen Bewegung Deutschland</i></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forum</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-128970</guid><pubDate>Mon, 09 Mar 2026 11:28:01 +0100</pubDate><title>Barbara Huber für wegweisende Forschung in der Analyse von Düften vergangener Zeiten ausgezeichnet</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=128970&amp;cHash=d614cf0ff70ecacc3fcd327dcbbbc301</link><description>Early-Stage Scientist Award der Europäischen Chemischen Gesellschaft geht an Tübinger Wissenschaftlerin</description><content:encoded><![CDATA[<p>Barbara Huber vom Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters der Universität Tübingen erhält den Early-Stage Scientist Award 2026 der Sektion „<span lang="en" dir="ltr">Chemistry for Cultural Heritage“</span> der Europäischen Chemischen Gesellschaft. Die Postdoktorandin in der Arbeitsgruppe Archäometrie wird damit für ihre herausragenden Beiträge zur biomolekularen Archäologie und der Chemie von Düften und Gerüchen vergangener Zeiten ausgezeichnet.</p><p>Hubers Arbeit in der biomolekularen Archäologie zeichnet sich durch innovative Metabolomik-basierte Ansätze aus, mit denen die Wissenschaftlerin organische Überreste analysiert. Diese Methode ermöglicht es, Gerüche, Düfte, Balsame sowie Heil- und psychoaktive Pflanzen der Vergangenheit aus stark degradierten archäologischen Materialien zu rekonstruieren. Indem sie die chemischen Signaturen von Duftstoffen identifiziert, gibt Huber mit ihrer Arbeit neue Einblicke in rituelle, kosmetische, medizinische und wirtschaftliche Traditionen alter Gesellschaften und erweitert die analytischen Grenzen der Chemie, die sich mit kulturellem Erbe auseinandersetzt.</p><p>Der <span lang="en" dir="ltr">Early-Stage Scientist Award </span>wird alle zwei Jahre an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler vergeben, die innovative Forschung an der Schnittstelle von Chemie, Technologie, Gesellschaft und kulturellem Erbe betreiben. Die offizielle Preisverleihung findet wird im Juni im Rahmen der Konferenz „<span lang="en" dir="ltr">Chemistry for Cultural Heritage 2026” </span>in Bled, Slowenien, statt, bei der Barbara Huber die <span lang="en" dir="ltr">Early-Stage Scientist Award Lecture </span>halten wird.</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-128835</guid><pubDate>Wed, 04 Mar 2026 09:29:14 +0100</pubDate><title>Lisa Maier erhält EMBL Alumni Award</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=128835&amp;cHash=e1e85c2963af6f8231439433d70e4650</link><description>Tübinger Wissenschaftlerin für Leistungen in der Mikrobiom-Forschung ausgezeichnet</description><content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Lisa Maier, Professorin für Mikrobiom-Wirt-Interaktionen an der Medizinischen Fakultät der Universität Tübingen, hat einen <span lang="en" dir="ltr">Alumni Award</span> des <span lang="en" dir="ltr">European Molecular Biology Laboratory</span> (EMBL) erhalten. Die Auszeichnung, der mit 15.000 Euro dotierte<span lang="en" dir="ltr"> John Kendrew Award</span>, würdigt Maiers wegweisende Arbeiten in der Mikrobiomforschung, mit denen die Wissenschaftlerin unter anderem zeigen konnte, wie häufig eingesetzte Medikamente das menschliche Darmmikrobiom beeinflussen. Der<span lang="en" dir="ltr"> John Kendrew Award </span>wird für herausragende Leistungen in der Wissenschaft oder Wissenschaftskommunikation an ehemalige EMBL-Forschende verliehen, die zwei bis sieben Jahre nach ihrem Ausscheiden am EMBL noch am Anfang ihrer Karriere stehen. Das EMBL ist ein renommiertes molekularbiologisches Forschungslabor mit sechs Standorten in Europa. Es wird von rund 30 europäischen Staaten und weiteren internationalen Partnern getragen.</p><p>Lisa Maiers Arbeit habe weitreichende Folgen dafür, wie Arzneimittelentwicklung und antimikrobielle Interventionen künftig gestaltet werden, so das Auswahlkomitee. Insbesondere habe sie gezeigt, dass klinisch etablierte Medikamente unerwartete Effekte auf Darmmikroben haben können. Zudem entwickelte Maier Strategien, um das Darmökosystem zu schützen und zugleich die Wirksamkeit von Medikamenten zu erhalten. Darüber hinaus würdigte das Komitee ihre prägende Rolle bei der Förderung der nächsten Generation von Forschenden sowie ihr Engagement in der breiten Kommunikation und Vermittlung ihrer Forschungsergebnisse.</p><p>Lisa Maier war von 2015 bis 2018 als Postdoktorandin am EMBL Heidelberg tätig und trieb dort maßgeblich den Übergang der Mikrobiomforschung von überwiegend computergestützten Analysen hin zu systematischen experimentellen Ansätzen voran. Im Anschluss wechselte sie an die Universität Tübingen, zunächst als Nachwuchsgruppenleiterin am Exzellenzcluster „Kontrolle von Mikroorganismen zur Bekämpfung von Infektionen" (CMFI), seit 2022 als Professorin, ebenfalls am CMFI.</p><p>Neben Maier erhält auch <span lang="en" dir="ltr">Stephen Cusack</span>, Emeritus am EMBL Grenoble, einen EMBL <span lang="en" dir="ltr">Alumni Award (Lennart Philipson Award)</span> für seine herausragenden Beiträge zur strukturgeleiteten Entwicklung von Arzneimitteln gegen menschliche Krankheitserreger. Die Preisverleihung findet im Juli am EMBL Heidelberg statt.</p><p class="align-right"><i>Nach einer Meldung des EMBL</i></p><h3>Weitere Informationen:</h3><ul class="ut-list ut-list--link-list"><li><a href="https://www.cmfi.uni-tuebingen.de/team/vorstand/prof-dr-lisa-maier" target="_blank" rel="noreferrer">Webseite von Lisa Maier beim Exzellenzcluster CMFI</a></li><li><a href="https://www.embl.org/news/awards-honours/announcing-the-2026-embl-alumni-award-recipients/" target="_blank" rel="noreferrer">Meldung des EMBL zu den Alumni Awards 2026</a></li></ul>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-128688</guid><pubDate>Wed, 25 Feb 2026 14:38:04 +0100</pubDate><title>Largus Angenent mit dem Landesforschungspreis 2026 ausgezeichnet</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=128688&amp;cHash=0e60206a61a1808df6d525a3c2283f1c</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Largus Angenent, Professor für Environmental Biotechnology an der Universität Tübingen, erhält den Landesforschungspreis 2026 für seine wegweisende Forschung zur nachhaltigen Nutzung mikrobieller Gemeinschaften in Energiegewinnung und Umweltreinigung. Mit insgesamt 200.000 Euro ist der Preis der höchstdotierte Forschungspreis eines Bundeslandes.</p><p>Angenent forscht zur nachhaltigen Nutzung mikrobieller Gemeinschaften in der Energiegewinnung und zur Reinigung von Umweltverschmutzungen. Seine Forschung konzentriert sich auf die optimale Nutzung von Bakterien in der Gasfermentation, einer wichtigen Quelle für die saubere Energie der Zukunft. Durch die Analyse der Zusammensetzung und des Zusammenspiels von Mikrobengemeinschaften in verschiedenen Umgebungen, wie beispielsweise in der Luft von Krankenhäusern oder in Fermentierungsanlagen, hat er grundlegende Erkenntnisse gewonnen und sie erfolgreich in Anwendungen umgesetzt. So entwickelt und optimiert er in seiner eigenen Firma Mikroben zur Speicherung von Wasserstoff und Kohlendioxid in Form von Methan, was einen wichtigen Schritt zu einer nachhaltigeren Energieversorgung darstellt.</p><p>Angenent wurde er an der Iowa State University in den USA promoviert. 2002 wurde er Assistant Professor im Department of Energy, Environmental &amp; Chemical Engineering an der Washington University in St. Louis, 2008 Associate Professor am Department of Biological and Environmental Engineering der Cornell University. Im April 2017 trat er seine Humboldt-Professur an der Universität Tübingen an.</p><p>Angenent teil sich den Landesforschungspreis für Grundlagenforschung mit Professorin Irena Kogan von der Universität Mannheim. Sie wird für ihre bedeutenden Beiträge zur Migrations- und Ungleichheitsforschung ausgezeichnet. Professor Robert Zeiser von der Universität Freiburg erhält den Landesforschungspreis für Angewandte Forschung für innovative Fortschritte in der Krebsmedizin durch Stammzelltransplantation und Immuntherapie.&nbsp;</p><p>Der Landesforschungspreis wird seit 1989 verliehen. Seit 1999 ist der Preis zweigeteilt in eine Auszeichnung für Grundlagenforschung und eine für Angewandte Forschung. Die Preise sind mit je 100.000 Euro dotiert.&nbsp;</p><p><a href="https://uni-tuebingen.de/fakultaeten/mathematisch-naturwissenschaftliche-fakultaet/fachbereiche/geowissenschaften/arbeitsgruppen/geo-und-umweltnaturwissenschaften/geo-und-umweltnaturwissenschaften/umweltbiotechnologie/arbeitsgruppe/angenent-lab/" target="_blank" class="internal-link ut-btn ut-btn--color-primary-1" title="Angenent Lab"><u>Webseite des Angenent-Labs</u></a></p><p class="align-right">(Nach einer Pressemitteilung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg)&nbsp;<br>&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-128052</guid><pubDate>Mon, 02 Feb 2026 15:31:50 +0100</pubDate><title>Gerhard Huisken erhält das Bundesverdienstkreuz</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=128052&amp;cHash=4138006786269a9ca44ca145410f2b55</link><description>Professor Gerhard Huisken forscht in Tübingen im Überschneidungsbereich von Analysis, Geometrie und Physik. Für herausragende Verdienste um die Mathematik wurde der 67-Jährige jetzt mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Die hohe Auszeichnung wurde Professor Gerhard Huisken durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf Vorschlag von Ministerpräsident Winfried Kretschmann verliehen. Der Bundespräsident begründete die Verleihung damit, dass der Mathematiker „sich in besonderer Weise um die Wissenschaft in Deutschland verdient gemacht“, zahlreiche Rufe an Lehrstühle im Ausland abgelehnt und als engagierter Lehrer viele bedeutende Forschende hervorgebracht hat.&nbsp;</p><p>Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Petra Olschowski überreichte Gerhard Huisken am heutigen Montag im Rahmen einer Feierstunde im Schloss Hohentübingen das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Ministerin Petra Olschowski sagte: „Professor Gerhard Huisken ist ein herausragender Wissenschaftler, der sich um die Mathematik und den Wissenschaftsstandort Deutschland in besonderer Weise verdient gemacht hat. Seine Forschung und sein Engagement haben nicht nur die mathematische Gemeinschaft bereichert, sondern auch junge Talente gefördert und unterstützt. Wir sind stolz, dass er sich für den Forschungsort Deutschland und insbesondere für Baden-Württemberg entschieden und hier prägend gewirkt hat.“</p><p>"Ich bin sehr dankbar für diese ehrenvolle Auszeichnung. Sie bedeutet mir nicht nur Anerkennung meiner eigenen Arbeit, sondern auch gesellschaftliche Anerkennung mathematischer Grundlagenforschung und eines wissenschaftlichen Umfeldes, das die Arbeit eines Einzelnen erst möglich macht. Mein Dank gilt allen, die mich auf meinem Weg begleitet haben", sagte Gerhard Huisken.</p><p>„Die Auszeichnung für Professor Gerhard Huisken würdigt einen herausragenden Forscher, der mit Ideenreichtum, großem Einsatz und Sinn für Kooperation und Öffentlichkeitsarbeit die Grundlagenforschung voranbringt. Er hat Maßstäbe in der Mathematik gesetzt und signifikant daran mitgewirkt, das wissenschaftliche Profil der Universität Tübingen national und international zu schärfen“, sagte die Rektorin der Universität Tübingen, Professorin Dr. Dr. h.c. (Dōshisha) Karla Pollmann.</p><h3>Beweis der Penrose-Vermutung für Schwarze Löcher</h3><p>Gerhard Huisken ist Professor für Nichtlineare Partielle Differentialgleichungen im Fachbereich Mathematik an der Universität Tübingen und Direktor des Mathematischen Forschungsinstituts Oberwolfach. Seine Forschung im Überschneidungsbereich von Analysis, Geometrie und Physik hat internationale Anerkennung gefunden. Insbesondere seine Beiträge zur allgemeinen Relativitätstheorie, darunter der Beweis der Penrose-Vermutung für Schwarze Löcher, sind von größter Bedeutung. Er ist Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Akademien, darunter der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. Der Mathematiker hat zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten, darunter den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.</p><p class="align-right"><i>Auf Grundlage einer Pressemitteilung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst</i></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-124476</guid><pubDate>Tue, 21 Oct 2025 16:38:09 +0200</pubDate><title>Premio Boulvert: International beste Nachwuchsarbeit zum Antiken Recht kommt aus Tübingen</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=124476&amp;cHash=242380be28ea7b45e832c5ddb8e5307d</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Tübinger Jurist Dr. Andreas Herrmann ist für seine Dissertation „Bereicherungsverbot und Gewalthaberhaftung. Zu den Klagen in id quod pervenit sowie in quantum locupletior factus est“ mit dem renommierten internationalen Wissenschaftspreis „Premio Boulvert“ ausgezeichnet worden. Seine Arbeit ist nach Meinung der Jury das beste monografische Erstlingswerk der Jahre 2022 bis 2024 im Bereich des römischen Rechts und der klassischen antiken Rechte.&nbsp;</p><h3><strong>Begründung</strong></h3><p>In der Begründung der 15-köpfigen internationalen Jury heißt es: „Ein hervorragendes Werk, das sich durch seinen originellen Ansatz zur Frage des Verbots der Bereicherung auf Kosten anderer auszeichnet und durch methodenstrenges Vorgehen sowie eine sorgfältige und gründliche Auslegung der Quellen neues Licht auf die Verwendung entsprechender Klauseln im Kontext der republikanischen quaestiones und der Stadtgesetze wirft.“</p><h3><strong>Hintergrund</strong></h3><p>Das römische Recht kennt Ersatzklagen eines Geschädigten nicht allein gegen dessen Schädiger, sondern in zahlreichen Fällen auch gegen Dritte, an die infolge der Schädigung ein Vorteil gelangt ist. Insbesondere wenn sich der Schädiger nicht mit Erfolg belangen lässt, richten die römischen Juristen die im Verhältnis zwischen dem Geschädigten und seinem Schädiger bestehende Klage gegen den Dritterwerber, soweit dieser etwas erlangt hat. Die dafür gängige Bezeichnung als „prätorische Bereicherungsklagen“ ist indes laut Herrmann irreführend: Die Konstruktion, mit der sich eine Klage in den Grenzen des Erlangten auf den Dritterwerber erstrecken ließ, geht nicht auf den Prätor, sondern bereits das republikanische Repetundenrecht zurück. Die Bezeichnung als Bereicherungsklagen geht fehl, weil vorrangig Schadensersatz bezweckt ist.</p><h3>Premio Boulvert&nbsp;</h3><p>Der Premio Boulvert wird vom „Consorzio Interuniversitario ‚Gérard Boulvert’ per lo studio della civiltà giuridica europea e la storia dei suoi ordinamenti“ und der Zeitschrift „Index“ alle drei Jahre verlieren, die XIII. Verleihung fand Ende August im Rahmen der 78. Jahrestagung der Société Internationale Fernand de Visscher pour l'Histoire des Droits de l'Antiquité (SIHDA) in Budapest statt.&nbsp;</p><p>Der Preis ist mit 12.000 Euro dotiert, zudem werden alle Preisträger mit der Medaille der Universität Neapel Federico II ausgezeichnet.&nbsp;</p><h3>Zur Person</h3><p>Dr. Andreas Herrmann ausgezeichnete Dissertation wurde betreut von Professor Dr. Thomas Finkenauer, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Römisches Recht und Europäisches Privatrecht der Juristischen Fakultät an der Universität Tübingen. Hier ist Herrmann als Akademischer Rat tätig und arbeitet aktuell an seiner Habilitationsschrift.</p><p class="align-right"><i>Maximilian von Platen</i></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-123921</guid><pubDate>Fri, 10 Oct 2025 10:17:36 +0200</pubDate><title>Dr. Lukas Beichert mit Nachwuchspreis der Novartis-Stiftung für therapeutische Forschung ausgezeichnet</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=123921&amp;cHash=65bd3fb6928c5098a0d51dc7fac322e9</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Neurowissenschaftler Dr. Lukas Beichert ist mit dem Graduierten-Preis der Novartis-Stiftung für therapeutische Forschung ausgezeichnet worden. Die Stiftung ehrt damit einen vielversprechenden Nachwuchsforscher, der sich in seiner Arbeit mit dem Einsatz digitaler Bewegungsanalyse bei seltenen neurologischen Erkrankungen befasst. Seine Forschungsergebnisse helfen dabei, Krankheitsverläufe besser zu verstehen und ebnen den Weg für zukünftige Therapiestudien. „Ich freue mich außerordentlich über diesen Preis, der mich in meiner weiteren Forschung motiviert und unterstützt“, sagte Beichert aus Anlass der Preisverleihung.</p><p>Die Auszeichnung wird in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Fakultät Tübingen verliehen und ist mit 8.000 Euro dotiert. „Der Graduierten-Preis der Novartis-Stiftung für therapeutische Forschung ist für uns eine großartige Möglichkeit, vielversprechende junge Ärztinnen und Ärzte für ihr Engagement in der Spitzenforschung auszuzeichnen“, sagte der Dekan der Medizinischen Fakultät, Professor Dr. Bernd Pichler: „Ich hoffe, dass dieser Preis weitere Medizinerinnen und Mediziner dazu motiviert, sich – beispielsweise mithilfe unserer <span lang="en" dir="ltr">Clinician Scientist Programme</span> – für eine Tätigkeit in der Grundlagenforschung oder der translationalen Forschung zu entscheiden.“ &nbsp;&nbsp;</p><p>Die Auszeichnung wurde Ende September beim <span lang="en" dir="ltr">Clinician Scientist </span>Event der Fakultät in der Universitäts-HNO-Klinik Tübingen verliehen. Die Medizinische Fakultät hatte den Preis im vergangenen Frühsommer ausgeschrieben. Auf die Ausschreibung hin waren insgesamt 46 Bewerbungen eingegangen. Davon erfüllten 45 Bewerberinnen und Bewerber die Kriterien der Ausschreibung: Die potenziellen Preisträgerinnen und Preisträger müssen einen Doktortitel besitzen und sich entweder in der Facharztweiterbildung befinden oder diese vor höchstens sechs Monaten abgeschlossen haben. Zudem ist ein Nachweis ihrer aktuellen Forschungstätigkeit erforderlich, etwa durch kürzlich erschienene Publikationen oder eingeworbene Drittmittel. Am Ende entschied das Los.&nbsp;</p><p>Beichert studierte ab 2011 zunächst Physik in Heidelberg und London. Nach dem Bachelor wechselte er 2015 zum Medizinstudium nach Tübingen, wo er Ende 2021 die staatliche Approbation als Arzt sowie den Dr. med. erwarb. Seit 2022 ist er in der Arbeitsgruppe von Professor Dr. Matthis Synofzik am Hertie-Institut für klinische Hirnforschung tätig, die Therapiestrategien für ein breites Spektrum genetischer neurodegenerativer Erkrankungen entwickelt. Zudem arbeitet der Preisträger als Assistenzarzt in der Abteilung Neurologie mit Schwerpunkt Neurodegenerative Erkrankungen des Universitätsklinikums Tübingen, die von Professor Dr. Thomas Gasser geleitet wird. Beichert ist Teilnehmer am Tübinger <span lang="en" dir="ltr">Clinician Scientist Programm „Medical Innovation through Interdisciplinarity“</span>, das von der DFG gefördert wird. &nbsp;</p><p class="align-right"><i>Karl G. Rijkhoek</i></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-123591</guid><pubDate>Fri, 26 Sep 2025 10:12:53 +0200</pubDate><title>Gesellschaft Deutscher Chemiker ehrt Tübinger Forschende</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=123591&amp;cHash=25aefd941ac90f69dd7accd6a67177f7</link><description>Auszeichnungen für Nachwuchswissenschaftlerin Anna Röhnelt und Fachdidaktiker Stefan Schwarzer</description><content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Anna Röhnelt wurde von der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GdCh) mit dem Paul-Crutzen-Preis 2025 ausgezeichnet. Die Fachgruppe Umweltchemie &amp; Ökotoxikologie vergibt den Preis für eine herausragende Publikation des wissenschaftlichen Nachwuchses. Er würdigt einen Artikel mit dem Titel „<span lang="en" dir="ltr">Glyphosate is a transformation product of a widely used aminopolyphosphonate complexing agent</span>“ (<i><span lang="en" dir="ltr">Nature Communications</span></i> 2025, 16, 2438), der im Rahmen von Röhnelts Dissertation im Fachbereich Geowissenschaften der Universität Tübingen entstanden ist.</p><p>Anna Röhnelt befasste sich in ihrer Publikation mit dem Umweltverhalten von Aminopolyphosphonaten (APPs), die in Waschmitteln als Komplexbildner zur Enthärtung des Wassers und Verstärkung der Reinigungswirkung weit verbreitet sind. Ihre geringe Bioabbaubarkeit führt dazu, dass APPs in Kläranlagen trotz partieller Entfernung in erheblichen Restkonzentrationen im Abwasser verbleiben. In ihrer Arbeit untersuchte Anna Röhnelt die Mechanismen, die Kinetik und die Produkte der Transformation von APPs in Gegenwart von Mangan-Mineralien. Neben der Erfassung der komplexen Umwandlungsprozesse war eine herausragende Entdeckung der Nachweis von Glyphosat als stabiles Transformationsprodukt, so die Würdigung der Fachgruppe. Diese Ergebnisse machten jüngste Berichte plausibler, die auf kommunale Abwässer als eine bisher unerkannte Quelle für Glyphosat in europäischen Oberflächengewässern hindeuten.</p><p>Der Paul-Crutzen-Preis ist mit 1000 Euro dotiert, zusätzlich erhielt Anna Röhnelt eine einjährige Mitgliedschaft in der Fachgruppe Umweltchemie &amp; Ökotoxikologie. Die Preisverleihung fand am 23. September im Rahmen der Jahrestagung der Fachgruppe im Dessau-Roßlau statt.</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-123426</guid><pubDate>Fri, 26 Sep 2025 10:00:00 +0200</pubDate><title>Judith Feucht erhält Life Sciences Bridge Award 2025</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=123426&amp;cHash=c2ba2893933b0b5aed0827eb3c6ad9ee</link><description>Auszeichnung für Arbeiten in der Krebsforschung</description><content:encoded><![CDATA[<p>Judith Feucht, Professorin an der Medizinischen Fakultät der Universität Tübingen, erhält den <span lang="en" dir="ltr">Life Sciences Bridge Award 2025</span> der<span lang="en" dir="ltr"> Aventis Foundation</span>, mit 100.000 Euro eine der höchstdotierten Auszeichnungen für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler in Deutschland. Judith Feucht widmet ihre Forschung der Weiterentwicklung von CAR-T-Zelltherapien, die das Potenzial haben, Krebsbehandlungen grundlegend zu verändern. Herkömmliche T-Zellen sind darauf angewiesen, dass Krebszellen ihnen Antigene präsentieren. CAR-T-Zellen werden im Labor genetisch modifiziert und so mit einem antikörperähnlichen Rezeptor ausgestattet. Damit können sie Krebszellen gezielt erkennen und angreifen.</p><p>In ihrer Postdoktorandenzeit am <span lang="en" dir="ltr">Memorial Sloan Kettering Cancer Center</span> in New York von 2015 bis 2020 entwickelte Judith Feucht eine CAR-Variante, die die Wirksamkeit und Verträglichkeit von CAR-T-Zelltherapien präklinisch deutlich verbesserte. Ersten klinischen Studien zeigen, dass die Variante langlebiger, wirksamer und besser verträglich ist als herkömmliche CARs. Diese Entdeckung eröffnet neue Möglichkeiten – sie könnte nicht nur bei Blutkrebs, sondern auch bei soliden Tumoren wie Brustkrebs oder Mesotheliom, einem Tumor im Weichteilgewebe, zum Einsatz kommen.</p><p>Seit ihrer Rückkehr an die Universität Tübingen 2020 forscht Feucht als Wissenschaftlerin im onkologischen Exzellenzcluster „<span lang="en" dir="ltr">Image-guided &amp; Functionally Instructed Tumor Therapies</span>“ (iFIT) und ist seit 2023 Professorin für <span lang="en" dir="ltr">Cellular Immunotherapies in Cancer</span> an der Medizinischen Fakultät. Zudem ist sie als Ärztin in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin (Kinderheilkunde I) tätig.</p><p>2020 warb Judith Feucht einen prestigeträchtigen <span lang="en" dir="ltr">Starting Grant</span> des Europäischen Forschungsrats in Höhe von 1,8 Millionen Euro ein. 2022 wurde sie mit dem<span lang="en" dir="ltr"> Curious Mind Award</span> in der Kategorie <span lang="en" dir="ltr">„Life Sciences“ </span>vom Manager Magazin zusammen mit Merck ausgezeichnet und erhielt den Württembergischen Krebspreis der Dres. Carl Maximilian und Carl Manfred Bayer-Stiftung. Neben ihrer wissenschaftlichen Arbeit setzt sie sich als Mentorin für die Förderung junger Forscherinnen und für die Vereinbarkeit von Familie und Karriere ein.</p><p>Die <span lang="en" dir="ltr">Aventis Foundation</span> ist eine unabhängige, gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Frankfurt am Main. Sie fördert Kunst und Kultur sowie Wissenschaft, Forschung und Lehre. Mit dem <span lang="en" dir="ltr">Life Science Bridge Award</span> will die Stiftung Nachwuchsforschende darin bestärken, auch unkonventionelle Ideen umzusetzen.</p><p class="align-right"><i>Steven Pohl / Exzellenzcluster iFIT</i></p><p><a href="https://www.feucht-leibold-labs.com/" target="_blank" class="ut-btn ut-btn--color-primary-1" rel="noreferrer">Weitere Informationen zu Judith Feuchts Forschung</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-122871</guid><pubDate>Thu, 04 Sep 2025 10:26:37 +0200</pubDate><title>Zwei neue Starting Grants des Europäischen Forschungsrats in der Pflanzenforschung und Medizin</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=122871&amp;cHash=9f10a3022258d10a34b20ddde4835474</link><description>Hochdotierte Projektförderungen für eine Wissenschaftlerin und einen Wissenschaftler der Universität und des Universitätsklinikums Tübingen.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Joel Frohlich vom fMEG-Zentrum für Fetale Magnetoenzephalographie der Medizinischen Fakultät und Dr. Clémence Marchal vom Zentrum für Molekularbiologie der Pflanzen haben jeweils einen sogenannten Starting Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC) eingeworben. Starting Grants werden an exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aller Fächer früh in der Karriere – im Zeitraum von zwei bis sieben Jahren nach der Promotion – vergeben. Mit dem Grant ist eine fünfjährige Projektförderung von regulär bis zu 1,5 Millionen Euro plus eventuellem Mehrbedarf verbunden. Joel Frohlich will in seinem Projekt <span lang="en" dir="ltr">FETAL-MIND</span> mithilfe der Magnetenzephalographie erforschen, wie das Gehirn vor der Geburt soziale Eindrücke verarbeitet. Clémence Marchal wird im Projekt <span lang="en" dir="ltr">CooPAIRation </span>untersuchen, wie pflanzliche Immunrezeptoren optimiert werden können, um eine Grundlage für die Verbesserung von Krankheitsresistenzen bei Nutzpflanzen zu schaffen.</p><p>‚„Die stetigen Erfolge von Forscherinnen und Forschern der Universität Tübingen beim Einwerben der begehrten Starting Grants werfen Schlaglichter auf das große wissenschaftliche Potenzial, das in zahlreichen unserer Fächer vorhanden ist“, sagte Professorin Dr. Dr. h.c. (Dōshisha) Karla Pollmann, Rektorin der Universität Tübingen.‘</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-122394</guid><pubDate>Fri, 08 Aug 2025 11:07:59 +0200</pubDate><title>Tübinger Physiker mit KlarText-Preis für Wissenschaftskommunikation ausgezeichnet</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=122394&amp;cHash=d359e122c1009c6f427d4e9d0b6c377d</link><description>Klaus-Tschira-Stiftung ehrt Felix Glang für Beitrag zu seiner Forschung zur Beschleunigung von MRT-Aufnahmen</description><content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Felix Glang erhält den KlarText-Preis für Wissenschaftskommunikation 2025 der Klaus-Tschira-Stiftung in der Kategorie Physik. Die Auszeichnung würdigt die allgemeinverständliche Darstellung der eigenen Doktorarbeit in einem Artikel oder einer Infografik. Glang ist eine von insgesamt acht Preisträgerinnen und Preisträgern, deren Beiträge aus knapp 200 Einsendungen ausgewählt wurden. Alle Prämierten erhalten ein Preisgeld von 7.500 Euro.</p><p>Felix Glang wurde 1994 in Nürtingen geboren. Er absolvierte sein Bachelor- und Masterstudium in Physik an der Universität Tübingen. Seine Promotion in Physik schloss er ebenfalls dort ab, mit seiner Doktorarbeit zum Thema „Dynamic Parallel Imaging for Fast MRI, and Optimization of CEST Methods for Metabolic MRI“, die er am Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik anfertigte. Seitdem ist er im dortigen Department für Hochfeld-Magnetresonanz als Postdoktorand tätig. Er forscht an neuen Methoden für die MRT-Bildgebung.</p><p>In seinem Beitrag „Je schneller, desto besser“ beschreibt Felix Glang seine Forschung zur Beschleunigung von MRT-Aufnahmen. Er hat spezielle Hochfrequenzspulen untersucht, die als Komponenten eines MRT-Geräts das Signal der Kernspins empfangen. Die untersuchten Spulen können ihre Empfangseigenschaften elektronisch und extrem schnell ändern. Mithilfe dieser neuen Technik lassen sich die Signale besser orten, sodass MRT-Bilder mit gleicher Qualität in kürzerer Zeit aufgenommen werden können. &nbsp;</p><p>Die Klaus-Tschira-Stiftung fördert Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik und möchte zur Wertschätzung dieser Fächer beitragen. Sie vergibt den KlarText-Preis für Wissenschaftskommunikation seit 1997; der Preis zeichnet Texte und Infografiken zu Arbeiten in den Kategorien Biologie, Chemie, Geowissenschaften, Informatik, Mathematik, Neurowissenschaften und Physik aus. Die Beiträge durchlaufen ein dreistufiges Juryverfahren und werden dabei von Medienschaffenden und Forschenden begutachtet. Die Preisverleihung findet am 13. November 2025 in Heidelberg statt; am selben Tag erscheinen die prämierten Artikel und Grafiken im KlarText-Magazin.</p><p class="align-right">Hochschulkommunikation nach Medieninformationen der Klaus-Tschira-Stiftung</p><p><a href="https://klartext-preis.de/" target="_blank" class="ut-btn ut-btn--color-primary-1" rel="noreferrer">Webseite zum KlarText-Preis für Wissenschaftkommunikation</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-120966</guid><pubDate>Tue, 01 Jul 2025 14:00:00 +0200</pubDate><title>Rosa Lozano-Durán ist neues Mitglied der EMBO</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=120966&amp;cHash=a026ac2cb48e1cbf2115717fc938b521</link><description>Tübinger Wissenschaftlerin zum Mitglied der internationalen Organisation für Mikrobiologie gewählt</description><content:encoded><![CDATA[<p>Rosa Lozano-Durán, Professorin am Zentrum für Molekularbiologie der Pflanzen (ZMBP) der Universität Tübingen, wurde in die <span lang="en" dir="ltr">European Molecular Biology Organization</span> (EMBO) aufgenommen. Damit ist sie eine von 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die in Anerkennung ihrer herausragenden Leistungen zu neuen Mitgliedern gewählt wurden. Die EMBO ist eine Organisation führender Forschender in den Biowissenschaften und fördert Spitzenleistungen in diesem Bereich in Europa und darüber hinaus. Ihr gehören rund 2100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an.</p><p>„Eine große Stärke von EMBO liegt in der Exzellenz und dem Engagement seiner Mitglieder. Wissenschaft lebt von globaler Zusammenarbeit, und die jährliche Wahl neuer EMBO-Mitglieder und assoziierter Mitglieder bringt frische Energie und Inspiration in unsere Gemeinschaft“, sagt EMBO-Direktorin <span lang="en" dir="ltr">Fiona Watt</span>. „Wir fühlen uns geehrt, diese außergewöhnliche Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern als EMBO-Mitglieder willkommen zu heißen. Ihre Ideen und Beiträge werden die Organisation bereichern und die Lebenswissenschaften weltweit voranbringen.“</p><p>Neue Mitglieder werden von den bestehenden EMBO-Mitgliedern nominiert und gewählt. Die neuen Mitglieder werden auf der Mitgliederversammlung vom 22. bis 24. Oktober 2025 in Heidelberg formell willkommen geheißen. Alle EMBO-Mitglieder und assoziierte Mitglieder, ihren Zugehörigkeiten und Fachgebiete sind in einem <a href="https://people.embo.org/" target="_blank" rel="noreferrer">Online-Verzeichnis</a> zu finden.</p><p>Die Hauptziele der EMBO sind es, talentierte Forschende in allen Phasen ihrer Karriere zu unterstützen, den Austausch wissenschaftlicher Informationen zu fördern und ein Forschungsumfeld zu schaffen, in dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bestmögliche Arbeit leisten können.</p><p class="align-right"><i>Nach einer Pressemitteilung der European Molecular Biology Organization (EMBO)</i></p><h3>Weitere Informationen</h3><ul><li><a href="/zh/fakultaeten/mathematisch-naturwissenschaftliche-fakultaet/fachbereiche/zentren/zentrum-fuer-molekularbiologie-der-pflanzen/research/research-groups/lozano-duran/">Arbeitsgruppe von Rosa Lozano-Durán</a></li><li><a href="https://www.embo.org/" target="_blank" rel="noreferrer">Webseite der EMBO</a></li></ul>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-120798</guid><pubDate>Fri, 27 Jun 2025 11:42:00 +0200</pubDate><title>Teresa Wagner erhält Gips-Schüle-Nachwuchspreis 2025</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=120798&amp;cHash=12420d0248c72235393edeca0ae0d5d3</link><description>Preisverleihung am 10. Juli, 17 Uhr, Obere Säle, Museum, Tübingen</description><content:encoded><![CDATA[<p>Schnelle Diagnosen können in der Medizin lebensrettend sein. Zwei junge Wissenschaftlerinnen aus Baden-Württemberg haben im Rahmen ihrer Doktorarbeiten neue innovative Ansätze beim Antibiotika-Einsatz und bei der Krebsbekämpfung entwickelt. Dafür werden sie am 10. Juli in Tübingen mit dem Gips-Schüle-Nachwuchspreis 2025 der Stuttgarter Gips-Schüle-Stiftung ausgezeichnet. Der Preis ist mit insgesamt 20.000 Euro dotiert. Zusätzlich gibt einen Ehrenpreis in der Kategorie Technikwissenschaften für die Entwicklung und Anwendung hydroaktiver Gebäudehüllen.</p><p>Dr. Teresa Wagner (30) erhält den Gips-Schüle-Nachwuchspreis in der Kategorie Lebenswissenschaften. Sie hat 2023 an der Eberhard Karls Universität Tübingen mit summa cum laude provomiert und arbeitet aktuell als CEO in dem ausgegründeten Unternehmen immuneAdvice GmbH. In der Kategorie Technikwissenschaften geht der Gips-Schüle-Nachwuchspreis an Dr.-Ing. H. Ceren Ateş (33), aktuell Postdoktorantin an der Technischen Universität München (TUM).</p><p>„Die Preisträgerinnen werden mit ihren Forschungsarbeiten dazu beitragen, in Zukunft viele Leben zu retten und Klimaprobleme zu lösen. Für mich und die Stuttgarter Gips-Schüle-Stiftung ist es eine Herzensangelegenheit, so hochtalentierte junge Wissenschaftlerinnen mit dem Gips-Schüle-Nachwuchspreis auszuzeichnen und ihre Arbeit zu unterstützen. Es zeigt aber auch, mit wie viel Leidenschaft, Energie und Know-how an unseren Universitäten geforscht wird. Darauf können wir stolz sein“, sagt Dr. Stefan Hofmann, Vorstand der Gips-Schüle-Stiftung.</p><p>Dr. Teresa Wagner hat sich in ihrer Promotion an der Eberhard Karls Universität Tübingen mit dem Thema Immuntherapie bei Krebserkrankungen beschäftigt. Sie hat eine neue Diagnostikmethode entwickelt, mit der Immuntherapien in Echtzeit überwacht werden können. Bisher ist es so, dass Erfolge oder Misserfolge erst nach Monaten der Behandlung beurteilt werden können. Das belastet die Patienten psychisch und ist oft mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden. Im Mittelpunkt steht dabei ein Immun-Checkpoint Protein (SIRPα). Die räumliche Verteilung von Zellen, die dieses Protein auf ihrer Oberfläche tragen, zeigt an, ob die Immuntherapie wirkt oder nicht. Dafür hat Dr. Wagner einen neuen Tracer für die Positronen-Emissions-Tomographie (PET-Tracer) auf Basis von Einzeldomänen-Antikörpern aus Alpakas entwickelt. Mit diesem Tracer kann die Verteilung der SIRPα-Zellen im Tumor mit größter Präzision dargestellt werden. Und die Ärzte können schnell erkennen, ob die Immuntherapie wirkt oder sich eine Resistenz entwickelt hat. In ihrem Startup arbeitet Dr. Wagner nun mit einem Team an Wissenschaftlern, die neue PET-Diagnostik und Immunzell-Tracer zur klinischen Reife zu bringen.</p><h3>Gips-Schüle-Stiftung</h3><p>Die Gips-Schüle-Stiftung fördert Wissenschaft für den Menschen und junge Forschung mit Visionen in Baden-Württemberg. Ihr Fokus liegt auf den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) sowie auf interdisziplinären Projekten. Die Stuttgarter Stiftung arbeitet eng mit den Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Baden-Württemberg zusammen und ermöglicht die Durchführung zukunftsweisender Forschungsprojekte. Sie finanziert Stiftungsprofessuren, vergibt Stipendien, unterstützt Studienbotschafter zur Anwerbung von Abiturientinnen und Abiturienten für MINT-Fächer, Projekte zur Lehreraus- und -fortbildung und fördert fachübergreifende politische Bildung. Weitere Informationen unter: <a href="http://www.gips-schuele-stiftung.de" target="_blank" rel="noreferrer">www.gips-schuele-stiftung.de</a></p><p class="align-right"><i>Nach einer Pressemeldung der Gips-Schüle-Stiftung</i></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-117639</guid><pubDate>Thu, 03 Apr 2025 16:20:08 +0200</pubDate><title>Südwestmetall-Förderpreis für Tübinger Chemiker Dr. Mohammad Al Ktash</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=117639&amp;cHash=e92771f2e4a026c8b57f8c74a25c9da5</link><description>Auszeichung für herausragende Dissertation</description><content:encoded><![CDATA[<p>Insgesamt neun talentierte Nachwuchswissenschaftler der baden-württembergischen Landesuniversitäten hat der Arbeitgeberverband Südwestmetall Anfang April für ihre exzellenten wissenschaftlichen Arbeiten mit dem Südwestmetall-Förderpreis geehrt. Unter den Preisträgern ist der Chemiker Dr. Mohammad Al Ktash, der die Auszeichnung für seine herausragende Dissertation „<span lang="en" dir="ltr">Development of a UV Hyperspectral Imaging Prototype for Industrial Applications“</span> an der Universität Tübingen erhielt.</p><p>Ziel von Al Ktash‘s Arbeit war es, Verunreinigungen, Inhaltsstoffe und Oberflächenzustände zerstörungsfrei und effizient zu charakterisieren und zu quantifizieren. Die Forschung umfasste die Entwicklung und Validierung von Prototypen sowie chemometrische Datenanalysemethoden zur Auswertung der hyperspektralen Daten. Al Ktash demonstrierte das Potenzial der UV-hyperspektralen Bildgebung für industrielle Anwendungen in der Qualitätskontrolle am Beispiel von Baumwollfasern. Eine Anwendung in anderen industriellen oder pharmakologischen Bereichen ist möglich und wurde unter Beweis gestellt.</p><p>Dr. Mohammad Al Ktash setzt seine wissenschaftliche Karriere fort und ist als Postdoc an der Hochschule Reutlingen tätig.</p><p>Die ausgezeichneten Dissertationen leisten einen bedeutenden Beitrag zur industriellen Arbeitswelt und deren sozialpolitischen Rahmenbedingungen. Seit mehr als 35 Jahren werden die Förderpreise vergeben, die mit jeweils 5.000 Euro dotiert sind.</p><p>„Die Preisträgerinnen und Preisträger machen mit ihren herausragenden Dissertationen die Forschungsleistungen an den baden-württembergischen Landesuniversitäten für uns unmittelbar und sehr vielfältig erlebbar“, sagt Südwestmetall-Vorsitzender Dr. Joachim Schulz im Rahmen der Veranstaltung.</p><p class="align-right"><i>Nach einer Pressemitteilung des Arbeitgeberverbands Südwestmetall</i></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-116280</guid><pubDate>Thu, 27 Feb 2025 10:55:11 +0100</pubDate><title>Professor Peter G. Kremsner erhält DZIF-Preis für translationale Infektionsforschung</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=116280&amp;cHash=1cc32413c299fb7cef88d7068a186bcc</link><description>Auszeichnung für wegweisende Malariaforschung</description><content:encoded><![CDATA[<p>Der renommierte Tropenmediziner und Infektionsforscher Professor Dr. Peter G. Kremsner ist mit dem DZIF-Preis für translationale Infektionsforschung 2024 ausgezeichnet worden.&nbsp;</p><p>Die Ehrung würdigt seine wegweisenden Beiträge zur Malariaforschung sowie seine innovativen Ansätze in der Entwicklung neuer Impfstoffe, Therapien und Präventionsstrategien. Die Preisverleihung fand Mitte Februar im Rahmen der gemeinsamen Jahrestagung des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) und der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI) statt.</p><p>Prof. Kremsner forscht am Universitätsklinikum Tübingen und am Centre de Recherches Médicales de Lambaréné (CERMEL) in Gabun. Mit seinen Arbeiten hat er in den letzten drei Jahrzehnten entscheidend zur Entwicklung neuer Behandlungsansätze gegen Malaria – eine lebensbedrohliche Infektionskrankheit, die durch Parasiten der Gattung Plasmodium verursacht wird – beigetragen.</p><h3>Neue Therapien gegen Malaria: Wegbereiter für innovative Wirkstoffe</h3><p>Als einer der ersten Wissenschaftler erforschte Prof. Kremsner die Kombination verschiedener Wirkstoffe zur Verringerung der Resistenzbildung – ein Ansatz, der die Malariatherapie nachhaltig verbessert hat. Die von ihm geplanten und durchgeführten klinischen Studien mit Wirkstoffkombinationen wie Atovaquon-Proguanil, Amodiaquin-Artesunat und Pyronaridin-Artesunat ebneten den Weg für deren erfolgreiche Zulassung und Anwendung.</p><p>Peter Kremsner war maßgeblich an der Entwicklung des ersten zugelassenen Malaria-Impfstoffes RTS,S (Mosquirix) beteiligt. Darüber hinaus optimierte er – ebenfalls im Rahmen des DZIF – verschiedene Impfstrategien.</p><p>Auch für die Etablierung eines verlässlichen Standards für die klinische Prüfung von Malariaimpfstoffen zeichnete Peter Kremsner verantwortlich. Mit der kontrollierten Infektion des Menschen mit Malariaparasiten schuf er in Deutschland eine weltweit anerkannte Grundlage für die klinische Entwicklung neuer Wirkstoffe.&nbsp;</p><h3>Forschung mit globaler Wirkung: Vom Labor in Gabun zur internationalen Spitzenforschung</h3><p>1992 begann Prof. Kremsner seine Forschung in Afrika in einem kleinen Labor des Albert-Schweitzer-Spitals in Gabun. 2011 gründete er das Centre de Recherches Médicales de Lambaréné (CERMEL), heute eines der führenden Forschungszentren für Tropenkrankheiten in Zentralafrika entwickelte. Dort arbeiten über 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Mit jährlich rund 100 wissenschaftlichen Publikationen setzt CERMEL international Maßstäbe.</p><p>Über 100 von Peter Kremsner betreute Doktorandinnen und Doktoranden prägen heute als führende Expertinnen und Experten die Tropenmedizin. Mit seinem Team entwickelte er zudem den Lambaréné Organ Dysfunction Score, einen prädiktiven Marker zur schnellen Abschätzung des Malariaschweregrades bei Kindern in Afrika.</p><p>Neben seiner Arbeit an Malaria-Impfstoffen war Prof. Kremsner auch an der Entwicklung des ersten zugelassenen Ebola-Impfstoffs (VSV-ZEBOV) sowie an klinischen Studien zur COVID-19-Pandemie beteiligt.</p><h3>Der DZIF-Preis für translationale Infektionsforschung</h3><p>Mit dem DZIF-Preis für translationale Infektionsforschung zeichnet die DZIF Academy jedes Jahr wissenschaftlich herausragende Leistungen auf dem Gebiet der translationalen Infektionsforschung aus. Er ist mit 5.000 Euro dotiert.</p><p class="align-right">Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung DZIF</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-115500</guid><pubDate>Tue, 04 Feb 2025 09:34:08 +0100</pubDate><title>Trauer um Ehrensenator Dr. Horst Köhler</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=115500&amp;cHash=8be0c7e318a124f0d034b87033688b17</link><description>Die Universität Tübingen trauert um ihren Ehrensenator und Honorarprofessor Bundespräsident a. D. Dr. Horst Köhler, der am 1. Februar 2025 im Alter von 81 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit in Berlin starb.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Horst Köhler ist seit seinem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Tübingen seiner Alma Mater eng verbunden geblieben. Insbesondere seit dem Jahr 2003, als er Honorarprofessor wurde, kehrte er für Vorträge und Diskussionen immer wieder zu ihr zurück – auch während seiner Zeit als 9. Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Im Jahr 2011 erhielt der Bundespräsident a. D. mit der Ehrensenatorwürde eine der höchsten Auszeichnungen der Universität Tübingen. Eine Auszeichnung, die Persönlichkeiten vorbehalten ist, die sich um die Universität, um Staat und Gesellschaft und vor allem um das Gemeinwohl verdient gemacht haben.&nbsp;</p><p>Als Bundespräsident hatte Horst Köhler sich in den Jahren 2004 bis 2010 für die soziale Marktwirtschaft, die Stärkung Europas sowie für eine gerechtere Globalisierung eingesetzt. Seine Mahnungen zur Verantwortung der Finanzmärkte und sein Engagement für die Armutsbekämpfung fanden international Anerkennung; Mahnungen, die er zu Beginn seiner Amtszeit als Staatsoberhaupt in der 4. Weltethos-Rede im Dezember 2004 in Tübingen unter dem Titel „Was gehen uns andere an?“ insbesondere mit Blick auf den afrikanischen Kontinent ansprach. Er war bekannt für sein Engagement, seine Liebe und seine Expertise für Afrika, weshalb die Vereinten Nationen ihn 2017 zum UN-Gesandten für die Westsahara machten. &nbsp;</p><p>Horst Köhler arbeitete nach seinem Studium als wissenschaftlicher Referent am Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung und promovierte 1977 in Tübingen. In den folgenden Jahren begann er seine politische Karriere zunächst auf Landes-, anschließend auf Bundesebene. Von 1998 an leitete er als Präsident die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung in London, bevor er im Jahr 2000 den Posten als geschäftsführender Direktor des Internationalen Währungsfonds IWF in Washington D.C. übernahm.</p><p>Die Universität Tübingen verliert mit Horst Köhler eine herausragende Persönlichkeit, die Wissenschaft, Politik und Gesellschaft miteinander zu verbinden wusste. Sein Vermächtnis als überzeugter Europäer, kritischer Denker und verantwortungsbewusster Politiker bleiben ebenso unvergessen wie der inspirierende und integre Mensch und Kollege Horst Köhler.&nbsp;</p><p>Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie.</p><p class="align-right">Das Rektorat<br>&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-115047</guid><pubDate>Wed, 22 Jan 2025 16:21:10 +0100</pubDate><title>Nachruf zum Tod von Ehrensenator Tilman Todenhöfer - Ein hoch angesehener Fürsprecher der Studierenden</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=115047&amp;cHash=76521a9fc893911b834af4cef34a3d68</link><description>Die Universität Tübingen trauert um ihren Ehrensenator Tilman Todenhöfer, der bis zum Jahr 2009 als Vorsitzender den Universitätsrat leitete. </description><content:encoded><![CDATA[<p>Tilman Todenhöfer starb am 9. Januar im Alter von 81 Jahren. Die Universität Tübingen war mit dem Juristen seit bald 25 Jahren eng verbunden. Sie ernannte ihn im Jahr 2009 zum Ehrensenator und würdigte damit sein vorangegangenes Engagement als langjähriger Vorsitzender des Universitätsrates. Dort war er im doppelten Sinn der Mann der ersten Stunde: Er gehörte zu den ersten Mitgliedern des neu gegründeten Gremiums und er wurde in der 1. Sitzung am 9. November 2000 zu dessen Vorsitzenden gewählt. In den folgenden neun Jahren bestätigte der Rat seinen Vorsitzenden zweimal, bis er Mitte 2009 zum Bedauern aller an der Universität ausschied.&nbsp;</p><p>Tilman Todenhöfer war hoch angesehen wegen seiner Umsicht, seiner strukturierten Arbeitsweise und seiner Erfahrungen, die er aus seiner Tätigkeit in verschiedenen hochrangigen Positionen unter anderem innerhalb der Robert Bosch GmbH mitbrachte. Seine Laufbahn begann im Jahr 1974 in deren Firmenzentrale innerhalb der Rechtsabteilung. Wenig später unterstütze er über mehrere Jahre hinweg das Unternehmen als Anwalt und Berater in Spanien, bis er 1992 in die Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH berufen wurde. Dort übernahm er bis 2003 die Funktion des Arbeitsdirektors und war zuständig für Öffentlichkeitsarbeit und Recht. Von 1996 an war er Mitglied der Gesellschafterversammlung und übte diese Tätigkeit insgesamt 20 Jahre lang aus, davon lange Zeit als geschäftsführender Gesellschafter. Ferner war er von 2004 bis 2016 Mitglied des Aufsichtsrates der Robert Bosch GmbH. Zusätzlich hatte Tilman Todenhöfer von 2004 bis 2008 die Position des Stiftungskommissars der Carl-Zeiss-Stiftung inne. In diese Zeit fiel deren Reform, an der er mitwirkte und in deren Folge er Vorsitzender des Stiftungsrates und Aufsichtsratsvorsitzender der beiden ausgegründeten Unternehmen – der Schott Gruppe und der Zeiss Gruppe – wurde.</p><p>Obwohl er für internationale Unternehmen tätig war, konnte er sich für einen Universitätsratsvorsitz dennoch die Zeit nehmen, was aufgrund seiner effizienten Arbeitsweise möglich war. Doch vor aller Effizienz in seiner Tätigkeit war es der Mensch Tilman Todenhöfer, der innerhalb des Rats wie auch innerhalb des Rektorats und der Verwaltung sehr geschätzt war. Trotz einer natürlichen Autorität, die er ausstrahlte, wusste er stets eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Wer mit ihm an der Universität zusammengearbeitet hat, erinnert sich gerne an die gemeinsame Zeit zurück. Wer mit ihm sprach, spürte eine Eleganz, die ihn umgab und die eine Folge seiner langjährigen beruflichen Tätigkeit in Spanien sein mochte.</p><p>Der Universitätsrat befasste sich in den drei Amtsperioden unter Tilman Todenhöfers Vorsitz beispielsweise mit der Internationalisierung, der Hochschulreform Baden-Württemberg, dem Leitbild Forschungsuniversität und der Einrichtung des Museums der Universität Tübingen. Am Ende seiner dritten Amtszeit setzte er sich im Zusammenspiel mit weiteren Universitätsratsvorsitzenden Baden-Württembergs dafür ein, dass die übermäßige Belastung der Studierenden infolge des Bologna-Prozesses zurückgefahren werden müsse und mehr Möglichkeiten zur persönlichen Entwicklung gegeben werden sollten, etwa mittels Schlüsselqualifikationsangeboten. Er unterstützte mit seiner Arbeit das Rektorat auch in der Umsetzung der damaligen Reformagenda 2012, die insbesondere zur heutigen Fakultätsstruktur der Universität führte. Damit ist sein Wirken insbesondere in den Zusammenhang der Unternehmungen zu stellen, die uns den Weg zum bundesweiten Exzellenzstatus geebnet haben. Von all dem und weiteren Themen haben die Studierenden wie auch die Forschenden, Lehrenden und Mitarbeitenden an der Universität in den vergangenen bald 25 Jahren profitiert.&nbsp;</p><p class="align-right">Das Rektorat<br>&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-113586</guid><pubDate>Fri, 29 Nov 2024 14:11:13 +0100</pubDate><title>Sieben Tübinger Forschende als „Highly Cited Researchers“ ausgezeichnet</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=113586&amp;cHash=0005e99d6a1844a0b7b6e0df45a14ac9</link><description>Würdigung einflussreicher Arbeiten mit internationaler Sichtbarkeit</description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Universität Tübingen ist mit sieben Forschenden im „<span lang="en" dir="ltr">Highly Cited Researchers 2024</span>“ Ranking des Unternehmens <span lang="en" dir="ltr">Clarivate Analytics</span> vertreten. Damit gehören die wissenschaftlichen Publikationen der Ausgezeichneten zu den weltweit meistzitierten ihres jeweiligen Fachgebiets. Mit der Würdigung betont <span lang="de" dir="ltr">Clarivate Analytics</span>, zu dem auch die “<span lang="en" dir="ltr">Web of Science</span>”-Datenbank gehört, den großen Einfluss der Forschenden auf die wissenschaftliche Gemeinschaft und die Entwicklung ihrer Disziplinen.</p><p>Ausgezeichnet wurden Professor Claus Garbe (Medizinische Fakultät), <a href="https://www.medizin.uni-tuebingen.de/de/das-klinikum/einrichtungen/zentren/m3/immune-signatures-of-chronic-inflammatory-human-diseases-driving-cancer" target="_blank" rel="noreferrer">Professor Dr. Mathias Heikenwälder</a> (Medizinische Fakultät, Institut M3), <a href="/zh/fakultaeten/mathematisch-naturwissenschaftliche-fakultaet/fachbereiche/geowissenschaften/arbeitsgruppen/geo-und-umweltnaturwissenschaften/geo-und-umweltnaturwissenschaften/geomikrobiologie/arbeitsgruppe/people/prof-dr-andreas-kappler/">Professor Dr. Andreas Kappler</a> (Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, Fachbereich Geowissenschaften/Exzellenzcluster CMFI), <a href="https://www.medizin.uni-tuebingen.de/de/das-klinikum/mitarbeiter/profil/1585" target="_blank" rel="noreferrer">PD Dr. Matthias Schwab</a> (Medizinische Fakultät), Professorin Dr. Evelina Tacconelli (Medizinische Fakultät, Alumna), <a href="https://www.medizin.uni-tuebingen.de/de/das-klinikum/mitarbeiter/profil/1601" target="_blank" rel="noreferrer">Professor Dr. Ulf Ziemann</a> (Medizinische Fakultät) und <a href="https://www.medizin.uni-tuebingen.de/de/das-klinikum/mitarbeiter/profil/1559" target="_blank" rel="noreferrer">Professor Dr. Stephan Zipfel</a> (Medizinische Fakultät). Die Würdigung unterstreicht die hohe Qualität der Tübinger Forschungsarbeiten und deren internationale Sichtbarkeit.</p><p>Jedes Jahr untersucht <span lang="en" dir="ltr">Clarivate Analytics</span>, wie häufig eine wissenschaftliche Veröffentlichung in Publikationen von anderen Forschenden zitiert wird. Die Grundlage für diese Analyse bilden umfangreiche Daten aus der „<span lang="en" dir="ltr">Web of Science</span>“-Datenbank. Diese Zitationshäufigkeit, der sogenannte h-Index, wird oft als zentrale Kennzahl für die Bedeutung einer wissenschaftlichen Arbeit und als Gradmesser für den Einfluss der Forschenden in ihrem Fachgebiet herangezogen. Die aktuelle Liste der „<span lang="en" dir="ltr">Highly Cited Researchers</span>“ umfasst insgesamt 6636 Forschende aus 59 Ländern.</p><p class="align-right"><i>Leon Kokkoliadis, Exzellenzcluster CMFI</i></p><h3>Weitere Informationen</h3><p><a href="https://clarivate.com/highly-cited-researchers/?action=clv_hcr_members_filter&amp;clv-paged=1&amp;clv-category=&amp;clv-institution=Eberhard%20Karls%20University%20of%20Tubingen&amp;clv-region=Germany&amp;clv-name=" target="_blank" rel="noreferrer">Ranking der „<span lang="en" dir="ltr">Highly Cited Researchers</span>“</a><br>&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-112707</guid><pubDate>Tue, 12 Nov 2024 10:26:50 +0100</pubDate><title>Tübinger Pharmazeut gewinnt PHOENIX Pharmazie Wissenschaftspreis</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=112707&amp;cHash=77b7e58ce665afce24319178284b191b</link><description>Frank Böckler für Forschung an Halogenbindungen ausgezeichnet</description><content:encoded><![CDATA[<p>Professor Dr. Frank Böckler vom Pharmazeutischen Institut erhält den PHOENIX Pharmazie Wissenschaftspreis 2024 in der Kategorie Pharmazeutische Chemie. Er wird damit für seine Arbeit über den Einsatz von Halogenbindungen in der Wirkstoffforschung ausgezeichnet. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.</p><p>Um bei einer Behandlung gezielt in den Stoffwechsel des menschlichen Körpers einzugreifen, müssen sich Wirkstoffe in vielen Fällen spezifisch an bestimmte Komponenten wie zum Beispiel Rezeptoren oder Enzyme auf oder in den Zellen anlagern. Man spricht auf der Ebene der Moleküle auch vom Schlüssel-Schloss-Prinzip: Wenn der Wirkstoff als Schlüssel genau passt, kann er eine gewünschte therapeutische Reaktion auslösen, etwa die Produktion bestimmter Stoffe anstoßen oder hemmen. In der pharmazeutisch-medizinischen Chemie werden solche Wechselwirkungen modelliert und optimiert, um neue Medikamente zu entwickeln und ihre Wirksamkeit zu verbessern. Bildlich gesprochen arbeiten die Forscherinnen und Forscher an besseren und neuen Schlüsseln.</p><p>Frank Böckler und sein Team beschäftigen sich seit über 15 Jahren mit der Funktion und grundsätzlichen Anwendung von Halogenbindungen in der Wirkstoffforschung. Aus Stabilitätsgründen wurden Halogene, die solche Bindungen ausbilden können, meist nur gebunden an aromatische Molekülteile eingesetzt, woraus zweidimensionale Strukturen entstehen. Böckler und sein Team entdeckten, dass sich auch stabile CF2X-Funktionen aus Trifluormethylgruppen (CF3) ableiten lassen, wobei ein Fluoratom durch Chlor, Brom oder Iod formell ersetzt wird. In ihrer jetzt ausgezeichneten Arbeit stellen sie dar, dass dadurch starke Halogenbindungen auch in dreidimensionale Interaktionsnetzwerke integriert werden können. So können sie dem medizinisch-chemischen Arsenal eine neue Wirkstofffunktion hinzufügen und die Möglichkeiten für innovative Therapeutika wie auch für die Arzneimittelforschung erweitern.</p><p>Der mit insgesamt 40.000 Euro dotierte PHOENIX Pharmazie Wissenschaftspreis wird jährlich in den vier pharmazeutischen Disziplinen Pharmakologie und Klinische Pharmazie, Pharmazeutische Biologie, Pharmazeutische Chemie sowie Pharmazeutische Technologie verliehen.</p><p><i>(Nach einer Pressemitteilung der PHOENIX group)</i></p><p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=O436gpb1EUs" target="_blank" rel="noreferrer">Video zum Preisträger</a></p><p><strong>Publikation:</strong><br>Principles and Applications of CF2X Moieties as Unconventional Halogen Bond Donors in Medicinal Chemistry, Chemical Biology, and Drug Discovery (Veröffentlicht in: Journal of Medicinal Chemistry (2023) 66: 10202-10225), <a href="https://doi.org/10.1021/acs.jmedchem.3c00634" target="_blank" rel="noreferrer">https://doi.org/10.1021/acs.jmedchem.3c00634</a></p><p><strong>Kontakt:</strong><br>Prof. Dr. Frank Böckler<br>Universität Tübingen<br>Pharmazeutisches Institut<br><span class="ut-icon ut-icon-phone-squared"></span><a href="tel:+4970712974567">+49 7071 29-74567</a><br><a href="#" data-mailto-token="ocknvq,htcpm0dqgemngtBwpk/vwgdkpigp0fg" data-mailto-vector="2">frank.boeckler<span style="display:none">spam prevention</span>@uni-tuebingen.de</a>&nbsp;<br>&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-111870</guid><pubDate>Wed, 23 Oct 2024 10:37:45 +0200</pubDate><title>Tübinger Archäologin Cristina Murer erhält Marie-Heim-Vögtlin-Preis</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=111870&amp;cHash=91b4166b2a91fed6dfc7607043dced94</link><description>Auszeichnung des Schweizerischen Nationalfonds für Forschung zu Grabplünderungen in der Spätantike</description><content:encoded><![CDATA[<p class="ut-teaser">Professorin Dr. Cristina Murer vom Institut für Klassische Archäologie der Universität Tübingen erhält den diesjährigen Marie-Heim-Vögtlin-Preis des Schweizerischen Nationalfonds (SNF). Der SNF würdigt damit Murers Arbeiten zu Grabplünderungen in der Spätantike, die sie bis 2022 als Leiterin eines vierjährigen Forschungsprojekts an der Universität Bern durchführte. Der Marie-Vögtlin-Preis wird an Nachwuchsforscherinnen vergeben, die herausragende Forschungsergebnisse erzielt haben und zugleich als Vorbilder im Wissenschaftsbetrieb fungieren. Die Preisverleihung findet am 12. November 2024 in Bern statt.</p><p>Gerade in Zeiten des Umbruchs und während Krisen müssen Ressourcen durch Kreativität, Recycling und Kreislaufwirtschaft geschont werden. Oftmals besinnen sich Gesellschaften dann auf lokale Ressourcen in nächster Nähe zurück. Das ist heute so – und war in der Spätantike nicht anders, wie Cristina Murer mit ihrer Forschung zeigen konnte. Allerdings bediente man sich damals sogar bei den Toten.</p><h3><strong>Zerstörung hieß Bewahrung</strong></h3><p>„Die Spätantike steht nicht für den Niedergang der menschlichen Zivilisation, sie war eine Zeit des Übergangs“, sagt Murer. Damals war der Handel von Marmor zusammengebrochen. Neue Bezugsquellen fand man in den prachtvollen, inzwischen herrenlosen römischen Gräbern vor Ort. „Ich konnte zeigen, dass ihre Plünderung und Zerstörung Teil wichtiger Recyclingprozesse in Städten war; ein kreativer Prozess, aus dem Neues entstand. Die Gräber wurden also nicht, wie bisher angenommen, von Christen im Zuge antiheidnischer Maßnahmen zerstört.“ Zerstörung bedeute also nicht automatisch das Ende. Ganz im Gegenteil: Überhaupt erst durch die kreative Wiederverwendung sei somit der Schmuck antiker Grabbauten über die Zeit erhalten geblieben. „Fast alles aus der Spätantike, was nicht recycelt und umfunktioniert wurde, ist heute zerstört.“</p><h3><strong>Minutiöse Archivarbeit mit alten Tagebüchern</strong></h3><p>Neben der Arbeit mit den archäologischen Befunden legte Murer großen Wert darauf, diese interdisziplinär auszuwerten und in ihren umfassenderen historischen Kontext zu stellen. „Viele Informationen zum Grabraub in der Spätantike habe ich Gesetzestexten und literarischen Quellen der Zeit entnommen. Zudem kämpften wir uns in minutiöser Archivarbeit durch die italienischen Ausgrabungstagebücher des frühen 20. Jahrhunderts. Das wird heute kaum noch gemacht, ist aber von großem wissenschaftlichem Wert.“ Früher habe man kein Interesse an den spätantiken Schichten gehabt und sie einfach abgetragen. „Mit den alten Grabungstagebüchern konnten wir diese aber ansatzweise rekonstruieren.“</p><p>Murers Interesse an der Epoche begann, als sie sich in ihrer Doktorarbeit mit Ehrenstatuen von wohlhabenden Frauen im öffentlichen Raum beschäftigte. Sie fand heraus, dass viele Statuen aus der Kaiserzeit in der Spätantike wiederverwendet, also recycelt wurden. Oftmals stammten die Kunstwerke aus alten Gräbern. „Das hat mir zunächst niemand geglaubt – bis ich es schließlich beweisen konnte. Dann wollte ich wissen, was noch alles hinter dem Phänomen steckt.“</p><h3><strong>Bloß Quotenfrau?</strong></h3><p>Jetzt den Marie-Heim-Vögtlin-Preis zu erhalten, bedeutet Cristina Murer viel. „Ich freue mich besonders, dass ich diesen Forschungspreis für ein Orchideenfach wie die Klassische Archäologie erhalte.“ Explizit als Frau ausgezeichnet zu werden, sei ebenfalls sehr wichtig, um Forscherinnen in ihrem Fachgebiet weiter sichtbar zu machen. „Ich wurde immer nur von Männern unterrichtet und jetzt bin ich die erste Professorin am Institut in Tübingen.“</p><p>Dieser Wandel sei für die Studierenden wichtig. Auch kämen Studentinnen mit frauenspezifischen Anliegen jetzt zu ihr, der Vertrauensperson. Der Vorwurf, eine Quotenfrau zu sein, ist Cristina Murer zwar schon begegnet. Da müsse man aber drüberstehen, sagt sie. Ihre Tipps? „Ein gesundes Selbstvertrauen entwickeln, sich mit anderen Forscherinnen und Forschern in internationalen Netzwerken vernetzen und lernen, sich besser zu verkaufen.“ Um letzteres zu fördern, hat Murer kürzlich für ihre Studentinnen eine Rhetorikschulung organisiert.</p><p>Marie Heim-Vögtlin, die Namensgeberin des Preises, wurde 1868 als erste Schweizerin an der Universität Zürich zum Studium an der medizinischen Fakultät zugelassen. Nach dem Abschluss des Studiums eröffnete sie eine Praxis für Gynäkologie, die sie nach der Geburt ihrer zwei Kinder weiterführte. Sie zählt zu den Vorreiterinnen im Kampf für den Zugang der Frauen zu akademischer Bildung.</p><p class="align-right"><i>Nach einer Pressemitteilung des Schweizerischen Nationalfonds</i></p><p><strong>Weitere Informationen</strong></p><ul class="ut-list ut-list--link-list"><li><a href="/zh/fakultaeten/philosophische-fakultaet/fachbereiche/altertums-und-kunstwissenschaften/institut-fuer-klassische-archaeologie/personen/cristina-murer/">Webseite von Cristina Murer</a></li><li><a href="https://www.youtube.com/watch?v=R5h8op4x9nw" target="_blank" rel="noreferrer">Video-Porträt von Cristina Murer</a></li><li><a href="https://data.snf.ch/grants/grant/174174" target="_blank" rel="noreferrer">Das Forschungsprojekt auf dem SNF-Datenportal</a></li></ul><p>&nbsp;</p><p><strong>Kontakt:</strong></p><p>Cristina Murer<br>Institute für Klassische Archäologie<br>Universität Tübingen<br><span class="ut-icon ut-icon-phone-squared"></span><a href="tel:+4970712972378">+49 7071-2972378</a><br>E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="ocknvq,etkuvkpc0owtgtBwpk/vwgdkpigp0fg" data-mailto-vector="2">cristina.murer<span style="display:none">spam prevention</span>@uni-tuebingen.de&nbsp;</a><br><br>&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-111774</guid><pubDate>Tue, 22 Oct 2024 10:44:14 +0200</pubDate><title>Forschungspreis der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg geht 2024 an Tübinger Wirbeltier-Morphologen</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=111774&amp;cHash=fac56040310f4d3336ca7fdd8bff7020</link><description>Die prämierte Arbeit beschäftigt sich mit dem Ursprung der Schläfenöffnungen bei Landwirbeltieren aus biomechanischer Perspektive</description><content:encoded><![CDATA[<p>Am 10. Oktober verlieh die <a href="https://gesellschaft-naturkunde-wuerttemberg.de/aktuelles.html" target="_blank" rel="noreferrer">Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg</a> in Stuttgart dem Kustos der Paläontologischen Sammlung an der Universität Tübingen, PD Dr. <a href="https://www.senckenberg.de/de/presse/senckenberg-packt-aus/interview-ingmar-werneburg/" target="_blank" rel="noreferrer">Ingmar Werneburg</a>, ihren diesjährigen <a href="https://gesellschaft-naturkunde-wuerttemberg.de/walter-schall-preis.html" target="_blank" rel="noreferrer">Forschungspreis</a>. Die Auszeichnung wurde 1985 durch den ehemaligen Obergeologierat Dr. Walter Schall ins Leben gerufen und nach ihm benannt. Ingmar Werneburg, der als Evolutionsbiologe am <span lang="en" dir="ltr">Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment</span> arbeitet, erforscht die vergleichende Anatomie der Wirbeltiere und sieht sich unter anderem in Tradition des Tübinger Zoologie-Professors <a href="https://uni-tuebingen.de/es/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/archiv-attempto-online/archivfullview-attempto/article/festschrift-und-symposium-fuer-tuebinger-zoologie-professor/" target="_blank">Wolfgang Maier</a>.</p><p>Die mit 1.500 € prämierte <a href="https://anatomypubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/ar.25371" target="_blank" rel="noreferrer">Preisschrift</a> erschien kürzlich in der internationalen Zeitschrift The Anatomical Record (siehe <a href="https://uni-tuebingen.de/universitaet/aktuelles-und-publikationen/pressemitteilungen/newsfullview-pressemitteilungen/article/schlaefenloecher-im-schaedel-von-sauriern-und-menschen-durch-fressweise-gebildet/" target="_blank">Pressemitteilung</a>). In ihrer Begründung schrieb die Gesellschaft, im Namen ihres derzeitigen Vorsitzenden Dr. Klaus Rehfeld, dass Werneburg den Preis für seine „innovative[n] funktionsmorphologische[n] Erklärungen zur Entstehung von Schläfenfenstern bei Landwirbeltieren“ erhalte.</p><p>Weiter heißt es in der Begründung: „Seit Jahrzehnten rätseln Fachleute über die wiederholte Entstehung von Fenstern in der Schläfenregion des Schädels bei Landwirbeltieren. Es war zwar klar, dass diese Öffnungen mit der Verankerung von Kiefermuskeln zu tun haben, nur fehlte es an einer konsistenten funktionellen Erklärung, mit der die unterschiedlichen Anatomien nach einem einheitlichen Prinzip erklärt werden können. Ingmar Werneburg hat zu dieser Thematik über viele Jahre Befunde aus der Embryologie, Paläontologie und Funktionsmorphologie zusammengetragen. Auf dieser Basis griff er funktionsmorphologische Ideen des ehemaligen Tübinger und Bochumer Anatomen <a href="https://zenodo.org/records/12746283" target="_blank" rel="noreferrer">Holger Preuschoft</a> auf. Zusammen mit ihm entwickelte er einen neuen, rein funktionell begründeten Rahmen, um die Bildung der unterschiedlichen Fensterungen zu erklären. Er verspricht, von genereller Bedeutung für das Verständnis von Schädel- und Skelettbau zu sein.“</p><p>Die Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg wurde am 26. August 1844 als „Verein für vaterländische Naturkunde in Württemberg“ in Stuttgart gegründet. Maßgeblich beteiligt an der Gründung war auch der Tübinger Zoologe Wilhelm von Rapp (1794–1868). Erster Präsident war bis 1854 Wilhelm von Urach, Graf von Württemberg (1810–1869). Seit 1845 sind nunmehr 180 Jahreshefte der Gesellschaft erschienen, die über regionale, aber auch internationale Forschungsthemen aus der Naturkunde berichten.</p><p>Ingmar Werneburg ist Mitglied der hiesigen Regionalgruppe der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg. Seit dem 19. Jahrhundert entstanden vier regionale sogenannte Vereinszweige: Tübingen ist seit 1891 als damaliger königlicher Verwaltungssitz des „Schwarzwald-Kreises“ Sitz des Schwarzwälder Vereinszweiges, der ursprünglich 1874 in Nagold gegründet wurde. Dessen Vorsitz hatte hier zunächst der Paläontologe Wilhelm Branco (1844–1928), der Nachfolger des berühmten Geologen Friedrich August Quenstedt (1809–1889), inne. Späterer langjähriger Vorsitzender war auch der Tübinger Geologe <a href="https://uni-tuebingen.de/universitaet/aktuelles-und-publikationen/newsletter-uni-tuebingen-aktuell/2022/4/leute/7/" target="_blank">Frank Westphal</a> (1930–2022), der über Jahrzehnte hinweg die jährlich traditionell immer am 1. Advent stattfindende „Thomas-Tagung“ im ehemaligen Geologisch-Paläontologischen Institut und Museum der Universität an der Sigwartstraße, in der heutigen Paläontologischen Sammlung, leitete.</p><p class="align-right"><i>Matthias Flegr</i><br>Fachbereich Geowissenschaften der Universität Tübingen &amp; Vorsitzender des Schwarzwälder Vereinszweigs der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg e.V.</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-111267</guid><pubDate>Mon, 14 Oct 2024 13:17:16 +0200</pubDate><title>Arbeitsstelle „Sprache in Südwestdeutschland“: Verabschiedung von Professor Hubert Klausmann</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=111267&amp;cHash=886508b499e35b59c1178a4f8ec35140</link><description>Zukunft der Arbeitsstelle ist gesichert: Dr. Valeska Flor und Dr. des. Julia Braun übernehmen Leitung</description><content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen eines Festakts in der Neuen Aula wurde kürzlich Prof. Dr. Hubert Klausmann, der langjährige Leiter der Tübinger Arbeitsstelle „Sprache in Südwestdeutschland“ des Ludwig-Uhland-Instituts für Empirische Kulturwissenschaft verabschiedet. Im Beisein von Ministerpräsident Winfried Kretschmann wurde zudem die Wiedereröffnung der Arbeitsstelle gefeiert. Anlässlich der Feierlichkeiten im Großen Senat sagte der Ministerpräsident: „Unsere Sprache ist so vielfältig wie das Leben, und genau so soll es bleiben. Prof. Dr. Hubert Klausmann hat sich unermüdlich dafür eingesetzt, das Bewusstsein für diese sprachliche Vielfalt zu schärfen. Seine jahrzehntelange Arbeit hat die Erforschung und Dokumentation der Dialekte im Südwesten entscheidend geprägt. Mit seinem Ausscheiden verliert die Dialektforschung einen herausragenden Wissenschaftler. Ich bin mir aber sicher: Die "Arbeitsstelle Sprache in Südwestdeutschland‘ und das Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft werden seinen Weg fortsetzen.“</p><p>Die Zukunft der Arbeitsstelle konnte durch zwei feste Stelle gesichert werden – fortan werden Dr. Valeska Flor und Dr. des. Julia Braun die Geschicke der Einrichtung mit kulturwissenschaftlicher und linguistischer Expertise lenken.</p><p class="align-right">Margret Findeisen</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-109809</guid><pubDate>Thu, 15 Aug 2024 15:22:32 +0200</pubDate><title>Kira Rehfeld erhält den Preis für mutige Wissenschaft</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=109809&amp;cHash=c7488580c2ef2ce5ec70eee0ddd4e534</link><description>Auszeichnung für die herausfordernde Zusammenführung verschiedener Forschungsfelder und Herangehensweisen in der Klimaforschung</description><content:encoded><![CDATA[<p>Professorin Kira Rehfeld aus dem Fachbereich Geowissenschaften der Universität Tübingen wird mit dem diesjährigen Preis für mutige Wissenschaft ausgezeichnet für ihre interdisziplinären Forschungsarbeiten in der Paläoklimarekonstruktion und der numerischen Klimasimulation. Diese Forschungsfelder werden in der Praxis häufig von getrennt operierenden wissenschaftlichen Gemeinschaften bearbeitet. Mit ihrer Strategie, die Gebiete auch gegen Widerstände zusammenzubringen, sei Kira Rehfeld ein großes Risiko für ihre eigene Karriere eingegangen, urteilte die Jury. Der Preis für mutige Wissenschaft wird vom baden-württembergischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Kooperation mit der Heidelberger Akademie der Wissenschaften vergeben und ist mit 30.000 Euro dotiert.</p><p>Der Preis für mutige Wissenschaft an Kira Rehfeld wie auch die Landesforschungspreise an Professorin Christiane Werner von der Universität Freiburg und Professorin Lena Maier-Hein vom DKFZ Heidelberg werden am 22. Oktober 2024 im Weißen Saal im Neuen Schloss in Stuttgart von der baden-württembergischen Wissenschaftsministerin Petra Olschowski verliehen.</p><p><strong>Die Preisträgerin</strong><br> Kira Rehfeld studierte Informatik, Medizinische Physik und Physik und promovierte 2013 an der Humboldt-Universität zu Berlin zu raum-zeitlichen Mustern im Klimasystem. Nach Postdoc-Stationen in Potsdam und Cambridge leitete sie eine Emmy Noether-Gruppe zur Erforschung von Klimavariabilität. Seit 2021 hat sie die Professur für Klimatologie an der Universität Tübingen inne. Mit ihrem Forschungsteam untersucht sie Paläo-Umweltrekonstruktionen, die Fähigkeiten von Klimamodellen zur Simulation von Klimavariabilität und Möglichkeiten, der Atmosphäre Kohlendioxid zu entziehen.</p><p>Zwischen den hier berührten Forschungsfeldern der experimentellen Paläoklimarekonstruktion einerseits und der numerischen Klimasimulation andererseits bestehen bis heute Spannungen und Verständnisschwierigkeiten. Auch gibt es Vorbehalte gegenüber der Arbeitsweise des jeweilig anderen Forschungsgebiets. Kira Rehfeld sei es gelungen, sich in beiden Gebieten durch wichtige Forschungsbeiträge einen ausgezeichneten Namen zu machen, so die Jury. Ihr hohes Ansehen und ihre gute Vernetzung zeigten sich auch in ihrer Mitgliedschaft in wichtigen Konsortien und internationalen Arbeitsgruppen der Paläoklimaforschung: 2021 erhielt Rehfeld den Manfred-Fuchs-Preis der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Im gleichen Jahr wurde sie auf eine ordentliche Professur für Klimatologie und Biosphärenforschung an die Universität Tübingen berufen. Rehfelds interdisziplinäre Forschung bilde eine wichtige Brücke zwischen verschiedenen Wissenschaftskulturen. Die Paläoklimaforschung ist in der Regel in den Geowissenschaften angesiedelt, während die Klimamodellierung zumeist von Physikern und Meteorologen betrieben wird. Rehfeld gehe kreative Wege, um Klimamodelle zu prüfen und naturwissenschaftlich begründete Lösungen für den Klimaschutz zu erarbeiten.</p><p><strong>Der Preis</strong><br> Mit dem Preis für mutige Wissenschaft unterstützt das Land Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die Mut im Denken und Handeln beweisen, unkonventionelle Ansätze verfolgen oder auf Umwegen herausragende Forschungsleistungen erbracht haben. Der mit 30.000 Euro verbundene Preis wird seit 2016 vergeben. Das Land will ein Signal dafür setzen, wie sehr innovative Wissenschaft davon lebt, dass Forscherinnen und Forscher auch Rückschläge oder Scheitern in Kauf nehmen – und wie wichtig die Bereitschaft zum Risiko ist. Der Preis wird in einer Kooperation des baden-württembergischen Wissenschaftsministeriums mit der Heidelberger Akademie der Wissenschaften (Landesakademie von Baden-Württemberg) vergeben.</p><p class="align-right">Nach einer Pressemitteilung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg – Janna Eberhardt/Hochschulkommunikation</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-109548</guid><pubDate>Thu, 01 Aug 2024 11:15:00 +0200</pubDate><title>Tübinger Alumna mit KlarText-Preis für Wissenschaftskommunikation ausgezeichnet</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=109548&amp;cHash=942f01059bbb373aed801e51a57c0c4b</link><description>Klaus-Tschira-Stiftung ehrt Biochemikerin Anna-Lena Keller für allgemeinverständliche Darstellung ihrer Doktorarbeit</description><content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Anna-Lena Keller, Alumna der Universität in der Biochemie, erhält den diesjährigen KlarText-Preis für Wissenschaftskommunikation der Klaus-Tschira-Stiftung. Die Auszeichnung würdigt die allgemeinverständliche Darstellung der eigenen Doktorarbeit in einem Artikel oder einer Infografik. Keller ist eine von insgesamt sieben Preisträgerinnen und Preisträgern, deren Beiträge aus 175 Einsendungen ausgewählt wurden. Alle Prämierten erhalten ein Preisgeld von 7.500 Euro.</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-109242</guid><pubDate>Tue, 23 Jul 2024 13:17:00 +0200</pubDate><title>Bernd Rendel-Preis für frühe Erfolge in den Geowissenschaften</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=109242&amp;cHash=4517c9fbaba4d989175f8dbfcec72481</link><description>DFG zeichnet Tabea Rettelbach und Panagiotis Kampouridis im September in Dresden aus</description><content:encoded><![CDATA[<p>Für ihre vielversprechende und originelle geowissenschaftliche Forschung vor ihrer Promotion erhalten die Doktorandin Tabea Rettelbach vom Alfred-Wegener-Institut in Potsdam und der Doktorand Panagiotis Kampouridis von der Universität Tübingen den diesjährigen Bernd Rendel-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Sie wurden von einer Jury aus Mitgliedern der geowissenschaftlichen DFG-Fachkollegien ausgewählt.</p><p>Die Ausgezeichneten erhalten je 3000 Euro aus der Bernd Rendel-Stiftung, verwaltet vom Stif-terverband für die Deutsche Wissenschaft. Das Preisgeld soll ihnen unter anderem die Teilnahme an internationalen Kongressen und Tagungen ermöglichen. Verliehen wird der Preis während der Jahrestagung der Deutschen Geologischen Gesellschaft – Geologische Vereinigung (DGGV) vom 23. bis 26. September in Dresden.</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-109149</guid><pubDate>Thu, 18 Jul 2024 15:32:14 +0200</pubDate><title>Andreas Geiger receives Sage’s 10-Year Impact Award</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=109149&amp;cHash=3513d113f36c3f40d26752ba42bda253</link><description>Publication on KITTI dataset one of the three most cited articles published in Sage journals over the past decade</description><content:encoded><![CDATA[<p>The publishing group Sage has presented its annual 10-Year Impact Awards, recognizing the authors of three academic papers with a deep and lasting impact. This year’s awards honor the most cited articles published in Sage journals in 2013. The winning papers received more citations over the past decade than any other study published during that year. Along with two other winning articles, Andreas Geiger was recognized for his article <a href="https://www.cvlibs.net/publications/Geiger2013IJRR.pdf" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">“Vision meets robotics: The KITTI dataset” </a>(Andreas Geiger, Philip Lenz, Christoph Stiller, and Raquel Urtasun in The International Journal of Robotics Research). He is <a href="https://uni-tuebingen.de/en/fakultaeten/mathematisch-naturwissenschaftliche-fakultaet/fachbereiche/informatik/lehrstuehle/autonomous-vision/home/" target="_blank" class="external-link">Professor for Computer Science at the University of Tübingen</a>, member of the <a href="https://uni-tuebingen.de/en/research/core-research/cluster-of-excellence-machine-learning/home/" target="_blank" class="external-link">Cluster of Excellence “Machine Learning: New Perspectives for Science”</a>, and a member of the Core Faculty at the <a href="https://tuebingen.ai/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Tübingen AI Center</a>. The scientist has already received awards for the KITTI dataset: In October 2021, he and his team won the <a href="https://cyber-valley.de/en/news/andreas-geiger-honored-with-everingham-prize" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">PAMI Everingham Prize</a> at the ICCV conference, and in June 2022, he received the <a href="https://cyber-valley.de/de/news/andreas-geiger-wins-longuet-higgins-prize" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Longuet Higgins Prize</a> at the ICPV conference.</p><p><strong>Advancing self-driving technology through collaboration and open access</strong><br> The KITTI dataset was the first large dataset and evaluation benchmark for independently testing perception algorithms for self-driving cars. It led to significant improvements in various perception tasks such as 3D reconstruction, object recognition, and vehicle localization. “These improvements were achieved for two reasons”, Andreas Geiger explains: “First, self-driving has been popularized as a task in the computer vision community and many people started working on this problem. In fact, we now have over 70,000 registered accounts on our server. Second, through fair benchmarking, the state-of-the-art could always be determined, leading to much faster progress than was possible before. In addition, the move to open access and open source in our community of course helped with this acceleration.”</p><p><strong>Bridging academic research and industrial progress in autonomous vehicles</strong><br> Today, KITTI is recognized as the seminal dataset and benchmark in computer vision for self-driving, and many other datasets and benchmarks have followed.&nbsp;“Although self-driving systems are not yet fully mature”, Andreas Geiger adds, “KITTI has been a huge accelerator, improving accuracy by more than tenfold for some tasks, and popularizing self-driving research in computer vision and robotics. We have also seen that many industrial efforts are built on research results from the community. Therefore, I believe that KITTI had a significant impact on both academic research and industrial progress in self-driving.” &nbsp;<br> &nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-108963</guid><pubDate>Fri, 12 Jul 2024 11:18:20 +0200</pubDate><title>Sprachentwicklung verstehen mit KI-gestützten Methoden</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=108963&amp;cHash=3e03accef4de9fe726055cbfacf31ad1</link><description>Förderung für „Pioniervorhaben“ von Linguist Gerhard Jäger</description><content:encoded><![CDATA[<p>Professor Dr. Gerhard Jäger vom Institut für Sprachwissenschaft der Universität Tübingen erhält eine Förderung in der Initiative „Pioniervorhaben – Explorationen des unbekannten Unbekannten“ der Volkswagenstiftung. Jäger will eine KI-gestützte Methode entwickeln, um die Entwicklung der menschlichen Sprachen anhand gesprochener Sprachdaten zu untersuchen. Der Linguist verspricht sich davon tiefere Einblicke in die Sprachgeschichte, die auch neue Perspektiven auf das menschliche Kulturerbe eröffnen könnten. Das Projekt mit dem Titel „Phylomilia“ wird mit 550.000 Euro über drei Jahre gefördert. Mit dem „Pioniervorhaben“-Programm unterstützt die Volkswagenstiftung bahnbrechende und riskante Forschungsideen, die auf große wissenschaftliche Durchbrüche abzielen – auch mit der Option, das gesetzte Ziel zu verfehlen.</p><p>Der Projekttitel „Phylomilia“ leitet sich vom Fachbegriff „Phylogenie“ für einen evolutionären Stammbaum und dem griechischen Wort für Rede, „Omilia“, ab. Normalerweise ist die vergleichende Linguistik auf schriftliche Daten angewiesen, die von Hand transkribiert und kommentiert werden. Gerhard Jäger will diesen Schritt mit seinem Projekt umgehen und <span lang="en" dir="ltr">Deep-Learning</span>-Techniken einsetzen, um akustische Sprachdaten direkt zu analysieren. Dazu wird er mit seinem Team KI-gestützte Technologien entwickeln, die gesprochene Sprache erkennen und in ein Format umwandeln können, das sich maschinell auswerten lässt. Eine statistische Analyse soll es dann ermöglichen, die die Abstammung von Sprachen zurückzuverfolgen und frühere Sprachstufen zu rekonstruieren. Die Konzentration auf gesprochene Sprache bietet den Vorteil, dass sie auch Nuancen und Details erfasst, die in der schriftlichen Aufzeichnung verloren gehen. Langfristiges Ziel des Phylomilia-Projektes ist die Entwicklung eines automatisierten Systems, das in der Lage ist, Merkmale gesprochener Sprache zu identifizieren und zu interpretieren, die über lange Zeiträume hinweg konsistent bleiben. Damit kann das Projekt neues Licht auf die Entwicklung und Interaktion von Sprachen werfen.</p><h3>Weitere Informationen</h3><ul class="ut-list ut-list--link-list"><li><a href="/zh/fakultaeten/philosophische-fakultaet/fachbereiche/neuphilologie/seminar-fuer-sprachwissenschaft/arbeitsbereiche/allg-sprachwissenschaft/mitarbeitende/prof-dr-gerhard-jaeger/" class="internal-link">Webseite von Gerhard Jäger</a></li><li><a href="https://www.volkswagenstiftung.de/de/foerderung/foerderangebot/pioniervorhaben-explorationen-des-unbekannten-unbekannten" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Förderprogramm der Volkswagenstiftung</a></li></ul>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-108450</guid><pubDate>Thu, 27 Jun 2024 10:33:43 +0200</pubDate><title>Was haben Barocklieder mit unserer heutigen Kultur zu tun?</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=108450&amp;cHash=10728b953ce94b4ea190c738f6bdfb92</link><description>Interview mit PD Dr. Astrid Dröse, Deutsches Seminar der Universität Tübingen, Stipendiatin der Daimler und Benz Stiftung</description><content:encoded><![CDATA[<p>Das 17. Jahrhundert war eine Epoche des Liedes. Auf bürgerlichen Festen, in der höfischen Kultur, im religiösen und studentischen Leben – überall wurde gesungen. Das Barocklied prägte die Alltagswelt der Menschen sämtlicher Schichten. Doch was bedeutet das für unser Leben heute? „Das deutsche Barocklied im europäischen Kontext“ lautet das Forschungsgebiet der Literaturwissenschaftlerin PD Dr. Astrid Dröse vom Deutschen Seminar der Universität Tübingen. Ihr Projekt wird im Rahmen des Stipendienprogramms für Postdoktoranden und Juniorprofessoren der Daimler und Benz Stiftung seit 2022 mit einer Summe von 40.000 Euro gefördert.</p><p><em>Stiftung</em>: Frau Dr. Dröse, wie sind Sie auf die Idee gekommen, das deutsche Barocklied zu erforschen? Das ist ja ein nicht ganz naheliegendes Thema.</p><p><em>Dröse:</em> Neben der Literatur habe ich mich schon immer für Musikinteressiert, viele Jahre lang habe ich auch Saxophon in einer Big Band gespielt. Ich wollte ganz konkret die Vorgeschichte unserer modernen Kultur erforschen: Wie haben Menschen anderer Epochen ihre Feste gefeiert, wie haben sie musiziert und welche Lieder haben sie gesungen?</p><p><em>Stiftung:</em> Wie sind Sie dann im 17. Jahrhundert gelandet?</p><p><em>Dröse:</em> Es gibt noch viele unerforschte Quellen zur Kulturgeschichte des Alltags in der Frühen Neuzeit. Wir wissen mittlerweile aber, dass das 17. Jahrhundert eine sehr liederfreudige Epoche war – es ist eine besonders spannende Phase. Ich konnte die Gesangskultur dieser Zeit rekonstruieren und zeigen, dass die Menschen damals sogar Texte, die ohne Musik abgedruckt sind, tatsächlich gesungen haben. Sie brauchten keine Noten, weil sie die Melodien zu Liedern im Kopf hatten, die in ganz Europa verbreitet waren.</p><p><em>Stiftung</em>: Warum gab es in der Barockzeit so einen Liederboom?</p><p><em>Dröse:</em> Das geht vor allem auf den sogenannten Vater der deutschen Dichtung zurück: Martin Opitz (1597–1639). In seinem rund 40-seitigen „Buch von der Deutschen Poeterey“ aus dem Jahr 1624 hat er den Wert der Poesie dargelegt und das Deutsche als eine für die Dichtkunst geeignete Sprache identifiziert. Er stellte metrische und sprachliche Regeln für das Deutsche auf und illustrierte diese mit Beispielen. Sein Ziel war es, das Niveau der deutschen Sprache zu steigern – in der Literatur überhaupt und auch in Liedtexten. Natürlich gab es auch vor Opitz eine lebendige Liedkultur, aber durch seine Reform wurden die Texte einfach noch besser.</p><p><em>Stiftung:</em> Um welche Lieder ging es damals?</p><p><em>Dröse:</em> Was die Vokalmusik betrifft, war Italien in der ganzen Frühen Neuzeit prägend. Hier wurde ja auch die Oper entwickelt. Daneben spielte Frankreich, das damals die Hochkultur von Versailles erlebte, eine wichtige Rolle. Das betuchte Bürgertum im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation war neben den Waren aus dem europäischen Ausland auch an dessen Kunst- und Musikschätzen interessiert. Opitz und seine Mitstreiter sorgten quasi für den Kulturtransfer ins Deutsche.&nbsp;<br> Stiftung: Wie muss man sich das vorstellen?</p><p><em>Dröse:</em> Opitz hat unter anderem Opernlibretti und Liedtexte mit viel Sorgfalt ins Deutsche übersetzt; auch mit dem berühmten Komponisten Heinrich Schütz (1585–1672) hat er eng zusammengearbeitet. Opitz’ Ideen und Arbeiten wurden in kurzer Zeit ein Riesenerfolg, sodass andere seinem Beispiel folgten. Der Weg zur Klassik bis hin zu Goethe und Schiller wäre ohne ihn nicht denkbar. Anders gesagt: Die neue deutsche Literatur beginnt mit Opitz.</p><p><em>Stiftung:</em> Wer trug damals zu seinem Erfolg bei?</p><p><em>Dröse:</em> Die deutschen Dichter feierten Opitz in Anlehnung an Martin Luther über ein Jahrhundert lang als den „Reformator der Dichtung“ – insbesondere im protestantischen Raum. Diese Reform hat sich sofort auf die Liedkultur ausgewirkt. Mittlerweile habe ich rund 80 Bücher ausgewertet, die nach seiner Zeit entstanden sind. Sie beginnen meist mit großer Verehrung und Lobgesängen auf den „Vater der deutschen Literatur“.</p><p><em>Stiftung:</em> Hatte Opitz nun größeren Einfluss auf die Sprache oder die Musik?</p><p><em>Dröse:</em> Auf beides, denn das hing zusammen. Die modernen Komponisten seiner Zeit waren auf der Suche nach deutschen Texten hoher Qualität. Sie stürzten sich regelrecht auf die neuen Dichtungen. Die Liederbücher, beispielsweise die „Arien“ des Königsberger Musikers Heinrich Albert (1604–1651), trugen so wesentlich zur Verbreitung der Reform bei. Opitz war andersherum ein sehr musikalischer Dichter, der mit Melodien im Ohr dichtete. Zugleich war er ein geistreicher Wortschöpfer und motivierte auch seine Zeitgenossen dazu, kreativ mit der deutschen Sprache umzugehen. Es kam ihm auf den Wert der Muttersprache an und damit auch auf die Reinigung von überflüssigen Fremdwörtern. Die Begriffe „Anschrift“ für Adresse oder „Leidenschaft“ für Passion, die der Barockdichter Philipp von Zesen (1619-1689) in der Folge vorschlug, verwenden wir noch heute. Ausdrücke wie „Gesichtserker“ für die Nase oder „Zeugemutter“ für Natur haben sich dagegen nicht durchgesetzt.</p><p><em>Stiftung:</em> Werfen wir einen Blick auf heute. Weshalb lohnt die Beschäftigung mit dem Barock?</p><p><em>Dröse:</em> Meine Forschung bietet die Chance, in eine andere Welt einzutauchen und historisch zu erkunden, was unser heutiges kulturelles Leben prägt. In den damaligen Liedern spiegeln sich Haltungen zu Geschlechterverhältnissen, Esoterik und Magie, Krieg und Frieden, Liebe und Tod. Manches ist uns vertraut, aber vieles ist uns auch völlig fremd. Dazu kommt, dass wir heute in einer Zeit leben, in der Musik vor allem passiv konsumiert wird; manche Schulen wollen den Musikunterricht sogar weiter reduzieren. Dabei wissen wir aus neurologischen Studien, dass Singen auf Kinder und Demenzkranke heilsam wirken kann: Es schafft soziale Interaktion und aktiviert die Spracherinnerung über das emotionale Gedächtnis. Bis weit ins 19. Jahrhundert hat Singen über Generationen hinweg Gemeinschaft gestiftet sowie der Meditation, dem Erinnern, der Unterhaltung und der Geselligkeit gedient. Ein Wiederentdecken lohnt sich!</p><p><em>Stiftung:</em> Ihr Forschungsgebiet selbst bewegt sich ja zwischen Musik-, Literaturwissenschaft und Geschichte. Wollen Sie es noch weiter öffnen?</p><p><em>Dröse:</em> Gerne möchte ich es künftig auch mit Erziehungswissenschaften, Neurologie und Psychologie verbinden. Das Stipendium hat meine Arbeit gerade im interdisziplinären Sinn bereits stark vorangebracht. Ich konnte nicht nur historische Archive und Bibliotheken aufsuchen, sondern bereits erste Workshops mit Wissenschaftlern anderer Fachrichtungen abhalten und sie für meine Forschung interessieren – zum Beispiel auf einer Veranstaltung über die Liedkultur im Ostseeraum.&nbsp;</p><p><em>Stiftung:</em> Im historischen Pfleghofsaal in Tübingen haben Sie kürzlich das Konzert „Klingender Opitz – Musik einer Wendezeit“ veranstaltet und dabei das 400. Jubiläum des „Buchs von der deutschen Poeterey“ gewürdigt.</p><p><em>Dröse: </em>So eine Chance hat man ganz selten. Dank der Fördergelder der Stiftung bot sich die einzigartige Gelegenheit, den Sound des Barocks zum Leben zu erwecken, sodass man ein klangliches Bild jener Zeit erhält. Durch das Konzert konnten wir verborgene Schätze der deutschen Barockliedkunst heben.</p><p><em>Stiftung:</em> Sie verbinden Epochen, Genres, Wissenschaften, Menschen...</p><p><em>Dröse:</em> Und das möchte ich auch weiterhin tun! In der Forschung gilt das 18. Jahrhundert als eine Zeit ohne Lieder – ein Urteil, das wahrscheinlich zu revidieren ist. Denn auch Goethes Lyrik ist als Folge der Frühen Neuzeit wohl stärker von Musik beeinflusst, als man gemeinhin denkt.</p><p class="align-right"><em>Presseinformation der Daimler-und-Benz-Stiftung</em></p><p><strong>Weitere Informationen:</strong></p><p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=iTaMgz54D2k" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Musikbeispiele&nbsp;</a></p><p><a href="https://uni-tuebingen.de/de/33608" target="_blank" class="external-link">Webauftritt von Astrid Dröse</a>&nbsp;</p><p><a href="https://www.daimler-benz-stiftung.de/cms/de/foerdern/stipendienprogramm/stipendienprogramm.html" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Stipendienprogramm der Daimler-und-Benz-Stiftung</a>&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-107793</guid><pubDate>Fri, 07 Jun 2024 09:18:29 +0200</pubDate><title>Zum Tod von Professor Dr. Dr. h.c. mult. Jürgen Moltmann</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=107793&amp;cHash=41e534cfc0bc3978c57723a00d667a4a</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Am 3. Juni 2024 ist der evangelische Theologe Jürgen Moltmann im Alter von 98 Jahren in Tübingen verstorben. Mit ihm verliert die Evangelische Theologie einen weltweit bekannten und überaus renommierten Theologen, der die Theologie des 20. und 21. Jahrhunderts international, weit über die Grenzen Deutschlands und Europas hinaus, maßgeblich geprägt hat. Die Evangelisch-Theologische Fakultät der Universität Tübingen trauert um einen hochgeschätzten Kollegen, der von 1967 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1994 als Ordinarius für Systematische Theologie und Sozialethik in Tübingen gelehrt und bis zuletzt, noch Jahrzehnte über seine Emeritierung hinaus, theologisch gewirkt hat. Jürgen Moltmann hat wesentlich zum nationalen und internationalen Ansehen nicht nur der Fakultät, sondern der Universität Tübingen insgesamt beigetragen.</p><p>Jürgen Moltmann wurde am 8. April 1926 in Hamburg geboren. Aufgewachsen in einem kirchenfernen Elternhaus, hatte er zunächst wenig Kontakt zum Christentum. Geprägt wurde er von den Ereignissen des Zweiten Weltkriegs, nachdem er im Jahr 1943 als 17-jähriger Flakhelfer zur Wehrmacht eingezogen worden war. Angesichts des im Bombenhagel brennenden Hamburgs drängte sich ihm die Frage nach Gott auf. In britischer Gefangenschaft wurde er mit dem Ausmaß der nationalsozialistischen Verbrechen konfrontiert. Unter diesen Vorzeichen begann Moltmann seine theologischen Studien. Die deutschen Gräueltaten ließen ihn die klassische Bildungsliteratur, die er im Gepäck hatte, Nietzsche, Goethe und Lessing, als wertlos erachten. Einzig die Psalmen, insbesondere Psalm 39, befeuerten seinen Lebensmut und wurden für die Entwicklung seines späteren theologischen Denkens entscheidend.</p><p>An der Universität Göttingen setzte er die in der Kriegsgefangenschaft aufgenommenen theologischen Studien fort. Hier verfasste er eine Dissertation über den Franzosen Moyse Amyraut (1952) und seine Habilitationsschrift über den Bremer Christoph Pezel (1957), beides reformierte Theologen. Noch im Jahr seiner Habilitation erhielt er einen Ruf an die Kirchliche Hochschule Wuppertal und entwickelte nun, ganz im reformierten Geiste, eine Theologie im Spannungsfeld zwischen Glauben und Leben. So entstand 1964 das Werk, mit dem er wie mit einem Paukenschlag die deutsche Theologie und darüber hinaus die ganze theologische Welt aufrüttelte. Die „Theologie der Hoffnung“ – nicht von ungefähr sind hier Anklänge an Ernst Blochs „Prinzip Hoffnung“ zu entdecken – bedeutete einen Neuaufbruch in der deutschen Theologie, der nach Ausschwitz zu neuer, christlich begründeter Zuversicht anstiften wollte. Dieses Werk, das ihn rasch weit über die Grenzen Deutschlands bekannt machte, führte dazu, dass er zunächst an den deutschen theologischen Fakultäten, dann aber auch international umworben wurde. 1963 erhielt er einen Ruf nach Bonn, 1967 zeitgleich mit dem Ruf nach Tübingen einen Ruf an die Universität Göttingen. Nicht nur die Universität Tübingen, sondern auch die politische Spitze des Landes Baden-Württemberg bemühten sich darum, den neuen Star am Theologenhimmel zu gewinnen, wie es der Briefwechsel des damaligen Dekans Werner Jetter mit dem Kultusminister zeigt: „Sicherem Vernehmen nach wartet auf Herrn Professor Moltmann eine weitere Berufung nach Göttingen. Für unsere Fakultät wäre dies ein großer Schade.“ Wie sehr, das konnten selbst Werner Jetter und der Vorgänger auf dem Lehrstuhl Moltmanns, Hermann Diem, nicht ahnen. Dass Moltmann den Ruf annahm und von 1967 bis zu seiner Emeritierung 1994 Tübingen trotz vieler weiterer Rufe die Treue hielt, war für die Tübinger Fakultät und die Universität ein großer Gewinn. Dass die Fakultät seine Wirksamkeit noch weitere 27 Jahre lang erfahren durfte, sowohl in der Forschung als auch in der Nachwuchsförderung, die zur Betreuung einer kaum überschaubaren Zahl von Dissertationen weltweit führte, ist ein Superadditum der besonderen Art.</p><p>Moltmanns „Theologie der Hoffnung“ wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und hat Theologen international beeinflusst: in West- und Osteuropa, den USA, Mittel- und Südamerika sowie Afrika und Asien. Von der überragenden Bedeutung, die der Theologie Moltmanns zugeschrieben wurde, zeugen 20 ihm verliehene Ehrendoktorwürden, unter anderem 2018 von der koreanischen Hanshin University und der Norwegian School of Theology in Oslo. Diese Auszeichnungen unterstreichen verschiedene Aspekte seines theologischen Denkens: So werden zum einen die theologischen Neuaufbrüche gewürdigt, die von der eschatologischen Theologie der Hoffnung ausgehen und die auf das theologische Gesamtwerk ausstrahlen, nämlich auf die Kreuzestheologie im Werk „Der gekreuzigte Gott“ von 1972, auf die Ekklesiologie und Pneumatologie in der „Kirche in der Kraft des Geistes“ von 1975, auf die fünf Bände seiner systematischen Beiträge zur Theologie 1985—1995, die das Feld der Dogmatik als Theologie der Hoffnung neu justieren, auf die „Ethik der Hoffnung“ von 2010 und auf das späte Werk „Hoffen und Denken“ von 2016. Ebenso gewürdigt werden Verdienste um die Rezeption und Weiterentwicklung der Befreiungstheologie sowie die damit verbundenen Engagements für soziale und ökologische Gerechtigkeit, für Menschenrechte und Menschenwürde. Auch die Feministische Theologie, an die ihn seine 2016 verstorbene und schmerzlich vermisste Ehefrau Elisabeth Moltmann-Wendel, eine Theologin eigenen Rechts und eigenen Zuschnitts, heranführte, hatte in Moltmann einen Fürsprecher.</p><p>Hervorhebenswert sind neben den vielen Ehrendoktorwürden und darüber hinaus vor allem der Elba Preis für Literatur, der Moltmann 1971 für seine „Theologie der Hoffnung“ als drittem Deutschen neben Heinrich Böll und Alexander Kluge verliehen wurde, die prestigeträchtigen Gifford Lectures 1984/85 und der hoch dotierte Grawemeyer Award in Religion aus dem Jahr 2000, der ihm für sein Lebenswerk und seine nachhaltige Wirkung auf die Theologie verliehen wurde, darüber hinaus die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg und die Brenz-Medaille der württembergischen Landeskirche, die den gebürtigen Hanseaten mit der höchsten Ehrung auszeichnete.</p><p>Die Aktualität der Theologie Moltmanns, deren Kritik sich gegen ungerechte Lebensverhältnisse auf der Welt richtet, ist bis heute ungebrochen. Angesichts der gegenwärtigen Bedrohungen von Frieden, Demokratie, Natur und Umwelt dürfte sie künftig sogar noch zunehmen. Heute wie damals sind Verzagtheit und Trägheit eine Gefährdung nicht nur der Moral, sondern auch des Glaubens. Für Moltmann – das ist das Entscheidende – gehören Glauben und Handeln stets zusammen. Es geht um das „leidenschaftliche Leben“, gegen die „Resignation“. In diesem Sinne kann die Hoffnung, von der der christliche Glaube spricht, Zuversicht und Freude verbreiten. Das verstand Jürgen Moltmann als seine Aufgabe ein Leben lang, akademisch unter den Studierenden, kirchlich in den Gemeinden, politisch in der Gesellschaft im Ganzen. Die Hoffnung des Glaubens ist durch Zuversicht für dieses Leben bestimmt, doch sie speist sich aus dem Jenseitigen: aus Gott. Hoffnung ist keine Utopie, sie ist nicht ortlos, sie ist aber auch kein Prinzip, sondern sie wird, aus dem Eschaton kommend, je und je wirklich. Gegründet im Eschaton gewinnt solche Hoffnung ihre unzerstörbare Kraft gegen die desparate Mutlosigkeit der Welt. „Das Leben“, so äußerte Moltmann, „ist im Jenseits wohl genauso bunt wie hier, aber nicht so blutig.“</p><p>Der Hoffnung ist geschuldet, dass Jürgen Moltmann, ohne die Theologie zu politisieren, bis zuletzt die politische Lage kommentierte, seinen Widerstand gegen das Entstehen neuer Nationalismen artikulierte und sich für die Idee Europas einsetzte. Moltmann zog die Theologie ins Leben und konnte sie dennoch auf der Höhe halten. Wie Theologie und Politik, so gehörten für ihn auch Theologie und Kirche zusammen. Davon legen nicht zuletzt sein Pastorat in Wasserhorst/Bremen und die Arbeit als Studierendenpfarrer in den 1950er Jahren, seine 20jährige Mitgliedschaft in der Kommission für Glaube und Kirchenverfassung von 1963 bis 1983 sowie sein langjähriges Engagement in der Christlichen Friedenskonferenz (CFK) Zeugnis ab. Dass er manchen Frommen als zu links galt, ist diesem Engagement geschuldet, das die eschatologische Hoffnung ihm abverlangte: eine eschatologische Hoffnung, die es nicht duldet, die Hände in den Schoß zu legen und den Glauben in einem weltfreien Sonderraum zu pflegen. Auch in ökumenischer Hinsicht war Moltmann stets gesprächsfähig.Mit seinen katholischen Kollegen aus Tübingen und Münster, insbesondere Hans Küng und Johan Baptist Metz, pflegte er persönliche Freundschaft.</p><p>Zu Recht zählt Jürgen Moltmann mit Karl Barth, Dietrich Bonhoeffer und Paul Tillich zu den international bedeutendsten und bekanntesten deutschen Theologen. Die Evangelisch-Theologische Fakultät der Universität Tübingen ist dankbar dafür, dass Jürgen Moltmann als Theologe an ihr gewirkt hat, insgesamt 57 Jahre lang. Sein Wirken wird sich fortsetzen, vielfältig durch die Schülerinnen und Schüler hier in Tübingen und an den vielen Orten auf der ganzen Welt, an denen er mit seiner Theologie ein Feuer entzündet hat. In Tübingen werden wir unter anderem mit der Elisabeth und Jürgen Moltmann-Stiftung dieses Erbe fortführen.</p><p>Jürgen Moltmann wird uns fehlen, als Theologe und als Mensch.</p><p class="align-right">Für die Evangelisch-Theologische Fakultät:<br> Prof. Dr. Elisabeth Gräb-Schmidt, Lehrstuhl für Systematische Theologie mit Schwerpunkt Ethik</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-107646</guid><pubDate>Tue, 04 Jun 2024 10:59:48 +0200</pubDate><title>Andreas Nieder Mitglied der Akademie der Wissenschaften Leopoldina</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=107646&amp;cHash=0ba9ae591c582f486e58dec2b361814f</link><description>Tübinger Neurobiologe für seine Forschung gewürdigt</description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Tübinger Neurobiologe Professor Dr. Andreas Nieder ist im April 2024 als <a href="https://uni-tuebingen.de/universitaet/profil/preise-und-auszeichnungen/mitgliedschaften-in-der-leopoldina/" target="_blank" class="external-link">Mitglied der Akademie der Wissenschaften Leopoldina </a>aufgenommen worden. Die Auszeichnung würdigt seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen im Bereich der Neurobiologie.</p><p>Andreas Nieder ist Direktor des Instituts für Neurobiologie an der Universität Tübingen. Am Lehrstuhl für Tierphysiologie erforscht er seit vielen Jahren die neuronalen Grundlagen höherer kognitiver Leistungen wie Zahlenverständnis, Arbeitsgedächtnis, Entscheidungsfindung und Bewusstsein. Durch seinen vergleichend-evolutionären Ansatz in der Neurowissenschaft untersucht er das Verhalten und die Gehirne verschiedener intelligenter Tierarten sowie des Menschen.</p><p>Dieser Ansatz ermöglicht es, sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede in neuronalen Strukturen und Funktionen über evolutionäre Linien hinweg zu identifizieren. Dadurch lassen sich allgemeine physiologische Prinzipien entschlüsseln, die über spezifische Gehirnanatomien hinausgehen.</p><p>Nieders bahnbrechende Arbeit zum Bewusstsein bei Krähenvögeln wurde 2020 von der <em>American Association for the Advancement of Science</em> als einer der „Forschungsdurchbrüche des Jahres“ ausgezeichnet. Er ist zudem Autor des Buches "A Brain for Numbers – the Biology of the Number Instinct" (MIT Press, 2019).<span lang="EN-US"></span></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-107544</guid><pubDate>Wed, 29 May 2024 13:48:35 +0200</pubDate><title>Momentum-Förderung für Linguist Michael Franke</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=107544&amp;cHash=bfd89ba02462cd2847227e7ca83ebd36</link><description>Forschungsprojekt zu Risiken und Chancen von KI-gestützten Sprachmodellen bewilligt</description><content:encoded><![CDATA[<p>Professor Dr. Michael Franke vom Seminar für Sprachwissenschaft der Universität Tübingen erhält eine Momentum-Förderung der Volkswagenstiftung für ein Forschungsprojekt zu KI-gestützten Sprachmodellen. Franke will darin Risiken und Chancen dieser Modelle eruieren und dazu geisteswissenschaftliche Erkenntnisse mit Forschung aus Kognitionswissenschaft und künstlicher Intelligenz verbinden. Für das Projekt mit dem Titel „Understanding of, and Explanations with, Large Language Models“ erhält der Wissenschaftler eine Förderung in Höhe von rund 920.000 Euro über vier Jahre. Die „Momentum-Förderung für Erstberufene“ der Volkswagenstiftung soll Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit geben, ihre Professur strategisch und inhaltlich weiterzuentwickeln.</p><p>Sprachmodelle wie ChatGPT, sogenannte Large Language Models (LLMs), werden rasant weiterentwickelt. Eine abwägende wissenschaftliche Analyse der Auswirkungen dieser Technologien ist dabei kaum möglich, zumal LLMs so komplex sind, dass sich ihre internen Mechanismen und der Output, den sie produzieren, nur unzureichend nachvollziehen lassen. Michael Franke will mit einem interdisziplinären Ansatz dazu beitragen, die Folgen von Anwendungen mit LLMs für die Gesellschaft transparenter zu machen.</p><p>Dazu soll das Profil seiner Professur mit dem bestehenden Schwerpunkt auf Linguistik und Kognitionswissenschaft durch technische und praktische Kompetenz im Bereich des maschinellen Lernens ergänzt werden. Ziel seiner Arbeit ist unter anderem, Studierenden wie auch der Öffentlichkeit Kenntnisse über moderne Sprachtechnologien zu vermitteln und sie so in die Lage zu versetzen, sich eine fundierte Meinung zu Möglichkeiten und Gefahren im Einsatz von LLMs zu bilden.</p><p><strong>Weitere Informationen:</strong></p><p><a href="https://michael-franke.github.io/heimseite/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Webseite von Professor Michael Franke&nbsp;</a></p><p><a href="https://portal.volkswagenstiftung.de/search/projectDetails.do?ref=9D314" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Abstract der Forschungsprojekts&nbsp;</a></p><p><a href="https://www.volkswagenstiftung.de/de/foerderung/foerderangebot/momentum-foerderung-fuer-erstberufene" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Momentum-Förderung der Volkswagenstiftung</a>&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-106790</guid><pubDate>Fri, 10 May 2024 11:58:22 +0200</pubDate><title>Doppelspitze für Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=106790&amp;cHash=bc958f80436be42b992b5f4ff3c842c0</link><description>Taiga Brahm und Dominik Papies als Nachfolge von Ansgar Thiel gewählt</description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät der Universität Tübingen wird ab Herbst unter neuer Leitung stehen: Professorin Dr. Taiga Brahm und Professor Dr. Dominik Papies sind in der Fakultätsratssitzung am Montag, 29. April 2024, als Doppelspitze zur neuen Leitung der Fakultät gewählt worden. Die beiden treten ihr Amt zum 1. September 2024 an, die Amtszeit beträgt fünf Jahre.</p><p>Noch wird die Fakultät von Professor Dr. Ansgar Thiel geleitet. Der Sportwissenschaftler wird jedoch zum 20. Mai 2024 ein neues Amt als Rektor der Deutschen Sporthochschule Köln antreten – sein Ausscheiden hatte die Neuwahl für die Führungsspitze in der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät erforderlich gemacht. In der Übergangszeit bis zum Antritt von Taiga Brahm und Dominik Papies übernimmt der derzeitige Prodekan für Internationales, Professor Dr. Frank Stähler, die Amtsgeschäfte in Stellvertretung.</p><p>Professorin Dr. Taiga Brahm ist Studiendekanin des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaft. Seit Oktober 2016 hat sie eine Professur für Ökonomische Bildung und Wirtschaftsdidaktik an der Universität Tübingen inne. Professor Dr. Dominik Papies ist seit 2012 Professor für Marketing an der Universität Tübingen und war von 2016 bis 2019 auch Fachbereichssprecher der Wirtschaftswissenschaft.</p><p class="align-right"><em>Hochschulkommunikation/Tina Schäfer</em><br> &nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Intern</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-106107</guid><pubDate>Mon, 22 Apr 2024 13:37:01 +0200</pubDate><title>Landesorden für Bildungsforscherin Ulrike Cress</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=106107&amp;cHash=3d211f9039057269d8c4c4eea4756a67</link><description>Ministerpräsident Kretschmann: „Forschungsarbeit elementar für die Wissensgesellschaft“</description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Bildungsforscherin Dr. Ulrike Cress, Professorin im Fachbereich Psychologie der Universität Tübingen und Direktorin des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM) in Tübingen, hat den Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg erhalten. Die Auszeichnung wird für herausragende Verdienste insbesondere im politischen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Bereich verliehen. Ulrike Cress erforscht, wie digitale Medien den Wissenserwerb verändern und wie sich die Digitalisierung auf kognitive Prozesse auswirkt. Menschen fit für die immer komplexer werdende digitale Welt zu machen, sei eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe, so Cress. Ihre Arbeit dazu würdigte Ministerpräsident Winfried Kretschmann in seiner Laudatio: „Ihre Forschungsarbeit ist für die Wissensgesellschaft in allen Bereichen elementar, wo gelernt und gelehrt wird und Informationen vermittelt werden.“ Professorin Cress ist eine von insgesamt 22 Persönlichkeiten, die in diesem Jahr mit dem Verdienstorden des Landes ausgezeichnet wurden. Die Zahl der Ordensträgerinnen und -träger ist auf ingesamt 1.000 lebende Personen begrenzt.</p><h3>Bildungsforschung mit Blick auf die Bildungspraxis</h3><p>Aufgabe der Forschung sei es, zu analysieren, welche Wissensprozesse durch digitale Medien optimiert werden können und welche Herausforderungen mit der Digitalität einhergehen, so Ulrike Cress. „Das darf aber keine akademische Frage bleiben“, betont die Bildungsforscherin. „Gute Forschung muss die Praxis im Blick haben und dazu beitragen, sie zu optimieren.“ Mit Erfolg: Ihre Forschungsergebnisse zur Frage, wie digitale Medien oder Künstliche Intelligenz (KI) Wissensprozesse beeinflussen, bildeten die Grundlage für ganz konkrete Anwendungen und Verbesserungen in der Praxis, hieß es in der Begründung für die Auszeichnung.</p><h3>Prägend für den Wissenschaftsstandort und die Forschungslandschaft</h3><p>Als Mitglied der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) berät die Ulrike Cress die Bildungspolitik. Im Vorstand der Deutschen Telekom-Stiftung, im Wissenschaftlichen Beirat des Deutschen Literaturarchivs (DLA) und weiteren öffentlichen Funktionen teilt sie ihr Wissen zum Nutzen der Allgemeinheit. „Sie führt den Diskurs über relevante Zukunftsthemen, ist international vernetzt und prägt den Wissenschaftsstandort Baden-Württemberg und die Forschungslandschaft in Tübingen in herausragender Weise“, führte Ministerpräsident Winfried Kretschmann am 19. April im Rahmen des Festaktes im Neuen Schloss in Stuttgart aus.</p><p>„Ich freue mich sehr über die Auszeichnung, die auch unterstreicht, welche Bedeutung die Wissenschaft für die Gestaltung unserer Gesellschaft hat“, sagt Professorin Cress. Sie dankt dem Land Baden-Württemberg, das bereits 2001 so weitsichtig war, mit dem IWM eine Forschungseinrichtung zu diesem heute so hochaktuellen Thema zu schaffen.</p><p class="align-right"><em>Nach einer Pressemitteilungen des IWM</em></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-106056</guid><pubDate>Fri, 19 Apr 2024 15:54:12 +0200</pubDate><title>Herausragende Dissertation: Dr. Michael Niemeyer mit Südwestmetall-Förderpreis geehrt</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=106056&amp;cHash=b667a0d02d70e33ddf2767b053f4b25a</link><description>Auszeichnung für Arbeit über &quot;Neural Science Representations for 3D Reconstruction and Generative Modelling&quot;</description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Arbeitgeberverband Südwestmetall hat am Donnerstag acht junge Nachwuchswissenschaftler der baden-württembergischen Landesuniversitäten für ihre herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten ausgezeichnet, darunter <strong>Dr. Michael Niemeyer von der Universität Tübingen</strong>.</p><p>Die prämierten Dissertationen zeichnen sich durch eine besondere Bedeutung für die industrielle Arbeitswelt und deren sozialpolitische Rahmenbedingungen aus. Die Förderpreise werden seit nunmehr 35 Jahren verliehen und sind jeweils mit 5.000 Euro dotiert.</p><p>Dr. Michael Niemeyer erhielt für seine Dissertation an der Universität Tübingen mit dem Titel "Neural Science Representations for 3D Reconstruction and Generative Modelling" den SüdwestmetallFörderpreis. &nbsp;Dr. Niemeyer erforschte in seiner Dissertation die Fragestellung, wie 3D Informationen idealerweise für maschinelles Lernen in Computer Vision Modellen repräsentiert werden können. Mit seiner Arbeit hat er neue Standards in der 3D Rekonstruktion und der generativen 3D Modellierung gesetzt. Das von ihm entwickelte Modell GIRAFFE ist ein wichtiger Schritt in Richtung realistischer und kontrollierbarer Generierung von 3D Szenen. Mit der generativen 3D Modellierung lassen sich komplexe Systeme, z. B. autonome Fahrzeuge oder Drohnen, in fotorealistischen, aber synthetischen Umgebungen testen, entwickeln und trainieren.</p><p>Nach dem erfolgreichen Abschluss seiner Dissertation entschied sich Dr. Niemeyer für eine angewandte Forschungsstelle bei Google und arbeitet dort als Research Scientist.&nbsp;</p><p><strong>Südwestmetall-Förderpreise 2024 – alle Preisträger</strong></p><ul><li>Albert-Ludwigs-Universität Freiburg &nbsp;<br> 	Dr. Niklas Goby<br> 	Deep Reinforcement Learning in Operations Management Concepts and Application</li><li>Universität Hohenheim<br> 	Dr. Johannes U. Dahlke<br> 	Flooding the Landscape of Knowledge: Perspectives on Transitions to Artificial Intelligence in Industry</li><li>Karlsruher Institut für Technologie (KIT)<br> 	Dr. Ali Riza Durmaz<br> 	Experimental and Data-driven Workflows for Microstructure-based Damage Prediction</li><li>Universität Konstanz<br> 	Dr. Felix Petersen<br> 	Learning with Differentiable Algorithms</li><li>Universität Mannheim<br> 	Dr. Aline Lanzrath &nbsp;<br> 	Talent- und Diversitätsmanagement im Vertrieb: Eine empirische Untersuchung der Erfolgsfaktoren für die Gewinnung und Bindung von Vertriebstalenten</li><li>Universität Stuttgart<br> 	Dr. Kathrin Pollmann<br> 	A Human-Centered Pattern Approach to Comprehensible and Pleasant Behavioral Expressions for Social Robots 2</li><li>Universität Tübingen<br> 	Dr. Michael Niemeyer<br> 	Neural Scene Representations for 3D Reconstruction and Generative Modeling<br> 	Universität Ulm<br> 	Dr. Franziska Babel<br> 	Derivation and Evaluation of Psychological Conflict Resolution Strategies for Autonomous Service Robot&nbsp;</li></ul><p class="align-right">Pressemitteilung SÜDWESTMETALL</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-105483</guid><pubDate>Tue, 09 Apr 2024 14:04:38 +0200</pubDate><title>Händel-Tierschutzpreis 2024 an Peter Loskill und Silke Riegger</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=105483&amp;cHash=6d89fc0862ac63ed5a30818955015589</link><description>DFG zeichnet eine Forscherin und einen Forscher aus Tübingen für ihre Organ-on-Chip-Systeme aus / „Chancen auf breite Anwendung hoch“</description><content:encoded><![CDATA[<p>Professor Dr. Peter Loskill und Dr. Silke Riegger vom Institut für Biomedical Engineering der Universität Tübingen erhalten den diesjährigen Ursula M. Händel-Tierschutzpreis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Der Jury zufolge tragen sie mit der Entwicklung, Anwendung und Verbreitung von <span lang="en" dir="ltr">Organ-on-Chip</span>-Systemen erheblich dazu bei, Tiermodelle durch geeignete Alternativen zu ersetzen. Der mit insgesamt 80.000 Euro dotierte Preis wird in diesem Jahr zum zehnten Mal an Wissenschaftlerinnen&nbsp; und Wissenschaftler verliehen, die den Tierschutz in der Forschung im Sinne des 3R-Prinzips verbessern. Die drei „R“ stehen dabei für <span lang="en" dir="ltr">Replace </span>(Vermeiden), <span lang="en" dir="ltr">Reduce </span>(Verringern) und <span lang="en" dir="ltr">Refine </span>(Verbessern). Die Preisverleihung findet am 6. Juni in Würzburg im Rahmen eines Symposiums der dort ansässigen „Würzburg Initiative 3R (WI3R)“ statt.</p><p>Die Jury des Händel-Tierschutzpreises würdigte bei ihrer Entscheidung, dass das Team um Peter Loskill und Silke Riegger bereits eine Vielzahl von <span lang="en" dir="ltr">Organ-on-Chip</span> (OoC)-Systemen als Alternativen zu Tierversuchen für verschiedene Organsysteme entwickelt hat. Dabei handelt es sich um Gewebemodelle, die in kleinen Zellkulturkammern gezüchtet werden, um die komplexen physiologischen und pathophysiologischen Funktionen von Organen zu simulieren. Die von Loskill und Riegger entworfenen OoCs können bei Versuchen zu Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie im Bereich der Augenheilkunde (Ophtalmologie) eingesetzt werden. Besonders hervorzuheben sei, dass die Preisträgerin und der Preisträger sich neben der Entwicklung neuer Modelle auch um die weitere Etablierung und Entwicklung standardisierter Verfahren in der Anwendung von OoCs kümmern und auch die Validierung der Systeme im Tierversuch vornehmen. Mit diesen Arbeiten legen sie aus Sicht der Jury wichtige Grundlagen, um Akzeptanz für die Alternativmethode zu schaffen und sie als verlässliche Methode in die breitere Anwendung zu bringen.</p><p>„Die diesjährigen Preisträger*innen Peter Loskill und Silke Riegger leisten hervorragende wissenschaftliche Arbeit an der Schnittstelle zwischen Biologie, Medizin, Physik und Ingenieurwissenschaften, die sich auch in zahlreichen hochrangigen Publikationen niederschlägt“, sagte die Vorsitzende der DFG-Senatskommission für tierexperimentelle Forschung, Professorin Dr. Brigitte Vollmar, die auch Mitglied der Händel-Tierschutzpreis-Jury ist. „Beide sind darüber hinaus aber auch in der Wissenschaftskommunikation und in der Netzwerkbildung und Nachwuchsförderung sehr aktiv, um den Wissenstransfer zu erleichtern.“ Loskill und Riegger hätten ein breites Spektrum an wissenschaftlich hervorragenden Alternativmethoden entwickelt, die durch die parallel stattfindenden Validierungen zudem große Akzeptanz in der Community erzielten, so Vollmar. „Die Chancen auf eine breite Anwendung ihrer<span lang="en" dir="ltr"> Organ-on-Chip</span>-Systeme sind hoch.“</p><p>Peter Loskill wurde 2012 an der Universität des Saarlandes in Physik promoviert und war im Anschluss einige Jahre an der <span lang="en" dir="ltr">University of California</span> in <span lang="en" dir="ltr">Berkeley </span>tätig. 2018 wechselte er zunächst als Juniorprofessor an die Universität Tübingen, seit 2022 ist er Professor für <span lang="en" dir="ltr">Organ-on-Chip</span>-Forschung. Loskill, der als Pionier der 3R-Forschung gilt, leitet die Abteilung Mikrophysiologische Systeme des Instituts für <span lang="en" dir="ltr">Biomedical Engineering</span> sowie das 3R-Center für In-vitro-Modelle und Tierversuchsalternativen. Er engagiert sich wissenschaftlich auch auf europäischer Ebene und ist zudem in der Politikberatung tätig.</p><p>Silke Riegger absolvierte ihre Promotion als Chemikerin an der Universität Stuttgart und am Fraunhofer <span lang="en" dir="ltr">Institute for Interfacial Engineering and Biotechnology</span>. Seit 2020 arbeitet sie mit Peter Loskill in Tübingen und ist als<span lang="en" dir="ltr"> Senior Scientist</span> und Leiterin der „<span lang="en" dir="ltr">3R-Center Business Unit for In Vitro Models and Alternatives to Animal Testing</span>“ integraler Bestandteil des dortigen 3R-Zentrums.</p><p>Der Ursula M. Händel-Tierschutzpreis geht auf die Initiative seiner gleichnamigen Stifterin zurück. Die Düsseldorferin Ursula M. Händel (1915–2011) setzte sich über Jahrzehnte in vielfältiger Weise für den Tierschutz ein. So gründete sie unter anderem den Bonner Arbeitskreis für Tierschutzrecht und engagierte sich in diesem Rahmen für die Novellierung des Tierschutzgesetzes. Dem Tierschutz in Wissenschaft und Forschung besonders verbunden, stellte Händel der DFG Mittel für den Tierschutzpreis zur Verfügung. Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben. Er ist der höchst dotierte Forschungspreis dieser Art in Deutschland.</p><p class="align-right"><em>Pressemitteilung der Deutschen Forschungsgemeinschaft</em></p><h3>Weitere Informationen</h3><p><a href="https://www.organ-on-chip.uni-tuebingen.de/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Webseite des MicroOrganoLab von Peter Loskill</a></p><p><a href="https://www.dfg.de/de/gefoerderte-projekte/wissenschaftliche-preise/haendel-tierschutzpreis" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Webseite der DFG zum Händel-Tierschutzpreis</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-105435</guid><pubDate>Tue, 09 Apr 2024 08:33:00 +0200</pubDate><title>Tübinger Paläogenetiker erhält Preis der Heidelberger Akademie der Wissenschaften</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=105435&amp;cHash=eba7bf792308aab9e39a36f7a464ec3e</link><description>Cosimo Posth entschlüsselt die menschliche genetische Vielfalt der Vergangenheit</description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Tübinger Paläogenetiker Cosimo Posth erhält den Manfred Fuchs-Preis der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Die Akademie würdigt damit die Arbeiten des Juniorprofessors zur Menschlichen Paläogenomik an der Schnittstelle von Archäologie, Anthropologie, Linguistik und Populationsgenetik. Der Forschungspreis wurde von dem Unternehmer Dr. Dr. h.c. Manfred Fuchs gestiftet, um wissenschaftlichen Nachwuchs in Baden-Württemberg zu ermutigen und herausragenden wissenschaftlichen Leistungen die ihnen gebührende Anerkennung zu sichern. Er ist mit 10.000 Euro dotiert.&nbsp;</p><p>Cosimo Posth kombiniere gewinnbringend verschiedene Methoden, um die genetische Vielfalt der Vergangenheit zu entschlüsseln, sagte die Heidelberger Akademie in ihrer Begründung. Hierfür wende er modernste Techniken der Molekularbiologie und Populationsgenetik an, um genomische Informationen aus alten DNAs zu extrahieren und zu analysieren. „Dadurch gewinnt er Erkenntnisse über die menschliche Geschichte und Evolution der letzten zehn- bis mehreren hunderttausend Jahren. Mit seiner Forschungstätigkeit hat Posth stets versucht, Brücken zwischen teilweise sehr unterschiedlichen Wissenschaftsbereichen zu schlagen, um ein umfassenderes Bild der Menschheitsgeschichte zu erhalten. Die Einbeziehung und Berücksichtigung vielfältiger Belege aus den Natur- und Geisteswissenschaften ermöglichte es ihm, ein neues Licht auf unsere Geschichte zu werfen.“</p><p>Jun.-Prof. Dr. Cosimo Posth hat einen Bachelor und Master in Naturwissenschaften und Biologische Anthropologie von der Universität Florenz und wurde im Fach „Naturwissenschaftliche Archäologie“ an der Universität Tübingen promoviert. Anschließend arbeitete er als Postdoktorand und Forschungsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte in Jena. Seit 2020 ist er Juniorprofessor für Archäo- und Paläogenetik an der Universität Tübingen und am Senckenberg <span lang="en" dir="ltr">Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment</span>.</p><p>Die Heidelberger Akademie der Wissenschaften zeichnet in diesem Jahr acht junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Baden-Württemberg mit insgesamt 85.000 Euro für ihre Arbeiten aus. Mit den gestifteten Preisen sollen Forschende in einem frühen Karrierestadium unterstützt werden. Am 7. Juni 2024 werden die Arbeiten öffentlich in der Heidelberger Akademie der Wissenschaften vorgestellt.</p><p class="align-right"><em>Pressemitteilung der Heidelberger Akademie der Wissenschaften / Antje Karbe</em></p><h3>Weitere Informationen:</h3><ul><li><a href="/zh/fakultaeten/mathematisch-naturwissenschaftliche-fakultaet/fachbereiche/geowissenschaften/arbeitsgruppen/urgeschichte-naturwissenschaftliche-archaeologie/ina/archaeo-and-palaeogenetik/people/cosimo-posth/" class="internal-link">Webseite von Cosimo Posth</a></li><li><a href="http://www.hadw-bw.de/preise" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Preise der Heidelberger Akademie</a></li><li><a href="http://www.hadw-bw.de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Webseite der Heidelberger Akademie</a></li></ul>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-105015</guid><pubDate>Thu, 21 Mar 2024 08:55:45 +0100</pubDate><title>Ars legendi-Fakultätenpreis in der Physik geht an Jan-Philipp Burde</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=105015&amp;cHash=726043fad6805c592e48fcc2c18ea237</link><description>Auszeichnung für exzellente Hochschullehre</description><content:encoded><![CDATA[<p>Juniorprofessor Dr. Jan-Philipp Burde aus dem Fachbereich Physik der Universität Tübingen erhält den diesjährigen Ars legendi-Fakultätenpreis für exzellente Hochschullehre in Mathematik und Naturwissenschaften in der Kategorie Physik. Die Auszeichnung würdigt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich durch herausragende, innovative und beispielgebende Leistungen in Lehre, Beratung und Betreuung auszeichnen. Jan-Philipp Burde überzeugte die Jury mit seinem Ansatz, in der Lehre für das Lehramtsstudium Physik Fachwissen und Didaktik eng zu verbinden. Der Ars legendi-Förderpreis wird seit 2014 in den Kategorien Biologie, Chemie, Mathematik und Physik vergeben und ist mit je 5000 Euro dotiert. Ausgelobt wird er vom Stifterverband und verschiedenen Fachgesellschaften, darunter der Deutschen Physikalischen Gesellschaft.</p><p>Die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger traf eine neunköpfige Jury aus Vertreterinnen und Vertretern der wissenschaftlichen Disziplinen, der Hochschuldidaktik sowie Studierenden. Besonders bemerkenswert an der Arbeit von Jan-Philipp Burde fand die Jury, dass der Preisträger das Lehramtsstudium in Physik nicht als verkürztes Fachstudium ansieht. Für ihn ist eine Verschränkung von Fachwissenschaft und Fachdidaktik im Gegensatz zu einer isolierten Vermittlung und Aneignung dieser beiden Wissensdomänen essenziell. Daher sind Jan-Philipp Burdes Veranstaltungen gekennzeichnet durch einen konsequenten Forschungsbezug, indem die Ergebnisse empirischer Studien vorgestellt und diskutiert werden. Seine Veranstaltungen haben auch einen systematischen Bezug zur Fachwissenschaft, indem grundlegende Konzepte der Physikvorlesungen fachdidaktisch vertieft und reflektiert werden. Und sie haben einen klaren Bezug zur Schulpraxis, indem Studierende sowohl kleine Unterrichtssequenzen und Experimente planen und sich gegenseitig vorführen als auch mit Schülerinnen und Schülern ausprobieren.</p><p>Jan-Philipp Burde war für sein Lehrkonzept im Oktober 2023 auch mit dem Lehrpreis der Universität Tübingen ausgezeichnet worden. Die Verleihung des Ars legendi-Fakultätenpreises Mathematik und Naturwissenschaften findet am 23. April 2024 in Frankfurt am Main statt.