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09.03.2026
Prof. Dr. Gabriele Abels als „Frau Europas 2026“ ausgezeichnet
Die Europäische Bewegung Deutschland (EBD) hat zum 35. Mal den Preis „Frauen Europas“ verliehen: Preisträgerinnen 2026 sind die Tübinger Politikwissenschaftlerin Professorin Dr. Gabriele Abels sowie die Demokratieaktivistin Ina Rumiantseva. Damit würdigt die EBD zwei Frauen, die auf unterschiedliche Weise für die europäische Integration stehen: Für ihre Erweiterung durch gelebte Solidarität über Grenzen hinweg und für ihre Vertiefung durch wissenschaftliche Reflexion, Bildung und gesellschaftliches Engagement.
Die feierliche Preisverleihung findet am 4. Mai 2026 im Europäischen Haus in Berlin statt, in Kooperation mit der Vertretung der Europäischen Kommission.
Prof. Dr. Gabriele Abels steht für die Vertiefung der europäischen Integration durch Forschung, Lehre und gesellschaftlichen Dialog. Seit 2007 ist sie Professorin für Vergleichende Politikwissenschaft und Europäische Integration an der Universität Tübingen und seit 2011 Jean-Monnet-Professorin. Sie ist zudem Sprecherin des Europäischen Zentrums für Föderalismus-Forschung. Mit der Entwicklung des Masterstudiengangs „Demokratie und Regieren in Europa“ und ihrem kontinuierlichen Engagement in wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Netzwerken trägt sie dazu bei, junge Generationen für Europa zu begeistern und Debatten über Demokratie, Gleichberechtigung und die institutionelle Entwicklung der Europäischen Union zu prägen.
Über die wissenschaftliche Arbeit hinaus engagiert sich Abels ehrenamtlich für Europa, unter anderem als Sprecherin des Europäischen Zentrums für Föderalismusforschung, Kreisvorsitzende der Europa-Union Tübingen, Vertrauensdozentin der Heinrich-Böll-Stiftung, ehrenamtliche Richterin am Verfassungsgerichtshof Baden-Württemberg sowie als Kooperationspartnerin für zahlreiche lokale und regionale zivilgesellschaftliche Initiativen. In diesen Rollen fördert sie den Transfer zwischen Wissenschaft und Gesellschaft und stärkt insbesondere den generationsübergreifenden Dialog über die Zukunft Europas.
„Der Preis macht deutlich: ohne Frauen ist kein Europa zu machen. Die Auszeichnung ist für mich eine sehr große Ehre und Ansporn“, unterstreicht Gabriele Abels.
Nominiert wurde Abels von den Jungen Europäischen Föderalist:innen Deutschland mit Unterstützung der Europa-Union Deutschland. „Mit ihrer hochkarätigen Forschung an der Schnittstelle von Gleichstellung, Europa und Föderalismus leistet Prof. Dr. Abels einen bedeutenden Beitrag zur Europäischen Einigung. Durch ihr vielfältiges ehrenamtliches Engagement trägt sie diese Ideen in die junge Generation und schlägt dabei wertvolle Brücken zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und der Zukunft Europas.“ - Melanie Thut, Bundesvorsitzende Junge Europäische Föderalist:innen Deutschland e.V.
Abels Mitpreisträgerin Ina Rumiantseva wurde von Dr. Irina Grouchevaia, Preisträgerin 2011, vorgeschlagen. Seit 2020 setzt sich Rumiantseva für Demokratie und Menschenrechte in Belarus sowie für die Unterstützung politischer Gefangener und ihrer Angehörigen ein. Sie wird außerdem für ihr Engagement als treibende Kraft in der Belarussischen Gemeinschaft RAZAM e.V. und als Gründerin der Taskforce Belarus e.V. geehrt.
Nach einer Pressemitteilung der Europäischen Bewegung Deutschland
Über den Preis Frauen Europas
Mit dem „Preis Frauen Europas – Deutschland“ ehrt die EBD seit 1991 Frauen, die sich durch ihr mutiges, kreatives oder hartnäckiges ehrenamtliches Engagement in besonderer Weise für das Zusammenwachsen und die Festigung eines vereinten Europas einsetzen. Zu den bisherigen Preisträgerinnen gehören unter anderem die Holocaustüberlebende Philomena Franz, Menschenrechtsaktivistin Düzen Tekkal und die Direktorin der Bundesstiftung Gleichstellung Lisi Maier.
In diesem Jahr bestand die Jury aus Frauen des Netzwerks des Preis Frauen Europas – Präsidentin Katharina Wolf, Vizepräsidentinnen Prof. Dr. Gudrun Schmidt-Kärner und Dr. Linn Selle sowie den vier Mitgliedern des EBD-Vorstands mit Matthäus Fandrejewski, Clara Föller, Steffi Grimm und Sabine Overkämping.
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