</p><p class="align-right"><em>Nach einer Pressemitteilung von Stifterverband, DPG u.A</em></p><h3>Weitere Informationen</h3><ul class="ut-list ut-list--link-list"><li><a href="/zh/fakultaeten/mathematisch-naturwissenschaftliche-fakultaet/fachbereiche/physik/institute/ag-didaktik-der-physik/" class="internal-link">Webseite von Jan-Philipp Burde</a></li><li><a href="https://www.stifterverband.org/ars-legendi-mn" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Ars legendi-Fakultätenpreis in Mathematik und Naturwissenschaften</a></li></ul>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Studium</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-104937</guid><pubDate>Tue, 19 Mar 2024 11:13:44 +0100</pubDate><title>Erich Fromm-Preis 2024 geht an Bernhard Pörksen</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=104937&amp;cHash=6df068139919cb78fbb8b5ef333f5788</link><description>Auszeichnung für Werk und öffentliches Engagement des Tübinger Medienwissenschaftlers</description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Erich-Fromm-Preis 2024 geht an Professor Dr. Bernhard Pörksen vom Institut für Medienwissenschaft der Universität Tübingen. Der Preis ist mir 10.000 Euro dotiert und wird von der Internationalen Erich-Fromm-Gesellschaft verliehen.</p><p>Für die fünfköpfige Jury des Preises erfüllt das wissenschaftliche und öffentliche Wirken von Bernhard Pörksen in hohem Maße die Intentionen des humanistischen Sozialpsychologen Erich Fromm (1900-1980), der um die Bedeutung eines qualitativ hohen Informationsniveaus als „einer entscheidenden Voraussetzung für die Bildung einer echten Demokratie“ (Fromm,<em> Haben oder Sein</em>) wusste. Pörksens Konzepte zur Förderung der Medienmündigkeit und seine Forderung nach einer „redaktionellen Kompetenz“ aller, bei der „der reflektierte Umgang mit Informationen zu einem Element der Allgemeinbildung werde“, ist eine Vision im Sinne Erich Fromms und seiner Sorge um das Humane, um Freiheit und Demokratie. Auch sonst zeigt sich in Pörksens Werk und öffentlichen Engagement seine Nähe zur Humanistischen Psychologie und zum Werk von Erich Fromms.</p><p>Der Erich-Fromm-Preis 2024 wird am Samstag, den 23. März 2024, um 11 Uhr im Bildungszentrum Hospitalhof in Stuttgart verliehen. Die Laudatio hält die Publizistin Kübra Gümüşay.&nbsp;Einlasskarten können zum Preis von 10 € über die <a href="https://www.fromm-gesellschaft.eu/index.php/de/aktivitaeten/erich-fromm-preis/anmeldung-zur-frommpreisverleihung" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Website der Erich-Fromm-Gesellschaft</a> bestellt oder am Empfang erworben werden; für Studierende der Universität Tübingen stehen Freikarten zur Verfügung. Die Veranstaltung wird auch <a href="https://www.youtube.com/watch?v=OmzTMaJokh0" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">per Livestream</a> übertragen.&nbsp;</p><p>Der Erich-Fromm-Preis wird seit 2006 jährlich vergeben; bisherige Preisträgerinnen und Preisträger waren u.a. Noam Chomsky, Eugen Drewermann, Anne-Sophie Mutter, Georg Schramm, Gesine Schwan, Götz Werner, Christel und Rupert Neudeck, John Neumeier, Hartmut Rosa, Konstantin Wecker, Gerhart Baum, Maja Göpel, Ueli Mäder und Thomas Fuchs.</p><p class="align-right"><em>Nach einer Pressemitteilung der Internationalen Erich-Fromm-Gesellschaft</em></p><h3>Weitere Informationen:</h3><ul class="ut-list ut-list--link-list"><li><a href="/zh/fakultaeten/philosophische-fakultaet/fachbereiche/philosophie-rhetorik-medien/institut-fuer-medienwissenschaft/institut/personen/poerksen-bernhard-prof-dr/" class="internal-link">Webseite von Bernhard Pörksen</a></li><li><a href="http://www.fromm-gesellschaft.eu" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Webauftritt der Internationalen Erich-Fromm-Gesellschaft</a></li></ul>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-104469</guid><pubDate>Wed, 06 Mar 2024 09:45:04 +0100</pubDate><title>Karla Pollmann zur stellvertretenden Vorsitzenden der Landesrektoratekonferenz gewählt</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=104469&amp;cHash=180d43173654c294bcf1ce04bf835fec</link><description>Erstmals eine Frau im Vorstand der LRK vertreten</description><content:encoded><![CDATA[<p>Am 23. Februar 2024 haben die Rektorinnen, Rektoren und Präsidenten der neun Landesuniversitäten turnusgemäß den künftigen Vorstand der Landesrektoratekonferenz gewählt. Neuer Vorsitzender wird Prof. Dr.-Ing. Michael Weber, Präsident der Universität Ulm, stellvertretende Vorsitzende wird Prof. Dr. Dr. h.c. (Doshisha) Karla Pollmann, Rektorin der Universität Tübingen. Beide treten ihr Amt am 1. April 2024 für zwei Jahre an. Damit ist erstmals eine Frau im Vorstand der LRK vertreten.</p><p>Der neue Vorstand beginnt seine Arbeit in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Für Professor Michael Weber und Professorin Karla Pollmann liegt der Fokus im laufenden Jahr auf der Hochschulfinanzierung, die mit dem Land neu verhandelt werden muss. „Wir stehen vor großen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen, die wir nur mit Wissenschaft und Forschung bestehen können“, stellt Professor Weber die Sachlage dar. Damit die Absolventinnen und Absolventen innovative Lösungen für Wirtschaft und Gesellschaft entwickeln können, müssten diese forschungsnah ausgebildet sein. Das gelte nicht nur für Naturwissenschaften und Technik, sondern auch für das Lehramt, die Medizin und für alle universitären Fächer, die letztlich als Gesamtes die technischen und sozialen Innovationen für und mit unserer Gesellschaft hervorbringen.&nbsp;</p><p>Die Universitäten im Land seien in der Forschung äußerst erfolgreich, was auch die Zwischenergebnisse der bundesweiten Exzellenzstrategie zeigten, in der Baden-Württemberg weit an der Spitze lag. Trotzdem habe man auch mit Problemen zu kämpfen. „Wie in allen anderen gesellschaftlichen Bereichen haben auch bei uns in den letzten Jahren die Inflation und die Energiekostensteigerungen Einschnitte verursacht“, sagt Professorin Pollmann. Aber anders als in einem Privathaushalt könne man bei energieintensiver Forschung, beispielsweise im KI-Bereich, nicht einfach den Stromverbrauch zurückfahren. „Wenn wir zur US-amerikanischen Forschung weiter aufschließen wollen, brauchen die Universitäten mehr finanziellen Spielraum, insbesondere durch einen Inflationsausgleich“, präzisiert sie. Das gilt laut Professor Weber auch für die digitale und bauliche Infrastruktur. „Hier mangelt es uns zum einen an finanziellen Mitteln. Im Hochschulbau verhindern dann zum anderen die veralteten Strukturen und ein Zuviel an Bürokratie, dass wir die notwendige Infrastruktur für neue Forschungsrichtungen in kurzer Zeit errichten können.“&nbsp;</p><p>Für unverzichtbar hält es der neue Vorstand, dass das Land für gute Rahmenbedingungen für die Studierenden sorgt. „Dabei muss die Qualität des Studiums im Mittelpunkt stehen; eine rein an Kopfzahlen orientierte Betrachtungsweise ist keine ausreichende Grundlage für eine gute Hochschulpolitik“, betont Professor Weber. Mit dem wirtschaftlichen Erfolg des Bundeslandes gehe einher, dass Mieten und Lebenshaltungskosten in den Universitätsstädten im Land überdurchschnittlich hoch seien. „Damit wir verstärkt begabte Studierende aus anderen Bundesländern und dem Ausland gewinnen, müssen wir neben unserer hervorragenden Forschung auch mit einer besonders guten Betreuung punkten, um den erhöhten finanziellen Aufwand zu rechtfertigen.“&nbsp;</p><p>Professor Weber und Professorin Pollmann freuen sich auf ihre neuen Ämter. Man habe im Land neun ganz unterschiedliche Universitäten, teils viele Jahrhunderte alt, teils erst vor wenigen Jahrzehnten gegründet, groß, klein, technisch, geisteswissenschaftlich, von A wie Ägyptologie bis Z wie Zahnmedizin. „In unseren Universitäten studieren, forschen und arbeiten Menschen aus fast allen Ländern der Welt. Da gibt es kaum einen weißen Flecken auf der Landkarte. Ob aus Armenien, Bhutan, Costa Rica oder dem Sudan, wer ernsthaft Wissenschaft betreiben will, ist bei uns willkommen und soll sich auch weiterhin willkommen fühlen. Ohne unsere Vielfalt wäre unsere tolle Forschungslandschaft nicht das, was sie ist. Allen Bestrebungen, das zu ändern, werden wir entschieden entgegentreten,“ sind sich die beiden Vorstandsmitglieder mit allen Universitätsleitungen des Landes einig.&nbsp;</p><p><strong>Prof. Dr.-Ing. Michael Weber</strong>, geboren 1959, studierte von 1979 bis 1985 Informatik an der TU Kaiserslautern, wo er 1990 auch promovierte. Nach Stationen in der Wirtschaft und außeruniversitären Forschung in Freiburg und Saarbrücken wurde er 1994 auf die Professur für Verteilte Systeme der Universität Ulm berufen, seit dem Jahr 2000 hat er die Professur für Medieninformatik inne; seit 2015 leitet er die Universität als Präsident.&nbsp;<br> &nbsp;<br><strong>Prof. Dr. Dr. h.c. (Doshisha) Karla Pollmann</strong>, geboren 1963, studierte Griechisch, Latein, Theologie und Pädagogik an den Universitäten Tübingen, München, Cambridge und Bochum. 1990 wurde sie an der Ruhr-Universität Bochum promoviert und habilitierte sich 1994 an der Universität Konstanz. Im Jahr 2000 wurde sie als Professorin an die University of St Andrews berufen. Vor ihrer Wahl zur Rektorin der Universität Tübingen im Jahr 2022 war sie als Exekutivdekanin der Fakultät für Geisteswissenschaften der Universität Bristol tätig.</p><p class="align-right">Pressemitteilung der Landesrektoratekonferenz Baden-Württemberg</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-104199</guid><pubDate>Thu, 29 Feb 2024 09:27:46 +0100</pubDate><title>Margot Smit erhält Emmy Noether-Förderung</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=104199&amp;cHash=387eede364d20502953746016f33832a</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Margot Smit vom Zentrum für Molekularbiologie der Pflanzen (ZMBP) wird seit diesem Februar von der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Rahmen des Emmy Noether-Programms gefördert. &nbsp;Der Unterstützung erstreckt sich über sechs Jahre und bis zu einer Höhe von 1,5 Millionen Euro und ermöglicht Dr. Margot Smit die Gründung ihrer eigenen Forschungsgruppe.</p><p>Die niederländische Wissenschaftlerin erforscht wie Pflanzen ihr Wachstum zeitlich steuern: Wann beschleunigen, wann verlangsamen sie die Teilung von Zellen oder stoppen sie ganz? Ihr besonderes Interesse gilt den sogenannten Spaltöffnungszellen. Sie sitzen paarweise an der Oberfläche von Pflanzen und regulieren das Ein- und Austreten von Wasserdampf, Sauerstoff oder Kohlendioxid.</p><p>Dr. Margot Smit hat an der Universität Wageningen Biotechnologie studiert und wurde dort auch promoviert. Anschließend ging sie als Postdoc an die <span lang="en" dir="ltr">Stanford University</span> in den USA. Seit Oktober forscht sie als Nachwuchsgruppenleiterin am Zentrum für Molekularbiologie der Pflanzen der Universität Tübingen.</p><p>Das Emmy Noether-Programm eröffnet herausragend qualifizierten Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern die Möglichkeit, sich durch die eigenverantwortliche Leitung einer Nachwuchsgruppe über einen Zeitraum von sechs Jahren für eine Hochschulprofessur zu qualifizieren. Bewerben können sich Postdocs und befristet beschäftigte Juniorprofessorinnen und-professoren in einer frühen Phase ihrer wissenschaftlichen Karriere.&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-104175</guid><pubDate>Wed, 28 Feb 2024 11:07:33 +0100</pubDate><title>Dieter Langewiesche erhält den Lion-Feuchtwanger-Preis 2024 der Akademie der Künste</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=104175&amp;cHash=4ce687c082405c26026bb32adfba3f61</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Lion-Feuchtwanger-Preis der Akademie der Künste geht 2024 an Professor Dr. Dr. h.c. Dieter Langewiesche, Emeritus der Universität Tübingen. Mit einem besonderen Sinn für Begrifflichkeiten beteiligt sich der scharfsinnige Historiker schon seit den siebziger Jahren an Theoriedebatten. Der mit 7.500 € dotierte Preis für historische Prosa wird am 7. Juli 2024, dem 140. Geburtstag Lion Feuchtwangers, in der Akademie der Künste in Berlin verliehen. Die dreiköpfige Jury bildeten Sebastian Kleinschmidt, Gustav Seibt und Patrick Bahners.</p><p>Dieter Langewiesche habe sich stets mit den großen Fragen der politischen Sozial- und Kulturgeschichte beschäftigt, auch wenn die Historiographie sich gerne in Spezialstudien verzweigte. Immer wieder analysiere er den Nationalismus und dessen zwiespältige Verbindung mit der Demokratie. In Langewiesches Problemgeschichten erzeuge das Abwägen zwischen den Perspektiven auf das Geschehen beziehungsweise den Erklärungsansätzen der Forschung eine eigene Spannung. So entstehe aus der Arbeit des Gelehrten eine historische Prosa voller Lebendigkeit und Transparenz. In einer Zeit der Renaissance der Geschichtslegenden schreibe er für ein Publikum, das immer noch über sich aufgeklärt werden möchte.</p><p><strong>Kurzbiografie des Preisträgers</strong></p><p>Dieter Langewiesche, geboren 1943 in Sankt Sebastian bei Mariazell, Österreich, hatte von 1978 bis 1985 eine Professur für Neuere Geschichte an der Universität Hamburg inne. <strong>Von 1985 bis 2007 war er Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Tübingen</strong>. Außerdem baute er von 1997 bis 2000 als Prorektor die Universität Erfurt mit auf. Er ist Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina sowie der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen die europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, insbesondere Nationsbildung und Krieg, die Geschichte von Liberalismus und Bürgertum, die Arbeiterbewegung und Arbeiterkultur, die europäischen Revolutionen im 19. Jahrhundert, Universitäts- und Bildungsgeschichte sowie die Geschichte des Geschichtsdenkens.</p><p><strong>Weitere Preise und Auszeichnungen von Dieter Langewiesche (Auswahl)</strong></p><p>Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (1996), Ludwig-Uhland-Preis (2019)</p><p><strong>Neueste Veröffentlichungen</strong></p><p>Vom vielstaatlichen Reich zum föderativen Bundesstaat. Eine andere deutsche Geschichte (2020), Der gewaltsame Lehrer. Europas Kriege in der Moderne (2019)</p><p class="align-right">Pressemitteilung der Akademie der Künste</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-103626</guid><pubDate>Fri, 09 Feb 2024 09:41:51 +0100</pubDate><title>Ehrensenatorenwürde an Christian O. Erbe verliehen</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=103626&amp;cHash=62a9cd4b1d6fbde9ec48334c2d89034f</link><description>Unternehmer engagiert sich seit vielen Jahren als Förderer der Wissenschaft und an der Universität.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Universität Tübingen verlieh am 8. Februar 2024 die Ehrensenatorenwürde an Christian O. Erbe, Geschäftsführer der Erbe Elektromedizin GmbH, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Reutlingen sowie Präsident des Baden-Württembergischen IHK-Tags und Vorstandsmitglied des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK). Sie würdigte damit das langjährige Engagement des Unternehmers für die Wissenschaft und speziell die Tübinger Universität, der er eng verbunden ist. Unter anderem leitet Erbe seit 2018 als Vorsitzender den Universitätsbund e.V. und engagiert sich für die Medizinische Fakultät und die Ausbildung von Lehrkräften.</p><p>Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus hob in ihrer Laudatio die zentrale&nbsp; Bedeutung einer engen Vernetzung von Wissen und Wirtschaften für unsere wissens- und technologieintensiven Branchen hervor: „Nun gibt es kaum jemanden, der für diese Verbindung so überzeugend und beispielhaft steht wie Christian Erbe.“</p><p>Die Medaille erhielt Herr Erbe auf der Bühne von der Rektorin der Universität Tübingen, Frau Professorin Dr. Dr. h.c. (Dōshisha) Karla Pollmann. „Sie waren der Universität Tübingen immer ein Freund und Ratgeber“, sagte die Rektorin. Die Ehrensenatorenwürde ist die höchste Auszeichnung, die die Universität vergibt.</p><p>Der Geehrte verwies in seiner Dankesrede auf die lange Tradition des von ihm geleiteten Unternehmens und die lange gemeinsame Geschichte seiner Familie und der Universität über mehrere Generationen hinweg: „Als Tübinger kommt man, egal wo man studiert hat, an der Universität nicht vorbei. Und das ist auch sehr gut so.“</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-103503</guid><pubDate>Mon, 05 Feb 2024 10:14:57 +0100</pubDate><title>Auf der Spur verborgener Mitglieder in Mikrobengemeinschaften</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=103503&amp;cHash=a49c8b596b9cb8c209c3ad1f35bcc970</link><description>Christoph Ratzke erhält hochdotierte Projektförderung der VolkswagenStiftung</description><content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Christoph Ratzke vom Interfakultären Institut für Mikrobiologie und Infektionsmedizin der Universität Tübingen verlässt als Forscher gern angestammte Pfade. Daher passt sein neuestes Projekt zur besseren Charakterisierung von Mikrobengemeinschaften aus Umweltproben gut in das Programm „Pioniervorhaben – Explorationen des unbekannten Unbekannten“ der VolkswagenStiftung, über das er im Dezember 2023 eine Förderung von knapp 570.000 Euro für einen Zeitraum von drei Jahren eingeworben hat. Das doppelte „Unbekannt“ des Programms findet sich auch in seinem Vorhaben „Die unbekannte Mehrheit – welche Rolle haben ‚unkultivierbare‘ Mikroben in mikrobiellen Gemeinschaften?“.</p><p>„Mikroben sind überall, schon in einem Löffel Erde befinden sich Tausende verschiedener Arten. Im Labor kultivieren und genauer untersuchen können wir davon aber teilweise nur ein bis zehn Prozent“, berichtet Christoph Ratzke. Er will ein umfassenderes Bild der ganzen mikrobiellen Gemeinschaft bekommen. Besonders interessieren ihn Proben aus dem Ozean oder aus dem Süßwasser, in denen noch viele unentdeckte Bakterienarten vermutet werden.</p><p>Dass sich ein Großteil der Mikroben einer Gemeinschaft im Labor kaum zu erkennen gibt, ist als Problem schon länger bekannt, sagt Ratzke. Bisher fehlten aber Ideen, wie sie näher untersucht werden könnten. Ratzkes Ansatz beruht darauf, dass er die Mikroben nicht ganz vereinzeln will: „Sehr wahrscheinlich brauchen viele der Mikroben, die isoliert auf Kulturmedien im Labor nicht wachsen, einen Partner“, sagt er. Er will daher ein Kultursystem entwickeln, bei dem verschiedene Mikrobenarten physikalisch voneinander getrennt sind, aber die Nachbarn etwa für den Stoffaustauch zugänglich bleiben. Für das Fördergeld kann er einen Postdoc einstellen und ein Großgerät zur automatisierten Sortierung der Mikroben.</p><p>Bisher habe man im Labor häufig gesehen, welche Mikroben sich unter Wettbewerbsbedingungen am besten durchsetzen. „Mich interessiert aber die ganze Biodiversität der natürlichen mikrobiellen Gemeinschaften und unter welchen Bedingungen diese stabil bleiben“, sagt Ratzke. Anwendbar soll seine Methode möglichst auf mikrobielle Gemeinschaften aus Ökosystemen aller Art sein. „Bakterien und Pilze beherrschen viele verschiedene Stoffwechselwege, produzieren eine große Vielfalt an Stoffen, die für den Menschen zum Beispiel als Antibiotika nützlich sein können“, sagt er. „In den bisher unerforschten Arten steckt ein gigantisches Potenzial.“<br> Mit der Förderinitiative „Pioniervorhaben“ – Explorationen des unbekannten Unbekannten" unterstützt die VolkswagenStiftung bahnbrechende und riskante Forschungsideen mit hoher wissenschaftlicher Relevanz. Die Vorhaben sollen auf große wissenschaftliche Durchbrüche abzielen, auch wenn das Risiko besteht zu scheitern. Ratzke gibt sich zuversichtlich: „Als riskant in dem Sinne empfinde ich meine Forschungsarbeiten nicht. Ich betrachte sie eher als ergebnisoffen.“</p><p class="align-right"><em>Janna Eberhardt/Hochschulkommunikation</em><br> &nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-103422</guid><pubDate>Fri, 02 Feb 2024 08:30:00 +0100</pubDate><title>Ganzheitliches Ressourcen-Management und Datensparsamkeit für die Künstliche Intelligenz</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=103422&amp;cHash=b8997efc48d2000e20fe9d4e3ded79ba</link><description>KI-Forscher Philipp Hennig erhält ERC Consolidator Grant der Europäischen Union</description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Tübinger KI-Forscher Philipp Hennig wird in den kommenden fünf Jahren Methoden entwickeln, mit denen die Ressourcen Rechenzeit und Datenmenge beim maschinellen Lernen effizienter verwaltet werden können. Für dieses Forschungsprojekt warb er erfolgreich einen <span lang="en" dir="ltr">Consolidator Grant</span> des Europäischen Forschungsrats (<span lang="en" dir="ltr">European Research Council, ERC</span>) ein. Das Projekt „<span lang="en" dir="ltr">Advanced Numerical Uncertainty for Bayesian Inference in Science</span>” (kurz: ANUBIS) wird über eine Laufzeit von fünf Jahren mit rund zwei Millionen Euro gefördert. Philipp Hennig ist Professor für die Methoden des Maschinellen Lernens im Fachbereich Informatik der Universität Tübingen, Mitglied im Vorstand des <a href="https://tuebingen.ai/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Tübingen AI Centers</a> und im <a href="/zh/forschung/forschungsschwerpunkte/exzellenzcluster-maschinelles-lernen/home/" class="internal-link">Exzellenzcluster „Maschinelles Lernen: Neue Perspektiven für die Wissenschaft“</a>.</p><h3>Zielsetzung von ANUBIS</h3><p>Das Projekt ANUBIS verfolgt das Ziel, die Rechenressourcen von wissenschaftlichen KI-Anwendungen ganzheitlich und durchgängig zu managen. In Klimamodellen, geologischen oder neurowissenschaftlichen Simulationen treten viele Inferenzprobleme auf, bei denen man von einer Information bzw. einem Datensatz indirekt auf die Information schließt, die eigentlich gesucht wird. “Um solche Inferenzprobleme zu lösen, brauchen wir große Datenmengen und große Rechenressourcen", erklärt Hennig. "Ein einziger Teildatensatz zum Beispiel aus der Klimaforschung kann da schon einmal 100 Terabyte (also 100.000 Gigabyte) groß sein.”&nbsp;</p><h3>Herausforderungen bei der Datenverarbeitung</h3><p>In dem Projekt wird das, was ein Computer tut – Rechnen – als Quelle von Information betrachtet. Diese Information betrifft Fragen, die nicht endgültig und perfekt beantwortet werden können (wie etwa "Wie wird das Wetter in 10 Jahren?”). Solche Fragen bestehen meist aus unendlich vielen Teilfragen, die durch die Rechnung nicht vollständig beantwortet werden. Darum soll der Computer, während er diese Teilfragen beantwortet, gleichzeitig mitloggen (“Buch führen”), welche Teile der Frage schon beantwortet sind, und wie gut. Das ist auch deshalb gar nicht so einfach, weil das Buchführen selbst auch wieder eine Rechnung ist. Damit das Ganze machbar bleibt, muss also das Buchführen etwas einfacher sein als die Rechnung selbst.</p><h3>Innovative Lösungsansätze</h3><p>Dazu wird es nötig sein, moderne Methoden des maschinellen Lernens zu erweitern, damit ihre Funktionalität mit dem neuen Konzept gut harmoniert. Vorteile der erweiterten Methodik sind nicht nur sparsamere Algorithmen, sondern auch neue Funktionalität. "Für Forscherinnen und Forscher aus den Geo-, Klima- oder Neurowissenschaften wird es dann leichter sein, ganz unterschiedliche Arten von Daten wie etwa konkrete Messdaten, Simulationsdaten und Expertenwissen flexibel in ihren Code einfließen zu lassen”, sagt Hennig. “Dabei muss die Unsicherheit der Informationen aus den verschiedenen Datenquellen quantifiziert werden. Beides war mit den bisherigen Methoden nicht möglich."</p><p class="align-right"><em>Claudia Brusdeylins, Tübingen AI Center / Universität Tübingen</em></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-103323</guid><pubDate>Tue, 30 Jan 2024 14:33:00 +0100</pubDate><title>Ehrendoktorwürde für Professor Dr. Bernd Heinrich</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=103323&amp;cHash=9e16c25030f2485af526ba92d2056b2b</link><description>Tübinger Jurist erhält Auszeichnung der Universität Tiflis</description><content:encoded><![CDATA[<p>Am Freitag, den 12. Januar 2024, wurde Prof. Dr. Dr. h.c. Bernd Heinrich, Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht und Urheberrecht an der Juristischen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen, zusammen mit Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Heger von der Humboldt-Universität zu Berlin, in einem feierlichen Festakt die Ehrendoktorwürde der staatlichen Ivane-Javakhisvili-Universität Tbilisi (Georgien) verliehen. Der Ehrung liegt eine nunmehr bereits über 17 Jahre andauernde Zusammenarbeit der beiden Professoren mit der georgischen Fakultät zugrunde, welcher unter anderem die Durchführung zweier mehrjähriger drittmittelgeförderter Projekte zur Entwicklung des georgischen Straf- und Strafprozessrechts sowie die Abhaltung mehrerer Sommerschulen zum Europäischen Strafrecht mit georgischen, armenischen und aserbaidschanischen Studierenden in Batumi (Georgien) beinhaltet. Prof. Dr. Dr. h.c. Bernd Heinrich ist zudem Herausgeber einer <a href="https://dgstz.de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">deutsch-georgischen Strafrechtszeitschrift</a>&nbsp;und eines <a href="/zh/fakultaeten/juristische-fakultaet/lehrstuehle-und-personen/lehrstuehle/lehrstuehle-strafrecht/heinrich/deutsch-georgisches-glossar/" class="internal-link">deutsch-georgischen Glossars strafrechtlich relevanter Begriffe</a>.</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-102840</guid><pubDate>Mon, 22 Jan 2024 10:18:21 +0100</pubDate><title>Bessel-Forschungspreis in der Erziehungswissenschaft</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=102840&amp;cHash=e8d0e8bca9f9878f0215bec6ed545649</link><description>Chris Brown aus Southampton arbeitet in Tübingen zu Netzwerken an Schulen und der Rolle von Schulleitungen</description><content:encoded><![CDATA[<p>Professor <span lang="en" dir="ltr">Chris Brown</span>, ein international ausgewiesener Experte in der Bildungsforschung, kommt mit einem Friedrich-Wilhelm-Bessel-Forschungspreis ans Institut für Erziehungswissenschaft (IfE) der Universität Tübingen. Der mit 45.000 Euro dotierte Preis würdigt nicht nur die wissenschaftlichen Leistungen von <span lang="en" dir="ltr">Brown</span>, sondern soll auch die Zusammenarbeit zwischen Forschenden in Deutschland und dem Ausland fördern. <span lang="en" dir="ltr">Chris Brown</span> ist an der <span lang="en" dir="ltr">University of Southampton </span>in Großbritannien tätig und hat bereits seit 2021 eine Gastprofessur am IfE inne. Für den Preis nominiert wurde <span lang="en" dir="ltr">Brown </span>von Dr. Colin Cramer, Professor für Professionsforschung am IfE.</p><p><span lang="en" dir="ltr">Chris Brown</span> hat mit seiner Forschung wichtige Beiträge auf dem Gebiet der professionellen Lernnetzwerke in Schulen und zu schulischem Führungshandeln geleistet. Sein interdisziplinärer Ansatz eröffnet neue Perspektiven, wie die Bildungsforschung in Zeiten des Wandels zu einer forschungsgeleiteten Gesellschaft beitragen kann. Seit seiner Ernennung zum Gastprofessor am IfE besteht eine enge Kooperation in Forschung und Lehre mit dem Tübinger Institut. Im Fokus der Zusammenarbeit steht die Frage, wie Netzwerke in und zwischen Schulen das Bildungssystem verbessern können und wie Schulleitungen zu Innovationen an ihren Bildungseinrichtungen beitragen. Bei seinem nächsten Aufenthalt in Tübingen ab Juli 2024 wird <span lang="en" dir="ltr">Brown</span> vor allem der Frage nachgehen, wie Lehrkräfte sowie Schulleiterinnen und -leiter so auf ihre Aufgaben vorbereitet werden können, dass sie für die zukünftigen Herausforderungen ihres Berufs gerüstet sind.</p><p>Die Alexander-von-Humbold-Stiftung verleiht jährlich rund 20 Friedrich-Wilhelm-Bessel-Forschungspreise an international anerkannte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Ausland. Benannt ist die Auszeichnung nach dem deutschen Astronomen und Mathematiker Friedrich Wilhelm Bessel (1784-1846).</p><p class="align-right"><em>Tina Schäfer</em></p><h3>Weitere Informationen:</h3><ul class="ut-list ut-list--link-list"><li><a href="https://www.southampton.ac.uk/people/657v5r/professor-chris-brown" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Webseite von Chris Brown</a></li><li><a href="https://www.humboldt-foundation.de/bewerben/foerderprogramme/friedrich-wilhelm-bessel-forschungspreis" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Bessel-Forschungspreis der Humbold-Stiftung</a><br> 	&nbsp;</li></ul>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-101774</guid><pubDate>Thu, 14 Dec 2023 15:10:06 +0100</pubDate><title>Carl Friedrich von Siemens Stiftung ehrt Madelaine Böhme</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=101774&amp;cHash=c760c960669cf612fe10d17afb08096e</link><description>Tübinger Wissenschaftlerin erhält einjähriges Fellowship</description><content:encoded><![CDATA[<p>Madelaine Böhme, Professorin für Terrestrische Paläoklimatologie, erhält ein Stipendium der Carl Friedrich von Siemens Stiftung. Damit werden die wissenschaftlichen Leistungen der Forscherin gewürdigt, teilte der Stiftungs-Vorstand mit.</p><p>Mit dem Carl Friedrich von Siemens Fellowship lädt die Stiftung jährlich zwei herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für zwölf Monate nach München ein. Durch finanzielle Unterstützung der Stiftung sollen sie in dieser Zeit von ihren universitären Verpflichtungen freigestellt werden, um ungestört und konzentriert an einem Forschungsprojekt arbeiten können.</p><p>Zugleich sollen die Kontakte der Fellows zur wissenschaftlichen Gemeinschaft gefördert und die Verbindung zur Carl Friedrich von Siemens Stiftung vertieft werden. Einige Ergebnisse solcher Fellowships wurden in der ,,Edition der Carl Friedrich von Siemens Stiftung'' veröffentlicht, die beim C.H. Beck Verlag erscheint.</p><p>„Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung und die damit verbundene Würdigung meiner Arbeit“, sagte Madelaine Böhme. Die Wissenschaftlerin erforscht am <span lang="en" dir="ltr">Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment</span> der Universität Tübingen die frühe Evolution der Menschenaffen und Menschen sowie den Ursprung moderner Ökosysteme und wie sich diese durch wechselnde Klimaeinflüsse verändert haben.</p><p class="align-right"><em>Hochschulkommunikation/Antje Karbe</em></p><h3>Weitere Informationen</h3><p><a href="/zh/fakultaeten/mathematisch-naturwissenschaftliche-fakultaet/fachbereiche/geowissenschaften/arbeitsgruppen/geo-und-umweltnaturwissenschaften/geo-und-umweltnaturwissenschaften/terrestrische-palaeoklimatologie/arbeitsgruppe/arbeitsgruppe-boehme/madelaine-boehme/" class="internal-link">Website von Madelaine Böhme</a></p><h4>Zur Carl Friedrich von Siemens Stiftung</h4><p>Die Carl Friedrich von Siemens Stiftung ist eine unabhängige Einrichtung zur Förderung der Wissenschaften. Sie führt ein umfangreiches wissenschaftliches Veranstaltungsprogramm in ihrem Haus in Nymphenburg durch, vergibt Fellowships an herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und unterstützt Universitäts- und Forschungsbibliotheken in Deutschland bei der Beschaffung dringend benötigter wissenschaftlicher Literatur.</p><p><a href="https://www.cfvss.de/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Webseite der Carl Friedrich von Siemens Stiftung</a><br> &nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-101144</guid><pubDate>Thu, 30 Nov 2023 16:48:58 +0100</pubDate><title>Preis für Biochemie der Knoop-Stiftung an Layla Drwesh und Sören Kirchgäßner</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=101144&amp;cHash=b2761ec967f444399347f9fcada9e326</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Layla Drwesh und Dr. Sören Kirchgäßner sind für ihre herausragende Forschung mit dem Preis für Biochemie 2023 der Knoop-Stiftung an der Universität Tübingen ausgezeichnet worden.</p><p>Der Preis wurde 2015 von der Elisabeth und Franz Knoop-Stiftung zusammen mit dem Interfakultären Institut für Biochemie (IFIB) ins Leben gerufen und ist jeweils mit 5.000 Euro dotiert. Er wird alle zwei Jahre an Nachwuchswissenschaftler und Nachwuchswissenschaftlerinnen als Anerkennung für herausragende biochemische Arbeiten – vorzugsweise im Bereich der humanmedizinisch-orientierten Biochemie – verliehen.</p><h3>Die Preisträger 2023</h3><p><strong>Dr. Layla Drwesh</strong>, Jahrgang 1993, hat 2022 ihre Promotion zum Thema "Biogenese mitochondrialer signalverankerter Proteine" an der Universität Tübingen abgeschlossen und ist seitdem am Hertie-Institut für klinische Hirnforschung verankert. Ihr aktueller Forschungsschwerpunkt ist die Untersuchung der Beteiligung des mitochondrialen Außenmembranproteins Miro1 an der Pathobiologie der Parkinson-Krankheit (PD) unter Verwendung von Fibroblasten-Zelllinien von PD-Patienten. In der Erläuterung für die Preisvergabe heißt es unter anderem: "Mitochondrien sind komplexe Strukturen in der Zelle, welche die biologische Energie produzieren, die für die vielen verschiedenen Funktionen einer Zelle nötig sind. Die äußere Hülle der Mitochondrien ist mit zahlreichen Proteinen bestückt, welche die Einfuhr und den Export von Substraten regulieren. Dr. Drwesh hat sich insbesondere mit Proteinen beschäftigt, die einen Signal-Anker am Anfang ihrer Aminosäure-Ketten besitzen. Dieser Signal-Anker leitet die Proteine zur äußeren Membranhülle der Mitochondrien und verankert sie dort. Sie hat auch den Mechanismus untersucht, mit dem diese Signal-Anker in der Zelle hergestellt werden. Störungen in der Produktion der Signal-Anker Proteine hat schwerwiegende Konsequenzen für die Zelle. Mitochondrien beziehungsweise deren Funktion werden mit einigen Krankheitsbildern in Verbindung gebracht, so zum Beispiel Krankheiten des Gehirns, dessen Nervenzellen eine sehr große Zahl von Mitochondrien enthalten, wobei eine Verminderung oder Fehlfunktion zum Absterben betroffener Nervenzellen führen kann und dann letztendlich zu Demenz. Desgleichen gilt für Muskelzellen, deren Beeinträchtigung dann zu einer verminderten Muskelfunktion führen."</p><p><strong>Dr. Sören Kirchgäßner</strong>, Jahrgang 1990, hat 2022 seine Promotion an der Universität Tübingen zum Thema Lysin-Acetylierung abgeschlossen und forscht seitdem am Interfakultären Institut für Biochemie. Im Rahmen seiner Doktorarbeit hat Dr. Kirchgäßner eine synthetische Aminosäure entwickelt, die Acetyllysin nachahmt, aber nicht von endogenen Deacetylasen gespalten werden kann. Diese neue Aminosäure, ihre Synthese und mögliche Anwendungen wurden mit Unterstützung der Technologietransferstelle der Universität Tübingen erfolgreich patentiert. In der Erläuterung für die Preisvergabe heißt es: "Sören Kirchgäßner arbeitet an einem Mechanismus, der das Ablesen und Durchstreichen von Kodierungen beschreibt, die nicht wie üblich in der DNA kodiert sind, sondern hier in Proteinen verschlüsselt werden. In seiner Doktorarbeit hat er speziell die Veränderung der Aminosäure Lysin benutzt und hat eine synthetische nichtnatürliche Aminosäure hergestellt. Diese nichtnatürliche Aminosäure kann von der Zelle in ihre eigenen Proteine eingebaut, dann allerdings nicht von den zellulären Enzymen verändert werden. Seine Forschung leistet einen wertvollen Beitrag zum Arbeitsgebiet der Transkriptionsbiologie. Zelluläre Proteine, mit den Kürzeln BRD oder BET bezeichnet, erkennen, 'lesen' die Veränderung der Aminosäure Lysin und sind in der Lage, zelluläre Funktionen grundlegend zu verändern. BRD- oder BET-Proteine sind unter anderem mit der krebsartigen Veränderung der Zelle in Verbindung gebracht worden. Diese als Transkriptionsfaktoren bezeichneten BRD- und BET-Proteine spielen auch bei viralen Infektionen eine Rolle und wurden weiterhin in Studien von Mäusen mit Lern- und Erinnerungs-Defiziten in Verbindung gebracht."</p><h3>Elisabeth und Franz Knoop-Stiftung</h3><p>Die Elisabeth und Franz Knoop-Stiftung wurde 2014 mit dem Ziel errichtet, die Wissenschaft und Forschung insbesondere auf dem Gebiet der Biochemie an der Universität Tübingen zu fördern. Der Name soll an das Ehepaar Elisabeth und Prof. Dr. med. Franz Knoop erinnern und die Lebensleistung von Franz Knoop in Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Biochemie würdigen, u.a. als Ordinarius der Physiologischen Chemie an der Universität Tübingen und als Leiter des Vorläuferinstituts des Interfakultären Instituts für Biochemie (IFIB) von 1928 bis 1946. Die Stiftung wird treuhänderisch durch den Stifterverband verwaltet.</p><p>Die Elisabeth und Franz Knoop-Stiftung hat den Preis für Biochemie an der Universität Tübingen zusammen mit dem IFIB ins Leben gerufen. Der im zweijährigen Turnus vergebene Preis wird an Nachwuchswissenschaftler und Nachwuchswissenschaftlerinnen als Anerkennung für herausragende biochemische Arbeiten – vorzugsweise im Bereich der humanmedizin-orientierten Biochemie – verliehen.</p><ul><li><a href="http://www.knoop-stiftung.de/" target="_blank" rel="noreferrer" title="Link zur Elisabeth und Franz Knoop-Stiftung">www.knoop-stiftung.de</a></li></ul><h3>Stifterverband &amp; Deutsches Stiftungszentrum</h3><p>Der Stifterverband ist die Gemeinschaftsinitiative von Unternehmen und Stiftungen, die als einzige ganzheitlich in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Innovation berät, vernetzt und fördert. Das Deutsche Stiftungs¬zentrum (DSZ) ist das Dienstleistungszentrum des Stifterverbandes für Stifterinnen, Stifter und Stiftungen. Das DSZ betreut derzeit 670 rechtsfähige und nichtrechtsfähige Stiftungen mit einem Gesamtvermögen von über 3,3 Milliarden Euro. Für die Stiftungszwecke stehen den gemeinnützigen Stiftungen pro Jahr rund 150 Millionen Euro zur Verfügung. Seit über 60 Jahren betreut das DSZ Stifterinnen und Stifter in allen Fragen rund um die Stiftungserrichtung sowie gemeinnützige und mildtätige Stiftungen bei der Verwirklichung ihrer satzungsmäßigen Zwecke.</p><ul><li><a href="http://www.deutsches-stiftungszentrum.de/" target="_blank" rel="noreferrer" title="Link zum Deutschen Stiftungszentrum">www.deutsches-stiftungszentrum.de</a></li><li><a href="http://www.stifterverband.de/" target="_blank" rel="noreferrer" title="Link zum Stifterverband">www.stifterverband.de</a>&nbsp;</li></ul><p class="align-right">Pressemitteilung des deutschen Stiftungszentrums</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-100733</guid><pubDate>Thu, 23 Nov 2023 12:00:00 +0100</pubDate><title>Welche Rolle spielen Darmbakterien bei der Krebsimmuntherapie?</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=100733&amp;cHash=4ece47a7433cdabb5925bd0165e2592e</link><description>Tübinger Mikrobiomforscher erhält ERC-Förderung zur Erforschung des Zusammenspiels von Mikrobiom und Krebsimmuntherapie</description><content:encoded><![CDATA[<p>Für sein Forschungsprojekt „Leveraging the impact of gut microbes to advance the efficacy of CAR-T cell immunotherapy“ erhält Prof. Dr. Christoph Stein-Thoeringer, Professor für Klinische Infektiologie und Translationale Mikrobiomforschung an der Medizinischen Fakultät Tübingen, einen Consolidator Grant des Europäischen Forschungsrates (ERC). Das Projekt zur Erforschung des Einflusses des Mikrobioms auf den Erfolg von sogenannten CAR-T-Zell-Therapien wird über einen Zeitraum von fünf Jahren mit insgesamt rund zwei Millionen Euro gefördert. Mit den ERC Consolidator Grants unterstützt der ERC exzellente Forscherinnen und Forscher bei der Festigung ihrer wissenschaftlichen Karriere.</p><p>Die sogenannte „Chimären Antigenrezeptor T-Zell Therapie“ (CAR-T-Zell-Therapie) stellt den neuesten Meilenstein in der Behandlung von Krebs durch Immuntherapien dar. Mithilfe eines gentechnologischen Verfahrens können körpereigene T-Zellen im Labor zu Chimären Antigenrezeptor-T-Zellen, kurz CAR T-Zellen, umgewandelt und anschließend in den menschlichen Organismus zurück transferiert werden. Mit diesen Antigenrezeptoren ausgestattet sind die T-Zellen dann in der Lage, die Tumorzellen im Körper aufzuspüren und zu vernichten. Trotz des großen Erfolges der CAR-T-Zell-Therapie insbesondere gegen Lymphome, gibt es noch Verbesserungspotenzial.</p><p>Gerade in Bezug auf den langfristigen Behandlungserfolg besteht Optimierungsbedarf. Bei knapp 60 Prozent der Personen, die sich einer CAR-T-Zell-Therapie unterziehen, kommt es zu einem Rezidiv der hämatologischen Tumorerkrankung. Die größte Herausforderung besteht nun darin, herauszufinden, warum die CAR-T-Zelltherapie versagt und ob es Biomarker gibt, die das Ansprechen auf diese Therapie noch vor der eigentlichen Verabreichung der CAR-T-Zellen vorhersagen.&nbsp;<br> Hier kommt das Mikrobiom ins Spiel. Es gibt immer mehr Hinweise darauf, dass das Darmmikrobiom eine wichtige Rolle bei der Immunität und der T-Zellen-gesteuerten Krebsimmuntherapie spielt. Prof. Stein-Thoeringer und seine Forschungsgruppe konnten bereits in jüngster Vergangenheit Indizien dafür finden, das bestimmte Darmbakterien die Vorhersage, ob eine CAR-T-Zell-Therapie von Erfolg gekrönt ist oder nicht, ermöglichen. Mit seiner Mikrobiomforschung will er nun nicht nur die Vorhersage des Ansprechens von CAR-T-Zell-Immuntherapien bestimmen, sondern durch mechanistische Forschung an Interaktionen von Darmmikroben mit Immunzellen und CAR-T-Zellen in Patientinnen und Patienten ein besseres Verständnis des Mikrobioms gewinnen. Das soll in Zukunft helfen, die Erfolgsaussichten von Immuntherapien bei Krebspatientinnen und Krebspatienten zu verbessern.</p><p>Herr Prof. Stein-Thoeringer ist mit seiner Forschungsgruppe „Translationale Mikrobiomforschung“ an der Medizinischen Klinik Innere Medizin I angehangen. Darüber hinaus ist er Mitglied des Tübinger Exzellenzclusters „Controlling Microbes to Fight Infections“ (CMFI) und ist Teil des neu geschaffenen Forschungszentrums M3.&nbsp;</p><h3>Über ERC</h3><p>Der Europäische Forschungsrat (ERC) fördert themenoffen exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und ihre Teams mit bahnbrechenden Forschungsprojekten in verschiedenen Förderlinien für die jeweils passende Karrierestufe. Für die diesjährigen Consolidator Grants hat der ERC aus 2130 Bewerberinnen und Bewerbern 308 Forschende ausgewählt. Die Zuschüsse in Höhe von insgesamt 627 Millionen Euro sind Teil des EU-Rahmenprogramms für Forschung und Innovation „Horizont Europa“.</p><p class="align-right"><em>Pressemitteilung des Universitätsklinikums Tübingen</em></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-100712</guid><pubDate>Tue, 21 Nov 2023 15:48:04 +0100</pubDate><title>Gustav-Hertz-Preis geht an die Tübinger Physikerin Daniela Doneva</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=100712&amp;cHash=99f4db0fd4c10846a79b2556c8641ef9</link><description>Auszeichnung für herausragende Forschung zu Schwarzen Löchern und Neutronensternen</description><content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Daniela Doneva, Leiterin einer Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe am Institut für Theoretische Physik der Universität Tübingen, erhält den Gustav-Hertz-Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG). Sie wird ausgezeichnet „für ihre herausragenden Arbeiten zur Erforschung der Eigenschaften von Schwarzen Löchern und Neutronensternen in Theorien der Gravitation jenseits der Allgemeinen Relativitätstheorie und für ihre grundlegenden Beiträge zur Nutzung kompakter Objekte und Gravitationswellen als Präzisionssonden für die fundamentale Physik“, so die DPG.</p><p>Daniela Doneva hat mit ihrer Forschung zur theoretischen und computergestützten Astrophysik von Schwarzen Löchern und Neutronensternen neuartige Phänomene aufgedeckt, die in Theorien der Gravitation jenseits der Allgemeinen Relativitätstheorie auftreten. Ihre Arbeiten haben zu tieferen Einsichten in die „<span lang="en" dir="ltr">Strong Gravity</span>“ geführt und systematische Untersuchungen potenzieller Entartungen bei Gravitationswellenmessungen aus verschiedenen Bereichen der fundamentalen Physik ermöglicht.</p><p>Daniela Doneva hat im Jahr 2012 an der Universität Sofia ihre Promotion in theoretischer Physik abgeschlossen und arbeitet seitdem an der Universität Tübingen. Ihre Arbeit wurde durch ein Humboldt-Forschungsstipendium (2013–2015) sowie durch das Margarete von Wrangell-Habilitationsprogramm (2015–2018) gefördert. Seit 2019 leitet sie eine unabhängige Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe.</p><p>Der Gustav-Hertz-Preis würdigt eine hervorragende, kürzlich abgeschlossene Arbeit von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern aus den Gebieten der experimentellen oder theoretischen Physik. Die Auszeichnung wird im März 2024 während der DPG-Jahrestagung in Berlin verliehen.</p><p class="align-right"><em>Nach einer Information der DPG</em></p><h3>Weitere Informationen</h3><ul class="ut-list ut-list--link-list"><li><a href="https://www.tat.physik.uni-tuebingen.de/~doneva/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Webseite von Daniele Doneva</a></li><li><a href="https://www.dpg-physik.de/auszeichnungen/uebersicht-preisjahrgaenge/2024" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Alle Preisträgerinnen und Preisträger der DPG 2024</a></li></ul>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-100664</guid><pubDate>Tue, 21 Nov 2023 09:40:31 +0100</pubDate><title>Karla Pollmann in den Vorstand der German U15 gewählt</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=100664&amp;cHash=9fbb21ce971318cf68077dd55b4cb4c5</link><description>Tübinger Rektorin verstärkt Leitungsteam unter neuem Vorsitz des Bonner Rektors Michael Hoch</description><content:encoded><![CDATA[<p>Auf der Mitgliederversammlung des Universitätsverbunds <span lang="en" dir="ltr">German </span>U15 am 20. November 2023 ist Prof. Dr. Dr. h. c. Karla Pollmann, Rektorin der Universität Tübingen, in den erweiterten Vorstand gewählt worden. Die Erweiterung des Vorstandes war in der Sitzung erst beschlossen worden. Neben Pollmann wurden auch Professorin Dr. Eva Inés Obergfell, Rektorin der Universität Leipzig, und Professor Dr. Günter M. Ziegler, Präsident der Freien Universität Berlin, in den Vorstand gewählt. Die Wahl zum neuen Vorsitzenden des Verbunds fiel auf Prof. Dr. Dr. h. c. Michael Hoch, Rektor der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Amtsbeginn des neu zusammengesetzten Gremiums ist der 21. November 2023. Die <span lang="en" dir="ltr">German </span>U15, ein Verbund von 15 medizinführenden Universitäten in Deutschland, versteht sich als Interessenvertretung forschungsstarker Volluniversitäten mit internationaler Sichtbarkeit.</p><p>Prof. Dr. Dr. h. c. Michael Hoch war bereits seit September 2022 stellvertretender Vorstand von U15. Er übernimmt den Vorstandsvorsitz von Prof. Dr. Georg Krausch, Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, der das Amt nach seiner kürzlichen Wahl zum Vizepräsidenten für „Forschung, wissenschaftliche Karrierewege“ der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) zur Verfügung gestellt hatte. Die Mitgliederversammlung von <span lang="en" dir="ltr">German </span>U15 sprach Prof. Dr. Georg Krausch nachdrücklich ihren Dank aus: Er hatte seit 2014 als stellvertretender Vorsitzender und seit September 2020 als Vorstandsvorsitzender die erfolgreiche Entwicklung von U15 maßgeblich vorangetrieben.</p><p>Prof. Dr. Dr. h. c. Michael Hoch zu den Beschlüssen der Mitgliederversammlung:&nbsp;„Deutschland und sein Wissenschaftssystem sind mit multiplen, schweren Krisen konfrontiert. Gerade in dieser Zeit sind forschungsstarke und international sichtbare Universitäten als Impuls- und Ideengeber gefordert. Mit der Erweiterung des Vorstands schaffen wir in U15 die Struktur, um dieser Verantwortung noch umfassender gerecht zu werden. Ich freue mich sehr, zu diesem Zweck künftig mit drei meiner herausragenden Kolleginnen und Kollegen zusammen zu arbeiten.</p><p>U15-Universitäten sind Orte der Spitzenforschung und zukunftsweisender Innovationen. Als solche leisten sie einen besonderen Beitrag dazu, eine lebenswerte und selbstbestimmte Zukunft zu ermöglichen: durch bahnbrechende Forschung, die Entwicklung herausragender Talente und durch starken Transfer. Dafür braucht es entsprechende politische Rahmenbedingungen. Für diese werden wir uns weiter einsetzen. Entscheidend ist dabei auch der Ausbau unserer Zusammenarbeit mit internationalen Spitzenuniversitäten, von Kanada bis Südkorea. Die globalen Herausforderungen werden wir nur gemeinsam lösen.</p><p>Georg Krausch hat unseren Verbund seit 2014 mit strategischem Weitblick und größtem Einsatz vorangebracht. U15 steht heute ausgezeichnet da. Dafür möchte ich Georg Krausch den außerordentlichen Dank aller Mitglieder aussprechen. Für sein neues Amt als HRK-Vizepräsident wünschen wir ihm ebensolchen Erfolg.“</p><p class="align-right"><em>Nach einer Pressemitteilung der German U15</em></p><h3>Weitere Informationen</h3><p><a href="http://www.german-u15.de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Webseite der German U15</a><br> &nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forum</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-100487</guid><pubDate>Fri, 17 Nov 2023 10:22:04 +0100</pubDate><title>Ingrid Hotz-Davies neue Gleichstellungsbeauftragte der Universität Tübingen</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=100487&amp;cHash=74ed13953b1da966e8974e9cc94b5dfa</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Senat der Universität hat Professorin Ingrid Hotz-Davies am 16. November zur neuen Gleichstellungsbeauftragten gewählt. Das Gremium votierte einstimmig ohne Gegenstimmen und Enthaltungen für die Anglistin, die Professorin Ruth Scoralick im Amt nachfolgt. Es ist bereits die dritte Amtszeit für Hotz-Davies, die bereits von 2002 bis 2006 sowie von 2014 bis 2019 als Gleichstellungsbeauftragte fungiert hatte. Von 2007 bis 2011 war sie Sprecherin der Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten der Hochschulen Baden-Württembergs.&nbsp;</p><p>Die Rektorin der Universität, Professorin Karla Pollmann, zeigte sich erfreut über die hohe Zustimmung bei der Wahl der neuen Gleichstellungsbeauftragten im Senat: „Frau Professorin Ingrid Hotz-Davies ist sehr angesehen und sie genießt das Vertrauen aller an der Universität Tübingen, einschließlich des Rektorats.“ Die Rektorin betonte, sie wolle das Ansehen und die Bedeutung der Stelle der Gleichstellungsbeauftragten heben und verstärkt in diesen Bereich investieren.&nbsp;</p><p>Hotz-Davies sagte in ihrer Dankesrede, sie sei sehr glücklich, dass sie die Universität noch einmal als Gleichstellungsbeauftragte begleiten dürfe: „Gleichstellung und die praktische Wertschätzung der Diversitäten dieser Universität sind eine wichtige Voraussetzung dafür, dass wir gut und erfolgreich miteinander forschen, lehren und voneinander lernen können." Die Anglistin verwies auch auf den anstehenden Prozess der Exzellenzbewerbung. Hier könne sie auf umfangreiche Erfahrungen aus dem letzten Bewerbungsprozess zurückgreifen.&nbsp;</p><p>Ingrid Hotz-Davies wurde 1961 in München geboren. Sie studierte Anglistik und Germanistik in München sowie an der Dalhousie University in Halifax (Kanada), wo sie 1993 promoviert wurde. Von 1993 bis 2001 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der LMU München. Nach der Habilitation im Jahr 2000 wurde sie ein Jahr später als Professorin für englische Literatur an die Universität Tübingen berufen. Seit 2013 ist sie Co-Direktorin des Zentrums für Gender- und Diversitätsforschung (ZGD) in Tübingen. Im Mittelpunkt ihrer Forschung stehen die Literatur der frühen Neuzeit, Literatur von Frauen aus der Zeit von etwa 1600 bis 2000, Techniken des subversiven Schreibens, <span lang="en" dir="ltr"><em>queer studies</em></span> sowie Affekt und Literatur.&nbsp;</p><p class="align-right">Karl G. Rijkhoek</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Intern</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-100367</guid><pubDate>Wed, 15 Nov 2023 10:29:09 +0100</pubDate><title>Lehrpreis für den Studium-Oecologicum-Kurs „Aufbäumen für die Zukunft“</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=100367&amp;cHash=b1cae5c716d469249814dd63d4da7620</link><description>Tübinger Kurs zu Agrikultur und Agroforstsystemen belegt zweiten Platz beim Heidelberger Lehrpreis „Hochschulbildung für eine nachhaltige Zukunft“ </description><content:encoded><![CDATA[<p>Erneut wurden zwei Dozierende für einen Kurs aus dem Curriculum des Studium Oecologicum der Universität Tübingen mit dem <strong>Lehrpreis „Hochschulbildung für eine nachhaltige Zukunft“</strong> ausgezeichnet: Nils Aguilar und Paul Hofman erhielten den Preis für ihren interdisziplinären Kurzs zu Agrikultur und Agroforstsystemen. Der BNE-Lehrpreis wird jährlich vom Zentrum Bildung für nachhaltige Entwicklung der Pädagogischen Hochschule Heidelberg vergeben und ist mit 5000 Euro dotiert. Ausgezeichnet werden Hochschullehrende, die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) beispielhaft in ihrer Lehre umsetzen.</p><p>Die Preisverleihung fand am 6. November 2023 statt. Das transformative Lehrkonzept des Kurses „Aufbäumen für die Zukunft: &nbsp;Regenerative Agrikultur und Agroforstsysteme“ konnte die Jury auf mehreren Ebenen überzeugen. In ihrer Laudatio hob das Jurymitglied Dr. Nicole Eschbach hervor:&nbsp;</p><p>„Besonders beeindruckend war für uns als Jury, wie in diesem Kurs inter- und transdisziplinäre Ansätze und viele verschiedene Perspektiven miteinander verschränkt werden. Mit Blick auf die Methoden und die zugrunde gelegten Konzepte geht die Lehrveranstaltung einen fundierten Weg […], eine Einordnung in das Konzept der sozialökologischen Transformation und in die Reallabor-Arbeitsweise wird vorgenommen. Spielerische Komponenten, Open-Space-Formate und die Backcasting-Methode kommen zum Einsatz. Im Sinne der BNE geht es inhaltlich nicht nur um den Link zu etlichen der Sustainable Development Goals […]; es geht vor allem auch um die Förderung von Kompetenzen wie der Partizipations-, Reflexions- und Innovationsfähigkeit.“</p><p>„Aufbäumen für die Zukunft“ beginnt mit einem Theorieteil, der zu großen Teilen mit Impulsreferaten von den Studierenden gestaltet wird. In Gruppenarbeiten wird gemeinsam diskutiert. Anschließend verbringen die Studierenden drei Tage auf dem Hof Sonnenwald im Schwarzwald, einem Lehrbetrieb für regenerative Landwirtschaft, und erhalten Einblicke in die Praxis und die agrarwissenschaftliche Forschung.&nbsp;</p><p>Dass auch die Umsetzung des Lehrkonzeptes überzeugt, zeigt das Feedback eines Kursteilnehmers: „Paul und Nils sind geniale Dozenten, die durch ihre fachliche Expertise auf vielfältige Fragen eine Antwort haben und sie schaffen es, didaktisch eine Lernatmosphäre auf Augenhöhe zu ermöglichen, die im Uni-Alltag oft zu kurz kommt“.</p><p>Bereits im letzten Jahr ging der Preis nach Tübingen, an einen Studium-Oecologicum-Kurs: Dr. Birgit Hoinle, Raquel Cayapa und Matzel Xander belegten den ersten Platz mit ihrem Angebot „Faire Schokolade on air“.&nbsp;</p><p>Das Studium Oecologicum der Universität Tübingen ist seit 2009 ein fächerübergreifendes Kursangebot zur Nachhaltigen Entwicklung für Studierende aller Fachrichtungen mit bundesweitem Modellcharakter. Es wird am Kompetenzzentrum für Nachhaltige Entwicklung (am IZEW) gestaltet und in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung Überfachliche Bildung und berufliche Orientierung im Rahmen des Transdisciplinary Course Program durchgeführt.</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-100256</guid><pubDate>Tue, 14 Nov 2023 11:30:00 +0100</pubDate><title>Der Erich Fromm-Preis 2024 geht an Bernhard Pörksen</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=100256&amp;cHash=7392095aab2d8fb1e805438e84241c0f</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Erich Fromm-Preis geht 2024 an Professor Dr. Bernhard Pörksen vom Institut für Medienwissenschaft der Universität Tübingen. Der Preis wird am Samstag, den 23. März 2024, dem 124. Geburtstag Erich Fromms, in einer Matineeveranstaltung um 11 Uhr im Bildungszentrum Hospitalhof in Stuttgart verliehen. Die Laudatio hält die Publizistin Kübra Gümüşay.</p><p>Für die fünfköpfige Jury erfüllt das wissenschaftliche und öffentliche Wirken von Bernhard Pörksen in hohem Maße die Intentionen des humanistischen Sozialpsychologen Erich Fromm, der um die Bedeutung eines qualitativ hohen Informationsniveaus als "einer entscheidenden Voraussetzung für die Bildung einer echten Demokratie“ (Haben oder Sein) wusste. Pörksens Konzepte zur Förderung der Medienmündigkeit und seine Forderung nach einer "redaktionellen Kompetenz" aller, bei der "der reflektierte Umgang mit Informationen zu einem Element der Allgemeinbildung werde“, ist eine Vision im Sinne Erich Fromms und seiner Sorge um das Humane, um Freiheit und Demokratie. Auch sonst zeigt sich in Pörksens Werk und öffentlichen Engagement seine Nähe zur Humanistischen Psychologie und zum Werk von Erich Fromms.</p><p>Der mit 10.000 € dotierte Erich Fromm-Preis wird seit 2006 jährlich von der Internationalen Erich-Fromm-Gesellschaft verliehen. Es werden Personen ausgezeichnet, die mit ihrem wissenschaftlichen, sozialen, gesellschaftspolitischen oder journalistischen Engagement Hervorragendes für den Erhalt oder die Wiedergewinnung humanistischen Denkens und Handelns im Sinne des Sozialpsychologen Erich Fromm (1900-1980) geleistet haben bzw. leisten.</p><p>Bisherige Preisträger waren u.a. <span lang="en" dir="ltr">Noam Chomsky</span>, Eugen Drewermann, Anne-Sophie Mutter, Georg Schramm, Gesine Schwan, Götz Werner, Christel und Rupert Neudeck, John Neumeier, Hartmut Rosa, Konstantin Wecker, Gerhart Baum, Daniel und Sabine Röder (<span lang="en" dir="ltr">Pulse of Europe</span>), Paul Mason, Maja Göpel, Ueli Mäder und Thomas Fuchs.</p><p class="align-right"><em>Nach einer Pressemitteilung der Internationalen Erich-Fromm-Gesellschaft e.V.</em></p><h2>Weitere Informationen:</h2><p><a href="/zh/fakultaeten/philosophische-fakultaet/fachbereiche/philosophie-rhetorik-medien/institut-fuer-medienwissenschaft/institut/personen/poerksen-bernhard-prof-dr/" class="internal-link">Webseite von Bernhard Pörksen</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-99686</guid><pubDate>Thu, 26 Oct 2023 13:42:07 +0200</pubDate><title>Carola Lorea erhält ERC Synergy Grant zur Erforschung von Mantras</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=99686&amp;cHash=83e715f4ac4efbcc40a08f46aae510bd</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Tübinger Religions- und Kulturwissenschaftlerin Professorin Carola Lorea erhält gemeinsam mit Kooperationspartnern von der Universität Wien und der US-amerikanischen Brown University einen mit 9,6 Millionen Euro dotierten Synergy Grant des European Research Council (ERC). Die Förderung ermöglicht ein Projekt zur Erforschung von Mantras in Südasien und weltweit. Die Förderung des ERC läuft über sechs Jahre.</p><p>„Mantra“ ist ein Wort aus der altindischen Sprache Sanskrit und beschreibt einen Laut, eine Formel oder eine wirkkräftige Silbe. Mehr als 1,5 Milliarden Menschen weltweit nutzen Mantras für Rituale, Heilpraktiken oder die Meditation. Das Forschungsprojekt wird erstmals eine globale Geschichte und Anthropologie der Mantras erarbeiten und dafür umfangreiche digitale Klang-, Bild- und Textarchive anlegen und auswerten.</p><p>Carola Lorea ist an der Universität Tübingen Juniorprofessorin für Religious Studies/Rethinking Global Religion. Den Projektantrag hat sie gemeinsam mit Borayin Larios von der Universität Wien und Finnian Gerety von der Brown University, Andrea Acri von der EPHE Paris und Gudrun Bühnemann gestellt.&nbsp;<br> &nbsp;<br> „Feldforschung über mehrere Kontinente hinweg erfordert internationale Kooperationen. So lässt sich ein mittlerweile globales Phänomen wie Mantras untersuchen“, sagte Professorin Karla Pollmann, Rektorin der Universität Tübingen. „Wir sind froh, mit Juniorprofessorin Carola Lorea eine Forscherin an der Universität Tübingen zu haben, die sich an so ein ambitioniertes Projekt heranwagt.“</p><p>Das European Research Center unterstützt in der diesjährigen Vergabe der Synergy Grants insgesamt 37 Projekte aus Europa und darüber hinaus in einer Gesamthöhe von 359 Millionen Euro. Die Förderung gibt herausragenden Forscherinnen und Forschern die Möglichkeit, unterschiedliche Fähigkeiten, Kenntnisse und Ressourcen zu bündeln, um die Grenzen unseres Wissens zu erweitern.</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-99365</guid><pubDate>Fri, 20 Oct 2023 09:51:41 +0200</pubDate><title>Informatikerin Zeynep Akata Schulz erhält Alfried Krupp-Förderpreis</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=99365&amp;cHash=c9f4ecd41c0c5dbc86cb1ece9a2ce326</link><description>Mit 1 Million Euro dotierte Auszeichnung für Tübinger Wissenschaftlerin, die auf dem Gebiet des Maschinellen Lernens forscht</description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung hat die Informatikerin Professorin Dr. Zeynep Akata Schulz mit dem Alfried Krupp-Förderpreis 2023 ausgezeichnet – einer der bedeutendsten wissenschaftlichen Auszeichnungen in Deutschland. Die 37-jährige ist seit 2019 Professorin für Erklärbares Maschinelles Lernen an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen. Dem Auswahlgremium der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung hatten insgesamt 36 Vorschläge für Kandidatinnen und Kandidaten aus ganz Deutschland vorgelegen. Die mit einer Million Euro dotierte Auszeichnung überreichte Gonca Türkeli-Dehnert, Staatssekretärin im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Festrede hielt Professor Dr. Ralf Stremmel, Leiter des Historischen Archivs Krupp.</p><p>„Es ist uns eine große Freude, Zeynep Akata Schulz mit dem diesjährigen Alfried Krupp-Förderpreis auszuzeichnen“, so Professorin Dr. Ursula Gather, die Kuratoriumsvorsitzende der Krupp-Stiftung. „Erklärbares Maschinelles Lernen hat das Potenzial, unsere Lebensqualität zu verbessern und innovative Lösungen für komplexe Probleme zu finden. Es wird unser Leben verändern. Der Ansatz von Zeynep Akata Schulz, Maschinelles Lernen ohne den Einsatz von klassifizierten Trainingsdaten, jedoch unter Verwendung mehrerer Datenmodalitäten zu erforschen sowie Vertrauen in die Technologie zu stärken, spielt eine entscheidende Rolle für die Anwendungsmöglichkeiten und die gesellschaftliche Akzeptanz. Auf diesem Gebiet gehört sie zur internationalen Weltspitze. Der Förderpreis unterstützt sie auf diesem Weg.“</p><p>Der Forschungsschwerpunkt von Zeynep Akata Schulz liegt im Erklärbaren Maschinellen Lernen. Erklärbares Maschinelles Lernen bietet Erklärungen, damit Menschen nachvollziehen können, wie und warum eine Künstliche Intelligenz (KI) eine bestimmte Entscheidung getroffen hat. Dies stärkt das Vertrauen in KI, ermöglicht es Benutzerinnen und Benutzern, Fehler zu erkennen und trägt zu verantwortungsvollen Entscheidungen bei. Dieser Ansatz könnte Anwendung finden im Finanz-, Gesundheits- und Rechtswesen und anderen Bereichen, in denen es wichtig ist, dass Menschen die Entscheidungen von KI-Systemen verstehen.</p><p>Eine Methode des Maschinellen Lernens ist Deep Learning. Moderne Computeralgorithmen nutzen Deep Learning Modelle, um komplexe Aufgaben zu bewältigen und hochdimensionale Probleme zu lösen. Allerdings sind diese Modelle intransparent und können ihre Entscheidungen nicht erklärbar darstellen. Akata arbeitet daran, transparente Algorithmen zu entwickeln, die nachvollziehbare Entscheidungen treffen können. Dafür nutzt sie Modelle des "weakly supervised learnings" – ein Ansatz im Maschinellen Lernen, bei dem unvollständige oder unspezifische Informationen zum Einsatz kommen. Dies ermöglicht das Training mit unstrukturierten oder unqualifizierten Daten. Die Methode ist sinnvoll, um große Datensätze effizient zu nutzen und Modelle mit begrenzten Ressourcen zu trainieren.</p><p>Akatas Vision ist es, eine selbsterklärende KI zu schaffen, die mit minimalem Feedback lernen und zuverlässig sowie transparent mit Menschen interagieren kann. Dies kann besonders relevant für mobile Robotik und intelligente Fahrzeuge sein.</p><p>Fachkolleginnen und Fachkollegen beschreiben Akata als Ausnahmewissenschaftlerin: Neben ihren wissenschaftlichen Leistungen und der Publikationstätigkeit – sie wurde bereits 15.000-mal in Fachkreisen zitiert – engagiert sie sich in der Lehre und betreut Studierende sowie Promovierende.</p><h3>Professorin Dr. Zeynep Akata Schulz</h3><p>Prof. Dr. Zeynep Akata Schulz (37), geboren in der Türkei, wurde 2019 auf die Professur für Erklärbares Maschinelles Lernen an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen berufen, die im Rahmen des Exzellenzclusters „Maschinelles Lernen: Neue Perspektiven für die Wissenschaft“ eingerichtet wurde. Sie studierte technische Informatik an der Trakya Universität in der Türkei, Medieninformatik an der RWTH Aachen und wurde an der Universität Grenoble promoviert. Nach ihrer Promotion forschte sie von 2014 bis 2017 als Postdoktorandin am Max-Planck-Institut für Informatik in Saarbrücken zu Maschinellem Sehen und Lernen. Zudem war sie zu der Zeit als Gastwissenschaftlerin an der University of California in Berkeley tätig. Zwischen 2017 und 2019 arbeitete Akata als Junior-professorin sowie als wissenschaftliche Leiterin des UvA-Bosch Delta Lab an der Universität Amsterdam, dort beschäftigte sie sich mit den Grundlagen des Deep Learning. Sie war ebenfalls Forschungsleiterin am Max-Planck-Institut für Informatik in Saarbrücken.</p><p>Die Arbeit von Zeynep Akata Schulz ist bereits mit hochrangigen Förderungen und Auszeichnungen gewürdigt worden, darunter mit dem EVCA Young Researcher Award (2022), dem Deutschen Mustererkennungspreis der Deutschen Gesellschaft für Mustererkennung (2021), dem „ERC Starting Grant“ des Europäischen Forschungsrates (2019) und dem Lise Meitner Award for Excellent Women in Computer Science des Max-Planck-Instituts für Informatik (2014). Sie ist regelmäßig als Keynote Sprecherin eingeladen, etwa bei der UAI Conference, der Helmholtz AI Conference, am University College London, bei Facebook AI Research oder Google. Zeynep Akata Schulz ist u. a. Mitglied des Tübingen AI Center an der Universität Tübingen und am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme.</p><h3>Alfried Krupp-Förderpreis</h3><p>Der Alfried Krupp-Förderpreis wird seit 1986 jährlich für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler ausgeschrieben, die in den Bereichen Natur- und Ingenieurwissenschaften eine Erstprofessur an einer deutschen Hochschule innehaben. Er wurde bisher an 42 Forschende vergeben. Die mit 1 Million Euro dotierte Auszeichnung verschafft den Preisträgerinnen und Preisträgern Freiheit in Forschung und Lehre: Während eines Zeitraums von fünf Jahren können sie sich flexibel und unabhängig ein optimales Arbeitsumfeld schaffen und ihre wissenschaftliche Arbeit vorantreiben.</p><h3>Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung</h3><p>Die gemeinnützige Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung fördert seit 1968 Menschen und Projekte in Kunst und Kultur, Bildung, Wissenschaft, Gesundheit und Sport und hat sich dafür bisher mit 690 Millionen Euro engagiert. Als größte Aktionärin der heutigen thyssenkrupp AG verwendet die Stiftung die ihr zufließenden Erträge ausschließlich für gemeinnützige Zwecke. Mit ihrer Arbeit setzt sie Akzente in der Wissenschafts- und Hochschulentwicklung, sie möchte Chancengleichheit ermöglichen und die Ausbildung junger Generationen verbessern. Weitere Informationen: <a href="http://www.krupp-stiftung.de/wiss" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">www.krupp-stiftung.de/wiss</a></p><p class="align-right">Pressemitteilung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-99227</guid><pubDate>Tue, 17 Oct 2023 16:53:09 +0200</pubDate><title>KSG Entrepreneurship Research Award - Tübinger Professorin Dr. Theresa Veer ausgezeichnet</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=99227&amp;cHash=6d82a11cfca5775c2c608b0d7ef563c5</link><description>In der prämierten Arbeit von Prof. Dr. Theresa Veer (Universität Tübingen) und Dr. Katja Bringmann, (Ghent University), wird ein klares und überzeugendes Licht auf die noch unverstandenen geschlechtsspezifischen Dynamiken in der Legitimation und Bewertung von Startups geworfen.</description><content:encoded><![CDATA[<p>In diesem Jahr wurden zwei Forschungsarbeiten mit dem KSG Entrepreneurship Research Award prämiert. Die Arbeit mit dem Titel “<span lang="en" dir="ltr">The legitimacy challenge – Understanding the impact of gender congruent legitimacy judgments on new ventures´ pre money valuations</span>” der Autorinnen Prof. Dr. Theresa Veer (Eberhard Karls Universität Tübingen) und Dr. Katja Bringmann, (Ghent University, Belgien) sowie die Arbeit mit dem Titel “<span lang="en" dir="ltr">Unraveling the identity work of intrapreneurs in internal corporate venturing</span>“ der Autor:innen Frederic-Alexander Starmann, Prof. Dr. Sylvia Hubner-Benz, Slawa Tomin (alle Universität Paderborn) wurden auf der 26. Interdisziplinären Jahreskonferenz zu Entrepreneurship, Innovation und Mittelstand (G-Forum) am 28. September in Darmstadt mit dem „KSG Entrepreneurship Research Award 2023“ ausgezeichnet. Die in diesem Jahr geteilte und mit je 2.000,- Euro dotierte Auszeichnung wurde von der Karl Schlecht Stiftung bereits zum neunten Mal gestiftet. Der Preis wurde auf der Abendveranstaltung des 26. G-Forums durch die Jurymitglieder Prof. Dr. Judith Behrens, Prof. Dr. Elisabeth Berger, Prof. Dr. Matthias Baum und Prof. Dr. Christoph Stöckmann an die Autorenteams überreicht.</p><p><strong>Der Preis:</strong><br> Der Preis richtet sich an alle Autoren, die zum G-Forum einen Full-Paper Referatsvorschlag eingereicht hatten. Die Preisträger werden in einem zweistufigen Auswahlverfahren ermittelt. In der ersten Stufe wurden die im Double-blind-Review am besten bewerteten wissenschaftlichen Arbeiten nominiert. Anschließend wählte eine Jury aus den nominierten Arbeiten die zu prämierende Arbeit aus.</p><p><strong>Karl Schlecht Stiftung (KSG)</strong><br> Die Karl Schlecht Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung mit Fokus auf "Good Leadership". Ihre Leitidee ist die Verbesserung von Führung in Business und Gesellschaft durch humanistische Werte. Vor diesem Hintergrund fördert sie die ganzheitliche, werteorientierte Persönlichkeitsentwicklung von jungen Menschen und angehenden Führungskräften. Dazu unterstützt sie wirkungsorientierte Projekte und Institutionen in den fünf Förderbereichen Leadership, Ethik, Bildung, Kultur und Technik (<a href="https://www.ksg-stiftung.de/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">KSG Homepage</a>).</p><p><strong>Förderkreis Gründungs-Forschung e.V. (FGF)</strong><br> Der gemeinnützige FGF e.V. wurde 1987 zur Förderung des Gedankens der unternehmerischen Selbstständigkeit und des unternehmerischen Handelns gegründet. Heute ist der gemeinnützige FGF die führende wissenschaftliche Vereinigung für Entrepreneurship, Innovation und Mittelstand in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein. Gründung und Nachfolge, Mittelstand, Innovation und Familienunternehmen sind die zentralen Themen des Vereins (<a href="https://www.fgf-ev.de/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">FGF-Homepage</a>).</p><p><strong>Zum Inhalt der ausgezeichneten Arbeit:<br><span lang="en" dir="ltr"><em>“The legitimacy challenge – Understanding the impact of gender congruent legitimacy judgments on new ventures´ pre money valuations”</em></span></strong><br> In der prämierten Arbeit von Prof. Dr. Theresa Veer (Universität Tübingen) und Dr. Katja Bringmann, (Ghent University), wird ein klares und überzeugendes Licht auf die noch unverstandenen geschlechtsspezifischen Dynamiken in der Legitimation und Bewertung von Startups geworfen. Mit einer Kombination aus akribischer theoretischer Herleitung und analytischer Schärfe entfalten die Autorinnen ein profundes Verständnis der Herausforderungen, denen sich weibliche Unternehmerinnen in der von Männern dominierten Welt der Startups stellen müssen.</p><p>Veer und Bringmann führen das 'Gender Congruent Legitimacy Judgment' Framework ein, eine robuste Analysemethode, die die Komplexität geschlechtsspezifischer Rollenkonformität und institutioneller Perspektiven auf die Legitimation neuer Unternehmen entschlüsselt. Durch gründliche Analyse proprietärer Daten eines großen europäischen Konzerns untermauern die Autorinnen ihre Argumentation mit empirischen Beweisen, die die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Legitimation und Bewertung von Startups hervorheben.</p><p>Die Forschungsergebnisse sind unmissverständlich: Weiblich geführte Startups können ihre Legitimität markant erhöhen, wenn sie durch etablierte Kunden und Equity-Investoren unterstützt werden. Diese Erkenntnis stellt nicht nur eine Antwort auf bestehende Fragen dar, sondern fordert auch etablierte Normen und Praktiken heraus. Geschlechtsspezifische Konformität und evaluative Legitimität spielen eine entscheidende Rolle in der Wahrnehmung und Bewertung von weiblich geführten Startups durch Investoren. So fördert eine soziale Ausrichtung des Geschäftsmodells die Legitimität Frauen-geführter Startups während aktives Fundraising die Legitimität selbiger untergräbt.</p><p>Die Arbeit von Veer und Bringmann ist nicht nur eine akademische Errungenschaft, sondern auch ein pragmatischer Leitfaden, der sowohl aufklärt als auch erleuchtet. Die Autorinnen adressieren die "Gender-Bindheit" im Diskurs über die Legitimation neuer Unternehmen mit einer Kombination aus Fakten, Theorie, Analyse und überzeugender Interpretation und bieten konkrete, anwendbare Einblicke, die den Weg für weibliche Unternehmerinnen in der Investorenlandschaft ebnen können.</p><p><strong>Zum Inhalt der ausgezeichneten Arbeit:<br><span lang="en" dir="ltr"><em>“Unraveling the identity work of intrapreneurs in internal corporate venturing“</em></span></strong><br> Die prämierte Studie der Autor:innen Frederic-Alexander Starmann, Prof. Dr. Sylvia Hubner-Benz, Slawa Tomin (alle Universität Paderborn) beleuchtet die bedeutsame Rolle von Identitätsprozessen während der Teilnahme an Unternehmens-internen Gründungsprogrammen bzw. „Intrapreneurshipprogrammen“. Während bisherige Forschung sich darauf konzentrierte zu untersuchen wie organisationale Faktoren (bspw. zeitliche Verfügbarkeit oder Management Support) unternehmerisches Verhalten von Teilnehmer:innen in Intrapreneurshipprogrammen beeinflussen, untersucht das Autor:innenteam dieser qualitativen Längsschnittstudie individuelle Identitätsprozesse, die während des Intrapreneurshipprogramms auftreten. Insbesondere wird aufgezeigt, wie mit Unsicherheiten des Unternehmertums umgegangen wird und wie sich der Wechsel zwischen den Rollen als Intrapreneur:in und Mitarbeiter:in auswirkt.</p><p>Die zentrale Erkenntnis: Viele Teilnehmer:innen entwickeln eine Identität als Unternehmer:in, die teilweise im Konflikt zu ihrer bisherigen Identität als Mitarbeiter:in steht. Dieser interne Konflikt kann dazu führen, dass sie ihre aufstrebende, neu-entwickelte unternehmerische Selbstidentität schützen wollen und daher ihre Einbettung in die übergeordnete Unternehmensstruktur als unwichtig oder sogar störend wahrnehmen. Zudem finden die Autor:innen, dass ein Intrapreneurshipprogramm den Teilnehmer:innen die Herausforderungen des Unternehmertums aufzeigt, was für einige dazu führt, dass sie ihre unternehmerischen Ambitionen aufgeben und sich wieder verstärkt ihrer Rolle als Mitarbeiter:in zuwenden.</p><p>Die Ergebnisse der Studie werfen ein neues Licht auf die Dynamiken und Herausforderungen, die in Intrapreneurshipprogrammen auftreten, und stellen die gängigen Vorstellungen der Rolle von Intrapreneur:innen für Unternehmen in Frage. Die Ergebnisse zeigen auf, dass Unternehmens-interne Gründungsprogramme gewissenhaft aufgesetzt sein sollten, um sowohl für die Teilnehmer:innen als auch für das Unternehmen mehr positive als negative Auswirkungen zu generieren.</p><p class="align-right"><em>Nach einer Pressemitteilung der&nbsp;Karl Schlecht Stiftung (KSG)</em></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-99059</guid><pubDate>Thu, 12 Oct 2023 15:14:38 +0200</pubDate><title>Trauer um den indischen Germanisten Professor Anil Bhatti </title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=99059&amp;cHash=d43f4dfae53461cfd3b36eace3c0a952</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Am 11. Oktober 2023 ist Professor Dr. Anil Bhatti in Delhi gestorben. Wir verlieren mit Anil Bhatti nicht nur einen verehrten Kollegen, sondern einen Freund. Vor allem aber war er uns ein Vorbild, was wissenschaftliche Integrität, politischen Mut, Großherzigkeit und Humanität angeht.&nbsp;</p><p>Anil Bhatti war Professor Emeritus am Centre of German Studies der School of Language, Literature and Culture Studies an der Jawaharlal Nehru University in New Delhi. Bhatti war ohne Zweifel einer der wichtigsten Germanisten in Indien. Er hat Generationen von Studierenden und späteren Kollegen und Kolleginnen geprägt. Von 1998 bis 2012 war er Präsident und seit 2012 Ehrenpräsident der indischen Goethe-Gesellschaft. 1971 hatte er an der Ludwig-Maximilians-Universität München über Clemens Brentano promoviert und bewegte sich seitdem durch Europa, USA, Afrika und Südostasien. Besonders lange und gerne hielt er sich in Wien auf: Von 1996 bis 2001 war er Präsident des Instituts zur Erforschung und Förderung österreichischer und internationaler Literaturprozesse in Wien (INST).&nbsp;</p><p>Bhatti wurde für seine Arbeiten zu Goethe, zur Romantik, zur Wiener Moderne und zur Kulturtheorie mit vielen hochrangigen Auszeichnungen geehrt. 2005 erhielt er das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und 2011 das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse. 2021 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Universität Zürich verliehen. Mit der Universität Tübingen verbanden ihn vielfältige Kontakte im Deutschen Seminar, aber auch im Englischen Seminar und im Institut für Medienwissenschaft. 2011 bekam er auf Betreiben des Deutschen Seminars von der Alexander von Humboldt-Stiftung die höchste Auszeichnung für internationale Wissenschaftler, den Humboldt-Forschungspreis, verliehen. &nbsp;</p><p>Anil Bhatti hat mit dem Konzept der kulturellen Ähnlichkeit, die er den Vorstellungen von kultureller Differenz und Identität an die Seite und durchaus auch entgegenstellte, ein neues Paradigma in die Debatte über Globalität, Interkulturalität und Universalismus eingebracht: Similarity. A Paradigm for Culture Theory erschien 2018 und wurde zu einer international beachteten Publikation.</p><p>Ihm ein ehrendes Andenken zu bewahren, bedeutet, der Verständigung zwischen Kulturen, Religionen, Staaten und Menschen auch in schwierigen Zeiten immer und unter allen Umständen eine Chance zu geben.&nbsp;</p><p class="align-right">Dorothee Kimmich&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-99014</guid><pubDate>Wed, 11 Oct 2023 15:36:13 +0200</pubDate><title>Wissenschaftspreis für Pharmazeut Lutz Heide</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=99014&amp;cHash=ea4e489aa7425dbd482c38d59321c073</link><description>Tübinger Professor wird von der Dr. August und Dr. Anni Lesmüller-Stiftung ausgezeichnet – Gemeinsame Ehrung mit der Würzburger Pharmazeutin Ulrike Holzgrabe</description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Tübinger Pharmazeut Professor Lutz Heide hat den Wissenschaftspreis der Dr. August und Dr. Anni Lesmüller-Stiftung erhalten. Durch den mit 100.000 Euro dotierten Preis würdigte die Stiftung „seine exzellente wissenschaftliche Arbeit und sein außergewöhnliches gesellschaftliches Engagement“. Die Auszeichnung wurde zu gleichen Teilen an ihn und Professorin Ulrike Holzgrabe von der Julius-Maximilians-Universität Würzburg verliehen und im Rahmen der DPhG-Jahrestagung in Tübingen überreicht.</p><p>Laudatorin Professorin Petra Högger stellte die umfangreiche wissenschaftliche Expertise von Lutz Heide heraus: „Die wissenschaftlichen Forschungsaktivitäten von Professor Heide begannen mit der Untersuchung der Biosynthese und der biotechnologischen Herstellung bioaktiver Moleküle in pflanzlichen Zellkulturen. Einen weiteren Fokus stellten, nach der Entdeckung und funktionellen Analyse der Biosynthese-Gencluster der Aminocumarin-Antibiotika, die Suche nach neuen Antibiotika mit genetischen und genomischen Methoden dar.“ Neben seinem Schwerpunkt in der Grundlagenforschung führte der Wissenschaftler auch klinische Humanstudien zur Wirksamkeit von pflanzlichen Arzneimitteln durch.</p><p>Ein Herzensprojekt sind für ihn seine aktuellen Untersuchungen zu gefälschten und minderwertigen Arzneimitteln in afrikanischen Ländern. „Arzneimittelfälschungen und minderwertige Arzneimittel sind nach Ansicht der WHO für hunderttausende von Todesfällen verantwortlich. Lutz Heide engagiert sich für die Anwendung und Weiterentwicklung von analytischen Methoden zur Qualitätskontrolle bzw. -sicherung, die auch unter einfachen Bedingungen durchführbar und verlässlich sind“, sagte Högger.</p><p>Seine Erkenntnisse hatten weitreichende Konsequenzen und führten dazu, dass die Weltgesundheitsorganisation mehrfach Warnmeldungen aussprach: Es kam zu Marktrücknahmen von nachgewiesen gefälschten und minderwertigen Arzneimitteln, die britische Arzneimittelaufsichtsbehörde veranlasste sogar die Schließung eines britischen Großhändlers, der der malawischen Regierung ein gefährlich minderwertiges indisches Präparat verkauft hatte.</p><p>Darüber hinaus leistete Heide in der Lehre Pionierarbeit mit einzigartigen Projekten. Als einer der ersten deutschen Hochschullehrer förderte er aktiv das jüngste pharmazeutische Fach „Klinische Pharmazie“, beispielsweise durch die Konzeption des wegweisenden Zertifikatskurses „<span lang="en" dir="ltr">Clinical Pharmacy</span>“. Als Wahlpflichtfach für Studierende und als akkreditierte Fortbildung für Approbierte bietet er den deutschlandweit einzigartigen Kurs „<span lang="en" dir="ltr">Pharmacy in Global Health</span> – Pharmazie in Entwicklungszusammenarbeit und Katastrophenhilfe“ an.</p><p>Die Pharmazeutin Professorin Ulrike Holzgrabe wurde für ihre Verdienste in der Lehre wie auch ihr Forschung zu neuartigen Antiinfektiva und im Bereich der Pharmazeutischen Analytik gewürdigt. Unter anderem fand eine Arbeit von ihr zur Qualitätssicherung von unfraktioniertem Heparin als Standardmethode Eingang in das EUAB.</p><p>Die Dr. August und Dr. Anni Lesmüller-Stiftung wurde 1997 von der Oberstudiendirektorin a. D. Dr. Anni Lesmüller ins Leben gerufen. Sie bezweckt die Förderung der pharmazeutischen Wissenschaften unter besonderer Berücksichtigung des Arzneimittels und der Aufgabenstellung des Apothekers in Geschichte und Gegenwart. Sie fördert ferner das öffentliche Gesundheitswesen und die Volksbildung durch Aufklärung der Bevölkerung über Wesen und Bedeutung der Pharmazie.</p><p class="align-right"><em>Nach der Pressemitteilung der Dr. August und Dr. Anni Lesmüller-Stiftung</em></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-98783</guid><pubDate>Fri, 06 Oct 2023 09:02:37 +0200</pubDate><title>Tübinger Doktorand der Physik gewinnt renommierten Industriepreis</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=98783&amp;cHash=c2181c846020a08997368fd6479c1b20</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Jaroslav Panasenko wird für seine Doktorarbeit am Physikalischen Institut der Universität Tübingen mit dem „Silicon Science Award“ des CiS Forschungsinstitut für Mikrosensorik geehrt. Er überzeugte die Jury mit seiner Dissertation zum Thema "Development of Electrical Quality Assurance Procedures and Methods for the Silicon Tracking System of the CBM Experiment".</p><p><strong>Über diesen Preis:</strong><br> Ausgezeichnet werden herausragende u. A. u.a. &nbsp;herausragende Dissertationen, die an Fachhochschulen, Universitäten und außeruniversitären Einrichtungen entstanden sind. Für die Bewertung sind der Bezug zur siliziumbasierten Mikrosystemtechnik, Optoelektronik und Quantentechnologien entlang der Wertschöpfungsketten sowie die Kriterien Innovationsgrad und Originalität, wissenschaftliche Bedeutung, wirtschaftliche Verwertbarkeit und Gesamtkonzeption entscheidend.</p><p><strong>Über CBM:</strong><br> Die Doktorarbeit entstand im Rahmen des kernphysikalischen Experiments CBM (Compressed Baryonic Matter) der Arbeitsgruppe „Kernmaterie unter extremen Bedingungen“ unter Leitung von Professor Hans Rudolf Schmidt. CBM ist ein Schlüsselexperiment am zukünftigen internationalen&nbsp;in Darmstadt, eines der größten Forschungsvorhaben weltweit. Mit FAIR wird Materie im Labor erzeugt und erforscht werden, wie sie sonst nur im Universum vorkommt. Forschende aus aller Welt erwarten neue Einblicke in den Aufbau der Materie und die Entwicklung des Universums, vom Urknall bis heute.</p><p class="align-right">Prof. Dr. Hans Rudolf Schmidt<br> &nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-98759</guid><pubDate>Thu, 05 Oct 2023 12:19:02 +0200</pubDate><title>Carla Cederbaum erhält Medienpreis der Deutschen Mathematiker-Vereinigung</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=98759&amp;cHash=028dae6237c422e66fddfc58e5380888</link><description>Die Deutsche Mathematiker-Vereinigung (DMV), die Walter de Gruyter Stiftung und vormalige Preisträger*innen haben über die Vergabe der diesjährigen Journalisten- und Medienpreise in Mathematik entschieden. </description><content:encoded><![CDATA[<p>Der mit 5.000 Euro dotierte Medienpreis der DMV würdigt herausragende Leistungen bei der Vermittlung und Popularisierung von Mathematik. Er kann auch an Forschende gehen, die erfolgreich Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Den diesjährigen Medienpreis bekommt <strong>Carla Cederbaum</strong> für ihre originellen Projekte der Wissenschaftskommunikation für verschiedene Zielgruppen. Sie ist seit März 2019 Professorin für Differentialgeometrie und Mathematische Relativitätstheorie an der Universität Tübingen. „Während ihrer gesamten Laufbahn hat sich Carla Cederbaum immer auch bei der Vermittlung von Mathematik in die breite Öffentlichkeit engagiert“, sagt Günter M. Ziegler, Mathematik-Professor und Präsident der Freien Universität Berlin und Vorsitzender der Jury. Zu ihren Projekten zählen z. B. das Mathematik-Spiel GANITA für Schüler*innen der Unterstufe, die „Schnappschüsse Moderner Mathematik“ zu aktueller Forschung am Mathematischen Forschungsinstitut Oberwolfach für Lehrende und Lernende der Oberstufe, sowie Workshops und Kurse für die interessierte Öffentlichkeit, Lehramtsstudierende und geflüchtete Menschen, wie auch mehrere populärwissenschaftliche Bücher, z.B. „Wie man einen Schokoladendieb entlarvt…“.</p><p>Der DMV-Journalistenpreis des Jahres 2023 geht für das Video „Kann die Natur Mathe?“ an das Team der WDR-Wissenschaftsredaktion um Ralph Caspers, Jens Hahne und Ingo Knopf. „Das Video hat mich spontan begeistert und gefesselt“, sagt DMV-Präsident Joachim Escher, Mitglied der Jury. „Das Team erklärt in seinem Video sehr anschaulich, wo sich in der Natur und in kulturellen Kontexten Mathematik verbirgt. Der Kurzfilm ist gleichermaßen unterhaltsam, kritisch und professionell umgesetzt“, ergänzt Escher. Der Beitrag über Fibonacci-Zahlen und den goldenen Schnitt wurde am 23. Mai 2023 auf dem YouTube-Kanal „Quarks Dimension Ralph“ der WDR-Wissenschaftsredaktion veröffentlicht und bereits 86000-mal aufgerufen (Stand Anfang Oktober 2023). Das Preisgeld für den Journalistenpreis (1000 Euro) stiftet, wie auch für die anderen DMV-Medienpreise, die Walter de Gruyter Stiftung.&nbsp;<br> &nbsp;<br> Ein Sonderpreis der Jury geht dieses Jahr an Jessica Wynne für ihre photographische Dokumentation der Tafelbilder von exzellenten Mathematiker*innen. Sie erschien 2021 unter dem Titel „Do Not Erase: Mathematicians and their Chalkboards“ als Buch bei Princeton University Press und 2023 auf Deutsch im Verlag Antje Kunstmann als „Bitte nicht wegwischen! – Die Schönheit mathematischer Tafelbilder“.&nbsp;</p><p>Die feierliche Preisverleihung findet am Abend des 21. November 2023 in Berlin statt. Personen, die teilnehmen möchten, schreiben bitte per Mail an <a href="#" data-mailto-token="ocknvq,ogfkgpdwgtqBocvjgocvkm0fg" data-mailto-vector="2" class="mail">medienbuero<span style="display:none">spam prevention</span>@mathematik.de</a>.&nbsp;</p><p class="align-right">Nach einer Pressemeldung der Deutschen Mathematiker-Vereinigung<br> &nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forum</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-98690</guid><pubDate>Mon, 02 Oct 2023 13:30:20 +0200</pubDate><title>Professor Rammensee sagt „Ade“</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=98690&amp;cHash=a789bf7318438d8e794de0fd42e0d52b</link><description>Einer von Deutschlands renommiertesten Immunologen geht in den aktiven Ruhestand</description><content:encoded><![CDATA[<p>Prof. Dr. Hans-Georg Rammensee hat im Oktober den Lehrstuhl für Immunologie an der Universität Tübingen verlassen. Er hatte seit 1996 die Abteilungsleitung am Interfakultären Institut für Zellbiologie inne. Prof. Rammensee blickt auf eine herausragende Karriere zurück. Er legte unter anderem den Grundstein für die Entwicklung von personalisierten Krebs-Impfstoffen und trug zur Entwicklung der mRNA-Impfung bei. Als Seniorprofessor wird er der Wissenschaft und insbesondere der Medizinischen Fakultät Tübingen weiterhin erhalten bleiben.<br> &nbsp;<br> Über 200 Gäste aus dem In- und Ausland klatschten Beifall, als Hans-Georg Rammensee auf die Bühne des Hörsaals bei seinem Abschiedssymposium am vergangenen Freitag trat. Ehemalige Weggefährten, Kolleginnen und Kollegen, aber vor allem Freundinnen und Freunde hatten sich versammelt, um einen ganz großen deutschen Wissenschaftler und besonderen Menschen zu verabschieden. „Ich möchte mich für die weit über 20 Jahre gemeinsame Arbeit bei allen herzlich bedanken. Es war mir eine Ehre und vielmehr eine große Freude mit euch zusammen geforscht zu haben“, gab sich der Geehrte gewohnt bescheiden.&nbsp;</p><p>Prof. Bernd Pichler, Dekan der Medizinischen Fakultät, würdigte während des Symposiums sein Schaffen: „Nicht nur die Medizinische Fakultät, sondern der gesamte Forschungsstandort ist Herrn Rammensee für seine außerordentlichen Verdienste um die Immunologie zutiefst dankbar. Er hat Ende der 1990er-Jahre die Immunologie in Tübingen neu begründet und sie zu einem internationalen Leuchtturm entwickelt. Umso mehr freut es uns, Herrn Rammensee als Seniorprofessor für ein paar weitere Jahre hier zu halten.“</p><h3><br> Von mRNA bis zum Impfstoff</h3><p>Als Rammensee die Abteilung für Immunologie übernahm, befasste er sich hauptsächlich mit der weiteren Erforschung der Interaktion von T-Zellen mit ihren Antigenen. Mit dem Biochemiker Prof. Günther Jung und den beiden Doktoranden Ingmar Hoerr und Reinhard Obst gelang ihm Erstaunliches: Bekannt war bereits, dass man Mäuse mit Zellen immunisieren konnte, in die vorher mRNA eingebracht wurde. Rammensee schlug vor, solche mRNA direkt in die Tiere zu spritzen – mit Erfolg. Gemeinsam entwickelten sie einen RNA-Strang, der als Impfstoff verwendet werden kann. Der Grundstein für mRNA-Impfstoffe war gelegt. Viele Jahre später nutzten Unternehmen wie CureVac, Biontech und Moderna diese Erkenntnisse, um Corona-Impfstoffe zur Anwendung zu bringen.</p><h3><br> Personalisierte Impfstoffe gegen Krebs</h3><p>Seit 1979 beschäftigt sich Rammensee mit der Erforschung der Interaktion von T-Zellen mit ihren Antigenen. Im Zentrum seiner Forschung stehen sogenannte Peptide (Proteinbruchstücke), die sich an der Außenhülle von Zellen befinden. Sie signalisieren dem Immunsystem, ob eine Körperzelle gesund oder krank ist. T-Zellen sind dazu da, Veränderungen in den Peptiden zu erkennen – so auch bei mutierten Peptiden wie etwa bei Tumorerkrankungen. Dies kann zu einer Aktivierung des Immunsystems und der Vernichtung der Tumorzellen führen. Mit diesem von Rammensee und seinen Forschungsteams, insbesondere von Kirsten Falk und Olaf Rötzschke, entwickelten Verfahren lassen sich die von den T-Zellen erkannten Peptidantigene aus Viren und Tumorzellen genau bestimmen. Darauf aufbauend kann die Immuntherapie von Krebspatientinnen und -patienten individuell angepasst werden.<br> &nbsp;</p><h3>Auszeichnungen für sein Lebenswerk</h3><p>Rammensee erhielt zahlreiche Auszeichnungen, wie etwa erst jüngst die Aufnahme in die Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Schon 1992 wurde ihm der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft verliehen, um nur zwei wichtige Ehrungen zu nennen. Von seinem großen Erfindergeist zeugen über 140 angemeldete Patente. Mit z.B. CureVac, Immatics Biotechnologies und Synimmune hat er mehrere Unternehmensgründungen aus seiner Abteilung begleitet.&nbsp;</p><p class="align-right"><a href="https://www.medizin.uni-tuebingen.de/de/das-klinikum/pressemeldungen/597?press_str=" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Pressemitteilung des&nbsp;Universitätsklinikums Tübingen vom 02.10.2023</a><br> &nbsp;&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Termine</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-97970</guid><pubDate>Wed, 06 Sep 2023 12:00:10 +0200</pubDate><title>Archäologische Denkmalpflege</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=97970&amp;cHash=ba60cbf2923110f84baf146cb678c6a8</link><description>Gemeinsame Untersuchungen des Landesamts für Denkmalpflege und der Universität Tübingen auf dem Lochenstein (Gemeinde Hausen am Tann, Zollernalbkreis)</description><content:encoded><![CDATA[<p>Genau 100 Jahre nach Beginn der ersten systematischen Ausgrabungen auf dem Lochenstein bei Hausen am Tann durch Gerhard Bersu und das damalige Landesamt für Denkmalpflege finden an gleicher Stelle derzeit erneut archäologische Untersuchungen statt. Nach zwei Grabungskampagnen der Universität Tübingen in den Jahren 2021 und 2022 werden die Ausgrabungen in diesem Jahr im Rahmen eines Kooperationsprojektes der Universität Tübingen und des Landesamtes für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart fortgesetzt. Im Mittelpunkt steht die Erforschung der chronologischen Abfolge der Besiedlung des Lochensteins.&nbsp;</p><p>Der 960 Meter hoch gelegene Berggipfel ist schwer zugänglich und bietet vom Rand eines spektakulären Steilabfalls einen beeindruckenden Ausblick in das Albvorland bis zum Schwarzwald und bei klarer Sicht auf die Alpen im Süden.&nbsp;</p><p>Obwohl Funde von Keramikscherben und Metallartefakten belegen, dass der Lochenstein von der Jungsteinzeit bis in das frühe Mittalter immer wieder begangen wurde, liegt ein Schwerpunkt der Besiedlung in der späten Bronzezeit (1200 - 800 v. u. Z) und der Eisenzeit (Hallstatt- (800 – 450 v. u. Z.) und Latènezeit (450 – 0 v. u. Z.).<br> Bersu erkannte 1923 eine kontinuierliche Abfolge von der Bronze- in die Eisenzeit, eine bis heute in unserer Region einmalig dokumentierte Stratigraphie. Dieser Übergang von der Bronze- zur Eisenzeit im 9. bis 8. Jahrhundert v. Chr. steht im Mittelpunkt der aktuellen Forschungen. Mit modernen Grabungs- und Datierungsmethoden, wie zum Beispiel Structure-from-Motion oder 14C-Datierung, sollen die Ergebnisse von Bersu überprüft und verfeinert werden.</p><p>Die wissenschaftlichen Grabungsleiter, Prof. Dr. Martin Bartelheim (Universität Tübingen), Dr. Marc Heise (LAD) und der Grabungstechniker Michael Lingnau (LAD), wollen zunächst in drei Ausgrabungskampagnen bis 2025 an verschiedenen Stellen des Plateaus das archäologische Potential des Platzes überprüfen und wenn möglich eine für Südwestdeutschland gültige chronologische Entwicklung herausarbeiten. Das wird zum einen durch die Analyse des Fundmaterials (Keramik- und Metallfunde) erreicht, sowie durch naturwissenschaftliche Datierungen an organischen Materialien wie zum Beispiel Knochen. Ermöglicht werden die Untersuchungen durch die Unterstützung der Gemeinde Hausen am Tann, des Regierungspräsidiums Tübingen sowie des Schwäbischen Albvereins.&nbsp;</p><p class="align-right"><em>Pressestelle des Regierungspräsidiums Stuttgart</em></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-97772</guid><pubDate>Fri, 01 Sep 2023 10:43:50 +0200</pubDate><title>Martin Biewen neuer Direktor am Tübinger Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW)</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=97772&amp;cHash=cc179f3dc4ed870ed65cf96d1f1facc1</link><description>Am 1. September 2023 übernimmt Prof. Dr. Martin Biewen das Amt eines Wissenschaftlichen Direktors des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung e.V. (IAW) in Tübingen. Er tritt damit die Nachfolge von Prof. Dr. Wilhelm Kohler an, der dieses Amt zehn Jahre innehatte. Professor Biewen wird das IAW künftig gemeinsam mit Prof. Dr. Bernhard Boockmann leiten.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Prof. Dr. Martin Biewen ist seit dem Jahr 2009 Inhaber des Lehrstuhls für Statistik, Ökonometrie und Quantitative Methoden an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Seine Forschungsinteressen liegen in der Arbeitsmarkt- und Bildungsökonomie, insbesondere im Bereich der Einkommensverteilung. Seine methodischen Beiträge beschäftigen sich unter anderem mit der Anwendung des maschinellen Lernens. Er ist Mitglied des Tübinger Exzellenzclusters Maschinelles Lernen für die Wissenschaft. Mit dem IAW verbindet ihn eine langjährige Kooperation, insbesondere zur wissenschaftlichen Fundierung der Armuts- und Reichtumsberichterstattung der Bundesregierung und als Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des IAW.</p><p>„Die Anwendung und Weiterentwicklung wegweisender empirischer Forschungsmethoden wird für das IAW immer wichtiger. Professor Biewen stärkt mit seiner Expertise das Profil des IAW im Bereich der Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik und wird in seiner Funktion als wissenschaftlicher Direktor dazu beitragen, die Position des IAW unter den Wirtschaftsforschungsinstituten weiter zu festigen“, sagte der Vorsitzende des Vorstands des IAW, Prof. Dr. Wilhelm Rall.</p><p>Das IAW ist ein unabhängiges wirtschaftswissenschaftliches Forschungsinstitut an der Universität Tübingen mit derzeit 23 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg trägt mit einem Grundzuschuss zur Finanzierung des IAW bei. Der größte Teil des Budgets wird in der Auftragsforschung für Ministerien, die EU und wissenschaftliche Stiftungen erwirtschaftet. Im Jahr 2022 betrug der Umsatz des IAW knapp 3,5 Millionen Euro.</p><p class="align-right">Pressemitteilung des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung, An-Institut der Universität Tübingen</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-97475</guid><pubDate>Wed, 16 Aug 2023 09:35:56 +0200</pubDate><title>Ungewollt Kriegsreporterin: Alumna Andrea Beer berichtet für die ARD aus der Ukraine</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=97475&amp;cHash=ed79867e022a413aba9d964a415c9d92</link><description>Seit November 2021 arbeitet Andrea Beer als ARD-Korrespondentin in der Ukraine, vorrangig für das Radio. Als die russische Großinvasion begann, war sie bereits dort: „Ich wurde zur Kriegsreporterin, ohne dass ich es beabsichtigt hatte.“ Im Interview spricht Beer, die an der Universität Tübingen Russisch, Englisch und Deutsch studiert hat, über ihre Arbeit und die Lage im Kriegsgebiet. </description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frau Beer, berichten Sie über Ihre Arbeit als ARD-Korrespondentin in der Ukraine</strong></p><p>Momentan hat die ARD vier Korrespondenten in Kyjiv stationiert: Rebecca Barth und ich sind zuständig für die Radioberichterstattung aus der Ukraine, unsere Kollegen Vassili Golod und Birgit Virnich machen die Fernsehbeiträge. Wir fahren viel im Land herum – vor allem im Norden, Süden und Osten der Ukraine.&nbsp;</p><p>Immer dabei sind unsere ukrainischen Fahrer und Sicherheitsleute. Sie gehören einer privaten Sicherheitsfirma an und besprechen mit uns die Lage, bevor wir irgendwo hinfahren. Ich arbeite bereits sehr lange mit ihnen zusammen und war viel mit ihnen im Land unterwegs. Das sind praktisch meine Kolleginnen und Kollegen.</p><p>Die Themen für unsere Berichterstattung kann ich selber setzen, aber natürlich spielt immer die aktuelle politische Lage mit rein. Zentrales Thema ist ganz klar der Krieg, er bestimmt unseren Arbeitsalltag.&nbsp;</p><p>Ich produziere alle Radiobeiträge selbst. Daneben mache ich auch selber Fotos und verfasse Online-Artikel. Meine Beiträge kündige ich vorher im Redaktionssystem der ARD an, dann können sich alle Sender der ARD dort bedienen und meine Beiträge spielen.&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forum</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-97139</guid><pubDate>Tue, 01 Aug 2023 17:31:59 +0200</pubDate><title>Zahnmedizin: Tübinger Student gewinnt renommierten Nachwuchswettbewerb</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=97139&amp;cHash=701af0751cdc8871a6e0c69bd0fe7acb</link><description>Roman Schmunk beim „GC Essentia Academic Excellence Contest 2023“ erfolgreich</description><content:encoded><![CDATA[<p>Roman Schmunk, Student &nbsp;im 7. Fachsemester Zahnmedizin, hat mit seinem Beitrag „Direct composite restorations &amp; indirect no-prep composite veneers“ den „GC Essentia Academic Excellence Contest 2023“ auf nationaler Ebene gewonnen. Unterstützt wurde er von seiner Tutorin Dr. Jana Ripperger, Poliklinik für Zahnerhaltung. Die beiden dürfen Mitte September zur europäischen Endausscheidung nach Leuven in Belgien reisen. Der Wettbewerb besteht aus einem dokumentierten Patienten-Fallbericht mit entsprechender Komplexität. Ein Studierender muss den Fall durchbehandeln und hat einen Tutor zur Unterstützung.&nbsp;</p><h3>Über den Preis:</h3><p>Um den dentalen Nachwuchs zu fördern, fordert das japanische Traditionsunternehmen GC seit 2017 Studentierende der Zahnmedizin in ganz Deutschland und Europa auf, ihre besten Fälle einzureichen. Der Wettbewerb basiert auf der fotografischen Dokumentation eines klinischen Schritt-für-Schritt-Falls im Bereich der adhäsiven Füllungstherapie. Eine erfahrene Jury ermittelt zunächst die nationalen Sieger. Die Kriterien dabei:</p><ul><li>Anatomische Reproduktion</li><li>Farbadaptation</li><li>Verwendung von Charakterisierungen</li><li>Qualität der Bilder</li><li>Komplexität und Originalität des Falles</li><li>Randschluss</li><li>Oberflächenstruktur</li><li>Didaktik und Qualität während der Präsentation</li><li>Qualität des Endergebnisses</li></ul><p class="align-right">Meldung des Universitätsklinikums Tübingen</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Studium</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-96272</guid><pubDate>Wed, 12 Jul 2023 13:20:36 +0200</pubDate><title>Neue Erkenntnisse zur Populationsgeschichte des dritten bis ersten Jahrtausends v. Chr. in Südwestdeutschland</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=96272&amp;cHash=bb879b2f58ebc73f0225061b635039e0</link><description>Landesamt für Denkmalpflege, Senckenberg und Eberhard Karls Universität Tübingen testen neue Methode zur menschlichen Zahnanalyse</description><content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-96164</guid><pubDate>Tue, 11 Jul 2023 12:17:37 +0200</pubDate><title>Bernd Rendel-Preis 2023 geht an Tübinger Geowissenschaftler</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=96164&amp;cHash=38ac865afdef7f6dedf3361c380d3bdc</link><description>Doktorand Felix Augustin wird für vielversprechende Forschung ausgezeichnet</description><content:encoded><![CDATA[<p>Für seine vielversprechende und originelle geowissenschaftliche Forschung vor der Promotion bekommt der Tübinger Geowissenschaftler Felix Augustin den Bernd Rendel-Preis 2023 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Augustin ist Doktorand in der Arbeitsgruppe Biogeologie im Fachbereich Geowissenschaften der Universität Tübingen. Ebenfalls ausgezeichnet wurde Jonas Preine von der Universität Hamburg. Die Preisträger wurden von einer Jury aus Mitgliedern der geowissenschaftlichen DFG-Fachkollegien ausgewählt und erhalten jeweils 2000 Euro.</p><p>Felix Augustin beschäftigt sich mit der Evolution terrestrischer Wirbeltiere im Erdmittelalter (Mesozoikum): Er untersucht Taxonomie, Paläoökologie und die stammesgeschichtliche Entwicklung (Phylogenie) von Schildkröten, Krokodilen, Dinosauriern, Flugsauriern und Säugetieren. In seinem Dissertationsprojekt nimmt er die Wirbeltierfauna der Oberkreide im rumänischen Hateg-Becken in den Fokus. Schon jetzt hat Augustin als Erstautor 14 Artikel in namhaften Fachzeitschriften publiziert. Darüber hinaus hat er neben einer stetigen Beteiligung an der Lehre auch Forschungserfahrung im Gelände gesammelt. Mit dem Preisgeld will Felix Augustin Reisen nach Rumänien finanzieren, um unbeschriebene Stücke der Sammlungen in Cluj-Napoca und der Universität Bukarest zu untersuchen und seine Ergebnisse auf Fachtagungen vorzustellen.&nbsp;</p><p>Der Bernd Rendel-Preis wird während der Jahrestagung der Deutschen Geologischen Gesellschaft – Geologische Vereinigung e.V. (DGGV) vom 3. bis 7. September 2023 in Berlin verliehen. Die DFG vergibt die Auszeichnung seit 2002 jährlich an noch nicht promovierte Absolventinnen und Absolventen der Geowissenschaften für wissenschaftliche Zwecke wie die Teilnahme an internationalen Kongressen und Tagungen. Die Preisgelder werden vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft verwaltet. Die Stiftung wurde in Erinnerung an den jung verstorbenen Geologie-Studenten Bernd Rendel durch seine Familie gegründet.</p><p class="align-right"><em>Pressemitteilung der DFG/HK</em></p><h3>Weitere Informationen:</h3><ul class="ut-list ut-list--link-list"><li>Webseite von Felix Augustin</li><li><a href="http://www.dfg.de/rendel-preis" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Bernd Rendel-Preis der DFG</a><br> 	&nbsp;</li></ul>]]></content:encoded><category>MatNat-Aktuell</category><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-95526</guid><pubDate>Thu, 29 Jun 2023 11:30:00 +0200</pubDate><title>Zeynep Akata Schulz erhält Alfried Krupp-Förderpreis 2023 </title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=95526&amp;cHash=6d18a3942badb8a81dc1fc052ca6fbf8</link><description>Mit einer Million dotierter Preis würdigt Forschung der 37-jährigen Informatikerin auf dem Gebiet des Maschinellen Lernens </description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Informatikerin Zeynep Akata Schulz wird Trägerin des Alfried Krupp-Förderpreises 2023 – eine der bedeutendsten wissenschaftlichen Auszeichnungen in Deutschland. Die 37-jährige ist seit 2019 Professorin für Erklärbares Maschinelles Lernen an der Universität Tübingen. Dem Auswahlgremium der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung hatten insgesamt 36 Vorschläge für potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten aus ganz Deutschland vorgelegen. Der Alfried Krupp-Förderpreis ist mit 1 Millionen Euro dotiert. Bei der Verausgabung dieser Mittel für ihre Forschung in den kommenden fünf Jahren genießt die Preisträgerin größtmögliche Freiheit.</p><p>„Es ist uns eine große Freude, Zeynep Akata Schulz mit dem diesjährigen Alfried Krupp-Förderpreis auszuzeichnen“, so Professorin Ursula Gather, die Kuratoriumsvorsitzende der Krupp-Stiftung. „Erklärbares Maschinelles Lernen hat das Potenzial, unsere Lebensqualität zu verbessern und innovative Lösungen für komplexe Probleme zu finden. Es wird unser Leben verändern. Der Ansatz von Zeynep Akata Schulz, Maschinelles Lernen ohne den Einsatz von klassifizierten Trainingsdaten, jedoch unter Verwendung mehrerer Datenmodalitäten zu erforschen sowie Vertrauen in die Technologie zu stärken, spielt eine entscheidende Rolle für die Anwendungsmöglichkeiten und die gesellschaftliche Akzeptanz. Auf diesem Gebiet gehört sie zur internationalen Weltspitze. Der Förderpreis unterstützt sie auf diesem Weg.“</p><p>Akata forscht im Exzellenzcluster Maschinelles Lernen für die Wissenschaft und ist Teil des Tübingen <span lang="en" dir="ltr">AI Center</span> der Universität Tübingen und des Max Planck-Instituts für Intelligente Systeme. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt im Erklärbaren Maschinellen Lernen. Mit diesem sollen Menschen nachvollziehen können, wie und warum eine Künstliche Intelligenz (KI) eine bestimmte Entscheidung getroffen hat. Dies stärkt das Vertrauen in KI, ermöglicht es Benutzerinnen und Benutzern, Fehler zu erkennen und trägt zu verantwortungsvollen Entscheidungen bei. Dieser Ansatz könnte Anwendung finden im Finanz-, Gesundheits- und Rechtswesen und anderen Bereichen, in denen es wichtig ist, dass Menschen die Entscheidungen von KI-Systemen verstehen.&nbsp;</p><p>Eine Methode des Maschinellen Lernens ist Deep Learning. Moderne Computeralgorithmen nutzen<span lang="en" dir="ltr"> Deep-Learning-</span>Modelle, um komplexe Aufgaben zu bewältigen und hochdimensionale Probleme zu lösen. Allerdings sind diese Modelle intransparent und können ihre Entscheidungen nicht erklärbar darstellen. Akata arbeitet daran, transparente Algorithmen zu entwickeln, die nachvollziehbare Entscheidungen treffen können. Dafür nutzt sie Modelle des "<span lang="en" dir="ltr">weakly supervised learnings</span>" – ein Ansatz im Maschinellen Lernen, bei dem unvollständige oder unspezifische Informationen zum Einsatz kommen. Dies ermöglicht das Training mit unstrukturierten oder unqualifizierten Daten. Die Methode ist sinnvoll, um große Datensätze effizient zu nutzen und Modelle mit begrenzten Ressourcen zu trainieren.</p><p>Die Vision der Wissenschaftlerin ist es, eine selbsterklärende Künstliche Intelligenz zu schaffen, die mit minimalem Feedback lernen und zuverlässig sowie transparent mit Menschen interagieren kann. Dies kann besonders relevant sein für mobile Robotik und intelligente Fahrzeuge.</p><p>Kolleginnen und Kollegen beschreiben Akata als Ausnahmewissenschaftlerin: Neben ihren wissenschaftlichen Leistungen und der Publikationstätigkeit – sie wurde bereits 15.000-mal in Fachkreisen zitiert – engagiert sie sich in der Lehre und betreut Studierende sowie Promovierende.</p><p><strong>Prof. Dr. Zeynep Akata Schulz&nbsp;</strong><br> Prof. Dr. Zeynep Akata Schuz (37), geboren in der Türkei, wurde 2019 auf die Professur für Erklärbares Maschinelles Lernen an die Universität Tübingen berufen, die im Rahmen des Exzellenzclusters „Maschinelles Lernen: Neue Perspektiven für die Wissenschaft“&nbsp; eingerichtet wurde. Sie studierte technische Informatik an der Trakya Universität in der Türkei, Medieninformatik an der RWTH Aachen und wurde an der Universität Grenoble promoviert. Nach ihrer Promotion forschte sie von 2014 bis 2017 als Postdoktorandin am Max-Planck-Institut für Informatik in Saarbrücken zu Maschinellem Sehen und Lernen. Zudem war sie zu der Zeit als Gastwissenschaftlerin an der <span lang="en" dir="ltr">University of California</span> in <span lang="en" dir="ltr">Berkeley </span>tätig. Zwischen 2017 und 2019 arbeitete Akata als Juniorprofessorin sowie als wissenschaftliche Leiterin des UvA-Bosch Delta <span lang="en" dir="ltr">Lab </span>an der Universität Amsterdam, dort beschäftigte sie sich mit den Grundlagen des <span lang="en" dir="ltr">Deep Learning</span>. Sie war ebenfalls Forschungsleiterin am Max-Planck-Institut für Informatik in Saarbrücken.</p><p>Ihre Arbeit wurde mit hochrangigen Förderungen und Auszeichnungen gewürdigt, darunter mit dem <span lang="en" dir="ltr">EVCA Young Researcher Award</span> (2022), dem Deutschen Mustererkennungspreis der Deutschen Gesellschaft für Mustererkennung (2021), dem „<span lang="en" dir="ltr">ERC Starting Grant</span>“ des Europäischen Forschungsrates (2019) und dem Lise Meitner <span lang="en" dir="ltr">Award for Excellent Women in Computer Science</span> des Max-Planck-Instituts für Informatik (2014).&nbsp;</p><p><br><strong>Alfried Krupp-Förderpreis&nbsp;</strong><br> Der Alfried Krupp-Förderpreis wird seit 1986 jährlich für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler ausgeschrieben, die in den Bereichen Natur- und Ingenieurwissenschaften eine Erstprofessur an einer deutschen Hochschule innehaben. Er wurde bisher an 42 Forschende vergeben. Die mit 1 Million Euro dotierte Auszeichnung verschafft den Preisträgerinnen und Preisträgern Freiheit in Forschung und Lehre: Während eines Zeitraums von fünf Jahren können sie sich flexibel und unabhängig ein optimales Arbeitsumfeld schaffen und ihre wissenschaftliche Arbeit vorantreiben.&nbsp;</p><p><strong>Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung</strong><br> Die gemeinnützige Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung fördert seit 1968 Menschen und Projekte in Kunst und Kultur, Bildung, Wissenschaft, Gesundheit und Sport und hat sich dafür bisher mit 690 Millionen Euro engagiert. Als größte Aktionärin der heutigen thyssenkrupp AG verwendet die Stiftung die ihr zufließenden Erträge ausschließlich für gemeinnützige Zwecke. Mit ihrer Arbeit setzt sie Akzente in der Wissenschafts- und Hochschulentwicklung, sie möchte Chancengleichheit ermöglichen und die Ausbildung junger Generationen verbessern. (<a href="http://www.krupp-stiftung.de/wissenschaft/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">www.krupp-stiftung.de/wissenschaft/</a>)</p><p><strong>Pressekontakt Krupp-Stiftung</strong><br> Barbara Wolf<br> Leiterin Kommunikation, strategische Entwicklung und Transformation<br> Mobil: <a href="tel:+4901624951225">+49 (0)162 49 51 225&nbsp;</a><br><a href="#" data-mailto-token="ocknvq,yqnhBmtwrr/uvkhvwpi0fg" data-mailto-vector="2" class="mail">wolf<span style="display:none">spam prevention</span>@krupp-stiftung.de</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-95364</guid><pubDate>Fri, 23 Jun 2023 11:14:51 +0200</pubDate><title>Evamarie Sander: Hosen nur bei der Gartenarbeit</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=95364&amp;cHash=a213575c16cf6e023ea9366ab5509a00</link><description>Die erste Professorin der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät starb kurz vor ihrem 95. Geburtstag. Ein Nachruf von Helga Aberle</description><content:encoded><![CDATA[<p>Am 5. April 2023 starb Professorin Evamarie Sander PhD, kurz vor ihrem 95. Geburtstag. Geboren am 27. Juli 1928 in Köln, wuchs Evamarie Sander in einer gut bürgerlichen Familie auf. Während ihrer Kindheit vermittelten ihr die Eltern christliche Werte und den Sinn für Familientradition. Diese frühe Prägung zeichnete sie lebenslang aus. Mit neun Jahren mussten sie und ihr fünf Jahre jüngerer Bruder den frühen Tod der Mutter verschmerzen.</p><p>Nach dem Abitur machte Sander bis 1948 eine Ausbildung zur staatlich geprüften Landwirtschafts-Gehilfin. Ein Studium an der Universität Bonn schloss sie 1952 als Diplom-Landwirt ab. Ihr Masterstudium an der Ohio State University (USA) beendete sie 1955 als Master of Science in Phytopathologie. Den Doktortitel in Phytopathologie und -virologie erwarb sie 1958 an der Cornell University (Ithaca, New York). Nach zwei Jahren Virus-Forschung in Cambridge (England) kehrte sie nach Deutschland zurück – mit dem Ziel, an einer Universität Virologie als eigenständiges Fach zu etablieren. Ein Novum in Deutschland.</p><h3>Mit großem Ziel nach Tübingen</h3><p>Wegen der Nähe zur Universität bewarb sich Sander am Max-Planck-Institut für Virusforschung in Tübingen (MPI) und bekam eine Anstellung bei Prof. Gerhard Schramm. 1968 wurde Sander beauftragt, im Rahmen der Mikrobiologie die Fächer Phytopathologie und Virologie zu lehren, später bot ihr die Universität eine wissenschaftliche Assistentenstelle an. 1969 wurde Sanders Habilitationsschrift von der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät angenommen, 1970 erhielt sie die venia legendi für Phytopathologie und den Auftrag, Virologie als selbstständiges Fach zu lehren. Das Ziel war erreicht. Für viele Studenten war dieses Lehrangebot der Grund, in Tübingen zu studieren.</p><h3>Mitgründerin des Zonta Clubs</h3><p>Neben aller Forschung und Lehre realisierte Sander ein weiteres Vorhaben: Als junge Frau allein in Amerika war sie sehr dankbar für die Aufnahme in einem Zonta-Club-Haus gewesen. Sie war begeistert davon, wie sich berufstätige Frauen in verantwortungsvollen Positionen weltweit dafür engagierten, die Lebenssituation von Frauen zu verbessern. So gründete Sander 1970 mit Gleichgesinnten den Zonta Club Tübingen.<br> Zeitgleich schrieb Sander an der Universität Frauen-Geschichte. Die anfangs häufigen Affronts ihrer männlichen Kollegen wie etwa die Anrede „Herr Sander“ konnte sie mild lächelnd aushalten. Denn mit der Bereitschaft, eine Frau in den Kollegenkreis aufzunehmen, sei die männliche Professorenschaft doch schon weit über den eigenen Schatten gesprungen. Sander schwang nicht die Fahne des Feminismus, sie überzeugte mit dem ihr eigenen damenhaften Auftreten. Sie betonte immer, wenn auch dezent, ihre Weiblichkeit. So war sie stets gekleidet mit Rock, Kleid oder Kostüm, geschmückt mit Halskette und kleiner Brosche. „Hier auf dem Campus laufen genug Hosen herum“, sagte sie, „deshalb trage ich Hosen nur zuhause bei der Gartenarbeit.“</p><p>Eine Professorin war seinerzeit auch für Studierende ungewohnt: Obwohl ihre erste Vorlesung mit vollem Namen „Evamarie Sander“ angekündigt war, blieb der Hörsaal leer, während draußen Unmutsäußerungen zu hören waren. Sander fragte nach dem Grund des Ärgers. „Ein Dozent Sander hat eine Vorlesung angekündigt und jetzt kommt er nicht!“ Sander: „Können Sie sich vorstellen, dass eine Dozentin die Vorlesung angekündigt hat? Evamarie ist doch ein weiblicher Vorname – und ich bin da.“</p><p>Schwerpunkt ihrer Forschung war die Entwicklung von Nachweismethoden für schädliche Viren und Bakterien in Pflanzen, besonders in solchen, die als Pflanzgut oder Saatgut in die Natur ausgebracht werden wie Kartoffeln, Veredelungsreiser oder Setzlinge von Waldbäumen. Ihre publizierten Ergebnisse fanden auch international Beachtung. Deshalb wurde Sander immer wieder um Rat gefragt, wie Anpflanzungen von Nutzpflanzen von Virusbefall zu befreien seien. Diese Expertisen führten sie – in den Semesterferien – zu den Orchideen in Singapur, zum Reis in China, Thailand und den Philippinen, zu Kokos- und Ölpalmen in Malaysia, zu Hopfen und Reis in Japan, in die Tee-Gärten von Java, zum Vanille-Anbau auf Bali oder zu Hirse, Weizen und Bohnen in Simbabwe und Botswana. Wenn ihr das Eingepferchtsein in Verpflichtungen und das Durchhalten trotz mancher Widrigkeiten zu viel zu werden drohten, brach Evamarie Sander aus. In den Tübinger Jazz-Keller, wo sie mit ihrem Kostüm vielen bekannt und immer herzlich willkommen war.</p><h3>Viren oder Geigenbau</h3><p>Die venia legendi war für Sander Verpflichtung, den Studenten das Handwerkszeug der wissenschaftlichen Arbeit zu vermitteln: „Einerlei, ob über Viren, Geigenbau oder den Mann im Mond zu forschen ist.“ In 25 Jahren Lehrtätigkeit betreute Sander 94 Diplomanden, 41 Doktoranden und einen Habilitanden. Dabei lernten ihre Schüler nicht nur zu forschen. Sie arbeiteten in einem Labor, in dem kultivierte Umgangsformen gepflegt wurden. Mit ihrem damenhaften Auftreten und ihrer zielstrebigen Beharrlichkeit wurde Sander für viele Vorbild und Ideal.</p><p>Als Emerita kaufte sich Sander ein Saxophon, vergnügte sich beim Stepptanz und genoss die Natur im Schönbuch. Als die Füße nicht mehr so weit trugen, lief sie jeden Morgen die Straße vor ihrem Haus in Unterjesingen auf und ab – irgendwann auch mit Rollator. Nach einem Wirbelbruch 2017 war Sander auf eine ständige Hilfe angewiesen. Auch wenn sie in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt war, erlebten ihre Besucher sie bis zuletzt aufrecht sitzend und sorgfältig gekleidet, wie immer mit Halskette. Geistig hellwach arbeitete Sander mit der ihr eigenen Disziplin ständig an ihrem Vermächtnis.</p><h3>Schenkung an die Universität</h3><p>Nach dem Soldatentod ihres Verlobten heiratete Evamarie Sander nicht. Ihr Bruder starb jung – ebenfalls unverheiratet. Es gibt keine Nachfahren. Ein Wort des Vaters: „Die Güte einer Kette erkennt man am Verschluss.“ Evamarie war das letzte Glied der Familie Sander, deren Stammbaum sich lückenlos bis 1682 zurückverfolgen lässt. In ihrem Haus gab sie allem Hab und Gut Platz, das von dem über Generationen tradierten Familienbesitz erhalten war. Einer Anregung von Adolf Theis (Universitätspräsident 1972–1995) folgend schenkt sie „die Sammlung kulturtragender Gegenstände und Schriften aus der Lebens-, Wohn- und Haushaltskultur einer bürgerlichen Familie seit 1738 bis in die Gegenwart“ der Uni Tübingen als Lehr-, Forschungs- und Schausammlung. Erschließung und Erhaltung sollen über eine vorbereitete Stiftung finanziert werden.</p><p>Bei aller Etikette verstand es Evamarie Sander, jede förmliche Feierlichkeit beschwingt ausklingen zu lassen – mit „The Entertainer“ von Scott Joplin: bei ihrer Verabschiedung 1993 und ebenfalls im Kleinen Senat, nachdem dort ihr Porträt in der Professorengalerie enthüllt worden war. Auch am Ende der von ihr selbst konzipierten Trauerfeier in der Stiftskirche spielte die Organistin am Flügel „The Entertainer“: zum Abschied ein herzliches Augenzwinkern dieser außergewöhnlichen Frau.&nbsp;</p><p class="align-right">Helga Aberle, Sander-Schülerin</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-95089</guid><pubDate>Fri, 16 Jun 2023 15:32:17 +0200</pubDate><title>Carsten Köhler im Amt als Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin bestätigt</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=95089&amp;cHash=aabf5916a1db01686fcebf4c86958c47</link><description>Tübinger Mediziner zugleich Präsident des größten deutschsprachigen Kongresses für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin</description><content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Dr. Carsten Köhler, Direktor des Kompetenzzentrums Tropenmedizin Baden-Württemberg am Institut für Tropenmedizin, Reisemedizin und Humanparasitologie der Universität und des Universitätsklinikums Tübingen, wurde erneut - und damit bereits zum 4. Mal - zum 1. Vorsitzenden der <a href="http://www.dtg.org" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit (DTG) e.V.</a>&nbsp;gewählt. Über 1.200 Mitglieder waren dabei weltweit zur Wahl aufgerufen. Damit steht er der wissenschaftlich-medizinischen Fachgesellschaft bereits seit 2016 vor. Auf der Mitgliederversammlung der DTG beim 16. Kongress für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin (KIT), dem größten deutschsprachigen Kongress seiner Art, in dieser Woche in Leipzig skizzierte er die - durch Klimawandel und den weiterhin steigenden weltweiten Austausch von Gütern und Reisenden - zunehmende Bedeutung und die Wichtigkeit des Faches im Bereich der globalen Gesundheit. &nbsp;Der <a href="https://kit-kongresse.de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">16. KIT</a>&nbsp;bringt in diesem Jahr vom 14. bis 17. Juni erstmals seit 2018 wieder über 1.000 Infektiologinnen/Infektiologen und Tropenmedizinerinnen/Tropenmediziner in Präsenz - diesmal in Leipzig - zusammen. Der Tübinger Dr. Dr. Carsten Köhler (51) ist dabei erneut einer der Kongresspräsidenten.</p><p class="align-right"><em>Institut für Tropenmedizin</em><br> &nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-95074</guid><pubDate>Fri, 16 Jun 2023 14:30:07 +0200</pubDate><title>&quot;Ein wahrlich starkes Team&quot; - Eva Luise Köhler zeichnet Tübinger Hirnforscherin und Elterninitiative aus</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=95074&amp;cHash=cd713e1c11cc390a8e4cae2565dcf6a2</link><description>Festakt mit Bundesgesundheitsminister Lauterbach in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften - Therapieentwicklung für Erbkrankheit PCH2a</description><content:encoded><![CDATA[<p>„Hinter jeder Seltenen Erkrankung steht ein Mensch, eine Familie, stehen Sorgen und Hoffnung. Im guten Umgang mit deren Bedürfnissen beweist sich eine gerechte Gesellschaft“, mit diesen Worten drückte Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach am Freitagabend im Rahmen der Verleihung des 15. Eva Luise Köhler Forschungspreises für Seltene Erkrankungen am 9. Juni 2023 in Berlin seine Verbundenheit mit den Betroffenen aus. Er versicherte: „Die Bundesregierung wird alles tun, was in unserer Macht steht, um die wichtige Forschung zu Seltenen Erkrankungen zu unterstützen!“</p><h3>Festakt in der Berlin Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften</h3><p>Gemeinsam mit rund 200 geladenen Gästen war der Bundesminister der Einladung der Eva Luise und Horst Köhler Stiftung in die Berlin Brandenburgische Akademie der Wissenschaften gefolgt. Dr. Simone Mayer vom Hertie-Institut für klinische Hirnforschung und der Universität Tübingen erhielt die mit der Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen ACHSE e.V. vergebene Auszeichnung für ihr Forschungsvorhaben zu einer Therapieentwicklung für die neurologische Erbkrankheit Pontocerebelläre Hypoplasie Typ 2 &nbsp;(PCH2). Mit ihr zusammen wurden Dr. Axel Lankenau und Dr. Julia Matilainen vom Selbsthilfeverein PCH-Familie geehrt.</p><p>PCH2 ist eine sehr schwere neurologische Entwicklungsstörung bei Kindern. Sie wird durch einen einzigen vertauschten DNA-Baustein verursacht. Die winzige Genveränderung, die nur bei etwa einem von einer Millionen Menschen auftritt, bedingt eine Störung der Entwicklung bestimmter Hirnareale, die zu erheblichen Einschränkungen der psychomotorischen Entwicklung führt. Die meisten betroffenen Kinder sterben, noch bevor sie das Jugendalter erreichen.</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forum</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-94531</guid><pubDate>Fri, 02 Jun 2023 07:49:38 +0200</pubDate><title>Deutscher Sachbuchpreis 2023 für Professor Ewald Frie</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=94531&amp;cHash=9f0b85115b0fd72a6d894b3e27fda70d</link><description>Auszeichnung für „Ein Hof und elf Geschwister. Der stille Abschied vom bäuerlichen Leben in Deutschland“ </description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Gewinner des Deutschen Sachbuchpreises 2023 ist Professor Dr. Ewald Frie vom Seminar für Neuere Geschichte der Universität Tübingen. Er erhält die Auszeichnung für sein autobiographisch geprägtes Werk „Ein Hof und elf Geschwister. Der stille Abschied vom bäuerlichen Leben in Deutschland“ (Verlag C.H.Beck).</p><h3>Die Begründung der Jury:</h3><p><strong><em>„Der stille Abschied vom bäuerlichen Leben geschieht überall. Eine persönliche und überraschende Perspektive auf diesen Veränderungsprozess nimmt Ewald Frie ein: Am Beispiel seiner Familie aus dem Münsterland beschreibt er Spannungen, die sich zwischen Stadt und Land entwickelt haben und uns gegenwärtig intensiv beschäftigen. In seiner verblüffend einfachen und zugleich poetischen Sprache schafft Frie Zugang zu einer Welt im Wandel – immer empathisch, aber nie nostalgisch. Auf der Basis von Interviews mit seinen Geschwistern hat Ewald Frie ein tiefes und gleichzeitig zugängliches und unterhaltsames historisches Sachbuch verfasst. Diese Alltagsgeschichte geht von leicht zu übersehenden Details aus und entwickelt große Gedanken. Ein inspirierendes Beispiel für innovative Geschichtsschreibung.“</em></strong></p><p>Der Jury für den Deutschen Sachbuchpreis 2023 gehören an: Julika Griem (Kulturwissenschaftliches Institut Essen), Stefan Koldehoff (Deutschlandfunk), Michael Lemling (Buchhandlung Lehmkuhl), Markus Rex (Alfred-Wegener-Institut), Jeanne Rubner (Technische Universität München), Adam Soboczynski (Die ZEIT) und Mirjam Zadoff (NS-Dokumentationszentrum München).</p><p>Für die Auszeichnung waren außerdem nominiert: Omri Boehm: Radikaler Universalismus. Jenseits von Identität (Propyläen Verlag), Teresa Bücker: Alle_Zeit. Eine Frage von Macht und Freiheit (Ullstein), Judith Kohlenberger: Das Fluchtparadox. Über unseren widersprüchlichen Umgang mit Vertreibung und Vertriebenen (Verlag Kremayr &amp; Scheriau), Meron Mendel: Über Israel reden. Eine deutsche Debatte (Verlag Kiepenheuer &amp; Witsch), Hanno Sauer: Moral. Die Erfindung von Gut und Böse (Piper Verlag), Martin Schulze Wessel: Der Fluch des Imperiums. Die Ukraine, Polen und der Irrweg in der russischen Geschichte (Verlag C.H.Beck), Elisabeth Wellershaus: Wo die Fremde beginnt. Über Identität in der fragilen Gegenwart (Verlag C.H.Beck).</p><p>Mit dem Deutschen Sachbuchpreis zeichnet die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels das Sachbuch des Jahres aus. Ausgezeichnet wird ein herausragendes Sachbuch in deutschsprachiger Originalausgabe, das Impulse für die gesellschaftliche Auseinandersetzung gibt.</p><p>Hauptförderer des Preises ist die Deutsche Bank Stiftung, darüber hinaus unterstützen die Stadt Hamburg und die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius die Auszeichnung. Schirmfrau ist Kulturstaatsministerin Claudia Roth.</p><p class="align-right">Pressemitteilung der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Deutschen Börsenvereins</p><ul><li><a href="/zh/fakultaeten/philosophische-fakultaet/fachbereiche/geschichtswissenschaft/seminareinstitute/neuere-geschichte/personen/arbeitsbereich-19-jahrhundert/prof-dr-ewald-frie/" class="internal-link">Homepage Ewald Frie an der Universität Tübingen</a></li></ul>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forum</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-94231</guid><pubDate>Wed, 24 May 2023 13:24:01 +0200</pubDate><title>Tübinger Studentin gewinnt Preis des Deutschen Spanischlehrkräfteverbands </title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=94231&amp;cHash=68b82583afcd5d47672c001b51f358de</link><description>Für ihre Masterarbeit in der Fachdidaktik Spanisch hat Adina F. Schulz den 1. Platz des Anton-Bemmerlein-Preises gewonnen. Der Preis wird bereits zum 8. Mal vom Deutschen Spanischlehrkräfteverband (DSV) für herausragende Arbeiten vergeben.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Arbeit von Adina Schulz nimmt die Belange von Schülerinnen und Schülern in den Blick, die bereits über Spanischkenntnisse verfügen - z.B. als Herkunftssprache - und befasst sich somit mit einem aktuellen und relevanten Thema für den Spanischunterricht.&nbsp;</p><p>Die Verfasserin geht u.a. der Frage nach, welche sprachlich-kulturellen Identitäten diese Schülerinnen und Schüler entwickeln. Für ihre empirische Studie wählt sie als Forschungsdesign die Durchführung narrativer Interviews mit Schülerinnen und Schüler verschiedener Jahrgänge und Schulformen Anschließend &nbsp;analysiert sie die einzelnen Fälle, um sodann verschiedene Typen zu bilden, die sich aus der Befragung bzw. Analyse ergeben haben.</p><p>Die Teilnahme an der Ausschreibung verdankt Adina Schulz dem Betreuer und Erstgutachter ihrer Arbeit an der Universität Tübingen, Professor Dr. Bernd Tesch, Inhaber der Professur für Romanische Fachdidaktik. Er hatte die hervorragende Arbeit für den Preis vorgeschlagen.&nbsp;</p><p>Adina Schulz erhält als Erstplatzierte einen Preis in Höhe von 500 Euro und eine Mitgliedschaft im Deutschen Spanischlehrkräfteverband. Der zweite Platz geht an Stefanie Mühlbächer, Studentin an der Universität Paderborn. Sie hatte sich mit der Bestimmung eines für Spanischlernende notwendigen Wortschatzes beschäftigt.</p><p class="align-right"><em>Pressemitteilung des Deutschen Spanischlehrkräfteverbands</em></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Studium</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-94216</guid><pubDate>Wed, 24 May 2023 11:55:07 +0200</pubDate><title>Deutscher Studienpreis für Archäologie für Dr. William Daniel Snyder</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=94216&amp;cHash=3a3a99bf4789e8659aed16a9688eb5cf</link><description>Für seine Dissertation &quot;New Experimental Insights into Early Hominin Cultures and Oldowan Technology&quot; wurde William Daniel Snyder im Mai 2023 in Frankfurt /M. mit dem Deutschen Studienpreis für Archäologie ausgezeichnet. Snyder erarbeitete die Dissertation an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Frage nach den Ursprüngen der menschlichen Kultur ist eines der grundlegendsten und am intensivsten diskutierten Themen archäologischer Studien. Die mit dem neunten DGUF-Studienpreis ausgezeichnete, von Claudio Tennie und Nicholas Conard betreute Arbeit beschäftigt sich hiermit auf innovative Weise: Snyder hinterfragt die in der Forschung vertretene Meinung, dass es sich bei dem Technologiekomplex des Oldowans um die früheste kumulative Kultur – d. h. ein auf speziellen kognitiven Mechanismen beruhendes Kopieren von Handlungsweisen – handelt.</p><p>Zur Klärung dieser Fragestellung entwickelte er ein Experiment, eine Problemlösungsstudie, bei der Probanden ohne archäologische Vorbildung eine Rätselkiste mit Hilfe bereitgestellter, zur Steingeräteherstellung geeigneter Rohmaterialien öffnen sollten. Ohne weitere Informationen und unabhängig voneinander entwickelten die Studienteilnehmer spontan und intuitiv verschiedene Vorgehensweisen, um einfache, aber funktionale Steinwerkzeuge herzustellen. Sowohl die Herstellungsstrategien als auch die daraus resultierenden Werkzeuge sind die mit denen des Oldowan gut vergleichbar. Die Herstellung einfacher Steinwerkzeuge erfordert somit kein Erlernen kulturell tradierter Techniken, sondern kann jederzeit ad hoc neu erfunden werden.</p><p>Hieraus leitet Snyder ab, dass die Lernweise der frühen Homininen eher jener nichtmenschlicher Primaten ähnelt als der Lernweise heute lebendender Menschen. Die technologischen Prinzipien des Oldowan können zeitlich und geografisch wiederholt und unabhängig neu erfunden worden sein, sie erfordern kein „Erlernen“ und somit keine kulturelle Tradition. Snyder revolutioniert durch seine Forschungen unser Verständnis früher menschlicher Kultur.<br> Der bestechend klare und zugleich hochkomplexe, hoch interdisziplinäre Forschungsansatz kombiniert Psychologie, experimentelle Forschung und archäologisches Fachwissen kreativ und neuartig. Das überzeugte die Jury von Snyders Arbeit.</p><p class="align-right"><em>Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte e. V.</em></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-94213</guid><pubDate>Wed, 24 May 2023 11:33:28 +0200</pubDate><title>„Momentum“-Förderung der Volkswagen-Stiftung geht gleich drei Mal an die Universität Tübingen</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=94213&amp;cHash=49757abbc0b9354ff39b1ba229dcdaec</link><description>Sigrid G. Köhler, Andreas Geiger und Alexander Weber erhalten jeweils mehr als 700.000 Euro zur wissenschaftlichen Weiterentwicklung ihrer Professuren</description><content:encoded><![CDATA[<p>Gleich drei Mal geht die „Momentum“-Förderung der Volkswagen-Stiftung für erstberufene Professorinnen und Professoren in diesem Jahr an die Universität Tübingen: Die Professorin für Neuere deutsche Literaturwissenschaft Sigrid G. Köhler vom Deutschen Seminar, der Professor für Autonomes Maschinelles Sehen Andreas Geiger aus dem Fachbereich Informatik und Professor Alexander Weber vom Interfakultären Institut für Zellbiologie erhalten die Förderung, um ihre Professuren an die Erfordernisse ihrer Forschung besser anzupassen. Die Momentum-Förderung umfasst einen Zeitraum von vier Jahren und eine Fördersumme von bis zu 800.000 Euro. Eine Weiterbewilligung von zwei Jahren ist möglich. Deutschlandweit hat die Volkswagen-Stiftung in diesem Jahr nur 13 Anträge bewilligt.</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-94186</guid><pubDate>Tue, 23 May 2023 17:35:27 +0200</pubDate><title>Trauer um den Schriftsteller Dževad Karahasan</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=94186&amp;cHash=807483a0539929b116e5b453f05dd31f</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Das Team der Poetik-Dozentur trauert um den Schriftsteller Dževad Karahasan, der am 19. Mai 2023 in Graz gestorben ist. Dževad Karahasan war vergangenes Jahr gemeinsam mit Ingo Schulze Gast der <a href="/zh/universitaet/campusleben/kunst-und-kultur/tuebinger-poetik-dozentur/vergangene-dozenturen/2022-schulze-karahasan/" class="internal-link">Poetik-Dozentur 2022</a> und hat uns mit seiner Präsenz, Aufmerksamkeit, Klugheit und Höflichkeit tief beeindruckt. Karahasan wurde in den vergangenen Tagen in zahlreichen Zeitungsmeldungen und Feuilletonartikeln geehrt. So schreibt etwa Lothar Müller in der SZ über den "europäischen Erzähler" und seine Verarbeitung der Erfahrungen während der Belagerung Sarajevos: "In seiner Welt waren die poetischen Formen das, was bleibt, wenn eine Stadt zerstört ist. Sie garantieren die Erinnerung auch dann noch, wenn sie in den Menschen verblasst ist. 'Die Literatur ist ein Denken in Formen statt in Begriffen', diese Grundformel seiner schriftstellerischen Existenz hat er in seiner Tübinger Poetik-Vorlesung im Herbst 2022 noch einmal bekräftigt.'" (Lothar Müller: "Zeitzeuge des Zerfalls. Zum Tod des bosnischen Schriftstellers und Großmeisters des dialogischen Erzählens Dževad Karahasan", in: Süddeutsche Zeitung, Montag, 22. Mai 2023, Nr. 116, S. 10) Dževad Karahasan hatte uns nach Sarajevo eingeladen; dort wird er nun beerdigt. Unsere Gedanken sind bei seiner Frau Dragana.</p><p class="align-right">Das Team der Poetik-Dozentur</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forum</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-93415</guid><pubDate>Fri, 05 May 2023 13:38:43 +0200</pubDate><title>Prof. Dr. Hans-Georg Rammensee für sein Lebenswerk ausgezeichnet</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=93415&amp;cHash=728959b7de611ef5bd760fb799cb936c</link><description>Pionier der T-Zell Immunologie erhält den „Lifetime Achievement Award 2023“ der Association for Cancer Immunotherapy (CIMT)</description><content:encoded><![CDATA[<p>Prof. Dr. Rammensee und sein Team haben internationale Pionierarbeit mit der Aufklärung der Erkennungsmechanismen der T-Zellen im menschlichen Immunsystem geleistet. Seine Arbeit hat wesentlich zum Verständnis der Spezifität der T-Zell-Erkennung sowie zur Entwicklung und Funktion von Impfstoffen beigetragen. Für seine bahnbrechenden wissenschaftlichen Erkenntnisse im Bereich der personalisierten Krebspeptid-Impfstoffentwicklung und der Krebsimmunologie erhielt er vergangenen Abend den „Lifetime Achievement Award 2023“ der Association for Cancer Immunotherapy (CIMT) in Mainz.<br> &nbsp;<br> Im Mittelpunkt von Prof. Rammensees Forschung, der Abteilungsleiter Immunologie im Interfakultären Institut für Zellbiologie der Universität Tübingen ist, stehen sogenannte Peptide (Proteinbruchstücke), die sich an der Außenhülle von Zellen befinden. Sie signalisieren dem Immunsystem, ob eine Körperzelle gesund oder krank ist. Bei entsprechender Identifizierung sind die T-Zellen in der Lage, Veränderungen in den Peptiden zu erkennen – so auch bei mutierten Proteinbruchstücken wie etwa bei Tumorerkrankungen. Dies kann zu einer Aktivierung des Immunsystems und Vernichtung der Tumorzellen führen. Mit dem von Prof. Rammensee entwickelten Verfahren lassen sich die von den T-Zellen erkannten Peptidantigene aus Viren und Tumorzellen genau bestimmen. Darauf aufbauend kann die Immuntherapie von Krebspatientinnen und -patienten individuell angepasst werden.</p><p>Außerdem ist er einer der Pioniere der mRNA-Impfung. Vor über 20 Jahren hat er zusammen mit Prof. Jung sowie Dr. Ingmar Hörr und PD Dr. Reinhard Obst die wissenschaftliche Basis für ein Verfahren zur Herstellung von mRNA-Impfstoffen gelegt. Prof. Rammensee ist darüber hinaus einer von drei Sprechern des sogenannten „Image-Guided and Functionally Instructed Tumor Therapies“ (iFIT) Exzellenzclusters, eines von der DFG geförderten Forschungskonsortiums an der Universität und dem Universitätsklinikum Tübingen. Als einziges onkologisches Exzellenzcluster in Deutschland forschen seine Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen an individualisierten und innovativen Krebstherapien, unter anderem auch an Krebspeptidimpfstoffen.</p><h3>Über CIMT</h3><p>Die Association for Cancer Immunotherapy CIMT ist eine Plattform, die den Wissensaustausch zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Ärzten und Ärztinnen und Zulassungsbehörden, die Krebsimmuntherapien erforschen und entwickeln, erleichtert. CIMT wurde im Jahr 2002 von Ärztinnen und Ärzten und Forschenden aus verschiedenen Bereichen der klinischen und theoretischen Medizin als unabhängige gemeinnützige Organisation gegründet. Jedes Jahr organisiert das CIMT die größte und einflussreichste internationale Tagung zur Krebsimmuntherapie in Europa.</p><p class="align-right">Pressemitteilung des Universitätsklinikums Tübingen</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-92722</guid><pubDate>Thu, 20 Apr 2023 10:57:34 +0200</pubDate><title>Südwestmetall-Förderpreis an Dr. Friedrich Solowjow</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=92722&amp;cHash=e8a890343a0f26be79d26a04154dc225</link><description>Nachwuchswissenschaftler für Dissertation an der Universität Tübingen ausgezeichnet</description><content:encoded><![CDATA[<p>Besondere Ehrung für den Jung-Wissenschaftler Dr. Friedrich Solowjow: Er ist einer von neun Nachwuchswissenschaftlern aus Baden-Württemberg, denen am 19. April bei einer feierlichen Veranstaltung in Stuttgart der Förderpreis des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall verliehen wurde. Solowjow erhielt die Auszeichnung für seine Dissertation an der Universität Tübingen zum Thema „Event-triggered Learning: Principled Decision Making on When to Learn“.&nbsp;</p><p>Zur prämierten Doktorarbeit: Maschinelles Lernen soll die Ergebnisse eines Algorithmus zuverlässiger machen. Um hierbei die Datenflut beherrschbar zu halten, kommt es darauf an, dass das System erkennt, wann es wirklich notwendig ist, zu lernen. In diesem Bereich leistet die Doktorarbeit von Solowjow wichtige wissenschaftliche Beiträge.</p><p>Mit dem Förderpreis würdigt Südwestmetall seit über 30 Jahren herausragende Leistungen des wissenschaftlichen Nachwuchses an den neun baden-württembergischen Landesuniversitäten. An jeder Universität wird ein mit 5.000 Euro dotierter Südwestmetall-Förderpreis ausgelobt. Die Preise werden jährlich auf Vorschlag der Universitäten für wissenschaftliche Arbeiten vergeben, die für die industrielle Arbeitswelt oder deren sozialpolitische Rahmenbedingungen von Bedeutung sind. „Diese lange Tradition zeigt, wie wichtig unserem Verband die nachhaltige Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Baden-Württemberg ist“, sagte der Südwestmetall-Vorsitzende Dr. Joachim Schulz bei der Preisvergabe in Stuttgart in Anwesenheit der baden-württembergischen Wissenschaftsministerin Petra Olschowski.&nbsp;</p><p class="align-right">Pressemitteilung Südwestmetall</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-92683</guid><pubDate>Wed, 19 Apr 2023 16:26:00 +0200</pubDate><title>Ökumenischer Preis an Johanna Rahner</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=92683&amp;cHash=240fcd9a833cc2af959da393d89c43da</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Katholische Akademie in Bayern verleiht Ihren Ökumenischen Preis im Jahr 2023 an Prof. Dr. Johanna Rahner, die Lehrstuhlinhaberin für Dogmatik, Dogmengeschichte und Ökumenische Theologie sowie Direktorin des Instituts für Ökumenische und Interreligiöse Forschung an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Die Laudatio hält Prof. Dr. Wolfgang Huber, ehemaliger Bischof der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg und ehemaliger Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland.</p><p>Die Akademieleitung würdigt mit dem Preis die wissenschaftliche Arbeit von Johanna Rahner, die seit zwei Jahrzehnten Bücher, Artikel, Lexikoneinträge und Rezensionen rund um das Thema Ökumene schreibt. Auch in Interviews spart sie kein Thema aus, mag es auch noch so unbequem sein – nicht umsonst heißt einer ihrer Forschungsschwerpunkte „Ökumenische Theologie und ihre ekklesiologischen Problemfelder“. Wie in ihrer gesamten Arbeit analysiert sie auch hier messerscharf schwierige Themen und spricht verbesserungswürdige Zustände auf allen Seiten durchaus offen und pointiert an – und überzeugt in ihrer Argumentation mit dem höchsten und präzisesten theologischen Niveau.</p><p>Für Johanna Rahner besteht die Ökumene nicht in halbherzigen Kompromissen, sondern in der gemeinsamen und gründlichen Suche nach der Wahrheit – was auch dazu führen kann, dass man die eigene Position aus guten Gründen ändert, heißt es weiter in der Preisbegründung. In Diskussionen verweist sie auch immer wieder auf verschüttete, in einem tieferen Sinne „katholische“ Traditionen und versucht, Engführungen aus der Vergangenheit zu überwinden.</p><p>Verliehen wird der Preis in einer Festveranstaltung im September dieses Jahres.</p><p>Die „Ökumenische Stiftung der Katholischen Akademie in Bayern“ wurde von Rechtsanwalt Hanns Gierlichs (1907−1993) zum Andenken an seine Eltern Wilhelm und Antonie Gierlichs errichtet. Ihre Zweckbestimmung ist „die Förderung der Una-Sancta-Bewegung“ durch die Verleihung von Anerkennungspreisen „für erbrachte Leistungen zur Förderung der Ökumene im Sinne Karl Rahners im Verhältnis der katholischen Kirche zu den Kirchen der Reformation“. Der Preis ist mit 10.000 € dotiert.</p><p>Preisträger der vergangenen Jahre waren die Internationale Nagelkreuzgemeinschaft Coventry, Kardinal Reinhard Marx zusammen mit Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und der heutige Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.</p><p class="align-right"><em>Pressemitteilung der Katholischen Akademie in Bayern</em></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-92194</guid><pubDate>Tue, 04 Apr 2023 16:47:09 +0200</pubDate><title>Lyrikpreis der Anke Bennholdt-Thomsen-Stiftung 2023 an Nancy Hünger</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=92194&amp;cHash=b75104bc050e97f37062bc73e644d791</link><description>Nancy Hünger, Leiterin des Studio Literatur und Theater an der Universität Tübingen, erhält den Lyrikpreis der Anke Bennholdt-Thomsen-Stiftung 2023. </description><content:encoded><![CDATA[<p>Nancy Hünger, Leiterin des Studio Literatur und Theater an der Universität Tübingen, erhält den Lyrikpreis der Anke Bennholdt-Thomsen-Stiftung 2023. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. „Inmitten der Beweglichkeit von Sprache angesichts einer hoch beweglichen Welt gelingt es den Texten Nancy Hüngers, die Turbulenzen der Gegenwart in sich zu tragen und trotzdem in ihrer zwingenden Schönheit und Klarheit zu trösten“, so die Begründung der Jury.</p><p>Die 1981 in Weimar geborene Lyrikerin Nancy Hünger war lange in der Literatur- und Kulturszene in Thüringen aktiv, seit Oktober 2022 leitet sie das Studio Literatur und Theater der Universität Tübingen. Ihre erste Gedichtsammlung Aus blassen Fasern Wirklichkeit erschien 2006, weitere Veröffentlichungen folgten, u.a. Deshalb die Vögel. Instabile Texte (2009), Ein wenig Musik zum Abschied wäre trotzdem nett (2017) und 4 Uhr kommt der Hund. Ein unglückliches Sprechen (2020). Sie schreibt neben Lyrik und Kurzprosa auch Essays und ist außerdem als Herausgeberin tätig.</p><p>Die Anke Bennholdt-Thomsen-Stiftung fördert seit 2008 deutschsprachige Schriftstellerinnen unter dem Dach der Deutschen Schillerstiftung. Sie vergibt einen Lyrik- und einen Förderpreis. Die Verleihung der Preise wird in Weimar stattfinden.</p><p>Die Deutsche Schillerstiftung fördert seit über 150 Jahren Autorinnen und Autoren aufgrund ihrer literarischen Leistung. Die Deutsche Schillerstiftung verwaltet in diesem Rahmen auch unselbstständigen Stiftungen, die der Förderung deutschsprachiger Autorinnen und Autoren, die durch ihre künstlerische Leistung hervorgetreten sind, dienen. Die Ehrengaben werden nach diesen unselbstständigen Stiftungen benannt. Zu den von der Stiftung geförderten Dichtern gehörten Autoren wie Eduard Mörike, Wilhelm Raabe, Ricarda Huch und Else Lasker-Schüler, in jüngerer Zeit Autoren wie Hans Wollschläger, Dagmara Kraus, Gisela von Wysocki und Julia Schoch. Das Archiv der Deutschen Schillerstiftung befindet sich im Goethe- und Schiller-Archiv, Weimar.</p><p class="align-right"><em>Meldung des Deutschen Literaturarchivs Marbach</em></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-92182</guid><pubDate>Tue, 04 Apr 2023 15:45:26 +0200</pubDate><title>Anna Gumpert erhält ERC Starting Grant</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=92182&amp;cHash=2cd2a5cd170af60e4bec704d474727de</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Am Lehrstuhl für internationale Wirtschaftsbeziehungen erforschen Professorin Anna Gumpert und ihr Team in den nächsten fünf Jahren, welche Auswirkungen die Einführung digitaler Technologien auf die Organisationsstruktur und Wertschöpfungsketten von mittelständischen und großen Unternehmen in Deutschland haben und welche Implikationen sich daraus für ihre Arbeitnehmer sowie ihre Innovationstätigkeit am Standort Deutschland ergeben. Der European Research Council (ERC) unterstützt das Projekt mit einem Starting Grant in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro. Das Forschungsprojekt startet im August 2023 und läuft bis 2028.&nbsp;</p><p>Ein Beispiel für digitale Technologien sind sogenannte Enterprise Resource Planning (ERP) Systeme, die in der Öffentlichkeit eher durch die Namen großer Hersteller wie SAP, Oracle und anderen ein Begriff sind. Durch ERP-Systeme gleichen Unternehmen ihren Bestand an Ressourcen (Rohstoffe, Geld, Maschinen) mit der Auftragslage und ihren Zahlungsverpflichtungen ab und können so Produktionsabläufe besser steuern.&nbsp;<br> Im Rahmen des Projekts werden umfangreiche Datensätze erstellt, die Informationen über die Investitionen von deutschen Unternehmen in digitale Technologien mit Informationen über ihre Arbeitnehmer sowie über ihre globalen Wertschöpfungsketten und ihre Innovationstätigkeit verknüpfen. Die Datensätze sind in Umfang und Detailtiefe international einzigartig.&nbsp;</p><p>Mit Hilfe dieser Daten wollen Anna Gumpert und Team zum einen erforschen, wie sich Investitionen in digitale Technologie auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auswirken: Wie verändern sich die Löhne und Stellenprofile? Werden Entscheidungen in Unternehmen durch die Einführung digitaler Technologien dezentraler gefällt und gewinnen Arbeitnehmer dadurch an Autonomie? Zum anderen untersuchen Anna Gumpert und Team die Frage, ob digitale Technologien die Abwanderung von Unternehmensaktivitäten ins Ausland befördern. Ihr Ziel ist es zu verstehen, inwiefern eine zunehmende Internationalisierung die Effekte von Digitalisierung auf Arbeitnehmer verstärkt und welche Konsequenzen eine zunehmende Internationalisierung für Forschung und Entwicklung in Deutschland hat.&nbsp;</p><p class="align-right">Tilman Wörtz</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-90898</guid><pubDate>Fri, 10 Mar 2023 15:45:24 +0100</pubDate><title>Walter-Witzenmann-Preis geht an Johanna Jebe</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=90898&amp;cHash=718e220165669e33c8165f69ceef1d17</link><description>Auszeichnung für Dissertation zum Mönchtum in der Karolingerzeit</description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Heidelberger Akademie der Wissenschaften, die Landesakademie der Wissenschaften von Baden-Württemberg, hat der Tübinger Historikerin Johanna Jebe den diesjährigen Walter-Witzenmann-Preis verliehen. Die Auszeichnung würdigt ihre Dissertation zum Thema „Regeln, Schrift, Correctio – Karolingerzeitliche Entwürfe von Mönchtum im Spiegel der Schriftproduktion aus St. Gallen und Fulda“. Der vom gleichnamigen Pforzheimer Unternehmer gestiftete Walter-Witzenmann-Preis honoriert exzellente Arbeiten aus dem Bereich der Geistes- und Kulturwissenschaften und ist mit 10.000 € dotiert.</p><p>Jebe hat in ihrer Arbeit den Umgang mit religiösen Wissensbeständen in Handschriften aus den Klöstern St. Gallen und Fulda untersucht, um einen neuen Zugang zu den kulturellen, religiösen und politischen Erneuerungen des 8. und 9. Jahrhunderts zu erschließen. Neben vielstimmigen Auseinandersetzungen über vorbildliches christliches Leben im Mönchtum hat die Studie konkrete alltagspraktische, soziale und kulturelle Bedingungen freigelegt, unter denen karolingische Eliten Leitgedanken für eine gesamtgesellschaftliche „Correctio“ generiert und ausgehandelt haben.</p><p>Johanna Jebe studierte Neuere und Neueste Geschichte, Mittelalterliche Geschichte und evangelische Theologie an den Universitäten Tübingen und Bologna und wurde 2022 im Fachbereich Mittelalterliche Geschichte promoviert. Sie arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Mittelalterliche Geschichte der Universität Tübingen.</p><p class="align-right"><em>Nach einer Pressemitteilung des Heidelberger Akademie</em></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-90673</guid><pubDate>Tue, 07 Mar 2023 11:19:40 +0100</pubDate><title>Feldberg Foundation zeichnet Jan Born aus</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=90673&amp;cHash=e16de599c2f24565315590d12d83f513</link><description>Preis würdigt jeweils einen herausragenden Vertreter der experimentellen medizinischen Forschung aus Deutschland und England</description><content:encoded><![CDATA[<p>Professor Jan Born erhält den diesjährigen deutschen Preis der Feldberg <span lang="en" dir="ltr">Foundation for Anglo-German Scientific Exchange</span>. Die Stiftung zeichnet jährlich je einen Wissenschaftler oder eine Wissenschaftlerin aus Deutschland wie aus England aus, die auf dem Gebiet der experimentellen medizinischen Forschung herausragende Arbeit geleistet haben.</p><p>Ziel der Stiftung ist es, den wissenschaftlichen Kontakt zwischen deutschen und englischen Forschenden in diesem Bereich zu fördern - insbesondere in der Physiologie und Pharmakologie. Die Ausgezeichneten halten dann jeweils einen Vortrag im Land des anderen Preisträgers/der anderen Preisträgerin. Jan Born wird seinen Vortrag an der Universität Oxford halten.</p><p>Englische Preisträgerin 2023 ist Professorin <span lang="en" dir="ltr">Doreen Cantrell</span>, Immunologin an der „<span lang="en" dir="ltr">School of Life Sciences</span>“ der Universität <span lang="en" dir="ltr">Dundee</span>, Schottland. Die Stiftung wurde 1961 von Professor Wilhelm Feldberg gegründet und hat ihren Sitz in England.</p><p>Jan Born ist Direktor der Abteilung für Medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie an der Universität Tübingen. Er erforscht die Dynamik der Gedächtnisbildung in biologischen Systemen und interessiert sich besonders dafür, welche Funktion der Schlaf für unser zentrales Nervensystem und unser Immunsystem hat. Er wurde bereits mit dem Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet (2010) und ist Mitglied der Max Planck <span lang="en" dir="ltr">School of Cognition</span> und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina.</p><p><a href="https://feldbergfoundation.org/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Webseite der Feldberg-Foundation</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-90241</guid><pubDate>Mon, 27 Feb 2023 15:10:48 +0100</pubDate><title>Deutscher Olympischer Sportbund ehrt Tübinger Forschende mit zwei Wissenschaftspreisen</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=90241&amp;cHash=f2dca3b1f3972d081e99cb2a258f3c1b</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat am Freitag Carmen Volk und Pascal Bauer von der Universität Tübingen mit jeweils einem Wissenschaftspreis für herausragende sportwissenschaftliche Forschung der Jahre 2021 und 2022 geehrt. Der DOSB vergibt seine Wissenschaftspreise alle zwei Jahre. Die Preise sind mit einem Preisgeld von insgesamt 12.000 Euro verbunden.</p><p>Zum Wettbewerb 2021/2022 wurden insgesamt 27 Arbeiten aus unterschiedlichen Gebieten und Disziplinen der Sportwissenschaft eingereicht. Darunter waren sieben Habilitationsschriften und 20 Dissertationen. Die thematische, theoretische und methodische Vielfalt und die hohe Qualität der eingereichten Arbeiten spiegelt den aktuellen Stand der Sportwissenschaft wider. Das Preis-Kuratorium unter Vorsitz von Professor Achim Conzelmann wählte insgesamt vier Arbeiten für einen Preis aus. „Die 27 eingereichten Arbeiten bieten eine beeindruckende Leistungsschau der Sportwissenschaft; sie zeigen ihr hohes Niveau und die weiterhin wachsende Vielfalt ihrer Themen, Theorien und Methoden. Die Leistungen des sportwissenschaftlichen Nachwuchses verdeutlicht kein Wettbewerb besser als der DOSB-Wissenschaftspreis“, so der Kuratoriumsvorsitzende.</p><p>Mit dem Ersten Preis ausgezeichnet wurde die Habilitationsschrift von Dr. Philip Furley (Deutsche Sporthochschule). Sie trägt den Titel: „Nonverbal Behavior and Person Perception in Sport“. Carmen Volk erhält den zweiten Preis für ihre Dissertation „Kompetenzförderung im Sportunterricht: Diagnostik, Intervention und Evaluation im Kontext von „Gesundheit und Fitness”, mit der sie 2021 an der Universität Tübingen promoviert wurde. Der dritte Preis wird zweimal vergeben: zum einen an Pascal Bauer für seine Dissertation „Automated Detection of Complex Tactical Patterns in Football using Positional and Event Data“, mit der er 2022 an der Universität Tübingen promoviert wurde.&nbsp;Einen dritten Preis erhält auch Prof. Dr. Thomas Gronwald (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) für seine Habilitationsschrift „Nicht-lineare Dynamik der kardialen autonomen Funktion als Kenngröße organismischer Selbstregulation bei Ausdauerbelastung.&nbsp;</p><p class="align-right"><em>Nach einer Pressemitteilung des Deutschen Olympischen Sportbundes</em></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-89776</guid><pubDate>Thu, 09 Feb 2023 13:23:01 +0100</pubDate><title>Professor Dr. Bernd Engler wird Tübinger Ehrenbürger</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=89776&amp;cHash=5d2ddec805682f3380ae77ac927f46dc</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Für seine besonderen Verdienste um die Wissenschafts- und Bildungsstadt Tübingen verleiht die&nbsp;Universitätsstadt Tübingen Professor Dr. Bernd Engler das Ehrenbürgerrecht. Das hat der Gemeinderat&nbsp;beschlossen. Oberbürgermeister Boris Palmer wird ihm die Ehrung am 17. März überreichen.&nbsp;Engler war von 2006 bis 2022 Rektor der Universität Tübingen. Nach dem Ende seiner Amtszeit&nbsp;übernahm er im Oktober 2022 die Präsidentschaft der Stiftung Weltethos.</p><p>Bernd Engler wurde 1954 in Speyer geboren. Er studierte Anglistik/Amerikanistik, Germanistik und&nbsp;Philosophie an der Universität Freiburg und <span lang="en" dir="ltr">University of Kent, Canterbury</span>. Von 1980 bis 1990 war&nbsp;er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Amerikanistik an der Universität Freiburg. Nach seiner&nbsp;Promotion, Habilitation sowie Lehr- und Forschungsaufenthalten im Ausland wurde er 1992&nbsp;nach Tübingen an den Lehrstuhl für Amerikanistik berufen. 2006 folgte Engler Prof. Eberhard&nbsp;Schaich als Rektor.</p><p>Unter Englers Rektorat bewarb sich die Universität Tübingen erfolgreich bei der Exzellenzinitiative&nbsp;des Bundes. Zuletzt konnte sie 2018 drei neue Exzellenzcluster einwerben. Engler modernisierte,&nbsp;setzte strukturelle Reformen durch und positionierte die Universität im internationalen Wettbewerb.&nbsp;Unter seiner Führung wurde die vormals vor allem geisteswissenschaftlich ausgerichtete&nbsp;Hochschule auch zu einem Zentrum naturwissenschaftlicher Forschung und Lehre.</p><p>Das Wachstum der Universität zeigt sich unter anderem beim Budget und Drittmitteln, der Zahl der&nbsp;Beschäftigten und Studierenden sowie dem Anteil an Frauen in Forschung und Lehre. Verstärkt&nbsp;wandte sich die Universität der Förderung von Innovation, interdisziplinärer Zusammenarbeit und&nbsp;Internationalisierung zu. Durch die enge Verbindung zu universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Tübingen und der Region (beispielsweise Universitätsklinikum, Max-Planck-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft) bot sie angehenden und bereits renommierten&nbsp;Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit, im Bereich der Spitzenforschung&nbsp;international zusammenzuarbeiten und erhöhte damit die Sichtbarkeit Tübingens als erstklassigen&nbsp;Forschungsstandort.</p><p>Vom Wachstum der Uni profitiert nicht nur die Stadt. Auch auf die regionale Wirtschaft wirkte und&nbsp;wirkt sich diese Entwicklung positiv aus. Mit ihrer forschungsbasierten Lehre gibt die Universität Tübingen&nbsp;wichtige Impulse und leistet einen großen Beitrag dazu, Fachkräfte in der Stadt zu halten. Als&nbsp;Beispiel ist hier das <span lang="en" dir="ltr">Cyber Valley</span> mit seinen Netzwerken zu nennen.</p><p>Professor Engler verstand sich als „Ermöglicher“, als Kommunikator und als jemand, der unterschiedliche&nbsp;Positionen innerhalb und außerhalb der Universität zusammenbringt. Dabei legte er immer&nbsp;auch Wert auf eine kritische Begleitung von Forschung unter ethischen Gesichtspunkten sowie,&nbsp;der kulturellen Vielfalt einer internationalen Stadt und Hochschule angemessen, auf den Austausch&nbsp;von Kulturen und Religionen. In diesen Zusammenhang ist auch die Gründung des Zentrums für Islamische&nbsp;Theologie 2011 einzuordnen, das erste derartige Institut an einer deutschen Hochschule.</p><p>Englers Bewusstsein für die ethische und historische Verantwortung der Universität zeigte sich auch&nbsp;im Bereich der Erinnerungskultur: zum einen in der Frage um eine mögliche Umbenennung der Universität,&nbsp;in der er eine offene, durchaus kritische Debatte ermöglichte, zum anderen bei der wissenschaftlichen&nbsp;Aufarbeitung des Gräberfelds X auf dem Stadtfriedhof, die in guter inhaltlicher und finanzieller&nbsp;Kooperation von Universität und Stadt erfolgt.</p><p>Dass Engler auch der Kultur – und insbesondere der kulturellen Kooperation zwischen Universität&nbsp;und Stadt – zugetan war, zeigte sich in den vergangenen Jahren in seiner Unterstützung für die Produktion&nbsp;der Wallander-Oper 2016, für das bundesweit beachtete Bachfest 2018 und für das Komponistinnen-Festival im Oktober 2023.</p><p><a href="http://www.tuebingen.de/ehrenbuerger" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">www.tuebingen.de/ehrenbuerger</a></p><p class="align-right"><em>Pressemitteilung der Universitätsstadt Tübingen</em></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-88561</guid><pubDate>Wed, 11 Jan 2023 11:00:52 +0100</pubDate><title>Prof. Anna Gumpert mit „Preis für gute Lehre“ gewürdigt</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=88561&amp;cHash=bca6025ba28420733fa65c4d97817465</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Das Bayrische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst ehrt die Professorin für Volkswirtschaftslehre Anna Gumpert mit dem „Preis für gute Lehre“. Der Preis wurde im Dezember für das Jahr 2021 verliehen. Anna Gumpert war von 2014 bis 2022 Assistenzprofessorin an der Volkswirtschaftlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seit vergangenem Sommersemester lehrt sie Internationale Wirtschaftsbeziehungen an der Universität Tübingen.&nbsp;</p><p>Die Preisträgerinnen und -träger werden von ihrer Heimatuniversität vorgeschlagen. An dieser Entscheidung sind die Studentinnen und Studenten beteiligt. Die Studierenden der LMU würdigten Gumperts Fähigkeit, bei Einführung von neuen Themen in ihren Vorlesungen den Leistungsstand und die Aufnahmefähigkeit der Studentinnen und Studenten zu berücksichtigen. Sie vermittele selbst anspruchsvolle Inhalte verständlich. In der Pandemie sei es Anna Gumpert gelungen, die Lehrinhalte ohne Transformationsverluste an das Online-Format anzupassen und Unterschiede zwischen der Präsenz- und Online-Lehre bestmöglich anzugleichen. Frau Gumperts Engagement wird von den Studierenden als hochkompetent, freundlich und von großer Offenheit geprägt beschrieben.&nbsp;</p><p>Mit dem „Preis für gute Lehre“ würdigt das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst jährlich die Arbeit der besten Lehrpersonen an staatlichen bayerischen Universitäten. Die Auszeichnung ist mit 5.000 Euro dotiert.</p><p class="align-right"><em>Nach einer Pressemitteilung der LMU München</em></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-88315</guid><pubDate>Fri, 23 Dec 2022 11:40:53 +0100</pubDate><title>Festschrift und Symposium für Tübinger Zoologie-Professor</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=88315&amp;cHash=45283025b0b4a329d05ec1acc3febda9</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Am 17. Dezember 2022, wurde in der Paläontologischen Sammlung des ‚Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment‘ an der Universität Tübingen der aus Horb/Neckar stammende Zoologie-Professor Dr. Wolfgang Maier geehrt. Wolfgang Maier studierte in Tübingen und promovierte bei Prof. Dr. Dietrich Starck in Frankfurt/Main, wo er dann auch selbst Professor für Anatomie wurde. Wolfgang Maier übernahm 1987 den Lehrstuhl für Vergleichende Zoologie in Tübingen. Wissenschaftlich beschäftigt er sich mit verschiedenen Aspekten der Wirbeltiermorphologie, so etwa mit dem Beiß- und Bewegungsapparat und der Ohr- und Nasenanatomie der Primaten und anderer Säugetiere. Seine Arbeiten umfassen Untersuchungen vor- und nachgeburtlicher Entwicklungsstadien bei rezenten Arten, aber auch verschiedene Fossilien. Dabei verwendet er sowohl histologische Schnitte als auch moderne Computertomographie.&nbsp;</p><p>Anläßlich seines 80. Geburtstages erschien ein Sonderband in der Dresdner Senckenberg-Zeitschrift Vertebrate Zoology, der bei dieser Veranstaltung überreicht wurde. Die Festschrift wurde durch die Senckenberg-Forscher PD Dr. Ingmar Werneburg (Tübingen) und PD Dr. Irina Ruf (Frankfurt) herausgegeben und umfaßt insgesamt 20 wissenschaftliche Artikel von Kollegen und Weggefährten Wolfgang Maiers. Darin finden sich Arbeiten über Fische, Reptilien und Säugetiere und zahlreiche Organsysteme, die in einer Zusammenschau entwicklungsbiologisch, zoologisch und paläontologisch betrachtet werden. Dieser ganzheitliche Ansatz einer „Vergleichenden Entwicklungsgeschichte der Organismen“ hat eine über zweihundertjährige Tradition. Durch Wolfgang Maier und seine Schüler wurde sie in das 21. Jahrhundert getragen. Die Senckenberg-Gesellschaft und die Universität Tübingen bieten mit ihren wissenschaftlichen Instituten und Sammlungen die notwendige Infrastruktur und eine ideelle Einbettung, um Biodiversitätsforschung – auch mit einem morphologischen Fokus auf den einzelnen Organismus selbst – zu ermöglichen.</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-88090</guid><pubDate>Fri, 16 Dec 2022 16:25:38 +0100</pubDate><title>Sabine Döring wird neue Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=88090&amp;cHash=f282581b3269c2d3cac600dc526029b3</link><description>Die Tübinger Professorin für Praktische Philosophie tritt Nachfolge von Kornelia Haugg an</description><content:encoded><![CDATA[<p>Sabine Döring, Professorin für Praktische Philosophie an der Universität Tübingen, wird die neue Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). In einer Pressemitteilung gab das Ministerium am Donnerstag die Entscheidung bekannt. Sabine Döring tritt damit die Nachfolge von Kornelia Haugg an, die am 1. Februar 2023 wie geplant in Ruhestand gehen wird.&nbsp;</p><p>„Ich freue mich, dass wir mit Prof. Dr. Sabine Döring eine exzellente Wissenschaftlerin als designierte Nachfolgerin gewinnen konnten“, sagte die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Bettina Stark-Watzinger.&nbsp;</p><p>Sabine Döring wurde 1997 von der Georg-August-Universität Göttingen mit einer Arbeit über die Kunsttheorie Robert Musils promoviert. Es folgten Forschungsaufenthalte an der University of California in Berkeley, USA, an der Universität Duisburg-Essen und der University of St Andrews in Schottland. 2005 habilitierte sich Sabine Döring an der Universität Duisburg-Essen mit der Arbeit „Gründe und Gefühle. Zur Lösung des Problems der Moral“. Weitere Stationen waren das King´s College in London, die University of Manchester und die Universität Hamburg. Seit 2008 hat sie den Lehrstuhl für Philosophie mit dem Schwerpunkt Praktische Philosophie an der Universität Tübingen inne. Von 2009 bis 2019 war sie außerdem Vorstandsmitglied des Werner Reichart Centre for Integrative Neuroscience (CIN) der Universität Tübingen und 2012 Gastprofessorin an der University of Melbourne.</p><p>In ihrer Arbeit erforscht Sabine Döring die Theorie der Rationalität mit einem Schwerpunkt auf der Philosophie der Gefühle. Sie vertritt den Standpunkt, dass Emotionen für rationales Denken unverzichtbare affektive Bewertungen sind. Für ihre Analyse hat sie den Begriff „affektive Wahrnehmung“ geprägt. Im Sommer 2022 erhielt sie für ihre aktuelle Forschung zum politischen Liberalismus und das Buchprojekt „Solidarisch handeln in Freiheit. Eine liberale Theorie des Gemeinwohls“ das Opus magnum-Stipendium der VW-Stiftung.</p><p>Auf Twitter drückte sie ihre Freude über die Bekanntmachung des Ministeriums aus. „Es ist mir eine große Ehre, von @starkwatzinger für diese Aufgabe ausgewählt worden zu sein.“ Einer ihrer Lehrer habe einmal gesagt, dass sie keine „rein akademische Existenz“ sein. „Das werde ich jetzt unter Beweis stellen müssen“, twitterte Döring.</p><p class="align-right">Tilman Wörtz</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forum</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-87555</guid><pubDate>Thu, 01 Dec 2022 12:14:54 +0100</pubDate><title>Harald Groß erhält PHOENIX Pharmazie Wissenschaftspreis </title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=87555&amp;cHash=f3a18db6507e44f428b2aaa70bc70be2</link><description>Auszeichnung für Forschung zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen</description><content:encoded><![CDATA[<p>Harald Groß, Professor am Pharmazeutischen Institut der Universität Tübingen und Mitglied des Exzellenzclusters CMFI, hat den mit 10.000 Euro dotierten PHOENIX Pharmazie Wissenschaftspreis in der Kategorie Pharmazeutische Biologie erhalten. Der Preis ist mit 40.000 Euro dotiert und fördert in insgesamt vier Kategorien innovative Projekte aus dem pharmazeutischen Bereich. Neben Groß wurden drei weitere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für ihre herausragenden Arbeiten ausgezeichnet.</p><p>Gemeinsam mit seinem Forschungsteam hat Harald Groß eine Strategie entwickelt, mit deren Hilfe die Produktion Naturstoffs Brasilicardin A im Grammbereich möglich wird. Brasilicardin A könnte zukünftig als Arzneimittelwirkstoff zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen zum Einsatz kommen.&nbsp;Unter Autoimmunerkrankungen versteht man verschiedene Krankheiten, wie z.B. Multiple Sklerose, bei denen sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper richtet. Patienten nehmen dann sogenannte Immunsuppressiva, die das Immunsystem unterdrücken.&nbsp;Da solche Medikamente jedoch oft ernste Nebenwirkungen haben, setzte sich Harald Groß zum Ziel den harmloseren Naturstoff Brasilicardin A zu erforschen. Mit seinem Forscherteam entwickelte Professor Groß eine neue Methode mit der sich der natürliche Wirkstoff viel schneller, in größerer Menge und billiger produzieren lässt.</p><p>Der PHOENIX Pharmazie Wissenschaftspreis wurde 1996 durch den Gesundheitsdienstleister PHOENIX group ins Leben gerufen. Anlässlich des 25. Jubiläums des Preises&nbsp;stellte PHOENIX in diesem Jahr jedem Preisträger zusätzlich 2.500 Euro für eine wohltätige Spende an ein Projekt der Wahl zur Verfügung. Harald Groß lässt seinen Anteil dem Förderverein für krebskranke Kinder Tübingen e.V. zukommen.</p><p class="align-right"><em>Nach einer Pressemitteilung der PHOENIX group</em></p><h3>Weitere Informationen:</h3><p><a href="https://vimeo.com/776514881" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Video zur Arbeit des Preisträgers Harald Groß</a></p><h4>Die ausgezeichnete Publikation:</h4><p>Genetic Engineering in Combination with Semi-Synthesis Leads to a New Route for Gram-Scale Production of the Immunosuppressive Natural Product Brasilicardin A. Veröffentlicht in: <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33768597/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Angewandte Chemie Int. Ed. 60, 13536 (2021)</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-87510</guid><pubDate>Thu, 01 Dec 2022 08:29:05 +0100</pubDate><title>Lars Angenent appointed Fellow by leading international association for research into microbes and their applications</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/article/lars-angenent-appointed-fellow-by-leading-international-association-for-research-into-microbes-and-their-applications/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Lars Angenent, Humboldt Professor and Professor of Environmental Biotechnology at the University of Tübingen, has been named a Fellow of the International Society for Microbial Electrochemistry and Technology (ISMET).&nbsp;</p><p>A fellowship in ISMET is awarded to members who have "made outstanding contributions to research and ISMET," according to the association's website. The organization aims to "connect scientists from various disciplines with engineers, thereby strengthening research into the complex interaction between microbes and electrodes and finding new sustainable applications."</p><p>Lars Angenent conducts his research at the Environmental and Geoscience Center (GUZ) at the University of Tübingen. In his laboratory, he is investigating how microbes can be used to process organic waste or industrial waste gases such as carbon dioxide. Ultimately, the technology can help reduce CO2 in the atmosphere. For example, he "feeds" carbon dioxide and hydrogen to microbes to obtain methane that can be put into the gas grid. He obtains the necessary hydrogen by electrolysis from water, and the energy for electrolysis from wind power. In this way, the methane produced is sustainable - unlike gas extracted from fossil deposits. He works on combining electrolysis and microbes in one microbial electrochemical system.</p><p>Lars Angenent has already tested the process in industrial applications via the start-up Electrochaea. Angenent has been a Humboldt Professor at the University of Tübingen since 2017. Previously, he taught and conducted research at Cornell University in the USA.</p><p class="align-right"><em>Tilman Wörtz/Public Relations Department</em></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-87081</guid><pubDate>Tue, 22 Nov 2022 09:17:37 +0100</pubDate><title>ERC Starting Grant für Lisa Maier</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=87081&amp;cHash=9667556aa0eca62dbf83a38713969a8a</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Für ihr Projekt „gutMAP“ erhält CMFI-Mitglied Lisa Maier einen Starting Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC). Das Projekt zum Einfluss des Darmmikrobioms auf die Wirkung von Psychopharmaka wird über einen Zeitraum von fünf Jahren mit insgesamt rund 1,5 Millionen Euro gefördert. Mit den Starting Grants fördert das ERC herausragende Forschungsprojekte exzellenter Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler.</p><p>Psychische Erkrankungen zählen inzwischen zu den häufigsten Erkrankungen weltweit. In der Therapie kommen oft Psychopharmaka zum Einsatz, doch relativ oft leiden die Patienten zusätzlich unter den Nebenwirkungen, die durch diese Medikamente verursacht werden. Menschen reagieren sehr unterschiedlich auf die eingenommenen Präparate. So kann es ein, dass die Medikamente nur verzögert oder gar nicht wirken. Die Optimierung der gegenwärtigen Psychopharmakatherapie bleibt somit weiterhin eine große Herausforderung.<br> „Unsere jüngsten Beobachtungen deuten darauf hin, dass das Darmmikrobiom bei interindividuellen Unterschieden im Therapieerfolg von Medikamenten eine Rolle spielen könnte. Manche Arzneimittel verändern die Zusammensetzung des menschlichen Darmmikrobioms. Diese Veränderungen können Teil der Wirkungsweise des Medikaments aber auch Indizien zur Entstehungsweise der Nebenwirkungen sein“, sagt Lisa Maier.</p>]]></content:encoded><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-86964</guid><pubDate>Thu, 17 Nov 2022 16:29:38 +0100</pubDate><title>Data Science und Machine Learning in den Wirtschaftswissenschaften</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=86964&amp;cHash=8cea62298bc1b14874ad4f803347e9cd</link><description>Ein Interview mit dem neuen Juniorprofessor Michael Knaus</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit Wintersemester 2022/23 haben Sie eine Tenure-Track Professur für Data Science in Economics. Wurden Sie im Studium an den Universitäten Hohenheim, Bologna sowie durch Ihren PhD in Economics and Finance an der Universität St. Gallen gut auf die nun vor Ihnen liegenden Aufgaben vorbereitet?&nbsp;</strong></p><p>In Hohenheim habe ich die Ökonometrie entdeckt, nachdem ich zuvor eigentlich Marketing vertiefen wollte. In Bologna hat sich mein Interesse an <em>Causal Inference</em> herauskristallisiert. In St. Gallen konnte ich meinen PhD diesem Thema widmen. Während der Dissertation kam die Frage auf, inwiefern dieses „Machine Learning“ relevant für <em>Causal Inference</em> und <em>Economics</em> sein könnte. Dieses Thema habe ich seitdem beackert und werde es auch in Zukunft tun. Deshalb glaube ich, dass ich forschungstechnisch etwas zu „Data Science in Economics“ beitragen kann. Summa summarum fühle ich mich durch meinen bisherigen Weg gut vorbereitet und den Rest werde ich versuchen zu lernen.</p><p><strong>Was war ausschlaggebend für Ihre Entscheidung, nach Tübingen zu kommen? &nbsp;</strong></p><p>Einem Ruf an eine Universität zu folgen, die sowohl die geographischen, als auch die akademischen Kriterien erfüllt, die meine Frau und ich als ideal definiert haben. Mein Vertrag in St. Gallen war befristet. Die neue Stelle ist ein Tenure-Track. Das heißt, wenn ich mich gut anstelle in Forschung und Lehre, bekomme ich die Professur auf Lebenszeit, auf die ich seit langem hin arbeite. Zusätzlich gibt es mit dem Exzellenzcluster „Machine Learning“, dem Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme und der Cyber Valley Initiative ein in Europa einzigartiges Umfeld mit möglichen Anknüpfungspunkten für meine Forschung.&nbsp;</p><p><strong>Was können die Tübinger Studierenden von Ihnen erwarten? </strong></p><p>Wir sind umgeben von Buzzwords wie <em>Big Data</em>, <em>Machine Learning</em> und AI. Ich möchte einerseits diesen Hype in den Vorlesungssaal tragen und Studierende für die spannende und zunehmend relevante Welt der Datenanalyse zur Unterstützung von Entscheidungen begeistern. Sie lernen von Machine Learning inspirierte Methoden, die bisher in keinem Lehrbuch besprochen werden. Gleichzeitig möchte ich sie dafür sensibilisieren, dass eine fancy Methode allein noch keine glaubwürdige Analyse hervorbringt. Wir benötigen den Kontext zu unseren Daten und müssen wissen, unter welchen Annahmen wir welche Schlüsse ziehen können. Mein Ziel ist es, dass Studierende nach meinen Kursen zielgerichtete Datenanalysen durchführen sowie Datenanalysen von anderen kritisch hinterfragen können.</p><p><strong>Was erwarten Sie von den Tübinger Studierenden?&nbsp;</strong></p><p>Keine Angst vor Theorie und Coden. Beides benötigen wir, um sinnvolle Datenanalysen zu erstellen. Offenheit bezüglich neuer Methoden, die noch in den Kinderschuhen stecken. In dieser Hinsicht Nachsicht mit dem Dozenten, wenn manche Fragen noch nicht abschließend beantwortet werden können, weil es sich um ein aktives Forschungsfeld handelt. Konstruktive Kritik. Ich experimentiere gerne mit neuen Prüfungs- und Vorlesungsformaten. Dabei ist vielleicht nicht alles, was ich cool finde hilfreich für die Studierenden. Nur gemeinsam können wir herausfinden, was für beide Seiten funktioniert und was nicht.</p><p><strong>Was ist das Kernthema Ihrer Forschung?</strong></p><p>Ich arbeite an der Entwicklung und Anwendung von Methoden, die die Wirkung von bestimmten Maßnahmen messen und vorhersagen können. Nehmen wir als Beispiel Jobchancen von Arbeitssuchenden. Mit klassischen Machine Learning-Methoden und den entsprechenden Daten kann ich vorhersagen, wie lange eine Person vermutlich arbeitssuchend bleibt. Dies ist zwar spannend, aber ich kann daraus keine Empfehlung ableiten, welche Maßnahmen die Arbeitslosigkeit verkürzen könnten. Dies ist ein kniffligeres Problem. Nehmen wir als potenzielle Maßnahme einen Computerkurs. Für Arbeitssuchende, die solch einen Kurs besucht haben, können wir zwar beobachten, wann sie wieder beschäftigt wurden. Wir wissen aber nicht, wann sie einen Job gefunden hätten, wenn sie den Kurs nicht besucht hätten. Umgekehrt wissen wir nicht, was mit Arbeitssuchenden ohne Computerkurs passiert wäre, wenn sie doch an einem teilgenommen hätten. Meine Forschung beschäftigt sich mit kausalem Machine Learning, welches trotz fehlender Informationen über diese kontrafaktischen Verläufe Vorhersagen treffen kann, ob sich die Arbeitslosigkeit einer Person durch einen Computerkurs verlängert oder verkürzt. Dies ermöglicht es Maßnahmen zu personalisieren. Diese Methoden können z.B. auch für personalisiertes Marketing oder personalisierte Medizin verwendet werden. Das ist es, was mein Forschungsfeld so spannend und zugleich interdisziplinär macht.</p><p class="align-right">Das Interview führte Natalie Schnabel</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-85869</guid><pubDate>Fri, 28 Oct 2022 09:56:39 +0200</pubDate><title>Toleranzring für den Theologen Karl-Josef Kuschel</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=85869&amp;cHash=389ddf5c6ae0a3cb9144775a95472c93</link><description>Auszeichnung würdigt Engagement für Dialog und gegen Rassismus</description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Europäische Akademie für Wissenschaft und Künste verleiht am 16. November 2022 einen ihrer drei Toleranzringe an den Theologen und Literaturwissenschaftler Professor Dr. Karl-Josef Kuschel, Emeritus der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen. Die Auszeichnung würdigt führende Persönlichkeiten, die sich für Toleranz und Mitmenschlichkeit sowie einen grenzüberschreitenden Dialog und gegen Rassismus engagieren. Neben einem Vertreter oder einer Vertreterin des Christentums werden jeweils Repräsentanten oder Repräsentantinnen der beiden anderen abrahamischen Religionen Judentum und Islam geehrt. In diesem Jahr sind dies der türkisch-islamische Theologe und Schriftsteller Ihsan Eliaçık und Lala Süßkind, stellvertretende Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin und Brandenburg e.V.</p><p>„In unserer Gesellschaft spüren wir ein zunehmendes Klima der Intoleranz und Unduldsamkeit“, sagt Professor Dr. Klaus Mainzer, Präsident der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste. „Mit der Auszeichnung wollen wir zu einem toleranten und friedlichen Umgang der Menschen miteinander beitragen. Diese lebenslange Einübung in Toleranz muss bereits in der alltäglichen Bildungs- und Ausbildungspraxis beginnen.“ In seiner Tätigkeit als Hochschullehrer hat sich Professor Kuschel, ehemals Akademischer Direktor für Theologie der Kultur und des interreligiösen Dialogs an der Katholisch-Theologischen Fakultät sowie stellvertretender Direktor des Instituts für Ökumenische und interreligiöse Forschung der Universität Tübingen, wesentlich für den Austausch zwischen den Religionen eingesetzt.</p><p>Auf Anregung des britischen Verlegers Lord George Weidenfeld zeichnet die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste seit 2012 jährlich führende Persönlichkeiten mit den Toleranzringen aus. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Kardinal Karl Lehmann, Hans-Dietrich Genscher und der Dirigent Daniel Barenboim.&nbsp;</p><p>In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für LehrerInnenenbildung der Universität Köln werden zugleich drei Kölner Schulen mit dem Preis „Toleranz macht Schule – Schulen der Toleranz“ ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am 16. November im Wallraf-Richards-Museum in Köln statt.</p><p class="align-right"><em>ts/Hochschulkommunikation</em></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-85839</guid><pubDate>Thu, 27 Oct 2022 16:35:24 +0200</pubDate><title>Sireen El Zaatari erhält den Preis für mutige Wissenschaft</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=85839&amp;cHash=317035ed24c4aa0c8d66f0201887a70d</link><description>Auszeichnung für die Bewältigung eines schwierigen Karrierewegs und großer Herausforderungen bei ihrer archäologischen Forschungsarbeit im Libanon</description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Archäologin und Paläoanthropologin <strong>Dr. Sireen El Zaatari</strong> von der Universität Tübingen wird gemeinsam mit der Wirtschaftswissenschaftlerin Dr. Katrin Schmelz von der Universität Konstanz mit dem diesjährigen Preis für mutige Wissenschaft ausgezeichnet. El Zaatari, die zu Kriegszeiten im Libanon aufwuchs, hatte auf ihrem Weg in die Wissenschaft zahlreiche Hürden zu überwinden. Auch mit ihrem Forschungsthema hat sie eine schwierige Aufgabe gewählt: Sie will die kriegsbedingt darniederliegende paläolithische Feldforschung im Libanon wieder aufnehmen. Der Preis für mutige Wissenschaft ist mit insgesamt 30.000 Euro dotiert. Er geht je zur Hälfte an Sireen El Zaatari und Katrin Schmelz. Der Preis wird vom baden-württembergischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst vergeben.</p><p>Wissenschaft, Forschung und Innovation lebten immer auch vom Mut, neue Wege einzuschlagen, den Blick auf ungewöhnliche Zusammenhänge zu werfen und die eigenen Ideen auch in ungewohnten Allianzen umzusetzen, sagte die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Petra Olschowski bei der Preisverleihung am 27. Oktober 2022 in Stuttgart. Dafür würden Dr. Katrin Schmelz und Dr. Sireen El Zaatari mit dem Preis für mutige Wissenschaft belohnt.</p><h3>Die Preisträgerin</h3><p>Dr. Sireen El Zaatari (45) ist im Libanon aufgewachsen, als Frau in einer vom Krieg gebeutelten und zunehmend restriktiv und chaotisch werdenden Gesellschaft. Trotz all dieser Probleme entschied sie sich, Archäologin zu werden und die durch den Krieg beendete paläolithische Forschung im Libanon wiederzubeleben. Dafür musste sie ihr Land verlassen, um in den USA zu studieren. Über befristete Anstellungen in Leipzig, Athen und Beirut führte sie ihr Weg schließlich an die Universität Tübingen. Sie ist unter anderem Empfängerin eines ERC Consolidator Grants (REVIVE) des Europäischen Forschungsrats (ERC) und arbeitet mit ihrem internationalen Team daran, die paläolithische und paläoanthropologische Forschung im Libanon wiederaufzubauen.&nbsp;</p><p>Dafür führt sie unter schwierigen politischen und sozialen Bedingungen Feldstudien durch. „Wir sind noch in einem frühen Stadium des Projekts, aber wir konnten uns bereits vergewissern, dass es im Libanon ein großes Potenzial für die Forschungsarbeiten und neue Funde gibt – trotz aller Veränderungen der Landschaft, die in den vergangenen fast 50 Jahren vorgenommen wurden“, berichtet Sireen El Zaatari. „Jetzt, zu Beginn unserer Feld- und Fundstudien, sind wir sehr zuversichtlich, dass wir unser Wissen über die Wanderungen unserer Vorfahren über die Kontinente der Alten Welt – Afrika, Asien und Europa – erweitern können.“</p><h3>Der Preis</h3><p>Mit dem Preis für mutige Wissenschaft unterstützt das Land Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die Mut im Denken und Handeln beweisen, unkonventionelle Ansätze verfolgen oder auf Umwegen herausragende Forschungsleistungen erbracht haben. Der mit 30.000 Euro verbundene Preis soll ein Signal dafür setzen, wie sehr innovative Wissenschaft davon lebt, dass Forscherinnen und Forscher auch Rückschläge oder Scheitern in Kauf nehmen – und wie wichtig die Bereitschaft zum Risiko ist. Der Preis wird in einer Kooperation des baden-württembergischen Wissenschaftsministeriums mit der Heidelberger Akademie der Wissenschaften (Landesakademie von Baden-Württemberg) seit 2016 vergeben.</p><p class="align-right">Janna Eberhardt/Hochschulkommunikation</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-84927</guid><pubDate>Wed, 12 Oct 2022 10:18:22 +0200</pubDate><title>Neue Dekane im Amt</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=84927&amp;cHash=aa25edcae308a458c520b57a45ea6f08</link><description>Führungswechsel in gleich drei Fakultäten</description><content:encoded><![CDATA[<p>MIt Beginn des Wintersemesters 2022/23 haben die Katholisch-Theologische Fakultät, die Juristische Fakultät und die Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften jeweils eine neue Leitung bekommen.</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Intern</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-84573</guid><pubDate>Thu, 29 Sep 2022 10:21:26 +0200</pubDate><title>Förderpreis „For Women in Science“ für Tübinger Chemikerin</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=84573&amp;cHash=d9a85a19a7f98003ce95ab0256bf3c19</link><description> Dr. Svetlana Klementyeva für Forschung zu Seltenen Erden ausgezeichnet</description><content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen des L’Oréal-UNESCO-Förderprogramms „For Women in Science“ wurden am 27. September 2022 in Berlin vier Wissenschaftlerinnen für ihren Beitrag zu Forschung und Entwicklung&nbsp; ausgezeichnet. Einer der mit je knapp 15.000 Euro dotierten Förderpreise ging dabei an Dr. Svetlana Klementyeva vom&nbsp;Institut für Anorganische Chemie der Universität Tübingen. Sie wurde für ihre Forschungsarbeit "Germanium Cluster - neue Bausteine in der Chemie der Seltenen Erden" ausgezeichnet. Die übrigen drei Preise gingen an&nbsp;Dr. Anna Czarkwiani (TU Dresden),&nbsp;Dr. Darinka (MPI für empirische Ästhetik, Frankfurt) und&nbsp;Dr. Eteri Svanidze (MPI für Chemische Physik fester Stoffe, Dresden). Bei der Preisverleihung&nbsp;in der Französischen Botschaft würdigten über 100 Gäste aus Politik, Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft die Leistungen der vier ausgezeichneten Wissenschaftlerinnen, die Keynote Lecture hielt Nobelpreisträgerin Prof. Emmanuelle Charpentier.</p><p>„For Women in Science“ wird getragen von der Deutschen UNESCO-Kommission und L’Oréal Deutschland, in Zusammenarbeit mit der Stiftung der Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard. Das Förderprogramm unterstützt hochqualifizierte junge Doktorandinnen und Post-Doktorandinnen mit Kindern bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Stipendiatinnen erhalten jeweils eine finanzielle Unterstützung für zwei Jahre von monatlich 400 Euro für beispielsweise Haushaltshilfe oder Kinderbetreuung. Darüber hinaus stehen ihnen&nbsp; jeweils 5.000 Euro zur flexiblen Verwendung zur Verfügung,.</p><p>Svetlana Klementyeva forscht seit 2019 al Postdoktorandin am Tübinger Institut für&nbsp;Anorganische Chemie.&nbsp;Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Chemie der Seltenen Erden – Elementen, die in Elektronik-, Magnet- und Glasfaser-Technik, in Radiomedizin und Metallurgie sowie bei Leuchtdioden und Lasern als kaum ersetzbar gelten. Derzeit erforscht Klementyeva, wie sich die Verbindungen von Seltenen Erden mit Clustern des&nbsp;Elements Germanium bilden. Ihr Ziel ist es, Nanomaterialien für neue Technologien zu entwickeln, beispielsweise bei Messtechnik oder Informationsverarbeitung, und damit auch zu einer energiesparenderen und ressourcenschonenderen Technik beizutragen.</p><p class="align-right"><em>Hochschulkommunikation nach Presseinformationen von&nbsp; L’Oréal</em></p><h3>Weitere Informationen</h3><ul class="ut-list ut-list--link-list"><li><a href="https://fwis-programm.de/preistraegerinnen/preistraegerinnen2022/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Vorstellung der vier Preisträgerinnen</a></li><li>Webseite von Svetlana Klementyeva<br> 	&nbsp;</li></ul>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-84552</guid><pubDate>Wed, 28 Sep 2022 14:30:08 +0200</pubDate><title>German Mineralogical Society honors Tübingen geoscientist</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/article/german-mineralogical-society-honors-tuebingen-geoscientist/</link><description>Eric Runge receives Paul Ramdohr Award for excellent talk</description><content:encoded><![CDATA[<p>Eric Runge, PhD student at the University of Tübingen’s Department of Geosciences, was selected for the prestigious Paul Ramdohr Award of the German Mineralogical Society (Deutsche Mineralogische Gesellschaft, DMG). The award honors outstanding contributions by junior scientists to the DMG’s annual conference. Eric Runge convinced the DMG by giving an excellent talk entitled “The taphonomic fate of biominerals in hydrothermal sulfide systems – implications for the reconstruction of microbial life in deep time” at this year’s GeoMinKöln conference, held mid-September in Cologne. The Paul Ramdohr Award is endowed with 500 euros and will be officially presented as part of the DMG’s annual conference 2023.</p><p>Eric Runge’s PhD project focuses on deep time geobiology and is part of the work of an Emmy Noether junior research group led by Jan-Peter Duda (now Professor of Geobiology at the University of Göttingen) and associated with Professor Andreas Kapplers’s Geomicrobiology Group in Tübingen’s Department of Geosciences. Duda’s team investigate the geobiology of modern and fossil deep-sea hydrothermal systems. They are examining geological records to reconstruct the interplay between life and environment across geological time. Particularly the analysis of the oldest known deep-sea hydrothermal spring deposits can greatly contribute to our understanding of where and under which conditions life on our planet might have originated.</p><p class="align-right"><em>Jan-Peter Duda &amp; Public Relations Department</em></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-84378</guid><pubDate>Thu, 22 Sep 2022 09:35:34 +0200</pubDate><title>Asteroid nach Tübinger Astrophysiker benannt</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=84378&amp;cHash=9e3f2bb2a11678f00d98d7222ffbfa26</link><description>Objekt „Christophschäfer“ kreist zwischen Mars und Jupiter um die Sonne</description><content:encoded><![CDATA[<p>Eine besondere Ehre wurde Christoph Schäfer, <span lang="en" dir="ltr">Postdoc </span>am Institut für Astronomie und Astrophysik der Universität Tübingen zuteil: Die Internationale Astronomische Union (IAU) hat Mitte September 2022 einen Asteroiden nach ihm benannt. Asteroiden sind kleine astronomische Objekte, die sich auf Umlaufbahnen um die Sonne bewegen. Der bislang unter der Bezeichnung „1980 RC1“ geführte Himmelskörper trägt nun den Namen „Christophschäfer“.</p><p>Die IAU würdigt damit die wissenschaftlichen Verdienste von Schäfer. Schwerpunkt seiner Arbeiten sind die numerische Physik und das Hochleistungsrechnen; unter anderem befasst sich Schäfer mit der Modellierung sogenannter protoplanetarer Scheiben, ringförmigen Gebilden aus Gas und Staub, die meist um junge Sterne entstehen.</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forum</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-84021</guid><pubDate>Fri, 09 Sep 2022 10:47:07 +0200</pubDate><title>Paläoanthropologin Katerina Harvati in Akademie der Wissenschaften Leopoldina aufgenommen</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=84021&amp;cHash=8a5ed30be41a81758e4113dc827d2b49</link><description>Hohe Auszeichnung für Tübinger Wissenschaftlerin</description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Tübinger Paläoanthropologin Professorin Dr. Katerina Harvati-Papatheodorou ist für ihre herausragenden wissenschaftlichen Leistungen in die Akademie der Wissenschaften Leopoldina aufgenommen worden.</p><p>Katerina Harvati, Professorin am Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment (S-HEP) der Universität Tübingen, ist bereits mit dem mit 2,5 Millionen Euro dotierten Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis 2021 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ausgezeichnet worden. Sie gilt als Pionierin ihres Faches, ihre Forschung ermöglichte neue Einsichten in die Abläufe der menschlichen Evolution und eine neuartige Perspektive auf den Neandertaler und sein Verhaltensrepertoire. Sie hat außerdem drei ERC Grants des Europäischen Forschungsrats eingeworben: Auf ihr Projekt „Paleoanthropology at the Gates of Europe“ &nbsp;(PaGE) aus einem Starting Grant 2011 folgte 2016 der Consolidator Grant mit dem Projekt „Human Evolution at the Crossroads“ (CROSSROADS), in dem sie das Auftreten früher Menschen in Griechenland vor rund 500.000 Jahren untersucht und deren Umweltbedingungen rekonstruiert. Im Jahr 2021 kam ein ERC Advanced Grant hinzu: Für ihr Forschungsvorhaben „Our first steps to Europe: Pleistocene Homo sapiens dispersals, adaptations and interactions in South-East Europe“ (FIRSTSTEPS) erhielt sie eine Förderung von 2,58 Millionen Euro für fünf Jahre.</p><p>Harvati hat die Erforschung menschlicher Fossilien entscheidend weiterentwickelt, indem sie Feldforschung mit modernsten computergestützten, bildgebenden Techniken der 3D-Morphologie kombinierte. So trug sie zur Klärung der Artenzugehörigkeit des Neandertalers bei, aber auch zur Beschreibung und Analyse der frühesten modernen Menschen. Mit von ihrem Team entwickelten Methoden gelang ihr zudem die Rekonstruktion vergangener Verhaltensmuster.&nbsp;</p><p>In der Feldforschung konzentrierte sich die Paläoanthropologin auf die bisher wenig erforschte Region Südosteuropa. Hier konnte sie unter anderem für Fossilfunde aus Griechenland nachweisen, dass dort schon vor 210.000 Jahren frühe moderne Menschen siedelten. Diese hatten Europa somit rund 150.000 Jahre früher erreicht, als bislang angenommen.&nbsp;</p><p>Katerina Harvati-Papatheodorou wurde 2001 an der City University of New York promoviert. 2004 wechselte sie an das Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig. Seit 2009 ist sie an der Universität Tübingen als Professorin für Paläoanthropologie tätig und gehört zum später gegründeten Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment. Sie ist Direktorin des Instituts für Naturwissenschaftliche Archäologie (INA) der Universität Tübingen sowie Co-Sprecherin der DFG-geförderten Forschungsgruppe „Words, Bones, Genes, Tools: Tracking Linguistic, Cultural and Biological Trajectories of Human Past.“</p><ul><li><a href="/zh/fakultaeten/mathematisch-naturwissenschaftliche-fakultaet/fachbereiche/geowissenschaften/arbeitsgruppen/urgeschichte-naturwissenschaftliche-archaeologie/ina/palaeoanthropologie/mitarbeiter/harvati-papatheodorou-katerina/" class="internal-link">Homepage Katerina Harvati</a></li></ul><p class="align-right">Maximilian von Platen</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-83772</guid><pubDate>Thu, 01 Sep 2022 08:22:37 +0200</pubDate><title>Wolfgang-Strutz-Promotionspreis für Tübinger Paläoanthropologin</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=83772&amp;cHash=845c4dc2a163e41c7d8c3194fcd0f88f</link><description>Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung zeichnet Judith Beier aus</description><content:encoded><![CDATA[<p>Waren die Neandertaler tatsächlich grober und gewalttätiger als andere Steinzeitmenschen, wie lange angenommen? Dieser Frage ist Dr. Judith Beier vom Institut für Naturwissenschaftliche Archäologie (INA) der Universität Tübingen in ihrer Dissertation nachgegangen. Für ihre Arbeit hat die Nachwuchswissenschaftlerin nun den Wolfgang-Strutz-Promotionspreis der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung erhalten. Sie teilt sich die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung mit Dr. Larissa Nowak, derzeit Postdoc am <span lang="en" dir="ltr">Mediterranean Institute for Advanced Studies</span> in Esporles, Spanien, die in ihrer Doktorarbeit den Einfluss des Klimawandels auf die Wechselbeziehungen zwischen Pflanzen und fruchtfressenden Vögeln untersucht hatte.</p><p>Judith Beier, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Paläoanthropologie des INA, befasste sich in ihrer ausgezeichneten Arbeit mit Schädelverletzungen bei Menschen der Steinzeit. Ihre Untersuchungen fossiler Schädelreste von Neandertalern und steinzeitlichen modernen Menschen ergaben: Beide erlitten ähnlich häufig Schädeltraumata, signifikante Unterschiede waren nicht festzustellen. Entgegen dem hergebrachten Bild führten Neandertaler offenbar im Vergleich zum frühen modernen Menschen kein besonders gefährliches und gewalttätiges Leben oder besaßen risikoreichere Jagdtechniken. Das frühere Image des Neandertalers als grobschlächtigem oder gar gewalttätigem Steinzeitmenschen kann damit weiter revidiert werden.</p><p>Die Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung vergibt den Promotionspreis zu Ehren ihres langjährigen Präsidenten (1999-2008) Prof. h.c. Wolfgang Strutz. Der Preis wird alle zwei Jahre für herausragende Dissertationen aus den Bereichen der Biologie, Paläontologie oder Geologie verliehen.</p><p class="align-right"><em>Hochschulkommunikation nach einer Pressemeldung der Senckenberg-Gesellschaft</em></p><h3>Weitere Informationen</h3><p><a href="/zh/fakultaeten/mathematisch-naturwissenschaftliche-fakultaet/fachbereiche/geowissenschaften/arbeitsgruppen/urgeschichte-naturwissenschaftliche-archaeologie/ina/palaeoanthropologie/mitarbeiter/former-staff/beier-judith/" class="internal-link">Webseite von Judith Beier</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-83742</guid><pubDate>Tue, 30 Aug 2022 15:56:21 +0200</pubDate><title>Immunologe Hans-Georg Rammensee in Akademie der Wissenschaften Leopoldina aufgenommen</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=83742&amp;cHash=6bf8d3005ec4c5db239ac833f4a991e7</link><description>Große Ehrung für Pionier der T-Zell-Immunologie und Wegbereiter der mRNA- Impfstoffentwicklung</description><content:encoded><![CDATA[<p>Professor Dr. Hans-Georg Rammensee wird für seine außerordentlichen Leistungen rund um die Immunologie, insbesondere der Analyse von Infektions- und Krebs- assoziierten Peptiden und der Entwicklungsarbeiten zur personalisierten Krebsimpfung, in die Akademie der Wissenschaften Leopoldina aufgenommen. Prof. Rammensee und sein Team haben internationale Pionierarbeit mit der Aufklärung der Erkennungsmechanismen der T-Zellen im menschlichen Immunsystem geleistet. Darüber hinaus gilt er als einer der Wegbereiter der mRNA-Impfung. Aus seiner Talentschmiede stammen Doktoranden und Doktorandinnen wie Dr. Harpreet Singh, Mitgründer von Immatics, Dr. Ingmar Hörr, Mitgründer von CureVac, oder Prof. Dr. Juliane Walz, die aktuell an dem gemeinsam entwickelten vielversprechenden Impfstoffkandidaten (CoVac-1) forscht, einem Corona-Impfstoff insbesondere für immungeschwächte Patientinnen und Patienten.</p><p>Seit 1979 beschäftigt sich Prof. Dr. Hans-Georg Rammensee mit der Erforschung der Interaktion von T-Zellen mit ihren Antigenen. T-Zellen sind wichtige Bestandteile unseres Immunsystems und in der Lage, körperfremde Strukturen zu erkennen und zu bekämpfen. Im Zentrum seiner Forschung stehen sogenannte Peptide (Proteinbruchstücke), die sich an der Außenhülle von Zellen befinden. Sie signalisieren dem Immunsystem, ob eine Körperzelle gesund oder krank ist. Bei entsprechender Identifizierung sind die T-Zellen in der Lage, Veränderungen in den Peptiden zu erkennen – so auch bei mutierten Peptiden wie etwa bei Tumorerkrankungen. Dies kann zu einer Aktivierung des Immunsystems und Vernichtung der Tumorzellen führen. Mit dem von Prof. Rammensee entwickelten Verfahren lassen sich die von den T-Zellen erkannten Peptidantigene aus Viren und Tumorzellen genau bestimmen. Darauf aufbauend kann die Immuntherapie von Krebspatientinnen und -patienten individuell angepasst werden.&nbsp;</p><p>Rammensees Forschungsarbeiten befassen sich auch mit der Entwicklung von Impfstoffen. Er hat hier bereits vor über 30 Jahren Außergewöhnliches geleistet: Mit den Kollegen Prof. Dr. Günther Jung und Prof. Dr. Karl-Heinz Wiesmüller konnte er zeigen, dass mit einem Bestandteil der bakteriellen Zellmembran als Impfverstärker peptidspezifische T-Zellen gegen das Grippevirus induziert werden können. Ebenfalls mit Prof. Jung sowie Dr. Ingmar Hörr und PD Dr. Reinhard Obst hat er vor über 20 Jahren die wissenschaftliche Basis für ein Verfahren zur Herstellung von mRNA-Impfstoffen gelegt. Daher basiert die Entwicklung eines wirksamen mRNA-Impfstoffs gegen SARS-CoV-2 auch auf den langjährigen Forschungen des Teams um den Tübinger Wissenschaftler. Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina ist die älteste naturwissenschaftlich-medizinische Gelehrtengesellschaft im deutschsprachigen Raum und die älteste dauerhaft existierende naturforschende Akademie der Welt. Die Aufnahme in die Akademie freut ihn: „Die Leopoldina ist eine herausragende Institution. Ich fühle mich geehrt, nun Mitglied zu sein.“&nbsp;</p><p>Ein weiterer Ansatz ist, mit den virusspezifischen Peptiden, die von den T-Zellen erkannt werden, immun zu machen. Peptidimpfungen wirkten bisher beim Menschen nicht effizient. Wenn die Peptide aber mit dem bereits erwähnten – in Tübingen entwickelten – Impfverstärker kombiniert werden, der das Immunsystem gezielt und effektiv aktiviert, erhält man auch im Menschen starke T-Zellantworten. Diese T-Zellen können dann virusinfizierte Zellen abtöten sowie die B-Zellen zur Produktion von Antikörpern gegen das Virus anregen. Ein Ziel von Prof. Rammensee ist es, Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung möglichst schnell klinisch anwenden zu können, um innovative Therapieansätze und eine individualisierte Herstellung moderner Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen oder für Immuntherapien zu entwickeln.&nbsp;</p><p>Prof. Rammensee ist darüber hinaus einer von drei Sprechern des sogenannten „Image-Guided and Functionally Instructed Tumor Therapies“ (iFIT) Exzellenzclusters, eines von der DFG geförderten Forschungskonsortiums. Als einziges onkologisches Exzellenzcluster in Deutschland forschen seine Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen an individualisierten und innovativen Krebstherapien, unter anderem auch an Krebspeptidimpfstoffen.</p><p>Er hat mit CureVac, Immatics Biotechnologies und Synimmune bereits drei Unternehmensgründungen aus seiner Abteilung begleitet. „Man muss den jungen Forscherinnen und Forschern den Freiraum geben, sich auch tatsächlich in Richtung Unternehmensgründung zu entwickeln, wenn sie das wollen“, sagt Rammensee. Fördern, unterstützen und kritisch begleiten ist seine Leitlinie.</p><p class="align-right">Pressemitteilung des Universitätsklinikums Tübingen</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-82998</guid><pubDate>Wed, 10 Aug 2022 11:28:31 +0200</pubDate><title>Ehrendoktorwürde für Motivationsforscherin Jacquelynne Eccles</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=82998&amp;cHash=770699788c6654b64cc1cc709313bb1b</link><description>Symposium zu Selbstregulation und Motivation</description><content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-82484</guid><pubDate>Wed, 27 Jul 2022 10:57:38 +0200</pubDate><title>Generalkonsul der Republik Korea besucht Universität Tübingen</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=82484&amp;cHash=c94ca898943cc5b806868a5f3501d122</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Generalkonsul der Republik Korea in Frankfurt, Kyungsok Koh, und Konsulin Soungin Park haben die Universität Tübingen besucht. Am Dienstag, den 19. Juli, wurden sie von der Prorektorin für Internationales und Diversität, Professorin Monique Scheer, empfangen. Monique Scheer hatte im Juni gemeinsam mit Rektor Professor Bernd Engler dem Tübingen Center for Korean Studies an der Korea University einen Besuch zum zehnjährigen Jubiläum abgestattet.&nbsp;</p><p>Im Mittelpunkt des Treffens stand der Austausch über Kooperationen der Universität mit koreanischen Hochschulen: Tübingen und seine Abteilung für Koreanistik pflegen deutschlandweit die intensivsten Beziehungen nach Korea mit insgesamt elf Partneruniversitäten, einer Außenstelle in Seoul sowie einem sehr regen Studierendenaustausch.&nbsp;</p><p>Jedes Jahr studieren 60 bis 80 Tübinger Studierende in Korea, ebenso viele koreanische Studierende verbringen ein oder zwei Semester in Tübingen. Selbst während der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einreisebeschränkungen war Korea das einzige Land in Asien, mit dem der Studierendenaustausch nicht ausgesetzt werden musste.&nbsp;</p><p class="align-right">Franziska Waschek/Antje Karbe</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forum</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-82304</guid><pubDate>Fri, 22 Jul 2022 12:30:49 +0200</pubDate><title>Victor Loewenstein erhält Silberne Universitätsmedaille</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=82304&amp;cHash=4ec993755e87b7633e1d49042b1d6266</link><description>Rektorat würdigt Engagement: Insgesamt 400 Tübinger Wirtschaftsstudierende für Karriereplanung gecoacht</description><content:encoded><![CDATA[<p>Victor Loewenstein hat die Universitätsmedaille in Silber erhalten. Mit der Auszeichnung würdige die Universität Tübingen sein Engagement für die Tübinger Wirtschaftswissenschaft, sagte Rektor Professor Bernd Engler am Donnerstag. Seit zwölf Jahren hält der 82-Jährige am Lehrstuhl für International Business Vorträge zur strategischen Karriereplanung und berät anschließend jeweils über mehrere Tage hinweg unentgeltlich Studierende in Einzelgesprächen in ihrer persönlichen Karriereplanung.&nbsp;</p><p>Über die Jahre habe er so fast 400 Einzelgespräche mit Tübinger Studierenden geführt, sagte Lehrstuhlinhaber Professor Markus Pudelko, der das Beratungskonzept gemeinsam mit Loewenstein vor 20 Jahren entwickelt hatte.&nbsp;</p><p>Victor Loewenstein studierte an der University of Edinburgh und war der erste gewählte Generalsekretär der studentischen Austauschorganisation AISESEC International in Genf. Es folgte eine fast 40-jährige Karriere bei Egon Zehnder, einer der weltweit exklusivsten „Executive Search Firms“, die Topmanager für multinationale Unternehmen und Organisationen vermittelt.&nbsp;Nach seiner erfolgreichen Karriere als &nbsp;Partner und Mitglied des Executive Committee sowie des Board of Directors, entschloss sich Victor Loewenstein, den zukünftigen Managementnachwuchs von seinem über Jahrzehnte erworbenen Wissen zu Managementkarrieren auf dem höchsten Niveau teilhaben zu lassen und mit Ratschlägen zur persönlichen Karriereberatung unter die Arme zu greifen.&nbsp;</p><p>Basierend auf dem mit Professor Markus Pudelko entwickelten Modell, gibt er seine Expertise seitdem an Studierende führender Business Schools weltweit weiter, darunter das Massachusetts Institute of Technology (MIT). Auch die Universität Tübingen besucht er regelmäßig, sie ist die einzige Universität, an der er auch Masterstudierende ohne mehrjährige Berufserfahrung berät.&nbsp;</p><p class="align-right">Markus Pudelko/Antje Karbe</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Studium</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-81812</guid><pubDate>Tue, 12 Jul 2022 08:03:00 +0200</pubDate><title>List-Medaille für Bernd Engler</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=81812&amp;cHash=d6bf63326233077ec71a3e3ab76cc348</link><description>Universitätsrektor erhält höchste Auszeichnung der Industrie- und Handelskammer Reutlingen</description><content:encoded><![CDATA[<p>Prof. Dr. Bernd Engler, Rektor der Universität Tübingen, hat die Friedrich-List-Medaille, die höchste Auszeichnung der Industrie- und Handelskammer Reutlingen (IHK), für seine Verdienste um die Entwicklung der Universität erhalten.&nbsp;Die Medaille wird an herausragende Persönlichkeiten verliehen, die sich durch langjähriges Engagement für die Region Neckar-Alb verdient gemacht haben. Engler erhielt die Auszeichnung im Rahmen der Sitzung der IHK-Vollversammlung, dem höchsten Gremium der IHK. „In ihrer 16-jährigen Amtszeit hat die Universität eine Entwicklung durchlaufen, die vor allem von Wachstum und Ausbau bei gleichzeitiger Qualitätssteigerung geprägt war“, würdigte IHK-Präsident Christian O. Erbe. „Sie haben die Universität in die Riege der bundesweiten Exzellenzuniversitäten geführt.“</p><p>Unter der Ägide des „obersten Hochschulmanagers Engler“, so Erbe, hat sich Tübingen und die Region zudem zu einem weltweit führenden Forschungs- und Entwicklungsstandort für künstliche Intelligenz (KI) entwickelt. Dieser Weg war für die Volluniversität mit starkem Ansehen in den philosophischen Fächern nicht vorgezeichnet, sagte der IHK-Präsident. „Sie haben die Basis für ein exzellentes wissenschaftliches Umfeld geschaffen, das dem kreativen und innovativen Geist den Raum und die Ressourcen bietet. Daraus sind Spitzenleistungen entstanden und am Ende eine Forschungsuniversität sowie ein KI-Hotspot von internationalem Rang.“</p><h3>International erfolgreich, regional verwurzelt</h3><p>Prof. Bernd Engler bedankte sich bei der IHK-Vollversammlung für die hohe Auszeichnung: „Die Universität Tübingen ist national wie international erfolgreich und zugleich in der Region tief verwurzelt. Das verbindet die Universität mit vielen mittelständischen Unternehmen.“ Zugleich sei die Universität der Ort, an der die Themen der Zukunft erforscht und damit die Grundlagen für neue erfolgreiche Produkte und Dienstleistungen gelegt werden. „Aus diesen Gründen ist eine enge Zusammenarbeit zwischen der Universität Tübingen und der regionalen Wirtschaft unerlässlich“, so Engler.</p><p>Aus Sicht der regionalen Wirtschaft leistet die Universität mit ihrer hochwertigen, forschungsbasierten Lehre „einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung und ist ein unverzichtbarer wirtschaftlicher Impulsgeber und Motor für neue Unternehmen“, sagt Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Epp. IHK und Universität Tübingen sind langjährig über Kooperationsverträge verbunden. Die IHK ist beispielsweise mit der Beratung von Gründungsinteressieren auf dem Campus präsent.</p><p class="align-right"><em>Pressemitteilung der IHK</em></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-81746</guid><pubDate>Fri, 08 Jul 2022 10:45:43 +0200</pubDate><title>Ehrung für Kampf gegen multiresistente Erreger</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=81746&amp;cHash=9ce34b31ad8b3b1bdd7ebe54535f6ac3</link><description>Andreas Peschel wurde mit dem Emil von Behring-Preis der Philipps-Universität Marburg ausgezeichnet</description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Mikrobiologe und Infektionsforscher Prof. Dr. Andreas Peschel wurde am 7. Juli 2022 für seine herausragende Forschung zu antibiotikaresistenten Erregern mit dem Emil von Behring-Preis der Philipps-Universität Marburg geehrt. Der Emil von Behring-Preis ist mit 20.000 Euro dotiert. Das Preisgeld wird von den Unternehmen am Standort Behringwerke gestiftet. Die Preisverleihung fand im Zentrum für Synthetische Mikrobiologie statt.</p><p>Laudator Prof. Dr. Erhard Bremer sagte bei der Preisverleihung: „Andreas Peschel wird insbesondere für seine wissenschaftlichen Leistungen und innovativen Ansätze gewürdigt, die zur Entdeckung neuer Antibiotika zur Bekämpfung von multiresistenten Bakterien geführt haben.“ Bremer sieht Andreas Peschel „mit seinen Arbeiten ganz in der Tradition von Emil von Behring. Im Behringschen Sinne verbindet Peschel Exzellenz in der Grundlagenforschung über die Pathophysiologie von Mikroorganismen mit praktischen Anwendungen zum Wohle der Menschen. Seine wissenschaftliche Arbeit ist herausragend.“</p><p>Der Präsident der Philipps-Universität Prof. Dr. Thomas Nauss würdigte in seiner Begrüßung besonders die gesellschaftliche Bedeutung der Forschungsleistung Peschels. „Im Kampf gegen bakterielle Infektionen tragen die Erkenntnisse von Andreas Peschel wesentlich zu einer Weiterentwicklung der Behandlungsmöglichkeiten bei“, sagte Nauss und betonte damit die Verbindung zwischen universitärer Grundlagenforschung und Anwendung.</p><p>Der Präsident freute sich auch darüber, dass die Unternehmen am Standort Behringwerke den Emil von Behring-Preis 2021 erneut fördern. Jochen Reutter, Marburger Standortleiter und Geschäftsführer der GSK Vaccines GmbH, sagte in seinem Grußwort: „Der Emil von Behring-Preis hat für die Standortfirmen der Behringwerke einen besonderen Stellenwert: Nur kontinuierliches Forschen, das Suchen von neuen Wegen, bringt Fortschritt für die Medizin und die öffentliche Gesundheit, wie uns gerade die letzten beiden Jahre wieder gezeigt haben.“</p><p>„Es ist eine sehr große Ehre, in der Tradition Behrings den Preis entgegennehmen zu dürfen. Der Preis geht an ein ganzes Team an Kolleginnen und Kollegen in Tübingen, die an der Forschung zu <em>Staphylococcus aureus </em>arbeiten“, sagte Peschel in seiner Festrede. Er fügte hinzu: „Die Infektionsmedizin hat in den letzten zwei Jahrhunderten dazu beigetragen, dass die Lebenserwartung deutlich gestiegen ist. Mit multiresistenten Erregern haben wir eine stille Pandemie, die uns bedroht. Wir sind überzeugt, dass gemeinsame Forschung zu antibiotikaresistenten Erregern und Mikrobiom-Wechselwirkungen uns beim Kampf gegen diese Bedrohung helfen kann.“</p><h3>Preisträger Andreas Peschel</h3><p>Andreas Peschel ist Mikrobiologe und Infektionsforscher am Interfakultären Institut für Mikrobiologie und Infektionsmedizin der Universität Tübingen. Er erforscht den bedeutenden bakteriellen Infektionserreger <em>Staphylococcus aureus</em>, im Besonderen dessen "MRSA“-genannte antibiotikaresistenten Varianten. Andreas Peschel studierte Biologie in Bochum und Tübingen, war nach der Promotion Postdoc an der Universität Utrecht in den Niederlanden und anderen Institutionen und wurde 2003 auf eine Professur für Mikrobiologie an der Universität Tübingen berufen. Er ist Mitglied im Vorstand des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) und Sprecher des Tübinger Exzellenzclusters “Controlling Microbes to Fight Infections (CMFI)“. Sein Labor erforscht, wie <em>S. aureus</em> auch gesunde Menschen als Bestandteil des Mikrobioms der Nase besiedelt und dann bei entsprechend prädisponierten Menschen das Immunsystem überlistet, um in den Körper einzudringen. Besonders die Arbeiten von Andreas Peschel zur Rolle des Mikrobioms für die Evolution und Verbreitung von <em>S. aureus</em> und die Entwicklung entsprechender Präventionsstrategien haben weit über die wissenschaftliche Community hinaus Beachtung gefunden.</p><p>Vor der Preisverleihung fand am Nachmittag das Behring-Symposium mit Vorträgen des namhaften Immunologen Prof. Dr. Andreas Radbruch und der renommierten Virologin Prof. Dr. Sandra Ciesek statt.</p><h3>Emil von Behring-Preis</h3><p>Der Emil von Behring-Preis wird alle zwei Jahre von der Philipps-Universität Marburg zum Andenken an Emil von Behring vergeben, den Entdecker des Diphterie-Serums und Begründer der Serumtherapie. Der erste Nobelpreisträger für Medizin war von 1895 bis zu seinem Tod im Jahre 1917 Professor der Hygiene in Marburg. Ausgezeichnet werden herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Immunologie, Mikrobiologie oder Virologie. Der Preis gehört zu den renommiertesten deutschen Auszeichnungen für medizinische Mikrobiologie, Virologie und Immunologie und ist mit einem Preisgeld von 20.000 Euro verbunden, das von den Unternehmen am Standort Behringwerke gestiftet wird. Diese sind: BioNTech, CSL Behring, GSK, Nexelis, Pharmaserv und Siemens Healthineers. Die Preisverleihung wurde auch von der Initiative Gesundheitsindustrie Hessen unterstützt. Wegen der Corona-Pandemie musste die Verleihung des Preises für 2021 auf dieses Jahr verschoben werden.</p><p><a href="https://www.uni-marburg.de/de/universitaet/profil/preise/auszeichnungen" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Direkt zur Liste der bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger</a></p><p class="align-right"><em>Pressemitteilung der Philipps-Universität Marburg</em></p><h3>Weitere Informationen:</h3><p><strong>Prof. Dr. Stephan Becker</strong><br> Vorsitzender der Preiskommission<br> Direktor des Instituts für Virologie<br> Philipps-Universität Marburg<br><span class="ut-icon ut-icon-phone-squared"></span>&nbsp;Tel.: <a href="tel:064212866253">06421 28-66253</a><br><span class="ut-icon ut-icon-mail-squared"></span>&nbsp;E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="ocknvq,dgemgtBuvchh0wpk/octdwti0fg" data-mailto-vector="2" class="mail">becker<span style="display:none">spam prevention</span>@staff.uni-marburg.de</a>&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-80141</guid><pubDate>Tue, 07 Jun 2022 17:06:19 +0200</pubDate><title>Universität trauert um Carl Herzog von Württemberg</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=80141&amp;cHash=e66d56ab3e1388c54ad98d14b4b8d482</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Universität Tübingen trauert um ihren Ehrensenator Carl Herzog von Württemberg. Das Oberhaupt des Hauses Württemberg war am 7. Juni 2022 im Alter von 85 Jahren verstorben. Herzog Carl studierte in Tübingen Rechtswissenschaften. Von 1979 bis 2008 stand er an der Spitze des Universitätsbundes, der Vereinigung der Freunde und Förderer der Universität Tübingen. Von 1978 bis 2008 war er zudem Vorsitzender des Stiftungsvorstandes der Tübinger Universitätsstiftung.</p><p>„Mit Herzog Carl verlieren wir einen Menschen, der sich über Jahrzehnte in herausragender Weise als wichtiger Ratgeber und großzügiger Förderer für die Eberhard Karls Universität Tübingen eingesetzt hat“, sagte Rektor Professor Bernd Engler: „Sein segensreiches Wirken fiel zudem in eine für die Universität extrem wichtige Entwicklungsphase ab dem Ende der 1970er Jahre.“ Die Universität Tübingen sei Carl Herzog von Württemberg zu bleibendem Dank verpflichtet.&nbsp;</p><p>Carl Herzog von Württemberg wurde 1936 in Friedrichshafen geboren und stand seit 1975 an der Spitze des Hauses Württemberg. Im gleichen Jahr wurde er Mitglied im so genannten Ausschuss des Universitätsbundes, dem Gremium, dem maßgeblich die Vermögensverwaltung der Vereinigung obliegt. 1977 wurde er zum Ehrensenator der Universität ernannt. Zwei Jahre später wählte ihn die Mitgliederversammlung des Universitätsbundes zum Vorsitzenden.</p><p>Herzog Carl unterstützte an der Spitze des Universitätsbundes zahlreiche Aktivitäten und Förderprojekte zum Wohle der Universität. Dazu zählten etwa der Ausbau des Gästehauses im Tübinger Lessingweg, die Wiederherstellung der historischen Brunnen vor der Neuen Aula oder der Bau eines Graduiertenwohnheims. Unter seiner Leitung initiierte der Universitätsbund zudem Gesprächskreise und Symposien zum Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, zum Umbruch in Osteuropa nach dem Ende des Kalten Krieges oder zum Prozess der Globalisierung. &nbsp;</p><p>Unterstützt oder mitfinanziert wurden zudem alljährlich eine Vielzahl von Einzelprojekten der Institute, aber auch Vorhaben von Studierenden, von Exkursionsgruppen oder von einzelnen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern aus allen Fakultäten. 1998 begann die Universität zudem mit maßgeblicher Unterstützung des Universitätsbundes erstmals den systematischen Aufbau eines Alumninetzwerks. In Würdigung seines überragenden Engagements wurde Herzog Carl 2008 zum Ehrenvorsitzenden des Universitätsbundes mit Sitz und Stimme in den Organen der Fördervereinigung gewählt.</p><p>„Die Universität wird ihrem Ehrensenator Carl Herzog von Württemberg stets in großer Dankbarkeit gedenken“, sagte Professor Engler abschließend.</p><p class="align-right">Karl G. Rijkhoek</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-78683</guid><pubDate>Fri, 13 May 2022 10:15:00 +0200</pubDate><title>Rebecca C. Reisch wird erste Geschäftsführerin der Cyber Valley GmbH</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=78683&amp;cHash=3e130553379196567dcb864ec381281d</link><description>Wissenschaftsministerin Theresia Bauer: „Cyber Valley GmbH als zentraler Knotenpunkt im Netzwerk“</description><content:encoded><![CDATA[<p>Fünf Jahre nach dem Start des Forschungskonsortiums in der Region Stuttgart-Tübingen startet Cyber Valley mit der Gründung der Cyber Valley GmbH in die nächste Phase in der Entwicklung des KI-Ökosystems. Mit Wirkung zum 1. Juni 2022 ist Rebecca C. Reisch als Geschäftsführerin bestellt worden. Als erfahrene Gründerin und Führungskraft verantwortet Rebecca Reisch künftig alle Aktivitäten der Cyber Valley GmbH. Gesellschafter der Cyber Valley GmbH sind das Land und die Max-Planck-Gesellschaft.</p><p>„Die Cyber Valley GmbH hält das KI-Ökosystem mit all seinen Akteuren zusammen, knüpft Verbindungen nach außen, vernetzt unterschiedliche Zielgruppen und bietet eine Reihe spannender Veranstaltungen. Damit bringt Cyber Valley auch den öffentlichen Dialog über künstliche Intelligenz als eine der Schlüsseltechnologien unserer Zeit voran, die jede und jeden von uns betrifft“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer am Freitag (13. Mai) in Stuttgart.</p><p>Finanzminister Dr. Danyal Bayaz: „Spitzenforschung gehört zur DNA unseres Landes. Künstliche Intelligenz kann zu einer künftigen Quelle unseres Wohlstands werden. Eine gut vernetzte und erfahrene Geschäftsführerin wie Frau Reisch ist für die Cyber Valley GmbH ein Glücksfall.“</p><p>Cyber Valley gewinnt in Rebecca Reisch unternehmerische und kaufmännische Kompetenz. Die 41-jährige Stuttgarterin ist zudem in der Start-up- und Venture-Capital-Szene bestens vernetzt. Neben der wissenschaftlichen Spitzenforschung, Förderung von Top-Talenten und der Profilierung der Region Stuttgart-Tübingen wird Reisch ihr Augenmerk besonders auf Innovation und Entrepreneurship legen.</p><p>„In Rebecca Reisch als Geschäftsführerin haben wir eine erfahrene Führungspersönlichkeit gewonnen, die die Vision des Cyber Valley als führende Drehscheibe für Forschung und Unternehmertum im Bereich der KI vorantreiben kann. Sie ist die ideale Führungskraft, um Cyber Valley zum Motor einer neuen KI-Wirtschaft zu machen“, sagte Michael J. Black, Cyber Valley Sprecher und Direktor am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme (MPI-IS) in Tübingen. „Wir haben Cyber Valley als Heimat für KI-Forschung von Weltrang fest etabliert – und jetzt erhält Cyber Valley mit der GmbH eine Plattform, in der Spitzenforschung, Start-ups, Mittelstand und Industrie noch enger vernetzt werden. Es geht nun zunehmend darum, Cyber Valley zur Brutstätte für die Gründung neuer KI-fokussierter Unternehmen zu machen.“</p><p>„Künstliche Intelligenz ist nicht nur Start-ups und Großkonzernen vorbehalten, auch mittelständische Unternehmen sichern sich ihre Wettbewerbsfähigkeit, wenn sie sich jetzt mit intelligenten Systemen auseinandersetzen“, erklärte Rebecca Reisch. „Die Grundlagen sind gelegt. Gemeinsam mit meinem Team möchte ich die bisherige Erfolgsgeschichte von Cyber Valley fortschreiben. Die Vernetzung der KI-Forschung mit der Wirtschaft kontinuierlich voranzutreiben, ist unser Ziel. Unternehmertum ist meine Leidenschaft.“</p><h3><br> Weitere Informationen</h3><h4>Rebecca C. Reisch</h4><p>Reisch war zuletzt stellvertretende Geschäftsführerin bei nexMart. Dort verantwortete sie als Director Customer Success &amp; Operations die Bereiche Project und Process Management, Data Intelligence, Connectivity und Customer Sup-port &amp; Solutions. Sie ist zudem zertifizierte Coachin für Teams und Individuen mit den Schwerpunkten Führung und Unternehmertum. Dank eigener Erfahrung in der Unternehmensgründung bringt Reisch nicht nur die Außen-, sondern auch die Innenperspektive der Start-up-Kultur ins Cyber Valley Ökosystem. 2002 erwarb sie an der Katz Graduate School of Business in Pittsburgh, USA, den Master of Business Administration (MBA), 2003 schloss sie ihr Studium an der European Business School in Oestrich-Winkel als Diplom-Kauffrau ab.</p><h4>Über Cyber Valley</h4><p>Cyber Valley ist Europas größtes Forschungskonsortium im Bereich der künstlichen Intelligenz mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie. Das Land Baden-Württemberg, die Max-Planck-Gesellschaft mit dem Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme, die Universitäten Stuttgart und Tübingen sowie Amazon, BMW AG, IAV GmbH, Mercedes-Benz Group AG, Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Robert Bosch GmbH und ZF Friedrichshafen AG sind die Gründungspartner dieser Initiative. Seit 2019 ist zudem die Fraunhofer-Gesellschaft Cyber Valley Partner. Unterstützt wird Cyber Valley zudem von der Christian Bürkert Stiftung, der Gips-Schüle-Stiftung, der Vector Stiftung und der Carl-Zeiss-Stiftung.</p><p>Das Forschungskonsortium Cyber Valley feierte im vergangenen Dezember sein <a href="https://cyber-valley.de/de/five-years" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">fünfjähriges Bestehen</a> – und kann auf zahlreiche <a href="https://cyber-valley.de/de/news/milestones" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Meilensteine</a> in seiner Entwicklung verweisen: Dazu gehören das stets wachsende <a href="https://cyber-valley.de/de/research" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Ökosystem der Forschenden</a>, die ebenfalls immer größer werdenden <a href="https://cyber-valley.de/de/start-up-network" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Start-up</a>- und <a href="https://cyber-valley.de/de/investor-network" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Investoren</a>-Netzwerke sowie die partizipativen Angebote aus dem Bereich des <a href="https://cyber-valley.de/de/public-engagement" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Public Engagements</a> und des Innovation Managements, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen.</p><h4>Cyber Valley GmbH</h4><p>Die Cyber Valley GmbH wurde um den Jahreswechsel 2021/22 durch die Gesellschafter Land Baden-Württemberg (51%) und Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e. V. (49%) gegründet. Sie soll Cyber Valley mit den Standorten Stuttgart und Tübingen als international ausstrahlungsstarken Innovationscampus für künstliche Intelligenz und Robotik stärken, entwickeln und bekannt machen sowie die Akteure untereinander und zu Dritten vernetzen. Diese Managementeinheit wird nicht wissenschaftlich tätig, sondern über-nimmt insbesondere Vermarktungs- und Unterstützungsaufgaben. Finanziert wird sie hauptsächlich durch das Land.</p>]]></content:encoded><category>CyberValley-Aktuell</category><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-77783</guid><pubDate>Tue, 26 Apr 2022 12:00:00 +0200</pubDate><title>Two ERC Advanced Grants for Tübingen Researchers</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=77783&amp;cHash=61e00b0358a9f1ca68bc2ad6519b4319</link><description>Linguist Harald Baayen examines mismatches between written and spoken language – Philosophy Professor Klaus Corcilius works on new overall interpretation of Aristotle’s philosophy of mind </description><content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://uni-tuebingen.de/securedl/sdl-eyJ0eXAiOiJKV1QiLCJhbGciOiJIUzI1NiJ9.eyJpYXQiOjE3NzYxMjI4NTgsImV4cCI6MTc3NjIxMjg1OCwidXNlciI6MCwiZ3JvdXBzIjpbMCwtMV0sImZpbGUiOiJmaWxlYWRtaW4vVW5pX1R1ZWJpbmdlbi9BbGxnZW1laW4vQmlsZGVyL2F0dGVtcHRvX29ubGluZS9MZXV0ZS8yMDIyLzIyLTA0LTI2X0VSQy1HcmFudHNfQmFheWVuX0NvcmNpbGl1c19kZXV0c2NoLnBkZiIsInBhZ2UiOjU4ODUzfQ.bt_gDxdZ6XTWrjqf9vrDFkZrzBTnl4dSjF4pwxvZVSM/22-04-26_ERC-Grants_Baayen_Corcilius_deutsch.pdf" class="download">German Version</a></p><p>Two researchers of Tübingen University have successfully applied for an Advanced Grant from the European Research Council (ERC). Harald Baayen, Professor for Quantitative Linguistics, examines in his project “Subliminal learning in the Mandarin lexicon“ (SUBLIMINAL) how we can improve second-language learning by taking into account that writing systems hide from our eyes the truth of how we really speak. Professor Klaus Corcilius from the Department of Philosophy devotes his project "Text and Idea of Aristotle’s Science of Living Things" (TIDA) to a new overall interpretation of Aristotle’s philosophy of mind. The projects are funded by the ERC with a sum of 2,5 million euros each for a period of five years, starting this fall.</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-77141</guid><pubDate>Wed, 13 Apr 2022 18:30:00 +0200</pubDate><title>Südwestmetall-Förderpreise an Nachwuchswissenschaftler der Landesuniversitäten verliehen </title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=77141&amp;cHash=db20a0b724729d69dba5bdd54ed08d98</link><description>Dr. Simone Edenhart erhält Preis für ihre Dissertation an der Eberhard Karls Universität Tübingen</description><content:encoded><![CDATA[<p>Besondere Ehrung für die Jung-Wissenschaftlerin Dr. Simone Edenhart. Die 31-jährige ist eine von neun Nachwuchswissenschaftlern aus Baden-Württemberg, denen am Mittwoch bei einer feierlichen Veranstaltung in Stuttgart der Förderpreis des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall verliehen wurde. Edenhart erhielt die Auszeichnung für ihre Dissertation an der Eberhard Karls Universität Tübingen zum Thema „Investigation on the synthesis of the aminopolycarboxylate metallophores EDHA and [S,S]-EDDS in actinomycetes“. Sie erzielte in ihrer Doktorarbeit zwei entscheidende wissenschaftliche Durchbrüche. Ihre Forschungsergebnisse wurden auch in einem hochrangigen Wissenschaftsjournal publiziert.</p><p>Mit dem Förderpreis würdigt Südwestmetall seit über 30 Jahren herausragende Leistungen des wissenschaftlichen Nachwuchses an den neun baden-württembergischen Landesuniversitäten. An jeder Universität wird ein mit 5.000 Euro dotierter Südwestmetall-Förderpreis ausgelobt. Die Preise werden jährlich auf Vorschlag der Universitäten für wissenschaftliche Arbeiten vergeben, die für die industrielle Arbeitswelt oder deren sozialpolitische Rahmenbedingungen von Bedeutung sind. „Wir möchten damit einerseits unseren Beitrag leisten, zu zeigen, wie vielfältig und leistungsfähig die Wissenschaftslandschaft in Baden-Württemberg ist – und andererseits diese Leistungsfähigkeit auch angemessen würdigen“, sagte der Südwestmetall-Vorsitzende Wilfried Porth bei der Preisverleihung.</p><p>„Gern stehen wir auch bereit, gemeinsam mit dem baden-württembergischen Wissenschaftsministerium die Herausforderung anzunehmen, geflüchtete ukrainische Studierende und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu integrieren“, unterstrich Porth. „Unser gemeinsames Stipendienprogramm für syrische Flüchtlinge aus dem Jahr 2016 könnte hier als Blaupause dienen.“ Zugleich gelte es auch in den Blick zu nehmen, inwieweit man Experten und Know-how-Trägern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Medien und Kultur, die Russland und Weißrussland den Rücken zuwendeten, in Baden-Württemberg eine neue Heimstatt bieten könne, erklärte der Südwestmetall-Vorsitzende.</p><p class="align-right"><em>Pressemitteilung von Südwestmetall</em></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-76619</guid><pubDate>Mon, 04 Apr 2022 16:56:11 +0200</pubDate><title>Lehransatz des Weltethos-Instituts ausgezeichnet</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=76619&amp;cHash=f3ead72b8abe686f9b0ddfbb784d3677</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Ein am Weltethos-Institut entwickelter Lehransatz ist vom Journal of Business Ethics im Best Paper Award mit dem R. Edward Freeman Journal of Business Ethics Philosophy ausgezeichnet worden. Der Preis wurde 2022 ins Leben gerufen und soll nun jährlich für die beste Arbeit verliehen werden, die einen philosophischen Ansatz zur Untersuchung und Verbesserung der Unternehmenspraxis heranzieht.</p><p>Im Paper Leaving the Road to Abilene: A Pragmatic Approach to Addressing the Normative Paradox of Responsible Management Education greifen Dr. Christopher Gohl (Weltethos-Institut) und Professor Claus Dierksmeyer (Institut für Politikwissenschaft) gemeinsam mit weiteren Autorinnen und Autoren ein fundamentales, vielfach beschriebenes Problem der bisherigen Managementlehre an Universitäten auf: Wirtschaftspädagogen wollen durch ihre Ausbildung zwar soziale Werte, gesellschaftliche Verantwortung und ethische Gewohnheiten fördern. Aber sie scheitern oft daran, weil sie Theorien verwenden, die egoistisches Verhalten legitimieren und deshalb kontraproduktiv wirken. Das sei ein klassisches sogenanntes Abilene-Paradox, argumentiert der jetzt Artikel: Kollektiv sei Management Education unterwegs zu einem Ziel, das individuell keiner erreichen wolle.</p><p>Um das Paradox aufzulösen, verbinden die Autorinnen und Autoren zwei Ansätze, die Prof. Claus Dierksmeier und Dr. Christopher Gohl am Weltethos-Institut entwickelt haben. Auf Dierksmeier geht das Argument zurück, dass gängige Wirtschaftstheorien Freiheit nur quantitativ verstehen. Freiheit heißt dann, aus möglichst vielen Optionen auswählen zu können. Systematisch ausgeschlossen wird in diesem Verständnis aber die qualitative Frage, was denn überhaupt gute und verantwortliche Optionen ausmacht. Erst wenn Wirtschaftstheorien Freiheit wieder qualitativ verstünden, könne die ethische Reflektion der Verantwortung von Unternehmen zum selbstverständlichen Teil der Wirtschaftspraxis werden.</p><p>Den zweiten Schritt geht Gohl mit einem pragmatistischen Ansatz dialogischen Lernens, den er theoretisch und praktisch als Modell der Responsible Management Education konkretisiert. Dialogische Lehre wird dabei als Untersuchungsprozess verstanden, bei dem Studierende den Fokus praktischer Probleme mit dem Fundus bestehender und vielfältiger Theorien vermitteln und dabei die Freiheit zur verantwortlichen Reflektion von Zwecken des Handelns einüben. Dieser Ansatz stützt sich auf die Ideen des pragmatistischen Philosophen John Dewey und prägt heute die Lehre des Weltethos-Instituts, die Gohl koordiniert.</p><p>Diese Herangehensweise ermögliche es Menschen, sich selbst, andere und die Gesellschaft besser zu verstehen, begründeten die Chefredakteure des die Auszeichnung. Insbesondere der pädagogische Ansatz der Arbeit sei Grund für die Verleihung des ersten R. Edward Freeman Journal of Business Ethics Philosophy in Practice Best Paper Award. Dieser Preis wird ab 2022 jährlich für die beste Arbeit vergeben, die einen philosophischen Ansatz zur Untersuchung und Verbesserung der Unternehmenspraxis heranzieht.</p><p class="align-right">Antje Karbe<br> &nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75889</guid><pubDate>Thu, 17 Mar 2022 12:00:00 +0100</pubDate><title>ERC Consolidator Grant for biochemist’s work on geminiviruses</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=75889&amp;cHash=1181a6e92aecdaeaad17a4b591cd4d2f</link><description>Rosa Lozano Durán aims to generate a comprehensive map of virus-host cell interactions</description><content:encoded><![CDATA[<p>Professor Dr. Rosa Lozano Durán from the Center for Plant Molecular Biology (ZMBP) at the University of Tübingen has successfully applied for a Consolidator Grant from the European Research Council (ERC). The project "Emerging multifactorial complexity at the geminivirus-host interface" (GemOmics) aims to develop a complete overview of the molecular and functional landscape of plant-geminivirus interactions. This may help to find new ways to combat and contain these plant viruses that cause diseases in crops worldwide. The project is funded by the ERC with a sum of around two million euros for a period of five years, starting in July.</p><p>Viruses manipulate their host cells to replicate and spread. This manipulation is based on the activity of virus-encoded proteins, limited due to restrictions in genome size imposed by the viral cycle. How the action of these few proteins results in the massive cell reprogramming observed during the infection remains enigmatic. Recent results obtained in the Lozano Durán lab using the geminivirus tomato yellow leaf curl virus (TYLCV) indicate that the proteome of this species, so far believed to encompass 6 proteins, is far more complex: The TYLCV genome contains additional open reading frames expressed during the infection and giving rise to new proteins, and viral transcripts are spliced and generate new protein variants. Therefore, the number of viral proteins exceeds double that previously expected. In addition, research in the Lozano-Durán´s lab found that this higher complexity is further increased by the association of viral proteins in an intricate network of intra-viral interactions, which enable novel protein localization and function. This is leading to an expansion of their interactome and functional spaces. These results imply that, to get a complete overview of the molecular and functional landscape of plant-geminivirus interactions, the strategies traditionally used, based on the analysis of a limited number of viral proteins in isolation, need to be revisited. Here, Rosa Lozano Durán and her team propose to apply a combination of genomic, interactomic, and functional approaches to generate a comprehensive map of the virus/host cell intersection with unprecedented resolution. In the ERC project, they will perform a comparative analysis of different geminivirus species and translate these emerging concepts to independently evolved viral families. The conceptual and practical enlargement of the virus/host interface elucidated in this project has the potential to re-shape the theoretical framework and experimental approaches in the study of virus/host interactions. This may open up new perspectives to fight geminivirus-caused crop diseases.</p><p>Rosa Lozano-Durán studied biology at the University of Málaga. She received her PhD from the University of Málaga in 2010. From 2011 to 2015, she was a postdoctoral researcher at The Sainsbury Laboratory in Norwich. She then moved on the Shanghai Center for Plant Stress Biology, part of the Chinese Academy of Sciences, where she was an independent research group leader from 2015 to 2021. In 2021, Lozano-Durán has taken up the professorship of Biochemistry of Plant Systems at the University of Tübingen’s Center for Plant Molecular Biology. In addition, she has been an associate professor at the Institute of Plant Protection of the Chinese Academy of Agricultural Sciences since 2017.</p><p>The ERC Consolidator Grants are awarded to researchers with seven to twelve years of experience after the completion of their PhD and a scientific track record showing great promise and new ideas for the respective discipline. The grantees are expected to establish their own research team. Applications can be made in any field of research.</p><p class="align-right">Maximilian von Platen and Dr. Tina Schäfer</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75901</guid><pubDate>Thu, 17 Mar 2022 11:18:14 +0100</pubDate><title>Thorsten Bohl wird Vorsitzender der Jury „Deutscher Schulpreis“</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=75901&amp;cHash=0bb2939e5026e16a18d7930c85cc31b2</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Erziehungswissenschaftler Professor Dr. Thorsten Bohl übernimmt im September den Vorsitz der Jury für den Deutschen Schulpreis, der jährlich von der Robert Bosch Stiftung und der Heidehof Stiftung in Zusammenarbeit mit der ARD und der ZEIT Verlagsgruppe für Schulen mit ausgezeichneter pädagogischer Praxis verliehen wird. Thorsten Bohl, Professor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Schulpädagogik am Institut für Erziehungswissenschaft und Direktor der Tübingen School of Education, freut sich auf diese neue Aufgabe, hat aber auch Respekt vor den damit verbundenen Herausforderungen. Mit der Berufung zum Vorsitzenden der Jury würdigen die Robert Bosch Stiftung sowie die Heidehof Stiftungen Thorsten Bohls Verdienste innerhalb der schulpädagogischen Forschung und betonen im Berufungsschreiben explizit seine „umfassende wissenschaftliche Expertise“.&nbsp;</p><p>Bereits seit zwei Jahren fungiert Thorsten Bohl als Jurymitglied und hat derzeit den stellvertretenden Vorsitz inne. Auf die Frage hin, was für ihn den besonderen Reiz der Jurymitarbeit im Deutschen Schulpreis ausmacht, antwortet er: „Ich bin wirklich begeistert von den unterschiedlichsten innovativen Konzepten, die von Schulen mit ihren Kollegien erarbeitet und realisiert werden. Für uns als Jury ist faszinierend zu sehen, wie Schule und Unterricht aussehen können, wenn alle ihre Mitglieder eine gemeinsame Vision von guter Schule teilen und diese Vision in die Tat umsetzen. Schön, dass Schulen für ihre Leistungen, ihre Kreativität und die Wahrnehmung ihrer immensen gesellschaftlichen Bedeutung mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet werden können.“</p><p>50 Vertreterinnen und Vertreter aus Praxis, Wissenschaft und Bildungsadministration begutachten in der Jury jährlich Bewerbungen von Schulen aus ganz Deutschland. Bewertet werden Leistung und Unterrichtsqualität einer Schule, aber auch weitere Faktoren wie der Umgang mit Vielfalt, das Schulklima und die Rolle außerschulischer Partnerschaften. Nach Vor-Ort-Terminen und Unterrichtshospitationen werden insgesamt fünf Schulen im Bundesraum ausgezeichnet. Thorsten Bohl betont, dass der Auswahlprozess komplex und anspruchsvoll ist, gerade weil die Konzepte und Leistungen der Schulen vielfältig sind. „Die breite Expertise in der Jury und das engagierte Debattieren mit Argumenten auf höchstem fachlichen Niveau reizen mich an der Juryarbeit für den Deutschen Schulpreis“, so der künftige Vorsitzende Prof. Dr. Thorsten Bohl.</p><ul><li><a href="https://deutsches-schulportal.de/schulkultur/jetzt-bewerben-fuer-den-deutschen-schulpreis-2022/" target="_blank" class="external-link" title="Link Interview und Informationen zum Deutschen Schulpreis 2022" rel="noreferrer">Interview und Informationen zum Deutschen Schulpreis 2022</a></li></ul>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75820</guid><pubDate>Tue, 15 Mar 2022 13:34:37 +0100</pubDate><title>Fellowship des „DigitalChangeMaker Accelerator“ auch für Tübinger Studentin</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=75820&amp;cHash=33da27bd4b532b2da1a2c8fb65dd09f9</link><description>Programm fördert Studierendenteams, die die Digitalisierung in Studium und Lehre mitgestalten</description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Stifterverband und die Reinhard-Frank-Stiftung haben im Rahmen des gemeinsamen Förderprogramms „<span lang="en" dir="ltr">DigitalChangeMaker Accelerator</span>“ 17 <span lang="en" dir="ltr">Fellowships </span>für studentische Tandems und Trios vergeben. Die Fellows haben herausragende Projekte initiiert, um die digitale Transformation an Hochschulen mitzugestalten und Hochschulbildung studierendenzentriert und innovativ voranzutreiben. Zu den ausgezeichneten Teams gehört auch das Duo Stella Sophia Faber, Psychologie-Studentin an der Universität Tübingen, und Prosperous Simsi John, Student der Betriebswirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt.</p><p>Mit dem Förderprogramm sollen die Studierenden als „<span lang="en" dir="ltr">Change Agents</span>“ befähigt werden, die Veränderungen vorantreiben, und erhalten Unterstützung bei der Umsetzung von eigenen Veränderungsprojekten. Dafür werden sie während des viermonatigen Förderzeitraums finanziell wie auch ideell gefördert. Während des Gestaltungs- und Umsetzungsprozesses werden die Fellows bedarfsorientiert im Rahmen von <span lang="en" dir="ltr">Workshops </span>und <span lang="en" dir="ltr">Peer-Coachings</span> begleitet. Darüber hinaus erhalten sie Zugang zu relevanten Netzwerken und Kollaborationen. Jedes Team erhält außerdem eine Förderpauschale von 1.200 Euro, die im Rahmen des Veränderungsprojekts flexibel eingesetzt werden kann.</p><p>Über die 17 Tandems und Trios werden insgesamt 42 Studierende unterschiedlicher Fächergruppen aus dem gesamten Bundesgebiet gefördert. Die Projektideen umfassen ein breites Spektrum von Vorhaben zur Vereinfachung des digitalen Studienalltags und zum Umgang mit Problemen, die sich aus der Online-Lehre ergeben. Die Tübingerin Stella Sophia Faber will gemeinsam mit Prosperous Simsi John im Projekt „Digital campus meetups – Was macht (d)ein Online-Studium aus?“ eine Veranstaltungsreihe für Studierende auf die Beine stellen. Drei Online-Treffen im April, Mai und Juni 2022 sollen dazu dienen, praktische Tipps für den digitalen Studienalltag auszutauschen und den Dialog zu aktuellen Themen und den Erfahrungsaustausch zu fördern, auch mit Vorträgen von externen Expertinnen und Experten. Geplante Themen sind unter anderem die Studienzufriedenheit und Möglichkeiten, ein Scheitern im Studium als Chance für die Persönlichkeitsentwicklung zu nutzen. Das Angebot richtet sich an alle Studierenden der beteiligten Hochschulen, d.h. der Universität Tübingen und der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen.</p><p>Der Stifterverband und Reinhard Frank-Stiftung haben das Förderprogramm „<span lang="en" dir="ltr">DigitalChangeMaker Accelerator</span>“ ins Leben gerufen, um Studierende zu unterstützen und sichtbar zu machen, die sich an der Gestaltung des Digitalisierungsprozesses beteiligen. Alle ausgewählten Fellows zeichnen sich aus durch ihr Engagement und ihre Motivation, Hochschulbildung aktiv mitzugestalten und durch ihr Projekt Veränderungen an ihren Hochschulen und darüber hinaus voranzutreiben. Die Projekte der Fellows sind auf die Bedürfnisse der Studierenden wie auch auf eine nachhaltige Wirkung in den Hochschulen ausgerichtet und stehen für eine offene Wissensaustausch- und Partizipationskultur.</p><p class="align-right"><em>Nach einer Pressemitteilung und weiteren Informationen des Stifterverbands</em></p><h3>Weitere Informationen</h3><p><a href="https://www.stifterverband.org/digitalchangemaker-accelerator" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Förderprogramm „DigitalChangeMaker Accelerator“ und Details zu einzelnen Projekten</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forum</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75616</guid><pubDate>Wed, 09 Mar 2022 15:36:18 +0100</pubDate><title>Ägyptologe Ramadan Badry Hussein verstorben</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=75616&amp;cHash=500afa8bb450bf3ab2be9c43b4313e2b</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Fachwelt trauert um den Tübinger Ägyptologen Dr. Ramadan Badry Hussein. Der 50-Jährige starb in der Nacht zum 09. März 2022 nach schwerer Krankheit, wie die Universität Tübingen am Mittwoch bekanntgab. „Dr. Hussein hat die Tübinger Ägyptologie in den vergangenen Jahren entscheidend mitgeprägt und durch seine Forschung wesentlich zum weltweiten Ansehen des Instituts für die Kulturen des Alten Orients beigetragen“, sagte der Direktor der Abteilung für Ägyptologie, Professor Christian Leitz: „Unsere Gedanken sind in diesen Stunden bei der Familie von Dr. Hussein, seiner Ehefrau und den drei gemeinsamen Kindern.“</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75362</guid><pubDate>Thu, 03 Mar 2022 10:32:08 +0100</pubDate><title>Walter-Witzenmann-Preis für Leonie Bossert</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=75362&amp;cHash=a514e4ddbf6d17566b612b29c7059741</link><description>Heidelberger Akademie der Wissenschaften zeichnet Tübinger Bioethikerin aus</description><content:encoded><![CDATA[<p>Der vom gleichnamigen Pforzheimer Unternehmer gestiftete Walter-Witzenmann-Preis honoriert exzellente Arbeiten aus dem Bereich der Geistes- und Kulturwissenschaften. Der Preis geht in diesem Jahr an Leonie N. Bossert von der Universität Tübingen für ihre Dissertation „Gemeinsame Zukunft für Mensch und Tier – Tiere in der Nachhaltigen Entwicklung“. Sie arbeitet darin eine Theorie aus, die tierethische Belange inkludiert, um die geläufige Trennung von sowohl akademischen als auch politischen Diskursen um Nachhaltige Entwicklung und um das Mensch-Tier-Verhältnis zu überwinden und damit eine Forschungslücke zu schließen. Die Arbeit soll neue und modifizierte Wege einer Transformation hin zu nachhaltigeren Gesellschaften aufzeigen, die eine lebenswerte Zukunft für Menschen und andere Lebewesen ermöglichen.</p><p>Leonie N. Bossert studierte „Landschaftsökologie und Naturschutz“ in Greifswald und Kopenhagen und wurde an der Universität Tübingen im Fachbereich Bioethik promoviert. Sie ist Mitarbeiterin am Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften und als Postdoc am Lehrstuhl Ethik, Theorie und Geschichte der Biowissenschaften an der Universität Tübingen tätig.</p><p>Sieben gestiftete Preise im Gesamtwert von 70.000 Euro werden dieses Jahr von der Heidelberger Akademie der Wissenschaften an insgesamt zehn junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Baden-Württemberg vergeben. Damit fördert sie als Landesakademie herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Bundeslandes, die sich noch in einer frühen Karrierephase befinden.</p><p>Die offizielle Preisverleihung, bei der auch weitere Preise der Heidelberger Akademie an den wissenschaftlichen Nachwuchs in Baden-Württemberg vergeben werden, findet am 20. Mai 2022 um 16:00 Uhr in Heidelberg statt. Die Veranstaltung mit Vorträgen der Preisträgerinnen und Preisträger wird per Live-Stream über den YouTube-Kanal der Akademie übertragen.</p><p class="align-right">Pressemitteilung der Heidelberger Akademie der Wissenschaften</p><h3>Weitere Informationen</h3><ul><li>Webseite von Leonie Bossert</li><li><a href="https://www.hadw-bw.de/preise/Walter-Witzenmann-Preis" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Walter-Witzenmann-Preis</a></li></ul>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75284</guid><pubDate>Tue, 01 Mar 2022 14:08:48 +0100</pubDate><title>Manfred-Fuchs-Preis für Lukas Werther</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=75284&amp;cHash=7a601a4cfba00eb6a0ea28e35a585483</link><description>Heidelberger Akademie der Wissenschaften zeichnet Tübinger Archäologen aus</description><content:encoded><![CDATA[<p>PD Dr. Lukas Werther vom Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters der Universität Tübingen erhält den diesjährigen Manfred-Fuchs-Preis der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Mit dem Preis für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Baden-Württemberg werden besonders solche Forscherinnen und Forscher ausgezeichnet, die eine Verbindung zwischen verschiedenen Wissenschaftskulturen schaffen. Der Manfred-Fuchs-Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird in diesem Jahr gesplittet: Der Tübinger Lukas Werther teilt sich die Auszeichnung mit dem Heidelberger Mediziner PD Dr. Simon Raffel.</p><p>PD Dr. Lukas Werther wird für seine bisherigen wissenschaftlichen Leistungen ausgezeichnet. Werther versteht sich als Brückenbauer zwischen Geistes- und Naturwissenschaften, insbesondere zwischen Archäologie, Geschichts- und Geowissenschaften. Zentrale Querschnittthemen seiner Arbeit sind Mensch und Wasser, anthropogene Landschaftsveränderungen, Verkehr und Mobilität, Konsum und Ressourcennutzung, Gewalt und Konflikte sowie strukturelle Veränderungen von Siedlungsgefügen. Lukas Werther wurde an der Universität Jena promoviert, wo auch die Habilitation folgte. Seit 2020 ist er an der Universität Tübingen als Akademischer Rat in der Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit tätig.</p><p>Die offizielle Preisverleihung, bei der auch weitere Preise der Heidelberger Akademie an den wissenschaftlichen Nachwuchs in Baden-Württemberg vergeben werden, findet am 20. Mai 2022 um 16:00 Uhr in Heidelberg statt. Die Veranstaltung mit Vorträgen der Preisträgerinnen und Preisträger wird per Live-Stream über den YouTube-Kanal der Akademie übertragen.</p><p class="align-right"><em>Nach einer Pressemitteilung der Heidelberger Akademie</em></p><h3>Weitere Informationen</h3><p><a href="/zh/fakultaeten/philosophische-fakultaet/fachbereiche/altertums-und-kunstwissenschaften/ur-und-fruehgeschichte-und-archaeologie-des-mittelalters/abteilungen/mittelalter/mitarbeiter/nach-funktion/werther-lukas-dr/" class="internal-link">Webseite von PD Dr. Lukas Werther</a></p><p><a href="https://www.hadw-bw.de/preise/Manfred%20Fuchs-Preis" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Manfred-Fuchs-Preis</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74771</guid><pubDate>Thu, 17 Feb 2022 09:07:51 +0100</pubDate><title>Tübinger Wissenschaftler in gleich zwei Wissenschaftsakademien gewählt</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=74771&amp;cHash=da3fab4003c992f2258317fa73fea9e6</link><description>Geomikrobiologe Andreas Kappler ist Neumitglied der American Academy of Microbiology und der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen</description><content:encoded><![CDATA[<p>Andreas Kappler, Professor für Geomikrobiologie an der Universität Tübingen, ist in gleich zwei Wissenschaftsakademien aufgenommen worden: Im Januar wählte ihn die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen zum korrespondierenden Mitglied der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Klasse und im Februar ernannte ihn die American Academy of Microbiology als Fellow für den Jahrgang 2022.&nbsp;</p><p>Der American Academy of Microbiology in Washington gehören als Fachgesellschaft 2.600 Fellows weltweit an, die alle Teilgebiete der mikrobiellen Wissenschaften repräsentieren. In diesem Jahr wählte sie insgesamt 65 neue Mitglieder aus, die auf der Grundlage ihrer wissenschaftlichen Leistungen und originellen Beiträge die Mikrobiologie vorangebracht haben. (<a href="https://asm.org/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://asm.org/</a>)</p><p>Die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen wurde 1751 gegründet und ist die älteste, ununterbrochen bestehende Einrichtung dieser Art in Deutschland. Sie vereint Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften sowie aus dem Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Bereich, die laut Satzung „in eigener Arbeit und im Zusammenwirken mit den gelehrten Körperschaften des In und Auslandes der Wissenschaft dienen“. (<a href="https://adw-goe.de/startseite/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://adw-goe.de/startseite/</a>)</p><p class="align-right">Antje Karbe</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73851</guid><pubDate>Wed, 26 Jan 2022 08:55:11 +0100</pubDate><title>Olaf Kühne erhält Nico Rüpke-Kartographie-Preis 2021</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=73851&amp;cHash=18892020072232c3bc1bca92032f1a65</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Professor Dr. Dr. Olaf Kühne erhält den Nico Rüpke-Kartographie-Preis 2021 der Deutschen Gesellschaft für Kartographie (DGfK) und der Nico Rüpke-Stiftung für den besten wissenschaftlicher Beitrag in der Zeitschrift „KN – Journal of Cartography and Geographical Information“. Kühne ist Professor für Stadt- und Regionalentwicklung an der Universität Tübingen. Er wird ausgezeichnet für seinen Beitrag “Contours of a ‘Post-Critical’ Cartography – A Contribution to the Dissemination of Sociological Cartographic Research”, der in Ausgabe 3/2021 des Journals erschienen ist.</p><p>In dem Beitrag greift Kühne Elemente der seit den 1980er-Jahren entwickelten ‚kritischen Kartographie‘ auf. Er geht insbesondere ein auf die Verdienste der kritischen Kartographie bei der Bewusstmachung der sozialen Konstruiertheit kartographischer Darstellungen, der damit verbundenen Machtbeziehungen sowie der Prozessgebundenheit kartographischer Praxen. Die kategorischen Ablehnung der positivistischen ‚traditionellen‘ Kartographie kritisiert Kühne ebenso wie eine starke moralisch motivierte Einschränkung des Darstellbaren. Ebenso lehnt er die Unterordnung von anderen theoretischen Zugängen unter das ‚kritische‘ Paradigma. Stattdessen schlägt Kühne vor, taugliche theoretische Rahmen für kartographisches Arbeiten auszuwählen. Normativer Bezugshorizont des Kartographie-Machens ist für ihn die Steigerung von Lebenschancen. Das Präfix ‚post‘ bezieht sich entsprechend bei Kühne nicht nur auf ein zeitliches ‚nach‘, sondern auch auf eine Fortführung zentraler Anliegen der ‚kritischen‘ Kartographie, denen jedoch auch konstruktive Komponenten hinzugefügt werden.</p><p>Der Preis ist benannt nach Senator e. h. Dipl.-Ing. Nico Rüpke (1916-1999). Er war Inhaber des Vermessungsbüros Rüpke in Hamburg. Im Jahr 1992 wurde die Nico Rüpke-Stiftung gegründet, deren Aufgabe darin besteht, Wissenschaft und Forschung sowie von Bildungsmaßnahmen im fachlichen Umfeld von Geodäsie und Geoinformatik zu fördern.</p><p><strong>Weiterführende Links:</strong></p><ul class="ut-list ut-list--link-list"><li><a href="https://www.dgfk.net/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://www.dgfk.net/</a>&nbsp;&nbsp;</li><li><a href="https://nico-ruepke-stiftung.de/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://nico-ruepke-stiftung.de/</a>&nbsp;</li></ul>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73746</guid><pubDate>Mon, 24 Jan 2022 16:47:44 +0100</pubDate><title>Diözese beruft Jörg Eisele in Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=73746&amp;cHash=b90cfb4d6936f9db2423661fe27aefe0</link><description>Professor für Strafrecht an siebenköpfiger Kommission der Diözese Rottenburg-Stuttgart beteiligt.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Jörg Eisele, Professor für Strafrecht an der Universität Tübingen, ist künftig in der Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs in der Diözese Rottenburg-Stuttgart tätig. Diese hat sich im Dezember 2021 nach Berufung durch Bischof Dr. Gebhard Fürst konstituiert. Das ehrenamtliche Gremium wird unabhängig Form und Ausmaß sexuellen Missbrauchs durch kirchliche Beschäftigte in der Diözese aufzuarbeiten. Jörg Eisele, der als von der baden-württembergischen Landesregierung vorgeschlagener Experte in die Kommission berufen wurde, übernimmt gemeinsam mit Thomas Halder, dem früheren Ministerialdirektor des Kultus- und Sozialministeriums den Vorsitz der Kommission.</p><p><a href="https://www.drs.de/ansicht/artikel/aufarbeitungskommission-beginnt-arbeit-9345.html" target="_blank" class="external-link" title="Diözese Rottenburg-Stuttgart" rel="noreferrer">Website der Diözese Rottenburg-Stuttgart</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73410</guid><pubDate>Wed, 19 Jan 2022 10:17:38 +0100</pubDate><title>Matariki Three Minute Thesis Wettbewerb: Überreichung des 1. Preises an Dr. Moritz Koch</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=73410&amp;cHash=bee8204d9cdd7a2c5de5c0f8c647f5ad</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem Dr. Moritz Koch, Alumnus des Interfakultären Instituts für Mikrobiologie und Infektionsmedizin Tübingen (IMIT), im Oktober 2021 den 1. Platz beim Three Minute Thesis Wettbewerb des Matariki Netzwerkes belegt hatte, konnte er am 17. Januar 2022 persönlich die Auszeichnung entgegennehmen.&nbsp;</p><p>Im Kleinen Senat der Universität Tübingen gratulierten Prof. Dr. Peter Grathwohl (Prorektor für Forschung und Innovation) sowie Prof. Dr. Thilo Stehle (Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät) dem Preisträger und überreichten ihm das Zertifikat für den 1. Platz. Beim Three Minute Thesis Wettbewerb präsentieren Promovierende der Mitgliedsuniversitäten des Matariki Netzwerks (<a href="https://www.matarikinetwork.org/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://www.matarikinetwork.org/</a>) ihre Forschungsthemen einem fachfremden Publikum in 3-minütigen Videos.&nbsp;</p><p>Moritz Koch überzeugte die Jury mit einem Beitrag zu seinem Promotionsthema “Using metabolic engineering strategies to improve phototrophic cyanobacteria for the production of sustainable, biodegradable bioplastics”. Die Universität Tübingen stellte damit direkt im ersten Jahr ihrer Teilnahme am Wettbewerb den Gewinner. Wir gratulieren!</p><p>Alle Beiträge des Matariki Three Minute Thesis Wettbewerbs sind über die Webseite des Netzwerks verfügbar: <a href="https://www.matarikinetwork.org/research/3-minute-thesis-competition-3mt/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://www.matarikinetwork.org/research/3-minute-thesis-competition-3mt/</a>.</p><p>Ausführlicher Bericht zum Matariki Wettbewerb: <a href="https://uni-tuebingen.de/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/forschung/newsfullview-attempto-forschung/article/erfolg-fuer-die-universitaet-tuebingen-beim-matariki-three-minute-thesis-wettbewerb/" target="_blank" class="external-link">https://uni-tuebingen.de/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/forschung/newsfullview-attempto-forschung/article/erfolg-fuer-die-universitaet-tuebingen-beim-matariki-three-minute-thesis-wettbewerb/</a>&nbsp;</p><p class="align-right">Martina Bross</p>]]></content:encoded><category>MatNat-Aktuell</category><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-72846</guid><pubDate>Wed, 29 Dec 2021 14:49:25 +0100</pubDate><title>Reinhard Kahle erhält Kurt Gödel Preis 2021</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=72846&amp;cHash=b36897761bf85d5d0af4d9eef2def63d</link><description>Erster Preis beim Essaywettbewerb zur Nichtexistenz der Zeit</description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Tübinger Mathematiker, Informatiker und Philosoph Professor Reinhard Kahle erhält den mit 10.000 Euro dotierten Kurt Gödel Preis 2021 (1. Preis). Kahle ist seit 2019 Inhaber der Stiftungsprofessur für Theorie und Geschichte der Wissenschaften und Leiter des Carl Friedrich von Weizsäcker-Zentrums an der Universität Tübingen.&nbsp;</p><p>Kurt Gödel (1906-1978) war ein österreichischer Mathematiker und Philosoph. Als vielseitiger Denker wurde er vor allem durch seine Beiträge in der mathematischen Logik bekannt. 2016 gründete sich in Berlin der Kurt Gödel Freundeskreis, der nun zum zweiten Mal den Kurt Gödel Preis verliehen hat – unterstützt von der Bergischen Universität Wuppertal. Der Preis ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert, neben dem 1. Preis wurden noch fünf 2. Preise vergeben, jeweils mit 1.000 Euro dotiert.</p><p>In diesem Jahr stellten die Organisatorinnen und Organisatoren Kurt Gödels wenig beachtetes Argument für die Nichtexistenz der Zeit in den Mittelpunkt des Essay-Wettbewerbs. Die Frage, der sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer widmen sollten, lautete: „Was bedeutet es für unser Weltbild, wenn wir mit Gödel die Nichtexistenz der Zeit annehmen?“ Eingesandt werden durften Beiträge, die den Gegenstand aus philosophischer, mathematisch-logischer oder naturwissenschaftlicher Perspektive beleuchten. Bei einem Mindestumfang von 4000 Zeichen konnten die Essays wahlweise in Deutsch oder Englisch. Reinhard Kahles jetzt ausgezeichneter Essay war mit dem Titel „Die philosophische Bedeutung des Gödel-Universums“ überschrieben.</p><ul><li><a href="https://kurtgoedel.de/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Nähere Informationen zum Kurt Gödel Preis 2021</a></li><li><a href="/zh/fakultaeten/philosophische-fakultaet/fachbereiche/philosophie-rhetorik-medien/philosophisches-seminar/personen/privatdozentinnen-und-affiliierte-professoreninnen/prof-dr-reinhard-kahle/" class="internal-link">Carl Friedrich von Weizsäcker-Stiftungsprofessur für Theorie und Geschichte der Wissenschaften</a></li></ul><p class="align-right">Maximilian von Platen</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-72633</guid><pubDate>Mon, 20 Dec 2021 09:13:24 +0100</pubDate><title>Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Stadtentwicklung</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=72633&amp;cHash=7ff60c2a8223501334e96ee4b98b2701</link><description>1. Preis des 30. FRU-Förderpreises für Anna-Maria Weber</description><content:encoded><![CDATA[<p>Die weitreichenden Folgen der Covid-19 Pandemie auf das gesamtgesellschaftliche Alltagsleben schlagen sich auch in derzeitigen stadtpolitischen Debatten nieder und stellen die Stadtentwicklung vor große Herausforderungen. Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit am geographischen <a href="/zh/fakultaeten/mathematisch-naturwissenschaftliche-fakultaet/fachbereiche/geowissenschaften/arbeitsgruppen/geographie/forschungsbereich/stadt-und-regionalentwicklung/arbeitsgruppe/">Lehrstuhl für Stadt- und Regionalentwicklung</a> unter der Betreuung von Prof. Dr. Dr. Kühne hat sich Anna-Maria Weber mit den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Stadtentwicklung auseinandergesetzt.&nbsp;</p><p>Die im Rahmen der Arbeit durchgeführte Medieninhaltsanalyse hat gezeigt, dass besonders eine innerstädtische Nutzungsmischung mit temporär wechselnder Nutzung als Ansatz zur Bewältigung der Krise gesehen wird und dass neben den Leitbildern einer kompakten und durchmischten Stadt sowie einer nachhaltigen Stadtentwicklung besonders das Leitbild der resilienten Stadtentwicklung einen großen Bedeutungszuwachs erfahren hat.&nbsp;</p><p>Die Bachelorarbeit wurde mit dem 1. Preis des 30. FRU-Förderpreises ausgezeichnet. Der FRU-Förderpreis wird jährlich vom Förderkreis für Raum- und Umweltforschung e.V. ausgeschrieben. Wir gratulieren herzlich zu dieser Auszeichnung!</p><p class="align-right">Mitteilung des Lehrstuhls für Stadt- und Regionalentwicklung (SRE)</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forum</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-71124</guid><pubDate>Tue, 16 Nov 2021 12:49:30 +0100</pubDate><title>Preis &quot;Gegen Vergessen - Für Demokratie&quot; 2021 geht an Bernhard Pörksen und Friedemann Schulz von Thun</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=71124&amp;cHash=03c785c604d8f447a7e4366dae987cb8</link><description>Auszeichnung für Verdienste um eine demokratische Diskussionskultur </description><content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-71103</guid><pubDate>Tue, 16 Nov 2021 10:37:23 +0100</pubDate><title>Universität trauert um Ehrensenator Dr. Michael Rogowski</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=71103&amp;cHash=4ea3e03b13b31a5799cb2d0903c420da</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Universität Tübingen trauert um ihren Ehrensenator Dr. Michael Rogowski. „Mehr als zwei Jahrzehnte lang war Michael Rogowski der Universität ein unverzichtbarer Ratgeber, ein treuer Wegbegleiter und ein enger Freund“, sagte der Rektor der Universität, Professor Bernd Engler: „Zahllose Studierende haben in dieser Zeit von der Förderung der Hugo-Rupf-Stiftung profitiert, in der er seit 1977 maßgeblich engagiert war.“ Der ehemalige Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) war am vergangenen Freitag im Alter von 82 Jahren gestorben.</p><p>Rogowski war am 15. April 1997 zum Ehrensenator der Universität ernannt worden. Diese Ehrung war damals bereits mit der Förderung von Forschung und Lehre durch die Hugo-Rupf-Stiftung verbunden, deren Ehrenvorsitzender Rogowski bis zu seinem Tode war. Die Stiftung ermöglichte in den vergangenen Jahrzehnten unter anderem vielen Tübinger Studierenden, für eine begrenzte Zeit im Ausland zu studieren. Darüber hinaus war die Hugo-Rupf-Stiftung eine wichtige Förderin des Deutschlandstipendiums an der Universität Tübingen.</p><p>Michael Rogowski wurde 1939 in Stuttgart geboren. Nach dem Studium in Lausanne und Karlsruhe arbeitete er zunächst an der Universität Karlsruhe. Nach der Promotion 1969 ging er in die Industrie, zunächst zur deutschen Tochter des US-Konzerns Singer. 1974 wechselte er zum Maschinenbauunternehmen Voith in Heidenheim an der Brenz. 1992 wurde er Vorsitzender der Geschäftsführung und leitete den Konzern bis 2000. Anschließend führte er den Voith-Aufsichtsrat bis 2010. Rogowski hatte in dieser Zeit weitere wichtige Funktionen inne, so war er von 1996 bis 1998 Präsident des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) sowie von 2001 bis 2004 BDI-Präsident.</p><p class="align-right"><em>Karl G. Rijkhoek</em></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forum</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70359</guid><pubDate>Wed, 27 Oct 2021 14:10:07 +0200</pubDate><title>Andreas Geiger mit Everingham-Preis geehrt</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=70359&amp;cHash=60db344c5a16cd975dfa9a1c7dda909a</link><description>Team um Tübinger Professor erhält prestigeträchtige Auszeichnung</description><content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://uni-tuebingen.de/fakultaeten/mathematisch-naturwissenschaftliche-fakultaet/fachbereiche/informatik/lehrstuehle/autonomous-vision/home/" target="_blank" class="external-link">Andreas Geiger</a>, Professor für Computer Vision und maschinelles Lernen an der Universität Tübingen, gehört zu einem Team von Forschenden, das bei der diesjährigen International Conference for Computer Vision (ICCV) mit dem PAMI Everingham-Preis ausgezeichnet wurde. Neben Geiger erhielten Philip Lenz, Christoph Stiller und Raquel Urtasun den prestigeträchtigen Preis für ihre gemeinsame Arbeit am „KITTI Vision Benchmark“, den sie seit 2012 betreiben und weiterentwickeln.</p><p>KITTI gehört zu den weltweit populärsten Datensätzen, die bei der Entwicklung selbstfahrender Automobile und verwandter Anwendungen aus dem Bereich des maschinellen Sehens zum Einsatz kommen. „KITTI hat sowohl Daten als auch Benchmarks zur Verfügung gestellt und das Feld in vielerlei Hinsicht im Bereich des maschinellen Sehens vorangetrieben“, heißt es in der Begründung der hochkarätig besetzten Jury, der unter anderem der renommierte Informatiker Andrew Zisserman, Professor für Computer Vision an der Universität Oxford, angehörte.</p><p>„Ein großes Dankeschön an alle Mitarbeitenden und an die Jury für diese Auszeichnung“, sagte Geiger. „Die Entwicklung eines solchen Datensatzes ist mit großer Hingabe und reichlich Anstrengungen verbunden. So etwas lässt sich nur mit einem engagierten Team bewerkstelligen. KITTI wurde seit der ersten Veröffentlichung 2012 stetig weiterentwickelt, getrieben durch die Bedürfnisse der Computer-Vision-Community, und wurde inzwischen mehr als 7.500 Mal in wissenschaftlichen Arbeiten zitiert. Insofern trägt der Everingham-Preis der weitreichenden Tragweite unserer Arbeit Rechnung.“</p><p>„Diese Auszeichnung ist wohlverdient“, sagte Michael J. Black, Cyber Valley Sprecher und Direktor der Abteilung Perzeptive Systeme am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme. „Der Einfluss von KITTI war enorm und hat dem gesamten Bereich der autonomen Fahrzeuge neue Impulse gegeben.“</p><p>Die kontinuierliche Weiterentwicklung von KITTI hat inzwischen in den kürzlich veröffentlichten <a href="http://www.cvlibs.net/datasets/kitti-360/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Datensatz KITTI-360</a> gemündet, welcher 360-Grad-Sensoren und semantischen 3D-Annotationen beinhaltet. Der Everingham-Preis ist nach dem 2012 verstorbenen Wissenschaftler Mark Everingham benannt. Der Brite galt als einer der führenden Computer-Wissenschaftler seiner Generation, der nicht nur sehr erfolgreich publizierte sondern auch treibende Kraft hinter dem PASCAL-VOC-Projekt war, welches erstmals große standardisierte Datensätze und Benchmarks für Objekterkennung zur Verfügung gestellt und dadurch, ebenso wie der jetzt mit dem Everingham-Preis gekürte KITTI-Datensatz, das Forschungsgebiet Computer Vision nachhaltig beeinflusst hat.</p>]]></content:encoded><category>CyberValley-Aktuell</category><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-69894</guid><pubDate>Wed, 20 Oct 2021 12:28:04 +0200</pubDate><title>Nachwuchspreis der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft geht nach Tübingen</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=69894&amp;cHash=9fa53458e56a3f4e5070f311b159a49d</link><description>Juniorprofessor Matthias Gehringer wird für seine Arbeit an chemischen Sonden zur Untersuchung von Proteinkinasen ausgezeichnet</description><content:encoded><![CDATA[<p>Juniorprofessor Matthias Gehringer vom Pharmazeutischen Institut hat den diesjährigen Nachwuchspreis der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft (DPhG) erhalten. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis zeichnet seine Forschung auf dem Gebiet der Pharmazeutischen und Medizinischen Chemie sowie in der verwandten Chemischen Biologie aus. Sein Ziel ist die Entwicklung hochselektiver Werkzeugverbindungen ‒ sogenannter chemischer „Probes“ ‒ für verschiedene Proteine, vor allem aus der Klasse der Proteinkinasen.&nbsp;</p><p>Proteinkinasen sind Enzyme, die in praktisch alle Aspekte der zellulären Signalweiterleitung involviert sind. Sie stellen wertvolle Zielstrukturen für Arzneistoffe dar, unter anderem in der Krebstherapie und zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen. Allerdings ist von den über 500 menschlichen Proteinkinasen ein wesentlicher Teil noch unzureichend erforscht. Mit seiner Arbeit an hochselektiven chemischen Probes leistet Gehringer einen wichtigen Beitrag zur Erforschung solcher Proteinkinasen und schafft gleichzeitig eine Grundlage für die Entwicklung potenzieller neuer Arzneistoffe.</p><p>Matthias Gehringer ist seit 2019 Juniorprofessor für Medizinische Chemie an der Universität Tübingen. Nach seinem Chemiestudium an den Universitäten Karlsruhe, Heidelberg und der Ecole Nationale Supérieure de Chimie de Montpellier promovierte er von 2009 bis 2014 an der Universität Tübingen in Pharmazeutischer/Medizinischer Chemie. Als Postdoc forschte er an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich auf dem Gebiet der Totalsynthese komplexer Naturstoffe. Für seine Arbeit erhielt er bereits den Promotionspreis der Gesellschaft Deutscher Chemiker, den Promotionspreis der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen, den Walter-Schunack-Preis der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft sowie den Merckle-Promotionspreis des Pharmazeutischen Instituts der Universität Tübingen.</p><p>Mitteilung der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft: &nbsp;<a href="https://www.dphg.de/presse/pressemitteilungen/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://www.dphg.de/presse/pressemitteilungen/</a>&nbsp;&nbsp;</p><p>Homepage von Matthias Gehringer. <a href="https://uni-tuebingen.de/de/158971" target="_blank" class="external-link">https://uni-tuebingen.de/de/158971</a>&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-69891</guid><pubDate>Wed, 20 Oct 2021 12:07:48 +0200</pubDate><title>Tübingen Historian receives Albert C. Outler Prize</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/article/tuebingen-historian-receives-albert-c-outler-prize/</link><description>American Society of Church History honors Laura Dierksmeier’s book about community service by indigenous religious groups in early modern Mexico</description><content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Laura Dierksmeier has won the 2021 Albert C. Outler Prize of the American Society of Church History for her book “Charity for and by the Poor: Franciscan-Indigenous Confraternities in Mexico, 1527-1700”. The Albert C. Outler Prize annually honors the best book that illumines the diversity of global Christianity, issues of Christian unity and disunity (doctrinal, cultural, institutional), and/or the interactions between Christianity and other religions, in any period and area of the history of Christianity. In her work, the early modern historian of the Collaborative Research Centre Resource Cultures at the University of Tübingen describes new insights into the role and organization of indigenous confraternities in colonial Mexico.&nbsp;</p><p>The ubiquitous Franciscan-established confraternities for Indigenous members were an essential pillar of society, for example during epidemics: They ran hospitals, orphanages, offered banking services to the poor, paid to release debt prisoners, and buried the dead.&nbsp;<br> For her study, Dierksmeier searched through court records, last wills, missionary correspondence and church records in archives in Mexico, Spain, the USA and Germany. &nbsp;She concludes that these religious community networks became an essential institution to support the population during epidemics, to integrate the various indigenous groups from the former Aztec Empire, and to protect indigenous self-government, at least in religious areas.</p><p>It is noteworthy that group leaders were elected by majority vote and held office for a fixed period, until the next election. Unlike other colonial institutions, fraternities often had a dual leadership, i.e. two leaders who acted as mutual control bodies and who shared responsibility. Unlike the Spanish officials, the brotherhoods made fewer distinctions between race, gender, social status, and physical ability. Even black slaves could, with the permission of their owners, join and lead confraternities. Dierksmeier documents also cases of indigenous female leadership.&nbsp;</p><p>About the choice of title, Laura Dierksmeier says: "With the title 'Charity for and by the Poor', I wanted to emphasize the active role that the needy played within and through the fraternities that empowered them. Fraternities not only provided assistance to the poor, but also, and above all, encouraged the poor to improve their own material existence and that of others, thus negotiating their own social identity. Religious brotherhoods developed into institutions that helped people to move from being purely passive recipients of aid to active agents of self-help, who in turn were able to help others.&nbsp;</p><p>The American Society of Church History concludes: “Dierksmeier’s <em>Charity for and by the Poor</em> embodies excellence in historical scholarship into the diversity of global Christianity that the Albert C. Outler Prize celebrates.”</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-69699</guid><pubDate>Fri, 15 Oct 2021 11:06:56 +0200</pubDate><title> Knoop-Stiftung verleiht Preis für Biochemie an der Universität Tübingen</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=69699&amp;cHash=8262f67dce77706e2e2ca0b101f24b3d</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Gleich zwei Preisträger werden am 15. Oktober 2021 mit dem Preis für Biochemie an der Universität Tübingen ausgezeichnet. Mit diesem Preis ehrt die Elisabeth und Franz Knoop-Stiftung die Nachwuchswissenschaftler Philip Bucher und Dr. Tobias Merkle. Die Auszeichnung ist jeweils mit einem Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro verbunden. Die Verleihung findet im Rahmen eines Kolloquiums am Interfakultären Institut für Biochemie (IFIB) der Universität Tübingen statt.</p><h3>Die Preisträger 2021</h3><p><strong>Philip Bucher</strong>, Jahrgang 1994, hat im Dezember 2017 seine Promotion am Interfakultären Institut für Biochemie an der Universität Tübingen begonnen und steht unmittelbar vor dem erfolgreichen Abschluss des Verfahrens. Mit seiner Forschung möchte Philip Bucher einen Beitrag zum besseren molekularen Verständnis des diffusen großzelligen B-Zell-Lymphoms (kurz: DLBCL) leisten und damit Menschen, die an Lymphdrüsenkrebs erkrankt sind, eine verbesserte Perspektive geben. Bislang werden Fälle eines DLBCL mit einer standardisierten Anthrazyklin-basierten Chemotherapie behandelt – diese Therapie führt derzeit jedoch noch zu einer unbefriedigenden Überlebenserwartung. Hier setzen Philip Buchers Forschungen an: In biochemischen und molekular biologischen Experimenten hat er Zellkulturen von normalen und krebsartigen B-Zellen untersucht. Das Ergebnis: Verglichen mit normalen B-Zellen werden in krebsartigen B-Zellen gewisse Signal-Proteine zu stark aktiviert. Am Beispiel des ABC-DLBCL, dem aggressivsten Subtyp des Lymphoms, konnte Philip Bucher zeigen, dass zwei schon bekannte Medikamente – nämlich Cyclosporin A und Tacrolimus – die Aktivität des überaktivierten Signal-Proteins NFAT hemmen und dadurch das Wachstum der bösartigen ABC-DLBCL-Zellen verringern. Durch Kombination mit weiteren Medikamenten konnte Philip Bucher diesen Effekt weiter verstärken.</p><p>Aufgrund dieser vielversprechenden Experimente wird nun am neuen Standort Tübingen des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) eine klinische Studie gestartet, die bei Lymphom-Patienten die Wirksamkeit von Tacrolimus in Kombination mit weiteren Medikamenten testen wird.</p><p>Insgesamt ist es Philip Bucher gelungen, beeindruckende Ergebnisse zum DLBCL vorzulegen, die einen wichtigen Beitrag zum besseren molekularen Verständnis dieses häufigen Lymphoms liefern.</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-65977</guid><pubDate>Tue, 13 Jul 2021 11:42:34 +0200</pubDate><title>Antitrust Writing Award 2021 an Professor Dr. Stefan Thomas</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=65977&amp;cHash=7b777992f75643db0c2fa5ee8c8a0e2d</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Professor Dr. Stefan Thomas, Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftsrecht, Wettbewerbs- und Versicherungsrecht, hat den Antitrust Writing Award 2021 (<a href="https://awards.concurrences.com/en/awards/2021/academic-articles/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://awards.concurrences.com/en/awards/2021/academic-articles/</a>) in der Kategorie academic articles/mergers für seinen Artikel „Normative Goals in Merger Control“ erhalten (verfügbar hier <a href="https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=3513098" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=3513098</a>).&nbsp;</p><p>Der Preis ist im Bereich des internationalen Kartellrechts derjenige mit der größten Visibilität und wird von dem Informationsnetzwerk Concurrences Review in Verbindung mit der George Washington University jährlich vergeben. Die Jury besteht aus hochrangigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Angehörigen der internationalen Justiz und Kartellbehörden. Der prämierte Beitrag wird demnächst in einem Buch von Professor Ioannis Kokkoris von der Queen Mary University, London, erscheinen. Es geht in dem Text um die Herausforderungen, vor denen Wettbewerbsbehörden stehen, wenn sie im Rahmen der Kontrolle von Marktstrukturen mit dem Anliegen konfrontiert werden, soziale und umweltpolitische Belange zu berücksichtigen. Der Beitrag setzt sich kritisch mit bestimmten Forderungen auseinander und betont die Wechselwirkungen zwischen normativen Postulaten und demokratischen Prozessen, die innere Schranken für die materiellen Maßstäbe des Wettbewerbsschutzes setzen.&nbsp;</p><p>Professor Thomas forscht im Rahmen des „Tübingen Research Institute on the Determinants of Economic Activity“ (TRIDEA) zur Integration von Nachhaltigkeit in das Kartellrecht. Weitere Informationen und Publikationen dazu auf der Webseite des TRIDEA: <a href="/zh/fakultaeten/juristische-fakultaet/forschung/institute-und-forschungsstellen/tuebingen-research-institute-on-the-determinants-of-economic-activity-tridea/aktuelle-projekte/antitrust-and-sustainability/">https://uni-tuebingen.de/fakultaeten/juristische-fakultaet/forschung/institute-und-forschungsstellen/tuebingen-research-institute-on-the-determinants-of-economic-activity-tridea/aktuelle-projekte/antitrust-and-sustainability/</a> &nbsp;</p><p class="align-right">Prof. Dr. Jens-Hinrich Binder, LL.M.</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-65752</guid><pubDate>Thu, 08 Jul 2021 13:36:10 +0200</pubDate><title>Neu am Fachbereich Wirtschaftswissenschaft: Der Makroökonom Willi Mutschler</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=65752&amp;cHash=2275fd9255ff74675f21f6f75032fe49</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Neu am Fachbereich Wirtschaftswissenschaft ist seit April 2021 Willi Mutschler, der seine W1-Professur <em>Internationale Makroökonomik</em> antrat. Mutschler erforscht die Rolle von seltenen Desastern in Bezug auf den Konjunkturzyklus sowie die methodischen Herausforderungen, Modelle empirisch zu evaluieren. Im Interview berichtet er von seinem bisherigen Werdegang und seinen Pläne in Forschung und Lehre und verrät, was Studierende in seinen Veranstaltungen erwartet.</p><p><strong><em>Ramona Gresch</em>: Professor Mutschler, seit April sind Sie Juniorprofessor für Internationale Makroökonomik. Würden Sie uns kurz Ihren Werdegang beschreiben?</strong></p><p><em>Professor Willi Mutschler</em>: Gerne. Ich gehöre zu den Absolventen des ersten Bachelorjahrgangs in Volkswirtschaftslehre an der Universität Bonn und habe im Anschluss sowohl mein Master- als auch mein Promotionsstudium an der Universität Münster fortgesetzt. Für ein paar Monate war ich zudem als PhD Trainee bei der Europäischen Zentralbank in der Fiscal Policies Division tätig. Als PostDoc ging es für mich dann an den Sonderforschungsbereich 823 an die TU Dortmund, bis mich eine Lehrstuhlvertretung an die Universität Münster zurückrief. Dort habe ich dann mein aktuelles DFG Projekt zum Einfluss von Asymmetrien auf die Identifikation und Schätzbarkeit von makroökonomischen Modellen begonnen.</p><p><strong>Was war ausschlaggebend für Ihren Wechsel an die Universität Tübingen?&nbsp;</strong></p><p>Die exzellenten Kollegen am Fachbereich Wirtschaftswissenschaft und die große Bandbreite an spezialisierten Masterprogrammen. Ich sehe hier sehr großes Potential sowohl für Kollaborationen in der Forschung als auch gemeinsame Impulse für die Lehre. Zudem hat mich Tübingen als Stadt sofort in ihren Bann gezogen.</p><p><strong>Welche Pläne und Ideen möchten Sie am Fachbereich umsetzen – in der Forschung und in der Lehre?&nbsp;</strong></p><p>Ich forsche und lehre im Bereich der makroökonomischen Konjunkturforschung und engagiere mich zudem in der Entwicklung des Open-Source Softwareprojekts Dynare, eine Standardsoftware für makroökonomische Modelle. Ein Schwerpunkt meiner Forschung ist die Rolle von seltenen Desastern auf den Konjunkturzyklus und die methodischen Herausforderungen, diese Modelle empirisch zu evaluieren. Die Kollegen am Fachbereich besitzen hier große Expertise und ich freue mich auf die Zusammenarbeit. Zudem spielt der Klimawandel in der internationalen Makroökonomie eine große Rolle und zusammen mit Gernot Müller möchten wir im kommenden Semester ein Blockseminar im Schwarzwald dazu anbieten - wenn die pandemische Lage dies zulässt.</p><p><strong>Was erwarten Sie von den Tübinger Studierenden? Was möchten Sie diesen mitgeben?</strong></p><p>Mir ist die forschungsorientierte Lehre ein großes Anliegen. Da meine eigene Forschung stark computergestützt ist, versuche ich, wann immer möglich, den Studierenden die notwendigen Tools an die Hand zu geben, mit denen sie eigenständige Forschungsarbeiten anfertigen können. Zudem bin ich ein großer Freund des <em>Inverted-Classrooms</em>. Ich versuche meine Lehrinhalte und Unterlagen mit digitalen Elementen so gut es geht aufzuwerten. Ich erwarte von den Tübinger Studierenden Offenheit für neue Formate, aber auch Feedback dazu, was gut oder schlecht läuft, und das Einbringen von eigenen Themen. Mir ist eine offene Diskussion über Konzepte genauso wichtig wie die methodische Herleitung einer intertemporalen Optimalitätsbedingung.</p><p><strong>Wie verbringen Sie Ihre freie Zeit?</strong></p><p>Mit Uno, Sandburgen, Fahrradausflügen, Duplo- und Legosteinen: Meine beiden Kinder – zwei und fünf Jahre – nehmen den Großteil meiner freien Zeit in Anspruch! Darüber hinaus sehne ich mich nach der hoffentlich baldigen Wiederaufnahme des Kletterbetriebs im B12 und bin für Tipps zu guten Kletterfelsen in der Region stets zu haben.</p><p><strong>Vielen Dank und viel Erfolg am Fachbereich Wirtschaftswissenschaft.&nbsp;</strong></p><p class="align-right"><em>Das Interview führte Ramona Gresch</em></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-65623</guid><pubDate>Wed, 07 Jul 2021 09:19:53 +0200</pubDate><title>Politikwissenschaftlerin Gabriele Abels und Rechtswissenschaftler Christian Seiler sind Mitglieder am Verfassungsgerichtshof</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=65623&amp;cHash=3b12fc52752be5fdfc90238adb473099</link><description>Landtag von Baden-Württemberg hat ehrenamtliche Richterinnen und Richter gewählt</description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Landtag von Baden-Württemberg hat in einer Plenarsitzung am 1. Juli fünf Mitglieder des Verfassungsgerichtshofs gewählt und im Anschluss vereidigt, darunter auch zwei Mitglieder der Universität Tübingen. Als Mitglieder mit der Befähigung zum Richteramt wurden Prof. Dr. Christian Seiler von der Juristischen Fakultät der Universität Tübingen&nbsp;sowie als seine Stellvertreterin Rechtsanwältin Bettina Backes wiedergewählt. In der Gruppe der Berufsrichter wurde Jürgen Gneiting, Präsident des Arbeitsgerichts Stuttgart, wiedergewählt; seine neue Stellvertreterin ist Richterin am Bundesgerichtshof Simone Wiegand. Neues Mitglied ohne Befähigung zum Richteramt ist Prof. Dr. Gabriele Abels, Institut für Politikwissenschaft der Universität Tübingen, die der ausscheidenden Prof. Dr. Nathalie Behnke, Technische Universität Darmstadt, nachfolgt. Die Amtsperiode der Gewählten beginnt am 21. Juli 2021.</p><p>Der Verfassungsgerichtshof für das Land Baden-Württemberg entscheidet im Rahmen gesetzlich geregelter Verfahren über die Auslegung der Landesverfassung. Die Entscheidungen ergehen regelmäßig durch neun Richterinnen und Richter. Drei Mitglieder des Verfassungsgerichtshofs sind Berufsrichter. Drei Mitglieder müssen die Befähigung zum Richteramt haben. Bei drei weiteren Mitgliedern muss diese Voraussetzung nicht vorliegen. Der Verfassungsgerichtshof entscheidet unter dem Vorsitz seines Präsidenten. Die Richterinnen und Richter des Verfassungsgerichtshofs sind ehrenamtlich tätig.</p><p class="align-right"><em>Nach einer Pressemitteilung des Verfassungsgerichtshofs</em></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forum</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-65491</guid><pubDate>Mon, 05 Jul 2021 11:56:16 +0200</pubDate><title>Verleihung des Württembergischen Krebspreises 2021 an der Universität Tübingen</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=65491&amp;cHash=f1face4b1ed49b433c18f7775dd0173b</link><description>Tübinger Mediziner Christian Schürch erhält Preis für bestes Projekt</description><content:encoded><![CDATA[<p><br><strong>Die Dres. Carl Maximilian und Carl Manfred Bayer-Stiftung zeichnet am 22. Juli 2021 im Konferenzzentrum des Universitätsklinikums Tübingen die diesjährigen Preisträger aus. Die Preise übergibt der Stiftungsvorsitzende Prof. Dr. Claus Claussen im Rahmen einer Feierstunde.&nbsp;</strong></p><p>Der <strong>Nachwuchspreis 2021</strong> ist in diesem Jahr mit 15.000 Euro dotiert und wird an Dr. Sonja Ludwig (Universitätsklinikum Mannheim, Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie) für ihr Projekt „Charakterisierung von Speichelexosomen als Flüssigbiomarker von Kopf-Hals-Tumoren“ verliehen.</p><p>Der <strong>Württembergische Krebspreis 2021 für das beste Projekt</strong> geht mit 25.000 Euro an PD Dr. med. Christian Schürch, MD, PhD (Universitätsklinikum Tübingen, Institut für Pathologie) für sein Projekt „Verbesserte Diagnostik des Hautlymphoms durch hochmultiparametrische Mikroskopie“.&nbsp;</p><p><strong>Sonja Ludwig</strong>, geboren am 8. Juni 1987 in Filderstadt, absolvierte ihr Medizinstudium an den Universitäten Tübingen und Heidelberg. 2014 promovierte sie in Heidelberg bei Prof. Dr. Jochen Heß an der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde. Als Postdoktorandin an der Universität Pittsburgh (USA) vertiefte sie ihren wissenschaftlichen Schwerpunkt in der Kopf-Hals-Onkologie. Zudem war sie von 2013 bis 2019 als Assistenzärztin in der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf-Halschirurgie der Universitätsklinik Essen tätig, bevor sie Mitte 2019 als Assistenzärztin nach Mannheim wechselte. Hier ist sie seit Anfang 2020 als Fachärztin für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde tätig und seit 1. Juli 2021 Oberärztin.&nbsp;<br> Über ihren Forschungsantrag: Kopf-Hals-Karzinome werden häufig erst spät entdeckt. Um zukünftig Kopf-Hals-Karzinome früher erkennen zu können, sollen Exosomen aus dem Speichel auf ihr Potenzial als diagnostischer Biomarker untersucht werden. Exosomen sind kleine bläschenartige Strukturen, die aus Zellen hervorgehen. Sie tragen den Inhalt ihrer Ursprungszellen, auch wenn es sich dabei um Krebszellen handelt. Die genauere Charakterisierung dieser Speichelexosomen kann deshalb dazu beitragen, ein früheres Erkennen von Kopf-Hals-Karzinomen zu ermöglichen.&nbsp;</p><p><strong>Christian Schürch</strong>, geboren am 11. April 1983 in Aarberg, Schweiz, absolvierte sein Medizinstudium an der Universität Bern, wo er 2007 mit Dr. med. in Neuroinfektiologie (bei Prof. Dr. Stephen Leib) und 2012 zudem mit PhD in Tumorimmunologie (bei Prof. Dr. Adrian Ochsenbein) promovierte. Es folgte die Facharztausbildung in Pathologie in Bern (bei Prof. Dr. Aurel Perren) und Tübingen (bei Prof. Dr. Falko Fend) sowie 2017 der Facharzttitel Pathologie (Schweiz). Danach ging er für einen Postdoc-Aufenthalt an die Stanford University in den USA (bei Prof. Dr. Garry Nolan). 2018 wurde Schürch habilitiert, ebenfalls an der Universität Bern. Seit seiner Rückkehr nach Tübingen ist Schürch W3-Professurvertreter und Oberarzt am Institut für Pathologie unter Leitung von Prof. Dr. Falko Fend.&nbsp;<br> Über seinen Forschungsantrag: Das Hautlymphom hat viele klinische und histologische Überschneidungen mit gutartigen, entzündlichen Hauterkrankungen (Psoriasis, Ekzem). Die Diagnose des Hautlymphoms im Frühstadium ist sehr schwierig, was zu Behandlungsverzögerungen und eventuell zum Fortschreiten der Erkrankung führen kann. Zur präzisen Abgrenzung des Hautlymphoms von entzündlichen Hautveränderungen soll hochmultiparametrische Mikroskopie an Patientengewebe angewendet werden, um somit eine frühzeitige Diagnose zu ermöglichen.&nbsp;</p><p><strong>Über den Württembergischen Krebspreis</strong>&nbsp;<br> Seit 2009 lobt die Dres. Carl Maximilian und Carl Manfred Bayer – Stiftung (kurz Dres. Bayer-Stiftung) jährlich den Württembergischen Krebspreis aus. Damit sollen junge, begabte Medizinerinnen und Mediziner gefördert werden, die auf dem Gebiet der Krebsforschung tätig sind. Die Preise werden für Wissenschaftler unter 40 Jahren ausgeschrieben, die ihre Forschung in Württemberg durchführen oder die gebürtige Württemberger sind. Die Preise für 2021 sind mit insgesamt&nbsp;40.000 Euro dotiert.&nbsp;</p><p><strong>Über die </strong><em><strong>Dres. Carl Maximilian und Carl Manfred Bayer – Stiftung&nbsp;</strong></em><br> Die Stiftung des Württembergischen Krebspreises trägt den Namen des an Krebs verstorbenen Stifters Dr. Carl Manfred Bayer und seines Vaters Dr. Carl Maximilian Bayer. Beide waren mehr als sechzig Jahre in der Nähe von Ravensburg als niedergelassene Landärzte tätig. Dr. Carl Manfred Bayer studierte Medizin an der Universität Tübingen. Vorsitzender der Stiftung ist Prof. Dr. Claus D. Claussen, ehem. Direktor der Radiologischen Universitätsklinik Tübingen.&nbsp;</p><p class="align-right"><em>Pressemitteilung der&nbsp;Dres. Carl Maximilian und Carl Manfred Bayer – Stiftung</em></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forum</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-65320</guid><pubDate>Thu, 01 Jul 2021 14:06:33 +0200</pubDate><title>Förderpreis des Fachverbandes für Medizingeschichte geht nach Tübingen</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=65320&amp;cHash=126cf45137fc5ae5f84ef4fc49f42461</link><description>Laura Dierksmeier vom SFB 1070 RessourcenKulturen erhält den Preis für ihre Publikation Forbidden herbs: Alzate’s defense of pipiltzintzintlis (2020)</description><content:encoded><![CDATA[<p><br> In ihrer Studie, die letztes Jahr im Journal Colonial Latin American Review veröffentlicht wurde, zeichnet Dierksmeier den Diskurs um das Für und Wider von medizinischem Cannabis-Konsum im Mexiko des 18. Jahrhunderts nach. Der Priester und Wissenschaftler José Antonio Alzate y Ramírez setzte sich dort für die heilende Wirkung der umstrittenen Pflanze ein – und legte sich dabei mit der spanischen Kolonialmacht und der Inquisition an.</p><p>Alzates Belege zum Nutzen von medizinischem Cannabiskonsum reichen von eigenen Erfahrungen, über Berichte von Ureinwohnern und Matrosen bis hin zu medizinischen Enzyklopädien. „Das Spannende ist dabei vor allem die Bandbreite der Quellen des 18. Jahrhunderts, die den medizinischen Marihuanakonsum unterstützten“, sagt Laura Dierksmeier. Alzate nenne hier bekannte Wissenschaftler der damaligen Zeit, wie den Naturforscher Jacques-Christophe Valmont de Bomare, den Mediziner Michael Etmüller, den Arzt und Mitbegründer der Wissenschaftsakademie „Royal Society of London“ Thomas Willis sowie die Ärzte Guy-Crescent Fagon und Engelbert Kämpfer.</p><p>In einem Zeitungsartikel von 1772 verteidigte Alzate Cannabis, das er unter dem Namen „Pipiltzintzintlis“ aus eigenen Anbau kannte: Er schrieb ihm einen wertvollen medizinischen Nutzen für die Behandlung von Husten, Gelbsucht, Tinnitus, Tumoren, Depressionen und vielem mehr zu. Zudem hielt er die Hanfpflanze für einen hervorragenden Rohstoff zur Herstellung von Seilen für Segelschiffe. Die Spanische Inquisition betrachtete das Halluzinogen hingegen als ein Mittel, um mit dem Teufel in Verbindung zu treten und hatte es daher verboten ‒ genauso wie viele andere psychoaktive Pflanzen oder Verhaltensweisen, die christlichen Grundsätzen angeblich widersprachen.</p><p>„Die Erkenntnisse der Studie können helfen, die gegenwärtige Legalisierungs-Debatte zu bereichern oder zumindest die verhärteten Fronten aufzubrechen“, sagt Dierksmeier. „Denn laut Alzate und den von ihm zitierten Wissenschaftlern überwiegt der Nutzen der Hanfpflanze als Baustoff oder Medizinpflanze die möglichen Nebenwirkungen. Oder wie José Antonio Alzate y Ramírez selbst sagte: ‚Ich glaube, ich habe die Vorteile der Nutzung von Pipilzitzintlis demonstriert, und wie wir in der Sprache der Theologen sagen: Es ist schlecht, weil es verboten ist, nicht verboten, weil es schlecht ist‘.“</p><p>Der Fachverband Medizingeschichte e.V. setzt sich seit 1978 für den kollegialen Meinungsaustausch von Medizinhistorikerinnen und -historikern ein und ist so eine wichtige Interessenvertretung des Fachs. Der Förderpreis ist mit 500,- € dotiert und wird einmal im Jahr vergeben.</p><p class="align-right">Mitteilung des SFB 1070 "RessourcenKulturen"</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-65215</guid><pubDate>Tue, 29 Jun 2021 15:45:34 +0200</pubDate><title>Tübinger Mittelalter- und Neuzeitarchäologe erhält Habilitationspreis der Universität Jena</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=65215&amp;cHash=a12821f3963f84b48c549f728447b0eb</link><description>Auszeichnung für PD Dr. Lukas Werther</description><content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem <a href="https://www.uni-jena.de/210625_Schillertag" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Habilitationspreis der Friedrich-Schiller-Universität Jena</a>&nbsp;ist in diesem Jahr PD Dr. Lukas Werther ausgezeichnet worden, der seit 2019 an der Universität Tübingen lehrt und forscht. Er erhielt den mit 5.000 Euro dotierten Preis für seine Arbeit „Der Karlsgraben und andere Kanalbauten als Schnittstellen frühgeschichtlicher Verkehrsnetzwerke“, in der er sich mit antiken und mittelalterlichen Infrastrukturprojekten befasste. Der Preisträger gewann in seiner Arbeit wegweisende Erkenntnisse darüber, wie die Landschaft vom Menschen umgestaltet wurde, wie Verkehrsnetzwerke entstanden und strukturiert wurden. In seiner Arbeit verknüpft er erfolgreich die Bereiche Archäologie, Geschichts- und Geowissenschaften.</p><p class="align-right"><em>Nach einer Meldung der Universität Jena</em></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-64870</guid><pubDate>Wed, 23 Jun 2021 11:43:46 +0200</pubDate><title>Ehrenpromotion Wirtschaftswissenschaft für Prof. Dr. Uschi Backes-Gellner </title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=64870&amp;cHash=353fea486b1f6e370854747ca05b6b4e</link><description>In einem feierlichen Festakt verlieh die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät Professorin Dr. Uschi Backes-Gellner die bereits am 3. August 2020 übertragene Ehrendoktorwürde. Sie ist seit nahezu 100 Jahren die erste Frau, die mit der Ehrendoktorwürde der Tübinger Wirtschaftswissenschaft ausgezeichnet wurde. </description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Wirtschaftswissenschaftlerin Backes-Gellner gehört zu den führenden Personalökonom*innen der Welt. Ihre umfassenden und vielbeachteten Forschungsarbeiten befassen sich mit praktisch sowie gesellschaftlich höchst relevanten Fragestellungen.</p><p>Professor Dr. Werner Neus, griff in seiner Laudatio die Motive des Exzellenzantrages der Universität „Forschung, Relevanz und Verantwortlichkeit“ auf, um die Verdienste der Ehrendoktorin zu erläutern. Das wissenschaftliche Oeuvre umfasse die Hochschulökonomie, betriebliche Bildung und internationale, vergleichende Fragestellungen. Somit „<em>steht Uschi Backes Gellner also für <strong>alle</strong> Aspekte der Personalökonomik</em>“, so der Laudator. Bezogen auf die Relevanz ihrer Forschung stellt Neus fest: „<em>So gehört sie gegenwärtig zu den Top 5 Prozent der Autor*innen im RePEc-Ranking und gemessen an Downloads zu den Top 10 Prozent der SSRN-Autor*innen, jeweils weltweit.</em>“ Die Verantwortlichkeit sei, die mit öffentlichen Mitteln gewonnenen Erkenntnisse auch gesellschaftlich nutzbar zu machen. Backes-Gellner bringt ihre Expertise auch außerhalb der Wissenschaft in entsprechenden Funktionen wichtiger Kompetenzzentren und Instituten ein.</p><h4>Bildungspolitische Relevanz der Forschung von Backes-Gellner</h4><p>Thematische Schwerpunkte ihrer Forschung bilden die Analyse der Berufsbildung und des Humankapitals - insbesondere die Rolle der höheren Berufsbildung für die Innovationsfähigkeit von Unternehmen sowie für nationale Innovationssysteme. So lautete das Thema des Festvortrags der Lehrstuhlinhaberin „Business and Personnel Economics“ der Universität Zürich:</p><p>"Zum Einfluss von (Berufs-)Bildung auf Innovation – Personalökonomische Analysen, empirische Befunde und politische Implikationen." Hierbei machte sie am Beispiel von Deutschland und der Schweiz den Zusammenhang von dualer Berufsausbildung und Innovation deutlich. Sie zeigte auf, dass Betriebe mit Lehrlingsausbildung innovativer seien als solche ohne. Insbesondere in Regionen mit Fachhochschulen sei eine erhöhte Zahl an Patenten festzustellen und die entsprechenden „Curricula-updates pushen neue Kompetenzen am Arbeitsmarkt“. Anhand ihrer Forschung sieht die Professorin die Akademisierung der Berufsausbildung – besonders im Sozial- und Gesundheitswesen – kritisch. Wichtig sei es, das Bewusstsein für lebenslanges Lernen, die berufliche Mobilität von Fachkräften und neben den Digitalisierungskompetenzen (Digital Literacy), insbesondere die Sozialkompetenz und Selbstkompetenz auszubauen.</p><p>Zur <a href="https://uni-tuebingen.de/securedl/sdl-eyJ0eXAiOiJKV1QiLCJhbGciOiJIUzI1NiJ9.eyJpYXQiOjE3NzYxMjI4NTgsImV4cCI6MTc3NjIxMjg1OCwidXNlciI6MCwiZ3JvdXBzIjpbMCwtMV0sImZpbGUiOiJmaWxlYWRtaW4vVW5pX1R1ZWJpbmdlbi9GYWt1bHRhZXRlbi9XaVNvL1dpd2kvRm9yc2NodW5nL0xvbmdfQ1ZfMDQyMDIxLnBkZiIsInBhZ2UiOjU4ODUzfQ.tM4SZfbA-o0iIoaoOmOGqMYHO09y9rUxsiBRLc8rTGY/Long_CV_042021.pdf" class="download">Vita</a> von Prof. Dr. Uschi Backes-Gellner</p>]]></content:encoded><category>Wiwi-Top-News-Aktuell</category><category>WiSo-Top-Aktuell</category><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-64750</guid><pubDate>Mon, 21 Jun 2021 10:30:11 +0200</pubDate><title>Zwei Tübinger Promovierte für Studienpreis der Körber-Stiftung nominiert</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=64750&amp;cHash=412bd5ebebb154d72e71704459cc7cc0</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Zwei Promovierte der Universität Tübingen sind für den Studienpreis 2021 nominiert: Die Arbeiten der Pharmazeutin Nhomsai Hagen und des Biologen Moritz Koch wurden aus 698 Bewerbungen für die Finalrunde ausgewählt. Insgesamt erhalten 32 Kandidatinnen und Kandidaten am 28. Juni die Möglichkeit ihre Arbeit in Berlin zu präsentieren und als einer von neun Preisträger(inne)n ausgezeichnet zu werden.&nbsp;</p><p>Nhomsai Hagen erforscht die Qualität von Medikamenten, die in Malawi an Mütter zur Verhinderung von lebensbedrohlichen Nachgeburtsblutungen verabreicht werden. In ihrer Arbeit stellte sie fest, dass ein Teil dieser Arzneimittel extrem mangelhaft war. Ihre Forschung führte zu landesweiten Rückrufaktionen und kann nun Gesundheitseinrichtungen und Aufsichtsbehörden helfen, die Patientensicherheit in dem afrikanischen Land nachhaltig zu verbessern.</p><p>Der Studienpreis zeichnet jährlich die besten deutschen Promovierten aller Fachrichtungen aus. Neben der fachwissenschaftlichen Exzellenz zählt vor allem die spezifische gesellschaftliche Bedeutung der Forschungsbeiträge.&nbsp;</p><p>In der Finalrunde des Wettbewerbs ab Ende Juni präsentieren die Nominierten ihre Forschungen vor der Jury. In den drei Sektionen Sozialwissenschaften, Natur- und Technikwissenschaften sowie Geistes- und Kulturwissenschaften wird jeweils ein Spitzenpreis à 25.000 Euro und zwei zweite Preise in Höhe von 5.000 Euro vergeben. Schirmherr des Forschungspreises ist Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble.</p><p>Informationen: <a href="https://www.koerber-stiftung.de/deutscher-studienpreis" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://www.koerber-stiftung.de/deutscher-studienpreis</a></p><p class="align-right">Antje Karbe</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forum</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-64636</guid><pubDate>Thu, 17 Jun 2021 07:40:44 +0200</pubDate><title>Randolph Helfrich erhält Ernst Jung-Karriere-Förderpreis für medizinische Forschung</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=64636&amp;cHash=954781c97e107b435c769fdf253868f7</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Zur Erforschung der Rolle des Schlafs erhält Dr. Dr. med. Randolph Helfrich vom Hertie-Institut für klinische Hirnforschung den Ernst Jung-Karriere-Förderpreis für medizinische Forschung. Er untersucht, wie neurologische Erkrankungen mit unserer Hirnaktivität im Schlaf assoziiert sind und welche Diagnostik- und Therapiemethoden man daraus ableiten kann. Sein Ziel ist es, Methoden zu etablieren, die möglicherweise für die Diagnostik neurologischer Erkrankungen genutzt werden können. Die wissenschaftlichen Arbeiten wird er am Hertie-Institut für klinische Hirnforschung der Universität Tübingen durchführen, während er sich dort zum Facharzt für Neurologie weiterbilden lässt. Er hatte bereits sein Studium der Humanmedizin an der Universität Tübingen absolviert, anschließend an der Universität Hamburg in der Neurologie zum Dr. med. sowie in Kognitiver Neurobiologie zum Ph. D. promoviert.</p><p>Der von der Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung verliehene Preis&nbsp;unterstützt Helfrichs wissenschaftliche Arbeit in den nächsten drei Jahren mit insgesamt 210.000 Euro.&nbsp;</p><p class="align-right">Pressemitteilung der Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung</p><p><a href="https://jung-stiftung.de/die-preise/ernst-jung-karriere-foerderpreis/preistraeger-dr-helfrich/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Weitere Informationen zum Preisträger Randolph Helfrich</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-64579</guid><pubDate>Wed, 16 Jun 2021 08:25:22 +0200</pubDate><title>Carsten Köhler bleibt 1. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globalen Gesundheit</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=64579&amp;cHash=8b3ec305d29c0d1db9d0b93dd439aabe</link><description>DTG bestätigt Tübinger Tropenmediziner im Amt</description><content:encoded><![CDATA[<p>Auf der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globalen Gesundheit (DTG) e.V. diskutieren medizinische und naturwissenschaftliche Kolleginnen und Kollegen aus der Tropenmedizin, der Parasitologie und der Infektiologie aus ganz Deutschland über aktuelle Erkenntnisse unter anderem zu vernachlässigten und armutsassoziierten Erkrankungen, Klima und Infektionskrankheiten, Krankenhausinfektionen und Multiresistenzen, pro und contra Impfpflicht sowie zur Globalen Gesundheit und weiteren aktuellen Fragen der Tropen-, Reise- und Infektionsmedizin. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auch auf der momentanen COVID19-Pandemie.&nbsp;</p><p>Bei der Mitgliederversammlung der Fachgesellschaft wurde auch der bisherige fünfköpfige Vorstand in seinem Amt bestätigt. <strong>Dr. med. Dr. rer. nat. Carsten Köhler</strong><strong>vom Institut für Tropenmedizin, Reisemedizin und Humanparasitologie des Universitätsklinikums der Universität Tübingen, Leiter des Kompetenzzentrums Tropenmedizin Baden-Württemberg, </strong>wurde damit zum wiederholten Mal als 1. Vorsitzender der DTG für die kommenden zwei Jahre wiedergewählt. Er steht der wissenschaftlichen Fachgesellschaft bereits seit 2016 vor und ist zudem einer der Kongresspräsidenten des KIT. Als weitere Vorstandsmitglieder wurden bestätigt: PD Dr. Torsten Feldt (Düsseldorf, 2. Vorsitzender), Dr. Sabine Bélard (Berlin), Dr. Sophie Schneitler (Homburg) und Professor Dr. Bernhard Fleischer (Hamburg, Schriftführer).&nbsp;</p><p>Den gewählten Vorstandsmitgliedern obliegt es mit besonderer Unterstützung der Beiräte, Fachberatenden und Ausschussvorsitzenden sowie mit den Mitgliedern der wissenschaftlichen Fachgesellschaft weiterhin optimale Strategien zu entwickeln um eine medizinisch hochqualifizierte Versorgung im Bereich der Tropen- und Reisemedizin in Deutschland sicherzustellen sowie die Aus- und Weiterbildung des Nachwuchses auf diesen Gebieten sowie im Bereich der Globalen Gesundheit zu fördern.&nbsp;</p><p>Die Jahrestagung der DTG findet in diesem Jahr erstmals virtuell gemeinsam mit dem <a href="http://www.kit-kongresse.de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">15. Kongress für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin</a> vom 16.-19. Juni 2021 statt.</p><p>Die DTG wurde 1907 gegründet und zählt mehr als 1.000 Mitglieder. Als wissenschaftliche Fachgesellschaft hat sie den Zusammenschluss von Humanmedizinern, Veterinärmedizinern, Natur- und Sozialwissenschaftlern zum Ziel, die auf den Gebieten Tropen- und Reisemedizin sowie der internationalen und globalen Gesundheit praktizieren, forschen, beraten oder die daran besonders interessiert sind. Die DTG ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Wissenschaftlicher Medizinischer Fachgesellschaften (AWMF).</p><p class="align-right">Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globalen Gesundheit e.V.</p><p>&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-64270</guid><pubDate>Tue, 08 Jun 2021 09:20:29 +0200</pubDate><title>Max-Bergmann-Medaille 2021 geht an Dr. Ingmar Hoerr von der Tübinger CureVac AG</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=64270&amp;cHash=3950243a0a773644a25ddbaac7391505</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Max-Bergmann-Kreis e.V. zur Förderung der Peptidforschung verleiht die Max-Bergmann-Medaille 2021 an Dr. Ingmar Hoerr (CureVac AG, Tübingen). In der Begründung würdigt die Jury damit die Leistungen von Dr. Hoerr, die bis auf seine Promotionsarbeit an der Eberhard-Karls-Universität zurückgehen, im Bereich der Entwicklung der messenger-RNA- (mRNA)-Impfstoffe als neuartigem Wirkstoffprinzip. Mit der Verleihung des Preises werden insbesondere die Beiträge von Dr. Hoerr ausgezeichnet, die die erste praktikable in-vivo-Vakzinierung mit mRNA zeigen. Mit der von Dr. Hoerr entwickelten Methode konnte der Einsatz von bis dato verwendeten zelltoxischen Hilfsstoffen (kationische Lipide) zur Stabilisierung der biochemisch sehr instabilen mRNA vermieden werden. Damit rückte die Anwendung der mRNA-Vakzinierung am Menschen in Reichweite und stellte sich als einfacher als gedacht heraus. Auch war es Dr. Hoerr, der das Potential dieser Methode für die Anwendung am Menschen erkannte, und die Firma CureVac AG im Jahr 2000 als zunächst kleines Biotech-Unternehmen gründete.</p><p>Die Jury betont, dass auch andere Gruppen wichtige Beiträge zur Transfektion von mRNA und auch zur Entwicklung verträglicher Impfstoffe geleistet hätten. Mit diesem Preis soll aber insbesondere die Überwindung der Verabreichungsproblematik und die prinzipielle Möglichkeit einer in-vivo-Anwendung mit dem Hervorrufen einer breiten und länger anhaltenden Immunantwort im Tiermodell besonders hervorgehoben werden.</p><p>Die erste erfolgreiche Immunisierung mit synthetischer mRNA stellt eine wirkliche Pionierleistung dar. Darüber hinaus hat es Dr. Hoerr erfolgreich verstanden diese Innovation in präklinischen und klinischen Studien für die Gesundheit von Menschen einzusetzen.</p><p>Zusätzlich zu der aktuellen Anwendung als mRNA-Vakzine gegen das SARS-CoV-2 Virus zur Impfung gegen die Infektionserkrankung COVID-19 gibt es ein weiteres Potential zum Schutz gegen andere virale Erkrankungen. Weitere Anwendungen zur Krebstherapie und zur Behandlung von Immunerkrankungen, z.B. Multiple Sklerose werden aktuell in klinischen Studien untersucht. mRNA-Impfstoffe sind eng mit der Peptidforschung verknüpft. Die mRNA ist die Vorlage, die bei der Synthese der Peptide und Proteine abgelesen und in das Aminosäurealphabet übersetzt wird. Dies lässt die RNA-Impfstoffe sogar als sicherer gegenüber Proteinen oder gar DNA erscheinen. Mit dieser Technologie können selektiv Komponenten, beispielsweise eines Virus, die als Angriffsziele für das Immunsystem dienen sollen, herausgegriffen werden. Die Peptid- und Proteinsynthese überlässt man dann der körpereigenen Biosynthesemaschinerie.</p><p>Der Max-Bergmann-Kreis e.V. ist ein gemeinnütziger Verein von Wissenschaftler*innen aus Akademie und Industrie. Bei einer jährlich stattfindenden Konferenz wird die Max-Bergmann-Medaille in Anerkennung einer herausragenden wissenschaftlichen Arbeit verliehen.&nbsp;</p><p>Mitteilung des <a href="http://www.max-bergmann-kreis.org/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Max-Bergmann-Kreises</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-63967</guid><pubDate>Fri, 28 May 2021 14:17:52 +0200</pubDate><title>Großkanzler der peruanischen USIL-Universität besucht Tübingen</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=63967&amp;cHash=45eb7ae18508bb6741b3ac3143ed4e5f</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Großkanzler der Universidad San Ignacio de Loyola (USIL) in Lima, Dr. Ramiro Salas Bravo, hat der Universität Tübingen einen Besuch abgestattet. Begleitet wurde er von dem peruanischen Botschafter, S.E. Elmer Schialer, und dem Direktor des Weltethos-Instituts, Prof. Dr. Ulrich Hemel.</p><p>Im großen Senat traf die Delegation auf Rektor Prof. Dr. Bernd Engler, Prof. Dr. Monique Scheer, Prorektorin für Internationales und Diversität, Prof. Dr. Josef Schmid, Dekan der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät, sowie Dr. Christine Rubas, Leiterin des Dezernats Internationale Beziehungen.&nbsp;</p><p>An der zweisprachigen USIL-Universität sind rund 35.000 Studierende in insgesamt 45 Fächern eingeschrieben. Ramiro Salas berichtete von Plänen, eine School of Government and Public Management mit einem „Institut für demokratische Transformation“ zu etablieren. Zu den geplanten internationalen Kooperationen hierfür gehöre der bestehende Kontakt zum Tübinger Weltethos-Institut.</p><p>Auch die Universität Tübingen und die USIL-Universität könnten künftig enger zusammenarbeiten: Eine Kooperation sei mit den internationalen Studiengängen der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen-Fakultät denkbar, sagte der Rektor, aber auch im Themenbereich des interdisziplinären „Centre for Global South Studies“. Zudem würde sich die Universität Tübingen freuen, wenn sich peruanische Studierende am <a href="https://uni-tuebingen.de/international/studierende-aus-dem-ausland/erasmus-und-austausch-nach-tuebingen/tue-vipp/#c1134174" target="_blank" class="internal-link" title="Link zum Programm Tübingen - Virtual Intercultural Pre-Package (Tü-VIPP)">Programm Tü-VIPP (Tübingen - Virtual Intercultural Pre-Package)</a> beteiligten: Dieses bietet Studierenden weltweit kostenlose Online-Kurse zu deutscher Sprache und Kultur und dient als Plattform für interkulturellen Austausch.&nbsp;</p><p class="align-right">Antje Karbe</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forum</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-62578</guid><pubDate>Fri, 23 Apr 2021 15:50:36 +0200</pubDate><title>Südwestmetall-Förderpreis für Dr. Tomke Jerena Augustin</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=62578&amp;cHash=f9446f0a29ee055855cd9302191cbe5a</link><description>Nachwuchswissenschaftlerin der Universität Tübingen für Dissertation ausgezeichnet</description><content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Tomke Jerena Augustin ist eine von neun Nachwuchswissenschaftlern aus Baden-Württemberg, denen am 16. April 2021 bei einer Online-Veranstaltung in Stuttgart der Förderpreis des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall verliehen wurde. Augustin erhielt die Auszeichnung für ihre Dissertation an der Universität Tübingen zu dem Thema „Multicultural and Multilingual Employees: Bridging Activities, Cognitive Schemas, and Social Capital Formation“, sie wurde&nbsp;am Lehrstuhl International Business von Professor Markus Pudelko promoviert.</p><p>Die Dissertation von Augustin befasst sich mit multikulturellen sowie multilingualen Beschäftigten, die in einem internationalen Umfeld arbeiten. Grundgedanke der Arbeit ist, dass Angehörigen dieser beiden Gruppen über besondere Qualifikationen verfügen, die für Unternehmen große Bedeutung haben können. So können sie beispielsweise als Brückenbauer zwischen Kollegen verschiedener Kulturen und Muttersprachen fungieren.</p><p>Mit dem Förderpreis würdigt Südwestmetall seit über 30 Jahren herausragende Leistungen des wissenschaftlichen Nachwuchses an den neun baden-württembergischen Landesuniversitäten. An jeder Universität wird ein mit 5.000 Euro dotierter Südwestmetall-Förderpreis ausgelobt. Die Preise werden jährlich auf Vorschlag der Universitäten für wissenschaftliche Arbeiten vergeben, die für die industrielle Arbeitswelt oder deren sozialpolitische Rahmenbedingungen von Bedeutung sind.&nbsp;</p><p>„Die Wissenschaft ist als Transformationsgestalter von besonders großer Bedeutung für unseren Wirtschaftsstandort“, betonte der Südwestmetall-Vorsitzende Wilfried Porth bei der Veranstaltung. Generell müssten die an Hochschulen erlangten wissenschaftlichen Erkenntnisse aber noch schneller in marktgängige Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle überführt werden, sagte er: „Dafür brauchen wir eine echte Transferkultur und eine Stärkung der Netzwerke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.“&nbsp;</p><p class="align-right">Pressemitteilung Südwestmetall</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-62080</guid><pubDate>Wed, 14 Apr 2021 09:53:58 +0200</pubDate><title>Theoriepreis der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft für Dr. Matthias Händler</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=62080&amp;cHash=476c45e6dd6e433ad5f123b34b169345</link><description>Tübinger Medienwissenschaftler für Dissertation ausgezeichnet</description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Theoriepreis der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) geht 2021 an Dr. Matthias Händler. Ausgezeichnet wird seine Dissertation Zeichen – Erkenntnis – Kommunikation. Entwurf eines semiotischen Konstruktivismus exemplifiziert anhand der Frage „Was ist ein Bild?“. Matthias Händler war Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Tübinger Graduiertenkolleg „Ambiguität – Produktion und Rezeption“.&nbsp;</p><p>Martina Thiele, Professorin für Medienwissenschaft mit dem Schwerpunkt Digitalisierung und gesellschaftliche Verantwortung an der Universität Tübingen, übergab als Vorsitzende der Jury den Preis und unterstrich in ihrer Laudatio die Relevanz der ausgezeichneten Studie für die Visuelle Kommunikationsforschung: „Zugleich ist Händlers Ansatz eines Semiotischen Konstruktivismus auf Texte im weitesten Sinne anwendbar und bietet &nbsp;– mit Blick auf digitale Kommunikation und Multimodalität – überaus nützliches und bestens aufbereitetes Theoriewissen.“</p><p>Matthias Händlers Dissertation wurde betreut von Professor Dr. Klaus Sachs-Hombach vom Institut für Medienwissenschaft und Professorin Dr. Britta Stolterfoht vom Deutschen Seminar. Das zentrale Anliegen der Studie ist die Entwicklung eines universellen Erklärungsmodells durch die Kombination des Radikalen Konstruktivismus von Ernst von Glasersfeld mit der Semiotik von Charles S. Peirce. Die Kernthese der Studie lautet dabei, dass sich die Geschichte der Erkenntnistheorie als die Geschichte der Semiotik verständlich machen lässt und dass sich zahlreiche Fragen wie zum Beispiel „Was ist ein Zeichen?“, „Was ist ein Medium?“ oder „Was ist Kommunikation?“ nur sinnvoll in der Auseinandersetzung mit den oft in der Medien- und Kommunikationswissenschaft implizit bleibenden epistemologischen Grundlagen beantworten lassen. Um dies zu plausibilisieren, wird der Entwurf eines semiotischen Konstruktivismus in der Auseinandersetzung mit den Prämissen und Verschränkungen der beiden Dichotomien Rationalismus und Empirismus bzw. Realismus und Antirealismus entwickelt. Die Fruchtbarkeit des daraus resultierenden Modells wird exemplarisch anhand der umstrittenen Frage »Was ist ein Bild?« verdeutlicht. Vor diesem Hintergrund werden auch die gängigen Theorien des Bildes und der visuellen Kommunikation einer kritischen Analyse unterzogen. Die Arbeit liefert somit einen Überblick der zahlreichen Positionen innerhalb der Zeichen-, Erkenntnis- und Kommunikationstheorie und legt dar, warum diese drei Bereiche untrennbar zusammenhängen.</p><p class="align-right">Martina Thiele</p><ul><li><a href="https://www.dgpuk.de/de/theoriepreis.html" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Homepage Theoriepreis</a></li></ul>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-61972</guid><pubDate>Mon, 12 Apr 2021 13:40:53 +0200</pubDate><title>Prof. Dr. Harald Floss zum Präsidenten der Hugo Obermaier - Gesellschaft gewählt</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/article/prof-dr-harald-floss-zum-praesidenten-der-hugo-obermaier-gesellschaft-gewaehlt/</link><description>Apl. Prof. Dr. Harald Floss (Abteilung Ältere Urgeschichte und Quartärökologie) wurde am 8. April 2021 zum Präsidenten der Hugo Obermaier-Gesellschaft gewählt.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Die 1951 gegründete Gesellschaft ist der traditionsreiche Zusammenschluss der deutschsprachigen Steinzeit-Archäologen, die sich insbesondere der Erforschung des Paläolithikums und Mesolithikums sowie den umwelt- und klimageschichtlichen Bedingungen des Eiszeitalters verpflichtet fühlen. Die Gesellschaft trägt ihren Namen zu Ehren von Hugo Obermaier (1877–1946), der als deutscher Prähistoriker in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts einer der ersten europäisch agierenden Steinzeitforscher war. Seit über 50 Jahren gibt die Gesellschaft die Fachzeitschrift Quartär heraus.</p>]]></content:encoded><category>Geowissenschaft-Aktuell</category><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-61732</guid><pubDate>Wed, 07 Apr 2021 13:17:36 +0200</pubDate><title>Hans Küng, Wissenschaftler – Kirchenreformer – Visionär</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=61732&amp;cHash=51848fc6f3a8d7202add334d71e1fd08</link><description>Zum Tod des berühmten Schweizer Theologen Prof. Hans Küng</description><content:encoded><![CDATA[<p>Hans Küng lebte und arbeitete seit 1960 in Tübingen und verhalf der Universität zu großen internationalen Ansehen. 1928 in Sursee (Schweiz) geboren, wird er in Rom zum katholischen Theologen ausgebildet und zum Priester geweiht. Doch die Begegnung mit Person und Werk des großen protestantischen Theologen Karl Barth lässt ihn schon früh zu einem leidenschaftlichen Ökumeniker werden, der seither für die Überwindung der seit der Reformation bestehenden Kirchenspaltung arbeitet. Bahnbrechend schon die 1957 erschienene Dissertation zur Rechtfertigungslehre bei Karl Barth, einem Herzstück protestantischer Theologie. Als 32jähriger übernimmt Küng 1960 den Lehrstuhl für Fundamentaltheologie an der katholisch-theologischen Fakultät in Tübingen, 1964 den für Dogmatik und Ökumenische Theologie. Im selben Jahr gründet er das Institut für ökumenische Forschung, dessen Direktor er bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1996 bleibt. Von höchster Dramatik ist für ihn die Jahreswende 1979/80. Der Bischof von Rottenburg entzieht ihm auf massiven römischen Druck hin die kirchliche Lehrerlaubnis. Doch getragen in seinen Reformanliegen von großen Teilen des Kirchenvolks gelingt es Küng, zeit seines Lebens seine Stellung und seinen Ruf als katholischer Theologe zu behaupten.</p><p>In einer ersten Schaffensperiode (bis 1970) arbeitet Küng an Kernfragen der christlichen Ökumene und der innerkatholischen Reform. In Auseinandersetzung mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil, an dem er als peritus mit hohem persönlichem Einsatz mitwirkt, entwirft er ein biblisch begründetes, partizipations- und ökumenefähiges Verständnis von Kirche. Darin sind schon seine Anfragen an das Dogma von der päpstlichen Unfehlbarkeit angelegt. Küng macht es für die Reformunfähigkeit des katholischen Lehramtes verantwortlich und eröffnet darüber 1970 mit einer aufsehenerregenden Veröffentlichung eine breite internationale Diskussion. Der Konflikt mit dem römischen Lehramt spitzt sich zu. Doch seine theologische Grundlagenarbeit bestärkt Küng in der Überzeugung, dass die kirchentrennenden Fragen zwischen Katholiken und Protestanten heute theologisch lösbar und die noch nicht gelösten nicht mehr kirchentrennend sind. Seither hält er eine Anerkennung der Kirchen der Reformation, eine wechselseitige Abendmahlsgemeinschaft und eine Reform des Papsttums als ökumenischem Petrusdienst für überfällig.</p><p>In einer zweiten Arbeitsperiode in den siebziger und achtziger Jahren sieht sich Küng mit Grundfragen konfrontiert, die aus einer weitgehend säkularen Gesellschaft grundsätzlich an Gottesglauben und Christsein gestellt werden. Nach Vorarbeiten zu Hegels Christologie entwirft er in einem beim großen Publikum höchst erfolgreichen Buch „Christ sein“ (1974) ein zur praktischen Nachfolge anstiftendes Jesusbild „von unten“. In „Existiert Gott?“ (1978) versucht er eine umfassende, philosophisch und theologisch reflektierte Auseinandersetzung mit der Gottesfrage der Neuzeit mit dem Ziel, im Wissen um die Einwände der klassischen Religionskritik ein „Ja zu Gott“ argumentativ zu begründen. Wie nur wenige Theologen hat Küng ein untrügliches Gespür für Themen der Zeit und die Fähigkeit, Lebensfragen der Menschen zu Wissenschaftsfragen und Wissenschaftsfragen zu Lebensfragen zu machen. So sind seine Bücher nicht Produkte des Zeitgeistes, sondern Ausdruck wacher Zeitgemäßheit.</p><p>Ab Mitte der achtziger Jahre kommt eine dritte Phase theologischer Grundlagenforschung hinzu. Nicht zuletzt motiviert durch zahlreiche Reisen in nichtchristliche Länder und Kontinente, widmet sich Küng jetzt immer mehr den Fragen, die aus der Welt der Weltreligionen gestellt werden. Ohne Abstriche an seinem Glauben als Christ zu machen, wendet er sich den einzelnen Weltreligionen zu und stellt sie in einen globalen, politisch relevanten Zusammenhang. Seine Arbeit stellt er unter die Leitworte:</p><ul><li>Kein Frieden unter den Nationen ohne Frieden unter den Religionen.</li><li>Kein Frieden unter den Religionen ohne Dialog zwischen den Religionen.</li><li>Kein Dialog zwischen den Religionen ohne Grundlagenforschung in den Religionen.</li></ul><p>Drei Stufen dieser Arbeit bauen aufeinander auf und greifen ineinander über: In den ersten Jahren schafft Küng sich in Kooperation mit Religionswissenschaftlern vergleichende Zugänge zu den einzelnen Weltreligionen. In einem öffentlichkeitswirksamen TV-Projekt erarbeitet er eine systematisch und pädagogisch geordnete Gesamtübersicht über den Kosmos der Religionen. In drei Monografien legt er umfassende, theologisch reflektierte Darstellungen der monothetischen Religionen Judentum, Christentum und Islam vor. Schon früher hatte er die Theorie vom Paradigmenwechsel auf Geisteswissenschaften und Kulturen übertragen. Jetzt arbeitet es sie genauer aus und macht die genannten Religionen damit vergleichbar.</p><p>Diese intensive vergleichende Forschungsarbeit an den Religionen geht bruchlos in eine vierte Schaffensperiode über, die vom „Projekt Weltethos“ geprägt ist. Sie beginnt 1990 mit einer entsprechenden Programmschrift, führt 1995 zur Gründung der gemeinnützigen Stiftung Weltethos, expandiert weltweit durch die Entstehung weiterer Weltethos-Initiativen und wird 2011 mit Gründung des Weltethos-Instituts auch institutionell an die Tübinger Universität gebunden – gefolgt 2012 von der Gründung eines chinesischen Weltethos-Instituts an der Peking-Universität. Als ein Höhe- und Ausgangspunkt für die weitere Forschungsarbeit kann die Erklärung zum Weltethos gelten, die Küng im Auftrag des Parlaments der Weltreligionen ausarbeitet und 1993 in Chicago verabschiedet wird. In ihr zeigt sich, dass alle Weltreligionen in einer grundlegenden Forderung der Menschlichkeit (Humanitätsregel) und Wechselseitigkeit (Goldene Regel) und in vier grundlegenden Weisungen übereinstimmen, die, wenn ernst genommen, eine Kultur der Kooperation von Religiösen und Nichtreligiösen und die Entwicklung des Weltfriedens fördern könnten.&nbsp;</p><p>Diese vier ineinander übergehenden Schaffensperioden sind über die Jahrzehnte eines überaus reichen Lebens von vielfältigen anderen Themen begleitet. Fragen der Kirchenreform bleiben ebenso gegenwärtig wie philosophische Weltanschauungsfragen, das Verhältnis von Naturwissenschaften und Glauben ebenso wie Fragen von Literatur und Ästhetik, insbesondere der Musik. Zusammen mit Walter Jens führt Küng in den 1980er Jahren das Studium Generale an der Tübinger Universität zu neuem Ansehen und Erfolg. Im Oktober 2011 wird in Berlin das von Küng konzipierte, von Jonathan Harvey komponierte Oratorium „Weltethos“ aufgeführt. In drei großen Bänden legt Küng schließlich seine Lebenserinnerungen vor, die jetzt schon von hohem zeit- und kirchengeschichtlichem Interesse sind. Ihm war es vergönnt, bis ins hohe Alter hinein gesund und kreativ zu bleiben. Noch in seiner letzten, schon von einer irreversiblen Krankheit überschatteten Lebensphase plädierte Küng für das Recht auch eines Christenmenschen, sein Leben aus eigener Verantwortung vor Gott und den Menschen selbstbestimmt zu beenden, wenn es als erfüllt zu betrachten ist.&nbsp;</p><p>In der medialen Öffentlichkeit ist Küng nicht selten auf das Bild des bloßen Kirchen- und Papstkritikers reduziert worden. Doch seine seit 2015 mit Dr. Stephan Schlensog herausgegebenen, auf insgesamt 24 Bände konzipierten „Sämtlichen Werke“ zeigen ein anderes Bild: Er verstand sich, ein Leben lang geprägt und inspiriert durch ein Reformkonzil, als Erneuerer der Kirche. Die Enttäuschung über die nachkonziliare Reformunwilligkeit machte ihn zu einem scharfen Kritiker der Kirchenleitungen und des römischen Systems. Kaum ein katholischer Theologe hat so konsequent und hartnäckig die unvollendete Reformagenda des Konzils in Erinnerung gerufen und ihre konsequente Weiterführung eingeklagt. Sein Haus in Tübingen wird zum Treffpunkt von in- und ausländischen Gästen, darunter Bischöfe, Publizisten, Wissenschaftler und Politiker. Seine große Leidenschaft für die Wissenschaft und seine schier unerschöpfliche Energie bei der Umsetzung von Projekten bezog Küng nicht zuletzt aus der christlichen Vision einer weltweiten Versöhnung, die er in den Kirchen, unter den Religionen und zwischen den Staaten fördern will. Dass ihn ausgerechnet die Leitung seiner eigenen Kirche abstrafte und ausgrenzte, wird sich umso mehr als ein Armutszeugnis erweisen, als die Öffentlichkeit inner- und außerhalb der Wissenschaft seine Visionen zur Ökumene, zum interreligiösen Dialog und zum Weltfrieden teilt, aus denen große Teile der katholischen Erneuerungsbewegung schon jetzt leben.</p><p class="align-right">Prof. Dr. Hermann Häring<br> Prof. Dr. Karl-Josef Kuschel</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-59065</guid><pubDate>Tue, 26 Jan 2021 12:44:01 +0100</pubDate><title>Mischa Meier erhält den WISSEN!-Sachbuchpreis 2021 der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft </title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=59065&amp;cHash=b3d802d9190e4674704823ff6251ba32</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Tübinger Althistoriker Mischa Meier&nbsp;ist für sein Buch „Geschichte der Völkerwanderung“ (Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung, C.H. Beck, 2019) mit dem WISSEN!-Sachbuchpreis der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft (wbg) ausgezeichnet worden. Die Preisverleihung fand am 23. Januar live bei Deutschlandfunk Kultur in der von Christian Rabhansl moderierten Sendung „Lesart“ statt. Der Preis ist mit 44.000 Euro der höchstdotierte deutschsprachige Sachbuchpreis.</p><p>„Die Jury zeichnet ein Werk aus, das sowohl wissenschaftlich exzellent ist als auch dieses Wissen einer interessierten Öffentlichkeit in hervorragender Weise vermittelt. Damit ist Meiers Buch ein Beispiel dafür, wie historisches Wissen uns helfen kann, die Gegenwart besser zu verstehen und aktuelle Veränderungen unserer Gesellschaften einordnen zu können.“, sagte der Jury-Vorsitzende Hubert Wolf.</p><p>Dirk Beenken, geschäftsführender Direktor der wbg, ergänzt: „Das Buch von Mischa Meier liefert historisch fundiertes Wissen über die Völkerwanderung und Migration als wichtiges Korrektiv für Parolen und Fake News über unser Verständnis von Völkern und Staaten. Die Gemeinschaft der 85.000 wbg-Mitglieder wird dies zum Anlass für Austausch und Diskussionen nehmen.“</p><p>Jury-Mitglied Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, würdigt das Werk in seiner Laudatio (in voller Länge unter <a href="http://wbg-wissen-preis.de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">wbg-wissen-preis.de</a>): „Hier liegt ein Standardwerk vor, das die Forschung in den kommenden Jahren nachhaltig beeinflussen wird. Der ungeheuerliche Stoff wird nicht nur dargestellt, sondern bewältigt; darüber hinaus ist das Buch glänzend geschrieben. Der wbg als Wissenscommunity gehört das Verdienst, ein solches Buch, das nun mit dem WISSEN!-Sachbuchpreis ausgezeichnet wird, für die historisch interessierte Allgemeinheit sichtbar zu machen.“</p><p>Die Preisträgerinnen und Preisträger des »WISSEN! Sachbuchpreiseses der wbg für Geisteswissenschaften« werden unter Einbeziehung von Leserinnen und Lesern der wbg, des Handels sowie einer Jury ermittelt, der die Kulturwissenschaftlerin Prof. Dr. Aleida Assmann, Dr. Peter Frey (ZDF), Jürgen Kaube (FAZ), Prof. Dr. Hermann Parzinger (Stiftung Preußischer Kulturbesitz) sowie Prof. Dr. Hubert Wolf (Universität Münster) angehören.</p><p>Mischa Meier ist nach dem Arabisten Thomas Bauer (2019) der zweite Preisträger des Sachbuchpreises der wbg. Die weiteren Shortlist-Kandidaten Ulrike Ackermann (Das Schweigen der Mitte, wbg Theiss), Kübra Gümüşay (Sprache und Sein, Hanser Berlin), Jürgen Habermas (Auch eine Geschichte der Philosophie, Suhrkamp) sowie Ilko-Sascha Kowalczuk (Die Übernahme, C.H. Beck) erhalten je 1000 Euro Preisgeld.</p><p>Die wbg fördert Wissenschaft, Bildung und Kultur. Mit einer Fördersumme von über 1 Million EUR ist sie eine der wichtigsten geisteswissenschaftlichen Institutionen im deutschen Sprachraum. Ihre Community verleiht Geisteswissenschaften eine starke und unabhängige Stimme in der gesellschaftlichen Diskussion. Unterstützt wird die wissenschaftliche Arbeit an Hochschulen durch Forschungsprojekte und Publikationen. Über die Online-Plattform <a href="http://wbg-community.de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">wbg-community.de</a> lädt die wbg Leser*innen und Autor*innen zu Vernetzung und Austausch ein. Die Bücher der wbg gibt es im Handel, bei 45 Partnershops sowie online unter <a href="https://www.wbg-wissenverbindet.de/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">wbg-wissenverbindet.de</a>. Der »WISSEN! Sachbuchpreis der wbg für Geisteswissenschaften« wird getragen vom Förderverein »Wissen verbindet e.V.«. Er finanziert sich aus Erlösen der wbg sowie Spenden. Ausgezeichnet wird eine deutschsprachige Originalveröffentlichung, die einen herausragenden Beitrag zu den Geistes- oder Sozialwissenschaften leistet, anschaulich für ein breites Publikum geschrieben ist und gesellschaftlich relevante Fragen behandelt.</p><p class="align-right"><a href="https://www.wbg-wissenverbindet.de/aktuelles/blog/meldungen/mischa-meier-erhaelt-wissen-sachbuchpreis-der-wbg?ici=Startseite-Topthema" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Aus einer Pressemitteilung der wbg</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-58426</guid><pubDate>Mon, 11 Jan 2021 13:15:42 +0100</pubDate><title>Physik: Dr.-Friedrich-Förster-Preis für Lukas Fiderer</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=58426&amp;cHash=1c5d59eb88158596f5348acebaf6a2fd</link><description>Ausgezeichnete Dissertation untersucht, wie quantenmechanische Effekte zur Erhöhung der Empfindlichkeit von Sensoren beitragen können</description><content:encoded><![CDATA[<p>Im Jahr 2020 hat die Universität Tübingen zum bereits 36. Mal den Dr.-Friedrich-Förster-Preis verliehen. Dieser Preis richtet sich an Nachwuchswissenschaftler aus den Gebieten Physik und physikalische Chemie. Damit geehrt werden besonders herausragende und anwendungsorientierte Arbeiten, die während der letzten drei Jahre in Tübingen erstellt wurden. Verliehen wird der Preis üblicherweise im Rahmen der jährlich stattfindenden Kepler-Vorlesung innerhalb eines physikalisches Kolloquiums.&nbsp;</p><p>Der Corona-Pandemie geschuldet, fand die Preisverleihung für das Jahr 2020 nun unter Ausschluss der Öffentlichkeit am 14.12.2020 statt. In diesem Jahr ging der Dr.-Friedrich-Förster-Preis an Dr. Lukas Fiderer für seine Dissertation zum Thema „New Concepts in Quantum Metrology: Dynamics, Machine Learning, and Bounds on Measurement Precision“. Der Preis wurde vom Prodekan der Mathematisch Naturwissenschaftlichen Fakultät, Herrn Professor József Fortágh, überreicht. &nbsp;</p><p>Das Thema der ausgezeichneten Dissertation ist im Bereich Quantenmetrologie, einem Teilgebiet der theoretischen Physik angesiedelt, mit dem Ziel quantenmechanische Effekte zur Erhöhung der Empfindlichkeit von Sensoren auszunutzen. Nach ausführlichen theoretischen Untersuchungen einer neuen Art quantenchaotischer Sensoren, hat sich Lukas Fiderer in seiner Arbeit mit Machine Learning und einem Alkalidampf-Magnetometer beschäftig. Für letzteres konnte er zeigen, unter welchen Bedingungen sich die Empfindlichkeit weiter steigern lässt, was auch in eine Patentanmeldung zu diesem Thema mündete. Die Arbeit wurde von Prof. Daniel Braun vom Institut für theoretische Physik betreut.</p><p class="align-right"><em>Prof. Wilhelm Kley, Institut für Astronomie und Astrophysik, Universität Tübingen</em></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-58306</guid><pubDate>Mon, 28 Dec 2020 11:25:18 +0100</pubDate><title>Hans-Georg Rammensee mit Landesforschungspreis für Angewandte Forschung ausgezeichnet </title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=58306&amp;cHash=9edf3fca4a1fe407b74a82582f135cd3</link><description>Pionier auf dem Gebiet der T-Zell-Immunologie: Bahnbrechende Forschung zu Immuntherapien durch Peptide bei Krebserkrankungen und Virusinfektionen</description><content:encoded><![CDATA[<p>Immunologen sind derzeit gefragt, ihre wissenschaftliche Meinung hat Gewicht. Professor Dr. Hans-Georg Rammensee vom Interfakultären Institut für Zellbiologie der Universität Tübingen ist einer von ihnen. Das Jahr 2020, das so sehr im Zeichen der COVID-19-Pandemie steht, ist auch für ihn ein außergewöhnliches. Aber mit der Erfahrung von 40 Jahren intensiver Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Immunologie blickt er anders auf die aktuellen Entwicklungen. Umfassender. Und trotz des hohen Aktualitätswerts nicht nur vom Ende her. Dass er in diesem Jahr mit dem Landesforschungspreis für Angewandte Forschung ausgezeichnet wird, freut Hans-Georg Rammensee doppelt: „Weil damit die Tübinger Forschungsleistungen im Bereich der T-Zell-Immunologie und der Impfstoffentwicklung der letzten Jahrzehnte gewürdigt werden. Außerdem ist dieser Preis eine schöne Gelegenheit, daran zu erinnern, dass die RNA-Vakzinierung vor über 20 Jahren in Tübingen entwickelt wurde.“</p><h3>Bahnbrechende und wegweisende Erkenntnisse in der Immunologie</h3><p>Schon seit den 1980er-Jahren beschäftigt sich Hans-Georg Rammensee mit der Erforschung der Interaktion von T-Zellen mit ihren Antigenen. Im Zentrum seiner Forschung stehen sogenannte Peptide (Proteinbruchstücke), die sich an der Außenhülle von Zellen befinden. Sie signalisieren dem Immunsystem, ob eine Körperzelle gesund oder krank ist. Die Immunreaktion gegen ein gegebenes Peptid wiederum hängt von der Peptidrezeptorspezifität der sogenannten MHC-Moleküle ab. Diese Peptide werden durch spezielle Rezeptoren – den beim Menschen sogenannten HLA-Molekülen – innerhalb der Zelle gebunden und anschließend auf der Zelloberfläche präsentiert. T-Zellen sind in der Lage, Veränderungen in den HLA-präsentierten Peptiden zu erkennen, also auch mutierte Peptide etwa im Falle einer Tumorerkrankung. Dies kann zu einer Aktivierung des Immunsystems und Elimination der Tumorzellen führen.&nbsp;<br><br> Da nun aber jeder Mensch eine andere HLA-Konstellation hat, fällt auch die Immunreaktion gegen das jeweilige Protein individuell unterschiedlich aus. Bei der Aufklärung der Präsentation von Peptiden auf der Zelloberfläche und deren Interaktion mit T-Zellen lieferte Hans-Georg Rammensee bahnbrechende und wegweisende Erkenntnisse. Sie bilden bis heute die Grundlage für komplexe – auch durch maschinelles Lernen erzeugte – Online-Algorithmen, die alle auf dem von Rammensee und seinem Team entwickelten Prototypen aufbauen. Sie bieten die Möglichkeit einer exakten Bestimmung der von T-Zellen erkannten Peptidantigene aus Viren und aus Tumorzellen.</p><h3>Eine starke Immunantwort gegen Krebs und Viren</h3><p>Dieses Verfahren ermöglicht eine individualisierte Immuntherapie bei Krebspatienten. Dabei werden die in einem Tumor stattgefundenen Veränderungen (z. B. Mutationen) jeweils individuell identifiziert und als Krebsantigene genutzt, um einen tumorspezifischen Impfstoff herzustellen. Für jeden Patienten wird dann eigens eine Zusammenstellung der in seinen Krebszellen veränderten Peptide hergestellt, mit denen er individuell immunisiert wird. Dadurch werden die Krebszellen für das Immunsystem sichtbar und können durch dieses auch bekämpft werden.&nbsp;<br> Die von Hans-Georg Rammensee und seinem Team initiierten Peptidvakzinierungsstudien gegen das Prostatakarzinom und das Nierenzellkarzinom deuten bereits auf mögliche klinische Erfolge hin. „Im Ergebnis haben wir es geschafft, die Prinzipien der Erkennung von virusinfizierten Zellen und von Krebszellen zu erarbeiten“, erklärt der Tübinger Forscher. „T-Zellen erkennen immer Peptide, also Fragmente von Proteinen, die auf körpereigenen Strukturen präsentiert werden. Mit solchen Peptiden kann man eine starke Immunantwort gegen Krebs und Viren erzeugen, wenn man einen wirksamen Impfverstärker nimmt, so wie wir ihn entwickelt haben.“</p><p>Dass das erwähnte Verfahren nicht nur bei Krebszellen, sondern auch bei Virusinfektionen funktioniert, wäre bis vor Kurzem nur einen Nebensatz wert gewesen – heute ist diese Erkenntnis für die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das SARS-CoV-2 Virus essenziell wichtig. Tatsächlich hat Hans-Georg Rammensee auch hier wichtige Pionierarbeit geleistet. Und zwar bereits vor über 20 Jahren, wie er erzählt: „1996 besprach ich mit Prof. Günther Jung, mal auszuprobieren, ob man auch mit RNA impfen kann. Dies wurde dann von unseren Doktoranden Ingmar Hörr und Reinhard Obst zum Erfolg gebracht, so dass Ingmar Hörr bereits 1998 auf einem internationalen Kongress in New Delhi davon berichten konnte.“&nbsp;</p><h3>Von der Grundlagenforschung in die klinische Anwendung&nbsp;</h3><p>Damals wurde also die wissenschaftliche Basis für die mRNA-Impfstoffe geschaffen. Inzwischen wenden mehrere Firmen, darunter die von Rammensee mitgegründete CureVac N.V., das Verfahren an. Ein ganz anderer Ansatz ist es, mit genau denjenigen virusspezifischen Peptiden, die von den T-Zellen erkannt werden, zu immunisieren. Bisher waren Peptidimpfungen nicht effizient; werden die Peptide jedoch mit einem – ebenfalls in Tübingen – neu entwickelten Adjuvanz kombiniert, einem Zusatzstoff, der das Immunsystem gezielt und effektiv aktiviert, erhält man starke T-Zellantworten. Diese T-Zellen können dann virusindizierte Zellen abtöten sowie die B-Zellen zur Produktion von Antikörpern gegen das Virus anregen, wie das in einer klinischen Impfstudie gegen SARS-CoV-2 erprobt wird, die am 30. November begonnen hat. Im Mai 2020 berichtete Hans-Georg Rammensee, dass er selbst sich als „gesunder Freiwilliger“ zur Verfügung gestellt hat, um den Wirkstoff zu testen. Nach 19 Tagen wurden in seinem Blut „starke T-Zell-Antworten gegen Peptide aus SARS-CoV-2“ gemessen.</p><p>In Hans-Georg Rammensees wissenschaftlicher Arbeit sind die Grenzen zwischen Grundlagenforschung und Angewandter Forschung fließend. Sein Ziel ist es, Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung möglichst rasch in klinische Anwendung zu übertragen, um neue, innovative Therapieansätze und eine individualisierte Herstellung moderner, biologischer Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen oder für Immuntherapien zu entwickeln. So wurde auf sein Betreiben 2010 das „Good Manufacturing Practice Zentrum“ des Universitätsklinikums Tübingen eröffnet, in dem patientenindividuelle Impfstoffe und Antikörper gegen Krebserkrankungen entsprechend den europäischen Richtlinien für Arzneimittel hergestellt werden können. Auch die Entwicklung eines wirksamen mRNA-Impfstoffs gegen das SARS-CoV-2 Virus basiert maßgeblich auf den langjährigen Forschungen des Teams um Hans-Georg Rammensee.</p><h3>Würdigung jahrzehntelanger erfolgreicher Forschungsarbeit</h3><p>Nach Einschätzung der Jury des Landesforschungspreises ist Hans-Georg Rammensee „einer der weltweit führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der Antigenspezifischen Immunbiologie. Mit seiner Arbeit hat er wichtige Beiträge zur Immuntherapie bei Krebs geleistet und eine wichtige Basis für die Entwicklung der modernen personalisierten Medizin gelegt.“ Das Preisgeld will der Tübinger Immunologe für die Weiterentwicklung der personalisierten Krebsimmuntherapie durch die therapeutische Impfung mit krebsspezifischen Peptiden verwenden, „und zwar in einer klinischen Studie, bei der gleich sechs verschiedene Krebsarten bekämpft werden sollen, was sehr ungewöhnlich ist“, betont Hans-Georg Rammensee.&nbsp;</p><p><a href="https://mwk.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/landesforschungspreis-baden-wuerttemberg-2020/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Pressemitteilung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst vom 28.12.2020&nbsp;</a><br> &nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-58183</guid><pubDate>Mon, 21 Dec 2020 11:23:08 +0100</pubDate><title>Tübinger Physiker übernimmt neuen Vorsitz des Komitee Forschung mit Neuronen</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=58183&amp;cHash=b002a6c5a2e4b9897de87af7fecb4e5f</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Prof. Dr. Frank Schreiber (Universität Tübingen) ist der neue Vorsitzende des Komitee Forschung mit Neutronen (KFN) und Prof. Dr. Susan Schorr (Helmholtz-Zentrum Berlin/FU Berlin) ist die stellvertretende Vorsitzende.</p><p>Die Mitglieder des neu gewählten 12. Komitee Forschung mit Neutronen (KFN) haben Frank Schreiber zum Vorsitzenden und Susan Schorr zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Das KFN vertritt die Interessen von Neutronennutzenden in Deutschland gegenüber der Politik und den Forschungszentren. Es bildet ein Gremium, in dem alle wichtigen Forschungsbereiche und Interessengruppen vertreten sind: Nutzende, Forschungszentren, Projektträger und BMBF. In diesem Dialog entwickelt das Komitee Strategien und Strukturen, die die Forschung mit Neutronen in Deutschland fördern.</p><p>Das KFN hat kürzlich die Broschüre „Neutronenforschung in Deutschland für Wissenschaft und Gesellschaft“ herausgegeben, in der strategische Empfehlungen ausgesprochen und die Bedeutung des Forschungsbereichs dargestellt wird:&nbsp;<a href="https://www.sni-portal.de/de/Dateien/neutronenforschung-in-deutschland-fuer-wissenschaft-und-gesellschaft" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://www.sni-portal.de/de/Dateien/neutronenforschung-in-deutschland-fuer-wissenschaft-und-gesellschaft</a></p><p>Neutronen sind eine einzigartige Sonde zur Erforschung von Materie, die die beiden zentralen Fragen beantworten kann, „wo Atome sind“ und „was Atome tun“. Mit Neutronen können andere Dinge sichtbar und begreifbar gemacht werden als mit Röntgenstrahlung, und zwar von der Grundlagenforschung bis hin zur industriellen Anwendung. Das tiefere Verständnis der magnetischen Eigenschaften von Materialien führt zum Beispiel zu neuen, effektiven Speichermedien. Neutronen eignen sich ferner ideal für spektroskopische Fragestellungen, mit denen z. B. die Dynamik verschiedener Systeme untersucht werden kann. Wann immer Wasserstoff eine Rolle spielt, helfen Neutronen verstehen, was passiert – ob in der Erforschung von Alzheimer, Corona oder der Entwicklung von Brennstoffzellen. Und Neutronen durchdringen große Proben, ohne sie zu zerstören. Das macht man sich nicht nur im Flugzeugbau, sondern auch in der Archäologie zunutze.&nbsp;</p><p class="align-right"><em>Pressemitteilung der Öffentlichkeitsarbeit Forschung mit Synchrotronstrahlung, Neutronen und Ionenstrahlen an Großgeräten, Helmholtz-Zentrum Geesthacht@CAU Kiel</em></p><h3>Weitere Informationen:</h3><p><a href="https://www.sni-portal.de/de/nutzervertretungen/komitee-forschung-mit-neutronen" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://www.sni-portal.de/de/nutzervertretungen/komitee-forschung-mit-neutronen</a>&nbsp;<br><a href="https://www.sni-portal.de/de/nutzervertretungen/komitee-forschung-mit-neutronen/das-kfn-hat-einen-neuen-vorsitz-prof-dr-frank-schreiber-sprecher-und-prof-dr-susan-schorr-stellv" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://www.sni-portal.de/de/nutzervertretungen/komitee-forschung-mit-neutronen/das-kfn-hat-einen-neuen-vorsitz-prof-dr-frank-schreiber-sprecher-und-prof-dr-susan-schorr-stellv</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-57229</guid><pubDate>Mon, 23 Nov 2020 10:40:27 +0100</pubDate><title>Mathematik und mehr</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=57229&amp;cHash=bc75714971bda6787dda1b0049897d9f</link><description>Mathematiker, akademischer Lehrer, Kommunikator – Rainer Nagel wurde 80</description><content:encoded><![CDATA[<p>„Stupor Mundi“ – Das „Staunen der Welt“, so wurde von seinen Zeitgenossen der Stauferkaiser Friedrich II. vor über 800 Jahren wegen der Vielseitigkeit seiner wissenschaftlichen und künstlerischen Interessen und Fähigkeiten genannt. Erstaunlich ist jedoch auch die Vielfalt und die Prägekraft des akademischen Wirkens unseres Jubilars und spektakulär war so manche der von ihm initiierten Aktivitäten.&nbsp;</p><p>Friedrich war geprägt vom Geist des Mittelalters und brachte an seinem Hof verschiedene Kulturen und Wissenschaften zusammen. Rainer Nagel ist geprägt vom politischen und kulturellen Aufbruch der 68er-Jahre – begonnen hatte er das Studium der Mathematik im Jahr 1960, also zu einer Zeit, in der sich die Kommilitonen noch mit „Sie“ anredeten, Krawatte und Anzug trugen und es noch Ordinarien gab. Und es war und ist ihm stets ein Herzensanliegen, über die Mathematik ins Gespräch zu kommen: mit ihrer eigenen Geschichte, mit anderen Disziplinen und vor allem mit seinen Studierenden und einer interessierten oder auch skeptischen Öffentlichkeit.&nbsp;</p><p>Ein Paradebeispiel dafür ist das „Spettacolo Svevo-Pugliese“, das „Schwäbisch-Apulische Spektakel“ zum 800. Geburtstag des Kaisers Friedrich, das er gemeinsam mit Studierenden konzipierte und 1994 auf einer Tournee durch Italien und Deutschland an vielen verschiedenen Orten aufführte. Friedrichs vielfältige wissenschaftliche Interessen, seine Wanderexistenz zwischen Italien und Schwaben und sein kritischer Geist sind einige Gemeinsamkeiten zwischen den beiden. Vor allem hatte es Rainer Nagel aber die rätselhafte, achteckige Architektur des von Friedrich erbauten <em>Castel del Monte</em>, dieser „steingewordenen Geometrie“, angetan. Und es gelang ihm, den Funken seiner Begeisterung auch auf seine Studierenden überspringen zu lassen. Basierend auf einem gründlichen Quellenstudium– musikalisch umrahmt und mit Spielszenen und Bildern ebenso unterhaltsam wie informativ – präsentierten sie die Geschichte des Kaisers, vor allem aber Mathematik, Naturwissenschaften und Philosophie an seinem Hof. Für dieses, im Wortsinne universitäre Projekt, erhielt er 1995 den Lehrpreis Baden-Württemberg.</p><p>Entstanden ist dieses „Spektakel“ aus einem Seminar im Wintersemester 1992, das Rainer Nagel unter dem Titel „Mathematik und Kunst“ angekündigt hatte. Auf die Frage des Dekans, was die Beziehung zwischen Mathematik und Kunst sei, hatte er nur geantwortet: „Das Wort und“. Trotz manch skeptischer Bemerkung seiner Kollegen war das Vertrauen in die Kreativität seiner Studierenden durchweg ein Schlüssel zum Erfolg seiner Projekte.&nbsp;</p><p>Dieses Seminar startete im Februar 1993 mit zwanzig Studierenden und Gästen mit einer einwöchigen Seminarreise nach Rom. In zahlreichen Vorträgen und bei mathematischen Spaziergängen durch die <em>Ewige Stadt</em> konnten die fließenden Übergänge zwischen Wissenschaft und Kunst erlebt werden. Seither öffnet jedes Jahr im Februar Rom Studierenden der Mathematik ihre Tore für ein Bildungserlebnis ganz eigener Art: Die Tübinger Romseminare waren zur Welt gekommen. Einzige Voraussetzung für eine Teilnahme ist die Bereitschaft, über den Tellerrand der Mathematik hinaus zu blicken und sich auf fremdes Terrain locken zu lassen. Seit einigen Jahren gestaltet Rainer Nagel die Seminare gemeinsam mit ehemaligen Schülern, die inzwischen selbst als Professoren tätig sind. So vereinen die Romseminare inzwischen alljährlich Studierende aus allen vier Himmelsrichtungen – Dresden, Kiel, Siegen und Tübingen – für eine Woche in der italienischen Hauptstadt. Die Romseminare sind „Sahnehäubchen“ für alle, die die ganze Vielfalt ihres Faches bedenken und erleben möchten und für die akademische Bildung mehr ist als nur eine reine Ausbildung.</p><p>Die vielen weiteren Initiativen Rainer Nagels für die Lehre – etwa die Seminarreihe „Mathematik und Sport“, das seit über zwanzig Jahren regelmäßig stattfindende internationale Internetseminar und seine Beiträge zur Kinderuni – können nur erwähnt werden.&nbsp;</p><p>Rainer Nagel hat – außer seinem hier beschriebenen Engagement für die Lehre – im Laufe seiner Lehr- und Forschungstätigkeit über 200 Diplom- und Masterarbeiten betreut, 68 Doktoranden haben bei ihm promoviert, von denen 32 jetzt an Universitäten tätig sind, in China, Deutschland, Italien, Marokko, USA und Vietnam. In fünf Monographien stellt er gemeinsam mit seinen Schülern seine Forschungsgebiete dar, die Theorie abstrakter Evolutionsgleichungen und die Ergodentheorie. Er ist Herausgeber mathematischer Zeitschriften, war Vizepräsident der Tübinger Universität, Fraktionsvorsitzender der SPD im Horber Gemeinderat, Vorsitzender des ASV Horb und ist weiterhin leidenschaftlicher Rennradfahrer. Und auch immer noch betreut er Doktoranden und hält jedes Semester eine Vorlesung, derzeit allerdings Corona bedingt nur online. &nbsp;</p><p>Die regelmäßigen Treffen im Hause Nagel, etwa die jährliche Weihnachtsfeier, wurden stets von seiner Frau Ursula unterstützt. Diese Feiern haben wesentlich dazu beigetragen, persönliche und langanhaltende Beziehungen mit seinen Studierenden aufzubauen und zu pflegen. Dass es nun in diesem Jahr zu seinem 80. Geburtstag kein akademisches Kolloquium mit fröhlichem Fest und vielen Gästen von nah und fern geben wird, steht natürlich im krassen Widerspruch zu Rainer Nagels Anliegen. Einen passenden Anlass für ein Fest zu finden, war allerdings für ihn noch nie ein Problem. Es wird sich also – so Gott will – in naher Zukunft bestimmt eine neue Gelegenheit ergeben.&nbsp;</p><p class="align-right"><em>Ulrich Groh (Tübingen) &amp; Gregor Nickel (Siegen)</em></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-55958</guid><pubDate>Tue, 03 Nov 2020 11:55:00 +0100</pubDate><title>Mathematik als Mission </title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=55958&amp;cHash=189e2821e521cd382d902df894838a69</link><description>Zum neunzigsten Geburtstag des Tübinger Mathematikers Helmut R. Salzmann</description><content:encoded><![CDATA[<p>Am 3. November 2020 feiert der Tübinger Mathematiker Helmut Reiner Salzmann seinen neunzigsten Geburtstag. Er erlebt ihn im Vollbesitz seiner geistigen Schärfe und Präsenz, wie es wenigen gegönnt ist. Salzmann kann auf ein erfülltes Leben als Mathematiker, der bis in die jüngste Zeit hochproduktiv war, sowie als Hochschullehrer und als Mitgestalter der Mathematik an der Universität Tübingen zurückblicken. Von diesem Leben soll hier die Rede sein.</p><p>Nach dem Studium in Freiburg und Tübingen promovierte er in Tübingen 1957 bei dem Geometer Günther Pickert mit einer Arbeit, die sich vom Vorbild des Doktorvaters recht weit entfernte. Anschließend wurde er Assistent bei dem einflussreichen Geometer und Gruppentheoretiker Reinhold Baer in Frankfurt und habilitierte sich dort 1961. Den Ruf auf das Ordinariat in Tübingen nahm er 1967 an und wirkte hier trotz eines ehrenvollen Rufes nach Frankfurt (1974) bis zu seiner Emeritierung 1998. Er unterhielt &nbsp;enge Verbindungen mit zahlreichen Mathematikern im In- und Ausland, darunter zwei Kollegen in Los Angeles, bei denen er zweimal lange Forschungsaufenthalte verbrachte.&nbsp;</p><p>Helmut Salzmann hat sich immer als Vertreter der ganzen Mathematik gesehen, nie als der eines einzelnen Spezialgebiets. Das entsprach seinem offenen Sinn und seinem Werdegang. Er hat sich ein ungewöhnlich umfassendes Bild der Mathematik verschafft, unter anderem dadurch, dass er als junger Mann häufig auf eigene Faust an verschiedensten Spezialtagungen am Mathematischen Forschungsinstitut in Oberwolfach teilnahm. So kann er bei sehr vielem mitreden, und seine breite Bildung kommt ihm bei seiner Forschung sehr zugute, weil sie ihm Methoden aus unterschiedlichsten Gebieten an die Hand gibt. In seiner Lehre machte sich dies durch ein breit gefächertes Bukett von Vorlesungsthemen bemerkbar. Seine erste Vorlesung in Tübingen, Analysis für Studienanfänger, erregte Aufsehen, weil sie kompromisslos einen hochmodernen Zugang verfolgte, womit er bei den einen Widerspruch und bei den anderen Begeisterung auslöste. Sein Vorlesungsstil war scheinbar sehr langsam, aber hochkonzentriert, ausgefuchst und effizient. Die Notizen, die er sich dafür mitbrachte, standen auf winzigen Zetteln in Stenographie und waren nur für Eingeweihte lesbar. &nbsp;Seine Universalität prädestinierte ihn auch zum Herausgeber von Fachzeitschriften und Organisator internationaler Tagungen; in beiden Bereichen war er intensiv tätig.&nbsp;</p><p>Auch seine Seminare hatten einen besonderen Stil, der von seinem Lehrer Baer beeinflusst war, und er hatte stets eine treue Hörerschar, die alle seine Veranstaltungen aufmerksam verfolgte. Als Staatsexamenskandidat, Diplomand, Doktorand oder Habilitand wusste man sich bei ihm bestens aufgehoben; man wurde mit Anregungen versorgt und intensiv beraten, hatte einen großen Freiraum und wurde vor allen Widrigkeiten beschützt. So kam es, dass er zahlreiche Absolventen auf allen Stufen zu verzeichnen hat, nicht zuletzt 18 Doktoranden (für die Mathematik eine große Zahl), von denen 10 später eine Professur erlangten.</p><p>Helmut Salzmann hat sich stets mit hohem Verantwortungsbewusstsein für das Ganze der Mathematik in Tübingen engagiert. Er wirkte ausgleichend bei Interessenkonflikten unter den Kollegen, führte intensive Gespräche mit allen und bekleidete mehrfach die Ämter des Dekans und des Institutsdirektors. Während eines Dekanats wurde der bedeutende Gruppentheoretiker Helmut Wielandt emeritiert, und der damalige Kultusminister Wilhelm Hahn, ein Theologe, wollte die für Algebra vorgesehene Stelle einsparen. Salzmann fragte ihn, ob er sich eine theologische Fakultät ohne Alttestamentler vorstellen könne. Die Stelle blieb erhalten. Sehr charakteristisch für Helmut Salzmann ist sein Umgang mit Mitarbeitern in Sekretariat, Bibliothek und Verwaltung. Er begegnete ihnen stets als Menschen und mit Respekt, verlangte nichts unmögliches und nahm sie gegen Anfeindungen in Schutz. Er versäumte nie, sich für Hilfe zu bedanken und konnte sicher sein, dass ihm das bei künftigen Anliegen zugute kommen würde.</p><p>Im Zentrum von Salzmanns Forschungsinteresse stehen alternative geometrische Welten. Die gewöhnlichen Geometrien sind eng verbunden mit Zahlsystemen, die als Koordinaten verwendet werden, nämlich den reellen Zahlen, den komplexen Zahlen und zwei "hyperkomplexen" Zahlsystemen. Zu jedem Zahlsystem gehört eine projektive Ebene, das ist eine Geometrie, in der zwei Geraden immer einen Schnittpunkt haben. Diese projektiven Ebenen sind extrem symmetrisch. Seit über hundert Jahren kennt man nun Beispiele von Geometrien, die durch Abwandlung der gewöhnlichen entstehen und nicht mehr ganz so symmetrisch, aber immer noch interessant sind. Salzmann hat sich zum Lebensprogramm gemacht, einen vollständigen Überblick über alle hinreichend schönen (das heißt hier, symmetrischen) solchen Alternativgeometrien zu gewinnen. Er konnte kaum ahnen, wie schwierig das werden würde. Es hat ihn tatsächlich sein ganzes Leben lang höchste Anstrengung gekostet, aber man kann heute sagen, dass er sein Ziel erreicht hat. Wesentliche Beiträge dazu kamen auch von seinen zahlreichen Schülern, aber im eigentlichen Kerngeschäft, beginnend mit den einfachsten Fällen durch immer raffiniertere Verfeinerung äußerst delikater Methoden Schritt für Schritt bis zu den komplexesten Situationen vorzudringen, blieb er seinen Schülern bis zuletzt voraus. Wesentliche Schritte auf diesem langen Weg hat er noch in allerjüngster Zeit erzielt und veröffentlicht. Das ist eine Seltenheit in einem Fach, das nach Ansicht vieler seine wesentlichen Fortschritte nur unter 30-jährigen verdankt. Salzmann hat mit dieser Leistung &nbsp;ein eigenständiges Forschungsgebiet begründet, das viele Facetten aufweist und im gebräuchlichen Themenkatalog der Mathematik eine eigene Nummer trägt (für Kenner: Topologische Geometrie, 51H). Eine abgerundete Darstellung seines Lebenswerks veröffentlichte er 1995 gemeinsam mit Schülern in einer umfangreichen Monographie (Compact Projective Planes, bei De Gruyter). &nbsp;</p><p>Ein Nebenprodukt der Suche nach alternativen Geometrien waren Erkenntnisse über die oben erwähnten Zahlbereiche; dabei geht es um Erklärungen für die einzigartige Stellung, die diese Zahlsysteme in der Mathematik einnehmen. Seine Einsichten zu diesen Fragen hat er immer wieder in Vorlesungsreihen vermittelt und schließlich, wiederum zusammen mit Schülern, in einer weiteren bemerkenswerten Monographie dargestellt (The Classical Fields, bei Cambridge University Press, 2007).</p><p class="align-right">Rainer Löwen, Technische Universität Braunschweig</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-56428</guid><pubDate>Mon, 02 Nov 2020 12:09:53 +0100</pubDate><title>Südwestmetall-Förderpreis für Tübinger Nachwuchswissenschaftler</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=56428&amp;cHash=de34bdc14e93ac45469b3bfd639b8f8c</link><description>Dr. Albert Mukovskiy wird für seine Doktorarbeit an der Universität Tübingen ausgezeichnet</description><content:encoded><![CDATA[<p>Besondere Ehrung für den Tübinger Wissenschaftler Dr. Albert Mukovskiy. Der 50-jährige ist einer von acht Akademikern aus Baden-Württemberg, denen am Mittwoch der mit 5.000 Euro dotierte Förderpreis des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall verliehen wurde. Mukovskiy erhielt die Auszeichnung für seine Dissertation an der Universität Tübingen zum Thema „Computational Methods for Cognitive and Cooperative Robotics”.</p><p>In seiner Doktorarbeit beschäftigt sich Mukovskiy mit Verfahren zur Steuerung humanoider Roboter bzw. computergrafischer menschenähnlicher Modelle. Dabei entwirft er komplexe praxistaugliche Steuerungssysteme und liefert gleichzeitig höchst anspruchsvolle theoretische Beiträge zur Forschung in diesem Bereich.</p><p>Mit dem Förderpreis würdigt Südwestmetall seit über 30 Jahren herausragende Dissertationen des wissenschaftlichen Nachwuchses mit besonderer Bedeutung für die industrielle Arbeitswelt und deren sozialpolitischen Rahmenbedingungen. Der Südwestmetall-Vorsitzende Dr. Stefan Wolf lobte die große thematische Bandbreite der diesjährigen prämierten Dissertationen. In Richtung Landesregierung forderte er eine stärkere Unterstützung der Hochschulen bei der Digitalisierung ein: „Aufgrund der Corona-Pandemie ist das Sommersemester als digitales Semester angeboten worden. Auch das laufende Semester wird voraussichtlich überwiegend digital stattfinden. Die Erfahrungen daraus müssen nun genutzt werden, um auf dem Weg zu einem ‚Campus 4.0‘ ein großes Stück voranzukommen.“</p><p>Die Digitalisierung von Hochschullehrangeboten und der Studierendenservices sei allerdings sehr ressourcenintensiv, bemerkte der Arbeitgebervertreter. Die Landesregierung müsse die Hochschulen deshalb dabei finanziell noch stärker unterstützen, forderte Wolf: „Das Land hat dafür zwar bereits 40 Millionen Euro bereitgestellt. Dies gleicht aber lediglich den Mehrbedarf der Hochschulen für den Online-Studienbetrieb im Sommersemester aus. Für eine nachhaltige Digitalisierung der Hochschulen müssen die finanziellen Mittel verstetigt werden. Deshalb ist hier ein Digitalpakt mit längerer Laufzeit notwendig.“</p><p class="align-right">Pressemitteilung Südwestmetall</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-55411</guid><pubDate>Fri, 02 Oct 2020 10:38:29 +0200</pubDate><title>KI verantwortungsvoll entwickeln und anwenden: Plattform Lernende Systeme veröffentlicht Leitfaden </title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=55411&amp;cHash=5215d135a3a454ef9b0c790d90228442</link><description>Tübinger Medienethikerin Jessica Heesen beteiligt</description><content:encoded><![CDATA[<p>Künstliche Intelligenz (KI) kann den Alltag erleichtern, die Gesundheitsversorgung verbessern und bei der Lösung globaler Herausforderungen wie dem Klimawandel oder der Corona-Pandemie unterstützen. Inwieweit KI-basierte Systeme tatsächlich eingesetzt werden, hängt maßgeblich davon ab, ob die Menschen der Technologie vertrauen. Ethische Werte und Prinzipien spielen – zumindest in Europa – für die Entwicklung von KI daher eine zentrale Rolle.<br> &nbsp;<br> Die Plattform Lernende Systeme hat einen Leitfaden verfasst, wie sichere, nachvollziehbare und diskriminierungsfreie KI-Anwendungen entstehen können. Zum Autorenteam gehört auch Dr. Jessica Heesen vom <a href="/zh/forschung/zentren-und-institute/internationales-zentrum-fuer-ethik-in-den-wissenschaften/das-izew/" target="_blank">Zentrum für Ethik in den Wissenschaften</a> – sie leitet dort den Forschungsschwerpunkt „Medienethik und Informationstechnik“. &nbsp;Die Autorinnen und Autoren des Leitfadens haben sich mit der Problematik auseinander gesetzt und benennen konkrete Anforderungen und Praxisbeispiele für eine verantwortungsvolle KI-Entwicklung und -Anwendung in Unternehmen.</p><p>Wie nahezu alle technischen Innovationen birgt auch Künstliche Intelligenz Chancen wie Risiken – und wirft somit ethische und moralische Fragen auf. Ein KI-System kann beispielsweise beim Vorsortieren von Bewerbungen unterstützen – aber unter Umständen auch Kandidatinnen diskriminieren, weil in der Vergangenheit überwiegend Männer eingestellt wurden und das System mit diesen Daten trainiert wurde.</p><p>Viele Unternehmen und Institutionen, die KI-Systeme entwickeln und anwenden, sind sich der Bedeutung eines verantwortungsvollen Umgangs mit KI bewusst. Sie stehen jedoch vor der Herausforderung, abstrakte ethische Werte und Prinzipen wie die Diskriminierungsfreiheit oder Transparenz der KI-Systeme in die Praxis umzusetzen. Der Leitfaden „Ethik-Briefings“ der Plattform Lernende Systeme greift den “Ethics by, in and for Design“-Ansatz auf, den die Bundesregierung in ihrer KI-Strategie verfolgt.&nbsp;</p><p>„Unser Leitfaden dient Entwicklerinnen und Entwicklern sowie Anbietern von KI als Orientierung. Als Faustregel gilt: Je höher die Risiken durch den Einsatz eines KI-Systems sind, desto mehr Gewicht soll bereits im Entwicklungsprozess die Einhaltung ethischer Prinzipien haben“, erklärt Jessica Heesen, Leiterin des Forschungsschwerpunkts Medienethik und Informationstechnik am Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) der Universität Tübingen und Leiterin der Arbeitsgruppe IT-Sicherheit, Privacy, Recht und Ethik der Plattform Lernende Systeme. „So ist zum Beispiel bei einem KI-System in der öffentlichen Verwaltung, das über die Vergabe von Sozialleistungen entscheidet, ein sehr hohes Verantwortungsbewusstsein gefragt. Dabei muss allerdings klar sein, dass nicht immer alle Werte gleichzeitig realisiert werden können.“</p><p>Als übergeordnete Werte für eine verantwortungsvolle KI-Entwicklung nennen die Autorinnen und Autoren des Leitfadens Selbstbestimmung, Gerechtigkeit und den Schutz der Privatsphäre. „KI-Systeme sollten immer mit dem Ziel entwickelt und eingesetzt werden, zu ethisch legitimen Anwendungen beizutragen, idealerweise zur Förderung des Gemeinwohls“, so Mitautor Armin Grunwald, Professor für Technikphilosophie am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Leiter des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag. „Beim Einsatz von KI muss Schaden für Einzelpersonen, Gemeinschaften und Umwelt vermieden werden. Die Systeme müssen rechtskonform und technisch robust sein. Sie dürfen zu keinem Zeitpunkt ein unannehmbares Sicherheitsrisiko darstellen.“</p><p>Um die Selbstbestimmung der Nutzer zu gewährleisten, sollten Technologieunternehmen erklärbare KI-Systeme konzipieren, die Ergebnisse und Entscheidungen für den Nutzer nachvollziehbar machen. Die Autorinnen und Autoren empfehlen außerdem ein zentrales KI-Register, das in Kooperation zwischen Wirtschaft und öffentlicher Hand betrieben wird. KI-Anbieter sollen dort ihre Anwendungen eintragen, so dass sich Verbraucherinnen und Verbraucher darüber informieren können, in welche Produkte oder Dienstleistungen KI integriert ist. Zudem warnen die Autorinnen und Autoren vor einseitigen Abhängigkeitsverhältnissen zwischen KI-Entwicklern, -Anbietern und -Nutzern. Deshalb sollten die Unternehmen bei der Entwicklung offene Schnittstellen in ihre Systeme integrieren und sie interoperabel konzipieren, um die Vielfalt des Marktangebots zu erhalten.</p><p>Ein KI-System ist nur so gut wie die zugrunde liegenden Daten. Wichtig daher: Hersteller sollen bei der Entwicklung von KI-Systemen auf die Qualität der Trainingsdaten achten, deren Herkunft offenlegen und möglichst anonymisierte oder pseudonymisierte Datensätze verwenden, um diskriminierungsfreie und sichere KI-Systeme zu gestalten. Der Politik empfehlen die Autorinnen und Autoren, Standards festzulegen, die es ermöglichen, KI-Systeme zu zertifizieren und auditieren, und Einspruchsmöglichkeiten für betroffene Personen vorzusehen. Gleichzeitig sehen die Autorinnen und Autoren auch die Menschen selbst in der Verantwortung, sich vor der Nutzung über ein KI-System zu informieren und sorgfältig mit ihren Daten umzugehen.</p><p>Die Autorinnen und Autoren des Whitepapers <a href="https://www.plattform-lernende-systeme.de/files/Downloads/Publikationen/AG3_Whitepaper_EB_200831.pdf" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">"Ethik-Briefing: Leitfaden für eine verantwortungsvolle Entwicklung und Anwendung von KI-Systemen"</a> sind Mitglieder der Arbeitsgruppe IT-Sicherheit, Privacy, Recht und Ethik der Plattform Lernende Systeme.</p><p class="align-right">Mitteilung der Plattform Lernende Systeme</p><h3>Weitere Informationen:</h3><p><a href="https://www.plattform-lernende-systeme.de/publikationen.html" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Ethik-Briefing - Leitfaden für eine verantwortungsvolle Entwicklung und Anwendung von KI-Systemen</a> &nbsp;</p><p><a href="https://www.plattform-lernende-systeme.de/id-3-fragen-an-newsreader/verantwortung-in-der-technologie-entwicklung-wie-kommt-ethik-in-die-ki.html" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Drei Fragen an Jessica Heesen</a>&nbsp;&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forum</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-55387</guid><pubDate>Thu, 01 Oct 2020 14:40:34 +0200</pubDate><title>Prof. Dr. Thorsten Bohl in die Jury des Deutschen Schulpreises berufen</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=55387&amp;cHash=dadd65fdd45398989659f42663079f2e</link><description> </description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Erziehungswissenschaftler Thorsten Bohl, seit 2015 Direktor der <a href="/zh/einrichtungen/zentrale-einrichtungen/tuebingen-school-of-education-tuese/tuese/" target="_blank">Tübingen School of Education</a>, wurde für die kommenden vier Wettbewerbsjahre in die Jury des Deutschen Schulpreises berufen.</p><p>Mit dem Deutschen Schulpreis zeichnen die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung – gemeinsam mit der ARD und der ZEIT Verlagsgruppe – gute Schulen und ihre innovativen Schulkonzepte aus. Grundlage des Deutschen Schulpreises ist ein umfassendes Verständnis von Lernen und Leistung in den sechs Qualitätsbereichen Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulklima, Schulleben und außerschulische Partner sowie &nbsp;Schule als lernende Institution.&nbsp;</p><p>Die Jury und Vorjury des Deutschen Schulpreises setzen sich aus namhaften pädagogischen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis zusammen. Im Rahmen der jährlichen Ausschreibung des Deutschen Schulpreis wählen sie in einem mehrstufigen Auswahlverfahren gemeinsam die besten Schulen aus.&nbsp;</p><p>Weitere Informationen: <a href="https://www.deutscher-schulpreis.de/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://www.deutscher-schulpreis.de/</a>&nbsp;</p><p class="align-right">Mitteilung der&nbsp;Tübingen School of Education</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forum</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-54865</guid><pubDate>Tue, 08 Sep 2020 15:10:32 +0200</pubDate><title>Mathias Jucker erhält internationale Auszeichnung</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=54865&amp;cHash=97ef20666a5901f7fa4f58371d74d535</link><description>Der Tübinger Alzheimerforscher teilt sich den International Prize for Translational Neuroscience der Gertrud Reemtsma-Stiftung mit der Dänin Maiken Nedergaard und dem Briten Roy Weller</description><content:encoded><![CDATA[<p>Professor Mathias Jucker vom Hertie-Institut für klinische Hirnforschung und vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen erhält gemeinsam mit der Dänin Maiken Nedergaard und dem Briten Roy Weller den diesjährigen International Prize for Translational Neuroscience. Der Preis der Gertrud Reemtsma-Stiftung wird für besondere Leistungen in der neurologischen Grundlagenforschung vergeben und ist mit 60.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet am 10. September 2020 in Köln statt.</p><p>In Deutschland leben etwa 1,5 Millionen Menschen mit einer Alzheimer-Demenz, die noch nicht angemessen behandelt werden können. Die Krankheit entsteht durch Beta-Amyloid-Ablagerungen im Gehirn. Weil der Abtransport des Beta-Amyloids mit zunehmendem Alter immer schlechter funktioniert, sterben mehr und mehr Nervenzellen ab. Die Preisträger haben entdeckt, wie Abfallstoffe aus dem Gehirn entsorgt werden und wie die bei der Entsorgung anfallenden Hirnflüssigkeiten für die Früherkennung der Alzheimer-Demenz genutzt werden können.</p><p>„Durch Nedergaards und Wellers Arbeiten wissen wir, wie das Gehirn, das kein klassisches Lymphsystem besitzt, Beta-Amyloid und andere Abfallprodukte entsorgt“, begründet Professor Herbert Jäckle, Vorsitzender der Gertrud Reemtsma-Stiftung und emeritierter Direktor des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie in Göttingen, die Preisverleihung an die Laureaten. „Juckers Arbeiten zeigen, dass die Früherkennung der Erkrankung über Hirnflüssigkeiten und Blut möglich ist. Das sind bahnbrechende Entdeckungen. Die Arbeiten der Preisträger sind damit exzellente Beispiele für translationale Forschung. Gerade bei den komplexen Hirnerkrankungen brauchen wir Impulse aus der Grundlagenforschung“, so Jäckle weiter.</p><p>Jucker hat zuerst bei Mäusen und später bei Patienten gezeigt, dass Hirnflüssigkeiten verklumptes Beta-Amyloid und Reste der untergegangenen Nervenzellen enthalten. Das Auftauchen dieser Fragmente zeigt daher eine drohende Alzheimer-Demenz an und kann für die Früherkennung genutzt werden. Ein entsprechender Test ist von großer klinischer Bedeutung, weil die bisherigen Therapien vermutlich daran gescheitert sind, dass die Krankheit schon zu weit fortgeschritten ist, wenn das Vergessen diagnostiziert wird. Eine Behandlung, die Erfolg verspricht, muss wahrscheinlich sehr viel früher einsetzen als bisher.</p><p>„Da sich die Medizinische Fakultät der Universität Tübingen für eine gezielte Förderung von translationaler und klinischer Forschung einsetzt, freuen wir uns sehr, dass Professor Jucker diesen renommierten Preis erhält“, sagt Professor Bernd Pichler, Dekan der Medizinischen Fakultät. „Grundlagenforschung muss zweckfrei sein, aber sie sollte auch immer den Anspruch haben, neue und bessere Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten hervorzubringen. Diesem Anspruch stellen wir uns in Tübingen.“</p><p>Der Preis der Gertrud-Reemtsma-Stiftung wird treuhänderisch von der Max-Planck-Gesellschaft verwaltet.&nbsp;</p><p><strong>Zur Person:</strong></p><p>Professor Dr. Mathias Jucker studierte in Zürich Neurowissenschaften und promovierte 1988 an der ETH Zürich. Nach einem langen Forschungsaufenthalt am National Institute on Aging in den USA wechselte er an die Universität Basel. Seit 2003 ist er Professor für Zellbiologie neurologischer Erkrankungen in Tübingen und Direktor am Hertie-Institut für klinische Hirnforschung (HIH). Er leitet auch eine Forschungsgruppe am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und koordiniert in Deutschland das „Dominantly Inherited Alzheimer Network (DIAN)“. 2018 war er Gastprofessor an der amerikanischen Stanford University.</p><p class="align-right">Pressemitteilung des Hertie-Instituts für klinische Hirnforschung, des Universitätsklinikums Tübingen und des Deutschen Zentrums für neurodegenerative Erkrankungen</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-54778</guid><pubDate>Thu, 03 Sep 2020 12:00:00 +0200</pubDate><title>Drei neue Starting Grants des Europäischen Forschungsrats</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=54778&amp;cHash=98854e757fea1dad4a57f37efd2e1715</link><description>Projekte aus der Medizin, Biochemie sowie der Zell- und Molekularbiologie ausgezeichnet</description><content:encoded><![CDATA[<p>Eine Wissenschaftlerin und zwei Wissenschaftler haben für ihre Projekte an der Universität und dem Universitätsklinikum Tübingen Starting Grants des Europäischen Forschungsrats (ERC, European Research Council) eingeworben. Die Förderung von in der Regel bis zu 1,5 Millionen Euro ist jeweils auf einen Zeitraum von fünf Jahren angelegt. Dr. Judith Feucht, die vom Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York, USA, an das Universitätsklinikum Tübingen wechselt, will in dem Projekt „CARsen“ Krebsimmuntherapien weiterentwickeln. Dr. Christoph Ratzke vom Exzellenzcluster „Kontrolle von Mikroorganismen zur Bekämpfung von Infektionen“ erforscht in dem Projekt „BugDrug“ den Einsatz von Bakterien als Medikamente. Dr. Suayb Üstün vom Zentrum für Molekularbiologie der Pflanzen wird im Projekt „DIVERSIPHAGY“ die Rolle geregelter Abbau- und Recyclingprozesse in der Interaktion von Pflanzen und krankheitserregenden Mikroben untersuchen.</p><p>Der ERC, die Forschungsfördereinrichtung der Europäischen Union, vergibt Starting Grants an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit mehrjähriger Erfahrung nach der Promotion. Auswahlkriterien sind exzellente wissenschaftliche Erfolge und das innovative Potenzial der Forschungsidee.</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-54643</guid><pubDate>Fri, 21 Aug 2020 13:48:31 +0200</pubDate><title>Forscherinnen aus Tübingen ausgezeichnet</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=54643&amp;cHash=42ebaf80c31bd5c116ff8cca0bf06b95</link><description>Die wissenschaftliche Grundlagenforschung von Professorin Dominique Lunter und Ziwei Zhang wurde mit dem Heinz-Maurer-Preis honoriert.

</description><content:encoded><![CDATA[<p>Für ihre herausragende Arbeit zum Thema Hautoberfläche und Umwelt sind Professorin Dominique Lunter und Dr. Ziwei Zhang mit dem Heinz MaurerPreis im Bereich der Grundlagenforschung geehrt worden. Seit 1996 vergibt das Unternehmen Sebapharma GmbH &amp; Co. KG den Heinz MaurerPreis im zwei Jahres Rhythmus, um den kontinuierlichen Fortschritt in der dermatologischen Wissenschaft zu fördern. Die Preisurkunden wurden in Tübingen von Dr. Daniel Rothoeft, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung von Sebapharma, und dem Jury-Vorsitzenden des Heinz MaurerPreises, Professor Wolfgang Gehring, übergeben.</p><h3>Grundlagenforschung über die Hautbarriere</h3><p>Mit der neuartigen Messmethode CRM (Konfokale Raman-Mikrospektroskopie), konnten die beiden Pharmazeutinnen nachweisen, wie häufig verwendete Formulierungen und Inhaltsstoffe (u.a. DAC Basiscreme und ihre Emulgatoren) auf die hauteigenen Lipide in der Hornschicht wirken. Damit haben die zwei Forscherinnen, die am Institut für Pharmazeutische Technologie der Universität Tübingen arbeiten, grundlegende neue Erkenntnisse gewonnen. Diese können künftig angewendet werden, um auf der Haut aufgetragene Präparate wirksamer und verträglicher zu machen: Denn sowohl bei medizinischen Salben und Cremes, als auch bei Kosmetika ist eine möglichst geringe Schädigung der Hautbarriere erstrebenswert. Die CRM-Messung bietet für Untersuchungen an der Hautbarriere Vorteile gegenüber bisher verwendeten Methoden.</p><h3>Einfluss dermatologischer Stoffe auf die Barrierefunktion</h3><p>In der Arbeit von Dominique Lunter und Ziwei Zhang wird mithilfe der CRM-Messung die Wirkung von häufig verwendeten Formulierungen untersucht. Dazu zählt z. B. die DAC Basiscreme – die häufig als Grundlage für die Herstellung von dermatologischen Arzneimitteln verwendet wird – genauso wie verbreitet eingesetzte Emulgatoren. Emulgatoren stabilisieren Mischungen wasserlöslicher und wasserunlöslicher Komponenten, wie sie in den pharmazeutischen Formulierungen, aber auch in kosmetischen Cremes und Lotionen verwendet werden. Sie können die Barrierefunktion der hauteigenen Lipide in der Hornschicht beeinflussen. Veröffentlicht wurde die Arbeit unter dem Titel „Confocal Raman microspectroscopy as an alternative to differential scanning calorimetry to detect the impact of emulsifiers and formulations on stratum corneum lipid conformation“, im European Journal of Pharmaceutical Sciences (2018).</p><h3>Messungen an Hautbarriere zukünftig einfacher möglich</h3><p>Ob topische Arzneimittel oder auch Kosmetika die Hautbarriere schädigen können, wurde bislang durch sehr aufwendige Methoden untersucht. Deshalb war es Ziel der Arbeit, die Ergebnisse aus den CRM-Messungen mit der etablierten Dynamische Differenzkalorimetrie (DSC) zu vergleichen. Mit CRM konnte gezeigt werden, dass unterschiedliche Emulgatoren die Lipide der Hautbarriere in unterschiedlichem Ausmaß beeinflussen – wobei Polysorbate 60 und Cetylstearyl Alkohol die Lipidkonformation im Gegensatz zu den anderen untersuchten Emulgatoren nicht störten. Die Formulierungen mit diesen Emulgatoren verhielten sich ähnlich wie die Emulgatoren allein. Die Ergebnisse mit CRM korrelierten sehr gut mit denen der DSC. Somit haben Dominique Lunter und Ziwei Zhang mit ihrer Forschung eine zukunftsweisende Methode erprobt, mit der Messungen an der Hautbarriere zukünftig einfacher sind.</p><p>Dominque Lunter hat sich nach Ihrem Pharmaziestudium in Tübingen 2019 im Fach Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie habilitiert. Ihre Habilitationsforschung wurde vom Margarete-von-Wrangell-Habilitationsprogramm gefördert. Sie befasst sich mit der Entwicklung, Verbesserung und Evaluierung von Dermatika. Neben ihrer Lehrtätigkeit in Tübingen hielt sie eine Gastprofessur an der Paracelsus Medizinische Privatuniversität in Salzburg. Ziwei Zhang studierte an der China Pharmaceutical University in Nanjing und promovierte 2019 im Fachbereich Pharmazeutische Technologie der Universität Tübingen.<br> &nbsp;</p><h3>Über den Heinz Maurer-Preis</h3><p>Mit dem Heinz Maurer-Preis werden herausragende Leistungen in der dermatologischen Forschung gefördert, um zum kontinuierlichen Fortschritt der Wissenschaft beizutragen. Ausgezeichnet werden wissenschaftliche Publikationen zum Thema Hautoberfläche - Modulation von Hautstruktur und -funktion aus den Bereichen Grundlagenforschung und klinische Forschung. Damit unterstreicht die Sebapharma GmbH &amp; Co. KG, Hersteller von Hautreinigungs- und Pflegeprodukten mit dem pH-Wert 5,5, den Unternehmensgrundsatz „Wissenschaft für gesunde Haut“. Der Heinz Maurer-Preis wird seit 1996 im zwei Jahres Rhythmus verliehen. Initiator des Wissenschaftspreises war der 2016 verstorbene Arzt und Unternehmensgründer von Sebapharma Dr. med. Heinz Maurer.&nbsp;</p><p class="align-right">Pressemitteilung der Sebapharma GmbH &amp; Co. KG</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-53538</guid><pubDate>Thu, 09 Jul 2020 12:03:30 +0200</pubDate><title>DFG würdigt frühe Erfolge in den Geowissenschaften</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=53538&amp;cHash=96890123534b77e2a149255a83da5179</link><description>Tübinger Wissenschaftlerin Anja Allabar erhält Bernd Rendel-Preis 2020</description><content:encoded><![CDATA[<p>Für ihre vielversprechende und originelle geowissenschaftliche Forschung zu Beginn ihrer Laufbahn verleiht die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) den Bernd Rendel-Preis 2020 an Anja Allabar von der Universität Tübingen und Milad Asgarimehr vom Geoforschungszentrum Potsdam. Das hat eine Jury aus Mitgliedern der geowissenschaftlichen DFG-Fachkollegien entschieden. Anja Allabar erhält 2000 Euro aus der vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft verwalteten Bernd Rendel-Stiftung. Das Preisgeld soll ihr unter anderem die Teilnahme an internationalen Kongressen und Tagungen ermöglichen. Der Preis wird während der Jahrestagung der Deutschen Geologischen Gesellschaft – Geologische Vereinigung (DGGV) verliehen – wegen der Coronavirus-Pandemie allerdings erst 2021.&nbsp;</p><p>Anja Allabar (28) ist Diplom-Geowissenschaftlerin. Sie befindet sich im dritten Jahr ihres Promotionsprojekts, das an der Universität Tübingen betreut und gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Großbritannien, Italien, USA und Deutschland durchgeführt wird. Das ambitionierte Projekt will die komplexen Prozesse bei der Auslösung von Gasen aus wasserreichen Gesteinsschmelzen neu beschreiben, um die Abläufe bei explosiven Vulkanausbrüchen besser verstehen und die damit verbundenen Georisiken besser abschätzen zu können. In der Bearbeitung dieser wichtigen und herausfordernden Fragestellung ist Anja Allabar mithilfe der innovativen Verknüpfung von experimentellen Daten und thermodynamischen Konzepten bereits ein bahnbrechender Durchbruch gelungen. In vier weiteren Publikationen hat sie ebenfalls wichtige Impulse und Ideen beigetragen. Ihr werden herausragende Leistungen und maximales Potenzial für eine wissenschaftliche Karriere attestiert.</p><p>Die DFG verleiht den Bernd Rendel-Preis seit 2002 jährlich an noch nicht promovierte Absolventinnen und Absolventen der Geowissenschaften für wissenschaftliche Zwecke wie die Teilnahme an internationalen Kongressen und Tagungen. Die Preisgelder werden vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft verwaltet. Die Stiftung wurde in Erinnerung an den jung verstorbenen Geologie-Studenten Bernd Rendel durch seine Familie gegründet.</p><h3>Weiterführende Informationen</h3><p>Weitere Informationen zum Bernd Rendel-Preis sowie zu bisherigen Preisträgerinnen und Preisträgern unter:<br><a href="http://www.dfg.de/rendel-preis" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">www.dfg.de/rendel-preis</a></p><p>Medienkontakt:<br> Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der DFG, <span class="ut-icon ut-icon-phone-squared"></span> Tel. +49 228 885-2109, <a href="#" data-mailto-token="ocknvq,rtguugBfhi0fg" data-mailto-vector="2" class="mail">presse<span style="display:none">spam prevention</span>@dfg.de</a>&nbsp;&nbsp;</p><p>Ansprechperson in der DFG-Geschäftsstelle:<br> Dr. Ismene Seeberg-Elverfeldt, Gruppe Geowissenschaften, <span class="ut-icon ut-icon-phone-squared"></span>&nbsp;Tel. +49 228 885-2825,&nbsp;<br><a href="#" data-mailto-token="ocknvq,kuogpg0uggdgti/gnxgthgnfvBfhi0fg" data-mailto-vector="2" class="mail">ismene.seeberg-elverfeldt<span style="display:none">spam prevention</span>@dfg.de</a>&nbsp;&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-53184</guid><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 13:11:05 +0200</pubDate><title>IHK zeichnet 2020 gleich zwei Projekte des CCA-BW zum Technologietransfer aus</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=53184&amp;cHash=9ca7ac42874c4bb24d3152f5b9862b20</link><description>Christoph Berthold entwickelte in Unternehmenskooperationen Standards für den 3D-Druck bestimmter Bauteile sowie ein mobiles Analysegerät</description><content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Christoph Berthold ist am Donnerstag gleich zweifach mit dem Preis „Exzellenter Technologietransfer Neckar-Alb“ der Industrie- und Handelskammer Reutlingen ausgezeichnet worden. Die IHK würdigt damit praxisnahe Forschung, die in Zusammenarbeit mit Unternehmen innovative Produkte, Technologien und Dienstleistungen hervorgebracht hat. Der Leiter des Competence Center Archaeometry – Baden-Württemberg (CCA-BW) an der Universität Tübingen erhielt die Preise für ein Projekt, das Richtlinien für Bauteile aus dem 3D-Druck erstellt hatte, sowie für die Entwicklung einer mobilen Methodenkopplung, für vor-Ort-Materialanalysen bei Ausgrabungen, in Museen und in der Industrie. Die Preisübergabe fand mit der Eröffnung der Reutlinger Innovationstage am 25. Juni statt.</p><h3>Standard für maßgeschneiderte Produkte&nbsp;</h3><p>Christoph Berthold wurde für ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördertes ZIM-Kooperationsprojekt mit der Meister Strömungstechnik GmbH aus Wiesen bei Aschaffenburg ausgezeichnet. Das Unternehmen produziert und vertreibt Durchflussmesser für flüssige und gasförmige Medien im industriellen Einsatz. Diese werden teilweise mittels 3D-Druck-Verfahren hergestellt – so können individuelle, auf den Kunden zugeschnittene Produkte mit komplexen Strukturen und in geringen Stückzahlen produziert werden.&nbsp;</p><p>Die Wissenschaftler haben in Zusammenarbeit mit der Meister Strömungstechnik GmbH mit unterschiedlichen Prüf- und Analyseverfahren die strukturellen Eigenschaften von additiv gefertigten Bauteilen und Prüfkörpern aus unterschiedlichen Kunststoffen untersucht. Es zeigte sich, dass die strukturellen Eigenschaften der im 3D-Druck hergestellten Bauteile nicht denen konventionell hergestellter Bauteile entsprachen. Auch konnten die für den jeweiligen Einsatzzweck notwendigen Werkstoffeigenschaften nicht zuverlässig aus den dafür gebräuchlichen Prüfnormen abgeleitet werden. Das Team entwickelte deshalb normierte Prüfverfahren für Funktionsteile. Dies ermöglicht es nun, maßgeschneiderte Bauteile mit optimierten und angepassten Eigenschaften mit dem 3D-Druck herzustellen.&nbsp;</p><h3>Proben vor Ort analysieren</h3><p>In seinem zweiten Projekt, das seit 2016 vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) sowie der Exzellenzinitiative der Universität Tübingen gefördert wird, entwickelten die Wissenschaftler am CCA-BW zusammen mit der Helmut Fischer GmbH Institut für Elektronik und Messtechnik, ein kompaktes, mobiles Analysegerät, das u.a. bei Ausgrabungen eingesetzt werden kann. Das Gerät vereint erstmals drei hochauflösende und zerstörungsfreie Analysemethoden in einem kompakten Gehäuse und ermöglicht damit die gleichzeitige, nichtzerstörende und hoch ortsaufgelöste chemische und strukturelle Analyse beliebiger Proben, so dass archäologische Artefakte, Kunstobjekte oder Industrieprodukte beispielsweise in der inline-Prozessüberwachung untersucht werden können. Erst dadurch kann modernste Analysetechnik auch dann eingesetzt werden, wenn Objekte nicht in das Labor gebracht werden können oder eine invasive Probennahme nicht möglich ist. Und es spart zudem Zeit und Kosten: Bislang mussten Proben ins Labor geschickt werden und waren je nach Ausgrabungsort wochenlang unterwegs.</p><p>Weitere Preise der IHK gingen an Projekte der Hochschule Rottenburg und der Hochschule Reutlingen. Die Faktoren Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Qualitätssicherung spielten für Unternehmen eine wichtige Rolle, sagte Dr. Wolfgang Epp, Hauptgeschäftsführer der IHK Reutlingen. „Die Wissenschaftler leisten mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag dafür, dass Betriebe ihre eigenen Anforderungen, die ihrer Kunden sowie die gesetzlichen Vorgaben erfüllen können."&nbsp;</p><h3>Hintergrund</h3><p>Die IHK würdigt mit dem Preis "Exzellenter Technologietransfer Neckar-Alb" seit 2014 Forscher aus der Region Neckar-Alb für ihren konkreten Einsatz beim Technologietransfer. Dr. Tobias Adamczyk, Technologietransfermanager des IHK-Instituts für Wissensmanagement und Wissenstransfer organisiert seit 2014 diese Auszeichnung.<br> Die Preisträger werden von einer Jury aus Wirtschaft und Wissenschaft ermittelt. In der Jury saßen in diesem Jahr: Professor Günter Rexer, ehemaliger Rektor der Hochschule Albstadt-Sigmaringen, Professor Georg Obieglo ehemaliger Präsident der Hochschule Reutlingen, Prof. Dr. Gerhard Gruhler, ehemaliger Vize-Präsident der Hochschule Reutlingen für den Themenbereich Forschung, Frank Ganssloser, Geschäftsführer Avat Automation GmbH, Dr. Jürgen Seyler, Geschäftsführer Automation of Things Europe GmbH, Dr. Steffen Hüttner, Geschäftsführer HB Technologies AG und Dr. Stefan Engelhard, Leiter des IHK-Instituts für Wissensmanagement und Wissenstransfer.&nbsp;</p><p>Infos zu den Reutlinger Innovationstagen unter <a href="https://www.innovationstage.de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://www.innovationstage.de</a>.</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-53121</guid><pubDate>Wed, 24 Jun 2020 15:54:48 +0200</pubDate><title>Tübinger Masterstudentin erhält Frauen-MINT-Award</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=53121&amp;cHash=6c070e8773650aaad9d58e1db16d283e</link><description>Mila Gorecki für Bachelorarbeit zur Identifikation von Quellen von Unfairness in algorithmischen Entscheidungen ausgezeichnet</description><content:encoded><![CDATA[<ul><li>English version&nbsp;<a href="https://cyber-valley.de/en/news/master-s-student-mila-gorecki-from-tubingen-receives-women-s-stem-award" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Master student Mila Gorecki from Tübingen receives Women’s STEM Award</a></li></ul><p>Mila Gorecki, Studentin des Internationalen Masterstudiengangs Machine Learning der Universität Tübingen, hat den Frauen-MINT-Award 2020 (MINT = Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) gewonnen. Sie erhält den Hauptpreis des Wettbewerbs für ihre herausragende Bachelorarbeit. Darin hat sie sich mit der Identifikation von Quellen von Unfairness in algorithmischen Entscheidungen befasst – und mit der Frage, wie deren Auswirkungen abgemildert werden können. Gorecki hat ihre Arbeit in der Gruppe von Philipp Hennig, Professor für Methoden des Maschinellen Lernens an der Universität Tübingen, geschrieben und wurde dabei von Alexandra Gessner betreut, Doktorandin in Hennigs Abteilung. Hennig ist Mitglied des Exzellenzclusters „Maschinelles Lernen: Neue Perspektiven für die Wissenschaft“ und stellvertretender Sprecher des Cyber Valley Executive Board.</p><p>Jan Hofmann, Vice President Top Program Lead AI der Deutschen Telekom, sagte in seiner Laudatio bei der virtuellen Preisvergabe: „Um ihre sehr herausfordernde Forschungsfrage anzugehen, musste Mila in fundamentaler Art die üblichen Annahmen hinterfragen, mit denen heute Systeme für maschinelles Lernen gebaut und optimiert, die dafür nötigen Daten aufbereitet werden. Sie musste diese Annahmen aus der Perspektive der Gerechtigkeit neu beleuchten und bewerten. Wir finden: Damit leistet Mila Gorecki nicht nur einen besonderen Beitrag im Forschungsfeld der künstlichen Intelligenz – sondern auch einen breiteren, gesellschaftlich sehr relevanten Beitrag.“</p><p>„Es ist superwichtig, seine Daten zu verstehen“, fasst Gorecki die Hauptaussage ihrer Arbeit zusammen. „Woher kommen die Daten, wie wurden sie generiert? Nur wenn man Antworten auf diese Fragen hat, kann man mögliche Quellen von Unfairness erkennen.“ Für das Thema hat Gorecki sich auch wegen seiner gesellschaftlichen Bedeutung entschieden. „Algorithmische Entscheidungen beeinflussen das Leben der Menschen tiefgreifend“, betont sie. Das Spektrum reiche von der Frage, wem welche Online-Werbung angezeigt wird, über die Bewertung der individuellen Kreditwürdigkeit bei Banken bis hin zur Strafverfolgung. „Es besteht die Gefahr, dass bestimmte Gruppen durch die Entscheidungen von Algorithmen benachteiligt würden“, sagt Gorecki – ein Thema, das mit dem zunehmenden Gebrauch von Algorithmen im Alltag weiter an Bedeutung gewinnen wird.</p><p>Der Frauen-MINT-Award wird gemeinsam von der Deutschen Telekom, dem Studierendenmagazin audimax Medien und der „Initiative MINT Zukunft schaffen“ verliehen. Geehrt werden Studentinnen, die eine Abschlussarbeit zu den Feldern Artificial Intelligence, Cloud, Cyber Security, Internet of Things oder Netze der Zukunft eingereicht haben. Der Hauptpreis ist mit 3.000 Euro dotiert.</p><p>„Der Preis ist für mich ein Ansporn, weiter in dieser Richtung zu forschen“, sagt Mila Gorecki. Sie hofft außerdem, eine Vorbildrolle einzunehmen. „Ich möchte junge Frauen motivieren, MINT-Fächer zu studieren, weil ich denke, dass Technologie die Gesellschaft langfristig mitgestalten wird. Traut Euch, gestaltet mit!“</p><p class="align-right">Theresa Authaler und Lennart Schmid</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-52485</guid><pubDate>Wed, 27 May 2020 11:50:07 +0200</pubDate><title>Innovationspreis 2020 der BioRegionen Deutschlands an Tübinger Forschungsteam</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=52485&amp;cHash=2d0a0915eda7003c8cb6cb0fa9a7d9e4</link><description>Auszeichnung für Entwicklung eines biogenen Herbizids auf Basis von Cyanobakterien, das synthetische Herbizide ersetzen könnte</description><content:encoded><![CDATA[<p>Bereits vor einem Jahr haben Mikrobiologen und Chemiker der Universität Tübingen einen Naturstoff entdeckt, der das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat und andere Totalherbizide ersetzen könnte: Das neu gefundene Zuckermolekül aus Cyanobakterien hemmt das Wachstum verschiedener photosynthetisch aktiver Organismen einschließlich Pflanzen, ist aber voraussichtlich für Menschen und Tiere ungefährlich. Die Studie wurde unter Leitung von Dr. Klaus Brilisauer, Professorin Stephanie Grond (Institut für Organische Chemie) sowie Professor Karl Forchhammer (Interfakultäres Institut für Mikrobiologie und Infektionsmedizin) durchgeführt. Sie wurde im Fachjournal Nature Communications veröffentlicht und das Zuckermolekül mittlerweile unter dem Namen 7dSh (7-desoxy-Sedoheptulose) europaweit patentiert.</p><p>Für die Entdeckung und erstmalige Beschreibung des biogenen Herbizids 7dSh ist das Forschungsteam der Universität Tübingen mit seinem Projekt „Biogener Zucker als nachhaltiges Herbizid“ jetzt mit einem der drei Innovationspreise 2020 der BioRegionen Deutschlands ausgezeichnet worden. Mit dem Preis verbunden ist ein Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro, gestiftet von dem High-Tech-Gründerfond BioSpektrum sowie der Kanzlei Dehmel-Bettenhausen.</p><p>Das weltweit meist verwendete Herbizid ist das synthetische Glyphosat. Der Wirkstoff ist jedoch durch mögliche Nebenwirkungen auf Mensch und Umwelt, aber auch aufgrund des vermehrten Auftretens von Glyphosat-resistenten Unkräutern, zunehmend in die Kritik geraten. Bislang gibt es jedoch für Landwirte und andere Anwender keine wirklich nachhaltige Alternative zu synthetischen Herbiziden wie Glyphosat. Für das in Tübingen entwickelte natürliche Zuckermolekül 7dSh mit seiner vielversprechenden herbiziden Eigenschaft ist dagegen ein rascher mikrobieller Abbau und geringe Ökotoxizität zu erwarten. Dies ließ sich in ersten, vorläufigen Tests bereits belegen.&nbsp;</p><p>In den nächsten drei Jahren soll unter der Federführung von Professor Dr. Klaus Harter vom Zentrum für Molekularbiologie der Pflanzen (ZMBP) der Universität Tübingen der Wirkstoff 7dSh weiterentwickelt werden bis hin zur Marktreife. In einer hochschulübergreifenden Zusammenarbeit mit Begleitung eines Innovationsmentors aus der Agrarwirtschaft wird untersucht, ob die vielversprechenden Ergebnisse aus dem Labor auf die Anwendung im Freiland übertragen werden können. Des Weiteren muss die Produktion und Anwendungsform von 7dSh optimiert werden, um ausreichende Mengen zu wirtschaftlich interessanten Kosten herstellen zu können. Hierzu wurde ein Förderantrag beim BMBF gestellt. Wenn dieser Antrag bewilligt und das Projekt erfolgreich werde, stehe einer Lizensierung des neuen, biogenen Herbizids an Unternehmen nichts mehr im Weg, so Klaus Harter.</p><p class="align-right"><a href="https://www.biodeutschland.org/de/innovationspreis-2020.html" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Pressemitteilung des&nbsp;Arbeitskreises der BioRegionen Deutschlands</a></p><h3>Publikation:</h3><p>Klaus Brilisauer, Johanna Rapp, Pascal Rath, Anna Schöllhorn, Lisa Bleul, Elisabeth Weiß, Mark Stahl, Stephanie Grond, Karl Forchhammer. Cyanobacterial antimetabolite 7-deoxy-sedoheptulose blocks the shikimate pathway to inhibit the growth of prototrophic organisms. Published in Nature Communications (February 1st, 2019). DOI: 10.1038/s41467-019-08476-8</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-52311</guid><pubDate>Tue, 19 May 2020 15:46:41 +0200</pubDate><title>Dr. Dr. Carsten Köhler und Dr. Meral Esen im Lenkungsausschuss der „Vernetzungsplattform Forschung für Globale Gesundheit“</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=52311&amp;cHash=2ccd128ebc25d078dddbe30d05cc802e</link><description>Tübinger Tropenmediziner in Steering Committee gewählt</description><content:encoded><![CDATA[<p>Am 1. Februar 2020 hat das Bundesforschungsministerium (BMBF) den Startschuss für die „Vernetzungsplattform Forschung für Globale Gesundheit“ (German Alliance for Globale Health Research) gegeben. Zu den Gründungsmitgliedern gehören Dr. Dr. Carsten Köhler und Dr. Meral Esen vom Institut für Tropenmedizin der&nbsp;Universität&nbsp;Tübingen, sie wurden jetzt von den Mitgliedern des neuen Netzwerks in das interdisziplinäre Steuerungsgremium (Steering Committee) gewählt.&nbsp;</p><p>Die in der Plattform gebündelte Forschungsexpertise aus ganz Deutschland soll dazu beitragen, weltweite Gesundheitsprobleme zu lösen und insgesamt den deutschen Beitrag zur globalen Gesundheitsforschung zu steigern. Auch die Förderung der sektorübergreifenden Forschungszusammenarbeit im Bereich globale Gesundheit in Deutschland und die Unterstützung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern in diesem Bereich ist Ziel der Initiative des BMBF. Das Netzwerk besteht im Moment aus über 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und wird vom BMBF mit mehr als drei Millionen Euro gefördert.</p><p>Dr. Dr. Carsten Köhler und Dr. Meral Esen leiten am Universitätsklinikum Tübingen auch die Fokusgruppe Tübingen „Globale Gesundheit / Global Health“, die im April 2019 eingerichtet wurde. Ihr Ziel ist die umfassende Erforschung von Fragestellungen, die für die Gesundheit von Populationen in unterschiedlichen Umwelten relevant sind.&nbsp;</p><p class="align-right">Maximilian von Platen</p><h3>Links:</h3><ul><li><a href="http://www.globalhealth.de/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Homepage&nbsp;German Alliance for Globale Health Research</a></li><li><a href="https://www.bmbf.de/de/gebuendelte-expertise-fuer-globale-gesundheit-10783.html" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Pressemitteilung des BMBF zur Gründung der German Alliance for Globale Health Research</a></li><li><a href="https://www.medizin.uni-tuebingen.de/de/das-klinikum/einrichtungen/kliniken/medizinische-klinik/tropenmedizin/forschung/fokusgruppe-globale-gesundheit" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Homepage&nbsp;Fokusgruppe Tübingen „Globale Gesundheit / Global Health“</a></li></ul>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-52218</guid><pubDate>Mon, 18 May 2020 09:23:41 +0200</pubDate><title>Interview with Research Alumnus Dr. Zairong Xiang: “The emergence of the virus has unleashed a new strain of anti-Asian racism all over the world”</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/article/interview-with-research-alumnus-dr-zairong-xiang-the-emergence-of-the-virus-has-unleashed-a-new-strain-of-anti-asian-racism-all-over-the-world/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Research alumnus Dr. Zairong Xiang is currently undertaking a postdoctoral fellowship at the University of Potsdam. As of July 2020, he will take up the post of Assistant Professor of Comparative Literature and Associate Director of Art at Duke Kunshan University. He spends most of his time thinking and writing about the myriad ways in which the world has been understood and represented in different cultures, literatures, religions, and times.</p>]]></content:encoded><category>ForscherAlumni-Aktuell</category><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forum</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-52179</guid><pubDate>Thu, 14 May 2020 11:53:28 +0200</pubDate><title>Tübinger Absolventin erhält Preis für Mathematik-Lernspiel „Ganita“</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=52179&amp;cHash=574489badcca8ec3753e73676202a717</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Wie zerlege ich eine Zahl in ihre Primfaktoren? Wie kann ich verschiedene geometrische Figuren beschreiben und was nützt der Dreisatz im Alltag? Fragen wie diese beschäftigen Schülerinnen und Schüler im neuen Mathematik-Lernspiel „Ganita“. Entwickelt und erprobt wurde es von der Tübinger Doktorandin Anja Fetzer im Rahmen ihres Lehramtsstudiums gemeinsam mit Mathematik-Professorin Carla Cederbaum. Das Spiel darf kostenlos genutzt werden und steht zum <a href="https://imaginary.org/de/hands-on/ganita" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Download auf der Mathematik-Kommunikationsplattform IMAGINARY</a> zur Verfügung.</p><p>Ganita (Sanskrit für Mathematik) wurde als Brettspiel für Fünft- und Sechstklässler des Gymnasiums konzipiert. Während sich die Teams mit ihren Spielfiguren auf dem Spielbrett bewegen, müssen sie Aufgaben aus fünf verschiedenen Kategorien lösen. Neben Rechenfertigkeiten sind hier auch kreatives Denken, zeichnerischer und sogar pantomimischer Einsatz gefragt.&nbsp;</p><p>So stellen die Teams beispielsweise Begriffe wie „Kehrwert“ pantomimisch dar. Mit der physischen Komponente sollen Spielerinnen und Spieler tiefgehend aktiviert und motiviert werden: Nach der „Embodiment-Theorie“ haben auch sensorische und motorische Prozesse Einfluss auf unsere kognitiven Prozesse ‒ körperliche Aktivität kann also den Lernprozess beeinflussen. Andere Fragestellungen unterstützen kreative Problemlösung und beeinflussen die Haltung und Überzeugungen der Schülerinnen und Schüler zur Mathematik. Die Spielmechanismen fördern die Zusammenarbeit innerhalb der Teams und helfen, die Klasse intrinsisch zu motivieren.</p><p>Die Aufgaben orientierten sich sowohl am Bildungsplan Baden-Württembergs (2016) als auch an Problemen aus der außerschulischen mathematischen Welt, erklärt Anja Fetzer, die das Spiel bei Unterrichtseinsätzen an Tübinger Schulen erprobte. Sie stieß auf positives Feedback: „Ganita ist super!“, zog die Tübinger Lehrerin Adelheid Müller Bilanz. „Ich benutze die Spielkarten häufig als kurzweilige Ergänzung im Unterricht der Mittelstufe. Es regt zum Nachdenken und Diskutieren an. Die Lernenden haben Spaß damit. Vielleicht auch, weil es nicht einfach Regeln und Ergebnisse abfragt, sondern Sinnzusammenhänge wachsen lässt.“&nbsp;</p><p>„Die Aufgaben wiederholen und festigen Wissen und animieren die Schülerinnen und Schüler dazu, ihr Wissen in unterschiedlichen Kontexten anzuwenden“, sagt Anja Fetzer. „Dadurch erkennen diese die Relevanz von Mathematik in unserer Welt.“ Für ihre Arbeit wurde sie von der Deutschen Mathematiker-Vereinigung (DMV) als „Mathemacherin der Monate Mai und Juni 2020“ ausgezeichnet. Das Spiel hatte sie 2019 am Fachbereich Mathematik der Universität Tübingen gemeinsam mit Carla Cederbaum, Professorin für Differentialgeometrie und Mathematische Relativitätstheorie, fertig gestellt. Eine print-on-demand-Version von Ganita sowie Übersetzungen in andere Sprachen seien geplant. Aus aktuellem Anlass soll auch eine Corona-play@home-Version des Spiels ausgearbeitet werden. „Feedback zum Spiel ist herzlich willkommen“, sagt die Mathematikerin.</p><p>Zusätzlich entstand ein Begleitheft für Lehrkräfte, das Möglichkeiten aufzeigt, wie Ganita gewinnbringend im Unterricht eingesetzt werden kann (<a href="https://imaginary.org/sites/default/files/begleitheft.pdf)" target="_blank" rel="noreferrer">https://imaginary.org/sites/default/files/begleitheft.pdf)</a>. Außerdem steht auf der IMAGINARY-Seite unter „Download“ eine Enzyklopädie bereit, in der die im Spiel genannten Mathematikerinnen und Mathematiker vorgestellt und möglicherweise unbekannte Begriffe erklärt werden.</p><p class="align-right">Carla Cederbaum/Antje Karbe</p><p class="align-right">&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forum</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-52104</guid><pubDate>Tue, 12 May 2020 14:30:09 +0200</pubDate><title>Geoinformatikpreis für Dr. Andreas Braun</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=52104&amp;cHash=1e8cdc29cdbbc54c935f7374b9437a3b</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Andreas Braun hat den diesjährigen national ausgeschriebenen "Förderpreis Geoinformatik des Runden Tisch GIS e.V." in der Kategorie "Dissertationen" gewonnen. Herr Braun erhielt den Preis für seine Arbeiten zum Thema „Radar satellite imagery for humanitarian response. Bridging the gap between technology and application“. Er setzte sich sowohl im Punktesystem der Jurywertung als auch im Publikumspreis im Rahmen einer öffentlichen Abstimmung gegen die Mitbewerber/innen durch.</p><p>Seine Arbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz von Radarsatelliten zur Unterstützung humanitärer Arbeit. Er entwickelte Methoden zur Kartierung von Flüchtlingslagern und ihrer natürlichen Umwelt, welche humanitäre Organisationen fortan zur Informationsgewinnung und effektiven Planung ihrer Einsätze nutzen können. Anders als gewöhliche Satellitenaufnahmen können Radardaten auch bei Wolkenbedeckung aufgenommen werden. Sie ermöglichen so ein schnelles Reagieren im Krisenfall.</p><p class="align-right">Volker Hochschild</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forum</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-50697</guid><pubDate>Tue, 31 Mar 2020 10:40:17 +0200</pubDate><title>Jan Born erhält einen Advanced Grant des Europäischen Forschungsrats</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=50697&amp;cHash=84a78ce88d0ff6db3df7a57223b3a25a</link><description>Im Projekt „SleepBalance“ untersucht der Wissenschaftler das Vergessen im Schlaf</description><content:encoded><![CDATA[<p>Professor Jan Born vom Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie der Universität Tübingen hat einen Advanced Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC) eingeworben. Für sein Forschungsvorhaben „Sleep balancing abstraction and forgetting of memory“ (SleepBalance) erhält er eine Förderung von rund 2,45 Millionen Euro über die kommenden fünf Jahre. In dem Projekt will Born erforschen, wie das Gehirn im Schlaf Informationen in langfristige Gedächtnisinhalte umsetzt und dabei unwichtige Details aktiv für das Vergessen aussortiert. Der ERC unterstützt mit den Advanced Grants bahnbrechende und ungewöhnliche Forschungsansätze von etablierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit einer herausragenden Leistungsbilanz.</p><p>Schlaf fördert die Bildung von Langzeiterinnerungen in einem aktiven Konsolidierungsprozess. Wenn man nach der Aufnahme neuer Informationen schläft, kann man sie sich besser merken, als wenn man nach dem Lernen wach bleibt. „In der Forschung geht man schon lange davon aus, dass der Schlaf auch dazu dient, unwichtige Gedächtnisinhalte zu vergessen. Seltsamerweise gibt es für diese so selbstverständlich klingende Annahme bisher keinerlei Beweise“, sagt Jan Born.&nbsp;</p><p>Born will im Projekt „SleepBalance“ Belege dafür finden, dass Schlaf Gedächtnisinhalte festigt, indem sie abstrahiert geordnet werden, und dass dieser Prozess mit dem aktiven Vergessen zufälliger, unwichtiger Details gekoppelt ist. Wie viel neu gespeichert und was vergessen wird, müsse einer ausgewogenen Steuerung unterliegen. „Diese Doppelfunktion des Schlafs müsste am deutlichsten zum Ausdruck kommen, wenn so zahlreiche Informationen auf das Gehirn einströmen, dass die Kapazitäten für die Verarbeitung während des Schlafs erschöpft werden“, erklärt er. „Das gilt besonders während der Entwicklung des Gehirns im frühen Kindesalter, wenn noch kein oder wenig Wissen vorhanden ist und das Gehirn dauerhaft mit zu vielen Informationen überlastet wird.“</p><h3>Verhaltensstudien mit Mensch und Tier</h3><p>Mit Verhaltensstudien an Menschen und Nagern will der Forscher prüfen, ob seine Vorstellung von den Prozessen der Speicherung und des Verwerfens von Informationen haltbar sind. Die Wirkung des Schlafs wird dabei über den Vergleich mit Kontrollgruppen erfasst, die nach dem Lernen wach bleiben. Born will auch untersuchen, welche Mechanismen des Nervensystems diesen Vorgängen unterliegen, wie Verbindungen zwischen Nervenzellen neu gebildet oder auch wieder gekappt werden. „Wenn wir mehr über das Vergessen im Schlaf wissen, hilft uns das auch, die Gedächtnisbildung besser zu verstehen“, sagt der Wissenschaftler.</p><p>Der ERC hat für den Advanced Grant 2019 insgesamt 1881 Bewerbungen erhalten und davon 185 Projekte zur Förderung ausgewählt. Das entspricht einer Erfolgsquote von knapp zehn Prozent. Die 185 Advanced Grants gingen an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in 20 Nationen, 35 davon nach Deutschland.</p><p class="align-right">Janna Eberhardt/Hochschulkommunikation</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-50661</guid><pubDate>Mon, 30 Mar 2020 12:31:58 +0200</pubDate><title>The University of Tübingen is honored to announce the most recent University of Tübingen Ambassador, Professor Lawrence J. Marnett</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/article/the-university-of-tuebingen-is-honored-to-announce-the-most-recent-university-of-tuebingen-ambassador-professor-lawrence-j-marnett/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Professor Lawrence J. Marnett (Vanderbilt University) has been awarded the honorary title of University of Tübingen Ambassador in recognition of his commitment to strengthening the ties between Tübingen and Vanderbilt. After the ceremony, Professor Monique Scheer, Vice-President for International Affairs, officially welcomed Marnett to the University of Tübingen family.&nbsp;</p><p>Lawrence J. Marnett is University Professor of Biochemistry, Chemistry and Pharmacology, Mary Geddes Stahlman Professor of Cancer Research as well as Dean of Basic Sciences in the Vanderbilt School of Medicine. In addition, Marnett is a highly renowned cancer researcher whose work focuses on the role of chronic inflammation in the development of cancer. His laboratory has developed derivatives of non-steroidal anti-inflammatory drugs for early detection and prevention of cancer.&nbsp;</p><p>Marnett’s links with Tübingen arose from an expert meeting of the “Cancer Chemoprevention Group” at the National Institute of Health in Bethesda, Maryland 20 years ago. Here, Marnett met Stefan Laufer, now Professor of Pharmaceutical Chemistry at Tübingen University and head of TüCADD (Tübingen Center for Academic Drug Discovery), a platform in the Excellence Strategy of Tübingen University. Laufer and Marnett share an interest in medicinal chemistry modulators of the eicosanoid metabolism for cancer and inflammatory diseases and have, over the years, maintained close academic ties. In 2014, Laufer invited Marnett to Tübingen, where, as a Distinguished Guest Professor, he gave lectures on anti-inflammatory drug discovery in the Pharmaceutical Chemistry Department to highly enthusiastic students. Marnett is now also a member of the international advisory board of TüCADD, and, in this role, provides invaluable advice to his colleagues in Tübingen.</p>]]></content:encoded><category>ForscherAlumni-Aktuell</category><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forum</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-50610</guid><pubDate>Fri, 27 Mar 2020 08:13:29 +0100</pubDate><title>Neue Gesichter im DECHEMA-Zukunftsforum Biotechnologie</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=50610&amp;cHash=4ed8ceb855d6eb2ec1eb1d06f1a80735</link><description>Bastian Molitor vom Fachbereich Umweltbiotechnologie wurde in das Zukunftsforum Biotechnologie gewählt</description><content:encoded><![CDATA[<p>Das DECHEMA Zukunftsforum begrüßt ab sofort einen neuen Co-Sprecher und gleich vier weitere neue Mitglieder in seinem Expertenkreis. Die Neuzugänge treten an die Stelle der Mitglieder, die Professuren oder vergleichbare Positionen erlangt haben. Auf diese Weise wird gleichzeitig die breite fachliche Kompetenz des Zukunftsforums Biotechnologie in Akademia und Wissenschaft und die kontinuierliche Verjüngung sichergestellt.</p><p>Priv. Doz. Sascha Jung (TU Berlin) wurde zum Co-Sprecher des Zukunftsforums Biotechnologie gewählt und agiert in dieser Funktion gemeinsam mit Assoc. Prof. Dr. Selin Kara (Aarhus University). Jung promovierte nach seinem Studium der Biotechnologie an der TU Berlin im Bereich der Biochemie und Strukturbiologie immunmodulatorischer Proteine an der Christian-Albrechts-Universität Kiel. Anschließend war er als Projektleiter im Exzellenzcluster "Inflammation at Interfaces" in Kiel tätig, wo er sich mit dem Thema "Struktur und Funktion antimikrobieller Peptide" habilitierte. Nachdem er als Laborleiter in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen zweier Biotechfirmen tätig war, kehrte er an die TU Berlin zurück und übernahm dort die Leitung der Gruppe "Antifungale Proteine". Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der biotechnologischen Herstellung und interdisziplinären Untersuchung der Struktur-Funktions-Beziehung von bioaktiven Peptiden und Proteinen. Durch Aufklärung der genauen antimikrobiellen Wirkmechanismen und mittels rationalen Proteindesigns sollen die Peptide/Proteine für eine medizinische Anwendung zur Bekämpfung von multiresistenten Pilzen und Bakterien nutzbar gemacht werden. Als Co-Sprecher folgt er auf Prof. Dr. Dirk Tischler, der eine Professur an der Ruhr-Universität Bochum übernommen hat.</p><p>Außerdem freut sich das Zukunftsforum Biotechnologie ab sofort auf vier weitere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Durch ihre Fachkompetenz in den verschiedenen Forschungsgebieten wird das Zukunftsforum weiter seinem Ziel gerecht, aktuelle Forschungstrends zeitnah zu erkennen und in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen.</p><ul><li>Dr.-Ing. Katrin Ochsenreither befasst sich am KIT mit der Produktion von Plattformchemikalien mittels Pilzen und der biotechnischen Verwertung von Lignocellulose.</li><li>Dr. rer.nat. Bastian Molitor forscht an der Universität Tübingen zum Potential von aceto- und methanogenen Bakterien für die biotechnologische Produktion. Dazu gehört auch die Entwicklung von molekulargenetischen Tools.</li><li>Dr. rer.nat. Ren Wie, Universität Greifswald, untersucht die biotechnologische/biokatalytische Wiederverwendung von Kunststoffabfällen und den Abbau von PET.</li><li>Christian Willrodt, PhD, entwickelt bei der BASF Ganzzellprozesse zur Herstellung von Chemikalien.</li></ul><p>Das Zukunftsforum Biotechnologie wurde von der Fachgemeinschaft Biotechnologie der DECHEMA e.V. im Jahr 2002 gegründet. Das wichtigste Ziel des Zukunftsforums ist es, aktuelle Querschnittsthemen zu identifizieren, neue Forschungstrends zu erkennen und Lösungsansätze zu umreißen. Weiterhin will es Impulse für eine Verbesserung der Kommunikation zwischen den Natur- und Ingenieurswissenschaften sowie zwischen Wissenschaft und Gesellschaft geben. Die Mitglieder des Zukunftsforums Biotechnologie sind etwa 20 jüngere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Akademia und Industrie, die ein breites fachliches Spektrum abdecken.</p><p>Pressemitteilung der <a href="https://dechema.de/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">DECHEMA - Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.&nbsp;</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forum</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-49518</guid><pubDate>Mon, 02 Mar 2020 16:09:12 +0100</pubDate><title>Silberne Universitätsmedaille für Dieter de Lazzer</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=49518&amp;cHash=5dad44f24edd99e21af8cebfc07e6366</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Universität Tübingen hat die Silberne Universitätsmedaille an Dr. Dieter de Lazzer verliehen. Der Rechtsanwalt, Schriftsteller und Theologe wurde für seine Verdienste geehrt – er ist der Universität seit vielen Jahren verbunden und hatte sie unter anderem rechtlich beraten.</p><p>Kanzler Dr. Andreas Rothfuß überreichte die Auszeichnung an de Lazzer, der von seiner Ehefrau Marie-Luise Kling-de Lazzer begleitet wurde.&nbsp;</p><p class="align-right">Antje Karbe</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forum</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-49122</guid><pubDate>Wed, 12 Feb 2020 16:31:28 +0100</pubDate><title>Andreas Kappler is appointed Geochemistry Fellow</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/article/andreas-kappler-is-appointed-geochemistry-fellow/</link><description>Tübingen’s Professor for Geomicrobiology is honored for his contributions to understanding the biological iron cycle</description><content:encoded><![CDATA[<p>The Geochemical Society and European Association of Geochemistry have announced this year’s Geochemistry Fellows, among them Andreas Kappler, Professor for Geomicrobiology at the University of Tübingen. Kappler is honored for being a prominent leader in understanding the biological iron cycle, in both modern and ancient environments. His skill set also extends to using novel technologies to advance our knowledge of the mechanisms underpinning metal-mineral-microbe interactions, specifically with regards to contamination and amelioration. Andreas Kappler is one of twelve researchers from all over the world to receive this distinction in 2020.</p><p>The Geochemical Society and the European Association of Geochemistry are the two largest and most important professional associations in this discipline. They established the honorary title of Geochemistry Fellow in 1996. It is bestowed upon outstanding scientists who have, over some years, made a major contribution to the field of geochemistry. By recognizing the full diversity of the geochemical community and its many varied contributions the associations hope to provide a wide range of examples that young scientists can strive to emulate.</p><p class="align-right">Tina Schäfer<br> &nbsp;</p>]]></content:encoded><category>MatNat-Aktuell</category><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-48831</guid><pubDate>Fri, 31 Jan 2020 09:56:34 +0100</pubDate><title>Deutsch-Französische Hochschule verleiht Stipendien und Exzellenzpreise</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=48831&amp;cHash=346c6fcdfa1d95218b9a65cda9e651c4</link><description>Absolventin und Studentin der Universität Tübingen unter den Ausgezeichneten</description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Deutsch-Französische Hochschule (DFH) hat am 30. Januar 2020 in der Residenz des deutschen Botschafters in Paris erneut herausragende Studierende und Absolventinnen und Absolventen ihrer binationalen Studiengänge sowie die beste deutsch-französische Doktorarbeit ausgezeichnet. Die Stipendien und Preise werden von grenzüberschreitend tätigen Unternehmen und Institutionen aus Deutschland und Frankreich finanziert.&nbsp;</p><p>Elf Exzellenzpreise, dotiert mit jeweils 1.500 Euro, und einen Dissertationspreis, dotiert mit 4.500 Euro, hat die DFH am Donnerstag gemeinsam mit ihren Partnern an herausragende Absolventen aus verschiedenen Fachbereichen der deutsch-französischen Studiengänge verliehen. Gleichzeitig erhalten drei Studierende der DFH für herausragende Leistungen je ein Stipendium über 3.000 Euro, das die französische Großbank BNP Paribas finanziert. Alle Stipendiaten und Preisträgerinnen und Preisträger sind bzw. waren in einem deutsch-französischen Studien- oder Forschungsprogramm eingeschrieben, das sowohl an einer deutschen als auch an einer französischen Hochschule stattfindet und zu einem binationalen Doppelabschluss führt.&nbsp;</p><p>Unter den Exzellenzpreisträgerinnen der DFH 2020 ist auch Feryal Yosofy, Absolventin des Studiengangs „Interkulturelle deutsch-französische Studien“ (Universität Tübingen/Aix-Marseille Université). Der Preis wird vom deutsch-französischen Kultursender ARTE gefördert. Schanez Boubeker, Studentin im Studiengang „European Management“ (Universität Tübingen/Université Lyon 3), erhielt ein „BNP Paribas-DFH-Stipendium“.</p><p class="align-right"><a href="https://www.dfh-ufa.org/blog/deutsch-franzoesische-hochschule-verleiht-stipendien-und-exzellenzpreise/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Aus einer Pressemitteilung der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH)</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Studium</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-48162</guid><pubDate>Tue, 14 Jan 2020 17:31:43 +0100</pubDate><title>Prof. Dr. Thomas Potthast neuer Präsident der EuroNatur-Stiftung</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=48162&amp;cHash=ce2471861beee82771e95a137c4695af</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Thomas Potthast, Professor für Ethik, Theorie und Geschichte der Biowissenschaften an der Universität Tübingen und Vorstand des Internationalen Zentrums für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) der Universität, ist neuer Präsident der EuroNatur Stiftung. übernimmt das Amt von Christel Schroeder, unterstützt wird er künftig von Dr. Anna-Katharina Wöbse, der neuen Vizepräsidentin.</p><p>Potthasts Themenschwerpunkte reichen von der Naturphilosophie und den Werten der Biodiversität bis hin zu ethischen Fragen im Bereich Landwirtschaft und Ernährung. Seit Dezember 2014 ist er Mitglied des EuroNatur-Präsidiums, seit 2017 als Vizepräsident, nun wurde er an die Spitze des Gremiums gewählt. „Das großartige Stiftungsmotto ‚Menschen und Natur verbinden‘ hat mich von Beginn an überzeugt und dabei vor allem die europäische, transnationale Perspektive. Naturschutz funktioniert ja nur dann, wenn er erstens fachlich gut fundiert ist, zweitens staatliches Handeln und Recht gewährleistet sind und wenn drittens eine engagierte Zivilgesellschaft die ökonomisch Mächtigen vor sich hertreibt – das ist genau das, was EuroNatur und ihre tollen Partnerorganisationen machen. Sehr gerne möchte ich mich als Präsident bei dieser wichtigen Aufgabe einbringen.“</p><p class="align-right">Pressemitteilung der EuroNatur Stiftung</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-47793</guid><pubDate>Fri, 27 Dec 2019 12:02:37 +0100</pubDate><title>The University of Tübingen is now member of the International Agency for the Prevention of Blindness</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=47793&amp;cHash=eef11d927fc2980424f0706e992855bd</link><description>Prof. Dr. Siegfried Wahl as Head of the ZEISS Vision Science Lab is representing the University in IAPB</description><content:encoded><![CDATA[<p>The Eberhard Karls University of Tübingen is now member of the International Agency for the Prevention of Blindness (IAPB). IAPB was established in 1975 as a coordinating, umbrella organisation to lead international efforts in blindness prevention activities. Its first major achievement was to promote the establishment of a World Health Organisation (WHO) Program for Prevention of Blindness which is now embodied in the global initiative, VISION 2020: The Right to Sight.</p><p>Prof. Dr. Siegfried Wahl as Head of the ZEISS Vision Science Lab is representing the University in IAPB. The ZEISS Vision Science Lab as Industry-on-Campus-Professorship is part of the future concept of the University and is embedded in the Ophthalmic Research Institute within the University Tübingen’s Medical Faculty. The lab is a leading group for vision research in order to spearhead the understanding of vision focusing on myopia, presbyopia and visual rehabilitation with the use of novel and groundbreaking technologies.</p><p>While myopia itself is caused by a mismatch between the axial length of the eye and its optical power and can be easy corrected with spectacles, contact lenses or laser surgery, the fundamental questions, why people develop this error and others not, are not fully understood. Especially in East Asia, the prevalence raised dramatically over the last years and there, roughly 90% of the students are myopic, while in Western Countries the prevalence is still around 30%. As more and younger people are getting myopic, also the prevalence of high myopia (&lt;-6D) is observed to increase in the future. As the elongation of the eye increases the risk of eye diseases, including glaucoma, cataract, and retinal detachment, there is a clear dose-response relationship with increased risks at these higher levels of myopia. Therefore, there is the need to better understand the mechanisms underlying myopia as well as to establish more effective management of the progression of myopia in order to reduce the reported social and economic burdens.</p><p>This huge global challenge is too big to do it alone. But, if this is done in a concerted way to gain synergies that definitely will help to cope with the problem and to help primarily the patients. Therefore, the University and Prof. Dr. Siegfried Wahl engage with IAPB and the other members in bundling the strength, working towards the same aim.</p><p class="align-right">ZEISS Vision Science Lab</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forum</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-47787</guid><pubDate>Mon, 23 Dec 2019 11:52:57 +0100</pubDate><title>Honorarprofessur für Dr. Gjergji Kasneci</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=47787&amp;cHash=b66c264357739a43cdecef69a4484dc9</link><description>Würdigung der akademischen Leistung und der Forschungsaktivitäten im Rahmen der SCHUFA Industry-on-Campus-Professur „Data Science &amp; Analytics“</description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Senat und der Fakultätsrat der Exzellenz-Universität Tübingen haben einstimmig die Ernennung von Dr. Gjergji Kasneci zum Honorarprofessor beschlossen. Mit dieser Auszeichnung würdigt die Universität seine langjährige, ausgewiesene akademische Leistung und seine einschlägigen Forschungsaktivitäten im Rahmen der SCHUFA Industry-on-Campus-Professur „Data Science &amp; Analytics“. Besondere Anerkennung findet dabei Professor Kasnecis Engagement für die Verstärkung des Exzellenzstandorts durch Spitzenforschung und hochrelevante und praxisbezogene Lehrveranstaltungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Der Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen, Prof. Dr. Wolfgang Rosenstiel, gratuliert Prof. Dr. Kasneci zu dieser Auszeichnung.</p><p>Seit März 2018 arbeiten die SCHUFA Holding AG und die Universität Tübingen in der Grundlagenforschung zu neuen Methoden im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) zusammen. Im Rahmen einer Industry-on-Campus-Professur „Data Science &amp; Analytics“ werden zahlreiche grundlegende Fragen rund um qualitative Aspekte von komplexen analytischen Verfahren erforscht. Im Vordergrund stehen dabei Forschungsarbeiten zur Erklärbarkeit, Transparenz und Fairness von KI-Verfahren. Ziel der Kooperation ist es, bestehende Fragen wissenschaftlich fundiert zu beantworten und zugleich durch eine unabhängige und öffentliche Forschung einen wesentlichen Beitrag zur sachlichen Diskussion zu leisten.</p><p>Prof. Dr. Gjergji Kasneci: „Die SCHUFA unterstützt ihre Partner und Kunden im Risikomanagement durch präzise Informationen und schafft Vertrauen. Dabei spielen moderne Verfahren aus dem Forschungsgebiet KI eine zunehmende Rolle, um die Bedürfnisse der digitalen Welt und des digitalen Handels auch weiterhin mit höchster Qualität zu erfüllen. Mit den neuen Technologien sind untrennbar auch Fragen zu deren Exaktheit, Nicht-Diskriminierung und Transparenz verbunden. Diese wissenschaftlich fundiert und zugleich verständlich zu beantworten sowie durch unabhängige Forschung einen Beitrag zu einer sachlichen Diskussion zu leisten, ist der wesentliche Beweggrund für die Zusammenarbeit mit der Universität Tübingen. Sie ist herausragend vernetzt und bietet ein umfassendes Ökosystem mit vielversprechenden Möglichkeiten, algorithmische und ethische Fragestellungen rund um Data Science auch mit international renommierten Forschungseinrichtungen wie dem Max Planck Institut für Intelligente Systeme oder dem Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) zu erörtern.“</p><p>Prof. Dr. Kasneci leistet darüber hinaus durch Vorlesungen und Seminare wichtige Beiträge in der Lehre vor allem auch für den zum laufenden Wintersemester neu eingerichteten Tübinger Master-Studiengang „Machine Learning“.&nbsp;</p><p class="align-right">Mitteilung der&nbsp;Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forum</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-47682</guid><pubDate>Wed, 18 Dec 2019 17:38:19 +0100</pubDate><title>Niels Weidtmann zum Präsidenten der Gesellschaft für Interkulturelle Philosophie gewählt</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=47682&amp;cHash=d894378d5c9c3d1064ac5e45a4051e59</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Mitte Dezember ist Dr. Niels Weidtmann, Wissenschaftlicher Leiter des Forum Scientiarum der Universität Tübingen, zum neuen Präsidenten der Gesellschaft für interkulturelle Philosophie (GIP) gewählt worden. Er übernimmt das Amt von Professor Georg Stenger von der Universität Wien. Die Gesellschaft für Interkulturelle Philosophie wurde 1992 gegründet und hat weltweit zahlreiche Mitglieder. Die Gesellschaft vertritt das Anliegen, auf die globale Pluralität philosophischer Traditionen und kultureller Wirklichkeiten aufmerksam zu machen und sie miteinander ins Gespräch zu bringen. Darüber hinaus steht die Frage, was die interkulturelle Öffnung für das Selbstverständnis der europäisch-abendländischen Philosophie bedeutet, im Mittelpunkt der Forschung. Gemeinsam mit ihren Schwestergesellschaften veranstaltet die GIP regelmäßig Tagungen und Kongresse; außerdem wird die Diskussion in zahlreichen Publikationen geführt.&nbsp;</p><p class="align-right">Maximilian von Platen</p><p><a href="http://www.int-gip.de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Homepage Gesellschaft für Interkulturelle Philosophie</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-47286</guid><pubDate>Mon, 09 Dec 2019 13:53:44 +0100</pubDate><title>&quot;Tübingen changed my life and fueled my research career&quot;</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/article/tuebingen-changed-my-life-and-fueled-my-research-career/</link><description>The newly appointed Ambassador Dr. Petar Milin is highly committed and opens two important geographical locations for research cooperation and exchange for the University of Tübingen. Born in Serbia, he is currently conducting research at Birmingham University and has a large network both in the Balkan region and in the UK.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Petar Milin is a psychologist who focuses his research on understanding language and language learning and also has published extensively in the domain of language processing. His research career started at the University of Novi Sad, Serbia. In 2006 he was invited to the Max Planck Institute for Psycholinguistics in Nijmegen as a postdoctoral visiting fellow by his current cooperation partner in Tübingen, the Humboldt Prize winner and ERC grantee Professor Harald Baayen. “This first collaboration blossomed in a really good partnership. It led Dr. Milin to my research group Quantitative Linguistics at the University of Tübingen in 2013, where our common interest culminated. Today, Dr. Milin is still a valued cooperation partner and I am proud that our common research has two hubs now. There are not many cooperations where this kind of osmosis is happening,” says Professor Baayen when describing their joint work during the ceremony.&nbsp;</p><p>Dr. Milin is not only an excellent scientist, but also an effective bridge builder and has many scientific contacts both in the UK and in the Balkan region. “It is a special concern of mine to keep the close contacts to the EU and in particular to Tübingen also after the Brexit and furthermore not to lose sight of EU neighbouring states in the Balkan region”, said the newly appointed ambassador. Here, too, he will be an important contact for the University of Tübingen: Within the framework of CIVIS – A European Civic University, which it has formed together with seven other European universities, the University of Tübingen is keen to maintain and build contacts with universities in both the UK and Southeastern Europe. Professor Monique Scheer, Vice-President for International Affairs, emphasized: “The award as ambassador is a token of our gratitude to Dr Milin for his enthusiasm for and close ties with the University of Tübingen. With him, we gain a UK partner who has dedicated himself to European values in times of separatism and particularism and who can also support us as advisor and companion in capacity building and the strengthening of relations in the Balkan region”.</p><p>Dr. Milin describes the three years at the University of Tübingen as a critical point in his life. His work as a senior researcher in the Department of Linguistics has shaped and fueled his career and he is looking forward to acting as an advocate for Tübingen.</p><p>The University Ambassador title is awarded to research alumni and alumnae of the University of Tübingen whose connections to their alma mater are of outstanding quality and eminence. The ambassador network is part of Tübingen’s international research alumni relations within the framework of the University’s internationalization strategy.</p><p class="align-right">Sandra Zepernick</p>]]></content:encoded><category>ForscherAlumni-Aktuell</category><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forum</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-46929</guid><pubDate>Wed, 27 Nov 2019 14:48:34 +0100</pubDate><title>Peter Dayan zum AAAS Fellow gewählt</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=46929&amp;cHash=d3654a1f41d39f8a6dceef63923d5db5</link><description>Führende Rolle in der theoretischen und computergestützten Neurowissenschaft gewürdigt</description><content:encoded><![CDATA[<p>Peter Dayan, geschäftsführender Direktor am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik, wurde zum Fellow der American Association for the Advancement of Science (AAAS) gewählt. Als neues Mitglied im Fachbereich Neurowissenschaften wird seine führende Rolle in der theoretischen und computergestützten Neurowissenschaft gewürdigt. Besondere Erwähnung finden seine Erkenntnisse zu neurobiologischen Mechanismen, die dem Verstärkungslernen zugrunde liegen, und deren Funktion bei der Entscheidungsfindung.</p><p>Die formelle Wahl zum AAAS Fellow ist eine besondere Ehre, die auf wissenschaftlich herausragende Leistungen im Sinne des Forschungs- und Anwendungsfortschritts gründet. Die offizielle Feier mit Verleihung des Titels wird am 15. Februar 2020 im AAAS Fellows Forum während des Jahrestreffens 2020 in Seattle, Washington, stattfinden.&nbsp;</p><p>Dayans Forschungen konzentrieren sich auf Entscheidungsprozesse im Gehirn, die Rolle von Neuromodulatoren sowie neuronale Störungen bei psychiatrischen Erkrankungen. Seit langem befasst er sich mit Fragestellungen an der Schnittstelle von Neurowissenschaft, Medizin und Maschinellem Lernen und gilt auch als Pionier auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz.&nbsp;</p><p>Peter Dayan studierte Mathematik an der University of Cambridge und promovierte an der University of Edinburgh. Nach Stationen als Postdoc am Salk Institute und an der University of Toronto wechselte er 1995 als Assistant Professor an das Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston. Im Jahr 1998 zog er nach London, um die Gatsby Computational Neuroscience Unit mit zu gründen, die heute zu einer der bekanntesten Institutionen in den theoretischen Neurowissenschaften gehört. Zwischen 2002 und 2017 war er hier auch Direktor. Peter Dayan war zudem stellvertretender Direktor des Max Planck UCL Centre for Computational Psychiatry and Ageing Research.&nbsp;</p><p>Im Jahr 2018 wechselte er nach Tübingen, um Direktor des Max-Planck-Instituts für biologische Kybernetik zu werden. Zudem erhielt er eine Alexander von Humboldt-Professur, den höchst dotierten Forschungspreis Deutschlands, und wird auf einen Lehrstuhl im Fachbereich Informatik der Universität Tübingen berufen.</p><p>Peter Dayan wurde 2012 mit dem Rumelhart-Preis für Beiträge zu theoretischen Grundlagen menschlicher Kognition sowie 2017 mit dem Brain Prize der Grete Lundbeck European Brain Research Foundation ausgezeichnet. Im Jahr 2018 wurde er zum Fellow der Royal Society des Vereinigten Königreichs berufen.</p><p class="align-right"><a href="https://www.kyb.tuebingen.mpg.de/398990/AAAS-Fellowship?c=259287" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für biologische Kybernetik</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-46518</guid><pubDate>Fri, 15 Nov 2019 13:25:35 +0100</pubDate><title>Katja Schenke-Layland zum acatech-Mitglied gewählt</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=46518&amp;cHash=832551ad1cfd45008b118d9157fde6fc</link><description>Direktorin des Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Instituts an der Universität Tübingen (NMI) wird Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften</description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech) hat Professorin Dr. <strong>Katja Schenke-Layland</strong>, Direktorin des Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Instituts an der Universität Tübingen (NMI), als neues Mitglied gewählt. Ihre Wahl durch die Akademie ist eine Auszeichnung ihrer wissenschaftlichen Leistung und hohen Reputation. Mit der Mitgliedschaft ist das ehrenamtliche Mandat verbunden, Politik und Gesellschaft in technik-wissenschaftlichen und technologiepolitischen Zukunftsfragen zu beraten. acatech versteht sich als Arbeitsakademie und Forschervereinigung, deren Mitglieder den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft unterstützen und den technikwissenschaftlichen Nachwuchs fördern.&nbsp;</p><p>Katja Schenke-Layland ist seit 2011 Professorin für Medizintechnik und Regenerative Medizin im Department für Frauengesundheit der Eberhard Karls Universität Tübingen. Gleichzeitig leitet sie das Naturwissenschaftliche und Medizinische Institut an der Universität Tübingen, das anwendungsorientierte Forschung an der Schnittstelle von Bio- und Materialwissenschaften betreibt und Zukunftstechnologien unter anderem für die Personalisierte Medizin entwickelt. „Mir war es schon immer ein Bedürfnis, eine gesellschaftsrelevante, innovationsorientierte Forschung mit dem Ziel der Anwendung in der Medizintechnik und Regenerativen beziehungsweise Personalisierten Medizin voran zu treiben. Daher freue ich mich sehr, diese Aufgabe nun auch im Rahmen meiner Mitgliedschaft bei acatech verfolgen zu können und in partnerschaftlicher Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Staat die wichtigen Zukunftsthemen mitzugestalten“, sagt Schenke-Layland.&nbsp;</p><p>Schenke-Layland studierte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena Biologie, Psychologie und Soziologie. Nach ihrer Promotion zum Thema kardiovaskuläres Tissue Engineering, also der Herstellung von Ersatzgewebe für das Herz-Kreislaufsystem aus patienteneigenen Zellen und Biomaterialien, 2004 forschte Schenke-Layland fünf Jahre lang auf dem Gebiet der Stammzellforschung in Kalifornien – seit Ende 2008 als Assistenz-Professorin an der University of California (UCLA) in Los Angeles. Anfang 2010 kehrte Schenke-Layland im Rahmen des Attract-Programms der Fraunhofer-Gesellschaft nach Deutschland zurück und übernahm am Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB) in Stuttgart verschiedene Leitungsfunktionen.&nbsp;</p><p>acatech besteht seit 2008 als von Bund und Ländern geförderte nationale Akademie. Ihre rund 400 Mitglieder stammen nicht nur aus den Ingenieur- und Naturwissenschaften, sondern auch aus dem Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften. Sie engagieren sich an der Schnittstelle von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik und entwickeln Handlungsoptionen und -empfehlungen für Politik und Gesellschaft. In interdisziplinären Projekten und Themennetzwerken arbeiten sie mit Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Gesellschaft zusammen und treten für „nachhaltigen Wohlstand durch Innovation“ ein. Die Projektthemen reichen dabei von Digitalisierung und Industrie 4.0 über Fachkräftesicherung und ressourcenorientierte Energieversorgung bis hin zur Technikkommunikation oder der Medizin der Zukunft.&nbsp;</p><p class="align-right">Pressemitteling des NMI</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-46386</guid><pubDate>Wed, 13 Nov 2019 13:34:39 +0100</pubDate><title>Olaf Kühne und Taiga Brahm erhalten Fellowships für Innovationen in der Hochschullehre</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=46386&amp;cHash=ec21c634e442d0fb4c2495f7d3d6e004</link><description>Insgesamt 18 Projekte für eine bessere Hochschullehre vom Stifterverband und der Baden-Württemberg Stiftung ausgezeichnet</description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Stifterverband und die Baden-Württemberg Stiftung fördern 18 beispielgebende Konzepte, die die Qualität der Hochschullehre weiterentwickeln und verbessern möchten. Für das Programm Fellowships für Innovationen in der Hochschullehre stellen sie insgesamt 405.000 Euro bereit.&nbsp;<br> „Studieren findet heute nicht mehr nur frontal im Hörsaal statt“, sagt Andreas Schlüter, Generalsekretär des Stifterverbandes. „Mit den geförderten Projekten zeigen wir, wie vielfältig Lehre und innovatives Lernen im 21. Jahrhundert aussehen kann. Sie sind Beispiel und Innovation für die Hochschullehre zugleich. Wir hoffen, dass diese Ideen in viele weitere Disziplinen übertragen werden.“&nbsp;</p><p>„Eine erstklassige Ausbildung ist der Schlüssel für Innovation und Zukunftsfähigkeit“, erklärt Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung. „Wir freuen uns daher besonders, mit diesem Programm hochengagierte Menschen und ihre Ideen für eine ausgezeichnete Lehre zu fördern und zu stärken.“</p><p>Unter 73 eingereichten Ideen aus ganz Deutschland hat eine Jury insgesamt 18 Projekte zur zukunftsorientierten Gestaltung und Optimierung der Hochschullehre prämiert, darunter auch zwei Projekte an der Universität Tübingen.</p><h3>Senior-Fellowship für Olaf Kühne</h3><p>Olaf Kühne, Professor für Stadt- und Regionalentwicklung am Fachbereich Geowissenschaften der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, erhält einen Senior-Fellowship der Baden-Württemberg Stiftung für sein Projekt „InExkurs – Innovative Exkursionsformate im Blended-Learning-Format“. Er ist mit 25.000 Euro dotiert.&nbsp;</p><h4>Zum Projekt „InExkurs – Innovative Exkursionsformate im Blended-Learning-Format“</h4><p>Exkursionen gehören zum Kernbestand geographischer Lehre. Doch wird ihr Potenzial ‚am Objekt‘ zu lernen, abstraktes Wissen zu übertragen, zu relationieren und häufig zu relativieren, um so den Konstruktcharakter von Räumen, Deutungen und Wertungen zu vergegenwärtigen, aufgrund widriger Umstände in der Regel nicht ausgeschöpft (Lärm, nicht gruppengerechte Ampelschaltungen, terminliche Kollisionen, schriftliche Protokolle als Prüfungsformat etc.). Als Lösung hierzu soll das Format einer Blended-Learning-Exkursion entwickelt werden: Studierende absolvieren die in weiten Teilen von Studierenden des Geographie-Masterstudiengangs entwickelten, stadtgeographische Exkursion in Stuttgart, geleitet durch mobile Endgeräte. Dabei werden Inhalte (Abbildungen, kurze Texte, Video etc.) spielerisch verknüpft. Als Prüfungsleistung wird durch die Gruppen jeweils ein Video gedreht.</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-46128</guid><pubDate>Fri, 08 Nov 2019 15:24:59 +0100</pubDate><title>Judith Wais erhält Preis zur Förderung der Rehabilitationsforschung 2019</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=46128&amp;cHash=633b16e8280b73059f371f1e386974ca</link><description>Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) würdigt herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler</description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hat auch in diesem Jahr wieder besonders herausragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet von Orthopädie und Unfallchirurgie geehrt. Die DGOU-Präsidenten Prof. Dr. Paul A. Grützner und Prof. Dr. Carsten Perka verliehen Ende Oktober&nbsp;auf dem Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) in Berlin folgende Auszeichnungen:</p><ul><li>Preis zur Förderung der Grundlagenforschung,&nbsp;</li><li>Preis zur Förderung der Rehabilitationsforschung,</li><li>Preis zur Förderung der Versorgungsforschung,&nbsp;</li><li>Stipendium „Qualität und Sicherheit in der Endoprothetik“,&nbsp;</li><li>Preis für evidenzbasierte Medizin sowie&nbsp;</li><li>Preise für die besten wissenschaftlichen Poster auf dem DKOU.</li></ul><p>Dr. Wolfgang Geidl von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und <strong>Judith Wais</strong> von der Universität Tübingen wurden mit dem Preis zur Förderung der Rehabilitationsforschung 2019 der DGOU gewürdigt. Der Preis ist mit 5.000 Euro verbunden und wird von der Klinikgruppe Enzensberg gestiftet. In ihrer Arbeit analysierten die Wissenschaftler den Status quo der Bewegungstherapie in der medizinischen Rehabilitation mit Fokus auf das Thema Bewegungsförderung. Die Ergebnisse liefern die Basis für eine systematische Verbesserung der Konzept- und Prozessqualität einer evidenzbasierten und nachhaltigen Bewegungstherapie.&nbsp;</p><p class="align-right">Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie</p><p><a href="https://www.sport.fau.de/das-institut/forschung/bewegung-und-gesundheit/abgeschlossene-forschungsprojekte/bewegthereha/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Projekt-Homepage&nbsp;BewegtheReha (BTR): „Bewegungstherapie in der medizinischen Rehabilitation: Eine Bestandsaufnahme auf Einrichtungs- und Akteursebene“</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-46008</guid><pubDate>Wed, 06 Nov 2019 13:58:43 +0100</pubDate><title>Gips-Schüle-Forschungspreis 2019 geht an den Immunologen Stefan Stevanović</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=46008&amp;cHash=0b4c076b28c2e02f585eb815a5bc01e1</link><description>Auszeichnung für die Entwicklung einer  Krebsimmuntherapie durch individuelle, körpereigene Impfstoffe</description><content:encoded><![CDATA[<p>Den Gips-Schüle-Forschungspreis erhält dieses Jahr Professor Stefan Stevanović vom Interfakultären Institut für Zellbiologie der Universität Tübingen. Gemeinsam mit seinem interdisziplinären Team stellt er Impfstoffe für die Krebsimmuntherapie aus körpereigenen Peptiden her. Der Preis der Gips-Schüle-Stiftung ist mit 50.000 Euro dotiert. Er wurde Stevanović bei einer Feier am 5. November von dem ehemaligen Ministerpräsidenten Professor Erwin Teufel und dem ehemaligen Wissenschaftsminister Professor Peter Frankenberg in Stuttgart überreicht. Die Gips-Schüle-Stiftung verlieh außerdem den mit &nbsp;15.000 Euro dotierten Klaus-Koeppen-Preis für soziale Innovation an Professor Nicolas Rüsch von der Universität Ulm und seine Forschungsgruppe. Ausgezeichnet wird das Gruppenprogramm „In Würde zu sich stehen“, das Jugendliche mit psychischen Erkrankungen effektiv bei der Bewältigung von Stigmatisierung unterstützt.</p><p>„Technik für den Menschen“ lautet das Motto, unter dem die Gips-Schüle-Stiftung alle zwei Jahre ihre Preise verleiht. Die Bewertungskriterien sind Interdisziplinarität, Innovationspotenzial und Anwendungsbezug in Verbindung mit gesellschaftlichem Nutzen. 20 Projektskizzen von Forschungseinrichtungen und Hochschulen aus Baden-Württemberg wurden in diesem Jahr eingereicht. Beim Forschungspreis liegt der Fokus auf technischer Innovation, während beim Klaus-Koeppen-Preis der soziale Anwendungsbezug im Vordergrund steht.</p><h3>Forschungspreis: Krebsimmuntherapie durch individuelle, körpereigne Impfstoffe</h3><p>Das Team rund um Stefan Stevanović forscht bereits seit 25 Jahren an den Merkmalen, die das Immunsystem nutzt, um Virus- oder Tumorerkrankungen zu erkennen und zu bekämpfen. Diese Merkmale sind Peptide, &nbsp;kleine Eiweißbruchstücke auf der Oberfläche von Zellen, die das Immunsystem alarmieren können. In ihrer Arbeit gelang es den Wissenschaftlern, krankhaftes Zellgewebe verschiedener Tumorarten zu analysieren und ihre Peptide zu identifizieren. Pro Zelle finden sich etwa 10.000 verschiedene Peptide, wovon der Großteil unverdächtig ist und für den gesunden Zustand einer Zelle steht. Doch sowohl bei virusinfizierten Zellen als auch bei Tumorzellen finden sich abnormale Peptide. Das interdisziplinäre Team der Uni Tübingen bestehend aus Immunologen, Biologen, Biochemikern, Molekularmedizinern, Bioinformatikern, Pharmazeuten und Medizinern entwickelte ein Verfahren zum Bestimmen von Krebspeptiden, um daraufhin individuelle Impfstoffe herstellen zu können, welche die körpereigenen Immunabwehrzellen aktivieren. Dabei wird für jeden Patienten individuell ein Cocktail hergestellt, der als Impfung die sogenannten T-Lymphozyten (Unterform der weißen Blutkörperchen) alarmiert, welche nach der Erkennung der abnormalen Peptide gegen die schadhaften Zellen vorgehen können.</p><p>Für die Herstellung der individuellen Impfstoffe konnte kein pharmazeutisches Unternehmen gefunden werden, das in kurzer Zeit viele verschiedene Peptide in Kleinmengen unter 100 Milligramm in pharmazeutischer, „GMP“-Qualität (Good Manufacturing Practice) liefern konnte. Deshalb wurde im Jahr 2007 innerhalb der Abteilung Immunologie das Wirkstoffpeptidlabor gegründet, damit das entwickelte Verfahren in klinischen Studien getestet werden konnte. Das Tübinger Wirkstoffpeptidlabor ist die einzige universitäre Einrichtung in Deutschland, die als pharmazeutischer Hersteller Substanzen für die personalisierte Immuntherapie produzieren darf.</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-45534</guid><pubDate>Thu, 24 Oct 2019 12:22:55 +0200</pubDate><title>“Whenever possible, I make the Tübingen pitch”: Two new University of Tübingen Ambassadors make Tübingen’s future look bright</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/article/whenever-possible-i-make-the-tuebingen-pitch-two-new-university-of-tuebingen-ambassadors-make-tuebingens-future-look-bright/</link><description>This is what alumni networks do: bring different minds from everywhere in the world together. The two newly appointed “University of Tübingen Ambassadors” from Canada and China demonstrate with their different career paths the variety and strength that UT strategic partners can have.</description><content:encoded><![CDATA[<p>The second new ambassador is the former Teach@Tübingen Fellow Professor Yi Jiang from the East China Normal University (ECNU). The ECNU is part of the Chinese government’s ‘double first class university’ program, which is similar to Germany’s Excellence program, and therefore belongs to the leading institutions in China in the Education Sciences field. Jiang has established a close relationship to Tübingen since working for the Hector Institute in 2016. Now on top of that he discusses his new ambassador role and its potential beyond: “This role can help to strengthen the link between Chinese universities and UT, for instance in the field of interest they share like student learning, teaching quality, motivation, educational effectiveness in China and Germany, and psychological processes in learning.” Professor Nagengast from the Hector Institute confirms this shared motivation, ‘We could learn something valuable from each other’s education systems’. As a result of a great discussion about this one plan has been already fixed: The Department of Educational Psychology at the ECNU and the Hector Institute will start an annual Academic Exchange Week program in 2020 which allows faculties’ and research students to visit each other’s campus and initiate joint research projects.</p><p>The new University of Tübingen Ambassador Pamela Klassen is an expert in anthropology of religion at the University of Toronto and has had links to the University of Tübingen for many years. She came to Tübingen for the first time as a Humboldt Fellow in 2005, and was later a visiting professor here who was awarded the Anneliese-Maier-Prize for her outstanding research in 2015. Since then close to 20 of her graduate students have been on exchanges from Toronto with Tübingen. She says: “Whenever possible, I make the Tübingen pitch”. She sees the role of ambassadors “like individual strategic partners”. As Klassen has recently been appointed to the Royal Society of Canada, the most recognized society of researchers in Canada, Tübingen is proud to have such a partner in North America.&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>ForscherAlumni-Aktuell</category><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forum</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-45531</guid><pubDate>Thu, 24 Oct 2019 11:55:32 +0200</pubDate><title>Three IFIB junior scientists honored by the Knoop foundation</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/article/three-ifib-junior-scientists-honored-by-the-knoop-foundation/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>On October 11, 2019 the Career Forum in Life Sciences took place at the Interfaculty Institute of Biochemistry (IFIB). As a highlight of this event, the “<a href="http://www.knoop-stiftung.de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Elisabeth und Franz Knoop-Stiftung</a>” awarded three prizes totaling 10,000 € to outstanding junior scientists in the field of biochemistry. The “Elisabeth und Franz Knoop-Stiftung” aims to promote biochemical research at the University of Tübingen. In particular, the foundation supports excellent junior researchers working in the field of medically oriented biochemistry. After 2015 and 2017, the “Preis für Biochemie an der Universität Tübingen” was awarded for the third time. In addition, two travel awards were announced.</p><p>Dr. Paul Vogel (now doing a postdoc in Stanford, USA, formerly <a href="/zh/fakultaeten/mathematisch-naturwissenschaftliche-fakultaet/fachbereiche/interfakultaere-einrichtungen/ifib/arbeitsgruppen/gruppen-s-z/stafforst/" target="_blank">Stafforst Lab</a>, IFIB) received the main award for his PhD work on site-directed RNA editing. The travel awards went to Daniela Vitali (<a href="/zh/fakultaeten/mathematisch-naturwissenschaftliche-fakultaet/fachbereiche/interfakultaere-einrichtungen/ifib/arbeitsgruppen/gruppen-g-r/rapaport/">Rapaport Lab</a>,&nbsp;IFIB) and Daniel Stehle (<a href="/zh/fakultaeten/mathematisch-naturwissenschaftliche-fakultaet/fachbereiche/interfakultaere-einrichtungen/ifib/arbeitsgruppen/gruppen-a-f/feil/">Feil Lab</a>, IFIB). Daniela will travel to Israel (Prof. Maya Schuldiner, Weizmann Institute of Sciences, Rehovot) to perform a high-throughput screening to study the biogenesis of proteins localized in two different cellular compartments. Daniel visited the laboratory of Prof. Wolfgang Weninger in Australia (Centenary Institute of Cancer Medicine and Cell Biology, Sydney) to learn an innovative optical imaging method that helps him to master his PhD project on cell signaling in melanoma. Congratulations to all awardees!</p><p class="align-right">Robert Feil</p><h3>Contact:</h3><p>Prof. Dr. Robert Feil&nbsp;<br> Interfakultäres Institut für Biochemie (IFIB)<br> Hoppe-Seyler-Str. 4<br> 72076 Tübingen<br><a href="#" data-mailto-token="ocknvq,tqdgtv0hgknBwpk/vwgdkpigp0fg" data-mailto-vector="2" class="mail">robert.feil<span style="display:none">spam prevention</span>@uni-tuebingen.de</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forum</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-45234</guid><pubDate>Thu, 17 Oct 2019 10:07:30 +0200</pubDate><title>Gisela Bonn-Preis 2019 für Heike Oberlin vom Asien-Orient-Institut </title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=45234&amp;cHash=c736923c14f1c795801c8a7ce2473953</link><description>Auszeichnung für besondere Leistungen auf dem Gebiet der Deutsch-Indischen Beziehungen </description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Indian Council for Cultural Relations hat 1996 einen Preis gestiftet, in Würdigung von Prof. Dr. Gisela Bonn, Indienkennerin und Förderin der Deutsch-Indischen Beziehungen. Der Gisela Bonn-Preis wird jährlich für besondere Leistungen auf dem Gebiet der Deutsch-Indischen Beziehungen verliehen. Er soll vor allem die Arbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Journalistinnen und Journalisten honorieren. Der Preis ist an kein bestimmtes Thema gebunden und deckt sowohl die politischen und ökonomischen wie auch die kulturellen Aspekte der Beziehungen beider Staaten ab. In diesem Jahr geht der Gisela Bonn-Preis an Prof. Dr. Heike Oberlin vom Asien-Orient-Institut der Universität Tübingen. Oberlin ist als Akademische Oberrätin für die wissenschaftliche Koordination des Asien-Orient-Instituts (AOI) zuständig und außerplanmäßige Professorin an der Abteilung für Indologie der Universität Tübingen.</p><p>Das Studium der Indologie an der Universität Tübingen führte sie schon früh nach Kerala, wo sie sich u.a. als Stipendiatin des Indian Council for Cultural Relations (ICCR) und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) mehrere Jahre an der Tanz- und Theaterakademie Kerala Kalamandalam die Kunst des einzigen traditionellen Sanskrittheaters Indiens Kutiyattam in Theorie und Praxis aneignete und als erste Nicht-Malayalee 1995 ihr Bühnendebüt ablegte. Zurück in Deutschland promovierte sie zum Thema Kutiyattam an der Universität Würzburg mit summa cum laude. Ihre Dissertation wurde 2008 mit dem Ernst-Waldschmidt-Preis für wissenschaftlich herausragende Leistungen im Fach Indologie ausgezeichnet.&nbsp;</p><p>Ihre Karriere führte sie über die Habilitation im Fach Indologie (2013, Universität Tübingen) zur Verleihung der Bezeichnung „außerplanmäßige Professorin“ (2016, ebendort). Weltweit einzigartig ist der Aufbau eines Schwerpunktes zu Malayalam- und Keralastudien, den sie an der Universität Tübingen etablierte.&nbsp;</p><p>Parallel zu ihrer akademischen Karriere war Heike Oberlin immer die breite Vermittlung indischer Kultur an ein nicht-universitäres Publikum ein großes Anliegen: Über 10 Jahre leitete sie beispielsweise etwa die Deutsch-Indische Kulturgesellschaft e.V. Tübingen, deren Vorstand sie noch heute angehört, organisierte Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen mit meist jungen Künstlern aus Indien.&nbsp;</p><p>Mit ihrem Wirken steht Heike Oberlin ganz in der Tradition Gisela Bonns, immer bemüht, die Kultur und Sprache insbesondere Keralas zu vermitteln und Menschen in und aus Indien und Deutschland zusammenzuführen.</p><p>Die Preisverleihung findet am 26.10.2019 im Rahmen der Indientage 2019 der Deutsch-Indischen Gesellschaft e. V. in Halle statt.&nbsp;</p><p>Aus einer <a href="https://www.dig-ev.de/gisela-bonn-preis/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Mitteilung der Deutsch-Indischen Gesellschaft e. V. &nbsp;</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forum</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-45156</guid><pubDate>Tue, 15 Oct 2019 10:44:18 +0200</pubDate><title>Wie Vulkanausbrüche die Welt verändern</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=45156&amp;cHash=80dba2b31bb869fa94dcb6861983d64a</link><description>Reihe „Rhetorik und Wissen“: Der britische Vulkanologe und Filmemacher Clive Oppenheimer</description><content:encoded><![CDATA[<p>Der britische Vulkanologe und Filmemacher Clive Oppenheimer von der University of Cambridge arbeitet an den gefährlichsten Orten der Welt. Für die fünfte Auflage der Vortragsreihe "Rhetorik und Wissen" nimmt er das Tübinger Publikum mit in klirrende Kälte, zu glühenden Lavaseen und in heißen Ascheregen.&nbsp;</p><p>Clive Oppenheimer ist ein so höflicher wie vielbeschäftigter Mann: Die Einladung, nach Tübingen zu kommen, um über seine Forschung zu sprechen, freue ihn, zugleich müsse er aber darauf hinweisen, dass er leider nur sehr begrenzt Zeit habe. Im Oktober drehe er mit Werner Herzog im Elsass und in der Sommerresidenz des Papstes ihren neuesten Dokumentarfilm, im November stehe eine Reise in die Antarktis an. Dazwischen aber gebe es noch ein Zeitfenster, da komme er gerne. Und wie wäre es, wenn er nicht nur einen Vortrag halten, sondern auch einen Film im Kino zeigen würde? Die Antwort lautete: selbstverständlich.</p><h3>Der Vulkan als Auslöser für klimatische und gesellschaftliche Folgen</h3><p>Im Vortrag mit dem Titel „Volcanoes. Eruptions that Change the World” (29. Oktober, HS 25, Kupferbau, 20 Uhr) geht es Oppenheimer um das große Ganze, in dem der Vulkan nur der Auslöser ist: Welche Faktoren spielen zusammen, wenn ein Vulkanausbruch auf der einen Seite des Planeten klimatische und gesellschaftliche Folgen für die andere Seite hat? Welche bedeutende Rolle haben Eruptionen in historischen Entwicklungen gespielt? Clive Oppenheimer zeigt, welchen Einfluss ein Ausbruch auf die Atmosphäre, das Klima und den Menschen hat. Sein forensischer Ansatz, der klimawissenschaftliche, geologische, historische und archäologische Beweise integriert und untersucht, kann dazu beitragen, dass wir zukünftige Umweltschocks besser vorhersehen und uns auf sie vorbereiten können.&nbsp;</p><p>Für seinen Vortrag kann Clive Oppenheimer auf über zwanzig Jahre Forschungspraxis zurückgreifen. Immer wieder zieht es ihn in dieser Zeit an entlegene und gefährliche Orte: die Philippinen, den Tschad – und auch die Antarktis: 13 Jahre in Folge unternimmt Oppenheimer Expeditionen zum Mount Erebus, dem südlichsten aktiven Vulkan der Erde. Dort lernt er Mitte der 2000er-Jahre auch den Regisseur Werner Herzog kennen und wird prompt in dessen Dokumentarfilm „Encounters at the End of the World“ porträtiert. Die Zusammenarbeit setzen die beiden 2016 fort und drehen für Netflix „Into the Inferno“. In eindrucksvollen Bildern nähern sich Herzog und Oppenheimer in dieser Dokumentation der gefährlichen Schönheit von Vulkankratern ebenso, wie den Geschichten und Mythen der Menschen, die in ihrer Nähe leben. Im Rahmen von „Rhetorik und Wissen“ wird Oppenheimer nun von seinen Erfahrungen rund um den Film berichten. An die Vorführung von „Into the Inferno“ (OmU, 28. Oktober, Kino Arsenal Tübingen, 20 Uhr) schließt eine offene Fragerunde an.&nbsp;</p><h3>Möglichkeiten, Bedingungen und Grenzen der Wissenschaftskommunikation</h3><p>Über seine Erfahrung in beiden Welten, der Wissenschaft und der Kunst, diskutiert Oppenheimer zudem beim Workshop „Wissenschaft anschaulich kommunizieren“ (28. 29. Oktober, Forum Scientiarum, Tübingen). In der Masterclass „Portrait of the Scientist as an Artist“ führt er hinter die Kulissen von Filmproduktionen und reflektiert die Spannung zwischen der Rolle des Wissenschaftlers und des Geschichtenerzählers im Dokumentarfilm. Oppenheimer und weitere Expertinnen und Experten – unter anderem sind auch die künstlerische Forscherin Johanna Barnbeck und der Tübinger Professor für Rhetorik und Wissenskommunikation, Olaf Kramer, beteiligt – wollen über die Grenzen der wissenschaftlichen Disziplinen hinaus dabei helfen, die eigene Forschung in allgemein verständliche Worte und Bilder zu bringen. Der Workshop lotet Möglichkeiten, Bedingungen und auch Grenzen der Wissenschaftskommunikation aus und ist als Impuls an den wissenschaftlichen Nachwuchs zu verstehen, Forschung in die Öffentlichkeit zu bringen. Ein Ziel, das auf reges Interesse stößt: Innerhalb kurzer Zeit waren die 15 zur Verfügung stehende Plätze belegt – von Forschenden aus ganz unterschiedlichen Richtungen, wie etwa den Neurowissenschaften, der Physikdidaktik oder der klassischen Archäologie.</p><p>Mit Workshop, Film und Vortrag versteht sich die vom Seminar für Allgemeine Rhetorik veranstaltete und von der Klaus Tschira Stiftung, Heidelberg, geförderte Reihe „Rhetorik und Wissen“ als Vermittlerin von wissenschaftlicher Erkenntnis in die Öffentlichkeit. Ihr Anspruch ist es, der enormen gesellschaftlichen Bedeutung von Wissenschaftskommunikation Rechnung zu tragen, indem herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ihre Forschung verständlich und anschaulich präsentieren.</p><p class="align-right">Dr. Markus Gottschling, Seminar für Allgemeine Rhetorik</p><h3>Weitere Informationen:</h3><p><strong>Rhetorik und Wissen 2019</strong></p><p><strong>Prof. Dr. Clive Oppenheimer (University of Cambridge)<br> Volcanoes. Eruptions that Change the World</strong><br> 29. Oktober 2019. 20 Uhr<br> HS 25, Kupferbau, Uni Tübingen<br> Eintritt frei</p><p><strong>Into the Inferno (OmU)</strong><br> 28. Oktober 2019. 20 Uhr<br> Arsenal Kino, Tübingen<br> Eintritt frei<br> Im Anschluss: Gespräch mit den Mitwirkenden Clive Oppenheimer &amp; Yonatan Sahle (Archäologie, Uni Tübingen)</p><p><strong>Wissenschaft anschaulich kommunizieren</strong><br><strong>Workshop für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler</strong><br> 28.-29. Oktober 2019<br> In Kooperation mit dem Forum Scientiarum</p><p>Alle Informationen auch auf der <a href="http://www.rhetorik.uni-tuebingen.de/portfolio/rhetorik-und-wissen/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Webseite von Rhetorik und Wissen</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forum</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-45108</guid><pubDate>Mon, 14 Oct 2019 15:46:24 +0200</pubDate><title>Tübinger Forscher an Synergy Grant beteiligt </title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=45108&amp;cHash=ce1d40d55743c9fc0f4b8525808f721b</link><description>Europäischer Forschungsrat bewilligt Projekt zur Verarbeitung von Körpersprache im Gehirn</description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Tübinger Neurowissenschaftler Professor Martin Giese erhält einen „Synergy Grant“ des Europäischen Forschungsrats. Gemeinsam mit Professor Rufin Vogels (KU Leuven) und Professorin Beatrice de Gelder (Universität Maastricht) wird er im Projekt „How body relevance drives brain organization“ (RELEVANCE) erforschen, wie unser Gehirn Körpersprache für die nichtverbale Kommunikation analysiert. Der Forschungsrat fördert das Projekt für eine Laufzeit von fünf Jahren mit insgesamt acht Millionen Euro, davon sind rund 2,7 Millionen Euro für die Forschungsarbeit des Tübinger Teams vorgesehen.&nbsp;</p><p>Die „Synergy Grants“ gelten als die umfangreichsten und kompetitivsten Anträge im prestigereichen Förderprogramm des European Research Council (ERC). &nbsp;Die dort geförderten Projekte überschreiten die traditionellen Grenzen der Disziplinen: Unterstützt werden Teams aus zwei bis vier exzellenten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die ihr Projekt nur in dieser Zusammensetzung zum Erfolg führen können.&nbsp;Dies ist bereits der zweite "Synergie Grant", den Tübinger Neurowissenschaftler des Hertie-Instituts für klinische Hirnforschung im vergangenen Jahr einwerben konnten.</p><p>Professor Martin Giese leitet am Werner Reichardt Centrum für Integrative Neurowissenschaften der Universität Tübingen (CIN) und am Hertie-Institut für klinische Hirnforschung (HIH) die Sektion für Theoretische Sensomotorik, die theoretische Neurowissenschaften mit Anwendungen in der biomedizinischen Technik verbindet.&nbsp;</p><p>Im folgenden Kurzinterview erklärt er, welche Ziele sich das Projekt „Relevance“ gesetzt hat.</p><p><em>Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem ERC-Synergy-Antrag! Sie erhalten mit Ihren Kollegen mehr als acht Millionen Euro. Worum geht es in dem Projekt?&nbsp;</em></p><p><strong>Martin Giese:</strong> Wir wollen erforschen, wie das Gehirn unsere Körpersprache für die nichtverbale Kommunikation analysiert, zum Beispiel beim Ausdruck von Emotionen. Solche Kommunikation wurde viel im Zusammenhang mit Gesichtsausdrücken untersucht, aber wir wollen uns auf Körperhaltungen und -Bewegungen konzentrieren. Mögen Sie jemanden, oder sind Sie eher reserviert? Begrüßen Sie jemanden mit einem Handschlag? Das sind alles Möglichkeiten, mit unserem Köper soziale Signale zu senden. Wir wollen besser verstehen, wie unser Gehirn solche Signale analysiert und die zugrundeliegenden Berechnungsprozesse herausfinden.&nbsp;</p><p>Wir werden unter anderem virtuelle Realität (VR) und Computeranimation einsetzen, um die neuronale Verarbeitung solcher Stimuli zu untersuchen. Welche Hirnregionen sind involviert, welche Berechnungen führen sie aus, und wie wechselwirken sie? Wir werden auch neue Analysemethoden und Modelle entwickeln. Das Projekt beruht wesentlich auf einer engen Wechselbeziehung von Experimenten und Modellierung.</p><p><em>Woran werden Sie und Ihr Team in Tübingen arbeiten?&nbsp;</em></p><p><strong>Martin Giese: </strong>Wir werden unter Anwendung von Lernmethoden Stimuli für Experimente in virtueller Realität entwickeln, die erlauben, einzelne Merkmale exakt zu kontrollieren. Auf der Basis gewonnener Daten werden wir neuronale Modelle entwickeln: Mit diesen testen wir Hypothesen, welche exakten Rechenoperationen der Wahrnehmung von Körperhaltungen und Körperbewegungen zugrunde liegen und wie sie durch Interaktionsaufgaben beeinflusst werden.</p><p><em>Ihr Projekt liegt im Bereich der Grundlagenforschung. Was für Anwendungen sehen Sie langfristig?&nbsp;</em></p><p><strong>Martin Giese:</strong> Wir hoffen, dass ein genaueres Verständnis der Hirnprozesse zu verbesserten Systemen für die Simulation und Analyse von Körpersignalen im Bereich der Künstlichen Intelligenz und der Virtual Reality beiträgt. Das ist zum Beispiel für intelligente Überwachungskameras und Schnittstellen zwischen Menschen und Computern wichtig, die Körpersprache des Menschen verstehen. Andere Anwendungen sind Avatare, die wie Menschen kommunizieren, oder Roboter, die menschliche Körperbewegungen verstehen. Außerdem denken wir in der medizinischen Fakultät immer an klinische Anwendungen. Virtuelle Realität kann genutzt werden, um Personen mit emotionalen Kommunikationsstörungen zu trainieren. Menschen mit Autismus haben zum Beispiel häufig Probleme, die Körpersprache anderer richtig zu interpretieren oder sie selber korrekt einzusetzen.&nbsp;</p><p class="align-right">Antje Karbe<br> &nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-45054</guid><pubDate>Fri, 11 Oct 2019 10:43:00 +0200</pubDate><title>KlarText-Preis für Wissenschaftskommunikation für Dr. Simone Behrens vom UKT</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=45054&amp;cHash=8a1c5230a9ef55323acb430e9dc2b54e</link><description>Die Klaus Tschira Stiftung zeichnet sechs Forschende aus, die einen allgemein verständlichen Artikel über ihre Doktorarbeit geschrieben haben</description><content:encoded><![CDATA[<p>In der Kategorie Neurowissenschaften konnte Dr. Simone Behrens aus der Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des Universitätsklinikums Tübingen (UKT) die Jury mit ihrem Beitrag „Ich weiß ja, dass ich dünn bin“ überzeugen. Simone Behrens studierte Psychologie in Heidelberg und München und ging dann nach Tübingen,<br> wo sie an der Graduate School of Neural &amp; Behavioural Sciences ihren Doktortitel erwarb. Der Titel ihrer Arbeit lautet „Body Size Estimation in Eating and Weight Disorders“. Sie ist Gastwissenschaftlerin am Tübinger Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme.</p><p>In ihrem Beitrag beschreibt Simone Behrens, wie sie in ihrem Promotionsprojekt die Körperwahrnehmung von Patientinnen mit Magersucht untersucht hat. Sie hat dabei unter anderem virtuelle Versionen der Patientinnen mit simulierten Gewichtsveränderungen verwendet. Behrens konnte zeigen, dass die Patientinnen sich ihres Untergewichts durchaus bewusst sind, ihr Idealkörper ist jedoch viel dünner als der von gesunden Frauen. Diese Erkenntnis könnte dabei helfen, die Behandlung der Magersucht zu verbessern.</p><p>Die Klaus Tschira Stiftung vergibt die Auszeichnung an sechs Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in diesem Jahr bereits zum 17. Mal. 2019 haben 162 Wissenschaftler einen Text in den Kategorien Biologie, Chemie, Geowissenschaften, Informatik, Mathematik, Neurowissenschaften oder Physik eingereicht. Eine Jury aus Wissenschaftlern und Journalisten hat in drei Schritten die besten Beiträge ausgewählt.&nbsp;</p><p class="align-right">Aus der&nbsp;Pressemitteilung der Klaus Tschira Stiftung vom 10.10.2019</p><p><a href="https://klartext-preis.de/pressemitteilung/presseinformation-klartext-preis-fuer-wissenschaftskommunikation-2019-verliehen/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Komplette Pressemitteilung der Klaus Tschira Stiftung mit allen Preisträgerinnen und Preisträgern</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forum</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-44997</guid><pubDate>Thu, 10 Oct 2019 11:03:11 +0200</pubDate><title>Ehrung für Hans-Joachim Lang </title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=44997&amp;cHash=8cedb9052a3ff66ad367cd96be77c43f</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size:11pt"><span style="line-height:115%"><span style="font-family:Calibri,sans-serif"><span style="font-size:12.0pt"><span style="line-height:115%"><span style="font-family:&quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;">Am 24. September 2019 wurde Honorarprofessor Dr. Hans-Joachim Lang das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Rektor Professor Dr. Bernd Engler überreichte Urkunde und Orden. Die Laudatio hielt Professor Dr. Reinhard Johler vom Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft. </span></span></span></span></span></span></p><p><span style="font-size:11pt"><span style="line-height:115%"><span style="font-family:Calibri,sans-serif"><span style="font-size:12.0pt"><span style="line-height:115%"><span style="font-family:&quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;"></span></span></span></span></span></span></p><p><span style="font-size:11pt"><span style="line-height:115%"><span style="font-family:Calibri,sans-serif"><span style="font-size:12.0pt"><span style="line-height:115%"><span style="font-family:&quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;">Hans-Joachim Lang erhält die Auszeichnung für sein langjähriges Engagement zur Aufarbeitung des Nationalsozialismus aus der Perspektive der Opfer. In seiner Laudatio hob Reinhard Johler neben einer Vielzahl von Aufsätzen zu Nationalsozialismus und Wissenschaft insbesondere zwei Bücher hervor, die die originäre Agenda des Geehrten deutlich machen: „In ‚Die Namen der Nummern. Wie es gelang, die 86 Opfer eines NS-Verbrechens zu identifizieren‘ von 2004&nbsp;und dem 2011 publizierten ‚Die Frauen von Block 10. Medizinische Versuche in Auschwitz‘ erhalten die Nummern wieder Namen. Aus gewolltem Vergessen wird wieder bewusstes Erinnern und aus Objekten werden wieder Subjekte.“ </span></span></span></span></span></span></p><p><span style="font-size:11pt"><span style="line-height:115%"><span style="font-family:Calibri,sans-serif"><span style="font-size:12.0pt"><span style="line-height:115%"><span style="font-family:&quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;"></span></span></span></span></span></span></p><p><span style="font-size:11pt"><span style="line-height:115%"><span style="font-family:Calibri,sans-serif"><span style="font-size:12.0pt"><span style="line-height:115%"><span style="font-family:&quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;"></span></span></span></span></span></span></p><p>Dieser Agenda, fuhr Reinhard Johler fort, folge&nbsp;Lang auch als Honorarprofessor am Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft der Universität Tübingen. Hier arbeitet er mit den Studierenden insbesondere zu den Themen Geschichte, Shoah und Erinnerungskultur. In gemeinsamen Exkursionen nach Ausschwitz oder nach Berlin wird das gegenwärtige, wie auch das vergangene Verhältnis zwischen nichtjüdischen und jüdischen Deutschen erlebt und reflektiert.&nbsp;</p><p class="align-right">Gesa Ingendahl</p><p><span style="font-size:11pt"><span style="line-height:115%"><span style="font-family:Calibri,sans-serif"><span style="font-size:12.0pt"><span style="line-height:115%"><span style="font-family:&quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;"></span></span></span></span></span></span></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Termine</category><category>Attempto-Forum</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-42241</guid><pubDate>Tue, 16 Jul 2019 14:53:22 +0200</pubDate><title>Science2Start Ideenwettbewerb 2019: BioRegioSTERN vergibt ersten Preis an Dr. Klaus Brilisauer</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=42241&amp;cHash=b20dfb3398ed737f4f99e3005ca23bc5</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Ein mikrobieller Wirkstoff, die sogenannte 7-Desoxy-Sedoheptulose (kurz: 7dSh), wurde jüngst in einer interdisziplinären Zusammenarbeit eines Teams von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der Mikrobiologie um Prof. Dr. Karl Forchhammer und aus der Organischen Chemie um Prof. Dr. Stephanie Grond in Cyanobakterien entdeckt (Nat. Comm. 2019).&nbsp;</p><p>Bewertet nach wissenschaftlicher Exzellenz und wirtschaftlichem Potenzial erhielt das von Dr. Klaus Brilisauer vom Institut für Organische Chemie eingereichte Konzept beim Science2Start-Ideenwettbewerb der BioRegioSTERN 2019 den 1. Preis. Der Preis wurde in feierlichem Rahmen im Kreis von Verantwortlichen aus Wirtschaft, Forschung, Politik und Finanzbranche am 11. Juli 2019 in Fellbach überreicht.</p><p>7dSh ist ein ungewöhnlicher Desoxyzucker, der mittels chemoenzymatischer Synthese schnell und kostenoptimiert produziert werden kann und der einen für Pflanzen lebensnotwendigen Stoffwechselweg hemmt. Neben seiner vielversprechenden Eigenschaft zur Unkrautvernichtung hat 7dSh, anders als synthetische Herbizide wie Glyphosat, seinen Ursprung in der Natur.&nbsp;</p><p>Als natürliches Zuckermolekül ist für 7dSh eine geringe Ökotoxizität und gute mikrobielle Metabolisierung zu erwarten.&nbsp;<br> Die Tatsache, dass dieser Naturstoff seit Millionen von Jahren von Cyanobakterien produziert wird und sich dennoch nicht in der Umwelt anhäuft, unterstützt diese Hypothese. Somit wäre eine punktgenaue und zeitlich limitierte Wirkung der 7dSh realisierbar, die erfolgreiche wirtschaftliche Anwendung versprechen könnte, jedoch keine Schäden in den Ökosystemen hinterlässt und daher eine breitere Akzeptanz in der Öffentlichkeit findet.</p><p class="align-right">Klaus Brilisauer, Karl Forchhammer, Stephanie Grond</p><p><a href="https://www.bioregio-stern.de/de/presse/zucker-gegen-unkraut-mehr-mut-fuer-deutschlands-gruender" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Pressemitteilung der BioRegio STERN GmbH</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Termine</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-42136</guid><pubDate>Mon, 15 Jul 2019 09:01:03 +0200</pubDate><title>“Serving as a bridge-builder between French and German academia”: Aspirations of a new ambassador</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/article/serving-as-a-bridge-builder-between-french-and-german-academia-aspirations-of-a-new-ambassador/</link><description>The Tübingen Center of Islamic Theology successfully nominated its distinguished research alumnus Professor Francesco Chiabotti in France as University of Tübingen Ambassador</description><content:encoded><![CDATA[<p>Since its establishment in 2011 the Center of Islamic Theology (ZITh) opened its doors to “networking with the world”. “Now we are taking a step further to ‘transfer of knowledge and expertise’ beyond the boundaries of Germany, as more and more of our alumni are getting professorships and research fellowships at prestigious universities in France, the United Kingdom, Austria, Switzerland, Turkey, Lebanon, Qatar and so forth,” says Professor Lejla Demiri, Chair of Islamic Doctrine and Deputy Director of the Center for Islamic Theology. She explains the opportunities for further international collaboration and contribution to the discourse on Islam that will arise through the ambassador appointment of her former research assistant Professor Chiabotti, who currently teaches at INALCO Paris, the Institute of Oriental Languages and Civilizations: “Thanks to his involvement in numerous international projects and networks, we are convinced that Prof. Chiabotti will provide valuable contributions towards increasing the visibility of our University and our Center in French academia in particular and Europe, North Africa and the Mediterranean basin in general.”</p><p>For Francesco Chiabotti, the University of Tübingen ambassador nomination came as a big surprise. The professor and researcher of Arabic and Islamic Studies and Medieval History, who is originally from Italy but has lived and worked in France for more than 15 years, says that Tübingen has not left his life since 2015 when he worked here as a research assistant at the ZITh. His relationship with and affection for Germany started even earlier as a student in German language and literature in Italy. Being a University of Tübingen Ambassador now opens a new chapter for him and confirms his academic bridge-building activities between Germany and other countries. “In particular, I hope that this appointment will allow me to be an advocate for the excellence of the University of Tübingen”, and refers to the academic environment at the University of Tübingen and the synergies between the new Islamic Theology and the ancient Faculties of Catholic and Protestant Theology. “This unique collaboration must be carried on in an age of separation, and frightening self-withdrawal.” Bridge-building between religions and cultures is an important opportunity and contribution to humanity and peace.</p><p>The University Ambassador title is awarded to research alumni and alumnae of the University of Tübingen whose connections to their alma mater are of outstanding quality and distinction. The ambassador network is part of Tübingen’s international research alumni relations within the framework of the University’s internationalization strategy.&nbsp;</p><p class="align-right">Christin Wannagat</p><p><a href="http://inalco.academia.edu/FrancescoChiabotti" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Francesco Chiabotti</a></p><p><a href="/zh/fakultaeten/zentrum-fuer-islamische-theologie/zentrum/" target="_blank">Center for Islamic Theology</a></p><p><a href="/zh/alumni/">Research Alumni Network TRACe</a><br> &nbsp;</p>]]></content:encoded><category>ForscherAlumni-Aktuell</category><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Termine</category><category>Attempto-Forum</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-41671</guid><pubDate>Wed, 03 Jul 2019 13:28:37 +0200</pubDate><title>Two new Ambassadors for the University of Tübingen</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=41671&amp;cHash=3dc9a7ebd391255df80c29a3b338a0c0</link><description>Two outstanding researchers in the fields of Plant Ecology and Geosciences have been appointed as University of Tübingen Ambassadors thanks to their academic distinction and outreach activities in Israel and the USA. </description><content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Merav Seifan and Professor Nadine McQuarrie both advocate greater international collaboration and student mobility for Tübingen.</p><p>It is a long-standing tradition that connects Dr. Merav Seifan from Ben Gurion University of the Negev with Tübingen. Since 2006, she has been working with her Tübingen host, Professor Katja Tielbörger, on plant ecology, starting as a Minerva fellow and then research assistant in Tübingen and later further expanding her connection with Tübingen through various joint projects, including students as well as researchers in Tübingen, Israel, Palestine and Jordan. Professor Tielbörger notes, “Dr. Seifan is a great expert especially in community ecology contributing to interdisciplinary challenges, like sustainable use of water and biodiversity that we are addressing in the Jordan River region right now”. As ambassador, Dr. Seifan views promoting the English-language programs at the University of Tübingen as a particularly effective way to increase the mobility of students and researchers between Israel and Tübingen.&nbsp;</p><p>This is also true for the other ambassador honored on Monday, June 24. “Why not study Geosciences in Germany?” The English-language Master’s program in Applied Geosciences in Tübingen is equally as excellent as in the US”, says Professor Nadine McQuarrie, Professor of Geosciences and Director of Graduate Studies at the University of<br> Pittsburgh, “and not nearly as expensive”. Her alumni relations to Tübingen date back to 2011, when she became a Humboldt Fellow and conducted research in Geosciences and Geodynamics together with the Tübingen Earth System Dynamics Research Group led by Professor Todd Ehlers. Having strong alumni relations is very common at her current university, the University of Pittsburgh, so the role of an ambassador comes easily to her. “Tübingen should have more international students, and German should not be an obstacle, but an option to learn another interesting language.” Her Tübingen host Professor Todd Ehlers, himself originally from the US, confirms the need to publicize the University of Tübingen to American students. “This is a great chance to have Nadine McQuarrie helping us to increase our international visibility.”</p><p>The University Ambassador title is awarded to research alumni and alumnae of the University of Tübingen whose connections to their alma mater are of outstanding quality and eminence. The ambassador network is part of Tübingen’s international research alumni relations within the framework of the University’s internationalization strategy.&nbsp;</p><p class="align-right">Christin Wannagat<br> &nbsp;</p><p><a href="https://in.bgu.ac.il/en/bidr/SIDEER/MDDE/Merav_Seifan/Pages/default.aspx" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Merav Seifan</a></p><p><a href="https://www.geology.pitt.edu/people/nadine-mcquarrie" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Nadine McQuarrie</a></p><p><a href="https://uni-tuebingen.de/en/faculties/faculty-of-science/departments/biology/institutes/evolutionecology/groups/plant-ecology/" target="_blank" class="external-link">Plant Ecology Group</a></p><p><a href="/zh/fakultaeten/mathematisch-naturwissenschaftliche-fakultaet/fachbereiche/geowissenschaften/arbeitsgruppen/geo-und-umweltnaturwissenschaften/geo-und-umweltnaturwissenschaften/ehemalige-geologie/geologie/" target="_blank">Earth System Dynamics Research Group</a></p><p><a href="/zh/alumni/">Tübingen Research Alumni Network TRACe</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Termine</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-41471</guid><pubDate>Fri, 28 Jun 2019 10:39:39 +0200</pubDate><title>T.J. Beveridge Award for Prof. Andreas Kappler</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=41471&amp;cHash=cf6b5e42f6ca16c74a3f9cba5e823e0a</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>During the 2019 Geobiology Conference in Banff (Canada), Andreas Kappler, professor for Geomicrobiology at the Geoscience Department of University of Tübingen received the 2019 T.J. Beveridge Award from the Geobiology Society. Terrance J. Beveridge (1945-2007) was one of the founding fathers of Geomicrobiology. His larger than life love for science and discovery brought together microbiology, geology chemistry, physics and medicine. The Terry J. Beveridge Award is given in his honour to a mid-career scientist for significant achievements in geobiology.&nbsp;</p><p>In the award ceremony, the Geobiology Society highlighted professor Kappler’s work on identifying the role of mineral-precipitating bacteria in the formation of rock depositions on early Earth, several billion years ago. In his groundbreaking work, Prof. Kappler has used modern phototrophic iron-oxidizing and iron-mineral-precipitating bacteria to demonstrate their role in the formation of the world’s largest iron ore deposits, i.e. Banded Iron Formations, that can be found all over the world. Additionally, the award committee has recognized the interdisciplinary work by Prof. Kappler studying microbial electron transfer processes in the environment, nitrate-, Cadmium- and Arsenic-contaminated soils and groundwater aquifers, as well as the functioning of drinking water filters and amendment of soils by biochar for climate migitation.</p><p>Prof. Kappler’s work is exemplified by more than 250 publications in international peer-reviewed journals.</p><p class="align-right">Dr. Casey Bryce</p>]]></content:encoded><category>MatNat-Aktuell</category><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-41330</guid><pubDate>Wed, 26 Jun 2019 14:57:57 +0200</pubDate><title>Der Körber-Preis 2019 geht an Bernhard Schölkopf</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=41330&amp;cHash=ac498389f252a4c74e00360783e86fe5</link><description>Auszeichnung für Mitbegründer des Cyber Valley</description><content:encoded><![CDATA[<p>Den mit einer Million Euro dotierten Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft 2019 erhält der deutsche Physiker, Mathematiker und Informatiker Professor Dr. Bernhard Schölkopf. Er hat mathematische Verfahren entwickelt, die maßgeblich dazu beitrugen, der Künstlichen Intelligenz (KI) zu ihren jüngsten Höhenflügen zu verhelfen. Weltweites Renommee erlangte Schölkopf mit sogenannten Support-Vektor-Maschinen (SVM). Dies sind keine Maschinen im klassischen Sinne, sondern raffinierte Algorithmen (Programmanweisungen), mit denen Computer hochkomplizierte KI-Berechnungen schnell und präzise erledigen können.&nbsp;</p><p>Bernhard Schölkopf, 51, ist ein Pionier dieser neuen industriellen Revolution, die auf Information basiert. Nach dem Studium der Physik, Mathematik und Philosophie in Tübingen und London ging der gebürtige Stuttgarter mit einem Stipendium an die amerikanischen Bell Labs, wo sein späterer Doktorvater Vladimir Vapnik gerade anfing, an SVMs zu forschen. 1997 promovierte Schölkopf an der TU Berlin in Informatik. Bereits im Vapnik-Team trug er entscheidend dazu bei, die SVM-Technologie zur Anwendungsreife zu entwickeln. Nach Tätigkeiten in Cambridge, England, und einem New Yorker Biotech-Startup wurde Schölkopf 2001 Direktor am Max-Planck-Institut (MPI) für biologische Kybernetik in Tübingen. 2011 war er einer der Gründungsdirektoren des MPI für intelligente Systeme in Tübingen.</p><h3>KI und Cyber Valley&nbsp;</h3><p>Schölkopf ist auch Mitbegründer der weltweit renommierten Initiative »Cyber Valley« in der Region Stuttgart-Tübingen. Das Cyber Valley ist eine der größten Forschungskooperationen Europas aus Wissenschaft und Wirtschaft auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz (KI). Gefördert durch das Land Baden-Württemberg sind an der Initiative beteiligt die Max-Planck-Gesellschaft mit dem Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme, die beiden Universitäten Tübingen und Stuttgart sowie führende deutsche und amerikanische Unternehmen wie Amazon, BMW AG, Daimler AG, IAV GmbH, Porsche SE, Robert Bosch GmbH und ZF Friedrichshafen AG. Im Rahmen des geplanten ELLIS-Programms (European Laboratory for Learning and Intelligent Systems) will Schölkopf »führende europäische Standorte besser miteinander vernetzen, gemeinsame Programme aufsetzen und Doktoranden ausbilden. Junge Spitzenforscher sollten nicht in die USA gehen müssen, um auf dem höchsten Niveau zu arbeiten.« Wichtig sei weiterhin eine noch umfangreichere staatliche KI-Förderung. Die Mittel des Körber-Preises will Schölkopf unter anderem in seinem Fachgebiet Kausale Inferenz und für Workshops zur Förderung des ELLIS-Projekts verwenden.</p><p>Obwohl fast alle tagtäglich damit in Kontakt kommen, weiß rund die Hälfte der Deutschen nicht, was unter dem Begriff »Künstliche Intelligenz« zu verstehen ist. »Kl ist im Spiel, wenn das Smartphone abgespeicherte Fotos automatisch nach Gesichtern und Themen wie Urlaub gruppiert«, erklärt Schölkopf, »oder Texte von einer Sprache in eine andere übersetzt.«</p><p>KI erlebt zurzeit einen weltweiten Boom, nicht zuletzt wegen ihrer wachsenden wirtschaftlichen Bedeutung. USA und China investieren Milliarden in diese Technologie, die weltweit das Arbeitsleben grundlegend verändern dürfte. Bereits vor der Jahrtausendwende sind intelligente Roboter in großem Stil in die Fabriken eingezogen, etwa in der Autoindustrie. Künftig werden intelligente Systeme auch zunehmend Routinearbeiten in Büros übernehmen.&nbsp;</p><h3>Support-Vektor-Maschinen (SVM) ähneln neuronalen Netzen</h3><p>Die von Bernhard Schölkopf mitentwickelten Support-Vektor-Maschinen ähneln dem Gehirn nachempfundenen neuronalen Netzen, liefern jedoch bei manchen Aufgaben präzisere Ergebnisse. Darüber hinaus basieren sie auf soliden mathematischen Grundlagen, was ihre Arbeitsweise transparenter macht. SVM müssen anfangs trainiert werden, wie das menschliche Gehirn beim Lernen. Ihre Besonderheit liegt darin, dass ihre Algorithmen saubere Klassifizierungen in mathematischen Räumen höherer Dimension vornehmen, der Computerdies jedoch mit vergleichsweise einfachen und schnellen Berechnungen erledigen kann.</p><p>Erste SVM-Systeme aus den 1990er-Jahren konnten handgeschriebene Ziffern auf Briefen fast so gut erkennen wie Menschen und waren besser als alle konkurrierenden Systeme. Sie gaben der Informatik auch wegen ihres systematischen mathematischen Ansatzes einen deutlichen Schub. Schölkopf ist heute der am häufigsten zitierte deutsche Informatiker und zählt gemäß dem Forschungsmagazin »Science« zu den zehn einflussreichsten Computerwissenschaftlern der Welt.</p><p>Aktuell erforscht das Schölkopf-Team am MPI Tübingen Algorithmen, die aus Daten auch kausale Zusammenhänge erkennen können. Kausale Inferenz nennt sich diese vielversprechende neue Forschungsrichtung. Ziel ist unter anderem, KI-Systeme robuster gegen Störeinflüsse zu machen. »Wenn in einer geschlossenen Ortschaft ein Tempo-30-Schild so überklebt wurde, dass es wie ein Tempo-120-Schild aussieht, dann muss das KI-System eines selbstfahrenden Autos aus dem Kontext erschließen können, dass dieses Schild zu ignorieren ist«, so Bernhard Schölkopf.</p><h3>Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft</h3><p>Der Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft 2019 wird Bernhard Schölkopf am 13. September im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses überreicht. Aus Anlass ihres 60-jährigen Bestehens erhöht die Körber-Stiftung die Dotierung des Preises ab diesem Jahr auf eine Million Euro. Damit zählt der Körber-Preis zu den weltweit höchstdotierten Forschungspreisen. »Wir wollen ein Zeichen für die Anerkennung von Spitzenforschung in Europa setzen«, so Dr. Lothar Dittmer, Vorsitzender des Vorstands der Körber-Stiftung, »und mit unserer ebenfalls neuen Regelung, dass fünf Prozent der Preissumme für die Wissenschaftskommunikation zu verwenden sind, dazu beitragen, dass diese Anerkennung auch in der Öffentlichkeit wächst.« Die Körber-Stiftung zeichnet mit dem Körber-Preis seit 1985 jedes Jahr einen wichtigen Durchbruch in den Physical oder den Life Sciences in Europa aus. Prämiert werden exzellente und innovative Forschungsansätze mit hohem Anwendungspotenzial. Nach Verleihung des Körber-Preises erhielten bislang sechs Preisträgerinnen und Preisträger den Nobelpreis.</p><p class="align-right">Pressemitteilung der Körber-Stiftung</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-41243</guid><pubDate>Mon, 24 Jun 2019 15:32:53 +0200</pubDate><title>Ferdinand-Bertram-Preis für Martin Heni</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=41243&amp;cHash=d92c1579523c6f0bfbc571fe222303a0</link><description>Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) zeichnet Tübinger Mediziner aus</description><content:encoded><![CDATA[<p>Der mit 20.000 Euro dotierte Ferdinand-Bertram-Preis der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) geht 2019 an Professor Dr. Martin Heni. Der Mediziner arbeitet an der Medizinischen Universitätsklinik Tübingen und am Institut für Diabetesforschung und Metabolische Erkrankungen des Helmholtz Zentrums München an der Universität Tübingen (IDM). Er untersucht wie das menschliche Gehirn den Stoffwechsel im gesamten Körper steuert und wie Störungen dabei zu Übergewicht und Diabetes führen.&nbsp;</p><p>Entscheidend ist dabei insbesondere die Wirkung des Hormons Insulin im Gehirn, um nach dem Essen den Stoffwechsel im Gleichgewicht zu halten. Ist dieses Regelwerk beeinträchtigt, wird im Körper Fett an ungünstigen Stellen eingelagert und der Zuckerhaushalt kommt aus dem Gleichgewicht. Wie es dazu kommen kann und was dagegen helfen könnte, erforschen Martin Heni und seine Kollegen am Tübinger Universitätsklinikum.</p><p>Die Preisverleihung fand auf dem Kongress der DDG am 31. Mai in Berlin statt. Der Ferdinand-Bertram-Preis ist der älteste und renommierteste Wissenschaftspreis der Fachgesellschaft. Mit ihm wird jährlich eine herausragende wissenschaftliche Arbeit eines Diabetologen bis zum 40. Lebensjahr ausgezeichnet.&nbsp;</p><h3>Medienkontakt:</h3><p>Universitätsklinikum Tübingen<br> Medizinische Universitätsklinik, Innere Medizin IV (Endokrinologie und Diabetologie, Nephrologie)<br> Professor Dr. med. Martin Heni<br><a href="#" data-mailto-token="ocknvq,octvkp0jgpkBogf0wpk/vwgdkpigp0fg" data-mailto-vector="2" class="mail">martin.heni<span style="display:none">spam prevention</span>@med.uni-tuebingen.de</a>&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-40755</guid><pubDate>Fri, 07 Jun 2019 16:30:35 +0200</pubDate><title>Friedrich W. Hesse wird Gründungsdirektor des Forschungsschwerpunktes D²L² an der FernUniversität Hagen</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=40755&amp;cHash=db7af52c7a8405583161e83d150b4b81</link><description>Gründungsdirektor des Leibniz-Institutes für Wissensmedien in Tübingen übernimmt Leitung des neuen Clusters „Digitalisierung, Diversität und Lebenslanges Lernen“</description><content:encoded><![CDATA[<p>Der noch junge Forschungsschwerpunkt der FernUniversität in Hagen „Digitalisierung, Diversität und Lebenslanges Lernen. Konsequenzen für die Hochschulbildung“ (D²L², bisher DDLL) hat einen Gründungsdirektor bekommen: Professor Dr. Dr. Friedrich W. Hesse, Gründungsdirektor des Leibniz-Institutes für Wissensmedien in Tübingen (IWM) und von 1999 bis 2019 Inhaber des Lehrstuhls für Angewandte Kognitionspsychologie und Medienpsychologie an der Universität Tübingen. Er war bereits in der Aufbauphase des Schwerpunktes als externer Berater tätig und übernimmt nun dessen wissenschaftliche Leitung.</p><p>Der Forschungsschwerpunkt widmet sich der Frage, welche Möglichkeiten und Notwendigkeiten sich für Hochschulen aus den großen Trends unserer Zeit ergeben: eine zunehmende Digitalisierung sehr vieler Lebensbereiche, eine zunehmende Diversität in der Gesellschaft und ein stetig wachsender Bedarf an lebenslanger Bildung und Weiterbildung. Die Institution Hochschule wird sich anpassen müssen, um daraus resultierenden geänderten Rahmenbedingungen und Wirkmechanismen gerecht zu werden.</p><p>„Professor Hesse hat sich inhaltlich und persönlich von Anfang an für den Forschungsschwerpunkt eingesetzt und diesen maßgeblich mit vorangebracht“, unterstreicht die Rektorin der FernUniversität Hagen Professorin Dr. Ada Pellert. „Wir freuen uns, dass seine Expertise nun verstetigt wird und er den wissenschaftlichen Aufbau gemeinsam mit allen Beteiligten der FernUniversität weiter voranbringen wird.“</p><h3>Wissenschaftliches Ziel</h3><p>Am interdisziplinären Forschungsschwerpunkt D²L² sind aktuell zehn Professorinnen und Professoren aller Fakultäten der FernUniversität und ein großes Nachwuchsteam beteiligt. Kooperationen mit hochkarätigen Partnern wie dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), der Humboldt-Universität zu Berlin, dem Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) oder dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen (DIE) stellen eine breite wissenschaftliche Basis und Vernetzung sicher. Wissenschaftliches Ziel des Forschungsschwerpunkts ist es, Diversität in Bezug auf die ganze Bandbreite an bildungsrelevanten Variablen zu charakterisieren.&nbsp;</p><h3>„Großes Potenzial“ in D²L²</h3><p>Hesse selbst bringt durch seine langjährigen Tätigkeiten vor allem auf dem Gebiet der Angewandten Kognitions- und Medienpsychologie, als Gründungsdirektor des Leibniz-Instituts für Wissensmedien und als ehemaliger Vize-Präsident der Leibniz-Gemeinschaft viel Erfahrung beim Aufbau von Forschungseinrichtungen mit.</p><p>Er wird das Amt an der FernUniversität für einen Zeitraum von fünf Jahren ausfüllen und sieht das große Potenzial, das in D²L² für die gesamte Hochschullandschaft steckt: „An keiner Universität in Deutschland könnte man das Thema besser untersuchen, denn hier haben wir die mit Abstand größte diverse Studierendenschaft.“</p><p class="align-right">Anja Wetter</p><h3>Wissenschaftliche Ansprechpartnerin:</h3><p>Dr. Stephanie Steimann<br> Leiterin der Geschäftsstelle des Forschungsschwerpunkts Digitalisierung, Diversität und Lebenslanges Lernen. Konsequenzen für die Hochschulbildung (D²L²)<br> Universitätsstr. 27<br> 58097 Hagen<br><span class="ut-icon ut-icon-phone-squared"></span> +49 2331 987 2797<br><a href="#" data-mailto-token="ocknvq,uvgrjcpkg0uvgkocppBhgtpwpk/jcigp0fg" data-mailto-vector="2" class="mail">stephanie.steimann<span style="display:none">spam prevention</span>@fernuni-hagen.de</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-40377</guid><pubDate>Tue, 28 May 2019 14:40:43 +0200</pubDate><title>Heidelberger Akademie der Wissenschaften zeichnet Dr. Karoline Reinhardt mit Walter-Witzenmann-Preis aus</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=40377&amp;cHash=271d44d957e986a8a3fdc355ec9835b6</link><description>Am 18. Mai vergab die Heidelberger Akademie der Wissenschaften Preise im Wert von knapp 40.000 Euro an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Baden-Württemberg. Es sollen exzellente Forschungsarbeiten der unter 40-Jährigen im Land gefördert werden. Eine der Preisträgerinnen ist Dr. Karoline Reinhardt von der Universität Tübingen.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Walter-Witzenmann-Preis, der vom gleichnamigen Pforzheimer Unternehmer gestiftet wird, prämiert wissenschaftliche Arbeiten aus dem Bereich der Kulturwissenschaften und ist mit 6.000 € dotiert. Er geht dieses Jahr an <strong>Dr. Karoline Reinhardt</strong> (Jg. 1986) zur Auszeichnung ihrer Dissertation „Migration und Weltbürgerrecht. Zur Aktualität eines Theoriestücks der politischen Philosophie Kants“. Sie geht darin von der These aus, dass sich Kants Überlegungen zum Thema Migration in einer produktiven Disharmonie zu gegenwärtig vertretenen philosophischen wie politischen „Lagern“ in der diesbezüglichen Debatte befinden. Zur Begründung dieser These stellt Reinhardt in ihrer Arbeit die neuere Debatte um Migration anhand dreier Theoriestränge vor, die diese maßgeblich strukturieren: der Kommunitarismus, der egalitaristische Kosmopolitismus und der liberale Nationalismus. Anschließend werden die für die Migrationsdebatte entscheidenden Theoriegänge in Kants politischer Philosophie erschlossen. Auf dieser Grundlage arbeitet Reinhardt schließlich die Produktivität und systematische Relevanz von Kants Theorie für die Hauptfragen der gegenwärtigen Debatte heraus und entwirft eine rechtsmoralische Migrationstheorie. Es werden dabei insbesondere die Themengebiete Asyl, (il-)legitime Abweisungsgründe, Staatenlosigkeit, der Erwerb der Staatsbürgerschaft, das Recht auf Auswanderung und individuelle Hilfspflichten sowie die Frage nach der Notwendigkeit einer „weltbürgerlichen Gesinnung“ diskutiert.</p><p>Karoline Reinhardt hat in Tübingen, New York und London Philosophie und Politikwissenschaft studiert und war danach als Koordinatorin der Forschungsstelle Politische Philosophie an der Universität Tübingen tätig. Ab Juni 2019 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) an der Universität Tübingen und bereitet ein Habilitationsprojekt im Bereich Moralphilosophie vor.</p><p class="align-right">Alisa Koch</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-40020</guid><pubDate>Wed, 22 May 2019 09:59:40 +0200</pubDate><title>Dr. Peter Eppinger erhält Roman Herzog Forschungspreis Soziale Marktwirtschaft 2019</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=40020&amp;cHash=33f077fb72f44c57aedc5e983d491e7e</link><description>Der 1. Preis des Roman Herzog Instituts (RHI), der mit einem Preisgeld von 20.000 Euro dotiert ist, geht an Dr. Peter Eppinger für seine Dissertation &quot;Essays in International Trade and Global Production&quot;</description><content:encoded><![CDATA[<p>Peter Eppinger untersucht in seiner – mit dem Roman Herzog Forschungspreis Soziale Marktwirtschaft 2019 ausgezeichneten – Doktorarbeit unter anderem, welche Auswirkungen die Verlagerung von Dienstleistungen aus Deutschland ins Ausland haben. Seine Analyse liefert klare Belege dafür, dass dieses "Service Offshoring" Arbeitsplätze in den verlagernden deutschen Unternehmen geschaffen hat.</p><p>Hintergrund der Arbeit ist, dass aufgrund technischer Innovationen viele Dienstleistungen, die früher nicht handelbar waren, heutzutage ins Ausland verlagert werden können. Seit den 1980er Jahren ist der Dienstleistungshandel daher doppelt so stark gewachsen wie das Welt-BIP. Diese Entwicklung weckt Ängste unter Arbeitnehmern und wirft die Frage auf: Bedroht "Service Offshoring" Arbeitsplätze in Deutschland? Eppingers klare Antwort: Nein, es werden dadurch sogar neue Jobs im Inland geschaffen. Dies lässt sich unter anderem durch Effizienzgewinne erklären. Denn die Unternehmen realisieren durch die Verlagerung Kosteneinsparungen, die es ihnen erlauben zu wachsen, und dadurch wiederum mehr Arbeitsplätze zu schaffen.</p><p>Professor Randolf Rodenstock, Vorstandsvorsitzender des RHI, zur Entscheidung der Jury: „Die 2019 ausgezeichneten Arbeiten beschäftigen sich alle auf ganz unterschiedliche Weise mit der Gegenwart und Zukunft der Sozialen Marktwirtschaft. Sie sind gleichermaßen ein Spiegel für die Herausforderungen, vor denen unsere Wirtschaftsordnung heute steht. Diese reichen von den Folgen der Digitalisierung – die auch eine Verlagerung von Service-Arbeitsplätzen ermöglicht – bis hin zu den verstärkten Anforderungen an Unternehmen, sozial und ökologisch zu wirken. Wichtig ist uns eine intensive Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex Soziale Marktwirtschaft sowie Umsetzbarkeit und Praxisnähe.“</p><p>Dr. Peter Eppinger ist Akademischer Rat an der Universität Tübingen am Lehrstuhl International Economics and European Integration von Professor Wilhelm Kohler, wo er 2018 promovierte. Zuvor studierte er VWL an der LMU München und an der Universität Tübingen. Seine Forschung wurde im Journal of International Economics, in Economics Letters und The World Economy publiziert. Eppinger ist Stipendiat der Joachim Herz Stiftung. Seine Forschungsschwerpunkte sind "Internationaler Handel" und "Multinationale Unternehmen". Weitere Informationen: <a href="http://www.petereppinger.com" target="_blank" rel="noreferrer">www.petereppinger.com</a>&nbsp;und zur Dissertation: <a href="http://dx.doi.org/10.15496/publikation-25683" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">http://dx.doi.org/10.15496/publikation-25683</a></p><p class="align-right">Eine Mitteilung der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forum</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-39375</guid><pubDate>Tue, 07 May 2019 10:17:43 +0200</pubDate><title>&quot;Theologischer Preis&quot; der Salzburger Hochschulwochen für Karl-Josef Kuschel</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=39375&amp;cHash=7c9275bab0eb8b976a1855a39a3f8a14</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Professor Dr. Karl-Josef Kuschel erhält in diesem Jahr den "Theologischen Preis" der Salzburger Hochschulwochen. Der renommierte Preis würdigt das theologische Lebenswerk Kuschels, welches nicht nur für die Theologie "vielfältige Impulse und Inspirationen" böte, sondern "für jedes Denken, das kulturgeschichtlich informiert religiöse Texturen in den (inter)kulturellen Gegenwarten unserer Gesellschaften dechiffrieren und verstehen will", wie es in der Begründung der Jury heißt.</p><p>Kuschels Publikationen zu Literatur und Theologie würden nicht nur von einem "profunden Verständnis" von Texten und Autoren zeugen, sondern auch "subtile wie profunde Verständigungsversuche zwischen Literatur und Theologie" darstellen. Im Bereich des ökumenischen und interreligiösen Dialogs habe Kuschels Werk darüber hinaus "Gesprächs- und Denkräume aufgeschlossen".</p><p>Verliehen wird der mit 5.000 Euro dotierte Preis am 31. Juli im Rahmen der Salzburger Hochschulwoche in Salzburg. Gestiftet wird das Preisgeld in diesem Jahr vom Benediktinerstift Melk (Abt Georg Wilfinger).&nbsp;</p><p class="align-right">Pressemeldung der KathPress (Österreich)</p><ul><li><a href="http:// www.salzburger-hochschulwochen.at" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Weitere Informationen zur heurigen "Salzburger Hochschulwoche" und zur Preisverleihung</a></li><li>Mehr Informationen (Lebenslauf, Publikationen, Projekte) zu Karl-Josef Kuschel</li><li><a href="/zh/fakultaeten/katholisch-theologische-fakultaet/lehrstuehle/institut-fuer-oekumenische-und-interreligioese-forschung/institut/" target="_blank" class="internal-link">Homepage&nbsp;Institut für Ökumenische und Interreligiöse Forschung</a></li></ul>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-38772</guid><pubDate>Wed, 24 Apr 2019 15:09:20 +0200</pubDate><title>Detlef Weigel als Mitglied in die American Academy of Arts and Sciences gewählt</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=38772&amp;cHash=c76b11fa0bfb54c9ea147b9e396233f7</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Die American Academy of Arts and Sciences hat am 17. April&nbsp;die Wahl ihrer neuen Mitglieder für 2019 bekannt gegeben. In diesem Jahr wurden mehr als 200 Personen mit herausragenden Leistungen in Wissenschaft, Wirtschaft, Regierung und Öffentlichkeit in die Akademie gewählt.</p><p>"Einer der Gründe, außergewöhnliche Leistungen zu würdigen, ist, dass das Streben nach Spitzenleistungen so oft von Enttäuschung und Selbstzweifeln begleitet wird", sagte David W. Oxtoby, der Präsident der American Academy of Arts and Sciences. "Wir freuen uns, die Exzellenz unserer neuen Mitglieder zu würdigen, ihre überzeugenden Leistungen zu feiern und sie einzuladen, der Akademie beizutreten und zu ihrer Arbeit beizutragen."</p><p>Die Akademie wurde 1780 von John Adams, James Bowdoin und anderen gegründet, die glaubten, dass die neue Republik außergewöhnlich versierte Personen ehren und sich für die Förderung des Gemeinwohls einsetzen sollte. Die doppelte Mission der Akademie bleibt auch 239 Jahre später im Wesentlichen die gleiche, mit Preisträgern aus immer vielfältigeren Bereichen und mit den Schwerpunkten Kunst, Demokratie, Bildung, globale Angelegenheiten und Wissenschaft.</p><p>"Mit der Wahl dieser Mitglieder setzt sich die Akademie für die Ideale von Forschung und Wissenschaft, Kreativität und Fantasie, intellektuellem Austausch und zivilem Diskurs sowie der unerbittlichen Suche nach Wissen in all seinen Formen ein", sagte Oxtoby.</p><p>Die Klasse 2019 besteht unter anderem aus der Dichterin Elizabeth Alexander (Andrew W. Mellon Foundation), dem Künstler Mark Bradford, der Gendertheoretikerin Judith Butler (University of California, Berkeley), dem Autor Jonathan Franzen, der ehemaligen First Lady Michelle L. R. Obama, dem Wirtschaftskapitän Charles H. Robbins (Cisco Systems), und der Schauspielerin und Dramatikerin Anna Deavere Smith.</p><p>Die Lister der neuen Mitglieder kann eingesehen werden unter <a href="https://www.amacad.org/newly-elected-members" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">amacad.org/newly-elected-members</a>.</p><p>"Während die Arbeit dieser Klasse Arbeiten umfasst, die man sich 1780 nie hätte vorstellen können - wie Kulturstudien, Cybersicherheit, Krankheitsökologie, Nanotechnologie, Paläoklimatologie und Supraleitung - verkörpern diese Mitglieder die Vision der Gründer, Wissen zu kultivieren, das in ihren Worten ein "freies, tugendhaftes und unabhängiges Volk" ist", sagte Nancy C. Andrews, die Vorsitzende des Vorstands der American Academy.</p><p>Die neue Klasse wird im Oktober 2019 in Cambridge, Massachusetts, feierlich eingeweiht und gehört zu den Mitgliedern der Akademie, die vor ihnen kamen, darunter Benjamin Franklin und Alexander Hamilton im 18. Jahrhundert; Ralph Waldo Emerson, Maria Mitchell &nbsp;und Charles Darwin im 19. Jahrhundert; und Albert Einstein, Margaret Mead, Milton Friedman und Martin Luther King, Jr. im 20. Jahrhundert.&nbsp;</p><p>Weitere bekannte Persönlichkeiten unter den lebenden Mitgliedern sind unter anderem Daniel Barenboim, Judith Dench, Norman Foster, Bill Gates, Ruth Bader Ginsburg. Herbie Hancock, Yo-Yo Ma, Toni Morrison, Anne-Sophie Mutter, Martin Scorsese, Twyla Tharp, Denzel Washington und Barack Obama.</p><p class="align-right"><em>Pressemitteilung des Max-Planck-Campus Tübingen</em></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-38118</guid><pubDate>Wed, 10 Apr 2019 11:30:23 +0200</pubDate><title>Südwestmetall-Förderpreis für Tübinger Nachwuchswissenschaftlerin</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=38118&amp;cHash=2ac3b7986a581d685c8c51ae058f5a72</link><description>Die Juristin Dr. Iris Reuter wird für ihre Doktorarbeit an der Universität Tübingen ausgezeichnet</description><content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Iris Reuter hat für ihre Doktorarbeit an der Eberhard Karls Universität Tübingen eine landesweite Auszeichnung erhalten. Die 33-jährige ist eine von neun Nachwuchswissenschaftlern aus Baden-Württemberg, denen am 9. April 2019 in einer feierlichen Veranstaltung in Stuttgart der Förderpreis des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall verliehen wurde. Reuter erhielt die Auszeichnung für ihre Dissertation zu dem Thema ‚Der Betriebsrat als Mandant im Rahmen des §111 BetrVG: Rechtsfähigkeit – Haftung – Vertreterhaftung‘.</p><p>„Mit dem Förderpreis würdigt Südwestmetall herausragende Leistungen des wissenschaftlichen Nachwuchses an den neun baden-württembergischen Landesuniversitäten“, sagte der Geschäftsführer der Südwestmetall-Bezirksgruppe Reutlingen, Dr. Jan Vetter: „An jeder Universität wird ein mit 5.000 Euro dotierter Südwestmetall-Förderpreis ausgelobt. Die Preise werden jährlich auf Vorschlag der Universitäten für wissenschaftliche Arbeiten vergeben, die für die industrielle Arbeitswelt oder deren sozialpolitische Rahmenbedingungen von Bedeutung sind.“ Sie seien in diesem Jahr bereits zum 30. Mal vergeben worden, hob er hervor.</p><p>„Wir müssen dringend aufpassen, dass wir im Zuge der Digitalisierung und Dekarbonisierung der Wirtschaft in Baden-Württemberg – ich nenne hier nur die Stichworte Industrie 4.0 und Elektromobilität – nicht unsere im internationalen Vergleich innovative Spitzenstellung verlieren. Einem exzellenten und leistungsfähigen Hochschul- und Wissenschaftssystem kommt deshalb eine Schlüsselrolle zu“, erklärte der Südwestmetall-Vorsitzende Dr. Stefan Wolf bei der Preisverleihung in Stuttgart: „Deshalb engagiert sich unser Verband über seine Initiative ‚Südwestmetall macht Bildung‘ in allen Etappen der Bildungsbiografie – von der frühkindlichen Förderung über die Schule und dualen Ausbildung bis zu den Hochschulen.“</p><p class="align-right">Pressemitteilung Südwestmetall</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-38034</guid><pubDate>Tue, 09 Apr 2019 10:50:18 +0200</pubDate><title>100. Geburtstag des Kriminologen Hans Göppinger</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=38034&amp;cHash=a1428a73755dc12b3a374fab1bd80d65</link><description>Symposium zu seinem Gedenken</description><content:encoded><![CDATA[<p>Prof. Dr. med. habil. Dr. jur. Dr. h.c. Hans Göppinger (11. April 1919 bis 5. April 1996) war seit dem Jahr 1962 Gründungsdirektor des Instituts für Kriminologie der Universität Tübingen und leitete es bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1986. Sein Lebenswerk rankt sich um die Tübinger Jungtäter-Vergleichsuntersuchung (TJVU), eine bahnbrechende Langzeitstudie von 200 Gefangenen zwischen 20 und 30 Jahren im Vergleich zu 200 gleichaltrigen Männern aus der Durchschnittspopulation, fortgeführt bis in die 1990er Jahre von seinem Amtsnachfolger Prof. Dr. Hans-Jürgen Kerner. Aus ihr entwickelte Hans Göppinger mit seinem Team das Konzept „Der Täter in seinen sozialen Bezügen“ und die Angewandte Kriminologie, eine Methode der idealtypisch-vergleichenden Einzelfallanalyse (MIVEA).</p><p>Aus Anlass des 100. Geburtstages von Hans Göppinger richteten das Institut für Kriminologie (IfK) und die Wissenschaftliche Vereinigung Tübinger Kriminologen e.V. (WVTK), die der Jubilar mitgegründet hat, am 6. April 2019 im Großen Senat der Universität ein Symposium zu seinem Gedenken aus. In Anwesenheit von ca. 60 geladenen Gästen und der beiden Kinder des Jubilars zeichnete der Dekan der Juristischen Fakultät, Prof. Dr. Jochen von Bernstorff, LL.M., in seinem Grußwort den Lebensweg von Hans Göppinger nach. „Die Juristische Fakultät ist stolz, den Gelehrten Hans Göppinger in ihren Reihen gehabt zu haben“, stellte er fest. Prof. Dr. Jörg Kinzig, jetziger Direktor des Instituts für Kriminologie, skizzierte die Arbeit des IfK und die bleibende Bedeutung seines Gründungsdirektors für Forschung und Lehre.</p><p>In Kurzvorträgen wurde Hans Göppinger als Psychiater (Prof. Dr. Klaus Foerster, Universität Tübingen), Kriminologe (Prof. Dr. Dr. Michael Bock, Universität Mainz), Institutsdirektor (Prof. Dr. Dr. h.c. Jörg-Martin-Jehle, Universität Göttingen) und Hochschullehrer (Prof. Dr. Werner Maschke, Hochschule der Polizei Villingen-Schwenningen) gewürdigt. In dem von Honorar-Professor Dr. Rüdiger Wulf moderierten Rundgespräch gingen Prof. Dr. Gabriele Schmölzer, Universität Graz, und Seniorprofessor Dr. Hans-Jürgen Kerner der Frage nach, was man aus der Arbeit von Hans Göppinger für heute lernen kann. Interdisziplinäres erfahrungswissenschaftliches Vorgehen, verbunden mit internationaler Ausrichtung, wurde dabei betont. Direktor des Amtsgerichts Christoph Freudenreich, Vorsitzender der WVTK, beschloss die Veranstaltung, die mit einem Empfang im Kleinen Senat ausklang.</p><p class="align-right">Prof. Dr. Rüdiger Wulf&nbsp;</p><h3>Kontakt</h3><p>Prof. Dr. Rüdiger Wulf<br> Institut für Kriminologie<br><span class="ut-icon ut-icon-phone-squared"></span> 07071 29-72549<br><a href="#" data-mailto-token="ocknvq,ywnhBlwtc0wpk/vwgdkpigp0fg" data-mailto-vector="2" class="mail">wulf<span style="display:none">spam prevention</span>@jura.uni-tuebingen.de</a>&nbsp;<br> &nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Termine</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-37986</guid><pubDate>Mon, 08 Apr 2019 15:36:29 +0200</pubDate><title>Ars legendi-Fakultätenpreis Sportwissenschaft 2019 geht an Verena Burk von der Universität Tübingen</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=37986&amp;cHash=432243031d966185c4b3b17963663e54</link><description>Der Ars legendi-Fakultätenpreis Sportwissenschaft wurde in diesem Jahr an Verena Burk vom Institut für Sportwissenschaft der Eberhard Karls Universität Tübingen vergeben. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Ars legendi-Fakultätenpreis Sportwissenschaft wird an Wissenschaftler vergeben, die sich durch herausragende, innovative und beispielgebende Leistungen in Lehre, Beratung und Betreuung auszeichnen. Der Preis wird vom Stifterverband, vom Fakultätentag Sportwissenschaft zusammen mit der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft in diesem Jahr zum zweiten Mal ausgelobt.</p><p>Die neunköpfige Jury aus Fachvertretern, Vertretern der Hochschuldidaktik sowie Studierenden entschied sich für Verena Burk von der Eberhard Karls Universität Tübingen. „Die hohe Qualität der Bewerbungen war beeindruckend und machte die Entscheidungsfindung nicht einfach“, sagt Detlef Kuhlmann, Vorsitzender des Fakultätentages Sportwissenschaft und Vorsitzender der Jury. „Nach eingehender Diskussion fiel die Wahl auf eine hervorragende Kandidatin, der in eindrucksvoller Weise das Ideal einer ausgewiesenen Wissenschaftlerin mit besonderem Interesse und Engagement für die Lehre verkörpert.“</p><p>Verena Burk hat die Jury durch ihre vielfältigen Projekte beeindruckt. Sie ist als Akademische Oberrätin am Institut für Sportwissenschaft der Universität Tübingen maßgeblich an der Entwicklung, Implementierung und Weiterentwicklung von Studiengängen und Lehrveranstaltungsformaten beteiligt. Darüber hinaus hat sie sich große Verdienste speziell bei der Gestaltung und Umsetzung des von ihr verantwortlich geleiteten Studienganges „Sportwissenschaft mit dem Profil Sportpublizistik“ erworben.<br> &nbsp;<br> Der Ars legendi-Fakultätenpreis Sportwissenschaft 2019 wird im Rahmen einer feierlichen Verleihung an Verena Burk übergeben, die am Freitag, 31. Mai 2019 in der Alten Aula der Universität in Heidelberg stattfindet.&nbsp;<br> &nbsp;<br> Weitere Informationen zum Preisträger und zum Ars legendi-Fakultätenpreis Sportwissenschaft finden Sie unter <a href="https://www.stifterverband.org/ars-legendi-sport" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://www.stifterverband.org/ars-legendi-sport</a>.&nbsp;</p><p>Eine Pressemitteilung des Stifterverbandes.&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-37761</guid><pubDate>Mon, 01 Apr 2019 16:00:48 +0200</pubDate><title>ERC Advanced Grant für Klaus Scheffler</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=37761&amp;cHash=877dc8ea1152010522a65dd55602e75e</link><description>Tübinger Forscher erhält 3 Millionen Euro, um die Magnetresonanz zu revolutionieren</description><content:encoded><![CDATA[<p>Professor Dr. Klaus Scheffler, Leiter der Abteilung für Hochfeld-Magnetresonanz am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik und Direktor der Abteilung für Biomedizinische Magnetresonanz an der Universität Tübingen, hat einen Advanced Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC) eingeworben. Er erhält damit eine Förderung von drei Millionen Euro über die nächsten fünf Jahre für sein Forschungsvorhaben mit dem Titel „SpreadMRI“ – Ultra-Fast, Spread-Spectrum Magnetic Resonance Imaging.</p><p>Die Magnetresonanz ist heute aus der medizinischen Diagnostik nicht mehr weg zudenken. In den letzten rund 30 Jahren hat sie sich zu einer der tragenden Säulen in der diagnostischen Radiologie entwickelt und ist zu einem wichtigen Forschungsinstrument in der Biochemie, Pharmakologie und den klinischen Wissenschaften geworden. Sie bietet eine beispiellose Vielfalt und Flexibilität bei der Erfassung biologisch relevanter Informationen. Im Vergleich zu anderen Methoden ist sie nicht invasiv und kann ohne gesundheitliche Belastung durchgeführt werden.&nbsp;</p><p>Die Magnetresonanz bietet eine einzigartige Kombination aus Vielseitigkeit, Empfindlichkeit und Spezifität. Die Aufnahmegeschwindigkeit von MR-Bilder ist ein Schlüsselfaktor, um schnelle Veränderungen bei hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung zu erfassen. Diese ist bei der Magnetresonanztomographie (MRT) im Vergleich zu anderen Techniken, wie der Ultraschall- oder Computertomographie, eher langsam.&nbsp;</p><p>Klaus Scheffler, Leiter der Abteilung für Hochfeld-Magnetresonanz am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik und Direktor der Abteilung für Biomedizinische Magnetresonanz an der Universität Tübingen, will neuartige Konzepte zur Steigerung der MR-Bildgebungsgeschwindigkeit im Vergleich zu bestehenden Techniken entwickeln.&nbsp;</p><p>Eine dieser Techniken nennt sich SpreadMRI. Diese Methode geht über die aktuellen Konzepte der Bildkodierung hinaus, indem es eine bisher ungenutzte spektrale Spin-Modulation verwendet. SpreadMRI basiert auf der schnellen und lokalen Modulation von Magnetfeldern, die durch Stromschleifen oder Hochfrequenz-Antennen erzeugt werden.&nbsp;</p><p>Man stelle sich eine Menschenmenge auf einem Platz vor. Jeder telefoniert mit seinem Handy, ohne dass sich die Frequenzen gegenseitig stören. Ähnlich verhält es sich mit der SpreadMRI. Es verteilt die Bandbreite der magnetfeldkodierten Spinfrequenzen unter Verwendung unterschiedlicher Trägerfrequenzen, die aus einer bestimmten Region des Objekts stammen. Diese räumlich einzigartige Information wird dann verwendet, um unterschiedliche Teile des Objekts zu trennen und damit die Bildgeschwindigkeit maßgeblich zu erhöhen.</p><p>Dieser neuartige Ansatz wird zu großen Veränderungen in der Hard- und Softwareentwicklung zukünftiger MRT-Scanner führen. Wenn die vorgeschlagenen Techniken und Konzepte erfolgreich sind, werden sie eine Vielzahl neuer Anwendungen in der Magnetresonanz eröffnen, sowohl im Bereich der Grundlagenforschung als auch bei klinischen Routineanwendungen. Patienten können schneller behandelt werden, es gibt weniger Bewegungsartefakte und die Aufnahmen sind klarer.&nbsp;</p><p>Weitere Informationen über die Forschung von Prof. Dr. Klaus Scheffler:&nbsp;<br><a href="https://www.kyb." target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://www.kyb. mpg.de/hochfeld-magnetresonanz</a></p><p class="align-right">Pressemitteilung des&nbsp;Max-Planck-Instituts für biologische Kybernetik</p><h3>European Research Council (ERC)</h3><p>Der Europäische Forschungsrat, der 2007 von der Europäischen Union gegründet wurde, ist die führende Förderorganisation für Spitzenforschung in Europa. Jedes Jahr wählt und finanziert sie die besten und kreativsten Forscher aller Nationalitäten und Altersgruppen für die Durchführung von Projekten in Europa aus. Der ERC bietet vier zentrale Förderprogramme an: Start-, Konsolidierungs-, Fortgeschrittenen- und Synergiezuschüsse.&nbsp;</p><p>Hochrangige Wissenschaftler in ganz Europa nutzen die von der EU finanzierten Zuschüsse, um ihre Forschungsideen umzusetzen. Ihre Arbeit könnte einige der drängenden Fragen von heute beantworten, wie beispielsweise die Verbesserung der Erzeugung und Speicherung erneuerbarer Energien. Die Zuschüssen in diesem Jahr, können außerdem zur Schaffung von 2000 neuen Arbeitsplätzen führen.</p><h3>Weitere Informationen über den ERC:</h3><p><a href="https://erc.europa.eu" target="_blank" rel="noreferrer">https://erc.europa.eu</a></p><h3>Pressemitteilung des ERC (englisch): &nbsp;</h3><p><a href="https://erc.europa.eu/news/erc-2018-advanced-grants-results" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://erc.europa.eu/news/erc-2018-advanced-grants-results</a></p><h3>Kontakt:&nbsp;</h3><p>Prof. Dr. Klaus Scheffler<br> Tel.: +49 7071 601-701<br> Mail: <a href="#" data-mailto-token="ocknvq,mncwu0uejghhngtBvwgdkpigp0ori0fg" data-mailto-vector="2" class="mail">klaus.scheffler<span style="display:none">spam prevention</span>@tuebingen.mpg.de</a></p><h3>Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik</h3><p>Das Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik ist eine von 84 Forschungseinrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V. (MPG). Das Institut erforscht die Informationsverarbeitung im Gehirn von Mensch und Tier. Experimentelle und theoretische Methoden sowie Computersimulationen helfen dabei, die Prozesse zu untersuchen, die Sinnesreize in Wahrnehmungen und Erinnerungen übersetzen, uns Entscheidungen fällen und handeln lassen.<br><a href="http://www.kyb.mpg.de" target="_blank" rel="noreferrer">www.kyb.mpg.de</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-37671</guid><pubDate>Thu, 28 Mar 2019 15:30:00 +0100</pubDate><title>Sprachatlas Nord Baden-Württemberg vorgestellt</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=37671&amp;cHash=cb8a8c9fa68ecfee37c45759a060fa52</link><description>Ministerpräsident Winfried Kretschmann: Erforschung und Dokumentation unserer Dialektlandschaft helfen, unsere Vergangenheit zu verstehen</description><content:encoded><![CDATA[<p>„Die sprachliche Vielfalt und Originalität, die wir bei uns in Baden-Württemberg haben, ist ein erhaltenswertes Kulturgut. Und dabei sind die Sprachatlanten und Dialektwörterbücher eine wunderbare Hilfe“, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Donnerstag (28. März 2019) in Stuttgart anlässlich der Vorstellung des Sprachatlas Nord Baden-Württemberg. Die Tübinger Arbeitsstelle Sprache in Südwestdeutschland dokumentiert mit dem Sprachatlas die Dialektformen im Norden Baden-Württembergs. Die Arbeitsstelle ist dem Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft angeschlossen, die Entstehung des Sprachatlas wurde gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst.</p><p>„Wo schwätzt man wie? Welche Unterschiede gibt es von Ort zu Ort? Als in Oberschwaben aufgewachsenes Kind ostpreußischer Eltern haben mich solche Fragen schon immer interessiert. Deshalb hat es mir besonders große Freude gemacht, im Sprachatlas zu stöbern. Zum Beispiel festzustellen, wie viel unterschiedliche Ausdrücke es allein im Main-Tauber-Kreis für Marmelade gibt“, so Kretschmann. „Für mich ist das schlicht Gsälz – aber dort sagen die Leute Schmier, Eingemachtes, Süß, Gelee, Streiche oder Salze dazu. Und um Mosbach und Heidelberg: Mus.“</p><p>„30 Jahre lang fehlte bei der Erforschung der Dialekte von Koblenz bis Bozen das Gebiet zwischen Mannheim und Wertheim, Karlsruhe und Ulm. Diese Lücke haben wir jetzt – nach zehnjähriger Arbeit – mit dem Sprachatlas von Nord Baden-Württemberg geschlossen“, so Prof. Dr. Hubert Klausmann von der Arbeitsstelle Sprache in Südwestdeutschland. „Jetzt können wir anhand der 485 online zur Verfügung stehenden Karten nicht nur erkennen, was schwäbisch oder was fränkisch ist und wie stark sich die verschiedenen schwäbischen und fränkischen Räume unterscheiden, sondern in Verbindung mit den Nachbaratlanten Sprachräume überprüfen und neue Sprachbewegungen erfassen. Die fünf Bände dokumentieren einerseits den ,alten‘ Sprachzustand, andererseits aber auch Neuerungen, die teils von der Standardsprache, teils von einzelnen Dialekträumen ausgehen.“</p><p>Die Erforschung und Dokumentation unserer Dialektlandschaft würde auch dabei helfen, unsere Vergangenheit zu verstehen, so Ministerpräsident Kretschmann. „In der Sprache spiegeln sich die Volkskultur und das Geistesleben der Bevölkerung. Außerdem stärkt die wissenschaftliche Beschäftigung mit unserer Dialektlandschaft das Selbstbewusstsein der Dialektsprecher. Es ist einfach eine Freude, zu sehen, wie facettenreich unsere Mundart im Land ist.“</p><p>Der Sprachatlas Nord Baden-Württemberg steht zum Download bereit unter <a href="https://publikationen.uni-tuebingen.de/xmlui/handle/10900/64865." target="_blank" rel="noreferrer">https://publikationen.uni-tuebingen.de/xmlui/handle/10900/64865.</a></p><p class="align-right">Pressemitteilung des Staatsministeriums Baden-Württemberg</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-37656</guid><pubDate>Thu, 28 Mar 2019 13:33:00 +0100</pubDate><title>Neuer ERC Advanced Grant für den Sprachwissenschaftler Gerhard Jäger</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=37656&amp;cHash=1169837a174eae95b5db3b3e12de15b7</link><description>Forschungsprojekt „CrossLingference“ verbindet historische Linguistik und linguistische Typologie</description><content:encoded><![CDATA[<p>Professor Dr. Gerhard Jäger vom Seminar für Sprachwissenschaft der Universität Tübingen hat einen Advanced Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC) eingeworben. Er erhält damit eine Förderung von 2,5 Millionen Euro über die nächsten fünf Jahre für sein Forschungsvorhaben mit dem Titel „CrossLingference“ – Cross-linguistic statistical inference using hierarchical Bayesian models. In dem Projekt will Jäger die historische Linguistik mit der linguistischen Typologie zusammenbringen. Der ERC unterstützt mit den Advanced Grants bahnbrechende und risikoreiche Forschungsansätze von etablierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit einer herausragenden Leistungsbilanz. „CrossLingference“ ist der zweite ERC Advanced Grant in Folge für Gerhard Jäger. Bereits 2013 hatte der Wissenschaftler eine Förderung für ein Projekt zur Erforschung der Sprachentwicklung erhalten.</p><p>Die historische Linguistik und die linguistische Typologie verfolgen beide das Ziel, die Variation bestimmter sprachlicher Phänomene wie etwa der Wortstellung über Einzelsprachen hinweg zu erklären. Ihre Forschungsansätze gehen jedoch weit auseinander: Die historische Linguistik befasst sich mit der Sprachgeschichte und strebt dabei eher tiefgehende Analysen an. Die Typologie dagegen nimmt Sprachen aufgrund gemeinsamer Merkmale in den Blick und forscht mehr in die Breite. Dieser Gegensatz spiegelt sich auch in statistischen und computerbasierten Modellen wider, die derzeit in den beiden Disziplinen angewendet werden. Computermodelle in der historischen Linguistik konzentrieren sich in der Regel auf den Sprachwandel in einzelnen Sprachfamilien, während die statistische Typologie diachronen Prozessen – Prozessen des Sprachwandels im Laufe der Zeit – wenig Beachtung schenkt.</p><p>Das Projekt CrossLingference möchte diese Lücke schließen. Professor Jäger wird dazu einen besonderen statistischen Ansatz nutzen, die Bayes'schen hierarchischen Modelle. Damit lässt sich die Reichweite der modernen phylogenetischen Linguistik, die sich mit der Entwicklung der Sprachfamilien von ihren Anfängen bis heute beschäftigt, auf familienübergreifende Modelle ausdehnen. Solche Modelle gehen davon aus, dass jede Sprachfamilie ihrer eigenen Dynamik folgt, sich aber in familienübergreifender Betrachtung nur eine begrenzte Zahl von Variationen entwickelt hat. Daten aus einer Sprachfamilie werden dann verwendet, um daraus Rückschlüsse auf die Prozesse in anderen Sprachfamilien zu ziehen. Diese modellbasierten Ansätze werden durch sogenannte agentenbasierte Computer-Simulationen ergänzt, die Abhängigkeiten von vielen individuellen Faktoren untereinander gut abbilden können.</p><p>Mit dem Forschungsansatz von CrossLingference will Gerhard Jäger sowohl die statistische Typologie als auch die rechnergestützte historische Linguistik nachhaltig weiterentwickeln. So sollen im Rahmen des Projekts fundierte Gesetze zur Sprachänderung formuliert werden, die eine automatisierte Rekonstruktion des Vokabulars prähistorischer Sprachstufen ermöglichen. Ein weiteres Ziel ist es, kausale Zusammenhänge zwischen typologischen Variablen zu identifizieren. Nicht zuletzt will Gerhard Jäger auch universelle Tendenzen, historische Kontingenzen und sprachliche Kontakte berücksichtigen, um Variationen bestimmter Sprachphänomene zu erklären.</p><p class="align-right"><em>Maximilian von Platen</em><br> &nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-36843</guid><pubDate>Thu, 14 Mar 2019 19:23:09 +0100</pubDate><title>Monumente und Dinge als Medien kultureller Gedächtnisse</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=36843&amp;cHash=2dceb2115939c0ff1a1d2b89a97ce225</link><description>Dr. Beat Schweizer vom SFB 1070 RessourcenKulturen war zu Gast in Rom </description><content:encoded><![CDATA[<p>Auf Einladung des Deutschen Archäologischen Instituts hatte Dr. Beat Schweizer, Bearbeiter des Teilprojekts C 03 „Ressourcen und die Formierung von Gesellschaften, Siedlungsräumen und kulturellen Identitäten der italischen Halbinsel im ersten vorchristlichen Jahrtausend“, vom 16. -&nbsp;30. Oktober 2018 einen Studienaufenthalt als Gastwissenschaftler in Rom.&nbsp;</p><p>Denn: das Ressourcenkonzept des SFB 1070 RessourcenKulturen betont einerseits die soziale Dimension, also soziale Prozesse des Umgangs mit Ressourcen in Bezug auf Identitätsbildung, andererseits die kulturelle Dimension von Ressourcen, also auch Prozesse der Symbolisierung.</p><p>Dies erlaubt, auch Monumente und Dinge in Kontexten öffentlicher und sakraler Räume als Ressourcen zu interpretieren, also als Mittel, kollektive Identitäten zu begründen, zu bewahren oder auch zu verändern.<br> In diesem Rahmen präsentierte und diskutierte Dr. Beat Schweizer während seines Aufenthaltes in Rom Konzepte des SFB 1070 sowie Ergebnisse des Teilprojekts in einem Vortrag über: „Monumente und Dinge als Medien kultureller Gedächtnisse. Grabanlagen Etruriens und der <em>Magna Graecia </em>als gesellschaftliche Ressourcen“.</p><p>Weitere Informationen sind unter folgendem Link zu finden: <a href="https://www.dainst.org/event/4199793" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://www.dainst.org/event/4199793</a>&nbsp;</p><p class="align-right">Lisa Schmidt&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forum</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-35034</guid><pubDate>Mon, 04 Feb 2019 17:14:55 +0100</pubDate><title>Ehrendoktorwürde für Tübinger Professorin Lejla Demiri</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=35034&amp;cHash=b50f695cc5adc837f278f0192ce1c4f4</link><description>Theologische Fakultät der Universität Uppsala zeichnet Inhaberin des Lehrstuhls für Islamische Glaubenslehre aus</description><content:encoded><![CDATA[<p>Professorin Dr. Dr. h.c. Lejla Demiri, Inhaberin des Lehrstuhls für Islamische Glaubenslehre am Zentrum für Islamische Theologie der Universität Tübingen, erhielt am 25. Januar 2019 die Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät der Universität Uppsala (Schweden).</p><p>Seit 1839 werden an der Universität Uppsala herausragende internationale Wissenschaftler mit dem Ehrendoktortitel gewürdigt. Die Theologische Fakultät begründete ihre Auszeichnung von Professorin Demiri damit, dass sie mit ihren umfangreichen Publikationen und durch ihre Lehre zur Entwicklung islamischer Theologie im europäischen Kontext beigetragen hat. Besonders hervorgehoben wurden ihre andauernden Bemühungen im interreligiösen Dialog zwischen muslimischen, jüdischen und christlichen Wissenschaftlern.&nbsp;</p><p>Lejla Demiri forscht zu islamischer Theologiegeschichte, zum theologischen Austausch zwischen Christentum und Islam im europäischen hohen Mittelalter und zur osmanischen Geistesgeschichte. Zudem beschäftigt sie sich mit islamischen Manuskripten, religiöser Vielfalt und interreligiösem Dialog. Am Vorabend der Verleihung hielt sie einen Vortrag zum Thema „Islamic Theology of the ‘Other‘: A Case Study from 17th Century Damascus“.</p><p class="align-right">Lea Schlenker, Zentrum für Islamische Theologie</p><ul class="ut-list ut-list--link-list"><li><a href="http://media.medfarm.uu.se/play/kanal/449/video/8566" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Video der Prozession</a></li><li><a href="https://media.medfarm.uu.se/play/kanal/449/video/8567" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Video der Verleihung</a></li></ul>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-34644</guid><pubDate>Fri, 25 Jan 2019 17:14:42 +0100</pubDate><title>Dissertationspreis der DFH 2019 für Tübinger Historikerin</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=34644&amp;cHash=10391ab93c1d89a0bb08451250a757c2</link><description>Deutsch-Französische Hochschule zeichnet Maude Williams aus</description><content:encoded><![CDATA[<p>Am 24. Januar 2019 hat die Deutsch-Französische Hochschule (DFH) und ihre Wirtschaftspartner in der Französischen Botschaft in Berlin erneut hervorragende binationale Studienabschlüsse und Promotionsprojekte ausgezeichnet.&nbsp;</p><p>Jährlich schließen über 1.500 Studierende erfolgreich ihr von der DFH gefördertes deutsch-französisches Studium mit einem Doppeldiplom ab. Sie sprechen mindestens zwei Fremdsprachen, haben im Rahmen mehrerer Auslandsaufenthalte ihre Motivation und ihr Durchsetzungsvermögen unter Beweis gestellt und interkulturelle Kompetenz erworben. Neben ihren 180 integrierten binationalen Studienprogrammen fördert die DFH auch die Mobilität von Doktoranden und unterstützt in diesem Rahmen zahlreiche Programme im Bereich der grenzüberschreitenden Forschung und Wissenschaft.&nbsp;</p><p>Mit den Exzellenz- und Dissertationspreisen würdigt die DFH nun schon seit über zehn Jahren gemeinsam mit ihren Partnern die besten von ihr geförderten Studienabsolventen und Nachwuchswissenschaftler. In der Überzeugung, dass ein frühzeitiger Austausch für beide Seiten gewinnbringend ist, bringt die DFH durch dieses Kooperationsprojekt grenzüberschreitend tätige Institutionen und Wirtschaftsakteure mit herausragenden jungen Nachwuchsakademikern aller Fachbereiche in Kontakt. Insgesamt werden in diesem Jahr elf Exzellenzpreise, dotiert mit jeweils 1.500 Euro, und drei Dissertationspreise, dotiert mit 4.500 Euro, verliehen. Die Preise werden von Wirtschaftsakteuren aus unterschiedlichen Branchen finanziert.&nbsp;</p><h3>DFH-Dissertationspreis 2019 für Tübinger Historikerin Maude Williams</h3><p>Unter den diesjährigen Dissertationspreisträgerinnen der DFH ist auch die Tübinger Historikerin Maude Williams. Sie wurde ausgezeichnet für ihre im Rahmen einer Cotutelle-de-thèse zwischen der Eberhard Karls Universität Tübingen und der Université Paris-Sorbonne verfasste Dissertation zum Thema „Kommunikation in Kriegsgesellschaften am Beispiel der Evakuierung der deutsch-französischen Grenzregion 1939/1940”. Ihr Preis wird von der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH) gefördert.</p><p><a href="https://www.dfh-ufa.org/informationen-fuer/unternehmen/exzellenzpreise/preistraeger-seit-2005/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Alle Preisträger</a></p><p><a href="https://www.dfh-ufa.org/blog/verleihung-der-exzellenzpreise-der-deutsch-franzoesischen-hochschule-2/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Pressemitteilung der&nbsp;Deutsch-Französischen Hochschule (DFH)</a><br> &nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-34389</guid><pubDate>Tue, 22 Jan 2019 09:13:51 +0100</pubDate><title>Johannes Zilkens-Promotionspreis an Tübinger Altorientalistin</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=34389&amp;cHash=801d57298c1de15946819b3c6dc18cd6</link><description>Jana Matuszak wird von der Studienstiftung des deutschen Volkes ausgezeichnet</description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Johannes Zilkens-Promotionspreis für Geistes- und Gesellschaftswissenschaften geht an Jana Matuszak für die erste vollständige philologisch-kritische Edition des sumerischen Streitgesprächs „Zwei Frauen B“, eines Schlüsseltextes der altorientalischen Literatur.</p><p>Die Jury des Friedrich Hirzebruch-Preises für Naturwissenschaften und Mathematik prämierte Jan Vogelsangs Vorstoß auf dem Feld der Elektronenmikroskopie. Der Physiker entwickelte an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg eine neue Methode, mit der sich besonders schnelle Prozesse im Nanobereich noch besser und weitgehender als bisher abbilden lassen.&nbsp;</p><p>Für die Promotionspreise 2019 wurden insgesamt 82 Projekte eingereicht. Voraussetzung für die Bewerbung ist eine mit „summa cum laude“ oder „Auszeichnung“ bewertete Promotion. Über die Vergabe der Preise entscheiden zwei Jurys aus namhaften Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.&nbsp;<br> Die beiden Preise werden im Rahmen einer Festveranstaltung am 13. Mai 2019 in Berlin verliehen.&nbsp;</p><h3>Johannes Zilkens-Promotionspreis für Geistes- und Gesellschaftswissenschaften&nbsp;</h3><p>Dr. des. Jana Matuszak erhält den Johannes Zilkens-Promotionspreis für ihre Dissertation „‚Und du, du bist eine Frau?!’ Untersuchungen zu sumerischen literarischen Frauenstreitgesprächen nebst einer editio princeps von ‚Zwei Frauen B’“, die sie im Fach Altorientalische Philologie an der Eberhard Karls Universität Tübingen anfertigte. Mit ihrer Arbeit hat sie erstmals ein literarisches Streitgespräch in sumerischer Sprache erschlossen, das zu Beginn des 2. Jahrtausends v. Chr. in Babylonien verfasst wurde. Die Jury würdigte Matuszaks Dissertation als bedeutenden Beitrag zur Grundlagenforschung in ihrem Fach sowie zur Weiterentwicklung der Editionstechnik sumerischer Texte. Darüber hinaus gelinge Matuszak mit ihrer Promotion der Brückenschlag zu breiteren literatur- und kulturwissenschaftlichen Diskursen, etwa der Dialog- und Genderforschung. Diese interdisziplinären Perspektiven, die Jana Matuszak in ihrer Analyse geschickt miteinander verknüpft, eröffnen nicht nur neue Zugänge zu alten Texten und unterstreichen deren fortdauernde Aktualität, sondern bieten zudem wichtige Impulse für weitere Forschungsbereiche über die Altorientalische Philologie hinaus.</p><p>Jana Matuszak studierte von 2007 bis 2013 Altorientalische Philologie, Vorderasiatische Archäologie und Religionswissenschaft an der Eberhard Karls Universität Tübingen, wo sie von 2014 bis 2017 auch promovierte. 2009/2010 verbrachte sie einen einjährigen Studienaufenthalt an der School of Oriental and African Studies (SOAS) University of London. Sowohl während ihres Studiums als auch während der Promotion erhielt Matuszak ein Stipendium der Studienstiftung. Matuszak wurde für ihre Dissertation bereits mit dem Promotionspreis der International Society of Assyriology ausgezeichnet. Seit September 2018 forscht und lehrt Matuszak an der SOAS University of London.</p><p class="align-right">Pressemitteilung der Studienstiftung des deutschen Volkes</p><p>&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-33843</guid><pubDate>Tue, 08 Jan 2019 18:23:33 +0100</pubDate><title>Verleihung des Anton Waldeyer-Preises 2018 an Prof. Bernhard Hirt</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=33843&amp;cHash=688269041c8cd2a25d2ba73cb7ad9b62</link><description>Im Rahmen der 113. Versammlung der Anatomischen Gesellschaft in Rostock wurde Herrn Professor Dr. med. Bernhard Hirt der Anton-Waldeyer-Preis 2018 verliehen. Die Preisverleihung fand im Rahmen der Eröffnungszeremonie der Versammlung vor ca. 250 Zuhörern im festlichen Rahmen der Aula der Universität Rostock statt.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Anton-Waldeyer-Stiftung wurde 2009 gegründet und basiert auf dem Vermächtnis des verstorbenen Universitätsprofessors Dr. med. et phil. Anton Waldeyer und seiner verstorbenen Frau Dr. med. Ursula Waldeyer an die Anatomische Gesellschaft. Mit dem Anton-Waldeyer-Preis der Anatomischen Gesellschaft sollen „hervorragende Arbeiten ausgezeichnet werden, die die Bedeutung der Anatomie für ärztliches Handeln und die enge Beziehung von Anatomie und Klinik zur Grundlage haben“.</p><p>Dass der diesjährige Preisträger diese Maxime in herausragender Art erfüllt, wurde in der Laudatio deutlich, die von Herrn Professor Dr. med. Bernhard Tillmann gehalten wurde. Prof. Tillmann war seinerzeit der erste Preisträger des Anton-Waldeyer-Preises und die Anatomische Gesellschaft freute sich, ihn als Laudator für die diesjährige Preisverleihung gewinnen zu können. Prof. Tillmann stellte humorvoll den Werdegang von Prof. Hirt dar, der zunächst „ein Doppelleben zwischen Anatomie und Hals-Nase-Ohrenheilkunde“ führte. Herr Professor Hirt entschied sich dann für eine Laufbahn in der Anatomie – ein großer Gewinn für das Fach, wie der Laudator ausführte, – und hat seit 2015 die W3 Professur für Klinische Anatomie an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen inne.</p><p>Der enge Bezug zur Klinik zeichnet die Forschung und Lehre von Herrn Prof. Hirt bis heute aus und war sicher wegweisend für viele Innovationen am Institut für Klinische Anatomie in Tübingen: Die Einrichtung von Präparier-Operationssälen, inklusive der Ausstattung für telemedizinische Übertragung und Roboter-assistierte Operationen, ermöglichten die sogenannte „Sectio Chirurgica“: Operationen aller chirurgischen Disziplinen werden an Körperspendern durchgeführt und zu Lehrzwecken live in andere Hörsäle und an andere Studienorte übertragen. Die Bedeutung der Sectio chirurgica zeigt sich nicht nur in der großen Anzahl von Nutzern, sondern wurde bereits 2015 durch die Auszeichnung mit dem Preis „Deutschland - Land der Ideen“ eindrücklich unterstrichen. Gerade die Sectio chirurgica stellt beispielhaft die enge Beziehung von Anatomie und Klinik dar und Prof. Hirt als ihr Initiator erfüllt somit in herausragender Weise das Vermächtnis von Prof. Waldeyer und seiner Frau.</p><p class="align-right">Pressemitteilung der Anatomischen Gesellschaft Universität Erlangen-Nürnberg</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-33525</guid><pubDate>Thu, 20 Dec 2018 17:30:00 +0100</pubDate><title>Wolfgang-Metzger-Preis 2019 geht an Dr. Dirk Bogner</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=33525&amp;cHash=3c9046b2baf9ef8142bc4d9759cd74bc</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Dirk Bogner, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Erziehungswissenschaft in der Abteilung Schulpädagogik, hat mit seiner Dissertation „Die Feldtheorie Kurt Lewins: Eine vergessene Metatheorie für die Erziehungswissenschaft? Eine theoretische Untersuchung ihres erziehungswissenschaftlichen Potentials und ihrer Relevanz unter besonderer Berücksichtigung der Schulpädagogik.“ den renommierten Wolfgang Metzger Preis 2019 erhalten. Der Preis wird alle zwei Jahre von der internationalen Gesellschaft für Gestalttheorie und ihre Anwendungen (GTA) und auf der Grundlage von fünf Gutachten und Empfehlungen eines internationalen wissenschaftlichen Preis-Komitees an den herausragendsten Beitrag eines Jahres zur Anwendung der Gestalttheorie in Wissenschaft und Forschung verliehen. In den vergangenen Jahren ging der Preis u.a. an den Physiker, Mathematiker und Informatiker Jan Johan Koenderink, die Psychologen Johan Wagemans, Cees von Leeuwen, Giovanni Bruno Vicario und den Neurowissenschaftler Peter Ulric Tse.&nbsp;</p><p>Der Preis ist nach Wolfgang Metzger benannt, der als Schüler Max Wertheimers als einer der führenden Vertreter der zweiten Generation der Berliner Schule der Gestalttheorie gilt. Kurt Lewin arbeitete als Psychologe gemeinsam mit Max Wertheimer, Kurt Koffka und Wolfgang Köhler am Psychologischen Institut der heutigen Humboldt Universität und entwickelte dort insbesondere sein Forschungsprogramm zur Handlungs- und Affektpsychologie weiter, das er dann später in der amerikanischen Emigration zur Feldtheorie weiterentwickelte.</p><p class="align-right">Dr. Marcus Syring<br> (Vertretungsprofessor in der Abteilung Schulpädagogik, Institut für Erziehungswissenschaft)<br> &nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-33342</guid><pubDate>Tue, 18 Dec 2018 10:35:29 +0100</pubDate><title>Preis für Tübinger Wirtschaftswissenschaftler</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=33342&amp;cHash=26c8a202d86518060fbe39173f9a22b5</link><description>Gernot J. Müller und Susanne Wellmann beim Fiscal Policy Seminar 2018 ausgezeichnet</description><content:encoded><![CDATA[<p>Mitte Dezember 2018 trafen sich im Bundesministerium der Finanzen (BMF) Experten aus Wissenschaft, Zentralbanken und Ministerien aus 14 Ländern, um über die Bedeutung funktionsfähiger und stabiler Finanzmärkte für eine solide Finanzpolitik zu diskutieren.</p><p>Unter dem Leitthema „Rethinking Market Discipline“ ging es um konkrete Fälle, wie beispielsweise die Ursachenanalyse der Schuldenkrise in Puerto Rico, um Fragen der Schaffung einer internationalen Insolvenzordnung für Staaten, Spillovereffekte in Währungsunionen und institutionelle und Marktlösungen für moral hazard.</p><h3>Preis für&nbsp;Gernot J. Müller und Susanne Wellmann</h3><p>Der Veranstaltung vorausgegangen war ein call for papers. Der beste eingereichte wissenschaftliche Beitrag wurde beim Seminar mit einem mit 5000 Euro dotierten Preis ausgezeichnet: In diesem Jahr ging der Preis an das Autorenkollektiv um Benjamin Born (Frankfurt School of Finance &amp; Management), <strong>Gernot J. Müller (Universität Tübingen)</strong>, Johannes Pfeifer (Universität Köln) und <strong>Susanne Wellmann (Universität Tübingen).</strong> Die Forscher wiesen in ihrer Arbeit nach, dass Finanzmärkte einen disziplinierenden Einfluss auf das Regierungshandeln ausüben. Über risikoangepasste Zinsen schaffen sie Anreize zur Haushaltskonsolidierung und damit zu einer nachhaltigen Haushaltspolitik.</p><p>Ein unabhängiges wissenschaftliches Komitee unter der Leitung von Prof. Andreas Peichl (ifo Institut, LMU München) hatte zuvor die eingereichten Arbeiten beurteilt und den prämierten Fachartikel ausgewählt. Die Veranstaltung soll in Zukunft jährlich durchgeführt werden.</p><p><a href="https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Internationales_Finanzmarkt/2018-12-17-Fiscal-Policy-Seminar-Praesentation.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=1" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Prä­sen­ta­ti­on des Ge­win­ner­bei­trags: "Mar­ket dis­ci­pli­ne? So­ver­eign spreads, fis­cal ad­just­ments and po­li­ti­cal tur­no­ver"</a></p><p class="align-right">Bundesministerium der Finanzen</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-33186</guid><pubDate>Thu, 13 Dec 2018 16:19:53 +0100</pubDate><title>Prof. Dr. Elisabeth Gräb-Schmidt in den Deutschen Ethikrat berufen</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=33186&amp;cHash=d27d68f12d06f15c38eaafce73c9485d</link><description>Frau Professor Dr. theol. Elisabeth Gräb-Schmidt ist neues Mitglied des Deutschen Ethikrates.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Sie wurde entsprechend dem Vorschlag der Bundesregierung von Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble mit Wirkung vom 13. November 2018 in den Deutschen Ethikrat berufen. Sie folgt auf Prof. Dr. Martin Hein, Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, der zum 12. November 2018 nach Ablauf seiner Amtszeit aus dem Deutschen Ethikrat ausgeschieden ist.</p><p>Frau Gräb-Schmidt ist Inhaberin des Lehrstuhls Systematische Theologie II am Institut für Ethik der Eberhard Karls Universität Tübingen. Sie wird erstmals im Dezember an einer Plenarsitzung des Ethikrates teilnehmen.</p><p class="align-right">Pressemitteilung des&nbsp;Deutschen&nbsp;Ethikrats</p><ul class="ut-list ut-list--link-list"><li><a href="https://www.ethikrat.org/mitteilungen/2018/prof-dr-elisabeth-graeb-schmidt-in-den-deutschen-ethikrat-berufen/" target="_blank" rel="noreferrer">https://www.ethikrat.org/mitteilungen/2018/prof-dr-elisabeth-graeb-schmidt-in-den-deutschen-ethikrat-berufen/</a>&nbsp;</li></ul>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-33085</guid><pubDate>Wed, 12 Dec 2018 17:45:37 +0100</pubDate><title>Tübinger Archäologe erhält Max Weber-Preis</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=33085&amp;cHash=3fbe90b9fd1c50a540cd24b1483423be</link><description>Bayerische Akademie der Wissenschaften zeichnet PD Dr. Martin Kovacs aus</description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Bayerische Akademie der Wissenschaften hat PD Dr. Martin Kovacs, Institut für Klassische Archäologie und SFB 1070 - RessourcenKulturen an der Universität Tübingen, für seine Forschungsergebnisse im Bereich der Spätantike Anfang Dezember mit dem Max Weber-Preis ausgezeichnet</p><h3>Dissertation über „Kaiser, Senatoren und Gelehrte.“</h3><p>In der Laudatio der Akademie heißt es dazu: „Martin Kovacs ist ein herausragender Nachwuchswissenschaftler im Fach Klassische Archäologie. Die Güte seiner Arbeiten zeigt sich bereits in der 2014 erschienenen Dissertation „Kaiser, Senatoren und Gelehrte. Untersuchungen zum spätantiken männlichen Privatporträt“. Darin bietet der Autor eine vollkommen überzeugende chronologisch gegliederte Behandlung des männlichen Privatporträts vom 4. bis zum 6. Jahrhundert n. Chr., wobei er differenzierte stilistische Besprechungen der Porträts mit übergreifenden Fragestellungen wie „Stil als Bedeutungsträger“ oder der Funktion von Bildnissen verbindet. Immer wieder bietet Martin Kovacs dabei exkursartige Behandlungen mit eigenständigen Akzenten zu spezifischen Aspekten wie der oft diskutierten Frage „barbarischer“ Haartracht in der Spätantike. Auch die Einbeziehung des historischen Umfelds und vor allem der antiken Quellen zum Porträt und den zugrundeliegenden Idealen ist sehr souverän und überzeugend gelungen. Es handelt sich bei dieser Arbeit um ein Grundlagenwerk für das Porträt des 4. bis 6. Jahrhunderts n. Chr., in dem die souveräne Beherrschung klassisch archäologischer Methoden und Inhalte mit der gelungenen Einbeziehung althistorischer und kulturhistorischer Aspekte verbunden ist.“</p><p>Martin Kovacs ist seit August 2017 im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 1070 RessourcenKulturen wissenschaftlicher Mitarbeiter am Archäologischen Institut der Universität Tübingen. Im Jahr 2018 hat er sich an der Universität Freiburg mit einer Arbeit zu den Porträts Alexanders des Großen habilitiert.&nbsp;</p><p>Die Bayerische Akademie der Wissenschaften würdigt seine Arbeit weiter: „Mit seinen Monografien und Aufsätzen hat Martin Kovacs grundlegende Forschungsergebnisse gewonnen und wesentliche Forschungsimpulse gegeben. Er verbindet sehr überzeugend detaillierte Einzelbeobachtungen mit der Fähigkeit zur übergreifenden Synthese. Besonders hervorzuheben ist außerdem die sprachliche Qualität seiner Publikationen.“</p><p class="align-right">Pressemitteilung der Bayerischen Akademie der Wissenschaften</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-31531</guid><pubDate>Thu, 08 Nov 2018 09:31:42 +0100</pubDate><title>Gastwissenschaftler für Universität Tübingen: Max-Planck-Humboldt-Medaille für Mathematiker Sam Payne</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=31531&amp;cHash=3b58728ee2dab83d4eb7d5bc59693dc9</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Mathematiker Sam Payne, Professor an der University of Texas in Austin, hat für seine Leistungen auf dem Feld der tropischen Geometrie die Max-Planck-Humboldt-Medaille verliehen bekommen. Er war dafür von der Universität Tübingen vorgeschlagen worden und wird 2019 als Gastwissenschaftler in Tübingen forschen und lehren. Die Medaille wurde am Mittwoch im Beisein von Dekan Professor Wolfgang Rosenstiel und Professorin Hannah Markwig in Berlin übergeben.</p><p>Die tropische Geometrie kombiniert Methoden der diskreten Mathematik und der algebraischen Geometrie. Die diskrete Mathematik beschäftigt sich mit Operationen in endlichen oder zumindest abzählbar unendlichen Mengen; anders als in der Analysis spielt Stetigkeit bei ihr keine Rolle. Die algebraische Geometrie verknüpft die abstrakte Algebra – insbesondere das Studium von Ringen – mit der Geometrie. Erkenntnisse aus der tropischen Geometrie fließen in viele Gebiete ein, etwa in der mathematischen Physik oder bei der Lösung von Optimierungsproblemen. Payne hat während eines sechsmonatigen Gastaufenthalts bereits am Max-Planck-Institut für Mathematik in Bonn geforscht.&nbsp;</p><p>Mit dem Preisgeld der mit 60.000 Euro dotieren Max-Planck-Humboldt-Medaille plant er nun für 2019 einen längeren Forschungsaufenthalt an der Universität Tübingen, wo er seine Studien in Zusammenarbeit mit den Kollegen vor Ort vertiefen und voranbringen wird. Die Tübinger Mathematik bietet Payne ein attraktives Forschungsumfeld: zum einen aufgrund ihrer Stärken in Algebra, Geometrie und mathematischer Physik, zum anderen wegen der Möglichkeit der Zusammenarbeit mit der Tübinger Mathematikerin Hannah Markwig, einer ausgewiesenen Expertin der tropischen Geometrie.&nbsp;</p><p>Die Max-Planck-Gesellschaft und die Alexander von Humboldt-Stiftung verleihen die Max-Planck-Humboldt-Medaille an Forscherinnen und Forscher aus dem Ausland, deren Arbeiten sich durch herausragendes Zukunftspotenzial auszeichnen. Diese werden für zeitlich begrenzte Aufenthalte an einer deutschen Hochschule oder Forschungseinrichtung gewonnen.&nbsp;</p><p><a href="https://www.mpg.de/12404759/max-planck-humboldt-forschungspreis" target="_blank" rel="noreferrer">https://www.mpg.de/12404759/max-planck-humboldt-forschungspreis</a>&nbsp;</p><p class="align-right">Wolfgang Rosenstiel</p><p><strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=73B_EtMoyy0&amp;feature=youtu.be" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Video der Max-Planck-Gesellschaft zur Verleihung&nbsp;der Max-Planck-Humboldt-Medaille&nbsp;an Sam Payne</a></strong></p><p class="align-right">&nbsp;</p><h3><strong>Kontakt:</strong></h3><p>Prof. Dr. Wolfgang Rosenstiel<br> Universität Tübingen<br> Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät<br><a href="#" data-mailto-token="ocknvq,yqnhicpi0tqugpuvkgnBwpk/vwgdkpigp0fg" data-mailto-vector="2" class="mail">wolfgang.rosenstiel<span style="display:none">spam prevention</span>@uni-tuebingen.de</a>&nbsp;<br> &nbsp;<br> Prof. Dr. Hannah Markwig<br> Universität Tübingen&nbsp;<br> Fachbereich Mathematik<br><a href="#" data-mailto-token="ocknvq,jcppcjBocvj0wpk/vwgdkpigp0fg" data-mailto-vector="2" class="mail">hannah<span style="display:none">spam prevention</span>@math.uni-tuebingen.de</a></p><p>&nbsp;</p><p>Fachbereich Mathematik: <a href="https://uni-tuebingen.de/de/34383" target="_blank">https://uni-tuebingen.de/de/34383</a>&nbsp;&nbsp;<br> &nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>attempto_online_Landingpage</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-31389</guid><pubDate>Mon, 05 Nov 2018 16:55:50 +0100</pubDate><title>Gastprofessur an der Harvard Medical School für Diabetologe Norbert Stefan</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=31389&amp;cHash=2a12bbcaf37bba748b6fd882be911559</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Professor Dr. Norbert Stefan, Inhaber der Heisenberg-Professur für klinisch-experimentelle Diabetologie an der Universität Tübingen und Forscher des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD), erhielt eine Gastprofessur an der Harvard Medical School. Er wird dort seine Forschung zu Prävention und Therapie des Typ-2-Diabetes ausbauen und in enger Zusammenarbeit mit den amerikanischen Kollegen neue Strukturen der Interaktion auf dem Gebiet der Diabetesforschung mit der Universität Tübingen und dem DZD etablieren. Mitte September hielt er seine Antrittsvorlesung in Boston.&nbsp;</p><p>In Harvard arbeitet Stefan mit Professor Morris White (Division of Endocrinology of the Department of Medicine, Boston Children’s Hospital) zusammen. Gemeinsam wollen sie die Hepatokinforschung* weiter ausbauen und vertiefen, um die Rolle der Fettleber bei der Entstehung des Typ-2-Diabetes und von kardiovaskulären Erkrankungen aufzuklären. Außerdem sind gemeinsame klinische Studien geplant, um zu untersuchen, welche Auswirkungen Fettverteilungsstörungen auf das Risiko für Typ-2-Diabetes und seine Folgeerkrankungen bei Jugendlichen und Erwachsenen haben. Ziel ist es, eine enge wissenschaftliche Kooperation der Diabetesforschung an der renommierten Harvard Medical School mit der Medizinischen Klinik IV des Universitätsklinikums Tübingen, dem Helmholtz Zentrum München und dem DZD zu etablieren.</p><p>Stefan ist Inhaber der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Heisenberg-Professur für klinisch-experimentelle Diabetologie an der Medizinischen Klinik IV des Universitätsklinikums Tübingen. Außerdem leitet er die Abteilung Pathophysiologie des Prädiabetes im Institut für Diabetesforschung und Metabolische Erkrankungen (IDM) des Helmholtz Zentrums München an der Universität Tübingen. In enger Zusammenarbeit mit Professor Hans-Ulrich Häring, Leiter der Medizinischen Klinik IV und des IDM Tübingen, liegt der Schwerpunkt seiner Forschung in der genauen Charakterisierung des Risikos für Typ-2-Diabetes. Im Rahmen des klinisch-experimentellen Forschungsansatzes hat Stefan wegweisende Konzepte zur Stratifikation des Diabetesrisikos erarbeitet. Dazu gehören die Identifikation und Erforschung der stoffwechselgesunden Adipositas, des stoffwechselkranken Normalgewichts, der Hepatokine (Leberhormone) und der Determinanten des Erfolges einer Lebensstilintervention zur Prävention des Typ-2-Diabetes und seiner Folgeerkrankungen.</p><p>Schwerpunkt seiner Arbeit der vergangenen Jahre war die Erforschung der Ursachen und Folgen der nichtalkoholischen Fettlebererkrankung. Stefan hat die erste Multicenterstudie des DZD zur Therapie der nichtalkoholischen Fettlebererkrankung geleitet und ist mit vielen nationalen und internationalen Wissenschaftspreisen ausgezeichnet worden.</p><p>*Hepatokine sind Lebereiweiße</p><p class="align-right">Pressemitteilung des Deutsches Zentrums für Diabetesforschung e.V.</p><h3>Kontakt:</h3><p>Prof. Dr. Norbert Stefan<br> Universitätsklinikum Tübingen<br> Medizinische Klinik, Abteilung IV<br> norbert.stefan(at)med.uni-tuebingen.de</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-31040</guid><pubDate>Fri, 26 Oct 2018 17:44:03 +0200</pubDate><title>Ergänzungsmethode zu Tierversuchen: Tübinger Forscher ausgezeichnet</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=31040&amp;cHash=a13dc622ba24aadf9efc4b22c0b9cdd9</link><description>Niklas Schwarz erhält Förderpreis „Ersatz und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch“ des Landes Baden-Württemberg – das von ihm entwickelte Verfahren erweitert Methodenspektrum in der Hirnforschung </description><content:encoded><![CDATA[<p>Für die Entwicklung eines Verfahrens, dass die Untersuchung menschliches Hirngewebe über mehrere Wochen in der Petrischale ermöglicht, erhält&nbsp;Dr. Niklas Schwarz vom Hertie-Institut für klinische Hirnforschung, sowie der Universität und dem Universitätsklinikum Tübingen den Förderpreis „Ersatz und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch“ des Landes Baden-Württemberg.&nbsp;Mit der neuen Methode lassen sich einige Fragen nun direkt an menschlichen Hirngeweben klären, wofür bislang Tierexperimente nötig waren. So kann etwa in der Petrischale getestet werden, welche Wirkung neue Arzneistoffe auf menschliches Hirngewebe haben. Mittlerweile nutzen mehrere Labore weltweit erfolgreich das Tübinger Verfahren, das vor einem Jahr in der Fachpresse vorgestellt wurde. Die Preisverleihung fand am 25. Oktober 2018 im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Stuttgart statt. Das Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro wird Schwarz für zukünftige Studien nutzen.</p><p>„Ich freue mich sehr über die Anerkennung unserer Forschung “, sagt Preisträger Schwarz. Gemeinsam mit Kollegen war es ihm erstmals gelungen, menschliche Gehirnschnitte über mehrere Wochen in der Petrischale am Leben zu halten. Dies war möglich, weil sie anstatt der standardisierten Nährlösung Hirnwasser nutzen, das sie von Patienten gewannen. „Das menschliche Gehirn scheint sehr geringe Toleranzgrenzen für die Kultivierung außerhalb des menschlichen Körpers zu haben“, erläutert Schwarz. „In der Standardnährlösung stirbt menschliches Gewebe im Gegensatz zu Tiergewebe schnell ab, weshalb meist auf Tierversuche zurückgegriffen wird.“ Wenn es in seiner natürlichen Umgebung – dem Hirnwasser – aufbewahrt wird, sind die Zellen auch nach drei Wochen anatomisch gut erhalten und funktionsfähig, so seine Erkenntnis.&nbsp;</p><p>Mit dem Verfahren lassen sich neben der Verträglichkeit von Arzneimitteln nun auch Erbgutveränderungen direkt an menschlichen Gehirnschnitten erforschen, die mit Erkrankungen des menschlichen Nervensystems assoziiert sind. „Wichtig ist: Wir nutzen ausschließlich Gewebe, das im Rahmen von notwenigen Hirnoperationen entfernt wird – etwa, um einen Tumor zu beseitigen. Die Patienten müssen zudem im Vorfeld der wissenschaftlichen Verwendung zugestimmt haben“, betont sein Kollege Dr. Henner Koch.</p><p>Das von den Tübinger Hirnforschern entwickelte Verfahren ergänzt die zur Verfügung stehenden Methoden, um das Gehirn zu untersuchen. Ihre Methode kann dabei helfen, künftig die Anzahl von Versuchstieren in der Forschung zu reduzieren – vollständig Tierversuche ersetzen wird sie jedoch nicht. „Untersuchungen an Tiergewebe lassen sich nicht immer zu hundert Prozent übertragen – mit entsprechenden Restrisiken für freiwillige Probanden von Medikamentenstudien“, sagt Schwarz. „Jede Frage erfordert jedoch ihre eigene Methode, um Antwort zu finden. Manche Erkenntnisse lassen sich nur im intakten Organismus gewinnen – und hierbei sind wir auch auf Tierversuche angewiesen.“&nbsp;</p><h3>Originalpublikation</h3><p>Schwarz et al., (2017): Human Cerebrospinal fluid promotes long-term neuronal viability and network function in human neocortical organotypic brain slice cultures. <em>Scientific reports</em>, 7, 12249&nbsp;<br> DOI: 10.1038/s41598-017-12527-9</p><p>Pressemeldung zur Originalpublikation (19.10.2017)</p><ul class="ut-list ut-list--link-list"><li><a href="http://www.hih-tuebingen.de/presse/pressemeldungen" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Neues Verfahren ermöglicht die Kultivierung menschlicher Gehirnschnitte in der Petrischale</a></li></ul><h3>Pressekontakt:</h3><p>Dr. Mareike Kardinal<br> Leitung Kommunikation&nbsp;<br> Hertie-Institut für klinische Hirnforschung<br> Otfried-Müller-Str. 27<br> 72076 Tübingen<br> Tel: 07071 29-8 88 00<br> Fax: 07071 29-2 50 04<br> Mail: mareike.kardinal@medizin.uni-tuebingen.de</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-30797</guid><pubDate>Tue, 23 Oct 2018 09:57:38 +0200</pubDate><title>Gesellschaft für Naturkunde verleiht Walter-Schall-Preis 2018</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=30797&amp;cHash=9c526bb3ae5876c683c14b3015784f92</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg e. V. hat auch in diesem Jahr wieder den Walter-Schall-Preis verliehen. Der seit 1985 verliehene, von Obergeologierat Dr. Walter Schall gestiftete und mit insgesamt 3.500 Euro dotierte Preis ging in diesem Jahr unter anderem an zwei Tübinger Wissenschaftler.&nbsp;</p><p>Dr. Philipp Unterweger erhielt für seine Doktorarbeit im Bereich der Initiative „Bunte Wiese Tübingen“ den ersten Preis. Dr. Matthias Warnecke arbeitete über die Kartierung und Modellierung von Muschelkalk im südwestdeutschen Raum und wurde ebenfalls ausgezeichnet. Beide sind ehemalige Doktoranden der Universität Tübingen.</p><p>Jürgen Trautner,&nbsp;Leiter der Arbeitsgruppe Tierökologie und Planung in Filderstadt, erhielt für sein Buch über die Laufkäfer Baden-Württembergs einen Ehrenpreis der Gesellschaft.</p><p>Weitere Infos zum Preis: <a href="http://www.gesellschaft-naturkunde-wuerttemberg.de/walter-schall-preis.html" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">http://www.gesellschaft-naturkunde-wuerttemberg.de/walter-schall-preis.html</a>&nbsp;&nbsp;<br> &nbsp;&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;</p><p class="align-right"><br> Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg e. V.</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-30019</guid><pubDate>Mon, 08 Oct 2018 16:11:52 +0200</pubDate><title>Tübingen Geoscientist Todd Ehlers elected member of Academia Europaea</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/article/tuebingen-geoscientist-todd-ehlers-elected-member-of-academia-europaea/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Tübingen Geoscientist Professor Todd Ehlers has been elected as a member of the Academia Europaea in October 2018. The Academy thus honored Ehlers' success as a researcher in the interactions between climatic, tectonics, surface processes, and biota as applied to the evolution of active mountain ranges and adjacent sedimentary basins. “I consider this award as an achievement for the broader internationalization goals of the University”, Ehlers said in his first reaction.</p><p>The Academy´s Board of trustees invited in September 302 international scholars to accept membership of the Academia Europaea 2018, following a rigorous peer review process. The Academia Europaea is the leading international academy in Europe and covers the fields of humanities, law, economics, social and political sciences, mathematics, medicine, and natural sciences. It has about 4,000 members. Amongst them are seventy-two Nobel Laureates, several of whom were elected to the Academia before they received the prize. The Academy also functions as an advisory body for the ERC, and EU. Its registered office and headquarters is based in London.</p><p>Since 2009, Todd Ehlers has been professor for Geoscience at the University of Tübingen. He holds an ERC Consolidator Grant and is co-coordinator of German Priority Program (SPP) 1803, “EarthShape: Earth Surface Shaping by Biota”. Since 2017, Ehlers has been chairperson of the Department of Geosciences at Tübingen University.&nbsp;</p><p class="align-right">Karl G. Rijkhoek</p>]]></content:encoded><category>Geowissenschaft-Aktuell</category><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-28906</guid><pubDate>Wed, 12 Sep 2018 08:32:10 +0200</pubDate><title>Jennifer Svaldi neue Vizepräsidentin der Deutschen Gesellschaft für Essstörungen</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=28906&amp;cHash=3bc9741bb97395a7bf81891ce971b7fd</link><description>DGESS wählt Tübinger Professorin für Klinische Psychologie und Psychotherapie in den Vorstand</description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Deutsche Gesellschaft für Essstörungen (DGESS) hat einen neuen Vorstand gewählt, neue Vizepräsidentin ist Dr. Jennifer Svaldi, Professorin für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität Tübingen.</p><p>Die DGESS hat zum Ziel, die Forschung auf dem Gebiet der Essstörungen zu fördern und die Befunde in die Praxis zu tragen.&nbsp;</p><p>Essstörungen zählen zwar nicht zu den häufigsten psychischen Erkrankungen, sind jedoch mit gravierenden körperlichen und psychosozialen Folgeerscheinungen verbunden und nehmen unbehandelt zumeist einen chronischen Verlauf. Zu den bekanntesten Formen zählt die Anorexia nervosa, auch Magersucht genannt. Sie ist unter anderem durch ein extrem niedriges Gewicht gekennzeichnet. Kernsymptom der Bulimia nervosa sind wiederkehrende Essanfälle, gefolgt von kompensatorischen Strategien wie beispielsweise selbst herbeigeführtem Erbrechen oder der Einnahme von abführenden Medikamenten. Ähnlich wie die Bulimia nervosa ist auch die Binge Eating-Störung von Essanfällen gekennzeichnet, allerdings zeigen die Betroffenen hier keine regelmäßigen Kompensationsstrategien. Zu den weniger bekannten Essstörungen zählt beispielsweise Pica, bei der nicht nahrhafte und nicht zum Verzehr bestimmte Stoffe von den Betroffenen zu sich genommen werden, zum Beispiel Erde, Seife oder Wolle.&nbsp;</p><p>Studien zeigen, dass sich die Rate an Neuerkrankungen bei Essstörungen in den letzten Jahren entgegen der Erwartungen nicht erhöht hat. Besorgniserregend ist jedoch, dass Personen immer jüngeren Alters an Essstörungen erkranken. Die Behandlungserfolge für Essstörungen sind nicht zufriedenstellend; dies gilt insbesondere für die Anorexia nervosa. Diese eher schlechten Prognosen hängen auch damit zusammen, dass es zwar viele Hinweise auf einzelne Risikofaktoren gibt, die an der Entstehung und Aufrechterhaltung von Essstörungen beteiligt sind –&nbsp;beispielsweise ein geringes Selbstwertgefühl oder Figur- und Gewichtssorgen –, dieses Wissen jedoch weiterhin sehr fragmentarisch ist. Auch werden Forschungsergebnisse oft nicht oder mit einem großen zeitlichen Verzug in die Praxis getragen beziehungsweise von ihr aufgenommen.&nbsp;</p><p>An dieser Schnittstelle setzt die Aktivität der DGESS an. Ziel der interdisziplinären Fachgesellschaft ist es, durch die kontinuierliche Zusammenarbeit von Expertinnen und Experten aus verschiedenen medizinischen und psychologischen Disziplinen Forschung hinsichtlich der Entstehung und Aufrechterhaltung von Essstörungen sowie deren Behandlung zu fördern. Darüber hinaus will die Vereinigung der Versorgungslandschaft auf der Basis der Forschungsbefunde evidenzbasierte Empfehlungen zur Behandlung von Essstörungen vermitteln. Durch diese Aktivitäten sollen Prävention, Früherkennung, Diagnostik und Therapie von Essstörungen optimiert werden, wobei die Interessen der Betroffenen und der Angehörigen in Deutschland bestmöglich vertreten werden.&nbsp;</p><p>Zur neuen Präsidentin der DGESS wurde Dr. Silja Vocks, Professorin für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität Osnabrück, gewählt. Die Funktion des Schatzmeisters hat weiterhin Dr. Hans-Christoph Friederich, Professor für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Universität Düsseldorf, inne. Neu im Amt als Schriftführer bzw. Beisitzer sind Dr. Stefan Ehrlich, Professor für Psychosoziale Medizin und Entwicklungsneurowissenschaft an der Universität Dresden, und Dr. Martin Teufel, Professor für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Universität Duisburg-Essen.&nbsp;</p><p class="align-right">Maximilian von Platen</p><h3>Kontakt:&nbsp;</h3><p>Prof. Dr. Jennifer Svaldi<br> Universität Tübingen&nbsp;<br> Institut für Psychologie&nbsp;<br> Schleichstraße 45<br> 72076 Tübingen&nbsp;<br> Tel: +49 7071 29-77301&nbsp;<br> jennifer.svaldi@uni-tuebingen.de</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-27829</guid><pubDate>Thu, 16 Aug 2018 12:53:32 +0200</pubDate><title>Hohe Auszeichnung für Tübinger Tropenmediziner</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=27829&amp;cHash=0a8f4ba9d7e5e3caac3d206409182f57</link><description>Peter Kremsner erhält Verdienstorden „L&#039;Ordre National du Merite Gabonais au Grade de Chevalier“</description><content:encoded><![CDATA[<p>Anlässlich des Gabunischen Nationalfeiertages ist dem Direktor des Tübinger Instituts für Tropenmedizin, Professor Peter Kremsner, der Verdienstorden „L'Ordre National du Merite Gabonais au Grade de Chevalier“ verliehen worden. Die Ordensverleihung fand am 16. August in der Hauptstadt Libreville statt. Kremsner erhielt die Auszeichnung aus der Hand von Premierminister Emmanuel Issoze-Ngondet.&nbsp;</p><p>Professor Kremsner wurde für seine langjährigen Leistungen in Bereich der medizinischen Forschung sowie für die Ausbildung einer Generation von Gabuner Wissenschaftlern am „Centre de Recherches Médicales de Lambaréné“ (CERMEL) gewürdigt. Das unabhängige Forschungszentrum unterhält enge Beziehungen zu zahlreichen Hochschulen weltweit, darunter die Universität Tübingen, die Medizinische &nbsp;Universität Wien und die Universität Amsterdam. Erforscht werden vor allem Malaria, Tuberkulose und Wurmerkrankungen. Dem CERMEL angeschlossen ist seit 2017 eine Schule für Gesundheitsberufe, an der Ärzte und medizinisches Personal ausgebildet werden.&nbsp;</p><p class="align-right">Dr. Bertrand Lell</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-27638</guid><pubDate>Mon, 13 Aug 2018 10:15:00 +0200</pubDate><title>Bundesregierung beruft Prof. Dr. Katja Schenke-Layland in die Zentrale Ethik-Kommission für Stammzellforschung (ZES) </title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=27638&amp;cHash=744f953110482f0eec1245cf58b1ba02</link><description>Bundesgesundheitsminister Jens Spahn setzt für die seit 2002 bestehende Kommission auf die herausragende biomedizinische Expertise der neuen Institutsleiterin des NMI Reutlingen</description><content:encoded><![CDATA[<p>Am 7. August 2018 berief das Bundesministerium für Gesundheit Frau Prof. Dr. Katja Schenke-Layland, Leiterin des NMI Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut an der Universität Tübingen, in die Zentrale Ethik-Kommission für Stammzellenforschung (ZES). Die interdisziplinär zusammengesetzte Kommission von Experten aus den Bereichen Ethik, Theologie, Biologie und Medizin prüft Anträge nach dem Stammzellgesetz (StZG) im Hinblick auf die Hochrangigkeit der Forschungsziele, die ausreichende Vorklärung des Forschungsprojektes und die voraussichtliche Notwendigkeit der Verwendung humaner embryonaler Stammzellen (hES-Zellen). Die ZES bewertet, ob das Forschungsvorhaben in diesem Sinne ethisch vertretbar ist und gibt zu jedem Forschungsvorhaben, in dem die Verwendung humaner ES-Zellen geplant ist, gegenüber der Genehmigungsbehörde, dem Robert Koch-Institut, eine Stellungnahme ab. Die ZES wurde erstmals mit Inkrafttreten des Stammzellgesetzes zum 01.07.2002 berufen.&nbsp;</p><p>Katja Schenke-Layland hat zum 1. April 2018 die Leitung des NMI, einem Institut der Innovationsallianz Baden-Württemberg, übernommen. Gleichzeitig hat sie bereits seit 2011 eine Professur für Medizintechnik und Regenerative Medizin an der Eberhard Karls Universität Tübingen inne. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören die Stammzellforschung und die Erforschung der extrazellulären Matrix – beides mit dem Ziel, sie für die Regenerative Medizin nutzbar zu machen. Dieser Hintergrund wird der Kommission einen wichtigen Blickwinkel auf die Bewertung der Forschungsvorhaben in der Stammzellforschung ermöglichen.</p><p>„Mir war es schon immer ein Bedürfnis, eine gesellschaftsrelevante, innovationsorientierte Forschung mit dem Ziel der Anwendung in der Medizintechnik und Regenerativen beziehungsweise Personalisierten Medizin voran zu treiben. Insofern freue ich mich sehr über die Berufung in die ZES, die mir eine Mitgestaltung in einem wichtigen Zukunftsfeld des Landes ermöglicht“, zeigte sich Schenke-Layland über die Aufnahme in die Kommission erfreut. Für das NMI und die Innovationsallianz Baden-Württemberg bedeutet die Berufung einen großen Erfolg und eine besondere Wertschätzung der Arbeit.</p><p>Weitere Informationen zur ZES finden Sie unter&nbsp;<a href="https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/ZES/zes_node.html" target="_blank" rel="noreferrer">https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/ZES/zes_node.html</a>.</p><p class="align-right">Pressemitteilung des NMI</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-27641</guid><pubDate>Mon, 13 Aug 2018 10:05:00 +0200</pubDate><title>Annette Widmann-Mauz besuchte das Zentrum für Islamische Theologie </title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=27641&amp;cHash=32f2502bfa09a523ca16f920cb637ca4</link><description>Die Staatsministerin informierte sich über das Lehrangebot des Zentrums</description><content:encoded><![CDATA[<p>Das Zentrum für Islamische Theologie der Universität Tübingen hat Annette Widmann-Mauz, Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, am 25. Juli 2018 zu einem Informationsbesuch empfangen. Teilnehmende waren Rektor Professor Dr. Bernd Engler, Kanzler Dr. Andreas Rothfuß, die Vorstandsmitglieder und einige Hochschullehrerinnen und -lehrer des ZITh, Mitglieder des konfessionsgebundenen Beirats sowie Vertreter der christlichen Theologien und des Weltethos-Instituts Tübingen.&nbsp;</p><p>In einem zweistündigen Gespräch informierte sich Annette Widmann-Mauz über die Struktur, das Lehrangebot, die Forschungsschwerpunkte und die europäischen und internationalen Forschungsprojekte des Zentrums. Ein besonderes Interesse lag auf den Lehramtsangeboten des ZITh, der Zusammenarbeit mit dem Beirat und den muslimischen Verbänden sowie auch der europäischen Vernetzung der Bildungsangebote und den wissenschaftlichen Arbeiten und theologisch-gesellschaftlichen Projekten im Bereich der Integration und Prävention von Radikalisierung muslimischer Jugendlicher.</p><p>Nach einer Vorstellungsrunde aller Teilnehmenden wurde das ZITh in einer einführenden Präsentation von seinem Direktor, Apl.-Prof. Dr. Erdal Toprakyaran, vorgestellt, gefolgt von einer ausführlichen Darstellung der Lehramtsstudiengänge „Bachelor und Master of Education“ im Fach Islamische Religionslehre durch Jun.-Prof. Dr. Fahimah Ulfat, der Leiterin der Studienkommission des ZITh.&nbsp;</p><p>Für den Bereich der Forschung und Internationalisierung stellte Prof. Dr. Lejla Demiri, stellvertretende Direktorin des ZITh, die Enzyklopädie „Christian-Muslim Relations: A Bibliographical History 1500-1900 (CMR 1900)“ bestehend aus fünf regionalen Forschungsfeldern (Afrika und Amerika, West- und Osteuropa, Mittlerer Osten und Nordafrika) als Beispiel eines internationalen Forschungsprojekts vor. Prof. Dr. Demiri koordiniert die regionale Forschung „Mittlerer Osten und Nordafrika“ und editiert den Forschungsbereich „Osmanisches Reich“. Koordinator des Gesamtprojekts ist die Universität Birmingham in Großbritannien.&nbsp;</p><p>Außerdem wurde das Lehr- und Forschungsprojekt Inter-Religio „Religions et convictions en partage“ von Jun.-Prof. Dr. Ruggero Vimercati Sanseverino vorgestellt. Das Projekt, das vom EU-Fond für regionale Entwicklung gefördert wird, hat zum Ziel, grenzüberschreitende europaweite Lehr- und Forschungsmodelle im Bereich Interreligiöse Studien zu entwickeln. Projektteilnehmer sind die Universitäten Straßburg, Basel, Freiburg, Tübingen und Heidelberg sowie die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg.&nbsp;</p><p>Jun.-Prof. Dr. Abdelmalek Hibaoui präsentierte schließlich ein vom BMBF im Rahmen seines Programms „Migration und institutioneller Wandel“ gefördertes Forschungsprojekt zu muslimischen Jugendlichen im Jugendstrafvollzug, welches das ZITh in Kooperation mit dem Institut für Kriminologie der Universität Tübingen in einer ersten Förderphase bis 2021 durchführt. In diesem Projekt wird untersucht, wie sich die zunehmende Einwanderung und der demografische Wandel auf den Jugendstrafvollzug auswirkt. Zentral bei der Untersuchung ist die Frage nach einer möglichen Radikalisierung während des Aufenthalts im Vollzug.&nbsp;</p><p>Zum Abschluss wurde der geplante Neubau für das ZITh mit Anbindung an den Gebäudekomplex der Christlich-Theologischen Fakultäten vorgestellt. Die drei Theologien bilden künftig einen beispielhaften gemeinsamen Campus für eine interdisziplinäre Zusammenarbeit in Lehre und Forschung.&nbsp;</p><p class="align-right">Elisabeth Jurcic</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Termine</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-24257</guid><pubDate>Tue, 24 Jul 2018 18:23:00 +0200</pubDate><title>Ursula M. Händel-Tierschutzpreis für Tübinger Mathematiker und Mediziner Hamid Reza Noori </title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=24257&amp;cHash=fc8239995d28205224090ee97e002533</link><description>DFG zeichnet zwei Alternativmethoden zu Tierversuchen aus</description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Mathematiker und Mediziner PD Dr. Dr. Hamid Reza Noori vom Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit dem diesjährigen Ursula M. Händel-Tierschutzpreis 2018 ausgezeichnet. Den in diesem Jahr zweigeteilten Preis erhält auch die Toxikologin Prof. Dr. Ellen Fritsche vom Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Der mit jeweils 50.000 Euro dotierte Preis wird bereits zum siebten Mal an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verliehen, die den Tierschutz in der Forschung im Sinne des 3R-Prinzips verbessern. Die drei R stehen dabei für Replace (Vermeiden), Reduce (Verringern) und Refine (Verbessern). </p><p><br> Die Preisträgerin und der Preisträger wurden unter 16 Bewerberinnen und Bewerbern ausgewählt. Wegen des sehr starken Bewerberfelds entschloss sich die Jury in diesem Jahr, den Preis zu teilen. Noori wird für seinen Einsatz von Big Data in der Neurobiologie ausgezeichnet, wodurch sich Tierversuche deutlich reduzieren lassen können. Fritsche erhält den Preis für die Entwicklung eines Testsystems für Chemikalienwirkungen, das die eigentlich bei toxikologischen Tests vorgeschriebenen Tierversuche in Zukunft möglicherweise vollständig ersetzen könnte. </p><p><br> „Die DFG als Forschungsförderorganisation hat ein ureigenes Interesse an einer konsequenten Umsetzung und Weiterentwicklung des 3R-Prinzips. Die Qualität von Forschungsergebnissen ist unmittelbar an einen verantwortlichen Umgang mit Versuchstieren geknüpft“, sagte DFG-Vize-präsidentin Prof. Dr. Katja Becker, die den Ursula M. Händel-Tierschutzpreis am 23. November 2018 in Berlin verleihen wird. Die Preisverleihung findet statt im Rahmen der Eröffnung des neuen Forschungszentrums „Charité 3R – Replace, Reduce and Refine“ in der Hörsaalruine des Berliner Medizinhistorischen Museums der Charité. </p><p><br> PD Dr. Dr. Hamid Reza Noori nutzt neue Ansätze aus Mathematik, Datamining und Maschinellem Lernen, um die Vielzahl publizierter Daten aus neurobiologischen Forschungsprojekten der letzten Jahrzehnte an Ratten auszuwerten. Allein durch die komplexe Analyse vorhandener Daten gelang es Noori – ohne einen weiteren Tierversuch – die biochemischen Schaltkreise im Rattengehirn aufzuklären, die grundlegend für die Informationsverarbeitung im Gehirn sind. Die Daten von zurzeit fast 150 000 Ratten stellt Noori in einem zweiten Schritt in zwei Open-Access-Datenbanken zur Verfügung, die Forscherinnen und Forscher weltweit nutzen können, um neuroanatomische und neuropharmakologische Forschungsfragen zu bearbeiten. Die Datenbanken helfen dabei, Fragestellungen in silico, also durch Analyse bereits vorliegender Datensätze zu beantworten, oder neue Versuche stringenter zu planen. Die Nutzbarmachung von Big Data im Bereich der präklinischen Neurowissenschaften birgt insgesamt großes Potenzial für den Tierschutz in der Forschung. </p><p><br> Der Ursula M. Händel-Tierschutzpreis geht auf die Initiative seiner gleichnamigen Stifterin zurück. Die Düsseldorferin Ursula M. Händel (1915–2011) setzte sich über Jahrzehnte in vielfältiger Weise für den Tierschutz ein. Dem Tierschutz in Wissenschaft und Forschung besonders verbunden, stellte Händel der DFG die Mittel für den Tierschutzpreis zur Verfügung. Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben. </p><p class="align-right">Pressemitteilung der Deutschen Forschungsgemeinschaft</p><h3>Weiterführende Informationen </h3><p>Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der DFG</p><p>Tel. +49 228 885-2109</p><p>presse@dfg.de</p><h3>Ausführliche Informationen zum Preis, seiner Stifterin Ursula M. Händel und den Preisträgerinnen und Preisträgern</h3><p>www.dfg.de/haendel-preis </p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-24250</guid><pubDate>Tue, 24 Jul 2018 16:58:38 +0200</pubDate><title>Ulrike Cress in den Vorstand der Deutsche Telekom Stiftung berufen </title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=24250&amp;cHash=1767c7645e4349b586a20fae3e71283a</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Mit der Berufung von Prof. Dr. Ulrike Cress zur stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden hat die Stiftung eine kompetente Partnerin ins Boot geholt. Als Direktorin des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM), dem deutschlandweit renommiertesten Forschungsinstitut zum Thema Digitale Bildung, wird die Lernpsychologin die praktische Stiftungsarbeit mit Ansätzen und Befunden aus Wissenschaft und Forschung verknüpfen.</p><p>Mit Wirkung vom 1. Juli wurde Prof. Dr. Ulrike Cress, Direktorin des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM) in Tübingen, zur stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Deutsche Telekom Stiftung berufen. Die Stiftung gehört zu den größten Unternehmensstiftungen Deutschlands und engagiert sich für gute MINT-Bildung in der digitalen Welt. Ulrike Cress freut sich über die neue Aufgabe und betont die inhaltlichen Bezüge zwischen den Themen der Stiftung und ihrer Forschungsarbeit am Leibniz-Institut für Wissensmedien: „Mit der Digitalisierung kommen auf die Bildungsinstitutionen neue Herausforderungen und Aufgaben zu. Dabei zeigt die Forschung, was effiziente Lehr-Lernsettings ausmacht und wie digitale Medien Lernprozesse unterstützen können. Diese effizienten Szenarien in die Breite zu bringen, ist nun eine vordringliche Aufgabe für Bildungsträger. Die Deutsche Telekom Stiftung hat hier eine wichtige Vorreiterrolle. Besonders gut gefällt mir, dass ihre Initiativen die gesamte Bildungskette berücksichtigen.“</p><p>Cress ist für fünf Jahre auf das Amt berufen. Vorsitzender ist Prof. Dr. Wolfgang Schuster, ehemaliger Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart: „Wir freuen uns sehr, dass wir Ulrike Cress als neues Mitglied im Vorstand begrüßen können. Sie repräsentiert Forschung und Entwicklung innovativer und kreativer Medienszenarien in unterschiedlichsten Bereichen und ist bereits als Mitglied in der Expertengruppe ‚Digitales Lernen Grundschule‘ der Deutsche Telekom Stiftung aktiv.“</p><p class="align-right">Pressemitteilung des IWM</p><h3>Weitere Informationen:</h3><p>Dr. Bettina Renner<br> Persönliche Referentin der Direktorin<br> Email: b.renner@iwm-tuebingen.de<br> Telefon: +49 7071 979-233</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-23930</guid><pubDate>Mon, 16 Jul 2018 17:48:55 +0200</pubDate><title>Neue Emmy Noether-Forschungsgruppe zur Wechselwirkung zwischen Ozean und antarktischen Eisschelfen</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=23930&amp;cHash=5950b5b643d3db9bd7ee6d3bcba9d2f5</link><description>Der Geophysiker Reinhard Drews wirbt Förderung für eigenständige Arbeitsgruppe ein</description><content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Reinhard Drews, Postdoktorand im Bereich Geologie und Geodynamik der Universität Tübingen unter der Leitung von Professor Todd Ehlers, erhält im Rahmen des Emmy Noether-Programms der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) die Möglichkeit, eine eigene Arbeitsgruppe aufzubauen. Sein Forschungsprojekt „Quantifizierung der Wechselwirkungen zwischen Eis und Ozean mittels geophysikalischer Methoden und Modellierungen“ wird in den kommenden fünf Jahren mit rund 1,5 Millionen Euro gefördert.</p><p><br> Drews untersucht die Dynamik von Eisschichten. Sein Untersuchungsgebiet ist die Antarktis, die er bereits vier Mal im Rahmen von deutschen und belgischen Antarktisprogrammen für Forschungsfeldarbeiten bereist hat. In seinem Emmy Noether-Projekt will er geophysikalische Methoden mit der Robotik verbinden, um die Strukturen und die Stabilität der schwimmenden antarktischen Eisschelfe zu untersuchen. Ziel ist es, die Schmelzraten abzuleiten, um Vorhersagen zur Entwicklung des Meeresspiegels zu verbessern. „Es sind hauptsächlich zwei Mechanismen, die das Eis in der Antarktis zum Schmelzen bringen: Zum einen brechen am äußersten Rand immer wieder Eisberge ab, das nennt man Kalben. Sie driften ab und schmelzen in anderen Regionen. Zum anderen transportiert der Ozean Wärme an den Eisschild, der dadurch an der Basis abschmilzt“, erklärt Reinhard Drews. Im neuen Projekt will er vor allem den Einfluss des Ozeans auf die Schmelzrate untersuchen. Außerdem interessiert ihn, wie stark Klimaschwankungen diese Dynamik beeinflussen.</p><p><br> An der Universität Tübingen arbeitet Drews mit Professor Todd Ehlers aus dem Bereich Geologie und Geodynamik, dem Informatiker Professor Andreas Zell, Professor Paul Bons aus der Strukturgeologie zusammen sowie mit Juniorprofessorin Ilka Weikusat, die die Mikrostruktur von Eis untersucht. Weitere externe Kooperationspartner sind das Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar-und Meeresforschung, die Université Libre de Bruxelles und das Forschungszentrum Jülich.</p><p><br> Reinhard Drews studierte Physik an der Universität Bremen und wurde 2012 mit einer Arbeit über die Rekonstruktion von Klimasignalen aus der Schichtung des Antarktiseises am Alfred-Wegener-Institut promoviert. Nach seiner Promotion forschte er bis 2016 als Postdoktorand an der Université Libre de Bruxelles in Belgien und seither an der Bayrischen Akademie der Wissenschaften und der Universität Tübingen. Die Förderung im Emmy Noether-Programm bietet Nachwuchswissenschaftlern einen Weg zu früher wissenschaftlicher Selbständigkeit, um durch die Leitung einer eigenen Arbeitsgruppe die Befähigung zum Hochschullehrer zu erwerben.</p><p class="align-right"><br> Janna Eberhardt</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-23628</guid><pubDate>Wed, 04 Jul 2018 17:46:09 +0200</pubDate><title>Eshed Ohn-Bar Receives a Humboldt Research Fellowship to Work with Professor Andreas Geiger</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=23628&amp;cHash=5f6e26947f28171653b407f96ffa5489</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Each year, the Alexander von Humboldt Foundation grants approximately 500 fellowships to researchers from abroad of all nationalities and disciplines. The fellowship allows researchers to perform long-term research at the institution of their choice in Germany.</p><p>Dr. Eshed Ohn-Bar will be joining the Autonomous Vision Group as a Humboldt fellow to collaborate with Professor Andreas Geiger at the University of Tübingen and Max Planck Institute for Intelligent Systems. The fellowship will allow Eshed to focus on tackling critical research challenges in computer vision for autonomous vehicles.</p><p>“I envision a world with safe transportation systems and no road traffic injuries. Towards this goal, I work on enabling assistive and autonomous systems to understand, predict and interact with humans around them,” Eshed says. </p><p>Currently a postdoctoral researcher in the Robotics Institute at Carnegie Mellon University, Eshed's research in intelligent vehicles has received numerous awards, including the best Ph.D. dissertation award from the IEEE Intelligent Transportation Systems Society.</p><p>“Professor Geiger and his group are constantly pushing the research frontier of robotics and self-driving cars, I’m really excited about this opportunity to come to Germany and pursue my research passion with such world-renowned experts!” explains Eshed.</p><p class="align-right">Maximilian von Platen</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-22264</guid><pubDate>Wed, 20 Jun 2018 11:05:21 +0200</pubDate><title>Auszeichnung für Tübinger Computer Vision Wissenschaftler würdigt Cyber Valley als Vorreiter der KI-Forschung</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=22264&amp;cHash=d3247ec725dcc8ac44f23d6de36e5625</link><description>Erstmals geht der renommierte IEEE PAMI Young Researcher Award an einen deutschen Forscher</description><content:encoded><![CDATA[<p>Andreas Geiger, Leiter der Forschungsgruppe Autonomes Maschinelles Sehen am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme (MPI-IS) und Professor für Learning-based Computer Vision and Autonomous Vision an der Universität Tübingen, erhält den Young Researcher Award des IEEE Pattern Analysis and Machine Intelligence (PAMI) Technical Committee auf der diesjährigen IEEE Conference on Computer Vision and Pattern Recognition (CVPR). Der Preis ist die renommierteste Auszeichnung im Bereich Computer Vision für einen jungen Forscher. Geiger ist der erste Wissenschaftler aus Deutschland, der ihn erhält, und der dritte Forscher in Europa. </p><p>„Diesen Preis zu gewinnen bedeutet mir sehr viel, da er die internationale Bedeutung der Arbeit meiner Gruppe anerkennt und zeigt, dass wir auf Augenhöhe sind mit den besten Computer Vision Forschungslabors der Welt", erklärt Geiger.</p><p>Es war nur eine Frage der Zeit, bis der renommierte IEEE PAMI Young Researcher Award an einen Wissenschaftler geht, der sowohl am MPI-IS als auch an der Universität Tübingen forscht. Es zeigt einmal mehr, dass die Region Stuttgart-Tübingen – bekannt als Cyber Valley – Weltspitze ist im Bereich künstliche Intelligenz (KI). Cyber Valley ist eine der größten Forschungskooperationen Europas auf diesem Gebiet: Rund um das Neckartal wird außergewöhnliche Forschung auf den Bereichen Computer Vision, Robotik und maschinelles Lernen betrieben. Das MPI-IS nimmt zusammen mit den Universitäten Tübingen und Stuttgart eine international führende Rolle in diesen Forschungsfeldern ein. </p><p>„Andreas Geiger hat großen Einfluss auf das Gebiet der Bildverarbeitung und damit auf die Industrie. Er veranschaulicht, worum es bei Cyber Valley geht", sagt Michael Black, Geschäftsführer des Max-Planck-Instituts für intelligente Systeme und Sprecher von Cyber Valley. „Wir gewinnen und halten die besten Köpfe im hart umkämpften KI-Talentepool. Damit bauen wir eine Weltklasse-Gemeinschaft an Wissenschaftlern hier im Cyber Valley auf. Wir stärken die KI-Ausbildung, entwickeln bahnbrechende Technologien und beschleunigen die Akzeptanz der KI in Deutschland". </p><p>Der IEEE PAMI Young Researcher Award würdigt Andreas Geiger für seinen herausragenden Beitrag zur Überwindung der Kluft zwischen Computer Vision, Machine Learning und Robotik: Geiger ist der erste Forscher weltweit, der das autonome Fahren als ein herausragendes Gebiet innerhalb dieser Forschungsfelder etabliert hat. Zum einen entwickelt er einige der leistungsfähigsten Modelle zur robusten Lösung anspruchsvoller Bildverarbeitungsaufgaben im Kontext autonomer Systeme, insbesondere in den Bereichen 3D-Rekonstruktion, 3D-Bewegungseinschätzung und 3D-Szenenverständnis. Seine Software ermöglicht es Computern, verschiedene Situationen z.B. im Straßenverkehr zu erkennen und zu klassifizieren. Während die Menschen gelernt haben zu filtern, was wichtig ist, um ein Ziel sicher erreichen zu können, bringen Geiger und sein Team Computern an Bord selbstfahrender Autos bei, worauf es ankommt und was nur eine Blume am Straßenrand ist. Phänomenale Rechenleistung ist hier im Spiel, wenn spezielle Sensoren Millionen von Pixeln pro Sekunde filtern und entsprechende Signale senden, damit das Auto sicher durch den Verkehr kommt. </p><p>Zum anderen entwickelt Geiger einige der anspruchsvollsten Datensätze und Benchmarks für die Wahrnehmung autonomer Fahrzeuge. „Meine Recherchen und Datensätze vereinfachen Entscheidungen, die Autofirmen treffen müssen, wenn es darum geht, welche Algorithmen für die Bearbeitung einer Aufgabe geeignet sind", erklärt Geiger. „Unsere Arbeiten zum Szenenverständnis bieten eine Perspektive für wirklich autonomes Fahren ohne spezielle hochauflösende Karten oder teure Laserscanner. Darüber hinaus werden mehrere unserer Algorithmus-Innovationen in Testfahrzeugen rund um den Globus eingesetzt. Zum Beispiel 2013 während der autonomen Fahrt des Forschungsfahrzeugs S 500 Intelligent Drive von Mercedes-Benz, das selbstständig auf den rund 100 Kilometern zwischen Mannheim und Pforzheim fuhr – die Strecke, auf der einst Bertha Benz Geschichte schrieb".</p><p>Herausragende Forscher wie Geiger, die komplizierte Bilderkennungsalgorithmen schreiben können, sind selten – daher weltweit hoch im Kurs. Die größten Computer- und Autokonzerne befinden sich nämlich derzeit in einem harten Wettbewerb um die besten autonomen Fahrzeuge und konkurrieren deshalb um Experten im Bereich Computer Vision und Künstliche Intelligenz (KI). Geiger jedoch bekennt sich zu Deutschland und Cyber Valley. </p><p>„Ich schätze meine Freiheit", sagt Geiger. „Durch die Forschung am MPI-IS und an der Universität Tübingen kann ich meine Forschungsprojekte völlig eigenständig auswählen und die Richtung meiner Forschung jederzeit ändern. Das gibt mir die Möglichkeit, auch mal riskantere Projekte in Angriff zu nehmen. Da Cyber Valley Industrie und Forschungseinrichtungen in einem lebendigen Umfeld zusammenbringt, kann ich zudem meine Kooperationspartner frei wählen. Derzeit arbeiten wir mit der deutschen Automobilindustrie vor Ort zusammen – ein lebhafter Austausch. Wir bringen Engineering und KI-Know-how zusammen, um den Status Quo der Technik voranzutreiben.“</p><p>Seit März dieses Jahres ist Andreas Geiger Professor am Fachbereich Informatik der Universität Tübingen. Gleichzeitig leitet er die Forschungsgruppe Autonomes Maschinelles Sehen am MPI für Intelligente Systeme. Seit Juni 2016 ist er dort Forschungsgruppenleiter. Bis Februar dieses Jahres war er Gastprofessor in der Computer Vision and Geometry Group an der ETH Zürich in der Schweiz. Zwischen Juni 2013 und Mai 2016 war er Forschungswissenschaftler und Gruppenleiter in der Abteilung für Perzeptive Systeme, geleitet von Direktor Michael Black. Von September 2008 bis Mai 2013 war Geiger wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Mess- und Regelsysteme am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), wo er mit einer Dissertation über "Probabilistische Modelle für das Verständnis von 3D-Stadtszenen aus beweglichen Plattformen" promovierte.</p><p>Geiger erhielt bereits zahlreiche Preise, darunter den Deutschen Mustererkennungspreis der Deutschen Arbeitsgescheinschaft für Mustererkennung (DAGM) und den Heinz Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Jahr 2017. Im Februar 2015 erhielt er den Preis für die beste Doktorarbeit des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).</p><p>CVPR gilt als die führende Konferenz für Computer Vision und Mustererkennung weltweit.  Geiger wurde während der Konferenz, die in Salt Lake City in Utah stattfindet, als einer von zwei Preisträgern mit dem IEEE PAMI Young Researcher Award ausgezeichnet. Der andere Gewinner ist Kaiming He, Research Scientist bei Facebook AI Research. </p><p>Mehr über CVPR 2018 erfahren Sie unter: <a href="http://cvpr2018.thecvf.com/" target="_blank" rel="noreferrer">http://cvpr2018.thecvf.com/</a></p><p>Um mehr über das Cyber Valley zu erfahren, besuchen Sie: <a href="http://www.cyber-valley.de" target="_blank" rel="noreferrer">www.cyber-valley.de</a></p><p class="align-right">Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme<br></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-21888</guid><pubDate>Mon, 11 Jun 2018 15:59:22 +0200</pubDate><title>Sophia Jahns receives International Fatma Moalla Award for the Popularization of Mathematics</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=21888&amp;cHash=bd941b4a9693ccc8a2b065d437fb1da1</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>This year‘s International Fatma Moalla Award for the Popularization of Mathematics goes to Sophia Jahns, who is currently a scientific employee and PhD candidate at the Mathematical Institute of University of Tübingen. It is the first edition of this bi-annual prize, which is awarded by the Tunesian Women Mathematician Association (TWMA). It was proposed by and named after Fatma Moalla, the first Tunesian to receive the aggrégation in mathematics in France, and the first Tunesian woman to receive a doctorate in mathematics in France.</p><p>The award-winning contribution is entitled „Getting to know a beetle’s world - classification of closed 3-dimensional manifolds“. It explores through the eyes of a beetle in an imaginary computer game different kinds of curved spaces. The classification of these spaces - called closed 3-dimensional manifolds - has been a long-standing problem; mathematicians tried for almost a century to get a complete picture of which kinds of these objects exist. This was achieved as late as 2003 by Grigorij Perelman in a historic breakthrough.</p><p>Sophia Jahns‘ text introduces the mathematical concepts in a visual way and traces the historic development of the proof, outlining how the different mathematical areas of geometry and topology interweave in the classification of 3-dimensional manifolds.</p><p>The scientific referee for the award, Dr. Ali Maalaoui, states in his referee report that “the way [the topic] was presented makes it a perfect fit within the scope of the criteria of the award“.<br> The full text of Sophia Jahn is available under:<br><a href="https://twma.files.wordpress.com/2018/05/jahns_detailedtext.pdf" target="_blank" rel="noreferrer">https://twma.files.wordpress.com/2018/05/jahns_detailedtext.pdf</a>.</p><p>Sophia Jahns is involved in different science communication projects around the globe, designing and teaching workshops for various audiences as well as working with museums and in the publishing sector.</p><p>The award ceremony will take place in Tunis in November 2018, with participation of Fatma Moalla.</p><p class="align-right">Carla Cederbaum</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-21847</guid><pubDate>Fri, 08 Jun 2018 16:28:28 +0200</pubDate><title>Sarah Wiethoff erhält den Förderpreis „For Women in Science“</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=21847&amp;cHash=d5505df2acdb65f3d082eaaa5a6b64d7</link><description>Die Medizinerin erforscht die genetischen und zellulären Grundlagen von seltenen neurodegenerativen Erkrankungen und vereinbart erfolgreich Karriere und Familie</description><content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Dr. Sarah Wiethoff vom Hertie-Institut für klinische Hirnforschung, dem Universitätsklinikum sowie der Universität Tübingen ist mit dem diesjährigen „For Women in Science“-Förderpreis ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und wird jährlich von der deutschen UNESCO-Kommission und L’Oréal Deutschland in Partnerschaft mit der Christiane Nüsslein-Volhard-Stiftung an herausragende Wissenschaftlerinnen mit Kindern vergeben. Wiethoff erforscht die genetischen und zellulären Grundlagen von seltenen neurodegenerativen Erkrankungen. Zusätzlich bildet sich die Medizinerin und bald zweifache Mutter zur Fachärztin für Neurologie fort. Die Preisverleihung fand am 4. Juni 2018 im Rahmen der „Global Female Leaders“ Konferenz in Berlin statt.</p><p>„Die ideelle und finanzielle Unterstützung durch den Förderpreis gibt Mut und Aufwind“, erklärt Preisträgerin Wiethoff. „Erfolgreich Wissenschaft zu betreiben ist eine Herausforderung – mit Kindern ist es noch einmal mindestens doppelt so schwer. Da ist es toll, dass ein solches Programm existiert.“ Das Preisgeld ist zur einen Hälfte für praktische Unterstützung wie Haushaltshilfe und Kinderbetreuung sowie fachliche Fortbildungen vorgesehen. Zur anderen Hälfte sollen mit seiner Hilfe am Forschungsinstitut, an dem die Preisträgerin arbeitet, Maßnahmen umgesetzt werden, die langfristig die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern. Hier fände die angehende Neurologin personelle Unterstützung auf der Krankenstation sehr hilfreich: „In der Klinik fallen immens viele Überstunden an, was mit kleinen Kindern nicht immer einfach zu verbinden ist. Viele junge Mütter brechen deshalb die Facharztausbildung ab oder nehmen lange Auszeiten, der Wiedereinstieg verläuft oft zusätzlich schwierig. Das muss so nicht sein.“</p><p>Neben der finanziellen Unterstützung schätzt Wiethoff am „For Women in Science“-Förderprogramm darüber hinaus die Möglichkeit, mit anderen Preisträgerinnen und Wissenschaftlern ins Gespräch zu kommen und sich zu vernetzen: „Es ist unheimlich spannend und hilfreich, sich mit so erfahrenen Forscherinnen und ausgesprochenen Persönlichkeiten wie Christiane Nüsslein-Volhard auszutauschen“, so Wiethoff.</p><p>In ihrer Forschung beschäftigt sich die 32-Jährige mit seltenen neurologischen Erkrankungen. Dabei interessieren sie insbesondere Bewegungsstörungen, wie etwa die Eisenspeichererkrankungen des Gehirns (NBIA, vom englischen Begriff Neurodegeneration with Brain Iron Accumulation) oder seltene erbliche Ataxien. Den Erkrankungen ist gemein, dass sie auf Fehlern im Erbgut beruhen. Wiethoffs Ziel ist, neue Gendefekte zu entdecken und die damit verbundenen klinischen Erscheinungsbilder und zellulären Prozesse genau zu beschreiben. „Unterschiedliche Genmutationen können ganz unterschiedliche Symptome hervorrufen“, erklärt die Hirnforscherin. In einem Kooperationsprojekt mit dem Institute of Neurology am University College in London hat sie bereits an der Entdeckung eines neuen Gens mitgewirkt, welches zu einer Eisenspeichererkrankung des Gehirns führt. Außerdem hat sie an der Identifizierung mehrerer weiterer neuer Genvarianten gearbeitet, welche seltenen Bewegungsstörungen zugrunde liegen.</p><p>Aktuell erstellt Wiethoff mit ihren Kollegen eine Biobank, in der Proben – wie etwa Hautzellen – von Patienten mit seltenen erblichen Ataxien eingespeist und gespeichert werden. „Aus diesem einfach und risikoarm zu gewinnenden Biomaterial erstellen wir Stammzellen, welche wir wieder in Nerven- und Stützzellen des Gehirns differenzieren können. Wir können somit am ‚menschlichen Neuron in Aktion‘ von betroffenen Patienten erforschen, was im einzelnen Fall zur Neurodegeneration führt und Prozesse identifizieren, an denen wir therapeutisch ansetzen können“, erläutert die Medizinerin. Die generierten Stammzellen stellen die Wissenschaftler auf Anfrage auch anderen Forschern zur Verfügung. „Mit Hilfe unterschiedlicher Kollaborateure können wir die zeit- und arbeitsaufwendige Erforschung der zellulären Defekte effektiver vorantreiben.“</p><p>Um sich neben ihrer klinischen Ausbildung so viel wie möglich der Wissenschaft widmen zu können, hat Wiethoff, die Mutter einer einjährigen Tochter ist und derzeit ihr zweites Kind erwartet, eine Haushaltshilfe eingestellt. „Das ist eine unheimliche Entlastung und war das erste, was ich unverzüglich mit dem Preisgeld gemacht habe. Der Förderpreis hilft auch bei der Finanzierung von Tageseltern während meiner Arbeitszeit. So kommt auch dieser Teil des Preisgeldes unmittelbar der Forschung zu Gute.“ Die Medizinerin und Nachwuchswissenschaftlerin möchte anderen Frauen in ähnlicher Lage Mut zusprechen, trotz Drucks von außen ihre Ziele im eigenen Tempo zu verfolgen. „Es lohnt sich“, sagt sie.</p><p class="align-right">Dr. Mareike Kardinal, Leitung Kommunikation, Hertie-Institut für klinische Hirnforschung“.</p><p><strong>Pressekontakt:</strong></p><p>Dr. Mareike Kardinal</p><p>Leitung Kommunikation</p><p>Hertie-Institut für klinische Hirnforschung</p><p>Otfried-Müller-Str. 27</p><p>72076 Tübingen</p><p>Tel: 07071 29-8 88 00</p><p>Fax: 07071 29-2 50 04</p><p>Mail: <a href="#" data-mailto-token="ocknvq,octgkmg0mctfkpcnBogfkbkp0wpk/vwgdkpigp0fg" data-mailto-vector="2">mareike.kardinal<span style="display:none">spam prevention</span>@medizin.uni-tuebingen.de</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-21712</guid><pubDate>Tue, 05 Jun 2018 16:34:06 +0200</pubDate><title>Hohe Auszeichnung für Prof. Dr. em. Harald Zimmermann</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=21712&amp;cHash=37668a587aa419382f73f30129e0b840</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Am 23. Mai 2018 ist der emeritierte Tübinger Mediävist Professor Dr. Harald Zimmermann mit dem „Constantin-Brâncoveanu-Preis“ ausgezeichnet worden. Der Preis wird von der in Bukarest ansässigen „Alexandrion-Stiftung“ an Persönlichkeiten vergeben, die sich durch Ihr Wirken um die Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft Rumäniens in besonderer Weise verdient gemacht haben.</p><p><br> Beim Festakt in der Kunsthalle in München, bei der Professor Zimmermann aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen konnte, wurden die Verdienste gewürdigt, die er sich bei der Erforschung der Geschichte des europäischen Mittelalters im Allgemeinen und jener auf dem Gebiet Rumäniens im Besonderen erworben hat. Dabei sind insbesondere seine bahnbrechenden Studien</p><ul><li>„Siebenbürgen und seine Hospites Theutonici“ (1996) und</li><li>„Der Deutsche Orden im Burzenland. Eine diplomatische Untersuchung“ (2000)</li></ul><p>hervorgehoben worden. „Sein Werk ist“, wie es in der Laudatio heißt, „ein Meilenstein der Mittelalterforschung und der Geschichtsschreibung auf dem Gebiet.“</p><p class="align-right">Mathias Beer<br></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-21705</guid><pubDate>Tue, 05 Jun 2018 16:02:15 +0200</pubDate><title>Neuer Direktor für das Weltethos-Institut Tübingen</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=21705&amp;cHash=f1a7e8e57a6443f61b0ca0fe9ca87f80</link><description>Der Direktor des Weltethos-Instituts Tübingen, Prof. Dr. Claus Dierksmeier, Übernimmt einen eigenen Lehrstuhl im Institut für Politikwissenschaft der Universität Tübingen. Als Nachfolger für seine Stelle konnte Prof. Dr. Ulrich Hemel gewonnen werden. Der Unternehmer, Theologe und Aktivist für eine globale Zivilgesellschaft ergänzt ab 1. Juni 2018 das Führungsteam des überparteilichen und international agierenden Forschungs- und Lehrinstituts an der Universität Tübingen.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Prof. Dierksmeier, der als Professor für Globalisierungs- und Wirtschaftsethik unter anderem mit seinem Buch „Qualitative Freiheit – Selbstbestimmung in weltbürgerlicher Verantwortung“ auf große Anerkennung in der Fachwelt stieß, wird seine erfolgreiche, international vernetzte Forschungsarbeit am Institut für Politikwissenschaften fortsetzen. In den sechs Jahren des Bestehens der Einrichtung ist es Claus Dierksmeier gelungen, das Weltethos-Institut als feste Größe im Dialog mit der Wirtschaft, aber auch in der Forschungslandschaft zu etablieren. Mit seinem Nachfolger teilt Dierksmeier nicht nur die Mitgliedschaft in der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste, sondern Übereinstimmung in den akademischen Schwerpunkten: Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, Theologie und Philosophie.</p><p>"Die Fragen der Zeit philosophisch zu beleuchten und zu erhellen, das gehört zu den schönsten Aufgaben, die ich mir vorstellen kann“, so Ulrich Hemel, der als Unternehmensberater unter anderem für die Boston Consulting Group tätig war und der 2003 vom Bundesverband Deutscher Unternehmens-berater zum „Manager des Jahres“ erwählt wurde. Der Gründer des Instituts für Sozialstrategie ist seit 2017 Ethik-Beauftragter des World Economic Council sowie Präsident des Bundes Katholischer Unternehmer. Darüber hinaus ist Prof. Hemel, mitunter als Vorsitzender, in unterschiedlichen Vorständen und Beiräten mittelständischer Unternehmen der Industrie und Sozialwirtschaft tätig. Mit dem Team des Weltethos-Instituts wird Hemel die Arbeit fortführen, die Weltethos-Werte nach Prof. Hans Küng für die Wirtschaft weiterzuentwickeln und in der Praxis wirksam zu machen.</p><p class="align-right">Anna Tomfeah</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-21031</guid><pubDate>Mon, 14 May 2018 17:36:19 +0200</pubDate><title>Marja Timmermans new member of European Molecular Biology Organization (EMBO)</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=21031&amp;cHash=dcd360c237e395facda3d54d796f186c</link><description>62 life scientists elected as EMBO Members</description><content:encoded><![CDATA[<p>The European Molecular Biology Organization (EMBO) announces that 62 outstanding life scientists have been elected to its membership, joining a group of more than 1800 of the best researchers in Europe and around the world. One of the new members is Professor Dr. Marja Timmermans of University of Tübingen.</p><p><br> The members are actively involved in the execution of the organization’s initiatives by serving on EMBO Council, Committees and Editorial Boards, by evaluating applications for EMBO funding, by mentoring young scientists and by providing suggestions and feedback on activities.</p><p><br> The 53 newly elected EMBO Members reside in 17 Member States of the European Molecular Biology Conference (EMBC), EMBO’s intergovernmental funding body. The nine new EMBO Associate Members are researchers currently working in Argentina, Brazil, Canada, China, India, Japan and the USA.</p><p><br> “It is a particular pleasure to welcome nine researchers based in seven non-European countries among the 62 new members,” says EMBO Director Maria Leptin. “EMBO has been actively pursuing ways to strengthen collaboration and scientific exchange through its Global Activities. Our international membership brings experience and connections that are an important component of our work.”</p><p><br> The new EMBO Members and Associate Members will be formally welcomed at the Members’ Meeting in Heidelberg between 24 and 26 October 2018.</p><p>An online directory with all existing and new EMBO Members is available at people.embo.org.</p><p>Selected statistics about this year’s intake</p><ul><li>newly elected members reside in 24 countries</li><li>22 new members (35.5%) are women</li><li>average age of newly elected members: 50.7 years</li></ul><p class="align-right">Press release of EMBO</p><p><a href="http://www.embo.org/news/press-releases/2018/62-life-scientists-elected-as-embo-members" target="_blank" rel="noreferrer">Full press release with list of new EMBO members</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-20578</guid><pubDate>Wed, 02 May 2018 10:54:47 +0200</pubDate><title>Gjergji Kasneci receives high-ranking award at Web Conference 2018</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=20578&amp;cHash=68584261d4a3a1c1cbd1ac96bd56febd</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Computer scientist Gjergji Kasneci has received the prestigious “Seoul Test of Time Award” of the International World Wide Web Conference 2018. Kasneci who holds an Industry-on-Campus professorship at the University of Tübingen and works in addition as CTO and Head of Innovation &amp; Strategic Analysis at SCHUFA Holding was awarded for the development of YAGO, a so-called ontology which combines high coverage and quality on the semantic web. Together with Kasneci, his co-authors Fabian M. Suchanek from Télécom ParisTech University and Gerhard Weikum from the Max Planck Institute for Informatics were honored.</p><p><br> The award was presented at a ceremony during the 27th International World Wide Web Conference (The Web Conference 2018) in Lyon, France. A paper concerning YAGO was first presented at the 16th International World Wide Web Conference in Banff, Canada in May 2007.  It has gone on to have more than 2,468 citations to date. Dame Wendy Hall, Chair of the International World Wide Web Conference Committee (IW3C2), said: “YAGO was among the first projects to extract semantic knowledge at large scale from Wikipedia. Together with DBpedia, it is one of the pioneering contributors of the web of data. YAGO made available a large body of knowledge, samples of which were manually evaluated to show their very high accuracy.”</p><p><br> YAGO (Yet Another Great Ontology) is a knowledge base that contains a large variety of entities and their relations. It knows more than 17 million entities (e.g. persons, organizations, cities) and contains more than 150 million facts about these entities. The Seoul Test of Time Award is given annually to the author or authors of a paper presented at a previous World Wide Web conference that has, as the name suggests, stood the test of time. The first Award, presented at WWW2015 in Florence, was made to Google founders Sergey Brin and Larry Page, for their world-changing paper ‘The Anatomy of a Large-Scale Hypertextual Web Search Engine’, presented at the World Wide Web Conference in Brisbane in 1998.</p><p><br><a href="http://www.iw3c2.org/updates/" target="_blank" rel="noreferrer">http://www.iw3c2.org/updates/</a></p><p class="align-right">Karl G. Rijkhoek</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-20369</guid><pubDate>Wed, 25 Apr 2018 11:13:03 +0200</pubDate><title>Heisenberg-Professur für Neurowissenschaftler vom Bernstein Zentrum Tübingen</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=20369&amp;cHash=b086a7d2a56d899eb9f25aae0b1a63fc</link><description>Philipp Berens zum Heisenberg-Professor für „Data Science für die Sehforschung“ an der Universität Tübingen ernannt</description><content:encoded><![CDATA[<p>Mitte April wurde Philipp Berens zum Heisenberg-Professor für „Data Science für die Sehforschung“ am Forschungsinstitut für Augenheilkunde der Universität Tübingen ernannt. Seine Professur verstärkt die visuelle Neurowissenschaft in der international renommierten Augenheilkunde am Standort Tübingen und baut auf die dortige enge Verknüpfung von Maschinellem Lernen und Neurowissenschaften.</p><p>Mit seiner Heisenberg-Professur will Berens auch eine Brücke zwischen Grundlagenforschung in der Computational Neuroscience und klinischer Forschung bis hin zur Diagnostik bauen. Er wird seine Arbeit an Algorithmen und Computermodellen weiterführen, um die funktionalen und biophysikalischen Eigenschaften unterschiedlicher Zelltypen der Netzhaut besser zu verstehen. Dazu wird Berens mit experimentell arbeitenden Partnern zusammenarbeiten. Seine Arbeitsgruppe nutzt die Computermodelle auch, um zu untersuchen, welche Auswirkungen die Degeneration von Photorezeptoren im Netzhautnetzwerk hat. Dies kann helfen, Netzhauterkrankungen besser zu verstehen oder zur Weiterentwicklung von Neuroprothesen für die Retina beizutragen.</p><p><br> Neben seiner Qualifikation als international vernetzter Forscher setzt Philipp Berens vor allem auf das gut funktionierende strukturelle Umfeld in Tübingen: „Für mich bedeutet die Heisenberg-Professur, dass ich die Data Science nachhaltig im Brückenschlag zwischen Grundlagenforschung und klinischer Anwendung verorten kann.“</p><p><br> Seine Entscheidung in Tübingen zu bleiben ist durch drei Faktoren maßgeblich geleitet worden:</p><ol><li>die Stärke der Neurowissenschaft und Augenheilkunde in Tübingen, die internationales Renommé genießt,</li><li>die Forschungsstrukturen in der Computational Neuroscience, die durch das Bernstein Zentrum für Computational Neuroscience Tübingen lange etabliert sind und</li><li>der Schwerpunkt der Universität im Bereich Maschinelles Lernen.</li></ol><p>Diese sind für den interdisziplinär arbeitenden Forscher entscheidende Faktoren für den Forschungsstandort Tübingen.</p><p class="align-right"><br> Dr. Claudia Duppé, Bernstein Netzwerk Computational Neuroscience</p><h3>Kontakt</h3><p>Prof. Dr. Philipp Berens<br> University of Tübingen<br> Institute for Ophthalmic Research<br> AG Data Science for Vision Research<br> phone: +49 7071 29-88833</p><h3><br> Die Heisenberg-Professur</h3><p>Die Heisenberg-Professur ist ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Programm, dass es erlaubt NachwuchsforscherInnen an einer Universität ihrer Wahl eine Professur mit ihrem Forschungsfokus zu etablieren.</p><h3>Das Bernstein Zentrum Tübingen</h3><p>Das Bernstein Zentrum (BCCN) Tübingen wurde im Jahr 2010 unter der Leitung von Prof. Matthias Bethge mit Fördermitteln des BMBF gegründet. Es ist eine Kollaboration zwischen der Eberhard-Karls-Universität Tübingen sowie dem Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik und beschäftigt sich mit der Erforschung von Sinneswahrnehmung. Gerade die „perzeptuelle Inferenz", die Fähigkeit des Gehirns, Sinnesinformationen und Vorwissen zu einer schlüssigen Wahrnehmung unserer Umwelt zu kombinieren, ist eine der wichtigsten Leistungen des Gehirns. Die Forscher am BCCN Tübingen gehen dieser mit Methoden des Maschinellen Lernens und der Künstlichen Intelligenz in Kombination mit Ansätzen aus den experimentellen Neurowissenschaften auf den Grund.</p><p>Seit 2017 wird die interdisziplinäre Computational Neuroscience in Tübingen durch den Sonderforschungsbereich 1233 „Robustheit des Sehens” der DFG gefördert, der auch auf dem Thema der perzeptuellen Inferenz aufbaut. In dem Forschungsverbund arbeiten mehr als zwanzig Arbeitsgruppen, vor allem von der Universität Tübingen und dem Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme zusammen, um die Prinzipien und Algorithmen besser zu verstehen, die „robustes Sehen“ in der Biologie und in künstlichen Systemen ermöglichen.</p><h3>Das Bernstein Netzwerk Computational Neuroscience</h3><p>Das Bernstein Netzwerk ist ein Forschungsnetzwerk im Bereich der computergestützten Neurowissenschaft. Dieses Feld verbindet experimentelle Ansätze der Neurobiologie mit theoretischen Modellen und Computersimulation. Das Bernstein Netzwerk geht auf eine Förderinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zurück. Es wurde 2004 mit dem Ziel gegründet, Kapazitäten im Bereich der Computational Neuroscience weiterzuentwickeln und den Transfer von theoretischen Erkenntnissen hin zu klinischen und technischen Anwendungen voranzubringen. In dynamischer Weise verbindet die Computational Neuroscience hierbei experimentelle neurowissenschaftliche Ansätze mit theoretischen Modellen und Computersimulationen. Das Netzwerk ist nach dem deutschen Physiologen und Biophysiker Julius Bernstein (1839-1917) benannt und besteht nach zehnjähriger Förderung durch das BMBF aus mehr als 200 Arbeitsgruppen.</p><h3>Links</h3><p><a href="http://www.bccn-tuebingen.de" target="_blank" rel="noreferrer">http://www.bccn-tuebingen.de</a><br><a href="http://robust.vision/crc1233" target="_blank" rel="noreferrer">http://robust.vision/crc1233</a><br><a href="http://www.berenslab.org" target="_blank" rel="noreferrer">http://www.berenslab.org</a><br><a href="http://www.eye-tuebingen.de" target="_blank" rel="noreferrer">http://www.eye-tuebingen.de</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-20072</guid><pubDate>Mon, 16 Apr 2018 16:17:09 +0200</pubDate><title>Wilhelm Rall zum Ehrensenator der Universität Tübingen ernannt</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=20072&amp;cHash=fc19849a27563a2c3dd852d44eb63e35</link><description>Langjähriger Vorsitzender des Universitätsrats bleibt auch künftig Begleiter der Hochschule

</description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Wirtschaftsexperte und langjährige Vorsitzende des Universitätsrats, Professor Wilhelm Rall, ist zum Ehrensenator der Universität Tübingen ernannt worden. Bei einer Feierstunde in der Alten Aula verlieh ihm Rektor Professor Bernd Engler die höchste Auszeichnung der Universität in Anerkennung seiner Verdienste. Der 71-Jährige stand von 2009 bis 2017 an der Spitze des Universitätsrats.</p><p>„Professor Rall war über viele Jahre ein wichtiger Berater und Impulsgeber für die Hochschulleitung“, sagte Engler. In einer Zeit großer Umbrüche habe die Universität in ihm stets einen sachverständigen Begleiter mit Weitsicht und Urteilskraft an ihrer Seite gehabt. Er habe Wilhelm Rall als einen Vorsitzenden schätzen gelernt, den er sich selbst für seine Hochschule gewünscht hätte, sagte Laudator Professor Antonio Loprieno. Der Ägyptologe und ehemalige Rektor der Universität Basel gehört dem Tübingern Universitätstrat ebenfalls seit 2009 an und hat nun in der Nachfolge Ralls den Vorsitz übernommen.</p><p>Wilhelm Rall studierte Volkswirtschaftslehre und promovierte 1975 an der Universität Tübingen. 1977 trat er als Berater bei McKinsey &amp; Company ein und stieg 1982 zum Partner auf. 1985 wurde er Mitglied des globalen Führungsteams für internationales Management und Strategie. Ab 1987 war Rall Senior Partner von McKinsey, von 1991 bis zu seinem altersbedingten Ausscheiden 2005 Mitglied des weltweiten Shareholder Council der Firma.</p><p>Seit 2003 ist Rall Honorarprofessor an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen. Darüber hinaus fungiert er als Vorstandsvorsitzender des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung, einem An-Institut der Universität Tübingen. Als Ehrensenator wird er die Universität auch weiterhin begleiten.</p><p>Die Universität verleiht die Ehrensenatorenwürde an Persönlichkeiten, die sich um Wissenschaft, Forschung, Kunst, Kultur und gesellschaftliche Verständigung verdient gemacht haben. Sie würdigt damit auch ein besonderes Engagement für die Hochschule.</p><p class="align-right">Antje Karbe</p><p class="align-right">&nbsp;</p><div class="table-rwd"><div class="table-rwd__overflow"><table class="csc-frame-frame6"><tbody><tr><td><p><img alt data-htmlarea-file-table="sys_file" data-htmlarea-file-uid="455639" height="200" src="fileadmin/_processed_/5/7/csm_18-04-16Rall_Ehrensenator_-078-2_4e5ff3a967.jpg" width="300" style></p></td><td><p><img alt data-htmlarea-file-table="sys_file" data-htmlarea-file-uid="455642" height="200" src="fileadmin/_processed_/a/9/csm_18-04-16Rall_Ehrensenator_-063_bc527843f0.jpg" width="300" style></p></td></tr><tr><td><p>Der neue Ehrensenator der Universität Tübingen Professor Wilhelm Rall (Mitte), mit dem Vorsitzendes des Universitätsrats Prof. Dr. Antonio Loprieno (links) und Rektor Prof. Dr. Bernd Engler (rechts).</p></td><td><p>Rektor Prof. Dr. Bernd Engler (links) überreicht Professor Wilhelm Rall die Ehrensenatorenwürde der Universität Tübingen.</p></td></tr><tr><td><p><img alt data-htmlarea-file-table="sys_file" data-htmlarea-file-uid="455645" height="200" src="fileadmin/_processed_/c/0/csm_18-04-16Rall_Ehrensenator_-017_f3aed6b495.jpg" width="300" style></p></td><td><p>Ehrensenator Professor Wilhelm Rall und seine Ehefrau.</p><p>Fotos: Universität Tübingen/Friedhelm Albrecht</p></td></tr></tbody></table></div></div>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-19933</guid><pubDate>Thu, 12 Apr 2018 09:27:58 +0200</pubDate><title>Sonja Kreß erhält Förderpreis des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=19933&amp;cHash=5aab29eebc9a60f4ae46235ee4b898c6</link><description>Juristin erhält Auszeichnung für ihre Doktorarbeit an der Universität Tübingen</description><content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Sonja Kreß hat für ihre Doktorarbeit an der Eberhard Karls Universität Tübingen eine landesweite Auszeichnung erhalten. Die 32-jährige Juristin ist eine von neun Nachwuchswissenschaftlern aus Baden-Württemberg, denen am 11. April 2018 in Stuttgart der Förderpreis des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall verliehen wurde.</p><p>Im Rahmen ihrer Doktorarbeit „Criminal Compliance und Datenschutz im Konzern“ untersuchte Kreß inwieweit Compliance-Maßnahmen mit den Datenschutzanforderungen in einem Konzern kompatibel sind. Dabei entwirft sie Lösungen auf Grundlage eines einheitlichen Gesamtkonzepts, wobei auch Fragen im Zusammenhang mit der neuen Datenschutz-Grundverordnung einbezogen werden.</p><p>Mit dem Förderpreis würdigt Südwestmetall herausragende Leistungen des wissenschaftlichen Nachwuchses an den neun baden-württembergischen Landesuniversitäten. An jeder Universität wird ein mit 5.000 Euro dotierter Südwestmetall-Förderpreis ausgelobt. Die Preise werden jährlich auf Vorschlag der Universitäten für wissenschaftliche Arbeiten vergeben, die für die industrielle Arbeitswelt oder deren sozialpolitische Rahmenbedingungen von Bedeutung sind.</p><p>„Nur mit einem exzellent ausgebauten Bildungssystem sichern wir langfristig Wertschöpfung und Beschäftigung am Innovations- und Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg“, betonte Südwestmetall-Hauptgeschäftsführer Peer-Michael Dick bei der Preisverleihung in Stuttgart: „Deshalb zeichnen wir seit über 25 Jahren herausragende Nachwuchswissenschaftler aus.“</p><p class="align-right">Pressemitteilung des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-19795</guid><pubDate>Wed, 11 Apr 2018 10:31:00 +0200</pubDate><title>NMI unter neuer Führung</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=19795&amp;cHash=bf8d84966a00d5e0f0f72fa2eb2ee356</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Prof. Dr. Katja Schenke-Layland übernahm zum 1. April 2018 die Leitung des Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Instituts (NMI) in Reutlingen. Sie folgt Prof. Dr. Hugo Hämmerle, der das Institut seit 2008 leitete. Die neue Frau an der Spitze des NMI ist eine alte Vertraute in den Netzwerken des Instituts: Schenke-Layland hat seit 2011 eine Professur für Medizintechnik und Regenerative Medizin an der Eberhard Karls Universität Tübingen und ist über zahlreiche biomedizinische Forschungsprojekte mit dem NMI verbunden. Leitungserfahrung an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Forschung sammelte sie parallel dazu während ihrer Karriere am Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart, wo sie zuletzt seit Januar 2016 gemeinsam mit Prof. Dr. Christian Oehr kommissarisch das Institut leitete.</p><p>Als Leiterin des NMI führt die 41-jährige Biologin nun in Reutlingen ihre Kompetenzen in Forschung und Management zusammen, während sie gleichzeitig ihre Professur weiter ausübt. „Mir war es schon immer ein Bedürfnis, eine gesellschaftsrelevante, innovationsorientierte Forschung mit dem Ziel der Anwendung in der Medizintechnik und Regenerativen beziehungsweise Personalisierten Medizin voran zu treiben, die wichtige Zukunftsfelder für die baden-württembergische Wirtschaft darstellen“, sagt Schenke-Layland.</p><h5>Eine Pressemitteilung des Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Instituts an der Universität Tübingen (NMI). Die vollständige Pressemitteilung finden Sie unter: <a href="http://www.nmi.de/nc/ueber-uns/aktuell/presse-news/detailseite-news/artikel/april-2018-nmi-unter-neuer-fuehrung/" target="_blank" rel="noreferrer">http://www.nmi.de/nc/ueber-uns/aktuell/presse-news/detailseite-news/artikel/april-2018-nmi-unter-neuer-fuehrung/</a></h5>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-19088</guid><pubDate>Thu, 15 Mar 2018 17:55:44 +0100</pubDate><title>Von &quot;Qualitativer Freiheit&quot; zur Gelehrtenakademie</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=19088&amp;cHash=dce03a21026c88d6d02b84de855eb1c6</link><description>Direktor des Weltethos-Instituts in Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste berufen</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Prof. Dr. Claus Dierksmeier, Professor für Globalisierungs- und Wirtschaftsethik sowie Direktor des Weltethos-Institut an der Universität Tübingen, ist in die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste (EASA) aufgenommen worden. Die Akademie ist ein internationales Gelehrtenforum und fördert interdisziplinär europarelevante Themen. Ihre Mitglieder gelten als weltweit anerkannte Spitzenwissenschaftler, darunter auch 31 Nobelpreisträger.</strong></p><p>"Das ist natürlich eine große Ehre und Anerkennung, nicht nur für mich persönlich, sondern für die akademische Arbeit des Weltethos- Institut insgesamt“, so Prof. Dierksmeier, als er von seiner Aufnahme in die Europäische Akademie erfuhr. Dierksmeiers Forschungsgebiet ist im Bereich der Wirtschafts-, Politik- und Religionsphilosphie verortet, unter besonderer Berücksichtigung von Theorien der Freiheit und der Verantwortung im Zeitalter der Globalität.</p><p>Prof. Dierksmeier, der u.a. zu Theorien und Praktiken humanistischen Managements forscht, stieß zuletzt mit seinem Werk "<em>Qualitative Freiheit - Selbstbestimmung in weltbürgerlicher Verantwortung</em>" auf große Anerkennung in der Fachwelt. Weitere Forschungsthemen liegen gegenwärtig auch im Bereich der Digitalisierung, genauer bei ethischen Implikationen von Cryptowährungen und der Blockchain- Technologie. Neben seiner Forschungstätigkeit ist Dierksmeier als strategischer Berater in Politik und Wirtschaft tätig.</p><p class="align-right"><em></em>Anna Tomfeah, Weltethos-Institut</p><h5>&nbsp;</h5><h5>Das Weltethos-Institut (WEIT) ist eine international agierende und überparteiliche Forschungs- und Lehreinrichtung an der Universität Tübingen. Das Institut engagiert sich für ein Wirtschafts- und Globalisierungsethos. Für eine Welt, in der Menschen sich bei allen sozialen und kulturellen Unterschieden auf diejenigen Werte besinnen, die sie miteinander verbinden. Das WEIT trägt hierzu bei durch Wissenstransfer exzellenter Forschung für vertrauensvolles, weltbürgerliches und zukunftsfähiges Wirtschaften.</h5><ul><li><a href="http://www.weltethos-institut.org/institut/" target="_blank" rel="noreferrer">http://www.weltethos-institut.org/institut/</a></li></ul>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-18741</guid><pubDate>Thu, 08 Mar 2018 11:12:00 +0100</pubDate><title>Prof. Dr. Alfred Nordheim wird neuer Wissenschaftlicher Direktor am FLI</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=18741&amp;cHash=3c0dead30f46c4da06a16c09936f48a6</link><description>Pressemitteilung des Leibniz-Instituts für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI)</description><content:encoded><![CDATA[<p>Mit der Eintragung ins Vereinsregister am 6. März ist es nun amtlich: Prof. Dr. Alfred Nordheim übernimmt ab sofort die wissenschaftliche Leitung des Leibniz-Instituts für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena. Der Molekularbiologe von der Universität Tübingen wird damit in den kommenden Jahren die wissenschaftliche Ausrichtung des FLI steuern, bis der Prozess einer dauerhaften Neubesetzung der Position des Wissenschaftlichen Direktors abgeschlossen ist.</p><p>„Ich bin froh, dass wir mit Prof. Dr. Alfred Nordheim solch einen renommierten Forscher dafür gewinnen konnten, die wissenschaftliche Leitung des Fritz-Lipmann-Instituts in den kommenden Jahren zu übernehmen“, freut sich Dr. Daniele Barthel, Administrativer Vorstand des FLI. Das Kuratorium des FLI hatte in Abstimmung mit ihr und dem Wissenschaftlichen Beirat des Institutes Prof. Dr. Nordheim ausgewählt. Hintergrund der Neubesetzung war der Rücktritt des bisherigen Wissenschaftlichen Direktors Prof. Dr. K. Lenhard Rudolph im Sommer 2017. „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Professor Nordheim und auf die gemeinsame Umsetzung und Lösung der anstehenden Aufgaben“, so Dr. Barthel weiter.</p><h3>Molekularbiologe und Krebsforscher</h3><p>Prof. Dr. Alfred Nordheim ist Inhaber des Lehrstuhls für Molekularbiologie am Interfakultären Institut für Zellbiologie (IFIZ) der Eberhard Karls Universität in Tübingen. Der ausgewiesene Experte für Organentwicklung und Organfunktion in Wirbeltieren studierte Biologie an der Freien Universität Berlin und promovierte 1979 zum Dr. rer. nat. Nach vier Jahren als Postdoc am Massachusetts Institute of Technology verbrachte er zunächst fünf Jahre als Gruppenleiter am ZMBH der Universität Heidelberg, bevor er sieben Jahre die Leitung des neugegründeten Instituts für Molekularbiologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) innehatte. Seit 1996 ist er Professor an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Diesen Posten wird er auch weiterhin bekleiden, die Hälfte seiner Arbeitszeit jedoch nun dem Leibniz-Institut für Alternsforschung in Jena widmen.</p><p>„Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung in Jena“, so Prof. Dr. Alfred Nordheim. „Das Institut hat sich mit seinen Forschungen in den vergangenen Jahren einen herausragenden internationalen Ruf erworben und arbeitet in einem gesellschaftlich hochrelevanten Forschungsgebiet. Umso mehr wird es mir eine Freude sein, das Institut wissenschaftlich zu führen“.</p><p><a href="http://www.leibniz-fli.de/" target="_blank" rel="noreferrer">www.leibniz-fli.de</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-15793</guid><pubDate>Fri, 22 Dec 2017 15:14:00 +0100</pubDate><title>Auszeichnung: Digitale Lernumgebungen verbessern</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=15793&amp;cHash=681f842a19f862e5ca3f5af8811f71de</link><description></description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2017/17-12-22_CounselBot_Hermann-Werner.jpg" length="232589" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Anne Herrmann-Werner vom Universitätsklinikum Tübingen und Dr. Amir Madany Mamlouk, Privatdozent am Institut für Neuro- und Bioinformatik der Universität zu Lübeck, haben ein Digital Learning Transfer Fellowship des Stifterverbandes und der Reinhard-Frank-Stiftung erhalten. Die beiden Forscher wollen eine digitale Ergänzung der Studierendenberatung entwickeln, einen sogenannten CounselBot. Dieser könnte künftig helfen, Studierende direkt in den digitalen Lernumgebungen zu begleiten und zu beraten. Dem zugrunde liegt die Annahme, dass die Digitalisierung in der Lehre neue Kommunikationsformen zwischen Studierenden und Dozenten nötig macht.</p><p><br>Der CounselBot soll ein Beratungsangebot werden, dass auf einem sogenannten Conversational Agent oder ChatBot (kurz Bot) basiert. Das sind textbasierte Dialogsysteme, die aus einer Textein- und –ausgabemaske bestehen. Nutzer können in natürlicher Sprache mit dem dahinterstehenden System kommunizieren. Eine besondere Form von Bots sind sogenannte Avatare, also virtuelle Simulationen von Menschen. Technisch sind Bots näher mit einer Volltextsuchmaschine verwandt als mit künstlicher oder gar natürlicher Intelligenz. Mit der steigenden Computerleistung können ChatBot-Systeme allerdings immer schneller auf immer umfangreichere Datenbestände zugreifen und daher auch intelligente Dialoge für den Nutzer bieten. Solche Systeme werden auch als virtuelle persönliche Assistenten bezeichnet.</p><p><br>Mit ihrem Projekt möchten Herrmann-Werner und Madany Mamlouk herausfinden, welchen Hürden Studierende in der digitalen Lernumgebung begegnen und wie diese mithilfe eines ChatBots bewältigt werden könnten. Die Erkenntnisse sollen in digitale Vorlesungsformate an den beiden Standorten Lübeck und Tübingen einfließen. Herrmann-Werner ist Oberärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und Expertin für die Identifizierung von Stressoren im Hochschulbereich, insbesondere bei Medizinstudierenden. Madany Mamlouk bringt seine Erfahrungen im Bereich des Maschinellen Lernens und der digitalen Hochschullehre ein.</p><div class="align-right"><p>Susanne Zahn</p></div><h3>Kontakt: </h3><p>Dr. Anne Hermann-Werner<br>Interdisziplinäres Ausbildungszentrum DocLab<br>Telefon +49 7071 29-73715<br>&lt;link&gt;anne.herrmann-werner@med.uni-tuebingen.de</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/_processed_/2/f/csm_17-12-22_CounselBot_Hermann-Werner_8232a38ea4.jpg" lenght="232589" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-15103</guid><pubDate>Wed, 06 Dec 2017 16:01:00 +0100</pubDate><title>Dr. Madhumita Chatterjee erhält Uta und Jürgen Breunig-Forschungspreis für Untersuchung zu Cholesterin als Herzinfarkt-Risikofaktor</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=15103&amp;cHash=cf6e822166b03976c6742e65ad675eb7</link><description>Tickende Zeitbombe für Herzinfarkt entdeckt</description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2017/17-12-06_chatterjee-portrait-breunig-preis-2017.jpg" length="92115" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Madhumita Chatterjee vom Universitätsklinikum Tübingen hat eine Möglichkeit entdeckt, künftig der koronaren Herzkrankheit (KHK) und dem Herzinfarkt vorzubeugen; dafür wurde nun sie mit dem Uta und Jürgen Breunig-Forschungspreis der Deutsche Herzstiftung e. V. und der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM) ausgezeichnet. Eine große Rolle in ihrer Arbeit spielt das Cholesterin, ein lebenswichtiges Blutfett. Zu viel Cholesterin kann eine Gefäßverkalkung, die sogenannte Arteriosklerose, und damit verbunden die koronare Herzkrankheit und einen Herzinfarkt mit sich bringen. Mehr als 120.000 Menschen sterben pro Jahr in Deutschland an den Folgen. „Neue Ansätze in der Frühdiagnostik der Arteriosklerose sind extrem wichtig, um KHK-Patienten noch besser vor einem Herzinfarkt zu schützen. Die Forschungserkenntnisse von Dr. Chatterjee leisten hierbei einen wichtigen Beitrag“, betont Professor Thomas Meinertz, Vorsitzender der Deutschen Herzstiftung.<br><br>Um die Blutfette eines Patienten, in der Fachsprache Lipide genannt, und damit das Risiko für eine Herz-Kreislauferkrankung zu bestimmen, wird im Moment im Labor vorwiegend das Blutplasma untersucht. „Damit wird man dem komplexen Krankheitsgeschehen aber nicht gerecht“, sagt Dr. Chatterjee. „Ich habe mit neuen Technologien der Lipidomik – der Begriff für die Analyse sämtlicher Fette im Körper – hunderte von Lipiden in KHK-Patienten gemessen.“ Mit ihrer Messung hätte sie alle Lipide erfasst - nicht nur im Blutplasma, sondern auch in den Blutplättchen (Thrombozyten). Denn Blut bestünde nur gut zur Hälfte aus Blutplasma. Den anderen Teil machten Blutzellen aus, zum Beispiel rote und weiße Blutkörperchen sowie Blutplättchen. Die weitaus größere Menge der Blutfette befinde sich in den Blutplättchen, so Chatterjee. Sie spielten eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung, indem sie sich bei einer Verletzung eines Blutgefäßes an das umliegende Gewebe hefteten oder aneinander klebten und so die Wunde verschlössen. „Die Thrombozyten saugen die Lipide quasi auf und transportieren sie im Körper“, erklärt Dr. Chatterjee. „Damit werden sie aber in der üblichen Diagnostik nicht erfasst.“ Hinzu käme: Die Blutplättchen binden das Cholesterin an sich und veränderten es chemisch. Es oxidiere und aktiviere infolgedessen die Thrombozyten. Daraufhin entzündeten sich die ohnehin bei der KHK angegriffenen Gefäßwände im Laufe der Zeit noch mehr und verengten sich weiter.<br><br>„Auch das Risiko, dass sich ein Gerinnsel bildet und einen plötzlichen Herzinfarkt verursacht, wird dadurch stark erhöht“, betont Professor Meinrad P. Gawaz, Ärztlicher Direktor und Ordinarius der Klinik für Kardiologie und Kreislauferkrankungen im Universitätsklinikum Tübingen, wo Chatterjee forscht. So zeigten gerade Betroffene, die einen akuten Herzinfarkt erleiden, große Mengen an oxidiertem Cholesterin im Blut. „Wir müssen in Zukunft schon im Vorfeld zusätzlich die Blutfette in den Thrombozyten analysieren“, betont Prof. Gawaz. „So können wir eine tickende Zeitbombe entlarven. Bei Patienten mit hohen Werten an oxidiertem Cholesterin müssen wir die Lipidtherapie intensivieren“, sagt der Tübinger Experte. „Die Forschungsarbeit von Dr. Chatterjee zeigt, dass man mit dem Nachweis der Blutplättchen-Lipide einem Herzinfarkt künftig sehr wirksam vorbeugen kann.“<br><br>Uta und Jürgen Breunig-Forschungspreis<br>Im Kampf gegen die Sterblichkeit durch die koronare Herzkrankheit (KHK) ist die Erforschung neuer Therapieansätze von großer Bedeutung. Deshalb hat die Deutsche Herzstiftung e. V. gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM) 2014 erstmalig den Uta und Jürgen Breunig-Forschungspreis, dotiert mit 6.000 Euro, vergeben. Ausgezeichnet wird eine wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der koronaren Herzkrankheit.</p><h3>Informationen:</h3><p>Deutsche Herzstiftung e.V.<br>Pressestelle:<br>Michael Wichert / Pierre König<br>Telefon +49 69 955128-114/-140<br>&lt;link&gt;wichert@herzstiftung.de / &lt;link&gt;koenig@herzstiftung.de<br>&lt;link http: www.herzstiftung.de&gt;www.herzstiftung.de</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2017/17-12-06_chatterjee-portrait-breunig-preis-2017.jpg" lenght="92115" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-14841</guid><pubDate>Wed, 06 Dec 2017 13:09:00 +0100</pubDate><title>American Society of Tropical Medicine and Hygiene ernennt Professor Kremsner zum Honorary International Fellow</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=14841&amp;cHash=5471a4c7a33fcadb5733e3962213e59a</link><description>Sie würdigt damit die Leistungen von Kremsner und seinem Team bei der Erforschung und Bekämpfung der Malaria. </description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/news_import/17-12-06_HonIntFellow_PKremsner.jpg" length="155010" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Die American Society of Tropical Medicine and Hygiene (ASTMH) hat den Direktor des Tübinger Instituts für Tropenmedizin, Professor Peter Kremsner, zum Honorary International Fellow ernannt. Kremsner erhielt die Auszeichnung aus der Hand von ASTMH-Präsidentin Patricia F. Walker während der Jahrestagung der medizinischen Fachgesellschaft Anfang November in Baltimore. Die ASTMH würdigte damit die Leistungen von Kremsner und seinem Team bei der Erforschung und Bekämpfung der Malaria. Mit dem Titel eines Honorary International Fellow zeichnet die Fachgesellschaft alljährlich fünf ausländische Forscherinnen und Forscher aus, die Herausragendes auf dem Gebiet der tropischen Medizin und Gesundheitsvorsorge geleistet haben.</p><div class="table-rwd"><div class="table-rwd__overflow"><table><thead><tr><th><img data-htmlarea-clickenlarge="1" data-htmlarea-file-uid="437796" data-htmlarea-file-table="sys_file" src="fileadmin/_processed_/csm_17-12-06_HonIntlFellow_PKremsner_PWalker_40143b38d1.jpg" alt="Patricia F. Walker, Präsidentin der ASTMH, " title="Patricia F. Walker, Präsidentin der ASTMH, " height="150" width="225" style></th></tr></thead><tbody><tr><td><p>Patricia F. Walker, Präsidentin der ASTMH, <br>überreichte Kremsner die Auszeichnung. <br>Foto: Allison Shelley</p></td></tr></tbody></table></div></div><p><br>Tübinger Tropenmediziner konnten Anfang 2017 zeigen, dass ein von ihnen entwickeltes Impfverfahren in einem klinischen Phase-I-Test zu einem 100-prozentigen Schutz gegen Malaria führt.  Malaria ist eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten weltweit. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erkrankten allein im Jahr 2015 rund 214 Millionen Menschen durch den Malaria-Parasiten. Schätzungsweise 438.000 Menschen starben an den Folgen, rund 90 Prozent davon in Afrika. Nahezu drei Viertel der tödlichen Erkrankungen betreffen Kinder unter fünf Jahren.</p><p><br>&lt;link http: www.astmh.org awards-fellowships-medals awards-and-honors honorary-members&gt;<a href="http://www.astmh.org/awards-fellowships-medals/awards-and-honors/honorary-members" target="_blank" rel="noreferrer">www.astmh.org/awards-fellowships-medals/awards-and-honors/honorary-members</a></p><div class="align-right"><p>Karl G. Rijkhoek</p></div>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/news_import/17-12-06_HonIntFellow_PKremsner.jpg" lenght="155010" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-15013</guid><pubDate>Wed, 06 Dec 2017 12:41:00 +0100</pubDate><title>MEGAN Software mit PLOS Computational Biology Forschungspreis ausgezeichnet</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=15013&amp;cHash=7d223c04281740dcf701e4d665bedc5b</link><description></description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2017/2017-12-06_Huson_at_23.01.31.png" length="164150" type="image/png" /><content:encoded><![CDATA[<p>Die wissenschaftliche Zeitschrift PLOS Computational Biology hat die  MEGAN Mikrobiomanalyse Software des Tübinger Bioinformatikers Prof. Daniel Huson den 2017 Forschungspreise in der Kategorie  “vorbildliche Methodik/Software” prämiert.</p><p>MEGAN ist eine Software zur interaktiven Visualisierung und Analyse von Mikrobiomdatensätzen, wie sie etwa in der Medizin oder in der Biotechnologie untersucht werden. Prämiert wurde das Paper “MEGAN Community Edition – Interactive Exploration and Analysis of Large-Scale Microbiome Sequencing”, welches Professor Huson in Zusammenarbeit mit seine Arbeitsgruppe und anderen Kollegen in 2016 publiziert hat. Das Paper beschreibt die neuste Version der Software, die Professor Huson im Rahmen eines Forschungssemesters im Sommersemester 2015 implementiert hat.</p><div class="align-right"><p>Maximilian von Platen</p></div><h3>Link zum Forschungspreis:</h3><p>&lt;link http: blogs.plos.org biologue announcing-the-2017-plos-computational-biology-research-prize-winners&gt;<a href="http://blogs.plos.org/biologue/2017/11/30/announcing-the-2017-plos-computational-biology-research-prize-winners/" target="_blank" rel="noreferrer">blogs.plos.org/biologue/2017/11/30/announcing-the-2017-plos-computational-biology-research-prize-winners/</a></p><h3>Kontakt:</h3><p>Prof. Dr. Daniel Huson<br>Universität Tübingen <br>Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät <br>Zentrum für Bioinformatik<br>Telefon: +49 7071 29-70450<br>daniel.huson (at) uni-tuebingen.de</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Online</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2017/2017-12-06_Huson_at_23.01.31.png" lenght="164150" type="image/png"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-14460</guid><pubDate>Wed, 29 Nov 2017 11:57:00 +0100</pubDate><title>Tübinger Neurowissenschaftler Jan Born erhält Oswald-Külpe-Preis</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=14460&amp;cHash=b0c7c28c955399b8bbf35b832e3b1424</link><description>
Professor Dr. Jan Born hat für seine Forschungen zur Rolle des Schlafs bei der Gedächtnisbildung den Oswald-Külpe-Preis erhalten. Die Auszeichnung wird vom Institut für Psychologie der Universität Würzburg an international herausragende Wissenschaftler vergeben, die mit experimentellen Methoden höhere geistige Prozesse erforschen.</description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2017/171129_kuelpepreis_2017_web.jpg" length="4440439" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Jan Born hätte als einer der ersten Wissenschaftler experimentell untersucht, welche Bedeutung der Schlaf für die Gedächtnisbildung hat. „In sehr innovativen Studien konnte er nachweisen, dass nicht der REM-Schlaf, sondern der Tiefschlaf entscheidend für die Übertragung von Information in den Langzeitspeicher des Gehirns und damit für die Gedächtnisbildung ist“, so der Würzburger Psychologie-Professor Paul Pauli in seiner Laudatio.<br><br>Die Gedächtnisfunktion sei die wichtigste Funktion des Schlafes überhaupt, so Born. Nur auf den ersten Blick sei verwunderlich, dass sich das Gedächtnis in einem Zustand festige, in dem der Mensch ohne Bewusstsein sei: Im Wachzustand könne der Transfer von Inhalten in den Langzeitspeicher des Gehirns nicht funktionieren, weil es dann zu viele Kollisionen mit der regulären Reizverarbeitung gäbe. Das Gehirn wäre damit ganz einfach überfordert.<br><br>Born ist Direktor am Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie der Universität Tübingen. Er war unter anderem Sprecher einer Forschergruppe der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) „Gedächtnisbildung im Schlaf“ und stand dem Sonderforschungsbereich „Plastizität und Schlaf“ vor. 2009 wurde er Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, 2010 erhielt er den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der DFG.<br><br>Das Psychologische Institut der Universität Würzburg vergibt den mit 4.000 Euro dotierten Preis alle zwei Jahre. Er wurde 2005 zur Erinnerung an Oswald Külpe (1862-1915) ins Leben gerufen, der die „Würzburger Schule der Denkpsychologie“ begründete: Die Vertreter dieser Forschungsrichtung waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts die ersten, die höhere geistige Prozesse wie das Denken, Wollen und Urteilen experimentell untersuchten.</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/_processed_/5/8/csm_171129_kuelpepreis_2017_web_ef460ded31.jpg" lenght="4440439" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-16120</guid><pubDate>Mon, 27 Nov 2017 17:12:00 +0100</pubDate><title>Schmuck in der Altsteinzeit - Sibylle Wolf erhält Kurt-Bittel Preis für ihre Doktorarbeit</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=16120&amp;cHash=77b6228710ddbf4492177a7bb53fc38f</link><description>Die Archäologin Dr. Sibylle Wolf hat Mitte November den Kurt-Bittel Preis für ihre Doktorarbeit über Mammutelfenbeinbearbeitung und Elfenbeinschmuck der jüngeren Altsteinzeit erhalten. Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre von der Stadt Heidenheim für herausragende Arbeiten in der Süddeutschen Altertumskunde vergeben.</description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2017/2017_11_27_Wolf_Kurt_Bittel_Preis.JPG" length="7640193" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Wolfs umfassende Arbeit über Elfenbein aus den Aurignacien (jüngere Altsteinzeit) schließe eine Forschungslücke, so die Begründung der Jury. Außerdem präsentiere sie die archäologischen Untersuchungen auf vorbildliche Weise und auch für Laien verständlich. Doktorvater Professor Nicholas Conard, von der Universität Tübingen, sprach in seiner Laudatio von einer „Bibel für Fachkreise“, weil Wolf erstmals und umfassend Herstellung, Bedeutung und Vielfalt von Elfenbeinschmuck untersucht und damit ein Standartwerk verfasst hätte.</p><div class="table-rwd"><div class="table-rwd__overflow"><table><thead><tr><th><img data-htmlarea-file-uid="436322" data-htmlarea-file-table="sys_file" src="fileadmin/_processed_/csm_2017_11_27_Conard_Kurt_Bittel_Preis_e043091a13.jpg" alt title height="167" width="223" style></th></tr></thead><tbody><tr><td><p>Doktorvater Professor Nicholas Conard <br>bei der Laudatio für Sibylle Wolf. <br>Foto: Wolfgang Heinecker/Stadt <br>Heidenheim</p></td></tr></tbody></table></div></div><p><br>Die Forscherin untersuchte unter anderem Elfenbeinschmuckstücke, die in Höhlen auf der Schwäbischen Alb gefunden wurden. Ausgrabungen erbrachten in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Schmuckstücke, darunter auffallend viele doppelt durchlochte Perlen. Diese Schmuckform komme laut Wolf ausschließlich in dieser Region und über einen Zeitraum von mindestens 6000 Jahren vor. Das deute darauf hin, dass die Perlen als Zeichen einer gemeinsamen Identität von den Jäger- und Sammler-Gruppen auf der Schwäbischen Alb hergestellt und getragen wurden. Die Herstellung sei aufwendig gewesen und verlangte viel Kunstfertigkeit sowie den Einsatz verschiedener Werkzeuge. <br><br>Die Schmuckstücke unterstreichen die herausragende Bedeutung der Höhlen im Ach- und Lonetal auf der Schwäbischen Alb, so Wolf. Dort wurden ebenfalls Elfenbeinfiguren und Flöten gefunden. Diese gelten als die ältesten Zeugnisse menschlicher Kunst und Kultur; die Eiszeithöhlen wurden deshalb im Juli 2017 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. <br>Wolf ist die wissenschaftliche Koordinatorin des Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment (HEP) in Tübingen. Zudem arbeitet sie an der Universität Tübingen am Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters</p><div><p>Der Kurt-Bittel Preis für Süddeutsche Altertumskunde geht auf den Heidenheimer Archäologen Professor Dr. Dr. h.c. Dr. h.c. Kurt Bittel zurück. International bekannt wurde er vor allem durch die Ausgrabung der hethitischen Königsstadt Hattuscha in der heutigen Türkei. Bittel war außerdem Präsident des Deutschen Archäologischen Instituts. Seit 1987 verleiht die Stadt Heidenheim ihm zu Ehren alle zwei Jahre einen Preis für herausragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Süddeutschen Altertumskunde. Die Preisträger erhalten jeweils 5 500 Euro.</p><p><br>Über die Preisvergabe entscheidet eine Kommission, die sich aktuell zusammensetzt aus Prof. Dr. Martin Bartelheim (Universität Tübingen), Prof. Dr. Michaela Konrad (Universität Bamberg), Prof. Dr. Dirk L. Krausse (Landesamt für Denkmalpflege), Prof. Dr. Carola Metzner-Nebelsick (Ludwig-Maximilians-Universität München), Prof. Dr. Ralph Röber (Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg), Prof. Dr. Thorsten Uthmeier (Universität Erlangen), dem Oberbürgermeister der Stadt Heidenheim und den zwei ehrenamtlichen Stellvertretern des Oberbürgermeisters. Der Preis wurde im Herbst 2017 zum fünfzehnten Mal verliehen.</p><div class="align-right"><p>Susanne Zahn</p></div></div>]]></content:encoded><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Online</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/_processed_/5/6/csm_2017_11_27_Wolf_Kurt_Bittel_Preis_9d6584d269.jpg" lenght="7640193" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-13615</guid><pubDate>Fri, 03 Nov 2017 16:08:00 +0100</pubDate><title>Professor Pfälzner erhält Internationalen Khaled al-Asaad-Preis</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=13615&amp;cHash=5cb772e0a818e7a49cbd60d16617b1c0</link><description>Auszeichnung für die wichtigste archäologische Entdeckung des Jahres geht an Tübinger Archäologen</description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2017/17-11-3_Pf%C3%A4lzner_1.jpg" length="923255" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Der Tübinger Archäologe Professor Peter Pfälzner vom Institut für die Kulturen des Alten Orients (IANES) ist mit dem diesjährigen „International Archaeological Discovery Award ‚Khaled al-Asaad‘“ ausgezeichnet worden. Der Preis ehrt die bedeutendste archäologische Entdeckung des vergangenen Jahres und wurde Pfälzner für die Ausgrabung der bronzezeitlichen Stadt Bassetki in der kurdischen Autonomieregion im Nordirak zugesprochen. Dort hat das Team von Professor Pfälzner, das seit 2015 an der Stätte Ausgrabungen unternimmt, eine große Stadtanlage gefunden, die aus einer Oberstadt und einer ausgedehnten Unterstadt besteht.</p><p>Durch geomagnetische Prospektionen konnten Gassen und Straßen, zahlreiche größere und kleinere Häuser sowie einem vermutlich öffentliches Gebäude lokalisiert werden. Auch eine an der Stadt entlang führende Überlandstraße wurde aufgedeckt, die wahrscheinlich dem überregionalen Handel der Bronzezeit diente. Die Stadt entstand kurz nach 3000 v. Chr. und besaß in der Zeit um 2700 v. Chr. bereits eine Stadtmauer. Der Ausgrabungsort liegt nur 50 Kilometer von dem Gebiet entfernt, das bis Ende 2016 noch vom sogenannten Islamischen Staat (IS) kontrolliert wurde.</p><p>Der „International Archaeological Discovery Award ‚Khaled al-Asaad‘“ wird von der Borsa Mediterranea del Turismo Archeologico (BMTA) auf Vorschlag renommierter Fachzeitschriften (Archeo, Antike Welt, Current Archaeology, Dossiers d’Archeólogie, Archäologie der Schweiz) verliehen. Der Preis wurde 2015 zum Gedenken an den syrischen Archäologen Khaled al-Asaad ins Leben gerufen worden. Der ehemalige Direktor der Antikenstätte von Palmyra war im August 2015 von Terroristen des IS entführt und vor dem Museum von Palmyra ermordet worden. Der 81-Jährige hatte sich geweigert, dem IS, der die Stadt und das römische Ruinengelände von Palmyra kontrollierte, Auskunft über den Aufbewahrungsort wertvoller Altertümer zu geben. Seither gilt Khaled al-Asaad weltweit als Symbol gegen die sinnlose Zerstörung von Kultur durch religiöse Fanatiker und für die Verteidigung und Bewahrung des kulturellen Erbes.</p><p>Die feierliche Preisverleihung fand am 27. Oktober im archäologischen Ausgrabungsgelände von Paestum in Italien statt. Anwesend bei der Preiszeremonie waren zwei Söhne und eine Tochter Khaled al-Asaads, die ebenfalls Archäologen sind. Pfälzner würdigte in seinem Dankeswort, dass durch den Preis die Botschaft Khaled al-Asaads, unablässig und entschieden für den Erhalt des kulturellen Erbes im Vorderen Orient einzutreten, über sein Leben hinaus erhalten bleibe und in die Welt hinaus getragen werde. Alle Archäologen fühlten sich dieser Botschaft insbesondere nach den dramatischen Erfahrungen von Kulturzerstörungen durch den IS in besonderer Weise verpflichtet.</p><p>Mitteilung des Instituts für die Kulturen des Alten Orients (IANES)</p><div class="table-rwd"><div class="table-rwd__overflow"><table><tbody><tr><td><br><img data-htmlarea-clickenlarge="1" data-htmlarea-file-uid="432292" data-htmlarea-file-table="sys_file" src="fileadmin/_processed_/csm_17-11-3_Pf%C3%A4lzner_3_034ea9e4cd.jpg" alt title height="200" width="300" style></td></tr><tr><td><br>Professor Pfälzer (Im Bild links) bei seinem Dankeswort<br>Foto: Mediterranean Exchange of Archaeological Tourism</td></tr></tbody></table></div></div>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/_processed_/5/7/csm_17-11-3_Pf%C3%A4lzner_1_b14e4fe288.jpg" lenght="923255" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-13972</guid><pubDate>Fri, 27 Oct 2017 13:53:00 +0200</pubDate><title>Tobias Jores erhält den Preis für Biochemie an der Universität Tübingen</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=13972&amp;cHash=e69685f60539961557f2b6147dfd8292</link><description>Nachwuchswissenschaftler forscht auf dem Gebiet der zellulären Energieversorgung</description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2017/171027_Knoop_PrVerl-Jores-2.jpg" length="519968" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Der Nachwuchsforscher Tobias Jores ist am 27. Oktober mit dem Preis für Biochemie an der Universität Tübingen ausgezeichnet. Der Preis wird von der Elisabeth und Franz Knoop-Stiftung verliehen und ist in diesem Jahr mit 5.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung fand im Rahmen des Young Researcher Symposiums des Interfakultären Instituts für Biochemie (IFIB) an der Universität Tübingen statt.</p><h3>Der Preisträger</h3><p>Der Biochemiker Tobias Jores (*1988), der aktuell bei Professor Dr. Doron Rapaport am IFIB promoviert, forscht auf dem Gebiet der zellulären Energieversorgung durch Mitochondrien. Aktuell untersucht er vor allem die intrazellulären Faktoren, die beim Import von Beta-Barrel-Proteinen beteiligt sind. Beta-Barrel-Proteine sind fassförmige Proteine, die nach ihrer Herstellung im Zellplasma zu den Mitochondrien dirigiert werden und dort in die Außenmembran eingebaut werden. Die durch den Preis ausgezeichnete Forschungsarbeit von Tobias Jores unter der Arbeitsgruppenleitung von Doron Rapaport hat nun das Signal, das die Beta-Barrel-Proteine zu den Mitochondrien führt, mithilfe biochemischer Versuche, Strukturanalysen und Genmanipulationen an Hefezellen entschlüsselt.</p><h3>Elisabeth und Franz Knoop-Stiftung</h3><p>Die Elisabeth und Franz Knoop-Stiftung wurde 2014 mit dem Ziel errichtet, die Wissenschaft und Forschung insbesondere auf dem Gebiet der Biochemie an der Universität Tübingen zu fördern. Der Name soll an das Ehepaar Elisabeth und Professor Dr. med. Franz Knoop erinnern. Gleichzeitig soll damit auch die Lebensleistung von Franz Knoop in Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Biochemie gewürdigt werden, unter anderem als Ordinarius der Physiologischen Chemie an der Universität Tübingen und als Leiter des Vorläuferinstituts des Interfakultären Instituts für Biochemie (IFIB) von 1928 bis 1946. Die Stiftung wird treuhänderisch durch den Stifterverband verwaltet.</p><p><br>Die Elisabeth und Franz Knoop-Stiftung hat den Preis für Biochemie an der Universität Tübingen ins Leben gerufen. Der im zweijährigen Turnus vergebene Preis wird an Tübinger Nachwuchswissenschaftler als Anerkennung für herausragende biochemische Arbeiten verliehen – vorzugsweise im Bereich der Humanmedizin-orientierten Biochemie.</p><p>Knoop-Stiftung &lt;link http: www.knoop-stiftung.de&gt;www.knoop-stiftung.de</p><div class="align-right"><p>Anke Meis, Deutsches Stiftungszentrum im Stifterverband</p></div><div class="align-right"></div><h3>Für weitere Informationen:</h3><p>Anke Meis<br>Leiterin Kommunikation &amp; Marketing<br>Deutsches Stiftungszentrum im Stifterverband<br>&lt;link&gt;anke.meis@stifterverband.de</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Online</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/_processed_/b/3/csm_171027_Knoop_PrVerl-Jores-2_e6241130ae.jpg" lenght="519968" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-14656</guid><pubDate>Tue, 24 Oct 2017 10:02:00 +0200</pubDate><title>Otfried Höffe erhält Ehrenprofessur der Tsinghua Universität in Peking</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=14656&amp;cHash=2b615cbe968ff465ac8559119f7bf24c</link><description></description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2017/17-10-24_Ehrenprofessur_Hoeffe_portrait.jpg" length="269868" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Eine der beiden Spitzenuniversitäten Chinas, die Tsinghua Universität in Peking, hat dem Tübinger Philosophen Otfried Höffe den Titel eines Ehrenprofessors, verliehen. Damit ehrte ihn nach der Huazhong Universität für Naturwissenschaft und Technik (HUST) in Wuhan eine weitere chinesische Universität. Der Titel eines Ehrenprofessors ist bislang vornehmlich an Nobelpreisträger verliehen worden, so an die beiden Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften Joseph E. Stiglitz (2001) und Oliver Williamson (2009) und den Chemie-Nobelpreisträger Karl Barry Sharpless (2001). Höffe ist nun der erste Ehrenprofessor der School of Humanities der Tsinghua Universität.</p><p><br>Höffe, bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2011 Lehrstuhlinhaber am Philosophischen Seminar der Tübinger Eberhard-Karls-Universität, leitet die von ihm gegründete Forschungsstelle Politische Philosophie. In China ist er vor allem für seine zahlreichen Studien zu Kant und zu Aristoteles, zur Ethik und zur Politischen Philosophie bekannt. Schon ein Dutzend seiner Bücher ist ins Chinesische übersetzt und zum größten Teil auch erschienen. Im Rahmen eines Projekts "Gesammelte Werke von Otfried Höffe" sind zahlreiche weitere Übersetzungen in Vorbereitung. Mehrere seiner chinesischen Doktoranden haben mittlerweile selbst Professorenstellen inne.</p><p><br>Mitteilung der &lt;link _blank internal-link internal link in current&gt;Forschungsstelle Politische Philosophie</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Online</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2017/17-10-24_Ehrenprofessur_Hoeffe_portrait.jpg" lenght="269868" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-1859</guid><pubDate>Fri, 13 Oct 2017 13:15:00 +0200</pubDate><title>Neu berufen an der Universität Tübingen</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/article/neu-berufen-an-der-universitaet-tuebingen/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<h3>Professor Dr. Ayola Akim Adegnika<br>Professur für Immunepidemiologie und klinische Infektionsforschung in den Tropen (Medizinische Fakultät)</h3><p><img data-htmlarea-clickenlarge="1" data-htmlarea-file-uid="429009" data-htmlarea-file-table="sys_file" src="fileadmin/_processed_/csm_17-10-13_Adegnika_6e490a8572.jpg" alt="Professor Dr. Ayola Akim Adegnika. Foto: Christoph Jäckle / Universität Tübingen" style="padding-right: 10px; padding-bottom: 0px; float: left;" title="Professor Dr. Ayola Akim Adegnika. Foto: Christoph Jäckle / Universität Tübingen" height="225" width="150">Professor Dr. Ayola Akim Adegnika ist auf eine Forschungsprofessur für Immunepidemiologie und klinische Infektionsforschung in den Tropen berufen worden, die am am Centre de Recherches Médicales de Lambaréné (CERMEL) in Gabun angesiedelt ist. Die Professur wird vom Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) und der Regierung Gabuns unterstützt. Dr. Ayola Akim Adegnika war zuvor bereits als Co-Direktor am CERMEL in Lambaréné. Die Stadt liegt 240 Kilometer südöstlich von der gabunischen Hauptstadt Libreville. Der 42-Jährige übt seine Forschungs- und Lehrtätigkeit überwiegend vor Ort in Afrika aus. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt in der Malariaforschung.</p><p>Nach Abschluss seines Medizinstudiums an der Universität Libreville in Gabun 2002 promovierte Adegnika 2008 an der Universität Tübingen. Von 2010 bis 2012 war der Mediziner Postdoktorand in der Epidemiologie an der renommierten London School of Hygiene and Tropical Medicine und erwarb dort 2014 zusätzlich einen Master of Science. 2012 wurde Adegnika zum Assistenzprofessor für Immunologie des Conseil Africain et Malgache pour l‘Enseignement Supérieur (CAMES) ernannt. Er arbeitet als Dozent und Forschungsgruppenleiter an der Medical School of Libreville und der Ecole Doctorale Régionale de Franceville in Gabun sowie an der Universität Tübingen. Der Mediziner kann zudem eine langfristige Kooperation mit dem Leiden Medical University Center in den Niederlanden vorweisen. Adegnika bringt langjährige Erfahrungen in der klinischen Forschung mit. Spezialisiert ist er auf die Epidemiologie von Wurmerkrankungen im Zusammenhang mit allergischen Erkrankungen und Malaria. Weitere Forschungsgebiete sind Immunologie und Epidemiologie von Tuberkulose und Grippe. Er leitete mehrere klinische Studien über neue und bereits vorhandene Impfungen und Medikamente.</p><p>Foto: Christoph Jäckle / Universität Tübingen<br></p><h3>Professor Dr. Jan Eckel<br>Professur für Neuere Geschichte mit besonderer Berücksichtigung der Zeitgeschichte (Philosophische Fakultät)</h3><p><img data-htmlarea-clickenlarge="1" data-htmlarea-file-uid="428974" data-htmlarea-file-table="sys_file" src="fileadmin/_processed_/csm_17-10-13Eckel__Jan_019_db59722474.jpg" alt="Professor Dr. Jan Eckel. Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen " style="padding-right: 10px; padding-bottom: 0px; float: left;" title="Professor Dr. Jan Eckel. Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen " height="150" width="200">Professor Eckel (geb. 1973) ist zum Wintersemester 2016/2017 nach Tübingen zurückgekehrt, um den Lehrstuhl für Neuere Geschichte mit besonderer Berücksichtigung der Zeitgeschichte an der Philosophischen Fakultät zu übernehmen. Von 2013 bis 2014 hatte er diesen Lehrstuhl bereits vertreten. Danach hatte er den Lehrstuhl für Internationale Geschichte und Historische Konflikt- und Friedensforschung an der Universität Köln inne. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Geschichte der Menschenrechte und der internationalen Politik im 20. Jahrhundert. Zudem befasst er sich mit der historischen Entwicklung von Geschichtsschreibung und Geisteswissenschaften in Deutschland seit dem späten 19. Jahrhundert. Einer seiner weiteren Forschungsschwerpunkte ist die internationale Holocaustrezeption. Eckel wird gleichzeitig auch neuer Direktor des Seminars für Zeitgeschichte der Universität Tübingen.</p><p>Eckel studierte von 1992 bis 1994 „Sprachen, Wirtschafts- und Kulturraumstudien“ an der Universität Passau. Danach schloss er ein Studium der Germanistik, Geschichte und Hispanistik an den Universitäten Freiburg, Passau und Salamanca (Spanien) an. Im Jahr 2004 wurde er an der Universität Freiburg mit einer biographischen Studie über den Zeithistoriker Hans Rothfels promoviert. Danach war er an der Universität Freiburg bis 2011 als Hochschulassistent tätig. Währenddessen hielt er sich als Gastwissenschaftler für ein Jahr an der Columbia University, New York, auf und war von 2010 bis 2011 Junior Fellow am Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS), einem interdisziplinären und internationalen Forscherkolleg. Am Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts war er von 2011 bis 2012 als Gastwissenschaftler tätig. Anschließend arbeitete er als Akademischer Rat an der Universität Freiburg, an der er sich 2013 mit einer Arbeit über die Geschichte der internationalen Menschenrechtspolitik im 20. Jahrhundert habilitierte.</p><p>Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen<br></p><h3>Juniorprofessor Dr. Abdelmalek Hibaoui (Zentrum für Islamische Theologie)<br>Juniorprofessor für Praktische Islamische Theologie, für Seelsorge und Soziale Arbeit (Zentrum für Islamische Theologie)</h3><p><img data-htmlarea-clickenlarge="1" data-htmlarea-file-uid="428982" data-htmlarea-file-table="sys_file" src="fileadmin/_processed_/csm_17-10-13Hibaoui__Abdelmalek__Prof._Dr.019_f1e4f96617.jpg" alt="Dr. Abdelmalek Hibaoui. Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen " style="padding-right: 10px; padding-bottom: 0px; float: left;" title="Dr. Abdelmalek Hibaoui. Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen " height="150" width="200">Dr. Abdelmalek Hibaoui ist zu Beginn des Wintersemesters 2016/17 auf eine Juniorprofessur für Praktische Theologie mit dem Schwerpunkt Islamische Seelsorge und Soziale Arbeit berufen worden. Hibaoui, der am Zentrum für Islamische Theologie lehrt, hat Islamwissenschaften, Theologie und Arabistik an den Universitäten Meknes, Fes und Rabat in Marokko studiert. Von 1997 bis 2002 war er zunächst als Gymnasiallehrer und Imam in Marokko tätig. 2002 kam er nach Deutschland als Stipendiat des DAAD, um über das Wirken der deutschen Islamwissenschaftlerin Annemarie Schimmel zu forschen. Anschließend arbeitete er bis 2007 als Imam in Stuttgart. Von 2008 bis 2012 war Hibaoui als Projektleiter in der Stabsabteilung für Integration der Stadt Stuttgart tätig, wo er das Projekt „Interkulturelle Öffnung und Qualifizierung der islamischen Gemeinden in Stuttgart“ betreute. Parallel dazu war er als Lehrbeauftragter für islamische Theologie an die PH Ludwigsburg tätig. 2011 promovierte er an der Universität Rabat über das Wirken von Annemarie Schimmel und das Islambild in Deutschland. Bereits seit 2012 war Hibaoui als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am ZITH beschäftigt, wo er vor allem zu Fragen der islamischen Seelsorge in einer pluralistischen Gesellschaft forschte.</p><p>Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen<br></p><h3>Juniorprofessorin Dr. Fahimah Ulfat<br>Juniorprofessur für Religionspädagogik (Zentrum für Islamische Theologie)</h3><p><img data-htmlarea-clickenlarge="1" data-htmlarea-file-uid="428992" data-htmlarea-file-table="sys_file" src="fileadmin/_processed_/csm_17-10-13Ulfat__Fahimah_029_e3180bc184.jpg" alt="Dr. Fahimah Ulfat. Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen " style="padding-right: 10px; float: left;" title="Dr. Fahimah Ulfat. Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen " height="150" width="200">Dr. Fahimah Ulfat (geb. 1974) ist zum Wintersemester 2016/2017 als Juniorprofessorin für Religionspädagogik an das Zentrum für Islamische Theologie der Universität Tübingen berufen worden. Sie war dort bereits seit April 2016 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig.</p><p>Ulfat hat an der Universität Duisburg-Essen Lehramt für die Primarstufe mit der Zusatzqualifikation „Interkulturelle Pädagogik“ studiert. An der Universität Osnabrück absolvierte sie ihren Master im Erweiterungsfach „Islamische Religionspädagogik“ für Grund- und Hauptschulen. Sie war einige Zeit als Lehrerin an Schulen in Essen tätig und von 2008 bis 2011 als Hilfskraft im Fachbereich „Islamische Religionspädagogik“ an der Universität Osnabrück für die Zeitschrift für Islamische Theologie und Religionspädagogik (HIKMA) verantwortlich. 2011 bis 2016 promovierte sie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg mit Förderung des Graduiertenkollegs für Islamische Theologie der Stiftung Mercator zum Thema „Die Selbstrelationierung muslimischer Kinder zu Gott – Eine empirische Studie über die Gottesbeziehungen muslimischer Kinder als reflexiver Beitrag zur Didaktik des Islamischen Religionsunterrichts“.</p><p>In ihrer Forschung beschäftigt sie sich schwerpunktmäßig mit der pädagogischen und theologischen Professionalität von muslimischen Religionslehrkräften, mit Glaubensvorstellungen von muslimischen Kindern und Jugendlichen, mit der interreligiösen Wahrnehmung von Kindern und Jugendlichen (Interdisziplinär) und im Bereich Migration und Bildung mit interdisziplinären Perspektiven auf aktuelle Herausforderungen an das deutsche Bildungssystem.</p><p>Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen<br></p><h3>Juniorprofessorin Dr. Gunda Werner<br>Juniorprofessur für Dogmatik (Katholisch-Theologische Fakultät)</h3><p><img data-htmlarea-clickenlarge="1" data-htmlarea-file-uid="428991" data-htmlarea-file-table="sys_file" src="fileadmin/_processed_/csm_17-10-13UNI_TUE_PORTRAIT_GUNDA_WERNER_0261_FINAL_PRINT_RGB_d1496afecd.jpg" alt="Dr. Gunda Werner. Foto: Jörg Jäger/Universität Tübingen " style="padding-right: 10px; float: left;" title="Dr. Gunda Werner. Foto: Jörg Jäger/Universität Tübingen " height="225" width="150">Dr. Gunda Werner (geb. 1971) hat zum Wintersemester 2016/2017 eine Juniorprofessur für Dogmatik an der Katholisch-Theologischen Fakultät übernommen. Sie hatte zuvor den Lehrstuhl für Dogmatik und Propädeutik an der Universität Bonn vertreten und ist Herausgeberin für ein Teilgebiet bei der „Enzyklopädie der Neuzeit“. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich unter anderem mit der Bedeutung von Schuld und Vergebung, auch in Form des Bußsakraments, dem Kommunikations- und Wissensbewusstsein katholischer Frömmigkeit und Vergemeinschaftslogiken in der späten Moderne.</p><p>Werner hat von 1992 bis 1998 Philosophie und Theologie an der Theologisch-Philosophischen Hochschule der Franziskaner und Kapuziner in Münster sowie an der Universität Münster studiert. 2005 promovierte sie zum Thema „Macht Glaube glücklich? Freiheit und Bezogenheit als Erfahrung persönlicher Heilszusage“ an der Universität Münster. Während ihrer Promotion arbeitete sie in Vollzeit in der Pflege und Seelsorge im Altenheim und Hospiz, in der Jugendarbeit im Erzbistum Berlin sowie für den Weltjugendtag. Von 2005 bis 2007 war sie Referentin für theologische Bildungs- und Menschenrechtsarbeit in der Missionszentrale der Franziskaner in Bonn, anschließend bis 2010 Referentin im Zentralkomitee der deutschen Katholiken. An der Ruhr-Universität Bochum arbeitete sie von 2012 bis 2015 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Dogmatik und Dogmengeschichte. Sie war 2015 die erste Frau, die an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum habilitiert wurde. Für ihre Habilitationsschrift über „Die Freiheit der Vergebung“ hatte sie mit dem Fahrrad über ein Jahr lang ehemalige Krisen- und Kriegsgebiete in Europa und an der Seidenstraße aufgesucht, in denen sie die Praxis der Vergebung beobachten konnte.</p><p>Foto: Jörg Jäger/Universität Tübingen<br></p><h3>Juniorprofessorin Dr. Katharina Broch<br>Juniorprofessur für optische Spektroskopie molekularer Materie (Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät)</h3><p><img data-htmlarea-clickenlarge="1" data-htmlarea-file-uid="428966" data-htmlarea-file-table="sys_file" src="fileadmin/_processed_/csm_17-10-13Broch__Katharina_034_640793e6ba.jpg" alt="Dr. Katharina Broch. Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen" style="padding-right: 10px; padding-bottom: 0px; float: left;" title="Dr. Katharina Broch. Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen" height="150" width="200">Dr. Katharina Broch (geb. 1984) studierte Physik an der Universität Tübingen und promovierte 2013 ebenfalls in Tübingen zum Thema ‚Interplay of ordering behaviour and optical properties in organic semiconductor blends‘. In der Doktorarbeit, die von der Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert wurde, untersuchte sie den Zusammenhang von optischen Eigenschaften und Filmstruktur in Mischungen organischer Halbleiter. Diese werden zur Effizienzsteigerung zum Beispiel bei LEDs oder Solarzellen eingesetzt und kommen als Alternative zu Silizium in Frage. Mit ihrer Hilfe könnten Solarzellen oder LEDs (beispielsweise in Displays) eines Tages deutlich kostengünstiger und großflächiger als bisher sowie auf flexiblen Trägermaterialien hergestellt werden. Die Arbeit wurde mit einem Dissertationspreis der Studienstiftung und dem Dr. Friedrich Förster Preis der Universität Tübingen ausgezeichnet.</p><p>2014 bis 2016 erhielt sie ein Forschungsstipendium der DFG, um als Gastwissenschaftlerin am Cavendish Laboratory der University of Cambridge zu forschen. 2016 war sie Mitarbeiterin am Fritz-Haber Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin ehe sie zum Januar 2017 den Ruf an die Universität Tübingen annahm. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf der Photophysik organischer Halbleiter in dünnen Schichten. Mittels zeitaufgelöster optischer Spektroskopie untersucht sie die Zeitskalen von Ladungs- und Energietransferprozessen und deren Zusammenhang mit intermolekularen Wechselwirkungen. Damit betreibt sie Grundlagenforschung vor allem zu den Eigenschaften von Pentacene in Mischungen mit weiteren organischen Halbleitern, womit sie die Forschungsrichtung weiter verfolgt, die sie bereits in ihrer Dissertation eingeschlagen hatte.</p><p>Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen<br></p><h3>Professor Dr. Marcus Emmerich<br>Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Inklusion, Heterogenität und Diversität (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät / Tübingen School of Education)</h3><p><img data-htmlarea-clickenlarge="1" data-htmlarea-file-uid="428969" data-htmlarea-file-table="sys_file" src="fileadmin/_processed_/csm_17-10-13Emmerich__Marcus__Prof_Dr._046_-_Arbeitskopie_2_801854bfc6.jpg" alt="Professor Dr. Marcus Emmerich. Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen " style="padding-right: 10px; padding-bottom: 0px; float: left;" title="Professor Dr. Marcus Emmerich. Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen " height="150" width="200">Professor Dr. Marcus Emmerich (geb. 1969) studierte Soziologie, Politik und Sozialpädagogik an der Universität Kassel. 2006 promovierte er im Fach Soziologie an der Universität Freiburg zum Thema „Jenseits von Individuum und Gesellschaft. Zur Problematik einer psychoanalytischen Theorie der Sozialität“. Anschließend war er an verschiedenen erziehungswissenschaftlichen Instituten tätig, wie der Pädagogischen Hochschule Freiburg und der Universität Zürich. 2015 nahm er den Ruf auf die Professur für Schulpädagogik der Sekundarstufe an die Fachhochschule Nordwestschweiz an, ehe er zum Januar 2017 die Professur an der Universität Tübingen übernahm.</p><p>Im Fokus seiner interdisziplinär orientierten Forschung und Lehre steht der Zusammenhang von Differenz, Ungleichheit und Bildung. In seiner theoretischen und empirischen Arbeit analysiert er institutionelle Mechanismen der Inklusion und Exklusion in Bildungssystem und Gesellschaft.</p><p>Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen<br></p><h3>Juniorprofessorin Dr. Ivana Fleischer<br>Professur für organische Chemie (Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät)</h3><p><img data-htmlarea-clickenlarge="1" data-htmlarea-file-uid="428971" data-htmlarea-file-table="sys_file" src="fileadmin/_processed_/csm_17-10-13Fleischer_Ivana_05a4bfd610.jpg" alt="Dr. Ivana Fleischer. Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen " style="padding-right: 10px; padding-bottom: 0px; float: left;" title="Dr. Ivana Fleischer. Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen " height="150" width="200">Dr. Ivana Fleischer (geb. 1978) ist zum Sommersemester 2017 auf eine Juniorprofessur für Organische Chemie berufen worden. Die gebürtige Slowakin studierte Chemie in Bratislava und Rostock und promovierte von 2006 bis 2010 an der Universität Basel zum Thema „Combinatorial catalyst development and screening of conjugate additions“. Dabei entwickelte Sie gemeinsam mit einem Team das sogenannte „Hochdurchsatz-Screening“, eine Methode, mit der man Eigenschaften vieler Katalysatoren schnell testen kann. 2010 bis 2013 war sie am Leibniz Institut für Katalyse in Rostock zunächst als Postdoktorandin und später als Nachwuchsgruppenleiterin tätig.</p><p>Seit 2013 war sie Nachwuchsgruppenleiterin am Institut für Organische Chemie der Universität Regensburg. Sie forscht mit Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor allem an der Entwicklung neuer Katalysatoren, die chemische Reaktionen effizienter, schneller und selektiver machen. Diese können später sowohl bei der Synthese komplexer Natur- und Wirkstoffe, als auch der Verwertung von nachwachsenden Rohstoffen zum Einsatz kommen. Ihre Forschung wird im Moment durch ein Liebig Stipendium des Fonds der Chemischen Industrie und ein Max Buchner Stipendium gefördert.</p><p>Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen<br></p><h3>Juniorprofessor Dr. Julian Heinrich<br>Juniorprofessur für Visuelle Big Data Analytik (Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät)</h3><p><img data-htmlarea-clickenlarge="1" data-htmlarea-file-uid="428987" data-htmlarea-file-table="sys_file" src="fileadmin/_processed_/csm_17-10-13Heinrich__Julian_046_28335cb392.jpg" alt="Dr. Julian Heinrich. Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen " style="padding-right: 10px; padding-bottom: 0px; float: left;" title="Dr. Julian Heinrich. Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen " height="150" width="200">Dr. Julian Heinrich (geb. 1980) tritt zum Sommersemester 2017 eine Juniorprofessur für Visuelle Big Data Analytik an. Er studierte zunächst Bioinformatik in Tübingen. 2013 promovierte er an der Universität Stuttgart über Techniken zur Visualisierung paralleler Koordinaten. Diese kommen zum Einsatz bei der visuellen Darstellung komplexer, mehrdimensionaler Daten, wie sie in vielen Bereichen der Naturwissenschaften aber auch in der Finanzwelt vorkommen. Anschließend wechselte er für zwei Jahre als Postdoc an die Commonwealth Scientific and Industrial Research Orginisation (CSIRO) nach Sydney. Dort setzte er sich mit der Visualisierung biologischer Daten auseinander und war unter anderen an der Entwicklung von „Aquaria“, einer Online-Ressource für Proteine, beteiligt. Er ist Mitinitiator des IEEE Symposium on Big Data Visual Analytics, das 2015 das erste Mal stattgefunden hat.</p><p>Seit Mai 2016 war er als Postdoc am Zentrum für Bioinformatik in Tübingen tätig, wo er an der Entwicklung, Anwendung und Evaluation visueller Analysetools mit den Schwerpunkten Bioinformatik und personalisierter Medizin forscht. Konkret ist er an der Entwicklung einer Software zur Darstellung therapierelevanter Daten von Tumorpatienten beteiligt. Mithilfe dieses Programms soll die Auswertung von großen Datenmengen für die Therapie von Patienten optimiert werden.</p><p>Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen<br></p><h3>Juniorprofessorin mit Schwerpunkt Lehre Dr. Ursula Offenberger<br>Juniordozentur für Methoden in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät; ESIT)</h3><p><img data-htmlarea-clickenlarge="1" data-htmlarea-file-uid="428989" data-htmlarea-file-table="sys_file" src="fileadmin/_processed_/csm_17-10-13Offenberger__Ursula_045_df7552dd04.jpg" alt="Dr. Ursula Offenberger. Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen " style="padding-right: 10px; padding-bottom: 0px; float: left;" title="Dr. Ursula Offenberger. Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen " height="150" width="200">Dr. Ursula Offenberger (geb. 1980) ist zum 1. Januar 2017 als Juniorprofessorin mit Schwerpunkt Lehre an die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät der Universität Tübingen berufen worden. Ihre Juniordozentur für Methoden in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften bildet einen Bestandteil des Projekts ‚Erfolgreich studieren in Tübingen – ESIT‘.</p><p>Offenberger studierte an der Universität Tübingen und der Humboldt-Universität Berlin Soziologie und Skandinavistik (in Berlin mit einem Schwerpunkt in den Genderstudies). 2008 bis 2011 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität St. Gallen tätig, wo sie am Lehrstuhl für Organisationspsychologie an einem sozial-ökologischen Forschungsprojekt zu nachhaltigem Energiekonsum in Privathaushalten beteiligt war. 2010 bis 2013 promovierte sie an der Universität Tübingen im Fach Soziologie mit der Arbeit ‚Geschlecht und Gemütlichkeit. Paarentscheidungen über das beheizte Zuhause.‘ Von 2011 bis 2014 hatte sie Lehraufträge am Institut für Soziologie der Uni Tübingen, sowie der Koordinationsstelle für Geschlechterstudien und Gleichstellung an der Karl-Franzens-Universität Graz. Von 2014 bis 2016 arbeitete sie als Postdoc im Projekt ‚Exzellenz und/oder Chancengleichheit der Geschlechter. Nationale Programmatiken und diskursive Praktiken an Universitäten (Deutschland und Schweiz)‘ am Lehrstuhl für Organisationspsychologie der Universität St. Gallen. Parallel dazu war sie am Institut für Soziologie der Universität Tübingen als wissenschaftliche Mitarbeiterin bzw. Lehrbeauftragte tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Wissenschafts- und Technikforschung, der Geschlechterforschung sowie den Methoden qualitativer Sozialforschung.</p><p>Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen<br></p><h3>Professor Dr. Wilfried Eisele<br>Professur für Neues Testament (Katholisch-Theologische Fakultät)</h3><p><img data-htmlarea-clickenlarge="1" data-htmlarea-file-uid="428976" data-htmlarea-file-table="sys_file" src="fileadmin/_processed_/csm_17-10-13Eisele__Wifried__Prof._Dr._039_6cb5d58f79.jpg" alt="Professor Wilfried Eisele. Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen " style="padding-right: 10px; padding-bottom: 10px; float: left;" title="Professor Wilfried Eisele. Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen " height="150" width="200">Professor Wilfried Eisele (geb. 1971) tritt zum ersten April eine Professur für Neues Testament an der Katholisch-Theologischen Fakultät an. Er studierte Theologie und Philosophie in Tübingen, Jerusalem und Paris. 2002 promovierte er in Tübingen zum Thema ‚Ein unerschütterliches Reich. Die mittelplatonische Umformung des Parusiegedankens im Hebräerbrief‘. Zeitgleich erhielt er in Weingarten die Priesterweihe und war anschließend für zwei Jahre als Vikar in Aalen tätig. 2004 – 2010 habilitierte er an der Universität Tübingen über die Text- und Überlieferungsgeschichte des Thomasevangeliums. Parallel dazu übernahm er seelsorgerische Aufgaben in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, sowie verschiedene Lehraufträge in Ludwigsburg, Jerusalem und Ehingen.</p><p>Er nahm zunächst den Ruf an die Theologische Hochschule Chur an und wechselte 2011 an die Katholisch-Theologische Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, wo er bis Anfang 2017 lehrte und forschte. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der neutestamentlichen Exegese, sowie der quellengeschichtlichen Forschung insbesondere zum Thomasevangelium und den Sextussprüchen.</p><p>Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen<br></p><h3>Juniorprofessorin Dr. Jessika Golle<br>Junior-Professur für Empirische Bildungsforschung im Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät)</h3><p><img data-htmlarea-clickenlarge="1" data-htmlarea-file-uid="428977" data-htmlarea-file-table="sys_file" src="fileadmin/_processed_/csm_17-10-13Golle_Jessika_007be_e721463c2d.jpg" alt="Dr. Jessika Golle. Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen " style="padding-right: 10px; padding-bottom: 0px; float: left;" title="Dr. Jessika Golle. Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen " height="147" width="200">Dr. Jessika Golle (geb. 1986) hat zum Sommersemester 2017 den Ruf auf eine Junior-Professur am Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung angenommen. Ihr Psychologiestudium absolvierte sie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. 2013 promovierte sie mit einer Förderung des Schweizerischen Nationalfons (SNF) an der Universität Bern zum Thema „Die Verarbeitung sozial relevanter Merkmale in Gesichtern: Allgemeine Mechanismen und interindividuelle Unterschiede“ in der sie sich mit der Verarbeitung von Attraktivität und emotionalem Ausdruck beschäftigte. Seit 2014 arbeitet sie bereits als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung der Universität Tübingen. In ihren Forschungen konzentriert sie sich nun besonders auf die Identifikation und Förderung besonders begabter Grundschulkinder und die Effektivität von Bildungsmaßnahmen und Programmen.</p><p>Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen<br></p><h3>Juniorprofessorin Dr. Kristina Peuschel<br>Professur für sprachsensiblen Unterricht im Rahmen gymnasialer Bildung (Philosophische Fakultät)</h3><p><img data-htmlarea-clickenlarge="1" data-htmlarea-file-uid="429005" data-htmlarea-file-table="sys_file" src="fileadmin/_processed_/csm_17-10-13Peuschel_45508a935b.jpg" alt="Dr. Kristina Peuschel. Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen " style="padding-right: 10px; padding-bottom: 0px; float: left;" title="Dr. Kristina Peuschel. Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen " height="150" width="200">Dr. Kristina Peuschel (geb. 1975) ist zum Dezember 2016 auf eine Juniorprofessur für Sprachsensiblen Unterricht am Fachbereich Neuphilologie der Universität Tübingen berufen worden. Sie studierte Deutsch als Fremdsprache, Hispanistik sowie Ost- und Südosteuropäische Geschichte an der Universität Leipzig und an der Universität Sevilla (Spanien). Anschließend arbeitete sie als freiberufliche Lehrkraft für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache, ehe sie 2003 für ein Jahr als Sprachassistentin des DAAD an der Germanistischen Abteilung der Universität Havanna (Kuba) tätig war. 2006 bis 2014 war sie als Lehrkraft für besondere Aufgaben am Herder-Institut der Universität Leipzig im Fachbereich Didaktik/Methodik Deutsch als Fremdsprache beschäftigt. In dieser Zeit promovierte sie zum Thema „Sprachliche Tätigkeit und Fremdsprachenlernprojekte – Fremdsprachliches Handeln und gesellschaftliche Teilhabe in der Durchführung von radiodaf-Projekten“. Nach einem zweijährigen Auslandsaufenthalt als Lektorin des DAAD an der Germanistischen Abteilung der Universität Sao Paulo (Brasilien) koordinierte sie 2014 das „Erste Wissenschaftskolleg für NachwuchswissenschaftlerInnen aus der Germanistik/DaF im Raum Maghreb und Ägypten“. Seit 2014 war sie wissenschaftliche Angestellte am Arbeitsbereich Deutsch als Zweitsprache/Sprachbildung der Freien Universität Berlin.</p><p>In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit den didaktischen Ansätzen des sprachbildenden und sprachförderlichen Unterrichts in der Migrationsgesellschaft, mit Aspekten von Gender im Bereich Deutsch als Fremd-/Zweitsprache sowie dem Einsatz digitaler Lernangebote in der Hochschuldidaktik.</p><p>Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen<br></p><h3>Professor Dr. Nico Pfeifer<br>Professor für Methoden der Medizininformatik (Mathematisch Naturwissenschaftliche Fakultät)</h3><p><img data-htmlarea-clickenlarge="1" data-htmlarea-file-uid="428979" data-htmlarea-file-table="sys_file" src="fileadmin/_processed_/csm_17-10-13Pfeifer__Nico_020_c5f071e08c.jpg" alt="Professor Dr. Nico Pfeifer. Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen " style="padding-right: 10px; padding-bottom: 0px; float: left;" title="Professor Dr. Nico Pfeifer. Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen " height="150" width="200">Dr. rer. nat. Nico Pfeifer (geb. 1980) ist zum 1. Januar 2017 als Professor für „Methoden der Medizininformatik“ an den Fachbereich Informatik der Universität Tübingen berufen worden.</p><p>Pfeifer hat an der Universität Göttingen den Bachelor wie auch den Master in Informatik mit Schwerpunkt Bioinformatik und maschinellem Lernen absolviert. Er wurde 2009 am Zentrum für Bioinformatik der Universität Tübingen promoviert. Von 2009 bis 2011 forschte er bei Microsoft Research in Los Angeles (USA) an neuen maschinellen Lernverfahren im Bereich der HIV-Impfstoffforschung. Seit Oktober 2011 war er am Max Planck-Institut für Informatik in Saarbrücken tätig, wo er in der Abteilung für Bioinformatik und angewandte Algorithmik von Januar 2013 an die Nachwuchsforschergruppe “Statistisches Lernen in der Bioinformatik” leitete. Hier arbeitete er an der Weiterentwicklung und Anwendung von neuen Verfahren des statistischen Lernens und des maschinellen Lernens, um biomedizinische Fragestellungen anzugehen.</p><p>Für die Anwendung in der personalisierten Medizin entwickelt seine Arbeitsgruppe Systeme, die die Verschreibung von Medikamenten verbessern, indem sie neue Zusammenhänge aus biomedizinischen Daten herstellen, visualisieren und in einem Interface zur Verfügung stellen. Der Schwerpunkt lag hierbei bislang auf Infektionskrankheiten und Krebs, inzwischen wurden auch in weiteren Bereichen neue Projekte gestartet.</p><p>Aus der Perspektive der Informatik forscht seine Arbeitsgruppe an neuen Methoden zur Integration heterogener Daten, der Verbesserung der Interpretierbarkeit von modernen maschinellen Lernverfahren sowie an der Entwicklung effizienter Lernverfahren für große Datenmengen. Die Arbeitsgruppe ist in internationale Forschungskooperationen eingebunden, die beispielsweise erforschen, welchen Einfluss eine Therapie mit sehr potenten, spezialisierten Antikörpern auf die Virusvarianten und das Immunsystem von HIV-infizierten Patienten haben.</p><p>Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen<br></p><h3>Juniorprofessor Dr. Ruggero Vimercati Sanseverino<br>Juniorprofessur für Hadithwissenschaften und prophetische Tradition (Zentrum für Islamische Theologie)</h3><p><img data-htmlarea-clickenlarge="1" data-htmlarea-file-uid="428984" data-htmlarea-file-table="sys_file" src="fileadmin/_processed_/csm_17-10-13Sanseverino__Ruggero_Vimercati__jun._Prof.029_c7fa245b29.jpg" alt=" Dr. Ruggero Vimercati Sanseverino. Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen " style="padding-right: 10px; padding-bottom: 0px; float: left;" title=" Dr. Ruggero Vimercati Sanseverino. Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen " height="150" width="200">Dr. Ruggero Vimercati Sanseverino (geb. 1979) ist zum Wintersemester 2016/17 auf den Lehrstuhl für Hadithwissenschaften und prophetische Tradition am Zentrum für Islamische Theologie (ZITh) berufen worden. Er studierte in Tübingen zunächst Ethnologie und Indologie, dann Philosophie und Moderne Geschichte, schließlich in Turin Arabisch und Französisch und schloss sein Studium in Aix-en-Provence in dem Fach Islamwissenschaft ab. Ausdruck beschäftigte über die religiösen Traditionen der marokkanischen Stadt Fès. Seit 2013 lehrt und forscht er am Zentrum für Islamische Theologie in Tübingen, wo er von 2014-2016 auch die Position des Wissenschaftlichen Leiters innehatte. Verbunden mit seiner Berufung zum Juniorprofessor ist ein Habilitationsvorhaben über den Zusammenhang von Hadithüberlieferung und Prophetenverehrung. Weitere Forschungsschwerpunkte sind die Nachfolge des Propheten und die islamische Imitationsfrömmigkeit, klassische und zeitgenössische islamische Prophetologien, die Dynamiken von Überlieferung, Tradition und Erneuerung im Islam sowie die prophetische Grundlage der islamischen Spiritualität.</p><p>Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen<br></p><h3>Juniorprofessorin Dr. Beate Stelzer<br>Juniorprofessur für Weltraumgestützte Beobachtungsnahe Astrophysik (Mathematisch Naturwissenschaftliche Fakultät) </h3><p><img data-htmlarea-clickenlarge="1" data-htmlarea-file-uid="428990" data-htmlarea-file-table="sys_file" src="fileadmin/_processed_/csm_17-10-13Stelzer__Beate_090_8194ee875e.jpg" alt="Dr. Beate Stelzer.Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen" style="padding-right: 10px; padding-bottom: 0px; float: left;" title="Dr. Beate Stelzer.Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen" height="150" width="200">Dr. Beate Stelzer (geb. 1971) ist zum Januar 2017 auf eine Juniorprofessur für Weltraumgestützte Beobachtungsnahe Astrophysik berufen worden. Sie studierte Physik in Tübingen und Arizona (USA). Anschließend arbeitete sie zunächst als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Astronomie und Astrophysik in Tübingen, ehe sie ans Max-Planck Institut für extraterrestrische Physik (MPE) nach Garching wechselte. 2001 promovierte sie an der Ludwig-Maximilians Universität München zum Thema ‚Röntgenstrahlung von jungen Sternen in Taurus-Auriga-Perseus‘. In dieser Arbeit hat sie den Sternentstehungsprozess mithilfe von Daten des am MPE entwickelten Satelliten ROSAT untersucht.</p><p>Als Marie Curie Fellow forschte sie 2002-2004 am INAF Osservatorio Astronomico di Palermo auf Sizilien. Daran schloss sich eine Tätigkeit am Institut für Physik der Universität von Palermo an.</p><p>2005 wechselte sie erneut ans Osservatorio Astronomico, wo sie bis 2016 eine unbefristete Forschungsstelle innehatte. In diese Zeit fielen auch einige Aufenthalte als Gastwissenschaftlerin zum Beispiel an der University of Toronto (Kanada), der School of Physics and Astronomy, St.Andrews (UK) sowie dem Laboratorio de Astrofisica Espacial y Fisica Fundamental (LAEFF), Villafranca (Spanien).</p><p>Die Schwerpunkte ihrer Forschungen liegen auf dem Gebiet der Sternentstehung und -entwicklung, insbesondere der magnetischen Aktivität von kühlen Sternen. Zur Durchführung ihrer wissenschaftlichen Projekte benutzt sie sowohl erdgebundene Teleskope, z.B. bei der europäischen Südsternwarte in Chile, als auch Instrumente im Weltraum.</p><p>Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Online</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-10779</guid><pubDate>Thu, 12 Oct 2017 14:01:00 +0200</pubDate><title>Professor Todd Ehlers receives Ralph Alger Bagnold Medal</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/article/professor-todd-ehlers-receives-ralph-alger-bagnold-medal/</link><description></description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2017/17-10-12Geo-134.jpg" length="332432" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>The European Geosciences Union (EGU) has named the 49 recipients of next year’s Union Medals and Awards, Division Medals, and Division Outstanding Early Career Scientists Awards. These individuals, from both European and non-European countries, are honored for their important contributions to the Earth, planetary and space sciences. University of Tübingen geoscientist Todd Ehlers will receive the Ralph Alger Bagnold Medal. The medal has been established by the Geomorphology Division of the EGU in commemoration of the scientific achievements of Ralph Alger Bagnold, pioneer of desert exploration and first commander of the British Army's Long Range Desert Group during World War II. The award is reserved for individuals in recognition of their outstanding scientific contribution to the study of geomorphology.</p><p>Professor Ehlers, aged 47, heads the Earth System Dynamics Research Group at the University of Tübingen, Germany. The group´s research interests are in the evolution of Earth's topography as influenced by tectonics, climate, surface processes, and biota. They investigate the deformation, paleoclimate, erosion, and sedimentation in active mountain belts around the world using a range of geochemical, remote sensing, and numerical modeling tools. Ehlers will receive the Medal at the EGU 2018 General Assembly, which will take place in Vienna on 8–13 April.</p><div class="align-right"><p>Karl G. Rijkhoek</p></div>]]></content:encoded><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Online</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2017/17-10-12Geo-134.jpg" lenght="332432" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-5375</guid><pubDate>Fri, 29 Sep 2017 14:23:00 +0200</pubDate><title>Der DZIF-Preis für translationale Infektionsforschung 2017 geht an Andreas Peschel</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/article/der-dzif-preis-fuer-translationale-infektionsforschung-2017-geht-an-andreas-peschel/</link><description>Seit mehr als 20 Jahren hat er sich der Erforschung von Infektionen durch das Bakterium Staphylococcus aureus verschrieben: Professor Andreas Peschel vom Interfakultären Institut für Mikrobiologie und Infektionsmedizin Tübingen (IMIT) und Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF). Für seine wissenschaftlichen Verdienste erhält er jetzt den diesjährigen Preis für translationale Infektionsforschung des DZIF. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI) und des DZIF in Hamburg verliehen. </description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Forschung/2017/17-09-29Peschel_800.jpg" length="199543" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p><em>Staphylococcus aureus</em> verursacht insbesondere bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem schwerwiegende Infektionen, darunter Wundinfektionen oder auch Blutvergiftungen. Als typischer „Krankenhauskeim“ ist <em>Staphylococcus aureus </em>gefürchtet, weil er gegen gängige Antibiotika zunehmend resistent ist. Er besiedelt häufig die Nasenlöcher des Menschen – jeder Dritte trägt ihn in sich – und nutzt dieses Reservoir für die Auslösung schwerer Infektionen. Andreas Peschel und sein Team haben in ihren Forschungsprojekten, die auch vom DZIF gefördert werden, herausgefunden, dass<em> Staphylococcus aureus </em>nur selten zu finden ist, wenn das verwandte Bakterium<em> Staphylococcus lugdunensis </em>ebenfalls in der Nase lebt. Dieser Keim der menschlichen Mikroflora produziert ein Antibiotikum, das die Entdecker „Lugdunin“ genannt haben. In präklinischen Studien wollen die Forscher klären, ob Lugdunin therapeutisch eingesetzt werden könnte.</p><p>Doch Lugdunin ist nicht der einzige neue Wirkstoff, den Andreas Peschel im Rahmen des DZIF weiterentwickelt, um die Besiedelung der Nase durch Staphylococcus aureus zu bekämpfen: Ein hochwirksames Protein aus speziellen Viren, so genannten Bakteriophagen, soll die Bakterien innerhalb kürzester Zeit töten. Dabei bleibt die natürliche Mikroflora erhalten, denn das Protein wirkt spezifisch gegen Staphylococcus aureus. Das Projekt hat Aussicht darauf, bald eine klinische Studie der Phase 1/2a zu durchlaufen.</p><p>Andreas Peschels Forschung hat zu vielen hochrangigen Originalpublikationen geführt, darunter zum Beispiel Veröffentlichungen in <em>Nature, Nature Medicine </em>oder <em>Cell Host &amp; Microbe</em>. Die Liste beläuft sich auf mehr als 150 Publikationen und diese wurden bisher 13.000 Mal zitiert.</p><p>Bei seinen Forschungsansätzen hat Peschel die translationale Infektionsforschung stets im Blick, d. h. die Ergebnisse aus der Grundlagenforschung sollen möglichst schnell dem Patienten zugutekommen. Damit folgt Peschel der obersten Prämisse des DZIF. Bei der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI) und des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) vom 28. bis 30. September in Hamburg waren Antibiotikaresistenzen das übergeordnete Thema. Rund 500 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen kamen zusammen, um aktuelle Forschungsarbeiten zu diskutieren.</p><h3>Der Preisträger</h3><p>Andreas Peschel studierte in Bochum und Tübingen Biologie. Nach Stationen in Tübingen, Borstel und Utrecht als Postdoktorand wurde er 2001, zurück in Tübingen, Assistant Professor, zwei Jahre später <em>Associate Professor</em> und 2008 <em>Full Professor</em>. In dieser Funktion hat er sich für die Verbindung der oft getrennt agierenden Mikrobiologen der medizinischen und naturwissenschaftlichen Fakultäten stark gemacht, was zur Gründung des Interfakultären Instituts für Mikrobiologie und Infektionsmedizin Tübingen (IMIT) geführt hat. Dort leitet er seit 2015 den Lehrstuhl für Infektionsbiologie. Als führender Experte für Staphylokokken ist Peschel in unterschiedlichen Forschungsverbünden und -gremien aktiv. Im DZIF ist er Co-Koordinator im Forschungsbereich „Krankenhauskeime und Antibiotikaresistente Bakterien“.</p><h3>Kontakt</h3><p>Prof. Dr. Andreas Peschel<br>T +49 701 29 78855<br>E-Mail: &lt;link&gt;andreas.peschel@med.uni-tuebingen.de</p><p>Pressestelle des DZIF<br>Janna Schmidt und Karola Neubert<br>T +49 531 6181 1170/1154<br>E-Mail: &lt;link&gt;presse@dzif.de</p><p>Im Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) entwickeln bundesweit mehr als 500 Wissenschaftler aus 35 Institutionen gemeinsam neue Ansätze zur Vorbeugung, Diagnose und Behandlung von Infektionskrankheiten. Mehr Informationen finden Sie unter &lt;link http: www.dzif.de&gt;www.dzif.de.</p><div class="align-right"><p>&lt;link http: www.dzif.de news_mediathek news_pressemitteilungen ansicht detail artikel der_dzif_preis_fuer_translationale_infektionsforschung_2017_geht_an_andreas_peschel external-link-new-window external link in new&gt;Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF)</p></div>]]></content:encoded><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Forschung/2017/17-09-29Peschel_800.jpg" lenght="199543" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-13586</guid><pubDate>Wed, 06 Sep 2017 12:01:00 +0200</pubDate><title>Friedmund Neumann Preis 2017 für Tübinger Nachwuchswissenschaftlerin</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=13586&amp;cHash=a23626f419fdff74a081afd3365ac57d</link><description>Auf der Suche nach den molekularen Grundlagen der Multiplen Sklerose - Schering Stiftung ehrt Ivana Nikić-Spiegel für ihre herausragenden Forschungsarbeiten zur Neuroinflammation</description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2017/17-09-06_Nikic-Spiegel.jpg" length="219337" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Für ihre herausragenden Forschungsarbeiten erhält Dr. Ivana Nikić-Spiegel den diesjährigen Friedmund Neumann Preis. Die Schering Stiftung vergibt den mit 10.000 Euro dotierten Preis an Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, die herausragende Arbeiten in der humanbiologischen, organisch-chemischen oder humanmedizinischen Grundlagenforschung erbracht und nach der Promotion bereits ein eigenständiges wissenschaftliches Profil entwickelt haben. Der Preis will exzellente wissenschaftliche Leistung sichtbar machen und die wissenschaftliche Etablierung unterstützen. Er wird am 25. September 2017 in Berlin übergeben.</p><p>Ivana Nikić-Spiegel ist Gruppenleiterin am Werner Reichardt Centrum für Integrative Neurowissenschaften (CIN) der Universität Tübingen und verbindet in ihrer Forschung zwei hochmoderne Spitzentechnologien in erfolgversprechender Weise. Die Molekularbiologin konnte bereits in ihrer Doktorarbeit an der Ludwig-Maximilians-Universität München eine neue Form der Nervenschädigung (die sog. Fokale Axonale Degeneration) beschreiben, die durch Angriffe von Immunzellen hervorgerufen wird. Doch was passiert auf molekularer Ebene bei dieser Nervenschädigung? Nikić-Spiegel hat in ihrer Postdoc-Zeit am European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Heidelberg eine neue Methode der Proteinmarkierung entwickelt. Zusammen mit dem Einsatz von ultrahochauflösender Mikroskopie ist sie nun in der Lage, die Funktion von Proteinen in Nanometer-Auflösung abzubilden und für ihre Fragestellungen im Bereich entzündlicher Erkrankungen des Zentralnervensystems (Neuroinflammation) einzusetzen.</p><p>Für den Friedmund Neumann Preis 2017 wurde sie von Dr. Edward Lemke, Gruppenleiter am EMBL, vorgeschlagen. „Ivana Nikić-Spiegels Forschung deckt die komplette Bandbreite ab, um vom molekularen Mechanismus bis zur Physiologie die Gründe für Multiple Sklerose zu verstehen. Hierfür entwickelt und nutzt sie auf einzigartige Weise neue und bahnbrechende Methoden aus der chemischen Biologie. Das macht ihre Forschung wirklich innovativ und international herausragend,“ so Lemke.</p><p>Ivana Nikić-Spiegel studierte Molekularbiologie und Physiologie an der Universität Belgrad in Serbien. Danach wechselte sie für ihre Promotion an das Labor von Martin Kerschensteiner an der LMU München. Für ihre Arbeit erhielt sie den Dr. Hildegard und Heinrich Fuchs Preis zur Förderung medizinischen Nachwuchses, der jährlich für die beste Dissertation an der Medizinischen Fakultät der LMU verliehen wird. Nach der Promotion wechselte sie in die Lemke-Gruppe am EMBL in Heidelberg, wo ihr Postdoc-Aufenthalt durch ein Marie Curie IntraEuropean Fellowship und ein EMBO-Langzeitstipendium finanziert wurde. Danach wurde sie zur Juniorgruppenleiterin am Werner Reichardt Centrum für Integrative Neurowissenschaften (CIN) in Tübingen ernannt. Seit letztem Jahr werden Ivana Nikić-Spiegel und ihre Forschungsgruppe über einen Zeitraum von fünf Jahren durch das Emmy-Noether-Programm der DFG gefördert.</p><p>Die Presseinformation mit weiterem Bildmaterial zum Download finden Sie auf der Website &lt;link http: www.scheringstiftung.de&gt;www.scheringstiftung.de im Bereich „Presse“</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Online</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2017/17-09-06_Nikic-Spiegel.jpg" lenght="219337" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-16028</guid><pubDate>Tue, 05 Sep 2017 16:00:00 +0200</pubDate><title>Tübinger Neurowissenschaftlerin erhält Sofja Kovalevskaja-Preis 2017 der Humboldt-Stiftung</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=16028&amp;cHash=9b8d8317118d00621317f9c38fd1eedb</link><description></description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2017/kovalevskalapreis.jpg" length="157693" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Die Alexander von Humboldt-Stiftung zeichnet sechs internationale Forschertalente im Alter von 30 bis 37 Jahren mit einem der höchstdotierten Wissenschaftspreise Deutschlands aus: Mit dem Sofja Kovalevskaja-Preis erhalten die Preisträger bis zu 1,65 Millionen Euro für den Aufbau einer eigenen Arbeitsgruppe an ihrem Gastinstitut.  Zu den diesjährigen Preisträgerinnen gehört auch die Tübinger Neurowissenschaftlerin Anna Martius (geb. Levina), die unter anderem im Bereich Systemische Neurowissenschaft, Computational Neuroscience am Werner Reichardt Centre for Integrative Neuroscience (CIN) der Universität Tübingen forscht. (Prof. Matthias Bethge)</p><h3>Das Gehirn am Rande des Chaos</h3><p>Millionen Neuronen interagieren im Gehirn, das sich als komplexes System selbst organisiert. Die Neurowissenschaftlerin Anna Martius befasst sich insbesondere mit der so genannten Kritikalität. Diese gilt als wichtige Eigenschaft bei der Selbstorganisation des Hirns: Im kritischen Zustand verläuft die Signalweitergabe ähnlich wie bei einer Lawine. Sendet eine Nervenzelle einen elektrischen Impuls, kann dies in einem nachgeschalteten Neuron ebenfalls einen Impuls auslösen, muss es aber nicht. Je nachdem, ob und wie oft Impulse weitergegeben werden, kann es zu lawinenartigen Ketten neuronaler Entladungen kommen. Diesen Vorgängen wird eine wichtige Rolle bei der Informationsverarbeitung im Gehirn zugesprochen. Anna Martius hat bereits in frühen Arbeiten wesentliche Beiträge zur mathematischen Analyse und Modellierung solcher kritischer Zustände in neuronalen Systemen vorgelegt. Künftig will sie nicht nur das Verständnis neuronaler Dynamiken im Gehirn weiter vorantreiben. Als Sofja Kovalevskaja-Preisträgerin will sie sich zudem stark auf die Analyse besonders leistungsfähiger neuronaler Netze konzentrieren, die auch bei der Entwicklung von künstlicher Intelligenz von Bedeutung sind.</p><p>Dr. Anna Martius (geb. 1981 in der UdSSR) studierte an der St. Petersburg State University Mathematik. 2004 ging sie an die Universität Göttingen, wo sie 2008 promoviert wurde. Als Postdoktorandin forschte sie zunächst am Göttinger Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation, 2011 wechselte sie dann zum Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften in Leipzig. Von 2015 bis 2017 war Anna Martius Fellow am Institute of Science and Technology in Klosterneuburg, Österreich. Seit April 2017 forscht sie am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen.</p><p>Mit dem Sofja Kovalevskaja-Preis bekommen Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in einer frühen Phase ihrer Karriere Risikokapital für innovative Projekte. Sie forschen bis zu fünf Jahre lang an deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen und bauen eigene Arbeitsgruppen an ihren Gastinstituten auf. Der Preis wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Die Preise werden am 15. November in Berlin überreicht.</p><div class="align-right"><p>&lt;link https: www.humboldt-foundation.de web pressemitteilungen.html external-link-new-window external link in new&gt;Nach der Pressemitteilung der Alexander von Humboldt-Stiftung</p></div>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2017/kovalevskalapreis.jpg" lenght="157693" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-14411</guid><pubDate>Mon, 07 Aug 2017 13:45:00 +0200</pubDate><title>Trauer um Martin Roth</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=14411&amp;cHash=4e828a98460fa7754def1a7f78c7323c</link><description>Ehrensenator der Universität starb mit 62 Jahren</description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2017/1708-07_Martin_Roth_Tod.jpg" length="86402" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Mit Trauer und Bestürzung hat die Universität Tübingen auf den frühen Tod ihres Ehrensenators Prof. Dr. Martin Roth reagiert. „Martin Roth war ein hervorragender Vertreter der internationalen Kunst- und Kulturszene und er war ein Mensch, der in seinem Wirken bis zum Schluss seiner Alma Mater verbunden geblieben ist“, sagte der Rektor der Universität, Prof. Dr. Bernd Engler, am Montag in Tübingen. „Es ist erschütternd, dass ein Mensch, der bis zuletzt voller Tatkraft war, so früh aus unserer Mitte gerissen wurde.“</p><p><br>Mit Roths Tod verliere die Universität einen Botschafter und Freund, sagte Engler. Die internationale Kultur verliere einen Menschen, der kulturelle und soziale Dialoge vorangetrieben habe, immer auch im Bewusstsein der politischen und gesellschaftlichen Dimensionen seines Schaffens: „Seine Arbeit zeigte in vorbildlicher Weise, wie Wissenschaft und Kultur in der Gesellschaft wirken können.“ Als überzeugter Europäer habe Roth vor allem in den letzten Jahren seine Stimme erhoben für eine freie, offene Gesellschaft, die aufkeimenden nationalistischen Entwicklungen mit Vehemenz entgegentrete.</p><p><br>Der gebürtige Stuttgarter Martin Roth studierte in Tübingen Empirische Kulturwissenschaft und promovierte 1987 mit einer Arbeit über die Geschichte der kulturhistorischen Museen. Er lebte und forschte längere Zeit in Paris, ehe er 1989 als Mitarbeiter an das Deutsche Historische Museum in Berlin kam. 1991 wurde er Direktor des Deutschen Hygiene-Museums in Dresden, das sich unter seiner Führung zu einem der innovativsten kulturhistorischen Museen des wiedervereinigten Deutschlands entwickelte. Im Jahr 2000 zeichnete er verantwortlich für die Themenausstellungen der EXPO 2000 in Hannover, ehe er 2001 als Direktor an die staatliche Kunstsammlung Dresden wechselte.</p><p><br>Von dort bereitete er die viel beachtete Ausstellung „Die Kunst der Aufklärung“ vor, die im Chinesischen Nationalmuseum in Peking 2011 eröffnete. Im gleichen Jahr übernahm er schließlich die Leitung des Victoria and Albert Museum in London, des weltgrößten Museums für Kunst und Design. Seit 1. Juli 2017 leitete Martin Roth die Geschicke des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) in Stuttgart, das sich gemäß seinem Leitbild im „Kulturaustausch für ein friedliches und bereicherndes Zusammenleben von Völkern, Staaten und Religionen“ engagiert. Kurz zuvor, am 19. Mai, hatte die Universität ihn in einer feierlichen Zeremonie auf Schloss Hohentübingen zum Ehrensenator ernannt.</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2017/1708-07_Martin_Roth_Tod.jpg" lenght="86402" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-15694</guid><pubDate>Fri, 21 Jul 2017 16:06:00 +0200</pubDate><title>Hohe Auszeichnung: Professor Bernd Pichler neues Mitglied der Leopoldina </title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=15694&amp;cHash=ac713f8b64da3d49669ab3e1933be61b</link><description></description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2017/pichler.jpg" length="129521" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Professor Bernd Pichler, Radiologe am Universitätsklinikum Tübingen und Leiter des Werner Siemens Imaging Centers (WSCI), wurde im Juli zum Mitglied auf Lebenszeit in die Leopoldina gewählt. Die Mitgliedschaft ist eine Auszeichnung für seine wissenschaftlichen Leistungen.</p><p><br>Die Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften mit Sitz in Halle (Saale) ist eine der ältesten existierenden wissenschaftlichen Akademien. Sie steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und sieht sich als Institution, die in der gesellschaftlichen Debatte wirtschaftlich und politisch unabhängig die Stimme der Wissenschaft vertritt. Die aktuell über 1500 Mitglieder aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und zahlreichen weiteren Ländern treten ein für eine freie Entwicklung der Wissenschaft sowie die wissenschaftliche, politische und öffentliche Diskussion gesellschaftlich relevanter Zukunftsthemen. Ferner engagieren sie sich in der Nachwuchsförderung und setzen sich für die Wahrung der Menschenrechte verfolgter Wissenschaftler ein. Bestehende aktive Mitglieder der Leopoldina schlagen jedes Jahr neue Mitglieder vor, die auf ihrem Gebiet herausragende wissenschaftliche Leistungen erbracht haben. Der Antrag durchläuft anschließend ein mehrstufiges Wahlverfahren, bei dem die 12 Mitglieder des Präsidiums und aktuell 39 Senatorinnen und Senatoren weitgehend geschlossen zustimmen müssen.</p><div class="align-right"><p>Susanne Zahn</p></div>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forschung</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2017/pichler.jpg" lenght="129521" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-14447</guid><pubDate>Tue, 11 Jul 2017 09:40:00 +0200</pubDate><title>Württembergischer Krebspreis 2017: zwei Tübinger Forscher unter Preisträgern</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=14447&amp;cHash=466d2c71bb78b64f6c1d9af5e293c2b5</link><description>Corina Schneidawind und Sergios Gatidis erhalte Auszeichnung am 27. Juli</description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2017/17-07-11Schneidawind_und_Gatidis_HR_web.jpg" length="42937" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Mit Dr. med. Corina Schneidawind und Dr. med. Sergios Gatidis erhalten in diesem Jahr zwei Tübinger Forscher den Württembergischen Krebspreis. Die Preissumme in Höhe von 40.000 Euro für das beste Projekt wird zu gleichen Teilen unter den Preisträgern aufgeteilt. Gatidis von der Radiologischen Universitätsklinik in Tübingen erhält die Auszeichnung für sein Projekt „Automatisierte Charakterisierung systemischer Therapie-assoziierter Effekte bei onkologischen Patienten mittels Ganzkörper 18F-FDG-PET/MRI: Anwendung im Kontext der Checkpoint-Inhibierung in malignen Malinomen“. Schneidawind von der Medizinischen Klinik II des Universitätsklinikums Tübingen wird für ihr Projekt „Von der unreifen Zelle über den präleukämischen Klon bis zur fulminanten Leukämie – mittels CRISPR/Cas9 die sequentielle Entstehung von MLL-translozierten Leukämien verstehen“ ausgezeichnet.</p><h3>Sergios Gatidis</h3><p>Sergios Gatidis, geboren am 4. Januar 1987 in Stuttgart, absolvierte ein Mathematikstudium an den Universitäten Tübingen und Hagen mit Diplom-Abschluss 2014 sowie ein Medizinstudium an der Universität Tübingen. 2011 promovierte er zum Dr. med. an der Universität Tübingen bei Prof. Dr. Lang. Seit 2012 arbeitet er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Arzt an der Radiologischen Klinik des Universitätsklinikums Tübingen, wo er die Arbeitsgruppe PET/MRT leitet.</p><p><br>Ein vielversprechender Ansatz zur Behandlung einer Reihe von Krebserkrankungen, z. B. des schwarzen Hautkrebses, ist die Immuntherapie. Allerdings ist diese Behandlung häufig mit schwerwiegenden Nebenwirkungen verbunden. Zudem kann der Therapieerfolg nicht sicher vorhergesagt werden. Ziel des Vorhabens ist die Identifikation von Veränderungen mittels PET/MRT(Positronenemmissions-/Magnetresonanztomographie), die Nebenwirkungen und Therapieeffekte frühzeitig vorhersagen können.</p><h3>Corina Schneidawind</h3><p>Corina Schneidawind, geboren 28. August 1985 in Stuttgart, absolvierte ein Medizinstudium an der Universität Tübingen. 2012 promovierte sie an der Universität Tübingen bei Prof. Dr. med. Helmut Salih. Es folgte eine dreijährige Forschungszeit an der Stanford University, USA. Seit 2016 ist sie als IZKF-Nachwuchsgruppenleiterin und Ärztin an der Medizinischen Klinik II des Universitätsklinikums Tübingen tätig. Schneidawind und ihre Forschungsgruppe verfolgen das Ziel, die molekularen Mechanismen der Leukämieentstehung zu entschlüsseln. Hierzu verwenden sie innovative „Genome Editing“-Techniken wie das CRISPR/Cas9-System. Es gibt verschiedene Leukämieformen, die sich molekulargenetisch unterscheiden und deshalb im Krankheitsverlauf und der Therapiemöglichkeiten voneinander abweichen. Die Forschungsergebnisse sollen es ermöglichen, neue zielgerichtete Therapieformen zu entwickeln.</p><p><br>Den Nachwuchspreis 2017 in Höhe von 15.000 Euro erhält Dr. med. Lukas Bunse vom DKFZ Heidelberg für seine Arbeiten zum Thema „Die Rolle der tumoralen und stromalen MHC-Klasse II Expression im Kontext Neoepitop-spezifischer Hirntumorvakzinierungen“.</p><p><br>Der Vorsitzende der Dres. Carl Maximilian und Carl Manfred Bayer-Stiftung, Prof. emer. Dr. Claus Claussen, wird am 27. Juli 2017 an der Universität Tübingen den Württembergischen Krebspreis übergeben. Er gehört zu den am höchsten dotierten innerhalb der deutschen Krebsforschung.</p><h3>Der Württembergische Krebspreis</h3><p>Seit 2009 lobt die Dres. Carl Maximilian und Carl Manfred Bayer – Stiftung (kurz Dres. Bayer-Stiftung) jährlich den Württembergischen Krebspreis als Projektpreis und/oder Nachwuchspreis aus. Mit dem Preis sollen junge, begabte Mediziner/innen gefördert werden, die auf dem Gebiet der Krebsforschung tätig sind. Die Preise werden für Wissenschaftler unter 40 Jahren ausgeschrieben, die ihre Forschung in Württemberg durchführen oder die gebürtige Württemberger sind. Die Preise für 2017 sind mit insgesamt 55.000 Euro dotiert.</p><h3>Die Dres. Carl Maximilian und Carl Manfred Bayer – Stiftung</h3><p>Die Stiftung des Württembergischen Krebspreises trägt den Namen des an Krebs verstorbenen Stifters Dr. Carl Manfred Bayer und seines Vaters Dr. Carl Maximilian Bayer. Beide waren mehr als sechzig Jahre in der Nähe von Ravensburg als niedergelassene Landärzte tätig. Dr. Carl Manfred Bayer studierte Medizin an der Universität Tübingen. Vorsitzender der Stiftung ist Prof. em. Dr. Claus D. Claussen, ehem. Direktor der Radiologischen Universitätsklinik Tübingen.</p><p><br>Webseite: &lt;link http: www.dres-bayer-stiftung.de&gt;www.dres-bayer-stiftung.de</p><div class="align-right"><p>Dr. Heike Lehmann, Dres. Carl Maximilian und Carl Manfred Bayer – Stiftung</p></div>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2017/17-07-11Schneidawind_und_Gatidis_HR_web.jpg" lenght="42937" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-13494</guid><pubDate>Tue, 13 Jun 2017 13:50:00 +0200</pubDate><title>Ehrendoktorwürde für Professor Friedrich Schweitzer</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=13494&amp;cHash=5f63f785d9c87e35734834df6f7ca913</link><description>Auszeichnung durch Theologische Fakultät der Universität Helsinki</description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2017/Schweitzer_1.jpe" length="204499" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Professor Dr. Friedrich Schweitzer, Evangelisch-Theologische Fakultät der Universität Tübingen, hat die Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät der Universität Helsinki erhalten. Die Verleihung erfolgte am 9. Juni in Anerkennung von Schweitzers wissenschaftlichen Leistungen als eines führenden internationalen und europäischen Experten insbesondere im Blick auf pädagogische Fragen der modernen multikulturellen Welt und der religiösen Rechte von Kindern. Die Universität würdigte darüber hinaus seine Forschung zur religiösen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sowie seine jahrzehntelange Zusammenarbeit mit der finnischen Theologie.</p><p>Friedrich Schweitzer hat seit 1995 den Lehrstuhl für Praktische Theologie/Religionspädagogik an der Universität Tübingen inne. Er war Präsident der International Academy of Practical Theology sowie Vorsitzender der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Theologie und der Bildungskammer der Evangelischen Kirche in Deutschland. Zuletzt leitete er die bundesweite und internationale Längsschnittstudie zur Konfirmandenarbeit sowie zu „Jugendlichen nach der Konfirmation“, bei der mehr als 20.000 Konfirmanden während und nach Ihrer Konfirmationszeit befragt wurden.</p><div class="align-right"><p>Antje Karbe</p></div>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2017/Schweitzer_1.jpe" lenght="204499" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-16100</guid><pubDate>Thu, 01 Jun 2017 10:06:00 +0200</pubDate><title>Landtag beruft Jörg Tremmel in Expertenkommission zur Reform der Altersversorgung</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=16100&amp;cHash=e49d290e2c0be27cb46f6abc52159563</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Der baden-württembergische Landtag hat PD Dr. Dr. Jörg Tremmel vom Institut für Politikwissenschaft der Universität Tübingen in die Expertenkommission zur Reform der Altersversorgung für die Parlamentarier berufen.</p><p><br>Laut Einsetzungsbeschluss hat die unabhängige Kommission den Auftrag „dem Landtag Vorschläge für eine angemessene Altersversorgung der Abgeordneten vorzulegen.“ Die Öffentlichkeit soll durch Durchführung einer öffentlichen Anhörung von Verbänden sowie die direkte Einbeziehung von Bürgerinnen und Bürger in Form eines Bürgerrats beteiligt werden. Die Idee, eine Expertenkommission einzusetzen, war im Frühjahr geboren worden. Zuvor hatte der Landtag in einem Blitzverfahren eine Rückkehr zur Staatspension beschlossen, musste dann aber wenige Tage später das Gesetz nach heftigen Protesten zurücknehmen.</p><p><br>Die nun eingesetzte Expertenkommission, die am 14. Juli ihre Arbeit aufnimmt, soll bis März 2018 Vorschläge für die künftige Alterssicherung der Abgeordneten erarbeiten. Sie wird geleitet vom dem ehemaligen Bundesverfassungsrichter Herbert Landau. Weitere Mitglieder sind Prof. Dr. Wolfgang Zeh (Verwaltungswissenschaftler, ehemaliger Direktor beim Deutscher Bundestag), Prof. Dr. Ulrich Eith (Politikwissenschaftler, Uni Freiburg), Wilfried Krahwinkel (Bund der Steuerzahler), Gabriele Frenzer-Wolf (DGB), Reinhold Schimkowski (Liga der freien Wohlfahrtsverbände), Peer-Michael Dick (Arbeitgeberverbände) sowie der Präsident des Landesrechnungshofes Max Munding.</p><div class="align-right"><p>PD Dr. Dr. Jörg Tremmel</p></div>]]></content:encoded><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Online</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-15576</guid><pubDate>Wed, 31 May 2017 13:22:00 +0200</pubDate><title>Werner-Creutzfeldt-Preis an Norbert Stefan </title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=15576&amp;cHash=09999b50e8a79271812f672b8e06022b</link><description>Ehrung für Tübinger Diabetesforscher</description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2017/17-05-31_Stefan_Norbert_Prof_2015web.jpg" length="80773" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Professor Dr. med. Norbert Stefan vom Universitätsklinikum Tübingen wurde für seine herausragenden Arbeiten zur „Identifikation von Phänotypen des Prädiabetes und des Typ-2-Diabetes zum besseren Verständnis des Diabetes mellitus und zur Implementation von innovativen Präventions- und Therapiekonzepten“ mit dem Werner-Creutzfeldt-Preis 2017 der Deutschen Diabetes Gesellschaft geehrt.</p><p>Der mit 10.000 Euro dotierte und von Lilly Deutschland gestiftete Werner-Creutzfeldt-Preis wurde ihm Ende Mai auf der Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft 2017 in Hamburg verliehen. Der Preis wird an forschende Mediziner und Naturwissenschaftler für außerordentliche Arbeiten auf dem Gebiet der Pathophysiologie und Therapie des Diabetes mellitus, insbesondere mit dem Schwerpunkt auf dem Gebiet „gastrointestinale Hormone“, verliehen.</p><p>Seit 2011 ist Norbert Stefan Inhaber des Lehrstuhls und der W3-Heisenberg-Professur für klinisch-experimentelle Diabetologie an der Medizinischen Klinik, Innere Medizin IV am Universitätsklinikum Tübingen und Leiter der Abteilung Pathophysiologie des Prädiabetes des Instituts für Diabetesforschung und Metabolische Erkrankungen (IDM) des Helmholtz Zentrums München an der Universität Tübingen.<br>Schwerpunkte seiner Arbeit sind Untersuchungen zur Ursache, Folge und Therapie der nichtalkoholischen Fettlebererkrankung, wobei insbesondere die Wirkung des Inkretinhormons GLP-1 zunehmend an Bedeutung erlangt. Weitere Schwerpunkte seiner Arbeit sind Untersuchungen zur Rolle von Hepatokinen, insbesondere Fetuin-A, im Metabolismus, zum Verständnis der metabolisch gesunden Adipositas und von Phänotyp-basierten Präventions- und Therapiekonzepten beim Typ-2-Diabetes und seiner Folgeerkrankungen.</p><div class="align-right"><p>Pressemitteilung des Universitätsklinikums Tübingen (UKT)</p></div>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2017/17-05-31_Stefan_Norbert_Prof_2015web.jpg" lenght="80773" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-15432</guid><pubDate>Mon, 15 May 2017 11:42:00 +0200</pubDate><title>Hans-Joachim Lang erhält Forschungspreis „Medicine after the Holocaust“</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=15432&amp;cHash=1eb5b2f7ddd175343a66949c5a22fe23</link><description>Honorarprofessor des Ludwig Uhland-Instituts bei Workshop in Israel ausgezeichnet</description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Journalist Dr. Hans-Joachim Lang, Honorarprofessor am Ludwig Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft, hat für seine Publikationen den Forschungspreis des „Center for Medicine after the Holocaust“ in Houston erhalten. Der Preis wurde zum fünften Mal vergeben und bei einem internationalen Workshop im Western Galilee College (Akko, Israel) ausgehändigt, an dem 140 Forscher aus 17 Ländern teilnahmen. Hans-Joachim Lang sprach in seinem Vortrag über „Häftlingsärzte in Block 10 (Auschwitz)“.</p><p><br>Während seiner Tätigkeit als Journalist gelang es Lang durch ausführliche Recherche, anonyme Auschwitz-Opfer zu identifizieren: Sie waren im Dritten Reich für die Anatomische Sammlung ermordet worden, die der Mediziner August Hirt an der Universität Straßburg aufbaute. Lang hatte in intensiver Arbeit die Biografien 86 jüdischer Opfer ermittelt. Ihre Namen sind heute an einem Massengrab auf dem Jüdischen Friedhof in Straßburg gelistet. In einem kürzlich veröffentlichten Buch erzählt der Wissenschaftler nun die Geschichte von 800 Frauen, die in Block 10 des Konzentrationslagers Auschwitz Opfer medizinischer „Experimente“ wurden.</p><p><br>Das Center for Medicine after the Holocaust (CMATH) sagt in einer Selbstdarstellung über seine Ziele:</p><ul><li>"The mission of the Center for Medicine after the Holocaust (CMATH) is to challenge doctors, nurses and bioscientists to personally confront the medical ethics of the Holocaust and apply that knowledge to contemporary practice and research, being mindful of the Hippocratic Oath with every step. CMATH is concerned that healthcare personnel, like all human beings, have the capacity to believe they are doing good when they are actually doing harm. By studying the past, the center hopes to provide knowledge for today that will prevent the repetition of previous errors and lead to wisdom in future doctors, nurses, bioscientists and healthcare policy makers so that they will provide better care for their patients and fellow citizens."</li></ul><p><br>&lt;link http: www.medicineaftertheholocaust.org&gt;www.medicineaftertheholocaust.org/</p><div class="align-right"><p>Antje Karbe</p></div><h3>Kontakt:</h3><p>Prof. Dr. Hans-Joachim Lang<br>Universität Tübingen<br>Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft <br>&lt;link&gt;hans-joachim.lang@uni-tuebingen.de</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forschung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-14356</guid><pubDate>Thu, 11 May 2017 13:27:00 +0200</pubDate><title>Karin Amos als Prorektorin wiedergewählt</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=14356&amp;cHash=52637a39109c28403c29c5523e6bc0ec</link><description>Amtszeit beträgt drei Jahre</description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/Amos_Karin.jpg" length="93335" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Die Erziehungswissenschaftlerin Professorin Dr. Karin Amos ist vom Senat der Universität Tübingen am heutigen 11. Mai 2017 als Prorektorin für Studierende, Studium und Lehre wiedergewählt worden. Die Amtszeit beträgt drei Jahre und beginnt am 1. Oktober 2017. Sie endet  mit der Amtszeit von Rektor Professor Bernd Engler am 30. September 2020. Karin Amos wird das Amt der Prorektorin weiterhin nebenamtlich ausüben.</p><p><br>Karin Amos ist Professorin für Allgemeine Pädagogik an der Universität Tübingen. Sie wurde 1961 in Frankfurt am Main geboren und studierte Englisch und Geschichte für Lehramt an Gymnasien. Nach Stationen in Oakland, Kalifornien, Wien und Frankfurt am Main ist sie seit 2006 Professorin an der Universität Tübingen. Seit 1. Oktober 2013 ist sie Prorektorin für Studierende, Studium und Lehre.</p><div class="align-right"><p>Maximilian von Platen</p></div>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forum</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/Amos_Karin.jpg" lenght="93335" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-16044</guid><pubDate>Thu, 04 May 2017 16:52:00 +0200</pubDate><title>Heinz Maier-Leibnitz-Preis für Juniorprofessorin Mandy Hütter</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=16044&amp;cHash=f916388fedeeb33b6c45f03b87c56dcf</link><description>Tübinger Psychologin erhält höchste Auszeichnung für wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland</description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2017/2017-05-04huetter.jpg" length="3108857" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Mandy Hütter (33), Juniorprofessorin für Sozial – und Wirtschaftspsychologie an der Universität Tübingen, hat den Heinz Maier-Leibnitz-Preis erhalten. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka überreichte die wichtigste Auszeichnung für wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland am 4. Mai 2017 in Berlin. Die Preisträger werden von einem Ausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ausgewählt. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert.</p><h3>An der Schnittstelle zwischen Sozialpsychologie und Kognitiver Psychologie</h3><p>Mandy Hütter sei eine vielversprechende junge Wissenschaftlerpersönlichkeit, die bereits ein sehr eigenständiges Profil entwickelt habe und von der die Forschung noch viel erwarten könne, sagte die Ministerin in ihrer Laudatio.</p><p>Das Arbeitsgebiet der Psychologin bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Sozialpsychologie und Kognitiver Psychologie, sie beschäftigt sich mit den Fragen: Wie erwerben wir Einstellungen? Wann entwickeln sich aus diesen generalisierte Einstellungen wie Vorurteile oder Phobien? Wie beeinflussen unsere Einstellungen unser Verhalten? Welche Faktoren beeinflussen unsere moralischen Urteile? Und wie können wir die „Weisheit der Vielen“ für uns und im Rahmen demokratischer Prozesse nutzen?</p><h3>Mit 29 Jahren zur Juniorprofessorin ernannt</h3><p>Mandy Hütter wurde nach dem Studium der Psychologie in Tübingen und in Amherst, Massachusetts, USA, im Jahr 2010 an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg promoviert. Seit 2015 leitet sie die Emmy Noether-Nachwuchsgruppe „The Role of the Ecology in Evaluative Conditioning“ an der Universität Tübingen. Sie wurde bereits mit 29 Jahren zur Juniorprofessorin ernannt und hat sich in sehr kurzer Zeit ein internationales wissenschaftliches Netzwerk geschaffen – sie kooperiert mit Kolleginnen und Kollegen aus Belgien, Israel, den Niederlanden und den USA.</p><h3>Besser verstehen, wie sich Einstellungen durch soziale Kontexte verändern</h3><p>Dieses Forschungsgebiet sei von hoher praktischer und gesellschaftlicher Relevanz, sagte die Ministerin. „Es hilft, besser verstehen zu können, wie sich Einstellungen durch soziale Kontexte verändern beziehungsweise durch soziale Bewertungen konditioniert werden kön-nen. Es beschreibt dabei die soziale Genese der Bewertung zunächst neutraler Objekte, kann aber auch Strategien aufzeigen, wie man gezielt auf solche Einstellungssyndrome ein-wirken kann. Die gesellschaftlichen Diskussionen um Stereotypen und Vorurteile, aber auch Identitätspolitik und Exklusionserfahrungen zeigen, wie wichtig und aktuell das Thema ist.“</p><h3>Heinz Maier-Leibnitz-Preis</h3><p>Seit 1977 wird der Heinz Maier-Leibnitz-Preis jährlich an hervorragende junge Forscherinnen und Forscher verliehen: als Anerkennung und Ansporn, ihre wissenschaftliche Laufbahn geradlinig fortzusetzen. Benannt ist er nach dem Atomphysiker und früheren DFG-Präsidenten Heinz Maier-Leibnitz, in dessen Amtszeit (1973–1979) er erstmals vergeben wurde.</p><div class="align-right"><p>Antje Karbe</p></div>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category><category>MatNat-Aktuell</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/_processed_/e/e/csm_2017-05-04huetter_e94cdea839.jpg" lenght="3108857" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-15626</guid><pubDate>Wed, 26 Apr 2017 19:04:00 +0200</pubDate><title>Dr. Stefan Köhler erhält Preis für seine Doktorarbeit zur Energieeffizienz von Elektrofahrzeugen</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=15626&amp;cHash=8b107e7b6bfb005da32b6ea0fa7d5e33</link><description></description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2017/17-04-26Foto_Preistraeger_Tuebingen.jpg" length="250806" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Stefan Köhler hat für seine Doktorarbeit an der Universität Tübingen eine landesweite Auszeichnung erhalten. Der 31-jährige ist einer von neun Nachwuchswissenschaftlern aus Baden-Württemberg, denen am Montag in einer feierlichen Veranstaltung in Stuttgart der Förderpreis des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall verliehen wurde. Im Rahmen seiner Doktorarbeit untersuchte Köhler in Tübingen am Lehrstuhl für Eingebettete Systeme Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz von Elektrofahrzeugen. Dabei habe der Wissenschaftler wichtige Fortschritte bei der Energieverbrauchsoptimierung für Elektrofahrzeuge erzielt, heißt es in der Pressemitteilung von Südwestmetall.</p><p>Mit dem Förderpreis würdigt Südwestmetall herausragende Leistungen des wissenschaftlichen Nachwuchses an den neun baden-württembergischen Landesuniversitäten. An jeder Universität wird ein mit 5.000 Euro dotierter Südwestmetall-Förderpreis ausgelobt. Die Preise werden jährlich auf Vorschlag der Universitäten für wissenschaftliche Arbeiten vergeben, die für die industrielle Arbeitswelt oder deren sozialpolitische Rahmenbedingungen von Bedeutung sind.</p><div class="align-right"><p> Aus der Pressemitteilung von Südwestmetall</p></div><p>Vollständige Pressemitteilung unter: &lt;link https: www.suedwestmetall.de swm web.nsf id li_suedwestmetallfoerderpreis.html&gt;<a href="https://www.suedwestmetall.de/swm/web.nsf/id/li_suedwestmetallfoerderpreis.html" target="_blank" rel="noreferrer">www.suedwestmetall.de/swm/web.nsf/id/li_suedwestmetallfoerderpreis.html</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Online</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2017/17-04-26Foto_Preistraeger_Tuebingen.jpg" lenght="250806" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-11036</guid><pubDate>Wed, 05 Apr 2017 18:20:00 +0200</pubDate><title>Hanns-Lilje-Stiftungspreis Freiheit und Verantwortung verliehen</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/article/hanns-lilje-stiftungspreis-freiheit-und-verantwortung-verliehen/</link><description></description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2017/17-04-05_Portrait.jpg" length="241917" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Die Tübinger Volkswirtin und Theologin PD Dr. Gotlind Ulshöfer und die Kölner Theologin Dr. Claudia Fülling teilen sich den Hanns-Lilje-Stiftungspreis in der Kategorie Wissenschaft in Höhe von 10.000 Euro. Drei Projekte werden in der Kategorie Initiativen mit Preisen bedacht: Das hannoversche Projekt „5.000 Brote – Konfirmanden backen Brot für die Welt“ erhält 5.000 Euro. Der Bonner Verein für eine gerechte Weltwirtschaft, Südwind e.V., und der Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer aus Karlsruhe bekommen jeweils 2.500 Euro.</p><p>Mehr als 200 Gäste feierten am 29. März in der Neustädter Hof- und Stadtkirche in Hannover die Preisträger des „Hanns-Lilje-Stiftungspreises Freiheit und Verantwortung 2017“. Die Auszeichnung wird seit 2010 von der hannoverschen Hanns-Lilje-Stiftung verliehen. Mit 20.000 Euro ist er der höchst dotierte Preis, den kirchliche Stiftungen an Nachwuchswissenschaftler und Initiativen vergeben. Ausgezeichnet wurden diesmal herausragende wissenschaftliche Arbeiten und Projekte, die sich innovativ mit Fragen der Bedeutung der Wirtschaft für unser Leben auseinandersetzen.</p><p>Die Theologinnen Dr. Claudia Fülling aus Köln und PD Dr. Gotlind Ulshöfer aus Tübingen nahmen an dem Abend die Auszeichnungen für ihre herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten zu den Themen Empathie im Wirtschaftshandeln und soziale Verantwortung in Unternehmen in Empfang.</p><p>Alle zwei Jahre wird der „Hanns-Lilje-Stiftungspreis Freiheit und Verantwortung“ zu wechselnden Themenschwerpunkten verliehen. Ziel der Hanns-Lilje-Stiftung ist es, dadurch den Dialog von Kirche und Theologie mit Wissenschaft, Technik, Wirtschaft, Kunst und Politik zu fördern und zukunftsorientierte Debatten anzuregen. Eine siebenköpfige Jury aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen wählte die Preisträger aus.</p><p>PD Dr. Gotlind Ulshöfer ist Diplom-Volkswirtin und Theologin und zurzeit „Heisenberg-Stipendiatin“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen. Sie erhält für ihre Arbeit „Soziale Verantwortung aus protestantischer Perspektive“ 5.000 Euro. Mit ihrer Habilitation beeindrucke PD Dr. Gotlind Ulshöfer die Jury durch ihre außerordentliche Versiertheit sowohl im ökonomischen als auch im theologischen Diskurs und ihre Brillanz, in der sie beide Stränge konzeptionell neu zusammenführe, heißt es in der Begründung der Jury für die Verleihung. Damit leiste die Verfasserin einen exzellenten Beitrag zum Diskurs über Corporate Social Responsibility (CSR). Sie hinterfrage den CSR-Diskurs wirtschaftsethisch und theologisch und profiliere ihn zugleich neu. Dies habe für eine zeitgemäße Ethik sozialer Verantwortung geradezu exemplarische Bedeutung, weil Unternehmen als moralisch verantwortliche Akteure ausgewiesen würden.</p><p>Quelle: Pressemitteilung der Hanns-Lilje-Stiftung. Vollständige Pressemitteilung unter: &lt;link http: www.hanns-lilje-stiftung.de projekte hanns-lilje-stiftungspreis stiftungspreis-2017&gt;<a href="http://www.hanns-lilje-stiftung.de/projekte/hanns-lilje-stiftungspreis/stiftungspreis-2017/" target="_blank" rel="noreferrer">www.hanns-lilje-stiftung.de/projekte/hanns-lilje-stiftungspreis/stiftungspreis-2017/</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Online</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2017/17-04-05_Portrait.jpg" lenght="241917" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-15842</guid><pubDate>Thu, 09 Mar 2017 14:02:00 +0100</pubDate><title>Mikrobiologie: Samuel Wagner mit DGHM-Förderpreis 2017 ausgezeichnet</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=15842&amp;cHash=b32a12a7264ca55886c4442a871f86cb</link><description>Auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) am 5. März 2017 in Würzburg wurde dem Tübinger Jun. Prof. Dr. Samuel Wagner der mit 2500 EUR dotierte DGHM-Förderpreis 2017 verliehen. Samuel Wagner ist Mikrobiologe und Biochemiker, dessen besonderes Interesse der in vivo Analyse der Biogenese und Funktion von bakteriellen Virulenz-assoziierten Sekretionssystemen und deren Substraten gilt. </description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2017/17-03-09Wagner_Samuel_Prof.jpg" length="254737" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem Studium, das Samuel Wagner in Marburg begann und 2003 am Karolinska Institut in Stockholm abschloss, promovierte er 2008 im Fach Biochemie an der Stockholmer Universität, anschließend war er als Postdoc an der Yale University (New Haven; USA) in der Arbeitsgruppe von Jorge Galán tätig. 2012 erhielt er einen Ruf als Junior-Professor an das Interfakultäre Institut für Infektionsmedizin nach Tübingen, wo er 2015 die Leitung der Sektion “Zelluläre und Molekulare Mikrobiologie” übernahm.</p><p>Das besondere Augenmerk von Samuel Wagners Forschung gilt den Typ III Sekretionssystemen (T3SS) von<em> Salmonella Typhimurium</em>. Samuel Wagner konnte die Biogenese und Stochiometrie dieses komplexen Apparates aufklären und zentrale Prozesse des Exports von Substraten beleuchten. Des Weiteren entwickelte er einen Inhibitor der Expression von T3SS und anderer Virulenzfaktoren von Salmonellen, der großes Potential für die Prävention, Eindämmung und Therapie von Infektionen durch Salmonellen besitzt. Seine Arbeiten wurden in 19 Originalartikeln und fünf Übersichtsarbeiten veröffentlicht. 2012 erhielt er in Anerkennung seiner Arbeit den mit 1,35 Mio. EUR dotierten Sofja Kovalevskaja Preis der Alexander von Humboldt Stiftung.</p><div class="align-right"><p>Quelle DGHM, mehr Informationen unter &lt;link http: www.dghm.de&gt;<a href="http://www.dghm.de/1056.DGHM-Presiverleihung_.html" target="_blank" rel="noreferrer">www.dghm.de/1056.DGHM-Presiverleihung_.html</a></p></div>]]></content:encoded><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Online</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2017/17-03-09Wagner_Samuel_Prof.jpg" lenght="254737" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-15152</guid><pubDate>Fri, 24 Feb 2017 14:51:00 +0100</pubDate><title>Heinz Maier-Leibnitz-Preis für Wissenschaftlerin der Universität Tübingen</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=15152&amp;cHash=81f5c4527f5a71ba446cbce9903cdc4b</link><description>Die Psychologin Mandy Hütter wird mit dem wichtigsten Preis für deutsche Nachwuchswissenschaftler ausgezeichnet</description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2017/17-02-27_mandy_huetter_web.jpg" length="51125" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Vier Wissenschaftlerinnen und sechs Wissenschaftler erhalten in diesem Jahr den Heinz Maier-Leibnitz-Preis und damit die wichtigste Auszeichnung für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland. Das hat ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eingesetzter Auswahlausschuss jetzt in Bonn beschlossen.</p><p><br>Zu den Preisträgerinnen gehört auch Mandy Hütter (33), Psychologin an der Universität Tübingen. Sie beschäftigt sich in ihren Forschungen mit den Fragen: Wie erwerben wir Einstellungen? Wann entwickeln sich aus diesen generalisierte Einstellungen wie Vorurteile oder Phobien? Wie beeinflussen unsere Einstellungen unser Verhalten? Welche Faktoren beeinflussen unsere moralischen Urteile? Und wie können wir die „Weisheit der Vielen“ für uns und im Rahmen demokratischer Prozesse nutzen? Auf Fragen wie diese sucht Mandy Hütter Antworten. Dabei zeigt sie beispielsweise auf, dass nicht alle Einstellungen Folge von bewussten Lernprozessen sind und moralische Urteile auch von situativen Faktoren abhängen. Ihre Ergebnisse publiziert Hütter in international angesehenen Fachzeitschriften. Hütter, die ihre Arbeiten immer wieder auch einer breiten Öffentlichkeit präsentiert, ist Juniorprofessorin und Leiterin des Arbeitsbereichs „Sozial- und Wirtschaftspsychologie“ an der Universität Tübingen. Außerdem leitet sie eine Emmy Noether-Nachwuchsgruppe.</p><p><br>Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten die mit je 20 000 Euro dotierte Auszeichnung am 3. Mai in Berlin. Im Anschluss daran wird das 40-jährige Jubiläum des Heinz Maier-Leibnitz-Preises gefeiert.</p><p><br>Seit 1977 wird der Heinz Maier-Leibnitz-Preis jährlich an hervorragende junge Forscherinnen und Forscher verliehen: als Anerkennung und zugleich als Ansporn, ihre wissenschaftliche Laufbahn geradlinig fortzusetzen. Benannt ist er seit 1980 nach dem Atomphysiker und früheren DFG-Präsidenten Heinz Maier-Leibnitz, in dessen Amtszeit (1973–1979) er erstmals vergeben wurde. Der Heinz Maier-Leibnitz-Preis gilt nicht nur als der wichtigste Preis für den Forschernachwuchs in Deutschland. In einer Umfrage der Zeitschrift „bild der wissenschaft“ wählten die großen Forschungsorganisationen den Heinz Maier-Leibnitz-Preis zum drittwichtigsten Wissenschaftspreis in Deutschland überhaupt – nach dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der DFG und dem Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten.</p><p><br>Für die diesjährige Preisrunde waren insgesamt 154 Forscherinnen und Forscher aus allen Fachgebieten vorgeschlagen worden, von denen 14 in die engere Wahl kamen. „Wir haben uns über die besonders zahlreichen Vorschläge im Jubiläumsjahr des Preises sehr gefreut“, sagte die Vorsitzende des Auswahlausschusses, die Mathematikerin und DFG-Vizepräsidentin Prof. Dr. Marlis Hochbruck: „Die zehn Preisträgerinnen und Preisträger zeigen in hervorragender Weise, wie gut es um die wissenschaftliche Qualität und Qualifikation vieler junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland bestellt ist.“</p><p><br>Die weiteren Preisträger im Jahr 2017 sind:</p><p><br>• Andreas Geiger, Intelligente Systeme, Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme, Tübingen<br>• Christian Groß, Quantenoptik, Max-Planck-Institut für Quantenoptik, Garching<br>• Philipp Kanske, Neurowissenschaft, Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, Leipzig<br>• Christoph Kirchlechner, Materialwissenschaft, Max-Planck-Institut für Eisenforschung, Düsseldorf<br>• Olivier Namur, Mineralogie, Universität Hannover<br>• Ute Scholl, Nephrologie, Universitätsklinikum Düsseldorf<br>• Michael Seewald, Katholische Theologie, Universität München<br>• Marion Silies, Neurowissenschaft, Universität Göttingen<br>• Evi Zemanek, Vergleichende Literaturwissenschaft &amp; Neuere Deutsche Literatur, Universität Freiburg</p><h3><br>Pressemitteilung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). </h3><p>Die vollständige Pressemitteilung finden Sie  auf der &lt;link http: www.dfg.de service presse pressemitteilungen pressemitteilung_nr_03 index.html external-link-new-window external link in new&gt;Webseite der DFG.</p><p>Webseite des Arbeitsbereichs Sozial- und Wirtschaftspsychologie von Prof. Dr. Mandy Hütter: &lt;link http: www.uni-tuebingen.de de&gt;<a href="http://www.uni-tuebingen.de/de/44152" target="_blank" rel="noreferrer">www.uni-tuebingen.de/de/44152</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Online</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2017/17-02-27_mandy_huetter_web.jpg" lenght="51125" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-13464</guid><pubDate>Fri, 17 Feb 2017 13:45:00 +0100</pubDate><title>Antibiotika-resistente Bakterien frühzeitig gezielt bekämpfen</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=13464&amp;cHash=82e801d8fae58bdf5447844ffa6d46ed</link><description>Interview mit Prof. Dr. Andreas Peschel
</description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Forschung/2017/17-02-17Peschel_Andreas_016_web.jpg" length="38752" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Antibiotika-resistente Bakterien breiten sich besorgniserregend aus – und stellen nicht mehr nur in Kliniken ein Problem dar. DZIF-Wissenschaftler an der Universität Tübingen plädieren in der aktuellen Ausgabe von Science für die Entwicklung von Wirkstoffen, die diese resistenten Bakterien selektiv bekämpfen, bevor sie Infektionen auslösen können. Wir sprachen mit einem der Autoren, Prof. Andreas Peschel, über diese Strategie. </strong></p><p><strong>Sie sehen die Gefahr einer postantibiotischen Ära, in der keine wirksamen Antibiotika mehr zur Verfügung stehen. Wie bedrohlich ist die Situation derzeit?</strong></p><p><strong>Andreas Peschel:</strong> Wir sehen in vielen Ländern der Erde, auch in unseren Nachbarländern, dass für bestimmte Erreger kaum noch Antibiotika verfügbar sind und dass hochresistente Keime, die vor allem im Darm vorkommen, Infektionen verursachen, die kaum noch behandelbar sind. Bei uns in Deutschland gibt es solche Fälle auch, es gibt immer wieder Ausbrüche und vereinzelt Todesfälle. Das ist im Moment zwar noch kein dramatisches Problem, aber die Zahlen steigen. Und wir müssen damit rechnen, dass wir in ein paar Jahren in einer bedrohlichen Situation sind. Erschwerend kommt hinzu: Es sind nicht mehr nur Krankenhauskeime, sondern die resistenten Bakterien kommen auch bereits in der Bevölkerung vor. Es gibt also eine paradigmatische Änderung, die so noch gar nicht wahrgenommen wird. Unser Artikel in Science nimmt das erstmals in dieser Form in den Blick.</p><p><strong>Sie und Ihre Kollegen schlagen vor, in Zukunft auf Wirkstoffe zu setzen, die selektiv gegen resistente Bakterien wirken, bevor sie Infektionen auslösen. Was ist gemeint? </strong></p><p><strong>Andreas Peschel:</strong> Wir reden alle darüber, dass wir neue Wirkstoffe brauchen und das unterstützen wir auch. Aber wir fügen einen Punkt hinzu. Wir brauchen nicht nur Antibiotika für die Therapie der Infektionen, sondern wir erkennen, dass die allermeisten Infektionen, von Erregern ausgelöst werden, die wir bereits mit uns herumtragen. Wir gesunden Menschen, aber natürlich auch die immungeschwächten Risikopatienten in verstärktem Maße, haben die Erreger schon im Darm oder auch in ihrer Nase, wie zum Beispiel Staphylococcus aureus. Wenn man eine schwere Infektion bekommt, ist der Auslöser in aller Regel der Keim, den man vorher schon in sich hatte. Dadurch ergeben sich neue Möglichkeiten in der Prävention: Man kann und soll Patienten künftig früher auf diese Erreger screenen.</p><p><strong>Vor welchen Bakterien müssen wir uns fürchten?</strong></p><p><strong>Andreas Peschel:</strong> Die klassischen Erreger sind die sog. MRSA-Stämme, also Methicillin-resistente Staphylokokken, in der Nase. Hier ist es gelungen, einen weiteren Anstieg der Ausbreitung zu vermeiden.  Das ist ein Erfolg. Jetzt kommen aber neue Darmbakterien hinzu, verschiedene Arten, z. B. Escherichia coli, Klebsiella, Enterobacter und andere, und die tragen neue Klassen von Resistenzgenen mit sich herum. Kombiniert mit anderen Resistenzen hat man hier oft keine alternativen Therapeutika.</p><p><strong>Wie wird derzeit mit diesem Problem umgegangen? Welche Kontrollen gibt es?</strong></p><p><strong>Andreas Peschel:</strong> Das hängt sehr stark vom einzelnen Krankenhaus ab und natürlich auch vom Land. Ein systematisches Screening auf diese neuen Darmbakterien gibt es bisher nicht. Man sieht, die Zahlen steigen. Und das ist unser entscheidender Punkt: Wenn man herausfindet, da ist ein Risikopatient, der mit solchen hochresistenten Keimen besiedelt ist: Was macht man mit dem? Isoliert man ihn, um andere Patienten zu schützen? Das ist schon mal sehr kontrovers, denn man weiß nicht viel über die Ausbreitung und ob durch eine Isolierung andere Patienten geschützt werden. Aber was kann man mit dem Patienten machen, wie kann man die resistenten Keime bei ihm eliminieren oder im Fachjargon, ihn dekolonisieren? Und das ist unsere vorgeschlagene Strategie, die Dekolonisierung der Risikopatienten.</p><p><strong>Was genau ist mit Dekolonisierung gemeint?</strong></p><p><strong>Andreas Peschel:</strong> Diese Wirkstoffe zur Dekolonisierung werden in Zukunft sehr wichtig sein, weil sie zur Prävention dienen. Man würde die Risikopatienten vor einer Chemotherapie oder einer schweren OP daraufhin untersuchen, ob sie in ihrem Darm oder in der Nase solche resistenten Bakterien haben. Dann braucht man Wege, um diese loszuwerden, die Patienten zu sanieren. Dafür brauchen wir eine neue Art von Wirkstoffen, die anders als antibiotische Therapeutika nicht eine Breitband-Wirkung haben, sondern gezielt auf diese drei oder vier besonderen Bakterienarten wirken.</p><p><strong>Wie könnten diese Wirkstoffe funktionieren?</strong></p><p><strong>Andreas Peschel:</strong> Im DZIF arbeiten wir an zwei Projekten, die schöne Beispiele darstellen. Die Versuche machen wir mit Staphylococcus aureus, aber die Prinzipien lassen sich auch auf die Darmbakterien übertragen. Ein Beispiel sind Bakteriophagen, also Viren, die Bakterien befallen und ganz spezifisch für eine bestimmte Art sind. So kann man zum Beispiel Staphylococcus aureus gezielt mit einem Phagenlysin angreifen. Wenn man dieses Enzym in die Nase schmiert, wird nur das eine Bakterium abgetötet, die anderen Arten in der Nase werden nicht beeinträchtigt. Das zweite Beispiel sind Bakteriozine, das sind antimikrobielle Moleküle, die von einem bestimmten Bakterium gebildet werden, um Konkurrenten abzutöten. Da haben wir zum Beispiel Lugdunin gefunden, das von einem Bakterium in der Nase produziert wird und Staph. aureus bekämpft. Das könnte für eine neue probiotische Strategie genutzt werden. Genau solche Dinge könnte man sich auch für den Darm überlegen, um andere Pathogene loszuwerden.</p><p><strong>Neue Breitspektrum-Antibiotika sind in den kommenden Jahren nicht zu erwarten. Wie schnell könnten die von Ihnen vorgeschlagenen Dekolonisierungs-Wirkstoffe zum Einsatz kommen?</strong></p><p><strong>Andreas Peschel:</strong> Das kann man jetzt noch nicht sagen. Wir werden sicher in den nächsten Jahren weiterkommen, denn wir haben einiges in Arbeit auch im DZIF. Der Science-Artikel hat aber vor allem das Ziel, die Diskussion anzustoßen. In den Pharmafirmen hat sich der Gedanke noch gar nicht durchgesetzt. Oft hört man von dort, man könne nicht genug damit verdienen. Dem setzen wir entgegen, dass die Zahlen durch Antibiotika-resistente Erreger besiedelter Patienten weltweit dramatisch steigen werden; es gibt viel mehr kolonisierte Patienten als solche, die infiziert sind. Wir hoffen, mehr Firmen zu motivieren, sich solchen spezifischen Wirkstoffen zuzuwenden.</p><p><strong>Welche Schritte halten Sie außerdem für notwendig, um das Problem der Antibiotika-Resistenzen in den nächsten Jahren in den Griff zu bekommen? </strong></p><p><strong>Andreas Peschel:</strong> Man muss an verschiedenen Fronten aktiv bleiben. Man muss auch Breitband-Antibiotika entwickeln. Man muss diese neue Klasse an engmaschigen Wirkstoffen entwickeln, die man zum Dekolonisieren braucht und parallel dazu braucht man ergänzende klinische Studien, die zum allgemeinen Verständnis beitragen und zum Teil auch im DZIF bereits laufen. Wir müssen zum Beispiel herausfinden, ob und wie die Keime unter den Patienten ausgetauscht werden. Und ein weiterer großer Punkt ist: Wenn wir diese Keime alle mit uns herumtragen, wo kommen sie denn eigentlich her? Und es spricht vieles dafür, dass sie aus der Tiermast kommen. Weil wir in Europa über 10.000 Tonnen Antibiotika in der Tiermast anwenden, die wir auch für uns Menschen brauchen. Wir müssen also auch die Reservoire verstehen und diese Kette unterbrechen. Das wichtigste vielleicht noch einmal zum Schluss: Diese Erreger kommen nicht aus dem Nichts. Wir müssen ihre Ausbreitung verhindern und neue Wirkstoffe entwickeln, die wir zur Dekolonisierung verwenden können.</p><p><br>Karola Neubert</p><h3><br>Publikation </h3><p>Evelina Tacconelli, Ingo B. Autenrieth, Andreas Peschel: <br>Fighting the enemy within<br>SCIENCE, 17. Februar 2017, doi: 10.1126/science.aam6372</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Online</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Forschung/2017/17-02-17Peschel_Andreas_016_web.jpg" lenght="38752" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-14826</guid><pubDate>Tue, 13 Dec 2016 16:10:00 +0100</pubDate><title>Stipendien der Baden-Württemberg Stiftung für Forscherinnen der Universität Tübingen</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=14826&amp;cHash=698943ca702c659a99142496e9ace353</link><description>Bundesweit innovative Ideen für bessere Hochschullehre ausgezeichnet</description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2016/16-12-13herrmann-werner_anne.jpg" length="208589" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Für ihr Projekt „Kommunikation mit vorinformierten Patienten“ erhält Dr. med. Anne Herrmann-Werner von der Universität Tübingen eines von bundesweit zwölf Fellowships. Ausgezeichnet wurde von der Universität Tübingen außerdem Professorin Dr. Doreen Bryant. Auf die gemeinsame Ausschreibung „Fellowships für Innovationen in der Hochschullehre“ der Baden-Württemberg Stiftung, des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft und der KSB Stiftung gingen rund 120 Anträge ein. Eine Jury aus Fachvertretern, Hochschuldidaktikern und Studierenden wählte jetzt die Empfänger der Fellowships aus.</p><h3>Zwei Fellowships gehen nach Tübingen</h3><p>Das Projekt von Dr. med. Anne Herrmann-Werner greift eine gegenwärtige Herausforderung in der Arzt-Patienten-Beziehung auf. Der problemlose Zugriff auf das Internet macht es Patienten möglich, sich über Krankheitsbilder im World Wide Web zu informieren. Dieser ungefilterte Zugang zu medizinischen Informationen und Fehldiagnosen hat erheblichen Einfluss auf die Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten. Um dieser Problematik vorzubeugen, hat die junge Assistenzärztin Hermann-Werner neue Unterrichtseinheiten für Medizinstudierende entwickelt. In Online-Schulungsvideos und praktischen Übungen werden die angehenden Ärzte auf ihre spätere Tätigkeit vorbereitet. Beispielsweise lernen sie in simulierten Gesprächen, wie man mit vorinformierten Patienten umgehen kann. Die neuartige Lehr-Lernmethode verbessert nicht nur die Kompetenzen auf der Handlungsebene, sondern führt auch dazu, dass die Studierenden ihre Einstellung und Haltung reflektieren. Für dieses Projekt erhält Dr. med. Anne Herrmann-Werner ein mit 15.000 Euro dotiertes Junior-Fellowship der Baden-Württemberg Stiftung, welches an Doktoranden, Post-Doktoranden und wissenschaftliche Mitarbeiter vergeben wird.</p><p><img data-htmlarea-file-uid="373601" data-htmlarea-file-table="sys_file" src="fileadmin/_processed_/csm_16-12-13bryant_bertram_3b88206a43.jpg" height="169" width="300" alt style></p><h5>Professorin Dr. Doreen Bryant (links) und Dr. Christiane Bertram. Foto: privat</h5><p><br>Ebenfalls an der Universität Tübingen wurde Professorin Dr. Doreen Bryant ausgezeichnet. Zusammen mit Dr. Christiane Bertram von der Universität Konstanz hat sie sich in ihrem Projekt „Von der Wissenschaft über die Lehre in die Praxis und zurück: Ein kombiniertes Aus- und Fortbildungskonzept für den Umgang mit sprachlicher Heterogenität im Fachunterricht“ mit dem Thema Sprachbildung in Schulen auseinandergesetzt. Heute stehen diese aufgrund von Migration und der Flüchtlingssituation vor dem Problem, dass in den Klassenzimmern immer mehr unterschiedliche Sprachen gesprochen werden. Vor diesem Hintergrund haben Dr. Bertram und Prof. Dr. Bryant ein Aus- und Fortbildungskonzept entwickelt, welches sich an Lehramtsstudierende aller Fächer richtet. Gemeinsam erstellen die Studierenden sprachsensible Unterrichtseinheiten, führen sie im Unterricht durch und reflektieren diese im Rahmen eines wissenschaftlichen Symposiums. Für ihr Projekt werden Bertram und Bryant mit einem Tandem-Fellowship der Baden-Württemberg Stiftung ausgezeichnet, welches mit 30.000 Euro dotiert ist und an Lehrende verliehen wird, die mit Hochschuldidaktikern oder anderen Lehrenden bei einem Projekt kooperieren.</p><p>Neue Lehr- und Prüfungsformate oder Konzepte für verbesserte Studieneingangsphasen und Praxissemester: Mit den „Fellowships für Innovationen in der Hochschullehre“ prämieren die Baden-Württemberg Stiftung, der Stifterverband und die KSB Stiftung Ideen zur innovativen Gestaltung und Optimierung der Hochschullehre. Die zwölf besten Ideen hat eine Jury ausgewählt und die Fellowships bundesweit in den drei Kategorien „Junior“, „Senior“ und „Tandem“ verliehen. Ausschlaggebend für eine Förderung ist vor allem, ob das Konzept die Lehre weiterentwickelt und in den Lehrplan eingebunden werden kann. Insgesamt werden für das Programm dieses Jahr 300.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Baden-Württemberg Stiftung unterstützt fünf Fellowships an Hochschulen im Land.</p><h3>Über die „Fellowships für Innovationen in der Hochschullehre“:</h3><p>Die Lehre und die Ausbildung von Studierenden ist neben der Forschung die Kernaufgabe von Universitäten und Hochschulen. Damit sich diese stetig verbessert, sind innovative Konzepte zur Wissensvermittlung nötig. Mit dem Programm „Fellowships für Innovationen in der Hochschullehre“ werden seit 2011 neuartige Lehr- und Prüfungsformate prämiert. Es werden damit Anreize für Hochschullehrende geschaffen, Ideen zur Verbesserung der Lehre zu entwickeln und umzusetzen. Seit 2014 werden die Fellowships in den Kategorien Junior-, Senior- und Tandem-Fellowship vergeben.</p><h3>Alle geförderten Projekte:</h3><ul><li>Kurzbeschreibungen der von der Baden-Württemberg Stiftung geförderten Projekte und weitere Informationen zum Fellowship-Programm finden Sie unter &lt;link http: bit.ly&gt;<a href="http://bit.ly/1CGLRyu" target="_blank" rel="noreferrer">bit.ly/1CGLRyu</a>. </li><li>Alle bundesweit unterstützten Projekte finden Sie hier &lt;link http: bit.ly&gt;<a href="http://bit.ly/2gGeDrV" target="_blank" rel="noreferrer">bit.ly/2gGeDrV</a>.</li></ul><h3>Informationen zur Baden-Württemberg Stiftung: </h3><p>Die Baden-Württemberg Stiftung setzt sich für ein lebendiges und lebenswertes Baden-Württemberg ein. Sie ebnet den Weg für Spitzenforschung, vielfältige Bildungsmaßnahmen und den verantwortungsbewussten Umgang mit unseren Mitmenschen. Die Baden-Württemberg Stiftung ist eine der großen operativen Stiftungen in Deutschland. Sie ist die einzige, die ausschließlich und überparteilich in die Zukunft Baden-Württembergs investiert – und damit in die Zukunft seiner Bürgerinnen und Bürger. &lt;link http: www.bwstiftung.de&gt;www.bwstiftung.de</p><div class="align-right"><p>Nicolas Krischker, Baden-Württemberg Stiftung gGmbH</p></div>]]></content:encoded><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Studium</category><category>Attempto-Online</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2016/16-12-13herrmann-werner_anne.jpg" lenght="208589" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-14801</guid><pubDate>Tue, 13 Dec 2016 15:36:00 +0100</pubDate><title>90. Geburtstag von Prof. Dr. Dr. Dietrich Rössler</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=14801&amp;cHash=336998b15720172b6a2fcff81e312e09</link><description>Hochgeschätzter Theologe und Mediziner</description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2016/Roessler_Dietrich-001.jpg" length="50201" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Am 20. Januar 2017 feiert Professor Dr. Dr. Dietrich Rössler seinen 90. Geburtstag.</p><p><br>Dietrich Rössler hatte von 1965 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1995 den Lehrstuhl für Praktische Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen inne und war zugleich seit 1979 kooptiertes Mitglied der Medizinischen Fakultät. Den Lehrstuhl für Ethik in der Medizin verwaltete er kommissarisch in der Zeit von 1995 bis 1998. Er war nicht nur Mitglied und Vorsitzender der Tübinger Ethikkommission, sondern auch Mitglied der Landesärztekammer Baden-Württemberg. Er gehörte dem Nationalen Aids-Beirat an, der Gutachterkommission für Bioethik der EU und er war Mitglied im Verwaltungsrat des Deutschen Instituts für Ärztliche Mission (Difäm). Er war Vorsitzender der Kammer für Theologie der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Frühprediger an der Tübinger Stiftskirche. Der Deutsche Ärztetag verlieh Dietrich Rössler im Jahr 2000 die Paracelsus-Medaille. Ein Jahr später folgte das Bundesverdienstkreuz.</p><p><br>Dietrich Rössler, 1927 in Kiel geboren, studierte Medizin und Evangelische Theologie in Kiel und Heidelberg. Er legte 1951 das Staatsexamen an der Medizinischen Fakultät der Universität Kiel ab und wurde im gleichen Jahr in Berlin zum Dr. med. promoviert. Seine klinische Weiterbildung führte ihn über Heidelberg nach Münster. Rössler widmete sich intensiv den Fragen einer medizinischen Anthropologie. 1957 schloss er sein Theologiestudium mit der Promotion in Heidelberg bei Günter Bornkamm ab. 1960 habilitierte er sich im Fach Praktische Theologie in Göttingen mit seiner Arbeit: „Der ‚ganze’ Mensch. Das Menschenbild der neueren Seelsorgelehre und des modernen medizinischen Denkens im Zusammenhang der Allgemeinen Anthropologie“. Aspekte eines Menschenbildes, das für die Medizin wie für die Seelsorgelehre gleichermaßen relevant ist, werden in dieser Arbeit konturiert. Rössler hat zeitlebens die Individualität des Menschen in den Mittelpunkt seiner Wissenschaft gerückt, und zwar im Sinne des Wortes als ganzer, unteilbarer Mensch gegen ein von Technisierung bestimmtes Verständnis der Medizin, als auch gegen eine Seelsorgelehre, die den Menschen auf eine wirklichkeitsfremde Gottesbeziehung zu reduzieren versucht, indem sie ihn aus lebensweltlichen Bezügen isoliert. Die Praktische Theologie verdankt Dietrich Rössler bleibende Impulse. 1986 in erster, 1994 in zweiter Auflage erschien sein „Grundriß der Praktischen Theologie“, bis heute ein Standardwerk. Als Gründungsmitglied der International Academy of Practical Theology hat er wesentlich Anteil an der Internationalisierung des Faches.</p><p><br>Der Lehrstuhl für Praktische Theologie mit den Schwerpunkten Seelsorgelehre und Patoraltheologie an der Evangelisch-theologischen Fakultät lädt aus Anlass des 90. Geburtstages von Dietrich Rössler am 20. Januar ab 18.15 Uhr zu einer akademischen Feier in den Hörsaal des Theologicums, Liebermeisterstr. 16, ein. Die Veranstaltung ist öffentlich, eine Anmeldung ist nicht notwendig.</p><div class="align-right"><p>Birgit Weyel</p></div>]]></content:encoded><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Online</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2016/Roessler_Dietrich-001.jpg" lenght="50201" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-15484</guid><pubDate>Mon, 05 Dec 2016 16:37:00 +0100</pubDate><title>„Preis für mutige Wissenschaft“ an Professor Erik Schäffer vom Zentrum für Molekularbiologie der Pflanzen (ZMBP)</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=15484&amp;cHash=1b3b13403c9cf2e8b353ab69a0bf03c0</link><description>Baden-Württemberg vergibt erstmals bundesweit einmalige Auszeichnung</description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2016/16-12-05Erik_Schaeffer_web.jpg" length="55709" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Der erstmals in diesem Jahr vom Land Baden-Württemberg vergebene und mit insgesamt 30.000 Euro dotierte „Preis für mutige Wissenschaft“ geht an die beiden Forscher Professor Dr. Erik Schäffer vom Zentrum für Molekularbiologie der Pflanzen (ZMBP) der Universität Tübingen und Dr.-Ing. Ferdinand Ludwig von Universität Stuttgart. „Innovative Forschung führt nicht immer geradlinig zum Ziel. Die beiden Preisträger haben auf ihrem Weg dorthin viel Mut und Risikobereitschaft bewiesen“, so die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer bei der Preisverleihung am 5. Dezember 2016 in Stuttgart.</p><p><br>„Forschung ist die tragende Säule für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Baden-Württemberg und damit für die Innovationsfähigkeit des Landes. Von zentraler Bedeutung sind Forscherinnen und Forscher, die Mut im Denken und Handeln beweisen und mit ihren Erkenntnissen neue Horizonte eröffnen – gerade dann, wenn die Forschung auf Umwegen erfolgt. Mit dem bundesweit einmaligen Preis rücken wir erfolgreiche junge Forscherinnen und Forscher an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in den Fokus, die unkonventionelle Ansätze – oftmals gegen Widerstände – verfolgt haben und deren Risikobereitschaft mit wertvollen Forschungsergebnissen belohnt wurde. Diesen persönlichen Einsatz und den Mut, auch Wagnisse einzugehen, wollen wir würdigen“, so Ministerin Bauer. Der Preis solle zugleich andere Forscher ermutigen, schon früh eigene Wege einzuschlagen.</p><p><br>„Das Land schafft gute Rahmenbedingungen für Kreativität in der Wissenschaft. Hierzu gehören die notwendigen Freiräume, die kluge Köpfe heute brauchen, um ihre Ideen zu verfolgen. Aber es bedarf noch mehr einer Kultur, die Fehler und das Risiko des Misserfolgs produktiv aufgreift und damit die Basis für unkonventionelles Denken und innovative Forschung bietet“, so Bauer weiter. Auch um eine solche Kultur in der Wissenschaft zu befördern, habe das Land Baden-Württemberg den „Preis für mutige Wissenschaft“ ausgeschrieben.</p><h3>Mut zum Risiko – auch gegen Lehrbuchmeinungen </h3><p>„Professor Dr. Erik Schäffer ist ein Wissenschaftler, dessen Motivation von Neugierde und ungewöhnlichen Perspektivwechseln angetrieben wird. Das gilt auch und vor allem für seine Forschungsarbeit, bei der er gerne die ausgetretenen Pfade der klassischen Disziplinen verlässt. Diese Haltung erfordert jenen besonderen Mut, der das Risiko und bisweilen auch das Scheitern einkalkuliert. Aber genau so entsteht innovative Wissenschaft“, betonte Bauer in ihrer Laudatio auf den Preisträger von der Universität Tübingen. <br><br>Professor Schäffer hat einen vollkommen neuen Mechanismus entdeckt, wie das menschliche Erbgut bei DNA Doppelstrangbrüchen durch Einzelstrang-Annealing repariert wird – und damit das klassische Lehrbuch-Modell widerlegt. Zurzeit arbeitet Erik Schäffer unter anderem an einem Projekt zur Etablierung eines genetisch kodierten, räumlich und zeitlich hochauflösenden Sensors für die Messung von Druckverhältnissen in lebenden Pflanzenzellen. Das Forschungsvorhaben wurde von einigen Fachgutachtern für äußerst riskant befunden – umso mehr, da ein vergleichbares Vorhaben weltweit bislang niemand versucht hat. Sollte das Vorhaben gelingen, wird dieser innovative Ansatz zu bahnbrechenden Einsichten führen, wie Pflanzenentwicklung durch Druckvorgänge gesteuert werden können.</p><h3><br>Weitere Informationen zum Preis:</h3><ul><li>&lt;link https: mwk.baden-wuerttemberg.de de forschung forschungsfoerderung preis-fuer-mutige-wissenschaft&gt;<a href="https://mwk.baden-wuerttemberg.de/de/forschung/forschungsfoerderung/preis-fuer-mutige-wissenschaft/" target="_blank" rel="noreferrer">mwk.baden-wuerttemberg.de/de/forschung/forschungsfoerderung/preis-fuer-mutige-wissenschaft/</a></li><li>&lt;link file:372225 download file&gt;Weitere Informationen zu Erik Schäffer</li></ul><h3>Kontakt:</h3><p>Prof. Dr. Erik Schäffer</p><p>Universität Tübingen</p><p>ZMBP</p><p>Tel. +49 7071 / 29-78831</p><p>&lt;link&gt;erik.schaeffer@uni-tuebingen.de</p><div class="align-right"><p>Pressemitteilung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg</p></div>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2016/16-12-05Erik_Schaeffer_web.jpg" lenght="55709" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-13463</guid><pubDate>Wed, 09 Nov 2016 13:54:00 +0100</pubDate><title>Dr. Christoph Bareither mit dem Deutschem Studienpreis der Körber-Stiftung ausgezeichnet</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=13463&amp;cHash=3cb756c1e1ae46cdc8dcf8514b3d0372</link><description>Gewalt im Computerspiel: ein Vergnügen als gesellschaftlicher Konfliktfall</description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2016/Bareither.jpg" length="56616" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Christoph Bareither vom Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft der Universität Tübingen ist am 8. November mit einem 2. Preis beim Deutschen Studienpreis 2016 der Körber-Stiftung ausgezeichnet worden. Sein Wettbewerbsbeitrag „Gewalt im Computerspiel: ein Vergnügen als gesellschaftlicher Konfliktfall“ beruht auf seiner 2015 an der Universität Tübingen eingereichten Dissertation »Ludisch-virtuelle Gewalt. Facetten eines Vergnügens«.</p><p><br>Im Mittelpunkt von Bareithers Studie stehen die emotionalen Erfahrungen der Spieler beim Spielen und die Faszination virtueller Gewalt. Er versucht nachzuvollziehen, wie die Spieler Gewaltsimulationen als Vergnügen erleben. Dazu beobachtete Bareither Online-Spielgruppen und LAN-Partys, führte qualitative Interviews und wertete zusätzlich YouTube-Videos und Medienberichte von 1983 bis 2014 aus.</p><p><br>Insgesamt wurden 2016 sechs 2. Preise vergeben, sie sind jeweils mit 5.000 Euro dotiert.</p><p><br>Die drei ersten Preise beim Deutschen Studienpreis gingen in diesem Jahr an den Juristen Tom Pleiner von der Universität Augsburg (Thema: Überplanung statt Neubau von Stromtrassen; Sektion Geistes- und Kulturwissenschaften), die Politologin Astrid Séville von der Ludwig-Maximilians-Universität München (Thema: Verhängnisvolle Rhetorik der Alternativlosigkeit; Sektion Sozialwissenschaften) und die Maschinenbauingenieurin Elisabeth Wilhelm vom Karlsruher Institut für Technologie (Thema: Grafikfähiges Computer-Display für Blinde; Sektion Natur- und Technikwissenschaften). Die Spitzenpreise sind mit jeweils 25.000 Euro dotiert. Die Preise wurden in Berlin von Bundestagspräsident Norbert Lammert überreicht.</p><ul><li>&lt;link http: www.koerber-stiftung.de fileadmin user_upload wissenschaft studienpreis pdf dsp2016_broschuere_gesamt_download.pdf external-link-new-window deutscher studienpreis. die preisträgerinnen preisträger&gt;Broschüre Deutscher Studienpreis. Die Preisträgerinnen &amp; Preisträger 2016</li><li>&lt;link http: www.koerber-stiftung.de fileadmin user_upload wissenschaft studienpreis pdf dsp2016_broschuerenbeitrag_bareither.pdf external-link-new-window external link in new&gt;Zusammenfassung Beitrag Christoph Bareither</li><li>&lt;link http: www.koerber-stiftung.de fileadmin user_upload wissenschaft studienpreis pdf beitrag_bareither_final.pdf external-link-new-window im computerspiel: ein vergnügen als gesellschaftlicher&gt;Christoph Bareithers Wettbewerbsbeitrag „Gewalt im Computerspiel: ein Vergnügen als gesellschaftlicher Konfliktfall“</li></ul>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2016/Bareither.jpg" lenght="56616" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-14302</guid><pubDate>Thu, 03 Nov 2016 15:01:00 +0100</pubDate><title>Reinhold- und Maria-Teufel-Stiftung verleiht Promotionspreise</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=14302&amp;cHash=7eaeb411bc198be8f14308f71eb9b797</link><description></description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2016/16-11-03teufel.jpg" length="10103" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Die Reinhold – und Maria-Teufel-Stiftung hat Doktoranden der Universität Tübingen mit dem Promotionspreis ausgezeichnet. Oberbürgermeister Michael Beck zeichnete am 27. Oktober im Kongresszentrum der Aesculap AG in Tuttlingen Absolventen der Juristen Fakultät und aus dem Fachbereich Biologie aus.</p><p>Aus der Juristischen Fakultät wurden für ihre hervorragenden Dissertationen ausgezeichnet: Dr. Pascal Ludwig, Dr. Anna-Maria Brutscher (Strafrecht), Dr. Julius Forschner (Kapitalmarktrecht) und Dr. Natalie Richter (Kriminologie). Pascal Ludwig hielt stellvertretend für die Preisträger der Juristen die Dankesrede und stellte seine Dissertation zur Mitbestimmung im europäischen Konzern vor. Für die Tübinger Fakultät hatte Prof. Dr. Stefan Thomas zuvor die Bedeutung rechtswissenschaftlicher Forschung im Mehrebenen-System zwischen europäischer und nationaler Rechtsordnung dargelegt.</p><p>Aus der Biologie wurden für ihr Dissertationen ausgezeichnet: Aus dem &lt;link internal-link internal link in current&gt;Sonderforschungsbereich „Die bakterielle Zellhülle (SFB 766; Mikrobiologie)“ Dr. Lina Thoma (Teilprojekt A13-G.Muth) und Dr. Roberta Pozzi (Teilprojekt A03-E. Stegmann). Weiterhin wurden aus der Biologie ausgezeichnet: Dr. Lioba Courth (innere Medizin), Dr. Moritz Graef (Molekularbiologie der Pflanzen), Dr. Julia Imkampe (Molekularbiologie der Pflanzen), Dr. Debabrata Laha (Molekularbiologie der Pflanzen), Dr. Minh Thu Nguyen (Mikrobiologie), Dr. Vladislav Susoy (Max-Planck Institut für Entwicklungsbiologie), Dr. Marius Spohn (Mikrobiologie) und Dr. Lena Veit (Neurobiologie).</p><p>Marius Spohn dankte stellvertretend für die Preisträger und stellte seine Dissertation zur biotechnologischen Produktion der Substanz EDDS vor. Prof. Peter Mallot vom Lehrstuhl für Kognitive Neurowissenschaften am Institut für Neurobiologie der Universität Tübingen dankte der Stiftung für Ihre regelmäßige Förderung und stellte die Erkenntnisse der ausgezeichneten Forscher im Schnittfeld von Medizin und Zellbiologie vor.</p><p>Die Reinhold- und Maria-Teufel-Stiftung mit Sitz in Tuttlingen fördert seit vielen Jahren exzellente Forschung in den Fächern Biologie und Jura an der Universität Tübingen durch Promotionspreise und andere Förderungsmaßnahmen (z.B. Reisebeihilfen für Auslandsaufenthalte). &lt;link http: www.teufel-stiftung.de start.htm&gt;<a href="http://www.teufel-stiftung.de/start.htm" target="_blank" rel="noreferrer">www.teufel-stiftung.de/start.htm</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2016/16-11-03teufel.jpg" lenght="10103" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-8356</guid><pubDate>Thu, 20 Oct 2016 18:17:00 +0200</pubDate><title>Ana García-Sáez erhält begehrte Auszeichnung der europäischen Wissenschaftsorganisation EMBO</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/article/ana-garcia-saez-erhaelt-begehrte-auszeichnung-der-europaeischen-wissenschaftsorganisation-embo/</link><description>Die Biochemikerin erforscht die Veränderungen von Membranen beim programmierten Zelltod</description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2016/161020Ana_Garcia.jpg" length="341248" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Professorin Ana-Jesus García-Sáez vom Interfakultären Institut für Biochemie wurde von der europäischen Wissenschaftsorganisation European Molecular Biology Organization (EMBO) als „EMBO Young Investigator“ ausgezeichnet. Sie ist eine von nur 25 jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die diese Auszeichnung 2016 erhalten. Die EMBO fördert die molekularbiologische Grundlagenforschung. Mit dem Young Investigator Programme unterstützt sie Lebenswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, bei denen sie das Potenzial für Forschung in der Weltklasse erkennt, über drei Jahre hinweg beim Aufbau einer eigenen Arbeitsgruppe. Dazu gehören ein mit 15.000 Euro dotierter Preis und die Möglichkeit, weitere Förderungen für eine unabhängige Arbeitsgruppe einzuwerben.</p><p>Die Spanierin Ana García-Sáez wurde 2013 als Professorin für Biochemie an die Universität Tübingen berufen. Sie erforscht die Dynamik von Membranen, welche die Außenhülle von Zellen bilden, jedoch auch verschiedene Organe oder Funktionsbereiche in der Zelle voneinander abgrenzen. Vor allem untersucht sie die Mitochondrienmembran beim programmierten Zelltod, mit dem die Zelle zum Beispiel alte oder kranke Zellen gezielt und geordnet sterben lässt. Ana García-Sáez interessiert sich sowohl für die physikalischen Prinzipien als auch für die molekularen Mechanismen der Membranveränderungen. Sie hat eine multidisziplinäre Arbeitsgruppe aufgebaut, die neue Mikroskopiertechniken und Modellsysteme entwickelt, an denen der geordnete Abbau der Membranen beim programmierten Zelltod an einzelnen Zellen auch quantitativ untersucht werden kann.</p><p>Die neuen EMBO Young Investigators werden in ein Netzwerk von 74 aktuellen und 382 ehemaligen Young Investigators aufgenommen. Sie haben die Möglichkeit, an wissenschaftlichen Fortbildungskursen und Konferenzen teilzunehmen oder auch die Hightech-Geräte am European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Heidelberg zu nutzen. In diesem Jahr gingen für das EMBO Young Investigator Programme 211 Bewerbungen ein, zwölf Prozent davon waren erfolgreich.</p><div class="align-right"><p>Janna Eberhardt</p></div>]]></content:encoded><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Online</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2016/161020Ana_Garcia.jpg" lenght="341248" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-15699</guid><pubDate>Mon, 17 Oct 2016 17:28:00 +0200</pubDate><title>Olaf Kühne zum Vorsitzenden der Deutschen Akademie für Landeskunde gewählt</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=15699&amp;cHash=054a42e8eeeed6d837b6dafa2d229466</link><description>Olaf Kühne, frisch an die Eberhard Karls Universität Tübingen berufener Professor für Stadt- und Regionalentwicklung, wurde am 30. September 2016 zum Vorsitzenden der traditionsreichen Deutschen Akademie für Landeskunde berufen.</description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2016/161017Kuehne_Olaf.jpg" length="285781" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Die Deutsche Akademie für Landeskunde, vom Deutschen Geographentag im Jahr 1882 als ‚Zentralkommission für wissenschaftliche Landeskunde von Deutschland‘ gegründet, im Jahr 1941 umbenannt zum Zentralausschuss für deutsche Landeskunde, und seit 1995 als Deutsche Akademie für Landeskunde fortgeführt, befasst sich mit der wissenschaftlichen Landeskunde und geographischen Regionalforschung in Deutschland, wie auch im deutschsprachigen Raum Mitteleuropas. Die Akademie organisiert Tagungen, unterstützt Forschungen und berät Behörden in diesem Kontext. Darüber stellt sie Publikationsplattformen für die Verbreitung der Ergebnisse wissenschaftlicher Ergebnisse, insbesondere im Zusammenhang mit regionaler Geographie zur Verfügung, so auch die traditionsreiche Zeitschrift „Berichte. Geographie und Landeskunde“, vormals „Berichte zur deutschen Landeskunde“.</p><p>Olaf Kühne ist seit 1. Oktober 2016 an der Universität Tübingen Professor für „Stadt- und Regionalentwicklung“ im Forschungsbereich Geographie des Fachbereichs Geowissenschaften. Der promovierte Geograph und Soziologe hat an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in Geographie promoviert und nach Stationen in Saarbrücken und Weihenstephan seinen Weg nach Tübingen gefunden. Schwerpunkte seiner Arbeit liegen in der Stadtgeographie sowie in der Regionalen Geographie, insbesondere postmodernen Raumentwicklungsprozessen. Dabei befasst er sich insbesondere mit der Frage der sozialen Akzeptanz von räumlichen Veränderungen, die er aus sozialkonstruktivistischer Perspektive untersucht. Räumliche Schwerpunkte seiner Forschungen sind neben Mitteleuropa die Vereinigten Staaten von Amerika.</p><div class="align-right"><p><br>Prof. Dr. Thomas Scholten<br>Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät<br>Fachbereich Geowissenschaften<br>Forschungsbereich Geographie</p></div>]]></content:encoded><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Online</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2016/161017Kuehne_Olaf.jpg" lenght="285781" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-14949</guid><pubDate>Fri, 07 Oct 2016 09:18:00 +0200</pubDate><title>Lena Veit mit Klaus Tschira Preis für verständliche Wissenschaft ausgezeichnet</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=14949&amp;cHash=58972079abd7df0c778de2cd9f9e338c</link><description>Neurowissenschaftlerin erhält den Preis für ihre Doktorarbeit über die neuronalen Grundlagen des intelligenten Verhaltens von Rabenvögeln</description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Forschung/2016/16-10-07_dr_Veit.jpg" length="1501858" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Für ihre an der Universität Tübingen verfasste Doktorarbeit „Neural correlates of executive control functions in carrion crows“ hat Dr. Lena Veit den diesjährigen Klaus Tschira Preis für verständliche Wissenschaft erhalten. Die Neurowissenschaftlerin, die in der Arbeitsgruppe von Professor Andreas Nieder am Institut für Neurobiologie der Universität Tübingen promoviert hat, hat sich mit der Intelligenz von Rabenvögeln befasst. Ausgangspunkt ihrer Forschung war die Beobachtung, dass die Tiere ähnlich komplexe Aufgaben lösen können wie etwa Affen. Und dies obwohl sie über keine Großhirnrinde verfügen, die beim Menschen und Säugetieren für komplexe kognitive Funktionen verantwortlich ist. Um herauszufinden, welche neuronalen Prozesse beim Lernen, Erinnern und anderen flexiblen Verhaltensweisen im Gehirn von Krähen ablaufen, hat sie die schwarzen Vögel trainiert. An einem Touchscreen mussten sie verschiedene Aufgaben lösen, zum Beispiel eine abstrakte Regelwechselaufgabe, bei der die Krähen entweder ein vorher bereits gesehenes oder ein neues Bild aus zwei Bildern auswählen mussten. Die aktuelle Regel – das gleiche Bild oder ein ungleiches Bild mit dem Schnabel zu berühren –  konnte sich jederzeit ändern, die Krähen mussten also blitzschnell umschalten können. Bei dieser Aufgabe zeigte sich bei der Messung von Hirnströmen, dass Nervenzellen in einem bestimmten Bereich des Endhirns der Krähen die aktuellen Verhaltensregeln auf abstrakte Art kodieren. Mittlerweile forscht Veit als Postdoc am Sandler Neuroscience Center der University of California, San Francisco.</p><p><br>Der mit 5000 Euro dotierte Klaus Tschira Preis für verständliche Wissenschaft wurde 2016 zum 14. Mal verliehen. Ziel ist es, komplexe Forschungsergebnisse allgemein verständlich auf den Punkt zu bringen. Insgesamt hatten sich 168 Nachwuchswissenschaftler aus den Bereichen Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik, Neurowissenschaften und Physik beworben. Neben der Tübinger Alumna wurden auch der Neurowissenschaftler Dr. Benjamin Gaub von der University of California, Berkeley, der Physiker Dr. Martin Pitzer von der Goethe-Universität Frankfurt, der Chemiker Dr. Martin Brüggemann von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, die Informatikerin Dr. Jiehua Chen von der TU Berlin und die Mathematikerin Dr. Ágnes Cseh von der TU Berlin ausgezeichnet.</p><p>Weitere Informationen: &lt;link http: www.klaus-tschira-preis.info&gt;<a href="http://www.klaus-tschira-preis.info/" target="_blank" rel="noreferrer">www.klaus-tschira-preis.info</a></p><div class="align-right"><p><br>Mareike Manzke</p></div><p><img data-htmlarea-file-uid="360805" data-htmlarea-file-table="sys_file" src="fileadmin/_processed_/csm_16-10-07preistraeger2016_305f9586e2.jpg" alt height="169" width="299" style></p><p>Alle Preisträger v.l.: Dr. Martin Brüggemann. Jiehua Chen, Dr. Ágnes Cseh, Dr. Benjamin Gaub, Dr. Lena Veit, Dr. Martin Pitzer. Foto: © Klaus Tschira Stiftung</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/_processed_/b/8/csm_16-10-07_dr_Veit_dc8d54cdf0.jpg" lenght="1501858" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-13454</guid><pubDate>Fri, 30 Sep 2016 18:03:00 +0200</pubDate><title>Hohe Auszeichnung für Carla Cederbaum</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=13454&amp;cHash=7fca27769ec2631e23def68b97191a96</link><description>Neu berufene Juniorprofessorin erhält Manfred-Fuchs-Preis der Heidelberger Akademie der Wissenschaften</description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2016/16-09-30_Carla_C.jpg" length="272259" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Der von Herrn Dr. Dr. h.c. Manfred Fuchs gestiftete Manfred-Fuchs-Preis wird jährlich von der Heidelberger Akademie der Wissenschaften an besonders qualifizierte Nachwuchsforscher/innen verliehen, die sich durch besondere Leistungen ausgezeichnet haben und eine Brücke zwischen verschiedenen Wissenschaftskulturen schlagen.</p><p>2016 wurde der Manfred-Fuchs-Preis an Carla Cederbaum (Universität Tübingen) verliehen, um ihren bisherigen wissenschaftlichen Weg zu würdigen. Carla Cederbaum ist seit Januar 2016 Tenure-Track-Juniorprofessorin für Differentialgeometrie und Mathematische Relativitätstheorie am Fachbereich Mathematik. Sie studierte als Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes Mathematik, Physik und Informatik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der University of Cambridge. 2011 wurde sie am Albert-Einstein-Institut (MPI für Gravitationsphysik) mit einer Arbeit über den Newtonschen Grenzwert der Allgemeinen Relativitätstheorie promoviert.</p><p>Anschließend forschte und lehrte die Mathematikerin als Assistant Research Professor an der Duke University in den USA und in Tübingen. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit der geometrischen und analytischen Modellierung astrophysikalisch relevanter relativistischer Phänomene und Konzepte, mit der Lösung der damit verbundenen partiellen Differentialgleichungen sowie mit der expliziten Konstruktion von für die Theorie-Entwicklung nützlichen Beispielen. Des Weiteren interessiert sie sich für Ungleichungen zwischen geometrischen und physikalischen Parametern schwarzer Löcher und anderer astrophysikalischer Objekte.</p><p>Neben Forschung und Lehre engagiert sie sich auch im Bereich der Wissenschaftskommunikation, wofür sie bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. Hier sei beispielsweise ihre Tätigkeit als Chefeditorin der <em>Schnappschüsse moderner Mathematik aus Oberwolfach</em> genannt – kurzer Artikel, die sich an ein mathematisch interessiertes Publikum wenden: &lt;link http: www.mfo.de snapshots&gt;www.mfo.de/snapshots.</p><div class="align-right"><p>Prof. Dr. Christian Hainzl<br>Fachbereich Mathematik</p></div>]]></content:encoded><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Online</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2016/16-09-30_Carla_C.jpg" lenght="272259" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-16062</guid><pubDate>Thu, 29 Sep 2016 17:32:00 +0200</pubDate><title>Dominik Brodowski erhält „Dieter Meurer Förderpreises Rechtsinformatik“</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=16062&amp;cHash=e15fa10e87b7d5e62aec6a3941f02dae</link><description>EDV-Gerichtstag zeichnet Dissertation zum Thema „Verdeckte technische Überwachungsmaßnahmen im Polizei- und Strafverfahrensrecht“ aus</description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Forschung/2016/16-09-29EDVGerichtstag_Brodowski_1.jpg" length="344812" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen des 25. Deutschen EDV-Gerichtstages in Saarbrücken ist Dr. Dominik Brodowski der „Dieter Meurer Förderpreis Rechtsinformatik“ verliehen worden. Brodowski wurde ausgezeichnet für seine Dissertation zum Thema „Verdeckte technische Überwachungsmaßnahmen im Polizei- und Strafverfahrensrecht – Zur rechtsstaatlichen und rechtspraktischen Notwendigkeit eines einheitlichen operativen Ermittlungsrechts“ an der Juristischen Fakultät der Universität Tübingen. Darin hat er die These erarbeitet, dass die derzeitigen Vorschriften der polizeirechtlichen und strafprozessualen Eingriffsgrundlagen eine höchst problematische Dopplung zeigen und eine Auflösung dieser rechtsstaatlich und rechtspraktisch bedenklichen Gefahrenlage durch ein einheitliches operatives Ermittlungsrecht erfolgen sollte. Brodowski ist derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt „Open Competence Center for Cyber Security – OpenC3S“ am Lehrstuhl von Professor Dr. Christoph Burchard, LL.M. an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.</p><p>Brodowski bezeichnete es anlässlich der Preisverleihung als „große Freude und besondere Ehre“, den Dieter Meurer Förderpreis für Rechtsinformatik verliehen zu bekommen. „Das Lebenswerk von Dieter Meurer steht insbesondere für eine enge Verzahnung zwischen Rechtswissenschaft und juristischer Praxis, zwischen Rechtswissenschaft und Informatik. Eine praxisorientierte Vernetzung ist auch für die Beschäftigung mit Cyberkriminalität und deren strafrechtlicher Verfolgung notwendig“, erklärte Brodowski. So lasse sich beispielsweise das andersartige und teils erhöhte Bedrohungspotential von Cyberkriminalität nur dann fundiert bewerten, wenn man die Disziplinen der Informatik und der Rechtswissenschaft zusammenführe. Gleiches gelte für eine vertiefte rechtliche Analyse neuer technischer Ermittlungsmethoden und für deren zielgerichtete Anwendung in der forensischen Praxis. „Ein wichtiger Schlüssel für ein besseres gegenseitiges Verständnis ist eine passgenaue Ausbildung – deswegen bereitet mir die Lehre im Studiengang Digitalen Forensik und die Tätigkeit im Projekt ‚Open Competence Center for Cyber Security (OpenC3S)‘ so viel Freude“, so der Preisträger.</p><p>Der „Dieter Meurer Förderpreis Rechtsinformatik“ wird seit 2003 vergeben und ist mit 5.000 Euro dotiert. Preiswürdig sind Leistungen, die rechtliche Aufgaben und das Methodenpotential der Informatik zusammenführen, und zwar im juristischen Bereich, auf dem Feld der Informationstechnologie oder bei organisatorischen Leistungen in der Praxis.</p><p>Weitere Informationen zum „Dieter Meurer Förderpreis Rechtsinformatik“ unter: &lt;link https: www.edvgt.de engagement dieter-meurer-foerderpreis-rechtsinformatik&gt;<a href="https://www.edvgt.de/engagement/dieter-meurer-foerderpreis-rechtsinformatik/" target="_blank" rel="noreferrer">www.edvgt.de/engagement/dieter-meurer-foerderpreis-rechtsinformatik/</a></p><div class="align-right"><p>Tobias Raab</p></div>]]></content:encoded><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Forschung/2016/16-09-29EDVGerichtstag_Brodowski_1.jpg" lenght="344812" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-13509</guid><pubDate>Tue, 12 Jul 2016 16:30:00 +0200</pubDate><title>Alzheimer-Forscher Lary Walker nutzt Humboldt-Forschungspreis für Aufenthalt am Hertie-Institut in Tübingen</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=13509&amp;cHash=309a970eb2950ddccc7df3846575e224</link><description>Walker will während seines Forschungsaufenthalts klären, warum Tiere keine Alzheimer Demenz entwickeln.</description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2016/16-07-12Walker.jpg" length="268109" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Der Humboldt-Forschungspreis gibt renommierten Forscherinnen und Forschern aus dem Ausland die Gelegenheit, ein drängendes wissenschaftliches Problem in Deutschland zu bearbeiten. Walker will wissen, warum die mit einer ähnlichen Physiologie und Genetik wie die Menschen ausgestatteten Menschenaffen zwar Alzheimer-Plaques im Gehirn entwickeln, aber keine Demenz bekommen. Offensichtlich führt nicht jede Ansammlung von Plaques zwangsläufig zu kognitiven Einbußen. Das kennt man auch aus der Medizin, denn nicht jeder mit typischen Alzheimer-Plaques im Gehirn ist dement.</p><p>Walker ist Professor für Neurologie an der Emory Universität in Atlanta und Professor am dortigen Yerkes National Primate Research Center. Er wird in Tübingen mit Professor Dr. Mathias Jucker zusammenarbeiten. Jucker leitet die Abteilung für Zellbiologie Neurologischer Erkrankungen am Hertie-Institut für klinische Hirnforschung (HIH) des Universitätsklinikums Tübingen und des Deutschen Zentrums für neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Tübingen. Jucker und Walker, die sich Ende der 1980er Jahre in Baltimore  kennengelernt haben, beschäftigen sich seit Jahrzehnten mit dem alternden Gehirn und gehören zu den international führenden Alzheimer-Forschern.</p><p>Da es etwas geben muss, was demenzauslösende Plaques von nicht demenzauslösenden Plaques unterscheidet, wollen Walker und Jucker verstehen, worin dieser Unterschied besteht. Sie vermuten, dass er mit der dreidimensionalen Architektur des Beta-Amyloid Proteins zu tun hat, aus dem die Plaques bestehen. Das würde bedeuten, dass nur Ablagerungen mit einer ganz bestimmten Form von Beta-Amyloid krank machen und dass Tiere diese Form nicht bilden. Für diese Hypothese spricht, dass eine radioaktiv markierte Substanz, mit denen man die Plaques bei Patienten mit einer Positronen-Emissions-Tomographie sichtbar machen kann, bei Menschenaffen geradezu versagt. Da das Beta-Amyloid bei Menschen und Affen die gleiche Proteinsequenz hat, könnte dieser Unterschied mit der dreidimensionalen Form zu tun haben. Walker wird den Humboldt-Forschungspreis dazu nutzen, diese Hypothese zu prüfen.</p><p>Er wird am HIH auch der Frage nachgehen, ob Veränderungen in den Blutgefäßen des menschlichen Gehirns vielleicht ebenfalls eine Erklärung bieten, wieso Menschen eine Alzheimer Demenz entwickeln, Tiere aber nicht. „Ich bin sehr froh, im renommierten Labor von Mathias Jucker neue Forschungsansätze verfolgen zu können“, sagt Walker über die Auszeichnung. „Juckers Labor hat exzellente Ressourcen und – das ist natürlich das Wichtigste – viele talentierte Forscherinnen und Forscher mit einem starken Interesse am Verständnis neurodegenerativer Erkrankungen“.</p><p>Der Preisträger wird ab dem 1. August 2016 für sechs Monate in Tübingen sein und auch Seminare geben. Der Humboldt-Forschungspreis ist mit 60.000€ dotiert und wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben. „Der Humboldt-Forschungspreis wird uns die Gelegenheit geben, einige grundlegende Fragen über die Ursachen und das Fortschreiten der Demenz anzugehen“, sagt Walker. Die Stiftung zeichnet mit diesem Preis das Gesamtwerk eines renommierten Wissenschaftlers aus und fördert durch diese Auszeichnung und andere Programme den internationalen Austausch.</p><p>Zur Person von Professor Dr. Lary Walker:</p><p>Walker ist Neurowissenschaftler. Er hat Experimental-Psychologie und Neurowissenschaften studiert und an der Tulane Universität in New Orleans promoviert. Nach verschiedenen Stationen an der Universität Kassel, der Emory Universität und der Johns Hopkins Medical School in Baltimore war er bis 1995 Professor an der Johns Hopkins Medical School. Bis 2003 war Walker Direktor der Alzheimer Forschung bei Parke-Davis Pharmaceuticals/Pfizer in  Ann Arbor. Seit 2003 ist Walker Professor am Yerkes National Primate Research Center. Vor kurzem wurde er zum Marie und E.R Snelling Professor für Neurologie an der Emory Universität in Atlanta ernannt. Er ist Mitglied in vielen Fachgesellschaften und Beratungsgremien. Das Alzheimer Research Forum hat Walker 2010 den „Outstanding Contributor Award“ zugesprochen, die MetLife Foundation hat ihm 2014 den „Award for Medical Research“ verliehen. Walker kommt zum vierten Mal für längere Zeit nach Deutschland. Anfang der 1980er Jahre war er DAAD-Fellow an der Universität Kassel, 1994 Gastwissenschaftler an der Universität Greifswald und 2014 schon einmal Gast am Hertie-Institut in Tübingen.</p><div class="align-right"><p>Hildegard Kaulen </p></div><p>Auf Wunsch erhalten Sie ein Foto von Professor Dr. Lary Walker. Er steht auch für Interviews in Englisch zur Verfügung.</p><h3>Pressekontakt</h3><p>Dr. Hildegard Kaulen <br>Karlsruher Str. 8 <br>65205 Wiesbaden <br>Tel. 06122/52718<br>E-Mail: &lt;link&gt;h.k[at]kaulen.wi.shuttle.de</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Online</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2016/16-07-12Walker.jpg" lenght="268109" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-16059</guid><pubDate>Wed, 27 Apr 2016 18:06:00 +0200</pubDate><title>Professor Dr. Frank Böckler gewinnt den „Young Medicinal Chemist in Academia Prize“ der European Federation for Medicinal Chemistry (EFMC)</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=16059&amp;cHash=e451dd4d256f6f3294982262f38fa5e9</link><description></description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2016/16-04-27_Boeckler.jpg" length="40074" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Professor Dr. Frank Böckler vom Pharmazeutischen Institut der Universität Tübingen hat den „Young Medicinal Chemist in Academia Prize“ der European Federation for Medicinal Chemistry (EFMC) erhalten. Er forscht im Bereich des molekularen Designs und der pharmazeutischen Biophysik. Sein Arbeitsschwerpunkt liegt auf dem Verständnis und der Anwendung von molekularen Interaktionen.</p><p>Es ist bislang das erste Mal, dass dieser europäische Preis an einen Forscher einer deutschen Universität verliehen wurde. Die Auszeichnung soll junge Wissenschaftler aus der medizinischen Chemie, deren Promotion nicht länger als zwölf Jahre her ist, in den Fokus rücken. Er wird jährlich vergeben und ist mit einer Summe von 1000 Euro dotiert.</p><p>Frank Böckler (geb. 1976) studierte zwischen 1995 bis 1999 Pharmazie an der Universität Erlangen-Nürnberg, wo er 2004 auch in der Pharmazeutischen Chemie/Medizinischen Chemie promovierte. Als Gastwissenschaftler war er an der ETH Zürich und der Philipps-Universität Marburg tätig. Ab 2006 forschte er als Post-Doc bei Professor Sir Alan R. Fersht am Medical Research Council Laboratory of Molecular Biology/Centre for Protein Engineering in Cambridge, UK. 2008 nahm er einen Ruf der  LMU München auf eine Professur für Pharmazeutische Chemie/Bioanalytik an. Seit 2010 ist er an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen Professor für Molekulares Design und Pharmazeutische Biophysik.</p><div class="align-right"><p>Mareike Manzke</p></div>]]></content:encoded><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2016/16-04-27_Boeckler.jpg" lenght="40074" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-16124</guid><pubDate>Tue, 29 Mar 2016 10:22:00 +0200</pubDate><title>Professor Dr. Ingo Autenrieth als Medizin-Dekan bestätigt</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=16124&amp;cHash=c232481fff0c38c12762cc1f0d8e9fe2</link><description></description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2016/16-03-29_autenrieth.png" length="1055997" type="image/png" /><content:encoded><![CDATA[<p>Professor Dr. Ingo Autenrieth ist als Dekan der Medizinischen Fakultät bestätigt worden. Der Fakultätsrat wählte den 53-Jährigen am 22. März für weitere sechs Jahre. Autenrieth leitet die Fakultät bereits seit 2006. Seine dritte Amtszeit beginnt am 1. Oktober 2016. Autenrieth stammt aus Bad Cannstatt. Er studierte Medizin in Dundee und Ulm, wo er 1988 auch promoviert wurde. Nach der Promotion ging er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Institut für Hygiene und Mikrobiologie der Universität Würzburg. 1995 wechselte er an das Schweizerische Institut für Experimentelle Krebsforschung in Lausanne. Ein Jahr später wurde er auf eine Professur für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene an die LMU München berufen. Seit 2000 ist der verheiratete Vater von vier Kindern Inhaber des Lehrstuhls für Medizinische Mikrobiologie an der Universität Tübingen. Seine Forschungsschwerpunkte sind unter anderem Infektionskrankheiten, Mikrobiome und neue Diagnosemethoden.</p><div class="align-right"><p>Karl G. Rijkhoek</p></div>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Intern</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2016/16-03-29_autenrieth.png" lenght="1055997" type="image/png"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-15944</guid><pubDate>Thu, 24 Mar 2016 14:41:00 +0100</pubDate><title>Cottrell-Fulbright Award 2016 für PD Dr. Sebastian Slama</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=15944&amp;cHash=9d5191aeaaa3c73aed81de09f160852a</link><description>Nachwuchswissenschaftler erhalten Auszeichnung für innovative Forschung und Lehre</description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2016/16-03-24_slama_fulbright.png" length="1830959" type="image/png" /><content:encoded><![CDATA[<p>Privatdozent Dr. Sebastian Slama von der Universität Tübingen ist einer der beiden Preisträger des diesjährigen Cottrell-Fulbright Award. Die Deutsch-Amerikanische Fulbright-Kommission verleiht erstmals diese in Deutschland einmalige Auszeichnung für Exzellenz in Forschung und Lehre, – mit einem besonderen Fokus auf innovative Methoden, die junge Studierende früh aktiv einbeziehen und für die jeweils vermittelten Disziplinen begeistern.</p><p><br>Der Physiker Slama überzeugte in seinem Projektantrag“Dipole-Dipole interactions of Rubidium atoms close to nanofiber tips in home-built vapor cells” und erhält nun Fördermittel zur Verwirklichung dieses Lehr- und Forschungsprojekts.</p><p><br>Ebenfalls ausgezeichnet wurde Mitte März die Chemikerin Juniorprofessorin Dr. Olalla Vázquez von der Philipps-Universität Marburg für ihren Projektantrag “EpiTools: chemical tools for unravelling molecular epigenetic mechanisms”.</p><p>Der Cottrell-Fulbright Award basiert auf dem Cottrell Award, mit dem die amerikanische Research Corporation for Science Advancement seit 1994 herausragende „teacher-scholars“ in den Naturwissenschaften auszeichnet – bislang mit einem ausschließlichen Fokus auf den amerikanischen Wissenschaftsraum. Mit dem Cottrell-Fulbright Award wird diese angesehene Auszeichnung um eine wichtige transatlantische Komponente erweitert: Die Preisträger erhalten ab Juli 2016 eine Förderung in Höhe von 63.000 Euro zur Verwirklichung eines dreijährigen Lehr- und Forschungsprojektes und zusätzliche 5.000 Euro zur Teilnahme an den jährlichen Cottrell Scholar Conferences in Tucson, Arizona. Der Award trägt somit zur Verbesserung von Forschung und Lehre im deutschen Bildungssystem bei und ermöglicht darüber hinaus einen intensiven transatlantischen Wissenschaftsaustausch. Die Mittel werden bereitgestellt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).</p><p>Die Deutsch-Amerikanische Fulbright-Kommission fördert den akademischen und kulturellen Austausch zwischen Deutschland und den USA. Seit Entstehung des deutsch-amerikanischen Fulbright-Programms wurden mehr als 45.000 Stipendien an Deutsche und Amerikaner vergeben: unter ihnen Studierende, Wissenschaftler/innen, Doktorand/innen und Fremdsprachenassistent/innen, Lehrer/innen und Journalist/innen.</p><div class="align-right"><p>Pressemitteilung der Fulbright-Kommission</p></div><h3>Kontakt für Pressefragen: </h3><p>Monique Getter <br>Head, Outreach &amp; Communication Deutsch-Amerikanische Fulbright-Kommission Lützowufer 26 10787 Berlin Tel.: 030-28 44 43-0 <br>E-Mail: &lt;link&gt;outreach@fulbright.de</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Studium</category><category>Attempto-Leute</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2016/16-03-24_slama_fulbright.png" lenght="1830959" type="image/png"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-13599</guid><pubDate>Fri, 12 Feb 2016 13:30:00 +0100</pubDate><title>Staufermedaille in Gold für Prof. Dr. Matthias Schwab</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=13599&amp;cHash=c318281292caa035c9c2380d329ffa1e</link><description>Der Tübinger Mediziner und Wissenschaftler erhält die persönliche Auszeichnung für besondere Verdienste um das Land Baden-Württemberg im Bereich der pädiatrischen Pharmakologie und Pharmagenomik.</description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2016/16-02-12-Staufermedaille_Schwab.jpg" length="43389" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>„Professor Schwab ist ein international anerkannter Forscher, der sich mit der Wirkungsweise von Arzneimitteln auseinandersetzt und ein beeindruckendes wissenschaftliches Werk vorgelegt hat“, sagte Staatssekretär Klaus-Peter Murawski bei der Überreichung der Staufermedaille in Gold an Prof. Dr. Matthias Schwab im Runden Saal der Villa Reitzenstein, dem Amtssitz des Staatsministeriums Baden-Württemberg und des amtierenden Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann.</p><p>„Er ist ein Mann, der die Dinge mit Leidenschaft und Weitblick vorantreibt, sich einsetzt und über ein außergewöhnliches Maß an analytischem, strategischem und organisatorischem Know-how verfügt. Von Schwabs großartigen medizinischen Verdiensten profitieren Patientinnen und Patienten, deren Angehörige und seine medizinischen Kolleginnen und Kollegen weltweit“, so Murawski weiter.</p><p>Matthias Schwab lehrt Klinische Pharmakologie in Tübingen. Er ist Leiter der Abteilung Klinische Pharmakologie am Universitätsklinikum Tübingen und des Dr. Margarete Fischer-Bosch-Instituts für Klinische Pharmakologie am Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart. Er studierte Medizin an der Friedrich-Alexander-Universität von Erlangen-Nürnberg und habilitierte 2003 für die Fächer Klinische und Pädiatrische Pharmakologie in Tübingen. Danach war er für zwei Jahre als Visiting Professor in Memphis, USA und übernahm 2007 den Lehrstuhl für Klinische Pharmakologie in Tübingen.</p><div class="align-right"><p>Staatsministerium Baden-Württemberg</p></div><p>Die komplette Pressemitteilung finden Sie auf der &lt;link https: www.baden-wuerttemberg.de de service presse pressemitteilung pid staufermedaille-in-gold-fuer-prof-dr-matthias-schwab external-link-new-window external link in new&gt;Webseite des Staatsministeriums Baden-Württemberg“</p><div class="align-center"><hr><p><strong>Die Staufermedaille, erstmals geprägt 1977 vor dem Hintergrund des 25-jährigen Landesjubiläums und dem Staufer-Jahr 1977, ist eine herausragende, persönliche Auszeichnung des Ministerpräsidenten für besondere Verdienste um das Land Baden-Württemberg. <br>Sie wird in der Regel in Silber, in seltenen Fällen auch in Gold überreicht.</strong></p><hr></div>]]></content:encoded><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Online</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2016/16-02-12-Staufermedaille_Schwab.jpg" lenght="43389" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-15849</guid><pubDate>Tue, 22 Dec 2015 17:21:00 +0100</pubDate><title>Markus Winkler erhielt Nachwuchspreis der Deutschen Thermoelektrik-Gesellschaft</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=15849&amp;cHash=ba9967a04aa8a34db3c13bdde34d3d85</link><description>Auszeichnung für Doktorarbeit auf dem Gebiet nanostrukturierter thermoelektrischer Schichtsysteme.</description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2015/15-12-22_Winkler.jpg" length="36181" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Markus Winkler ist für seine Doktorarbeit mit dem Nachwuchspreis der Deutschen Thermoelektrik-Gesellschaft ausgezeichnet worden. Winkler promovierte 2014 bei Professor Dr. Oliver Eibl am Institut für Angewandte Physik der Universität Tübingen über das Thema »Nanostructured Thermoelectrics: Bi2Te3/Sb2Te3 based superlattice systems fabricated by MBE and sputtering«.</p><p>Im Rahmen seiner Doktorarbeit entwickelte Winkler Verfahren zur Erzeugung leistungsstarker, nanostrukturierter thermoelektrischer Schichtsysteme mittels Molekularstrahlepitaxie und Sputterprozessen. Seine Arbeit stieß auf besondere Aufmerksamkeit in der thermoelektrischen Wissenschaftsgemeinde, denn bereits 2001 wurden vom amerikanischen Materialwissenschaftler Venkatasubramanian in einer viel beachteten Publikation nanostrukturierte thermoelektrische Materialien mit einem spektakulär hohen Gütewert von zT =2,4 vorgestellt. Bis dahin galten zT-Werte von deutlich über 1 als nahezu unerreichbar. Die Jury hob insbesondere den hohen wissenschaftlichen Mehrwert der Arbeit und die Sorgfalt bei der Herstellung der Schichtsysteme als Grund für die Nominierung hervor. Darüber hinaus liefere die Arbeit zahlreiche industrierelevante Erkenntnisse für die Herstellung thermoelektrischer Mikro-Module und thermischer Sensoren, so die Jury.</p><p>Markus Winkler studierte Physik an der Universität Freiburg. Seit 2009 ist er als Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM in Freiburg tätig.</p><p>Winkler teilt sich den mit insgesamt 1000 Euro dotierten Preis mit Florian Gather von der Justus-Liebig-Universität Gießen. Der Preis wurde auf der Jahreshauptversammlung der Deutschen Thermoelektrik-Gesellschaft (DTG) in Gießen am 12. November verliehen.</p><div class="align-right"><p>Pressemitteilung des Fraunhofer-Instituts für Physikalische Messtechnik <br>Überarbeitung: Maximilian von Platen</p></div><h3>Weiterer Kontakt:</h3><p>Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM<br>Dr. Markus Winkler<br>Telefon +49 761 8857-611 <br>E-Mail: &lt;link&gt;markus.winkler[at]ipm.fraunhofer.de</p><hr><p>Zum Thema hat Professor Oliver Eibl zusammen mit Kollegen aus Hamburg, Wiesbaden und Tübingen 2015 die Monografie „Thermoelectric Bi2Te3 Nanomaterials“ veröffentlicht: &lt;link http: eu.wiley.com wileycda wileytitle productcd-3527334890.html&gt;<a href="http://eu.wiley.com/WileyCDA/WileyTitle/productCd-3527334890.html" target="_blank" rel="noreferrer">eu.wiley.com/WileyCDA/WileyTitle/productCd-3527334890.html</a></p><hr>]]></content:encoded><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forschung</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2015/15-12-22_Winkler.jpg" lenght="36181" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-15706</guid><pubDate>Mon, 21 Dec 2015 17:58:00 +0100</pubDate><title>Prof. em. Heinrich von Stietencron erhält den „Distinguished Indologist Award“ der indischen Regierung </title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=15706&amp;cHash=1f59ad70a2d7a3438c96b00faf468b53</link><description></description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2015/15-12-21Indology_Award_2015_1.jpg" length="47160" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Der Emeritus der Tübinger Indologie, Prof. Heinrich von Stietencron, hat am 21. November 2015 in Delhi feierlich den seitens des ICCR (Indian Council for Cultural Relations) neu geschaffenen „Distinguished Indologist Award“ entgegengenommen, der Präsident der Republik Indien, Pranab Mukherjee, überreichte den Preis persönlich. Die erstmalige Verleihung dieser hoch dotierten Auszeichnung stand in Verbindung mit der dreitägigen „World Indology Conference“, die ebenfalls zum ersten Mal im Präsidentenpalast stattfand.</p><p>Herr von Stietencron leitete von 1973-1998 die Tübinger Indologie (heute: Abt. für Indologie und Vergleichende Religionswissenschaft des Asien-Orient-Instituts) und hatte für seine Studien zum Hinduismus, den Epen und Puranas und insbesondere für seine Arbeiten zu Orissa bereits 2004 den „Padmashri“ verleihen bekommen – eine der höchsten Auszeichnungen der indischen Regierung, die nur selten an Ausländer vergeben wird.</p><ul><li>&lt;link http: pib.nic.in newsite external-link-new-window external link in new&gt;Die offizielle Pressemitteilung der indischen Regierung</li><li>&lt;link http: www.india.diplo.de vertretung indien en __pr culture__news indologyaward__2015.html external-link-new-window external link in new&gt;Die Pressemitteilung der deutschen Botschaft in Delhi</li><li>&lt;link https: www.youtube.com external-link-new-window external link in new&gt;Die gesamte Preisverleihung samt Reden der indischen Außenministerin, des Präsidenten der Republik Indien und des Preisträgers &lt;link https: www.youtube.com external-link-new-window external link in new&gt;als Video</li></ul><div class="align-right"><p><br>Privatdozentin Dr. Heike Oberlin<br>Asien-Orient-Institut, Abt. für Indologie und Vergleichende Religionswissenschaft</p></div>]]></content:encoded><category>Attempto-Leute</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2015/15-12-21Indology_Award_2015_1.jpg" lenght="47160" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-1617</guid><pubDate>Tue, 17 Nov 2015 09:52:00 +0100</pubDate><title>Professorin Dr. Elisabeth Gräb-Schmidt in den Rat der EKD gewählt</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/article/professorin-dr-elisabeth-graeb-schmidt-in-den-rat-der-ekd-gewaehlt/</link><description></description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2015/15-11-17graeb.jpg" length="128585" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Das Institut für Ethik der Evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Tübingen freut sich sehr, mitteilen zu können, dass Professorin Dr. Elisabeth Gräb-Schmidt am 10. November 2015 in den Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland wiedergewählt wurde. Gräb-Schmidt ist seit 2010 Lehrstuhlinhaberin für Systematische Theologie und Direktorin des Instituts für Ethik der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen.</p><p><br>Elisabeth Gräb-Schmidt gehörte nach einer Nachwahl im Jahre 2013 bereits für zwei Jahre dem höchsten Gremium der Evangelischen Kirche in Deutschland an und nahm sowohl an der Veröffentlichungs- und Beratungstätigkeit, wie auch an Auslandsbesuchen in Ägypten und Südamerika teil.</p><p><br>Der Wahl kommt dabei besonderes Gewicht zu, weil Gräb-Schmidt als Lehrstuhlinhaberin auch die Stimme der akademischen Theologie und der wissenschaftlichen Ethik im Rat vertreten wird. Die Wahlsynode sprach sich durch die Wahl also für den engen Zusammenhang von Kirche und universitärer Theologie, aber auch für den Dialog von Kirche und Wissenschaft generell aus, den Professorin Gräb-Schmidt mit ihren Mitgliedschaften u.a. in der Zentralen Ethikkommission der Bundesärztekammer und der Senatskommission für Grundsatzfragen der Genforschung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) repräsentiert.</p><p><br>In ihrer Rede betonte Elisabeth Gräb-Schmidt im Blick auf das Reformationsjubiläum 2017 die bleibende Bedeutung reformatorischen Denkens, das als besonderes evangelisches Profil eine Spiritualität für „Herz und Verstand“ schafft und zur Verantwortung ermutigt. Glauben leben und seine befreiende Kraft in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zu vertreten sei ihr wichtig. „Der jungen Generation Orientierung durch Glauben geben“, aber auch „Chancen der Digitalisierung nutzen“ sieht Gräb-Schmidt als ihre Hauptziele in der kommenden Ratsperiode.</p><div class="align-right"><p>Christian Stritzelberger, Institut für Ethik der Evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Tübingen</p></div><h3>Weitere Informationen:</h3><h4>Generelle Informationen:</h4><p>&lt;link https: www.ekd.de synode2015_bremen ratswahl index.html&gt;<a href="https://www.ekd.de/synode2015_bremen/ratswahl/index.html" target="_blank" rel="noreferrer">www.ekd.de/synode2015_bremen/ratswahl/index.html</a><br>Vorstellung von Frau Prof. Gräb-Schmidt zur Wahl &lt;link https: www.ekd.de synode2015_bremen ratswahl kandidaten graeb_schmidt.html&gt;<a href="https://www.ekd.de/synode2015_bremen/ratswahl/kandidaten/graeb_schmidt.html" target="_blank" rel="noreferrer">www.ekd.de/synode2015_bremen/ratswahl/kandidaten/graeb_schmidt.html</a></p><h4>Kurzporträt nach der Wahl:</h4><p>&lt;link http: www.evangelisch.de galerien&gt;<a href="http://www.evangelisch.de/galerien/128239/11-11-2015/das-ist-der-neue-rat-der-ekd?page=5#evde-gallery" target="_blank" rel="noreferrer">www.evangelisch.de/galerien/128239/11-11-2015/das-ist-der-neue-rat-der-ekd</a></p><h4>Lehrstuhlseite mit Biografie und weiteren Informationen zu Frau Gräb-Schmidt:</h4><p>&lt;link http: www.ethik.uni-tuebingen.de&gt;<a href="http://www.ethik.uni-tuebingen.de" target="_blank" rel="noreferrer">www.ethik.uni-tuebingen.de</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Online</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2015/15-11-17graeb.jpg" lenght="128585" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-14629</guid><pubDate>Thu, 22 Oct 2015 16:57:00 +0200</pubDate><title>Verleihung des Württembergischen Krebspreises 2015 an der Universität Tübingen </title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=14629&amp;cHash=94ad878a0ab84648cfc97eadb60f0e2c</link><description>Dres. Carl Maximilian und Carl Manfred Bayer-Stiftung zeichnet Mediziner der Universität Tübingen und des Universitätsklinikums Ulm aus.</description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Forschung/2015/15-10-20Preistraeger.jpg" length="125181" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Der Vorsitzende der Dres. Carl Maximilian und Carl Manfred Bayer-Stiftung, Prof. Dr. Claus Claussen, hat am 01. Oktober 2015 an der Universität Tübingen den Württembergischen Krebspreis übergeben. In diesem Jahr wurde der Projektpreis geteilt und geht mit einem Preisgeld von je 20.000 Euro an die Tübinger Onkologin Prof. Dr. med. Julia Skokowa für ihre Arbeit auf dem Gebiet zu „Mechanismen der malignen Entartung der Stammzelle“ und an den Ulmer Onkologen Dr. med. Jan Krönke für sein Projekt zur „Identifikation von Lenalidomid Resistenz- Mechanismen in Myelodysplastischen Syndromen“. Dr. med. Juliane Stickel aus der Medizinischen Universitätsklinik Tübingen wird mit dem Nachwuchspreis in Höhe von 10.000 Euro für ihr Projekt zur „Entwicklung einer peptid-basierten Immuntherapie für Leukämiepatienten“ ausgezeichnet. Der Preis gehört zu den am höchsten dotierten innerhalb der deutschen Krebsforschung.</p><p>Julia Skokowa, geboren 1975, absolvierte ein Medizinstudium an den Universitäten Vladikavkas und Moskau. In der Medizinischen Hochschule Hannover arbeitete sie 15 Jahre überwiegend experimentell auf dem Gebiet der Leukämieforschung. Seit 2014 ist Frau Skokowa in Tübingen, hier hat sie eine W3-Professur für „Translationale Onkologie“ inne, welche der Medizinischen Klinik II für Onkologie, Hämatologie, Rheumatologie und Immunologie (Ärztlicher Direktor Prof. Kanz) zugeordnet ist. Frau Skokowa wurde für ihre Arbeiten auf dem Gebiet der Leukämieforschung schon vielfach ausgezeichnet.</p><p>Die molekularen Mechanismen der Entstehung einer Leukämie sind nicht vollständig aufgeklärt. In der Arbeitsgruppe um Dr. Skokowa wurden auf diesem Gebiet viele neue Erkenntnisse gewonnen, die in dem hier unterstützten Projekt bestätigt und weiter untersucht werden sollen. Am Ende steht vielleicht eine ganz neue Sichtweise auf die Entwicklung von Leukämie und hilft bei der Etablierung von neuen Therapiemethoden.</p><p>Jan Krönke, geboren 1979, studierte zunächst Medizin in Heidelberg, und arbeitet seit 2006 als Assistenzarzt am Universitätsklinikum Ulm in der Abteilung „Innere Medizin III“ (Direktor Prof. Dr. H. Döhner). Nach einem dreijährigen Forschungsaufenthalt am Brigham and Women’s Hospital an der Harvard Medical School in Boston, setzte er seine Forschungen am Universitätsklinikum Ulm fort. Seit Anfang 2015 ist er Leiter einer eigenen Arbeitsgruppe, die im Rahmen des Emmy-Nöther Programms der DFG gefördert wird.</p><p>Unter dem Begriff Myelodysplastisches Syndrom (MDS) versteht man eine Erkrankung des Knochenmarks, bei der durch genetische Veränderungen der Stammzellen die Blutbildung gestört wird. Patienten, die an MDS leiden, sind nicht mehr in der Lage, aus diesen Stammzellen vollständig reife und funktionstüchtige Blutzellen zu bilden. Lenalidomid, ein Strukturanaloga von Thalidomid, ist ein Medikament, das bei der Behandlung des Myelodysplastischen Syndroms eingesetzt wird. Herrn Krönke gelang es, den genauen Wirkungsmechanismus von Lenalidomid bei MDS aufzuklären. Hierauf baut das neue Projekt von Herrn Krönke auf. Ziel ist es, durch die Identifikation von Lenalidomid-Resistenzmechanismen Wege zu finden, diese Resistenz zu überwinden sowie prädikative Marker zu finden, um damit die Behandlung von Patienten zu individualisieren.</p><p>Juliane Stickel, geboren 1985, absolvierte ihr Medizinstudium an der Universität Tübingen. Seit 2011 ist sie Assistenzärztin an der Medizinischen Klinik II für Onkologie, Hämatologie, Rheumatologie und Immunologie (Ärztlicher Direktor Prof. Kanz).</p><p>Trotz zahlreicher Fortschritte bei der Behandlung von Leukämien kommt es beim Großteil der Patienten im Verlauf der Erkrankung zu Rückfällen. Eine entscheidende Herausforderung auf dem Weg der Heilung ist daher die Stabilisierung der Tumorreduktion. Einen vielversprechenden und nebenwirkungsarmen Therapieansatz hierfür stellt die peptidbasierte Immuntherapie dar. Sie zielt darauf ab, mittels therapeutischer Impfung im Patienten eine spezifisch gegen Krebszellen gerichtete Immunantwort zu induzieren. Basis hierfür sind Peptide, die auf den Leukämiezellen der Patienten präsentiert werden. Durch die Förderung von Frau Stickels Arbeit soll nun die klinische Relevanz dieser Entdeckung vorangeführt werden.</p><p>Die Stiftung des Württembergischen Krebspreises trägt den Namen des an Krebs verstorbenen Stifters Dr. Carl Manfred Bayer und seines Vaters Dr. Carl Maximilian Bayer. Beide waren nacheinander mehr als sechzig Jahre in der Nähe von Ravensburg als niedergelassene Landärzte tätig. Sie zeichneten sich durch fachliche Kompetenz und hohe Sensibilität für die Probleme ihrer Patienten und deren Angehörigen aus. Dr. Carl Manfred Bayer studierte Medizin an der Universität Tübingen. Die Preise wurden ausgeschrieben für Wissenschaftler unter 40 Jahren, die auf dem Gebiet der Krebsforschung tätig und ihre Forschung in Württemberg durchführen oder gebürtige Württemberger sind.</p><div class="align-right"><p>Dres. Bayerstiftung  </p></div><h3>Kontakt: </h3><p>Prof. Dr. Claus D. Claussen <br>Vorsitzender der Dres. Carl Maximilian und Carl Manfred Bayer – Stiftung <br>Universitätsklinikum Tübingen <br>Ottfried – Müller Str. 23 <br>72076 Tübingen <br>Telefon +49 7071 29-82087<br>&lt;link&gt;kontakt[at]dres-bayer-stiftung.de<br>&lt;link http: www.dres-bayer-stiftung.de&gt;www.dres-bayer-stiftung.de</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Forschung/2015/15-10-20Preistraeger.jpg" lenght="125181" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-15827</guid><pubDate>Tue, 22 Sep 2015 17:21:00 +0200</pubDate><title>Tübinger Gastprofessorin Pamela Klassen erhält den Anneliese Maier-Forschungspreis</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=15827&amp;cHash=a25516c93194f3d87be940c1fa5f429d</link><description>Preisverleihung Mitte September im Gewandhaus zu Leipzig</description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Forschung/2015/15-09-22_Anneliese_Maier-Forschungspreis.jpg" length="64715" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Die kanadische Religionswissenschaftlerin und Gastprofessorin an der Universität Tübingen Pamela Klassen erhielt am 15. September als eine von elf Forscherinnen und Forschern den Anneliese Maier-Forschungspreis 2015 der Alexander von Humboldt-Stiftung. Mit dem Preisgeld von jeweils 250.000 Euro werden Forschungskooperationen internationaler Geistes- und Sozialwissenschaftler mit ihren deutschen Gastgeberuniversitäten gefördert.</p><p>Die Preise wurden von der Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung Cornelia Quennet-Thielen und dem Präsidenten der Humboldt-Stiftung Helmut Schwarz im Gewandhaus zu Leipzig verliehen. Die Feier fand im Rahmen eines viertägigen Fachsymposiums mit einem Forum zur Einbindung von Nachwuchswissenschaftlern statt. Neben den Preisträgern und ihren deutschen Kooperationspartnern nahmen rund 150 weitere deutsche und internationale Geistes- und Sozialwissenschaftler teil.</p><p>Pamela Klassen war bereits 2011 als Humboldt-Stipendiatin in Tübingen und ist Gastprofessorin der Universität. Nun wird sie noch intensiver mit Professorin Monique Scheer vom Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft der Universität Tübingen zusammenarbeiten. Über fünf Jahre hinweg wird Pamela Klassen jährlich mehrere Wochen in Tübingen lehren und forschen. Sie ist eine der derzeit führenden Expertinnen zu den modernen Religionen Nordamerikas. An der Universität Tübingen soll sie zur Internationalisierung der deutschen Religionswissenschaften beitragen und den Fokus verstärkt auf die Multireligiosität legen.</p><div class="align-right"><p>Janna Eberhardt<br>Hochschulkommunikation</p></div>]]></content:encoded><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Online</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Forschung/2015/15-09-22_Anneliese_Maier-Forschungspreis.jpg" lenght="64715" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-16041</guid><pubDate>Thu, 02 Jul 2015 16:23:00 +0200</pubDate><title>Professor Peter Grathwohl in DFG-Senat gewählt</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=16041&amp;cHash=ee11837dd1975f447fa848316b6c64ce</link><description>Professor Peter Grathwohl, Prorektor für Forschung der Universität Tübingen, wurde am 1. Juli 2015 auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in den DFG-Senat gewählt.</description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2015/15-07-02-Grathwohl_DFG.jpg" length="55197" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Grathwohl, der in Tübingen den Lehrstuhl für Hydrogeochemie an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät innehat, wird in der größten Forschungsförderungsorganisation Europas den Bereich Geowissenschaften vertreten. Seine Amtszeit als Senatsmitglied wird vier Jahre betragen, eine Wiederwahl ist einmal möglich.</p><p>Der Senat ist das zentrale Organ der DFG, in dem alle wichtigen Entscheidungen getroffen werden. Dazu gehören die wesentlichen Angelegenheiten der Förderentscheidungen sowie die Modalitäten der Begutachtungs-, Bewertungs- und Entscheidungsverfahren. Außerdem veranlasst der Senat die Bildung von Fachkollegien, die die Anträge auf finanzielle Förderung von Forschungsvorhaben bewerten.</p><p>Insgesamt besteht der Senat der DFG aus 39 Mitgliedern, darunter 15 Wissenschaftler. Diese werden direkt von der Mitgliederversammlung gewählt. Eine Ausnahme gilt für die Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz, der Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften sowie der Max-Planck-Gesellschaft, die automatisch einen Platz erhalten.</p><div class="align-right"><p>Mareike Manzke</p></div><p><br>Link zur Pressemitteilung der DFG: &lt;link http: www.dfg.de service presse pressemitteilungen pressemitteilung_nr_31 index.html&gt;<a href="http://www.dfg.de/service/presse/pressemitteilungen/2015/pressemitteilung_nr_31/index.html" target="_blank" rel="noreferrer">www.dfg.de/service/presse/pressemitteilungen/2015/pressemitteilung_nr_31/index.html</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Online</category><category>Attempto-Leute</category><category>MatNat-Aktuell</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2015/15-07-02-Grathwohl_DFG.jpg" lenght="55197" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-10549</guid><pubDate>Wed, 01 Jul 2015 15:49:00 +0200</pubDate><title>Drei Mitarbeiter des Zentrums für Islamische Theologie (ZITh) im Vorstand</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/article/drei-mitarbeiter-des-zentrums-fuer-islamische-theologie-zith-im-vorstand/</link><description>Deutsche Gesellschaft für islamisch-theologische Studien (DEGITS) in Münster gegründet</description><content:encoded><![CDATA[<p>Als erster akademischer Fachverband für islamische Theologie in Deutschland wurde am 20. Juni 2015 in Münster die Deutsche Gesellschaft für Islamisch-Theologische Studien (DEGITS) gegründet. Ziel ist es, mit gemeinsamer Stimme versachlichend zu gesellschaftlichen Leitbilddiskursen beizutragen. Sitz der Gesellschaft ist Frankfurt am Main.</p><p>Die DEGITS widmet sich der Formulierung Islamischer Theologie in Deutschland mit Bezug zu den vielfältigen islamischen Lehrtraditionen, Kulturen und Lebenspraxen des Islams, zu Gegenwartsfragen und in internationaler Vernetzung. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Verzahnung von Wissenschaft und Zivilgesellschaft hinsichtlich islam-bezogener Themen.</p><p>Die DEGITS konzentriert sich dabei schwerpunktmäßig auf drei Aufgabenfelder: die akademische Fachkultur islamisch-theologischer Studien aufbauen und pflegen, muslimische Akademikerinnen und Akademiker im Bereich islamisch-theologischer Studien und anverwandter Fächer berufsständisch vertreten und mit der gemeinsamen Stimme ihrer Mitglieder zu den gesellschaftlichen Leitbilddiskursen beitragen. Sie sieht sich dabei besonders dem Anliegen der Versachlichung verpflichtet.</p><p>Gegründet wurde die DEGITS von Professorinnen und Professoren, wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den studentischen Fachschaftsvertreterinnen und -vertretern der islamisch-theologischen Studien an den Universitäten Hamburg, Münster, Osnabrück, Gießen, Frankfurt am Main, Erlangen-Nürnberg und Tübingen. Die fachliche Binnendifferenzierung nach Bereichen wie etwa Islam und Recht, Koranexegese, Islam und Soziale Arbeit oder Religionspädagogik geschieht über die Einrichtung von eigenen Fachgruppen (Sektionen). Die Mitgliedschaft kann beantragen, wer sich verpflichtet, die satzungsgemäßen Ziele der DEGITS aus muslimischem Selbstverständnis heraus zu fördern.</p><p>Im Vorstand der DEGITS sitzen auch drei Mitarbeiter des Zentrums für Islamische Theologie (ZITh) der Universität Tübingen: Professor Dr. Mouez Khalfaoui, Dr. Ruggero Vimercati Sanseverino sowie Ebru Kocatürk.</p><h3>Kontakt:</h3><p>Prof. Dr. Harry Harun Behr<br>Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Islam<br>Goethe-Universität Frankfurt am Main<br>+49 (0)69 798 36306<br>&lt;link&gt;hb[at]em.uni-frankfurt.de</p><p><br><br>Dr. Ruggero Vimercati Sanseverino<br>Wissenschaftlicher Leiter<br>Zentrum für Islamische Theologie (ZITh)<br>Universität Tübingen<br>Rümelinstraße 27</p><p>72070 Tübingen<br>Tel: +49 7071 29-75383<br>E-Mail : &lt;link&gt;ruggero.vimercati-sanseverino[at]uni-tuebingen.de</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Leute</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-13488</guid><pubDate>Wed, 27 May 2015 16:34:00 +0200</pubDate><title>Martin Gebauer zum Richter auf Lebenszeit am Oberlandesgericht Stuttgart ernannt</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=13488&amp;cHash=be26e585e8a37c34ee5e9202bd8eb5c0</link><description>Hohe Auszeichnung für Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung</description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2015/15-05-27-Gebauer.png" length="198237" type="image/png" /><content:encoded><![CDATA[<p>Der Tübinger Rechtswissenschaftler Martin Gebauer ist zum Richter am OLG Stuttgart ernannt worden. Die Juristische Fakultät freut sich über eine große Ehre und Anerkennung, die einem ihrer Mitglieder zuteil geworden ist. Prof. Dr. Martin Gebauer, Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung an der Universität Tübingen, ist zum Richter auf Lebenszeit am Oberlandesgericht Stuttgart ernannt worden, dessen 5. Zivilsenat er nun im Nebenamt verstärkt. Wie der Dekan der Juristischen Fakultät, Prof. Dr. Christian Seiler, berichtete, gehört Gebauer dort einem hoch spezialisierten Spruchkörper an, der sich – dies ist eine nicht an allen Oberlandesgerichten anzutreffende Besonderheit des OLG Stuttgart – mit komplexen Fragestellungen des internationalen wie des ausländischen Privatrechts befasst. Gebauer, der in Tübingen auf genau diesem Gebiet forscht und lehrt, verbindet in diesem hohen Richteramt wissenschaftliche Erkenntnis und gesellschaftlichen Nutzen – zum Vorteil nicht zuletzt seiner Studierenden, denen er dank seiner Vielseitigkeit theoretisch fundierte Einblicke in die Praxis verschaffen kann.</p><div class="align-right"><p>Christian Seiler, Juristische Fakultät</p></div>]]></content:encoded><category>Attempto-Leute</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2015/15-05-27-Gebauer.png" lenght="198237" type="image/png"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-15994</guid><pubDate>Tue, 26 May 2015 16:52:00 +0200</pubDate><title>Mit Wahrnehmungsmustern und Motion Capture Suit zum Sieg</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=15994&amp;cHash=3190ebce8bc38114bab08f6333c060b0</link><description>Promotionsstudent an der Graduate School for Neural and Behavioral Sciences / International Max Planck Research School der Universität Tübingen gewinnt das Deutschland-Finale vom ScienceSlam „FameLab“ in Karlsruhe</description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2015/15-05-20ChangD_profile.jpg" length="35692" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Am 13. Mai fand in Karlsruhe das Deutschland-Finale von FameLab, dem renommierten internationalen Wettbewerb für Wissenschaftskommunikation statt. Dong-Seon Chang vom Max-Planck-Institut (MPI) für biologische Kybernetik in Tübingen, Promotionsstudent an der Graduate School for Neural and Behavioral Sciences / International Max Planck Research School der Universität Tübingen, hatte sich in den regionalen Vorrunden qualifiziert. Im Finale trat er vor über 800 Zuschauern im Karlsruher Tollhaus gegen neun andere Wissenschaftler und Nachwuchswissenschaftler an.</p><p>Die jungen Wissenschaftler erklärten innerhalb von drei Minuten auf der Bühne ihr Forschungsthema. Voraussetzung war, es nicht nur verständlich, sondern auch unterhaltsam zu präsentieren. Dabei durften die Teilnehmer nur Gegenstände benutzen, die sie auch selbst auf die Bühne tragen konnten.</p><p>Der Vortrag des Neurowissenschaftlers Dong-Seon Chang über die Wahrnehmung von Menschen und deren Handlungen überzeugte sowohl Jury als auch Publikum – neben dem Jurypreis gewann er auch den Preis des Publikumslieblings.</p><p>„Soziale Interaktion mit anderen Menschen aktiviert die Belohnungszentren im Gehirn. In anderen Worten: Ich bin glücklich, wenn ich andere glücklich mache – und das scheint mir mit meinem Vortrag gelungen zu sein“, sagt der Doktorand der Neurowissenschaften. „Daher freue ich mich besonders über den Publikumspreis.“</p><p>Die Sieger aller nationalen Wettbewerbe treffen sich im internationalen Finale von FameLab, Anfang Juni in Cheltenham, England. Dort wird Chang dann als Sieger des Deutschlandfinales im internationalen Wettbewerb gegen die anderen Finalisten aus über 25 Ländern antreten. „Ich freue mich, die internationale Seite Deutschlands repräsentieren zu dürfen“, meint Dong-Seon Chang.</p><div class="align-right"><p>Christina Bornschein / Stephanie Bertenbreiter (MPI) </p></div><p>&lt;link https: www.youtube.com external-link-new-window externen link in neuem&gt;Videolink zum Finale</p><p>&lt;link https: www.youtube.com external-link-new-window externen link in neuem&gt;Videolink zweiten Beitrag der Finalrunde </p><h3>Kontakt: </h3><p>Dong-Seon Chang<br>Tel.: +49 7071 601-606<br>E-Mail: &lt;link&gt;dong-seon.chang[at]tuebingen.mpg.de</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Forum</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2015/15-05-20ChangD_profile.jpg" lenght="35692" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-14187</guid><pubDate>Mon, 18 May 2015 17:57:00 +0200</pubDate><title>Promotionspreis der Studienstiftung für Physikerin Katharina Broch</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=14187&amp;cHash=efc6d2275d3fe8d6382583ff768de4e4</link><description>Doktorarbeit über „Interplay of ordering behavior and optical properties in organic semiconductor blends“</description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2015/alternative_katharina_broch.jpg" length="6986" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Katharina Broch erhielt am 07.05.2015 in Berlin den Promotionspreis der Studienstiftung des deutschen Volkes für ihre Doktorarbeit mit dem Titel „<em>Interplay of ordering behavior and optical properties in organic semiconductor blends</em>“, die sie in der Arbeitsgruppe von Prof. Frank Schreiber von 2010-2013 durchführte. Thema der Arbeit ist eine vergleichende Studie dreier Mischungen aus kleinen halbleitenden Molekülen, um die Auswirkungen der Eigenschaften der Einzelkomponenten auf das Verhalten der Mischung zu untersuchen. Dies ist relevant unter anderem für organische Solarzellen und organische Leuchtdioden, für die diese Materialien als sogenannte Donatoren und Akzeptoren eingesetzt werden. Frau Broch entdeckte bei ihren Untersuchungen überraschende und bisher nicht beobachtete Mischungsszenarien und deren Auswirkungen auf den für die Anwendungen wichtigen Ladungstransfer zwischen den verschiedenen Materialien.</p><p>In seiner Laudatio hob Prof. Dirk Abel, Mitglied der Auswahlkommission, insbesondere die stringente und systematische Herangehensweise der Arbeit hervor, die die Jury überzeugte. Katharina Broch arbeitet seit Februar 2014 als visiting scientist am Cavendish Laboratory der University of Cambridge.</p><div class="align-right"><p>Frank Schreiber, Institut für Angewandte Physik </p></div>]]></content:encoded><category>Attempto-Leute</category><category>Attempto-Forschung</category><category>MatNat-Aktuell</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2015/alternative_katharina_broch.jpg" lenght="6986" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-13787</guid><pubDate>Mon, 11 May 2015 13:40:00 +0200</pubDate><title>Karl-Josef Kuschel neuer Präsident der Internationalen Hermann Hesse Gesellschaft</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=13787&amp;cHash=2d5066fe9c61a7a3608e455041f689ea</link><description></description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2015/15-05-11KJ_KuschelHajoSchomerus.jpg" length="48096" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Der Tübinger Literaturwissenschaftler und Theologe Prof. em. Dr. Dr. h.c. Karl-Josef Kuschel ist neuer Präsident der Internationalen Hermann Hesse Gesellschaft. Die Mitglieder wählten ihn auf Vorschlag des Präsidiums der Gesellschaft am 9. Mai 2015 bei ihrer diesjährigen Mitgliederversammlung in Calw.</p><p><br>Prof. Kuschel, seit Jahren wissenschaftlich mit dem Werk von Hermann Hesse vertraut, tritt die Nachfolge des früheren baden-württembergischen Ministers für Wissenschaft, Forschung und Kunst Klaus von Trotha an, der das Amt 13 Jahre innehatte. Ziel des neuen Präsidenten ist es vor allem, noch stärker als zuvor die Bedeutung des Werkes von Hermann Hesse für einen heute mehr denn je dringlichen Dialog der Kulturen und Religionen in der Öffentlichkeit bewusst zu machen.</p><div class="align-right"><p>Heinz-Dieter Assmann, Karl-Josef Kuschel</p></div>]]></content:encoded><category>Attempto-Leute</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Leute/2015/15-05-11KJ_KuschelHajoSchomerus.jpg" lenght="48096" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-596</guid><pubDate>Thu, 07 May 2015 16:27:00 +0200</pubDate><title>Universitätsmedaille zum Abschied</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=596&amp;cHash=f18c1b4cd468188652bfbd4877d1b59c</link><description>Jutta Pickel ging in den Ruhestand </description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Intern/2015/15-05-07Pickel.jpg" length="116390" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Wer in den letzten Jahrzehnten an der Universität Tübingen Anträge etwa für Sonderforschungsbereiche, Graduiertenkollegs, DFG-Sachbeihilfen „mit Antrag auf eigene Stelle“, eine Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe, für Stiftungsmittel, DAAD-Mittel, BMBF-Förderung oder ein ZIM-Projekt stellte, der lernte sie kennen: Jutta Pickel. Engagiert, kompetent und ergebnisorientiert betreute sie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und bildete für viele von ihnen auch in der Folge die vertraute und effiziente Nahtstelle zur Zentralen Verwaltung und dem Rektorat.</p><p><br><br> Unter Willy Brandt war Klaus von Dohnanyi Minister für Bildung und Wissenschaft in Bonn, Wilhelm Hahn war im Kabinett von Hans Filbinger Kultusminister in Stuttgart: Damals war es, als Jutta Pickel im seinerzeitigen Akademischen Rektoramt in Tübingen ihren Dienst antrat. Der Frühling 2015 markierte nun aber den Herbst ihres Berufslebens im Dienste der Forschungsförderung. In diesem Bereich arbeitete sie rund vierzig Jahre; und durch ihre kompetente, zupackende und ergebnisorientierte Arbeitsweise hat sie den Universitätsangehörigen seither viel Gutes getan und viel Kummer, insbesondere bei der Abwicklung von Projekten, erspart. Denn etwa der Griff zum Telefonhörer, die richtige Ansprache zum richtigen Zeitpunkt, das waren Stärken, mit denen sie Problemfällen sachlicher und menschlicher Art Herr bzw. Frau wurde. Reflex dieser Stärken war die hohe Wertschätzung, die Frau Pickel in den Fakultäten genossen hat und genießt. Die Universität ist Frau Pickel für ihre Arbeit über all die Jahre zu großem Dank verpflichtet und wünscht ihr für ihren weiteren Lebensweg alles Gute.</p><p>Jürgen Rottenecker, Dezernat I – Forschung, Strategie und Recht</p>]]></content:encoded><category>Attempto-Intern</category><category>Attempto-Leute</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Intern/2015/15-05-07Pickel.jpg" lenght="116390" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-16004</guid><pubDate>Thu, 07 May 2015 12:28:00 +0200</pubDate><title>Jesse Millek erhält den Sean W. Dever Memorial Prize</title><link>https://uni-tuebingen.de/zh/universitaet/aktuelles-und-publikationen/attempto-online/leute/newsfullview-attempto-leute/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=16004&amp;cHash=b1c2c638808ecb0a34cb22ea7ce2a68d</link><description>Doktorand des Sonderforschungsbereichs 1070 RessourcenKulturen an der Universität Tübingen wird durch das William F. Albright Institute of Archaeological Research in Jerusalem ausgezeichnet.</description><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Forschung/2015/15-05-07_Jesse_Millek1.jpg" length="205081" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Der Sean W. Dever Memorial Prize wird jährlich für bahnbrechende Veröffentlichungen im Bereich syro-palästinischer und biblischer Archäologie vergeben und ist mit 650$ dotiert. Das traditionsreiche Institut, das seit 1920 Grundlagenforschung in biblischer Archäologie betreibt, honoriert damit einen innovativen Forschungsansatz.</p><p><br>Jesse Millek studierte zunächst Archäologie und Kunstgeschichte in New York und Leiden. Seit 2013 ist er als Doktorand im SFB RessourcenKulturen an der Universität Tübingen tätig und untersucht unter der Leitung von Prof. Dr. Jens Kamlah die Ressourcenkontrolle am Übergang von der Bronze- zur Eisenzeit im Ostmittelmeerraum. Vor allem der Niedergang des Handels in der Spätbronzezeit in Israel und den umliegenden Ländern steht dabei im Forschungsinteresse.</p><p>Jesse Millek widerlegt in seiner Forschungsarbeit die bis heute in der biblischen Archäologie vieldiskutierte These, dass Seevölker aus dem nördlichen Mittelmeerraum für den Kollaps der Reiche in der Levante am Ende der Bronzezeit verantwortlich waren. Als Evidenz für diese Seevölker–Theorie gilt eine Inschrift aus dem Totentempel von Ramses dem III in Medinet Habu aus dem Jahr 1180 v.Chr., auf der die Invasion von Fremden, die über das Meer kamen, als Grund für den Niedergang ägyptischer Nachbarreiche genannt wird. Daraus leitete die bisherige archäologische Forschung ab, dass Seevölker aus dem Mittelmeerraum auch für den ökonomischen Kollaps in der Levante verantwortlich waren. Nach neuesten Erkenntnissen spricht jedoch einiges dafür, dass die Ursachen für den starken Rückgang des Handels viel komplexer sind als bisher angenommen und eher auf einen internen, gesellschaftlichen Umwälzungsprozess und auf einen veränderten Umgang mit Ressourcen zurückzuführen sind.</p><p>Die Dokumentationen archäologischer Grabungen an 16 Fundorten der Region werden in der Forschungsarbeit des SFB 1070 kritisch neu bewertet und ausdifferenziert. Ein Beispiel ist die Fundstätte Lachisch, 44 km südwestlich von Jerusalem, eine der größten und bedeutendsten Fundstätten der Levante.</p><p>In früheren Grabungen wurden in der spätbronzezeitlichen Zerstörungsschicht 7 die ausgebrannten Überreste eines Tempels und eines Gebäudes entdeckt. Diese Funde interpretierte man in folgenden Untersuchungen als Hinweise auf eine kriegerische Auseinandersetzung mit den Seevölkern. Die kritische Neubetrachtung der Grabungsdokumentation zeigt auf, dass bei der initialen Interpretation einige Faktoren übersehen wurden.</p><p>Jesse Millek berichtet: „Der bronzezeitliche Gebäudebrand in Lachisch begann nachweislich im Küchenbereich – auch in der Bronzezeit gab es ganz alltägliche Ursachen für Zerstörungen. Der Tempel weist keinerlei Vandalismus und keine Anzeichen von Schatzräuberei auf und wurde vor der Zerstörung vollständig geräumt. Alles deutet auf eine kultische Stilllegung der Stätte hin. Die heiligen Gegenstände wurden geordnet und systematisch entfernt. Der Standort des Tempels blieb dennoch als heilige Stätte auch in späterer Zeit tabu.“ Die geordnete Stilllegung von Heiligtümern deutet auf einen veränderten Umgang mit spirituellen Ressourcen und eine kulturelle Neuordnung von Werten innerhalb der Gesellschaft hin. In der weiteren Forschungsarbeit soll nun geklärt werden, inwieweit der Rückgang des Handels mit diesem Wertewandel zusammen hängt.</p><p>Prof. Dr. Jens Kamlah, Leiter des Teilprojekts A06, hebt die Bedeutung der Widerlegung der Seevölkerthese hervor: „Das Ziel unserer Forschung ist es, dem alten, stark vereinfachenden Modell die Beweise zu entziehen. Hierzu leistet die Arbeit von Herrn Millek einen wichtigen Beitrag. Der Zeitraum, den wir untersuchen, ist ausschlaggebend für die Entstehung des alttestamentarischen Israels, wie wir es aus der Bibel kennen. Das Aufzeigen der verschiedenen Gründe und komplexen wirtschaftlichen Zusammenhänge für den Handelsrückgang kann neue Einblicke in diese wichtige Epoche leisten.“</p><p>Alexandra Niskios, M.A.<br>Universität Tübingen<br>Pressestelle des Sonderforschungsbereichs 1070 Ressourcen Kulturen<br>Telefon +49 7071 29 73586<br>&lt;link mail ein fenster zum versenden der&gt;alexandra.niskios[at]uni-tuebingen.de<br>&lt;link http: www.sfb1070.uni-tuebingen.de&gt;www.sfb1070.uni-tuebingen.de</p><h3>Kontakt William F. Albright Institute:</h3><p>&lt;link http: www.aiar.org announcing-winner-of-sean-w-dever-memorial-prize-2015&gt;<a href="http://www.aiar.org/announcing-winner-of-sean-w-dever-memorial-prize-2015/" target="_blank" rel="noreferrer">www.aiar.org/announcing-winner-of-sean-w-dever-memorial-prize-2015/</a></p>]]></content:encoded><category>Attempto-Forschung</category><category>Attempto-Leute</category><enclosure url="https://uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Allgemein/Bilder/attempto_online/Forschung/2015/15-05-07_Jesse_Millek1.jpg" lenght="205081" type="image/jpeg"/></item>
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